CH438066A - Vorrichtung zum Reinigen von insbesondere stark verschmutzten Flaschen - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen von insbesondere stark verschmutzten FlaschenInfo
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Description
Vorrichtung zum Reinigen von insbesondere stark verschmutzten Flaschen Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, nicht nur schmutzige Flaschen schlechthin zu reinigen, sondern auch solche Flaschen, die mit den bekannten Reinigungs vorrichtungen, welche mit kalten und/oder heissen Lau gen arbeiten, nicht gereinigt werden können. Es bandelt sich dabei z.
B. um Flaschen mit Zement- oder Mörtel resten, wie sie insbesondere auf Baustellen anfallen, um Mineralwasserflaschen mit abgelagerten Mineralsalzen, um Rotweinflaschen mit Weinsteinniederschlägen und ähnlich verunreinigte Flaschen, die im allgemeinen nur durch Säuren oder spezielle Reinigungsflüssigkeiten ge löst bzw. gereinigt werden können.
Die Erfindung schlägt eine einfache Lösung der auf gezeigten Aufgabe vor und erlaubt es, mit wirtschaft lichem Aufwand die Reinigung derartiger, mit den üb lichen Flaschenreinigungsmaschinen nicht zu reinigender Flaschen bei geringem Verlust an Reinigungsflüssigkeit, sparsamen Verbrauch von Nachspülflüssigkeit und ein fachster Beschickung und Entladung durchzuführen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch ge kennzeichnet, dass in einem Behälter, der die Reini gungsflüssigkeit enthält, ein Tauchrad auf einer Horizon talachse angeordnet ist, das auf seinem Umfang eine Anzahl mit dem Konusteil zum Aufnehmen des Halses einer Flasche nach innen liegende Flaschenzellen trägt, deren Achsen unter einer das selbsttätige Herausfallen der Flaschen in der Beschickungsstellung nach aussen gewährleistenden Neigung stehen, mindestens im Bereich des Behälters in der Ebene der Achsen der Flaschen zellen ein dessen aussen liegende Flascheneinsatzöffnun- gen zum Teil abdeckender, feststehender,
mit seiner Oberfläche konzentrisch zum Umfangskreis des Tauch rades verlaufender Haltebügel vorgesehen ist und ober halb des Behälters und diesem gegenüber abgeschirmt Einrichtungen zum Bespülen der Flaschen von innen mit Kaltwasser angeordnet sind.
Die Flaschenzellen können auch durch Einstecken in das Tauchrad befestigt sein. Zu diesem Zweck besteht das Tauchrad aus zwei gleich grossen Reifen, die mit einander durch Querstege verbunden sind, wobei diese Querstege die Halterungen für die Flaschenzellen bilden, welche zu diesem Zweck eine Form aufweisen, die ein Aufstecken auf diese Halterung einerseits und eine gegen seitige Lagesicherung andererseits sichern.
Je nach den Erfordernissen erfolgt der Umlauf des Tauchrades kontinuierlich oder absatzweise und von Hand, z. B. mit einer Kurbel oder einer Pedalbewegung oder maschinell z. B. mit Hilfe eines Elektromotors.
Zum Aus- und Nachspülen ist zweckmässig minde stens eine Spritzdüse vor dem Konusteil einer Flaschen zelle und mindestens eine weitere Düse hinter der Ein stecköffnung einer Flaschenzelle vorgesehen, die auf einer Strecke mit dem Umlaufrad synchron laufen oder fest stehen.
Vorzugsweise liegen die Spritzdüse vor dem Konusteil und die Spritzdüse hinter der Einstecköffnung einer Fla schenzelle in Richtung der Achse einer Flaschenzelle, wobei die Ventile zum Zutritt der Spülflüssigkeit dann geöffnet sind, wenn eine Flaschenzelle in dieser Achs richtung steht.
Um Nachspülflüssigkeit einzusparen und die Ver- schleppungsverluste an Reinigungsflüssigkeit gering zu halten, weisen die Flaschenzellen zweckmässig einen ge schlossenen Mantel auf.
Zum Einbringen der Schmutzflaschen und zum Her ausnehmen der gereinigten Flaschen dient z. B. eine ge meinsame Seitenöffnung des Gehäuses, an welche sich nach aussen ein etwa unter 30 geneigter Boden vorge sehen ist, über dessen Bereich ein beiderseits in Nuten rollen entlang je einer gleich geneigten Bahn geführtes Querstück auf- und abbewegbar ist, das beim Hochschie ben die Schmutzflaschen einschiebt und beim Herab fahren die herausrutschenden gereinigten Flaschen führt.
Zur Vervollständigung der erfindungsgemässen Vor richtung kann noch eine Einrichtung zum Entfernen von Etiketten vorgesehen sein. Diese besteht aus mindestens einer Düse, die innerhalb des Tauchbades in Richtung auf den Flaschenhals zu eingebaut ist und durch welche Reinigungsflüssigkeit unter Druck in die gegenüberlie gende Flaschenzellen eingespritzt wird, wodurch inzwi schen im Reinigungsbad abgeweichte Etikette usw. nach rückwärts aus den Flaschenzellen ausgetragen werden. Diese werden dann z. B. auf einem Sieb gesammelt und aus dem Reinigungsbad entfernt.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung mit einer Anzahl von Einzelheiten sche matisch und mit verschiedenen Schaltereinrichtungen dargestellt, an denen weitere Einzelheiten erläutert sind. Es zeigen: Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel, teilweise in Seiten ansicht und teilweise im Längsschnitt; Fig. 2 die Draufsicht bei abgenommener Gehäuse decke und im Teilaufriss; Fig. 3 ebenfalls in Seitenansicht einen Pedalantrieb in Schema und Fig. 4, 5 und 6 Einzelheiten der Beschickung und Ent leerung des Tauchrades;
Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel in Seitenan sicht von links; Fig. 8 die Seitenansicht von rechts; Fig. 9 im vergrösserten Massstab den Schwenkme chanismus für das Tauchrad und den Exzenter in Seiten ansicht herausgezeichnet; Fig. 10, 11, 12 Einzelheiten des Mechanismus der Fig. 9 in nochmals vergrössertem Massstab, gesehen von der Bedienungsseite bzw. im Querschnitt; Fig. 13, 14, 15 die Bewegungs-Hubzylinder in ver schiedenen Arbeitsstellungen mit dem zugehörigen Schaltablauf, jeweils alsSchema;
Fig. 16 ein drittes Ausführungsbeispiel in Seitenan sicht und im Längschnitt; Fig. 17 die Draufsicht bei abgenommener Gehäuse decke; Fig. 18 herausgezeichnet eine Flaschenzelle beim Be ginn des Einbaues in das Tauchrad; Fig. 19 eine weitere Stellung der Flaschenzellen wäh rend des Einbaues in das Tauchrad mit der Endlage; Fig. 20 den Querschnitt durch eine Flaschenzelle ent lang der Linie A-A der Fig. 18;
Fig. 21 den Querschnitt durch eine Flaschenzelle ent lang der Linie B-B der Fig. 18; Fig. 22 eine herausgezeichnete Flaschenzelle in Rück ansicht; Fig. 23 im vergrösserten Massstab gegenüber Fig. 1 eine Einrichtung zum Abspülen und Entfernen von Etiketten; Fig. 24 eine abgewandete Einrichtung gemäss Fig. 23;
Fig. 25 im Schema eine Ausführungsform der Ge samteinrichtung zum Etikettenentfernen in Seitenansicht; und Fig. 26 die Ausführung der Fig. 25 in Rückansicht.
Die Einrichtung nach Fig. 1 und 2 bzw. 3 besteht im wesentlichen aus dem Behälter 1 mit Reinigungs flüssigkeit, dem darin auf der Horizontalachse 2 dreh bar gelagerten Tauchrad 3, den auf dessen Umfang ange- ordenten Flaschenzellen 4 mit ihrer, das selbsttätige Her ausfallen der Flaschen gewährleistenden Schrägstellung, der gegenüber dem Behälter nach unten und den Seiten abgeschirmten Sammelwanne 5 für die Nachspülflüssig- keit, insbesondere Kaltwasser,
den Ausspritzdüsen 6 für das Flascheninnere und den Austrittsdüsen 7 für die Spülflüssigkeit für die Aussenfläche der Flaschen. Die Zuführleitungen für die Spülflüssigkeit zu den Düsen und die Einrichtungen zum Steuern der Ventile im gewünsch ten Arbeitsrhythmus werden später anhand eines ande ren Ausführungsbeispiels erläutert. Das Ableitungsrohr für die Spülflüssigkeit aus der Sammelwanne ist bei 8 angedeutet.
Die Beschickung erfolgt von der Seite her an einer seitlichen Aussparung 9 des Gehäuses, die ober halb dieser Stelle - was nicht dargestellt ist - noch eine Besichtigungsöffnung aufweisen kann. Da die Flaschen in der Lage 9 selbsttätig aus ihren Zellen 4 herausrut schen, genügt es, eine einfache Auffangeinrichtung vor zusehen. Diese kann in verschiedener Weise eingerichtet sein, z. B. derart, dass die gereinigten Flaschen unmittel bar auf ein Transportband rutschen, welches sie der Bahn zuführt, auf welcher die Normalflaschen zur Reinigungs maschine transportiert werden.
Die Beschickung mit Schmutzflaschen kann von Hand, zweckmässig mit einer Art Schieb--r in einem Ar beitsgang für alle jeweils in einer Reihe an der Öffnung 9 stehenden Flaschenzellen erfolgen.
Im Ausfühnmgsbeispiel der Fig. 1 und 2, bzw. 3 sind am Tauchrad Flaschenzellen in vier nebeneinanderlie- genden Ebenen angeordnet, so dass auch die Beschik- kungseinrichtung für vier Flaschen vorgesehen ist. Die im Ausführungsbeispiel dargestellte Einrichtung besteht aus einem Schiebewagen 10, der in der Lage ist, insge samt acht Flaschen aufzunehmen und der - wie die Fig. 4-6 zeigen - einmal nach links und einmal nach rechts so verfahren wird, dass jeweils vier Flaschen oder die Fläche für die Aufnahme von vier Flaschen vor der Beschickungsöffnung bei 9 liegen.
In der Stellung der Fig. 4 sind gerade vier gereinigte Flaschen aus der Öffnung bei 9 aus den Zellen heraus gerutscht. Der Wagen wird nun nach links in die Lage der Fig. 5 verfahren und die sauberen Flaschen in belie biger Weise entfernt. Die vorher aufgebrachten vier Schmutzflaschen (schwarz) werden durch Einschalten des mit einem beliebigen Druckmittel beaufschlagten Druckstempels 11 gemeinsam nach oben gedrückt und in die Einstecköffnungen der stillstehenden Flaschenzellen reihe eingesetzt. Dann wird das Pedal 12 niedergetreten (Fig. 3) und damit das Tauchrad um eine Arbeitsstation in Pfeilrichtung weitergeschaltet.
Das Entleerungs- und Beschickungsspiel beginnt von neuem, der Schiebewagen steht dabei in der Stellung der Fig. 6. Selbstverständlich lässt sich das Weiterschalten des Tauchrades und die Beschickung weitgehend variieren. Eine weitere Möglich keit ist an einem weiteren Ausführungsb--ispiel weiter hinten aufgezeigt. Zunächst genügt für das Verständnis des Reinigungsablauf die Schemaskizze der Fig. 1. Diese zeigt, dass die Flaschen mit ihren Flaschenzellen in Schräglage in das Reinigungsbad eintauchen, so dass zu nächst die in der Flasche enthaltene Luft nach oben aus treten und die Reinigungsflüssigkeit ins Innere einlaufen kann.
Die einzelnen Flaschen gleiten nun absatzweise oder kontinuierlich durch das Bad im Sinne des eingezeichne ten Pfeils, wobei die unterhalb des Tauchrades und kon zentrisch zu diesem vorgesehenen Haltebügel 13 die Flaschen am Herausfallen hindern. Die Flaschen gleiten vielmehr mit ihren Böden über diese Haltebügel hinweg, die selbstverständlich genau wie die übrigen Teile des die Reinigungsflüssigkeit aufnehmenden Behälters entweder aus widerstandsfähigen Werkstoffen bestehen oder ent sprechende Werkstoffüberzüge aufweisen, die von der Reinigungsflüssigkeit nicht angegriffen werden.
Nach dem Austauchen der Flaschenzellen und damit der Flaschen aus dem Reinigungsbad läuft die Reinigungsflüssigkeit wieder in den Behälter zurück. Eine an der Sammel- wanne 5 bei 14 angeordnete, schräg nach aufwärts ziehen de zungenartige Abdeckung sorgt dabei dafür, dass auch letzte abspritzende Teile der Reinigungsflüssigkeit nicht in die Sammelwanne 5 für die Spülflüssigkeit gelangen können.
Sobald beim Weiterschalten des Tauchrades die einzelnen Flaschenzellen in den Bereich der unteren 6 und oberen Spritzdüsen 7 gelangen, erfolgt die Innen- und Aussenreinigung, die - wie weiter vorn beschrie ben ist - im Arbeitstakt oder kontinuierlich erfolgen kann.
Mit der im Ausführungsbeispiel gezeigten Maschine mit einer Besteckung von je 25 Flaschenzellen für jede Reihe lässt sich bei einer Kontaktzeit im Reinigungsbad von je zwei Minuten und Handbeschickung eine Stun denleistung von 1440 Flaschen erreichen. Zum Beschik- ken und Entnehmen von je vier Flaschen ist dabei eine Standzeit von 10 Sekunden unterstellt. Auch dann, wenn die doppelte Kontaktzeit, nämlich vier Minuten vorge sehen ist und für die Beschickung und Entleerung eine Standzeit von 20 Sekunden unterstellt wird, ergibt sich noch eine Stundenleistung von 720 Flaschen.
Erfindungsgemässe Reinigungsmaschinen eignen sich nicht nur zur Reinigung von Maurer- oder Madenfla- schen und sonstiger stark verschmutzter Flaschen, sie lassen sich auch mit Vorteil z. B. zur Weinflaschenreini- gung für kleinere Winzer einsetzen, bei denen es meistens darauf ankommt, die Weinflaschen von ansetzendem Weinstein oder Rotweinrückständen zu befreien.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 7 - 15 ist eine zweck- mässige Ausgestaltung der Antriebsmechanik einer erfin dungsgemässen Flaschenreinigungsmaschine dargestellt, wobei die mit dem Schemabeispiel der Fig. 1 und 2 bzw. 3 übereinstimmenden Teile die gleiche Bezifferung ha ben. In diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist erfin- dungsgemäss auf der Drehachse 2 ausserhalb dem Tauch behälter 1 eine Lochscheibe 15 mit einer Anzahl Löchern 16 befestigt.
Die Anzahl dieser Löcher 16 entspricht der Anzahl der auf dem Tauchrad 3 angeordneten schräg stehenden Flaschenzellen 4. Diese Lochscheibe ist jeweils in einer Lage des Tauchrades durch einen unter Feder wirkung stehenden ortsfesten Rastbolzen gehalten, der (vergl. Fig. 11 und 12) zweckmässig am oberen Halte winkel des Tauchbehälters 1 angebaut ist. In jeder dieser festgehaltenen Stellungen des Tauchrades steht eine Fla schenzelle bzw. bei Anordnung mehrerer Flaschenzellen reihen nebeneinander alle in einer Horizontale liegenden Flaschenzellen hinter der Beschickungs- bzw. Auswurf öffnung 9.
Auf der Tauchradachse 2 ist weiter ein dop- pelarmiger 'Schwenkhebel 18 angeordnet, der im Aus führungsbeispiel mit einem Gegengewicht 19 ausgerüstet ist, welches dafür Sorge trägt, dass der Schwenkhebel 1'8 immer wieder in die in Fig. 7 bzw. Fig. 9 eingezeichnete Ruhelage zurückkehrt.
Mit Hilfe dieses doppelarmigen Schwenkhebels 18 wird die Drehbewegung des Tauch rades durchgeführt, wobei im Normalfall die Lochscheibe und damit das Tauchrad um die Entfernung bis zum nächsten Loch der Lochscheibe nach abwärts in Rich tung des in den Fig. 7 und 9 eingezeichneten Pfeiles in die in gestrichelten Linien eingezeichnete Lage kommt. Zu diesem Zweck muss zunächst der Rastbolzen 17 aus dem jeweiligen Loch der Lochscheibe 15 entfernt werden. Das geschieht mit Hilfe der auf dem doppelarmigen Schwenkhebel 18 bei 53 gelagerten Achse 54 und dem darauf befestigten Exzenter 55 (vergl. Fig. 9, 11 und 12).
Diesem liegt aussenseitig ein am doppelarmigen Hebel 18 am Lagerbock 56 bei 57 angelenkte U-förmige Bögel 20 an, der an seiner der Lochscheibe 15 zugewandten Aus senfläche einen Stossbolzen 21 trägt, der beim Ver- schwenken der Achse 54 und damit des Exzenters 55 nach links aus der Ausgangslage der Fig. 11 in die in Fig. 12 eingezeichnete Lage gelangt, in welcher der Rast bolzen 17 aus seinem Loch in der Lochscheibe heraus gedrückt und dafür der Stossbolzen 21 mit diesem Loch verrastet ist.
Nunmehr lässt sich die Lochscheibe 15 und damit das gesamte Tauchrad zunächst um die Entfernung bis zum nächsten Loch der Lochscheibe nach abwärts in die Fig. 7 und 9 mit gestrichelten Linien eingezeich nete Lage verschwenken. Sobald diese Stellung erreicht ist, steht der Rastbolzen 17 in Höhe des nächsten Loches der Lochscheibe 15 und rastet in dieses unter der Wir kung seiner Feder ein, so dass von diesem Augenblick ab die Lochscheibe und damit das Tauchrad wieder arre tiert sind, wodurch die nächste Flaschenzelle 4 bzw.
die in gleicher Ebene liegende Reihe nebeneinanderliegender Flaschenzellen hinter der Beschickungs- bzw. Auswurf öffnung 9 steht. Diese Schwenkbewegung kann von Hand, z. B. mit dem in Fig. 7 als Aufsteckteil auf die Achse 54 vorgesehenen Handgriff 22 erfolgen.
Die Handhabung ist sehr einfach. Der Handgriff 22 wird zunächst - wie Fig. 12 zeigt - nach links in Pfeilrichtung verschwenkt. Dadurch schiebt der Stossbolzen 21 den Rastbolzen 17 aus einem Loch in der Lochscheibe 15 und der Stoss- bolzen 21 verrastet mit letzterer. Nun wird die Achse 54 und damit der doppelarmige Schwenkhebel 18 nach ab wärts um eine Teilung gezogen, bis am Ende dieses Schwenkweges der Rastbolzen 17 in das nächste Loch de: vorbeigeschwenkten Lochscheibe einrastet und den Schwenkweg beendet.
Der Handgriff 22 wird nunmehr nach rechts zurückgedreht. Dabei kommt der Stossbolzen ausser Eingriff mit der Lochscheibe und aus der Lage der Fig. 12 in die Lage der Fig. 11. Wird jetzt der Hand griff 22 losgelassen, so kehrt der doppelarmige Schwenk hebel 18 unter der Wirkung seines Gegengewichtes 19 in die in Fig. 7 und 9 eingezeichnete Ausgangslage zu rück. Das Arbeitsspiel kann von neuem beginnen. Diese Bewegung kann in beliebiger Weise maschinell erfolgen. Im Ausführungsbeispiel erfolgt die Bewegung mit Hilfe pneumatischer Mittel.
Dazu dient ein Hubzylinder 23, der beispielsweise mit Pressluft betrieben wird. Dieser Hubzylinder 23 ist an der Aussenseite des Tauchbehälters 1 gelenkig gelagert. Der freie Kopf der Kolbenstange endet in ein kardanartiges Gelenk 24, (Vergl. Fig. 10) das über einen Schwenkhebel 25 auf der Achse 54 bei 26 form- und kraftschlüssig befestigt ist.
Die kardanartige Lagerung 24 ist erforderlich, um die Unterschiede auszu gleichen, die bei der Umwandlung der auf- und abwärts ziehenden Bewegung der Kolbenstange des Hubzylinders 23 und der Kreisbewegung der Lochscheibe 15 auftreten. Eine geeignete Schaltung, auf die später noch eingegan gen wird, führt das Druckmedium wahlweise auf die beiden Seiten des Hubzylinderkolbens, was die Auf- und Abwärtsbewegung desselben bewirkt.
Im ersten Teil der abwärts führenden Bewegung des Hubzylinders 23 er folgt zunächst die Schwenkbewegung aus der in Fig. 10 eingezeichneten Ausgangslage in die gestrichelt einge zeichnete Endlage gegen den in Fig. 10 eingezeichneten Anschlag 27 am Schwenkhebel 18 und das Verschwen- ken des Exzenters 55 aus der Lage der Fig. 11 in die jenige der Fig. 12. Beim weiteren Abwärtsgehen der Kolbenstange wird über den Anschlag 27 der doppel- armige Schwenkhebel 18 mitgenommen.
Am Ende dieser Bewegung wird das Pressmedium umgeschaltet und der Kolben geht nach oben in die in Fig. 10 eingezeichnete Ausgangslage zurück, die der in Fig. 7 und 9 gezeigten Lage entspricht. In diesem Fall wird zum Rückführen des doppelarmigen Schwenkhebels 18 kein Gegengewicht oder eine sonstige Hilfskraft benötigt. Dieses Gegenge wicht ist daher abnehmbar vorgesehen, damit die im Aus führungsbeispiel der Fig. 7-15 gezeigte Einrichtung auch wahlweise von Hand betrieben werden kann, wenn aus irgendeinem Grunde kein Pressmedium zur Verfügung steht. Es genügt in diesem Falle, einfach die Arretierung 26 des Hebels 25 gegenüber der Achse 54 zu lösen.
Zum Aufnehmen der aus der Beschickungs- bzw. Aus wurföffnung 9 herausrutschenden gereinigten Flaschen einerseits und zum Beschicken der Flaschenzellen mit Schmutzflaschen andererseits ist entsprechend dem Be schickungsschema der Fig. 1 - 6 ein um ca. 30 nach abwärts geneigter Boden 28 (Vergl. Fig. 7 und 8) unter halb der Beschickungs- bzw. Auswurföffnung 9 starr angebaut.
Über diesen Boden gleitet auf seitlichen Rollen führungen 29 innerhalb beiderseits des Bodens angeord neter Schlitzführungen 30 ein Flaschenschlitten mit einem Querstück, dem die Flaschen mit ihren Böden anliegen. Beim Aufwärtsfahren des Flaschenschlittens aus der in Fig. 7 eingezeichneten Tieflage um die 'Strecke 31 (vergl. Fig. 8) in die in Fig. 8 eingezeichnete Hochlage werden die Schmutzflaschen in die Flaschenzellen eingebracht und beim Zurückgehen oder Zurückfahren aus der Lage der Fig. 8 in diejenige der Fig. 7,
die aus der nächst folgenden Flaschenzellenreihe selbsttätig herausrutschen den gereinigten Flaschen aufgenommen.
,Auch diese Bewegung, die von Hand erfolgen kann, wird zweckmässig mit Hilfe eines Hubzylinders 32 durch geführt, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Zu diesem Zweck sind an den beiden Rollenführungen 29 des Flaschenschlittens seitlich starre Stege 33 angeord net, die in Schlitzen eines Schwenkhebelpaares 34 gleiten, das über eine Verbindungsachse 35 am unteren Ende miteinander verbunden ist.
An dieser Verbindungsachse greift der Hubzylinder 32 über einen Schwenkhebel 36 an, der einerseits mit dem Kolbenstangenkopf des Hub zylinders 32 und andererseits mit der Achse 35 verbun den ist. Beim Hochschwenken und Niedergehen des Schwenkhebelpaares wird der Flaschenschlitten über die Stege 33 mitgenommen. Im Ausführungsbeispiel steuert diese Auf- und Abwärtsbewegung des Flaschenschlittens gleichzeitig die Zufuhr der Spülflüssigkeit zu den Aus sendüsen 7 und Innendüsen 6. Das Schema dieser Steue rung ist in Fig. 8 dargestellt.
Das Spülmittel, vorzugs weise Kaltwasser, wird durch die Leitung 37 und eine Druckreguliereinrichtung 38 dem Ventil 39 und von das über die eingezeichneten Leitungen 40 und 41 den Düsen 7 bzw. 6 zugeführt. Im Ausführungsbeispiel wird das Ventil über das an der Achse 35 seitlich angeordnete Druckstück 42 betätigt, das den Ventilstössel 43 ein schiebt, und zwar sowohl beim Hochfahren als auch beim Rückfahren des Flaschenschlittens und somit inner halb eines Standintervalls des Tauchrades zweimal. Die Dauer und der Zeitpunkt dieser zweimaligen Wasser zufuhr zu den Düsen 7 und 6 innerhalb einer Standzeit des Tauchrades wird durch die Ausbildung der Rand kurve des Druckstücks 42 bestimmt.
Die Arbeitsbewegungen der beiden Hubzylinder 23 und 32 sind aufeinander abgestimmt, was an den Fig. 13 15 erläutert werden soll. Zu diesem Zweck ist eine Steuereinrichtung 44 vorgesehen, mit deren Hilfe der Arbeitsablauf wahlweise gesteuert werden kann.
Das Steuerungssystem besteht aus folgenden Einzelteilen: Druckreguliereinrichtung 45 hinter dem Anschluss- stutzen 46 für das Druckmedium, Umsteuerkolben 47 und 48 für die Hubzylinder 23 und 32, Endschalter 49 und 50 in der Bewegungsbahn des doppelarmigen Schwenkhebels 18, Endschalter 51 und 52 in der Bewe gungsbahn des Schwenkhebelpaares 34. Die jeweils z. B. Pressluft führenden Teile sind voll angelegt. Die in den Fig. 7 und 9 dargestellte Ausgangslage zeigt Fig. 13.
Die Kolbenstange des Hubzylinders 23 steht in der ober sten Stellung, diejenige des Hubzylinders 32 in der un tersten Stellung. Ein Arbeitsspiel läuft ab, wenn an der Steuereinrichtung 44 die Pressluftzufuhr eingeschaltet wird. Dadurch verstellt sich der Umsteuerkolben 48, die Pressluftzufuhr wird unter den Kolben des Hub zylinders 32 geführt und verschiebt diesen und damit den Flaschenschlitten mit den einzubringenden Schmutzfla schen nach oben in die Lage der Fig. 14 um die Strecke 31 (Fig. 8) und damit in die Flaschenzellen hinein.
Kurz vorher wird vom Schwenkhebelpaar 34 der Endschalter 52 überfahren. Dieser steuert den Umsteuerkolben 47 um, so dass Pressluft von oben her in den Hubzylinder 23 eintritt und dessen Kolben nach abwärts führt und damit das Tauchrad um die Entfernung zwischen zwei benachbarten Flaschenzellen bzw. Zellenreihen. Sobald dabei - wie Fig. 15 zeigt - die Tieflage erreicht ist, wird der Endschalter 50 überfahren.
Dieser steuert den Hubzylinder 32 um, so dass der Flaschenschlitten aus der Lage der Fig. 14 in die Ausgangslage der Fig. 13 zurückkehrt und die aus den Flaschenzellen des jetzt stehenden Tauchrades herausrutschenden gereinigten Flaschen aufnimmt. Damit ist ein Arbeitsspiel beendet, das aus Einschieben von schmutzigen Flaschen in eine Flaschenzelle bzw. Flaschenzellenreihe, Festhalten der selben in der eingeschobenen Lage, Verschwenken des Tauchrades um die Entfernung, bis die folgende Fla schenzelle bzw. Flaschenzellenreihe hinter der Austrag bzw. Beschickungsöffnung 9 steht, und Aufnehmen der aus diesen herausrutschenden gereinigten Flaschen be steht.
Zum Ablauf eines weiteren Einzel-Arbeitsspiels muss erneut die :Steuereinrichtung 44 geschaltet werden. Sollen diese Arbeitsspiele automatisch aufeinander fol gen, so wird die Steuereinrichtung 44 so geschaltet, dass die Endschalter 51 und 49 in Funktion treten.
Der End- schalter 51 sorgt nach dem Überfahren des von der oberen in die tiefere Schwenklage (aus der Lage der Fig. 14 in diejenige der Fig. 15) dafür, dass der Steuer kolben 48 die Pressluft auf die Unterseite des Kolbens im Hubzylinder 32 geschaltet wird und damit der Fla schenschlitten wieder nach oben fährt, während der End- schalter 49 nach dem Überfahren durch den doppelarmi- gen Schwenkhebel 18 den Umsteuerkolben 47 auf die Umkehr der Bewegungsrichtung des Hubzylinders 23 ein steuert.
Eine weitere Steuermöglichkeit besteht darin, dass der Flaschenschlitten in die Lage der Fig. 14 hoch gefahren wird und dann stehen bleibt, während das Tauchrad jeweils im eingestellten Arbeitstakt über eine beliebige Zeitspanne umläuft, falls es erforderlich ist, die Schmutzflaschen längere Zeit eingeweicht zu lassen. Die Arbeitsgeschwindigkeit bzw. die Standzeit zum Aus leeren der gereinigten Flaschen und zum Einbringen der Schmutzflaschen lässt sich in weiten Grenzen insbeson dere durch Veränderung des Arbeitsdruckes des Druck mediums und durch Querschnittsänderungen in den ein zelnen Schaltorganen und Ventilen in weitem Umfang verändern.
Diese Art der Steuerung ist betriebssicher, weil keiner lei Schaden eintreten kann, wenn einmal aus irgend einem Grunde eine gereinigte Flasche nicht aus ihrer Zelle herausfallen sollte. Dann kommt diese Flasche ein zweites 'Mal in den Umlauf. Wichtig ist ferner, dass das Einleiten des folgenden Arbzeitsganges erst erfolgen kann, wenn der vorhergehende ordnungsgemäss abgelaufen ist. So bewegt sich das Tauchrad erst dann, wenn der Fla schenschlitten oben angekommen ist. Als Betriebsdruck werden etwa 2 Atü gewählt und somit eine Kraft, die wesentlich unter derjenigen liegt, die zum Zerdrücken einer Flasche erforderlich ist.
Bei einer Störung würde z. 'B. der Flaschenschlitten einfach stehen bleiben und die Pressluft abblasen. Diese Abluft kann zum Betrieb z. B. einer Sirene benutzt werden, die den Bedienungs mann akustisch zum Arbeitsplatz zurückruft. Auch an dere insbesondere elektrische Alarmanzeiger sind an wendbar.
Das weitere Ausführungsbeispiel nach den Fig. 16-24 und der Zusatzeinrichtung zum Entfernen von Etiketten und sonstigen Flaschenverunreinigungen nach den Fig. 25 und 26 zeigt eine abgewandelte Lagerung und konstruk tive Ausgestaltung des Tauchrades 3 sowie der Flaschen zellen 4.
Das Tauchrad 3 ist aus zwei gleich grossen Reifen 57 aus Winkeleisen gebildet, die auf je zwei am Boden des Tauchbehälters drehbar eingebauten Rollen 58 gelagert ist. Mindestens eine dieser Rollen ist angetrieben und kann - was nicht dargestellt ist - zusätzliche Antriebs hilfen, z. B. mit einander kämmende Zähne, Schnecken antriebe und dergl. Mittel aufweisen. Dadurch wird der kontinuierliche oder absatzweise Umlauf des Tauchrades 3 besorgt. Der Antriebsmotor und dessen Getriebe sind der Einfachheit halber nicht eingezeichnet worden.
In einiger Entfernung von den beiden Reifen 57 und durch entsprechende Stege 59 mit diesen verbunden ist im In neren an beiden Seiten ein weiterer Ring 60 aus bei spielsweise Flach- oder Rundeisen angeordnet, zwischen denen jeweils in Abstand einer Flaschenzelle Querstege 61 eingebaut sind, die zugleich die gegenseitige Verbin dung der beiden Reifen 57 des Tauchrades 3 herstellen. Diese Querstege dienen den Flaschenzellen 4 als Auflage. Diese Querstege 61 bestehen zweckmässig aus Kunst stoff, der ausreichend druck- und zugfest ist, ebenso die Schrauben oder sonstige Verbindungselemente zwischen den Querstegen 61 und dem Ring 60.
Es genügen im übrigen dann, wenn die Lagerung des Tauchrades 3 achsmittig erfolgt, zum Zusammenhalt desselben die Ringe 60 mit den Querstegen 61.
Durch diesen einfachen Aufbau des Tauchrades wird dieses verhältnismässig leicht und ist mit einfachen Mit teln antreibbar. Weiter ist die Montage der Flaschen zellen 4 sehr einfach und kann durch geschicktes Ein stecken zwischen zwei benachbarte Querstege 61 und kurzes gegenseitiges Verschwenken in kürzester Frist bewerkstelligt werden.
Dazu ist jede Flaschenzelle, wie die Fig. 18-22 zeigen, am Aussenmantel an diametral entgegengesetzten Stellen mit unterschiedlich hoch lie gend angebrachten Rastnasen 62 und 63 sowie unter halb der Rastnasen 62 mit einem Steg 64 und unterhalb der Rastnase 63 mit einem u-förmigen Vorsprung 65 ausgerüstet, dessen Entfernung zwischen den beiden Schenkeln der Stärke des Stegs 64 entspricht. Die Rast nasen 62 verlaufen auf. der Unterseite anschliessend an einen vorderen Haltefinger in zwei einander anschlies- senden Kreisbogen 66, 67 etwa entsprechend dem Durch messer der Querstege 61.
Die Rastnasen 63 sind maul artig mit einem Kreisbogenrand im Maulgrund etwa ent sprechend dem Durchmesser der Querstege 61 und einer längeren Maul-Oberlippe 68 ausgebildet. Am Aussen mantel der Flaschenzellen 4 sind weiter noch jeweils um '90 versetzt gegenüber den Rastnasen 62 und 63 kreuzförmige Vorsprünge 69 angeordnet, die auch andere Formen aufweisen können. Alle diese Vorsprünge dienen zur gegenseitigen Lagesicherung der Zellen in Umlauf richtung des Tauchrades sowie senkrecht dazu. Anhand insbesondere der Fig. 18 und 19 wird dies und zugleich die Art des Einbaus erläutert.
Zunächst zeigt die strichpunktierte Darstellung in Fig. 18 das Einsetzen der Flaschenzelle von oben her in den Raum zwischen zwei benachbarten Querstegen 61. Dabei gleitet die Flaschenzelle an letzteren vorbei und kommt mit Kreisbahn 66 der Rastnase 62 zur Auflage auf den linken Quersteg 61, während die Unterlippe des Rastmauls der Rastnase 63 am nächsten, rechts liegen den Quersteg 61 vorbei gleitet. Diese Lage ist in voll ausgezogenen Linien in Fig. 18 gezeigt.
Die strichpunk tierte Darstellung in Fig. 19 zeigt, wie sich anschliessend die Flaschenzelle auf dem linken Quersteg 61 dreht, bis die Rastnase 63 mit der Maul-Oberlippe 68 auf dem rechten Quersteg 61 aufliegt. Dann gleitet die Flaschen zelle rechts auf der Maul-Oberlippe 68 weiter bis der rechte Quersteg 61 vom Maulgrund umschlossen ist. Dabei gleitet die Rastnase 62 in den Kreisbogenrand 67 und die Flaschenzelle erhält die in vollen Linien in Fig. 19 eingezeichnet Endlage. In dieser rastet jeweils der Steg 64 in den U-förmigen Vorsprung 65 der zurückliegenden Flaschenzelle.
Durch in die Löcher 70 und 71 einge steckte Splinte kann diese Endlage zusätzlich gesichert sein.
In Fig. 23 ist eine Ausbildung der Flaschenzellen 4 für das Abspülen und Entfernen von Etiketten darge stellt und in Fig. 24 eine zweckmässige Abwandlung. Die Flaschenzellen 4 sind normalerweise an den Konusen- den mit je einem vorn abgeschrägten Zylindermantel 72 versehen, der als Auslauf-;Spritzwasserschutz dient. Die ser Spritzwasserschutz ist in Fg. 23 bei der mittleren Flaschenzelle im Längsschnitt, an den beiden anderen Flaschenzellen in Ansicht dargestellt.
Zum Etikett-Ab- scheiden sind innerhalb dieses Spritzwasserschutzes mittig und fluchtend mit dem Flaschenhals ein Rohrkörpers 73 und um diesen herum gleichmässig am Umfang verteilt drei weitere Rohrkörper 74 - in der Zeichnung versetzt dargestellt - angeordnet, welche die Verbindung zum Raum zwischen Flaschenaussenmantel und Innenmantel der Flaschenzelle herstellen.
Diese insgesamt vier Rohr körper sind schwach konisch nach auswärts erweitert ausgebildet. Fig. 24 zeigt eine Abwandlung, bei welcher die vier schwach konisch nach auswärts erweiterten Rohr körper 73, 74 zu einem gemeinsamen Bauteil 75 vereinigt sind, der zweckmässig aus Kunststoff besteht. Dieser Bauteil wird einfach in den Zylindermantel 72 der Nor malform der Flaschenzellen 4 eingesteckt, wodurch diese Normalforni zum Abscheiden von Etiketten und der gleichen benutzbar gemacht ist.
,Mindestens an einer Stelle, in welcher die Flaschen zellen 4 etwa waagerecht stehen, ist innerhalb des Be- hälterst 1 fest montiert ein aus einer Mitteldüse 76 und drei darum herum gleichmässig verteilten drei weiteren Düsen 77 zusammengesetzter Düsenkörper derart ange ordnet, dass er in einer bestimmten Raststellung des Tauchrades 3 unmittelbar benachbart den Rohrkörpern 73, 74 bzw. 75 steht und mit diesen fluchtet. Auch die drei weiteren Düsen 76 sind versetzt eingezeichnet. In Fig. 24 ist diese Düsenanordnung 76, 77 gestrichelt bzw.
gepunktet als einheitlicher Baukörper 78 aus Kunststoff dargestellt und entspricht damit den einheitlichen Körper 75 am Flaschenzellenhals. Durch eine Pumpe wird diesen Düsen 76, 77 bzw. dem Düsenkörper 78 Reinigungs flüssigkeit unter Druck zugeführt. Die aus den Düsen in die Rohrkörper 73, 74 bzw. 75 einströmende Reini gungsflüssigkeit bringt die Flasche in der Flaschenzelle in taumelnde Bewegung.
Gleichzeitig wirken die koni schen Rohrkörper 73, 74 injektorartig und saugen zur Unterstützung dieses Vorganges weitere Reinigungsflüs sigkeit aus dem Bad mit ins Innere der Flaschenzelle. Durch diese Druckströmung wird das abgelöste Etikett und dergleichen Beklebung insbesondere nach rückwärts aus der Flaschenzelle ausgetragen und gelangt in Reini gungsbad. Dort wird es aufgeschwemmt und entfernt.
Fig. 25 und 26 zeigen eine solche Einrichtung. Dem dort im Tauchbehälter 1 eingebauten Düsenkörper 78 wird über die Pumpe 79 Reinigungsflüssigkeit unter Druck im Kreislauf über die Saugleitung 80 und einen Anbaubehälter 81 zugeführt. Die dabei rückseitig aus den Flaschenzellen ausgeschwemmten Etiketten usw. ge langen in diesen Anbaubehälter und werden dort auf der Siebtrommel 82 abgesetzt, die beim Umlauf die Etiketten mitnimmt, die dann durch Propellerluft 83 oder Wasser über die Abführrinne 84 in einen Sammelbehälter 85 gelangen.
Die einzelnen Flaschenzellen 4 brauchen nicht in sich geschlossene Einzelkörper vorzugsweise aus säure beständigen Kunststoffen zu bilden. Die jeweils neben einander liegenden Flaschenzellen können auch als min destens teilweise zusammenhängende Körper ausgebil det sein, die zweckmässig aus Teilschalen zusammen gesetzt sind. Vorzugsweise bildet dann jede Teilschale etwa eine Hälfte von in Umlaufrichtung benachbarter Flaschenzellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Reinigen von insbesondere stark verschmutzten Flaschen, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Behälter (1), der die Reinigungsflüssigkeit ent hält, ein Tauchrad (3) auf einer Horizontalachse (2) angeordnet ist, das auf seinem Umfang eine Anzahl mit dem Konusteil zum Aufnehmen des Halses einer Flasche nach innen liegende Flaschenzellen (4) trägt, deren Ach sen unter einer das selbsttätige Herausfallen der Flaschen in der Beschickungsstellung (9) nach aussen gewähr leistenden Neigung stehen,mindestens im Bereich des Behälters in der Ebene der Achsen der Flaschenzellen ein dessen aussen liegende Flaschen-Einsatzöffnungen zum Teil abdeckender, feststehender, mit seiner Oberfläche konzentrisch zum Umfangskreis des Tauchrades ver laufender Haltebügel (13) vorgesehen ist und oberhalb des Behälters und diesem gegenüber abgeschirmt Ein richtungen (6, 7) zum Bespülen der Flaschen von aussen (7) und Ausspülen von innen (6) mit Kaltwasser ange ordnet sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass am Tauchrad mehrere Kreisbesetzungen mit Flaschenzellen in mit Abstand nebeneinander liegen den Ebenen angeordnet sind, die jeweils in einer Flucht nebeneinander angeordneten Flaschenzellen auf einer gemeinsamen Halterung sitzen, die vom Tauchrad ge halten sind, wobei der feste Einbau zum Aus- und Nach- spülen innerhalb der Kreisbesetzungen mit Flaschen zellen von der jeweils freien Seite her erfolgt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Umlauf des Tauchrades kontinuierlich oder obsatzweise und von Hand z.B. mit einer Kurbel oder einer Pedalbewegung oder maschinell z. B. mit Hilfe eines Elektromotors erfolgt. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Aus- und Nachspülen mindestens eine Spritzdüse vor dem Konusteil einer Flaschenzelle und mindestens eine weitere Düse hinter der Einsteck- öffnung einer Flaschenzelle vorgesehen sind, die auf einer Strecke mit dem Umlaufrad synchron laufen oder feststehen. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spritzdüse vor dem Konusteil und die Spritzdüse hinter der Einstecköffnung einer Flaschen zelle in Richtung der Achse einer Flaschenzelle liegen und die Ventile zum Zutritt der Spülflüssigkeit dann ge öffnet sind, wenn eine Flaschenzelle in dieser Achsrich- tung steht. 5. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Flaschenzellen einen geschlossenen Mantel aufweisen. -6.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Drehachse des Tauchrades eine Scheibe mit auf einem Kreis liegenden, der Anzahl der Flaschenzellen entsprechenden Rastlö chern angeordnet ist, auf einer Seite derselben ein jeweils in einem der Rastlöcher unter der Wirkung einer Hilfs kraft sitzender, in Achsrichtung ausrastbarer, ortsfester Rastbolzen vorgesehen ist, entlang der anderen Seite ein schwenkbarer Hebel angeordnet ist,der in Höhe des Rastlochkreises einen auf diesem zu mit Hilfe eines auf einer am schwenkbaren Hebel gelagerten Achse sitzen den Exzenters ausschwenkbaren Stossbolzen zum Aus schieben des Rastbolzens aus dem gerade in Achsrich tung stehenden Loch der Scheibe und zum Verrasten mit diesem Loch besitzt, und eine Hilfseinrichtung am schwenkbaren Hebel zum Verschwenken desselben und des Exzenters von Hand oder maschinell vorgesehen ist. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der schwenkbare Hebel die Lager stellen für die Achse mit dem aufgesetzten Exzenter sowie die Lagerstelle für den dem Exzenter an zwei diametral gegenüberliegenden Innenflanken anliegenden U-förmi- gen Schwenkbügel trägt, der an seiner der Lochscheibe zugekehrten Aussenfläche den Stossbolzen aufweist,wo bei die Schwenkbewegung der Exzenterachse und des schwenkbaren Hebels durch einen daran angebrachten Handgriff von der Bedienungsseite aus vorgenommen wird oder durch einen mit einem Pressmedium beauf- schlagten Hubzylinder, der mit seinem freien Kolben stangenkopf über eine kardanartige Kupplung und einen seitlichen Verbindungshebel mit der Exzenterachse ver bunden ist. B.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bedienungsseite zum Beschicken mit Schmutzflaschen und zum Ent nehmen von gereinigten Flaschen ein etwa unter 30 geneigter Boden vorgesehen ist, über dessen Bereich ein beiderseits in Nutenrollen entlang je einer gleich geneig ten Bahn geführtes Querstück auf- und abbewegbar ist. 9.Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens an einer der Nutenrollen, ein ortsfest gelagerter Schwenkhebel angreift, der von Hand oder von einem mit einem Pressmedium beauf- schlagten Hubzylinder auf und abschwenkbar ist, wobei mindestens einer der Schwenkhebel ein Druckstück trägt, das auf ein Steuerventil für die Spülflüssigkeit einwirkt. 10.Vorrichtung nach Unteranspruch 6 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubzylinder für die Schwenk bewegung des um die Tauchradachse schwenkbaren He bels und der darauf gelagerten Exzenterachse einerseits und der Hubzylinder für die Auf- und Abbewegung des Querstückes entlang dem geneigten Boden andererseits mit Hilfe einer Steuereinrichtung an ein- und derselben Quelle für ein Pressmedium angeschlossen sind und wahl weise auf Einzelbewegung und/oder automatischen Be wegungsablauf schaltbar sind,wobei Endschalter in der Bewegungsbahn des um die Tauchradachse schwenk baren Hebels einerseits und in der Bewegungsbahn des Querstückes entlang dem Boden andererseits den zeit lichen Ablauf der Bewegung einsteuern. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Tauchrad aus zwei gleich grossen Reifen besteht, die miteinander durch Querstege verbun den sind, wobei diese Querstege die Halterungen für die Flaschenzellen bilden, welche zu diesem Zweck eine Form aufweisen, die ein Aufstecken auf diese Halterung einerseits und eine gegenseitige Lagesicherung anderer seits sichern. 12.Vorrichtung nach Unteranspruch 5 und 11, da durch gekennzeichnet, dass die Flaschenzellen einen ge schlossenen zylindrischen Mantel mit schwach konisch verjüngtem Flaschenhalsende, vorzugsweise mit innen- seitig vorstehenden Anlagerippen und entsprechend dem Umfangkreis abgeschrägter Einstecköffnung aufweisen, am Aussenmantel an diametral entgegengesetzt und un terschiedlich hoch liegenden Stellen die Rasten zum Auf- bzw. Einsetzen auf die Querstege des Tauchrades liegen und unter den Rasten, vorzugsweise aussen am Flaschen halsende mindestens je ein Vorsprung vorgesehen ist,der nach jeder Seite hin den Formschluss mit den ent sprechenden Vorsprüngen der zurückliegenden und nach folgenden Flaschenzelle bildet, wobei zusätzliche Befesti gungsmittel vorgesehen sein können. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass der Innenmantel der Flaschenzellen Vorsprünge aufweist. 14. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die Flaschenzellen am Aussenmantel, jeweils versetzt um etwa 90 gegenüber den Rasten Einrichtungen, z. B.Vorsprünge am Zylinder aufweisen, sowie Randverstärkungen der vorzugsweise rechteckigen Einstecköffnungen zur gegenseitigen Lagesicherung ne beneinanderliegender Flaschenzellen aufweisen. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, 13, 14, da durch gekennzeichnet, dass am Flaschenhalsende der Flaschenzellen aussenseitig ein zweckmässig zylindrischer Mantel mit etwa entsprechend dem Umfangskreis abge schrägtem Ende vorgesehen ist und im Flaschenhals inneren ein Ringstück mit Abstand vom Innenmantel. 16.Vorrichtung nach Unteranspruch 15, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen Ringstück und Innenmantel des Flaschenhalsendes mehrere, insbesondere gleichmäs- sig am Umfang verteilte, schwach konisch nach aus wärts erweiterte rohrförmige Ausnehmungen vorgesehen sind, die in Höhe des Schrägendes des Mantels enden und denen gegenüber unmittelbar benachbart ein Düsen körper angeordnet ist,der mit dem Ringstück einerseits und den rohrförmigen Körpern andererseits fluchtende Düsenenden aufweist und über eine Leitung mit einer Druckmittelquelle in Verbindung steht. 17.Vorrichtung nach Unteranspruch 1b, dadurch ge kennzeichnet, dass die zwischen Ringstück und Innen mantel vorgesehenen, schwach konisch erweiterten rohr- förmigen Ausnehmungen in einem Einsteckkörper ange ordnet und mit diesem in das Ringstück am Flaschen zellenhalsende einsetzbar sind und der unmittelbar be nachbart angeordnete Düsenkörper aus einem mit fluch tenden Düsenbohrungen versehenen Körper besteht. 18. Vorrichtung nach Unteranspruch 16, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens eine Einrichtung mit Ein spritzdüsen vorgesehen ist, die vorzugsweise an einer gemeinsamen Druckmittelquelle angeschlossen sind. 19.Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils vorgesehenen nebeneinanderliegenden Flaschenzellen als mindestens teilweise zusammenhängende Körper ausgebildet sind, die aus Teilschalen zusammengesetzt sind, wobei jede Teilschale eine Hälfte aneinanderstossender, in Umlauf richtung benachbarter Flaschenzellen bildet. 20. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass im Gehäuse und im Reinigungsbad, gegebenenfalls in einem damit in Verbindung stehenden Anbaubehälter, mindestens ein Filter eingebaut ist. 21.Vorrichtung nach Unteranspruch 20, dadurch ge kennzeichnet, dass die Filter als Flach- oder Trommel filter im Reinigungsbehälter und/oder in einem damit in Verbindung stehenden Anbaubehälter angeordnet sind, im Kreislauf der Druckmittelquelle liegen und mit Ein richtungen zum Abführen des Filterrückstandes durch z. B. Pressluft oder Wasser versehen sind, die in einen Sammelbehälter führen. 22. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Tauchrad mindestens auf zwei am Boden vorzugsweise des Tauchbehälters angebrach ten Rollen ruht, von denen mindestens eine angetrieben ist, wobei die Reifen aus Winkel- oder Rundeisen bzw.Stahlrohr vorzugsweise mit säurefesten Überzügen be stehen, die der Rollenoberfläche mit Formschluss auf liegen und zusätzlich Antriebshilfen in Form von mit einander kämmenden Zähnen, Schneckenantrieben und dergleichen Antriebsmittel aufweisen. 23. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie ortsfest oder transportabel z. B. mit Hilfe von Rollen eingerichtet ist.
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| DES83888A DE1206751B (de) | 1963-02-25 | 1963-02-25 | Vorrichtung zum Reinigen von insbesondere stark verschmutzten Flaschen |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH197664A CH438066A (de) | 1963-02-25 | 1964-02-19 | Vorrichtung zum Reinigen von insbesondere stark verschmutzten Flaschen |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114873148A (zh) * | 2022-05-11 | 2022-08-09 | 詹宝满 | 一种白酒作坊用白酒酿造酒瓶回收再利用装置 |
-
1964
- 1964-02-17 AT AT131964A patent/AT274600B/de active
- 1964-02-19 CH CH197664A patent/CH438066A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN114873148A (zh) * | 2022-05-11 | 2022-08-09 | 詹宝满 | 一种白酒作坊用白酒酿造酒瓶回收再利用装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT274600B (de) | 1969-09-25 |
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