CH438092A - Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh - Google Patents
Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter SchuhInfo
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- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
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Description
Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbetten bzw. Anfügen der Leder- oder Kunststoffsohle eines Schuhes durch Vergiessen bzw. Bespritzen mittels in eine Form eingespritzten Polyvinylchlorids oder ähnli chen Werkstoffs. Dabei ist es gleichgültig, welcher Machart der Schuh als solcher ist. Bei dieser Anbrin- gungsart einer Ledersohle am Schuh stellt sich das Pro blem, die Ledersohle auf dem Bodenstempel der Spritz form derart festhaftend zu halten, dass die eingespritzte Masse nicht die eingelegte Ledersohle unterspülen kann.
Zu diesem Zweck wurden bei einem bekannten Ver fahren auf dem Bodenstempel der Spritzform hervorste hende Spitzen angebracht, in welche die Ledersohle ein gedrückt wurde. Um aber ein Unterspülen der Leder sohle zu vermeiden, war es dabei zusätzlich erforderlich, die Masse direkt durch die Mitte der Ledersohle einzu spritzen. Dabei ergaben sich Beschädigungen in Form von kleinen bis grösseren Löchern in der Ledersohle, die nach dem Spritzvorgang wieder ausgebessert werden mussten.
Diese Mängel werden mit dem Verfahren nach der Erfindung ausgeräumt. Nach diesem wird die vorge formte, an ihrem Rand ringsum innen abgeschärfte und mit einem Spezialkleber eingestrichene Sohle auf den an seiner Oberfläche von besonderen Befestigungsmitteln freien Bodenstempel der Form unter Anschlag ihres zur Bildung der Absatzfront abgewinkelten Hinterendes an die entsprechende Absatzstufe des Bodenstempels auf gelegt, dann der ebenfalls mit einem Spezialkleber ein gestrichene Schuhoberteil auf den Rand der Form auf gesetzt und schliesslich die Spritzmasse von hinten in die Form eingespritzt, so dass sie zunächst direkt auf das abgewinkelte Hinterende der Sohle trifft und dadurch dieses für den weiteren Einspritzvorgang fest gegen die Absatzstufe des Bodenstempels drückt,
um alsdann un ter völliger Ausfüllung des Hohlraumes zwischen Sohle und Schuh bis zu dem vor der Schuhspitze angeordneten überlauf der Form bei gleichzeitiger Bildung des Ab satzes zu gelangen. Dadurch, dass die Leder- oder son stige Sohle ringsum abgeschärft wird, erreicht man nicht nur eine bessere Klebeverbindung mit der Spritzmasse, sondern gleichzeitig auch einen gut gefüllten Sohlen rand.
Um ein leichteres Einfliessen der Spritzmasse in den Hohlraum zwischen Sohle und Schuh zu gewährleisten, wird nach einer Durchführungsform des Verfahrens die Sohle vor dem Einlegen in die Form vom Ballen bis zum Hinterende zur Hälfte durch Abspalten verdünnt.
Nach einer weiteren Durchführungsform des erfin- dungsgemässen Verfahrens wird die Sohle derart be messen und in die Form eingelegt, dass sie in der Breite mit dem Bodenstempel übereinstimmt, aber nicht ganz bis zur Spitze reicht, so dass beim Spritzvorgang eine Stossplatte aus Spritzmasse entsteht.
Schliesslich können nach einer weiteren Durchfüh rungsform des vorgenannten Verfahrens in die Sohle vor dem Einlegen in die Form Ornamente, beispiels weise runde Löcher oder breite Schlitze eingestanzt wer den, in die beim Spritzvorgang die Spritzmasse ausfül lend eindringt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung an Ausfüh rungsbeispielen veranschaulicht, und zwar zeigen: Abb. 1-3 eine abgeschärfte Sohle in Draufsicht und in einem Längs- bzw. Querschnitt, Abb. 4 den Einspritzvorgang in einer aufrecht längs geschnittenen Form, Abb. 5 einen aufrechten Querschnitt zu Abb. 4, Abb. 6 eine abgewandelte Sohlenform.
Die zunächst ausgestanzte Ledersohle 1 reicht nicht ganz bis zur Spitze des zukünftigen Schuhes, damit sich dort beim Spritzvorgang eine Stossplatte aus Spritz- masse bildet. Wo dies nicht erforderlich ist, wird die Sohle so ausgestanzt, dass sie bis zur Schuhspitze reicht. In der Breite muss die Sohle die gleichen Abmessungen haben wie .der Bodenstempel 10 der Spritzform 11. An ihrer später dem Schuh zugewandten Seite wird die Ledersohle ringsum mit einer Abschärfung 3 versehen.
Auserdem ist an ihr auf dieser Seite vom Ballen bis zum Hinterende eine hälftige Abspaltung 4 vorgenommen, was aber nicht unbedingt erforderlich ist, jedoch insbesondere bei stärkeren Sohlen das Ein fliessen der Spritzmasse in den Hohlraum zwischen Sohle und Schuh erleichtert.
Alsdann wird die so vorbereitete Sohle so geformt, dass sie der Form des Bodenstempels 10 entspricht. Da bei ist die Sohle 1 an ihrem Hinterende rechtwink lig umgelegt, so dass die Absatzfront 5 entsteht. Die Masse der Abwinklung hängen von der Absatzhöhe der Form ab. Bei weichem Sohlenleder wird die Abwinklung durch eine später in der Form mit vergossene rechtwink lige Metallklammer 16 (Abb. 2) in. 90 -Stellung festge halten.
Nachdem die Ledersohle 1 und der Schuh 7 mit einem Spezialkleber eingestrichen sind, wird zunächst die Sohle 1 in die Spritzform 11 so eingelegt, dass sie satt auf dem Bodenstempel 10 aufliegt, dabei diesen in der Breite voll abdeckt (Abb. 5) und die Abwinklung 5 an der Absatzstufe 6 des Bodenstempels 10 anschlägt. Dann wird der Schuh 7 auf die Form 11 derart aufge setzt, dass er diese an ihrem Rande 12 ringsum abdeckt und dabei einen Hohlraum 9 zwischen sich und der vor her eingelegten Ledersohle 1 freilässt. Ein nicht darge stellter Pressluftstempel hält ihn nieder.
Dort, wo der Absatz gebildet werden soll, befindet sich unter dem Schuh ein Füllstück 8, beispielsweise aus Holz, um den Bedarf an Spritzmasse an dieser Stelle auf das notwen dige Mass zu beschränken.
Bei dem nun folgenden Einspritzen wird die Spritz- masse von hinten in die Form 11 durch das Einspritz- loch 13 eingeführt.
Dabei kommt sie auf dem direkten durch die Pfeile 15 (Abb. 4) angedeuteten Wege mit der Sohle zwangsläufig zuerst an deren Abwinklung 5 in Berührung und drückt diese beim Auftreffen fest gegen die Absatzstufe 6 des Bodenstempels 10, so dass damit also die Abwinklung 5 die feste Halterung der ganzen Sohle 1 während des weiteren Einspritzvorganges über nimmt und keine Spritzmasse unter die Sohle gelangen kann. Anschliessend füllt die Spritzmasse den Hohlraum 9 zwischen Sohle 1 und Schuh 7 völlig bis zum Überlauf 14 am Vorderende der Form 11 aus.
Auch dabei kann die Sohle nicht mehr unterspült werden, da sie einerseits den Bodenstempel 10 in der vollen Breite mit abge- schärften Seitenkanten abdeckt und die nach vorn wan dernde Spritzmasse andererseits jeweils erst die Sohle 1 fest auf den Bodenstempel 10 drückt und dann weiter läuft. Dabei bildet sich in dem vergrösserten Hohlraum unter dem Vorderende des Schuhes eine Stossplatte aus Spritzmasse.
Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht auch das Einstanzen verschiedener Ornamente in die Sohle 1, so dass beispielsweise mehrere grosse Punkte 2 (Abb. 1) oder breite Streifen 17 (Abb.6) beim Spritzvorgang durch Ausfüllen der eingestanzten Ornamente mit Spritzmasse gebildet werden und an der Lauffläche der Sohle erscheinen. Diese Ornamente dienen nicht nur der Zierde, sondern bringen den Träger des Schuhs auch in den Genuss der Vorzüge von Leder einerseits und Spritzmasse andererseits.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren kann an stelle einer Ledersohle auch eine solche aus einem son stigen geeigneten Werkstoff eingegossen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Einbetten bzw. Anfügen der Leder- oder Kunststoffsohle eines Schuhes durch Vergiessen bzw. Bespritzen mittels in eine Form eingespritzten Polyvinylchlorids oder ähnlichen Werkstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgeformte, an ihrem Rand (3) ringsum innen abgeschärfte und mit einem Spezial kleber eingestrichene Sohle (1) auf den an seiner Ober fläche von besonderen Befestigungsmitteln freien Bodenstempel (10) der Form (11) unter Anschlag ihres zur Bildung der Absatzfront abgewinkelten Hinterendes (5) an die entsprechende Absatzstufe (6) des Bodenstem pels (10) aufgelegt,dann der ebenfalls mit einem Spezial kleber eingestrichene Schuhoberteil (7) auf den Rand (12) der Form (11) aufgesetzt und schliesslich die Spritz- masse von hinten (13) in die Form (11) eingespritzt wird, so dass sie zunächst direkt (15) auf das abgewinkelte Hinterende (5) der Sohle (1) trifft und dieses dadurch für den weiteren Einspritzvorgang fest gegen die Absatz stufe (6) des Bodenstempels (10) drückt, um alsdann un ter völliger Ausfüllung des Hohlraumes (9) zwischen Sohle (1) und Schuh (7) bis zu dem vor der Schuhspitze angeordneten Überlauf (14) der Form (11) bei gleich zeitiger Bildung des Absatzes zu gelangen. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sohle (1) vor dem Einlegen in die Form (10, 11) vom Ballen bis zum Hinterende zur Hälfte durch Abspalten verdünnt (4) wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sohle (1) derart bemessen und in die Form (10, 11) eingelegt wird, dass sie in der Breite mit dem Bodenstempel (10) übereinstimmt, aber nicht ganz bis zur Spitze reicht, so dass beim Spritzvorgang eine Stossplatte aus Spritzmasse entsteht. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Sohle (1) vor dem Einlegen in die Form (10, 11) Ornamente, bzw. runde Löcher (2) oder breite Schlitze (17) eingestanzt werden, in die beim Spritzvorgang die Spritzmasse ausfüllend eindringt. PATENTANSPRUCH II Schuh hergestellt nach dem Verfahren nach Patent anspruch I.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB0079231 | 1964-11-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH438092A true CH438092A (de) | 1967-06-15 |
Family
ID=6980212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1509465A CH438092A (de) | 1964-11-06 | 1965-11-02 | Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH438092A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018663A1 (de) * | 1979-05-03 | 1980-11-12 | Brookfield Athletic Shoe Company, Inc. | Athletikschuh und Verfahren zu dessen Herstellung |
| WO1991002469A1 (en) * | 1989-08-12 | 1991-03-07 | Uk Shoe Group Limited | Method of manufacturing a sole |
-
1965
- 1965-11-02 CH CH1509465A patent/CH438092A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0018663A1 (de) * | 1979-05-03 | 1980-11-12 | Brookfield Athletic Shoe Company, Inc. | Athletikschuh und Verfahren zu dessen Herstellung |
| WO1991002469A1 (en) * | 1989-08-12 | 1991-03-07 | Uk Shoe Group Limited | Method of manufacturing a sole |
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