CH438092A - Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh - Google Patents

Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh

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CH438092A
CH438092A CH1509465A CH1509465A CH438092A CH 438092 A CH438092 A CH 438092A CH 1509465 A CH1509465 A CH 1509465A CH 1509465 A CH1509465 A CH 1509465A CH 438092 A CH438092 A CH 438092A
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CH
Switzerland
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sole
mold
shoe
injection
rear end
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Application number
CH1509465A
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Inventor
Meschenmoser Otto
Original Assignee
Christian Binder Schuhfabrik
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D35/00Producing footwear
    • B29D35/0009Producing footwear by injection moulding; Apparatus therefor
    • B29D35/0018Moulds
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D35/00Producing footwear
    • B29D35/06Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising
    • B29D35/061Producing footwear having soles or heels formed and joined on to preformed uppers using a moulding technique, e.g. by injection moulding, pressing and vulcanising by injection moulding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description


  Verfahren     zum    Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbetten  bzw. Anfügen der Leder- oder Kunststoffsohle eines  Schuhes durch Vergiessen bzw. Bespritzen mittels in  eine Form eingespritzten     Polyvinylchlorids    oder ähnli  chen Werkstoffs. Dabei ist es gleichgültig, welcher  Machart der Schuh als solcher ist. Bei dieser     Anbrin-          gungsart    einer Ledersohle am Schuh stellt sich das Pro  blem, die Ledersohle auf dem Bodenstempel der Spritz  form derart festhaftend zu halten, dass die eingespritzte  Masse nicht die eingelegte Ledersohle unterspülen kann.  



  Zu diesem Zweck wurden bei einem bekannten Ver  fahren auf dem Bodenstempel der     Spritzform    hervorste  hende Spitzen angebracht, in welche die Ledersohle ein  gedrückt wurde. Um aber ein Unterspülen der Leder  sohle zu vermeiden, war es dabei zusätzlich erforderlich,  die Masse direkt durch die     Mitte    der Ledersohle einzu  spritzen. Dabei ergaben sich Beschädigungen in Form  von kleinen bis grösseren Löchern in der Ledersohle,  die nach dem Spritzvorgang wieder ausgebessert werden  mussten.  



  Diese Mängel werden mit dem Verfahren nach der  Erfindung ausgeräumt. Nach diesem wird die vorge  formte, an ihrem Rand ringsum innen     abgeschärfte    und  mit einem Spezialkleber eingestrichene Sohle auf den an  seiner Oberfläche von besonderen     Befestigungsmitteln     freien Bodenstempel der Form unter Anschlag ihres zur  Bildung der Absatzfront abgewinkelten Hinterendes an  die entsprechende Absatzstufe des Bodenstempels auf  gelegt, dann der ebenfalls mit einem Spezialkleber ein  gestrichene Schuhoberteil auf den Rand der Form auf  gesetzt und schliesslich die Spritzmasse von hinten in die  Form eingespritzt, so dass sie zunächst direkt auf das  abgewinkelte Hinterende der Sohle trifft und dadurch  dieses für den weiteren Einspritzvorgang fest gegen die  Absatzstufe des Bodenstempels drückt,

   um alsdann un  ter völliger Ausfüllung des Hohlraumes zwischen Sohle  und Schuh bis zu dem vor der Schuhspitze angeordneten       überlauf    der Form bei gleichzeitiger Bildung des Ab  satzes zu gelangen. Dadurch, dass die Leder- oder son  stige Sohle ringsum     abgeschärft    wird, erreicht man nicht    nur eine bessere Klebeverbindung mit der     Spritzmasse,     sondern gleichzeitig auch einen gut gefüllten Sohlen  rand.  



  Um ein leichteres Einfliessen der Spritzmasse in den  Hohlraum zwischen Sohle und Schuh zu gewährleisten,  wird nach einer Durchführungsform des Verfahrens die  Sohle vor dem Einlegen in die Form vom Ballen bis  zum Hinterende zur Hälfte durch Abspalten verdünnt.  



  Nach einer weiteren     Durchführungsform    des     erfin-          dungsgemässen    Verfahrens wird die Sohle derart be  messen und in die Form eingelegt, dass sie in der Breite  mit dem Bodenstempel übereinstimmt, aber nicht ganz  bis zur Spitze reicht, so dass beim     Spritzvorgang    eine  Stossplatte aus Spritzmasse entsteht.  



  Schliesslich können nach einer weiteren Durchfüh  rungsform des vorgenannten Verfahrens     in    die Sohle  vor dem Einlegen in die Form Ornamente, beispiels  weise runde Löcher oder breite Schlitze eingestanzt wer  den, in die beim Spritzvorgang die Spritzmasse ausfül  lend eindringt.  



  Auf der Zeichnung ist die Erfindung an Ausfüh  rungsbeispielen veranschaulicht, und zwar zeigen:       Abb.    1-3 eine     abgeschärfte    Sohle in Draufsicht und  in einem Längs- bzw. Querschnitt,       Abb.    4 den     Einspritzvorgang    in einer aufrecht längs  geschnittenen Form,       Abb.    5 einen aufrechten Querschnitt zu     Abb.    4,       Abb.    6 eine abgewandelte Sohlenform.  



  Die zunächst ausgestanzte Ledersohle 1 reicht nicht  ganz bis zur Spitze des zukünftigen Schuhes, damit sich  dort beim Spritzvorgang eine Stossplatte aus     Spritz-          masse    bildet. Wo dies nicht erforderlich ist, wird die  Sohle so ausgestanzt, dass sie bis zur     Schuhspitze    reicht.  In der Breite muss die Sohle die gleichen Abmessungen  haben wie .der Bodenstempel 10 der Spritzform 11. An  ihrer später dem Schuh zugewandten Seite wird die  Ledersohle ringsum mit einer     Abschärfung    3 versehen.

         Auserdem    ist an ihr auf dieser Seite vom Ballen       bis    zum Hinterende eine     hälftige    Abspaltung 4       vorgenommen,    was     aber    nicht     unbedingt        erforderlich         ist, jedoch insbesondere bei stärkeren Sohlen das Ein  fliessen der Spritzmasse in den Hohlraum zwischen  Sohle und Schuh     erleichtert.     



  Alsdann wird die so vorbereitete Sohle so geformt,  dass sie der Form des Bodenstempels 10 entspricht. Da  bei ist die Sohle 1 an ihrem     Hinterende    rechtwink  lig umgelegt, so     dass    die Absatzfront 5 entsteht. Die  Masse der     Abwinklung    hängen von der Absatzhöhe der  Form ab. Bei weichem Sohlenleder wird die     Abwinklung     durch eine später in der Form mit vergossene rechtwink  lige Metallklammer 16     (Abb.    2)     in.        90 -Stellung    festge  halten.  



  Nachdem die Ledersohle 1 und der Schuh 7 mit  einem Spezialkleber eingestrichen sind, wird zunächst  die Sohle 1 in die     Spritzform    11 so eingelegt, dass sie  satt auf dem Bodenstempel 10 aufliegt, dabei diesen in  der Breite voll abdeckt     (Abb.    5) und die     Abwinklung    5  an der Absatzstufe 6 des Bodenstempels 10 anschlägt.  Dann wird der Schuh 7 auf die Form 11 derart aufge  setzt, dass er diese an ihrem Rande 12 ringsum abdeckt  und dabei einen Hohlraum 9 zwischen sich und der vor  her eingelegten Ledersohle 1 freilässt. Ein nicht darge  stellter     Pressluftstempel    hält ihn nieder.

   Dort, wo der  Absatz gebildet werden soll, befindet sich unter dem  Schuh ein Füllstück 8, beispielsweise aus Holz, um den  Bedarf an     Spritzmasse    an dieser Stelle auf das notwen  dige Mass zu beschränken.  



  Bei dem nun folgenden Einspritzen wird die     Spritz-          masse    von hinten     in    die Form 11 durch das     Einspritz-          loch    13 eingeführt.

   Dabei kommt sie auf dem direkten  durch die Pfeile 15     (Abb.    4) angedeuteten Wege mit der  Sohle     zwangsläufig    zuerst an deren     Abwinklung    5 in  Berührung und drückt diese beim Auftreffen fest gegen  die Absatzstufe 6 des Bodenstempels 10, so dass damit  also die     Abwinklung    5 die feste Halterung der     ganzen     Sohle 1 während des weiteren Einspritzvorganges über  nimmt und keine Spritzmasse unter die Sohle gelangen  kann. Anschliessend füllt die Spritzmasse den Hohlraum  9     zwischen    Sohle 1 und Schuh 7     völlig    bis zum Überlauf  14 am Vorderende der Form 11 aus.

   Auch dabei kann  die Sohle nicht mehr unterspült werden, da sie einerseits  den Bodenstempel 10 in der vollen Breite mit     abge-          schärften    Seitenkanten abdeckt und die nach vorn wan  dernde Spritzmasse andererseits jeweils erst die Sohle 1  fest auf den Bodenstempel 10 drückt und dann weiter  läuft. Dabei bildet sich in dem     vergrösserten    Hohlraum  unter dem Vorderende des Schuhes eine     Stossplatte    aus       Spritzmasse.     



  Das Verfahren nach der     Erfindung    ermöglicht auch  das Einstanzen verschiedener     Ornamente    in die Sohle 1,  so dass beispielsweise mehrere grosse Punkte 2     (Abb.    1)  oder breite Streifen 17     (Abb.6)    beim     Spritzvorgang     durch Ausfüllen der eingestanzten Ornamente mit  Spritzmasse gebildet werden und an der Lauffläche der  Sohle erscheinen. Diese Ornamente dienen nicht nur der    Zierde, sondern bringen den Träger des Schuhs auch in  den Genuss der Vorzüge von Leder einerseits und  Spritzmasse andererseits.  



  Bei dem erfindungsgemässen Verfahren kann an  stelle einer Ledersohle auch eine solche aus einem son  stigen geeigneten Werkstoff eingegossen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Einbetten bzw. Anfügen der Leder- oder Kunststoffsohle eines Schuhes durch Vergiessen bzw. Bespritzen mittels in eine Form eingespritzten Polyvinylchlorids oder ähnlichen Werkstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgeformte, an ihrem Rand (3) ringsum innen abgeschärfte und mit einem Spezial kleber eingestrichene Sohle (1) auf den an seiner Ober fläche von besonderen Befestigungsmitteln freien Bodenstempel (10) der Form (11) unter Anschlag ihres zur Bildung der Absatzfront abgewinkelten Hinterendes (5) an die entsprechende Absatzstufe (6) des Bodenstem pels (10) aufgelegt,
    dann der ebenfalls mit einem Spezial kleber eingestrichene Schuhoberteil (7) auf den Rand (12) der Form (11) aufgesetzt und schliesslich die Spritz- masse von hinten (13) in die Form (11) eingespritzt wird, so dass sie zunächst direkt (15) auf das abgewinkelte Hinterende (5) der Sohle (1) trifft und dieses dadurch für den weiteren Einspritzvorgang fest gegen die Absatz stufe (6) des Bodenstempels (10) drückt, um alsdann un ter völliger Ausfüllung des Hohlraumes (9) zwischen Sohle (1) und Schuh (7) bis zu dem vor der Schuhspitze angeordneten Überlauf (14) der Form (11) bei gleich zeitiger Bildung des Absatzes zu gelangen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sohle (1) vor dem Einlegen in die Form (10, 11) vom Ballen bis zum Hinterende zur Hälfte durch Abspalten verdünnt (4) wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sohle (1) derart bemessen und in die Form (10, 11) eingelegt wird, dass sie in der Breite mit dem Bodenstempel (10) übereinstimmt, aber nicht ganz bis zur Spitze reicht, so dass beim Spritzvorgang eine Stossplatte aus Spritzmasse entsteht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Sohle (1) vor dem Einlegen in die Form (10, 11) Ornamente, bzw. runde Löcher (2) oder breite Schlitze (17) eingestanzt werden, in die beim Spritzvorgang die Spritzmasse ausfüllend eindringt. PATENTANSPRUCH II Schuh hergestellt nach dem Verfahren nach Patent anspruch I.
CH1509465A 1964-11-06 1965-11-02 Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh CH438092A (de)

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CH1509465A CH438092A (de) 1964-11-06 1965-11-02 Verfahren zum Anbringen der Sohle an einem Schuh und nach diesem Verfahren hergestellter Schuh

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CH (1) CH438092A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0018663A1 (de) * 1979-05-03 1980-11-12 Brookfield Athletic Shoe Company, Inc. Athletikschuh und Verfahren zu dessen Herstellung
WO1991002469A1 (en) * 1989-08-12 1991-03-07 Uk Shoe Group Limited Method of manufacturing a sole

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0018663A1 (de) * 1979-05-03 1980-11-12 Brookfield Athletic Shoe Company, Inc. Athletikschuh und Verfahren zu dessen Herstellung
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