CH439374A - Schutzvorrichtung an Strasse - Google Patents
Schutzvorrichtung an StrasseInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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-
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- E01F15/02—Continuous barriers extending along roads or between traffic lanes
- E01F15/04—Continuous barriers extending along roads or between traffic lanes essentially made of longitudinal beams or rigid strips supported above ground at spaced points
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Description
Schutzvorrichtung an Strasse Die bekannten Schutzvorrichtungen gegen das Aus brechen von Fahrzeugen :bestehen im allgemeinen aus an Tragelementen befestigten Schutzwänden (Planken, Drahtseile, iGeflechte).
Mit Rücksicht auf die aus physikalischen Gründen gegebene Tatsache, :dass Fahrzeuge mit für Insassen und Fahrzeuge erträglichen Verzögerungen nur dann umgelenkt werden .können, wenn :die Schutzwand beim Stoss quer zur Wand um ,ein der Wucht .des Anpralles .entsprechendes Mass ausweichen kann, kommt der Art und Weise der Lagerung der Schutzwand ausschlagge bende Bedeutung zu.
Es sind diesbezüglich vier verschiedene Varianten bekannt.
Bei den meisten bisher bekannten Konstruktionen ist die Schutzwand direkt an ortsfesten Tragelementen (Pfosten, Sockel) befestigt. Derartige Lösungen haben zwei schwerwiegende Nachteile: elastisches Zurückwer fen des Fahrzeuges bei schwachem, grosse Zerstörungen an Fahrzeug .und Schutzvorrichtung bei starkem An prall.
Im Bestreben, diese Nachteile zu mildern, wurde in der Folge versucht, :die Schutzwand über nachgiebige Zwischenglieder, wie Federn:, Strauchkörper, Stossdämp fer und dergleichen mit festen Tragelementen zu ver binden. Es ist auch vorgeschlagen worden, die Trag elemente konsolenartig auszubilden .und gelenkig an Bodenfixpunkten zu befestigen. Alle dies-- Lösungen erlauben Ausweichwege der Schutzwand von maximal 30-50 cm und ergeben damit einen echten Fortschritt gegenüber :der :ersten Gruppe mit vollkommen starrer Befestigung.
Da dieses beschränkte Mass .an Ausweichweg bei starkem Anprall zu grossen Kräften führt und diese Seitenkräfte bei Fahrzeugen mit hohen Schwerpunkten (Lastwagen) zu Kippbewegungen Anlass geben, sind verschiedene Lösungen vorgeschlagen worden, welche es der Schutzwand :gestatten, sich im Bereich des Anpralles stärker auszubauchen.
Es ist beispielsweise bekannt, am Fusse oder an der Oberkante von Pfosten Soll- bruchstellen anzuordnen, oder .die Schutzwand auf leichte, elastisch ausweichende Pfosten abzustützen und so einzurasten, dass sie sich beim Stoss von den Trag elementen abheben kann. Diese Lösungen erlauben Aus weichwege von 2-3 ni, haben aber :den schwerwiegen den Nachteil, @dass die Schutzwand im ganzen Bereich ,der Ausbuchtung, d. h. längs einer Streoke von 30-50 an .keine Haltepunkte mehr aufweist.
Geringe Exzentrizitäten des, Lastangriffes von Seiten des Fahr zeuges führen dann zu Ausweichbewegungen, vornehm- lich der Schutzwand. Sie weicht dem Druck unkontrolliert aus und erlaubt Odem Fahrzeug ein Unterfahren, Durchbrechen, überfahren oder über- springen der Schutzvorrichtung.
Um auch diesen Nachteil zu beheben, .d. h. einen grösseren Ausweichweg zu .gestatten, ohne,auf die Hahe- rung oder Schutzwand zu verzichten, ist vorgeschlagen worden, die Schutzwand in Form aneinander :
gereihter elastischer Seitenwände, beispielsweise mit Sand gefüll ter Behälter auszubilden und die Behälter in Längsrich tung durch ein Kabel zusammen zu halten. Bei starkem Anprall soll dann @die Energie :eines .anstossenden Fahr zeuges durch die Verschiebungsarbeit der Behälter bei überwindung der Bodenreibung absorbiert werden.
Da die Bodenreibung durch hohen Anfangswert (Reibung oder Ruhe) und konstanten :Gleitwert charakte risiert ist, kann ein solches System den verschiedenarti gen Anfahrbedingungen von leichten :und schweren Fahrzeugen funktionell nicht gerecht werden. Zudem führt idie Verwendung aneinander gereihter Behälter als Schutzwand zu sehr :aufwendigen, unwirtschaftlichen Konstruktionen.
Alle Nachteile der vorerwähnten Lösungen werden gemäss vorliegender Erfindung dadurch behoben, dass die Tragelemente der Schutzwand auf annähernd in Bodenhöhe angeordneten Führungsorganen reibungsarm verschiebbar gelagert sind.
Den Tragelementen kommt die Aufgabe zu, die Schutzwand tnanslatorisch führend auf den Untergrund abzustützen. Sie können schienen- oder scheibenförmige Lagerelemente aufweisen, welche reibungsarm auf einer vorbereiteten Führungsebene, beispielsweise einer Beton platte, aufruhen. Sie können auch mit Rollen ausgerüstet sein. Als Führungsorgane können auch am Boden oder in Schlitzen von Betonplatten angeordnete Schienen treten.
Dank der Anordnung solcher Führungsorgane in Bodennähe erfolgt idie Verschiebung der Wand ohne wesentliche Behinderung des Fahrzeuges durch vor stehende, am Untergrund befestigte Konstruktionsteile.
Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die Trag elemente relativ grosse Gewichte aufweisen und so kon struiert sind, dass oder resultierende Schwerpunkt von Wand .und Tragelementen etwa gleich hoch liegt wie der Angriffspunkt eines Fahrzeuges auf die Schutzwand. Dank dieser Disposition und der erfindungsgemässen,
reibungsarm verschiebbaren Lagerung weicht die Ge- samtkonstruktion dem Stoss gegen den Widerstand von: Trägheitskräften translatorisch,aus. Das Fahrzeug kann die Schutzwand weder vom Boden abheben noch ver winden, diese also weder unter- noch überfahren.
Besondere Vorteile ergeben sich durch das sinnvolle Zusammenwirken von Schutzwand und Tragelementen, wenn idie Schutzwand - wie üblich - aus Planken, gespannten Seilen oder Geflechten besteht. Dank der reibungsarmen Lagerung der Tragelemente werden dann beim Auslenken der Wand mit fortschreitender Aus buchtung sukzessive mehr Tragelemente verschoben.
In physikalischer Hinsicht ergibt sich ein Feder- Dämpfer-System analog der bekannten Modellvorstel lung von Maxwell, wobei Feder (Schutzwand) und Dämpfer (Massenträgheitskräfte) hintereinander geschal tet sind.
Das hier verwendete Prinzip der beschleunigungs proportionalen Dämpfung mit Hilfe reibungsarm her weglicher Massen erlaubt es, Feder und Dämpfer so aufeinander abzustimmen, dass ein mit ,geringer Ge schwindigkeit erfolgender Anprall sanft, ein heftiger Anprall dagegen hart, beides unter voller Ausnützung des zur Verfügung stehenden Ausweichweges .aufgefan gen wird.
Es ergibt sich damit eine scheinbar denkende Schutzvorrichtung, welche dem mit grösserer Geschwin digkeit anprallenden Fahrzeug automatisch .mehr Träg- heitskräfte, also mehr Seiten-Widerstand entgegensetzt und seine Ausbrech-Geschwändigkeit entsprechend stär ker verzögert als ein langsam anfahrendes Fahrzeug.
Die Extremwerte ergeben einen Widerstand o bei unendlich langsamer, hingegen unendlich grossen Wider- stand bei entsprechend hohen Geschwindigkeiten.
Die praktische Dimensionierung erfolgt auf Grund der effektiv vorkommenden maximalen Geschwindig keiten und der maximalen Ausweichwege.
Man erhält auf diese Weise im Hinblick auf die gewünschte Energie- vernichtung die bestmögliche Ausnützung (Völligkeit, Wirkungsgrad) des Kraft-Web Diagrammes der Auslen- kung der Schutzwand.
Da schwere Fahrzeuge normalerweise :grösser sind als leichte, trägt dieses System nicht nur den bei ver- schiedenen Anfahrten verschiedenen Geschwindigkeiten, sondern auch den anprallenden Massen Rechnung. Die grössere Angriffsfläche bringt automatisch mehr Trag elemente zum Mitschwingen, ialso entsprechend grössere Dämpfungskräfte Dur .Wirkung.
Die federige Schutzwand bewirkt nach momentaner Ruhelage bei maximaler Auslenkung eine langsame rückläufige Bewegung und Idas Zurückpendeln in die Ruhelage. Die grossen Massen haben also den weiteren Vorteil, dass das System eine relativ lange Schwingungs- zeit aufweist. Das Fahrzeug eilt der Rückschwingung voraus, wird also von dieser nicht betroffen.
Zur Verfeinerung des Systems und Garantierung des annähernd unelastischen Anstosses des Fahrzeuges ist es besonders bei relativ schwerer Schutzwand vorteil haft, diese über stossdämpfende Zwischenstücke .(Pri märdämpfer) mit den Tragelementen zu verbinden.
Besonders einfache, wirtschaftliche und wirkungs volle Konstruktionen ergeben sich bei der Realisierung vorliegender Erfindung als Doppel-Leitplanke Dur Fahr- bahn-Trennung bei Autobahn-Mittelstreifen. Es ist dann gemäss nachstehendem Ausführungsbeispiel zweckmä ssig, die .beiden Planken mit den Tragelementen zu einem relativ biegungssteifen Längsträger zu verbinden, was .eine relativ starke Federwirkung ergibt.
Ferner können die Tragelemente der Schutzwand ,gleichzeitig auch als Träger für eine Blendschutz-Anlage verwendet werden.
In Iden Fig. 1, 2 und 3 ist das erwähnte Ausfüh rungsbeispiel in Form einer Doppel-Leitplanke für Autobahn-Mittel'streifen dargestellt. Fig.l zeigt eine Draufsicht sauf die beiden Metall-Planken normaler Bauart 1 und 2,
welche zusammen mit den Beton- Tragelementen 3 und den Verstrebungen 4 der Planken ein biegungs.steifes Zugband ergeben. Die Tragelemente 3 ruhen über die Rollen 5 auf den als Führungsorgane dienenden Beton-Platten 6.
Die .beiden Planken 1 und 2 sind über die Füh- rungsstangen 7, weiche durch Bohrungen der an den Tragelementen 3 befestigten Winkeleisen 9 laufen, mit dbn Tragelementen 3 verbunden. Zwischen den Planken 1, 2 und den Tragelementen 3 sind stossdämpfende Kunststoff-Prismen 10 befestigt.
Fig.2 zeigt ein. Tragelement 3 im vergrösserten Massstab in der Ansicht und Fig. 3 in der Draufsicht. An dem .als Tragelement dienenden Beton-Körper 3 sind an ;der Unterfläche zwei Schlitze 11. In diesen Aussparungen 11 liegen die Achsen 12, auf welchen .die Rollen 5 mit den Kunststoff-B,elägen 13 laufen.
Bei vereinfachten Konstruktionen kann anstelle der vier Führungsstangen 7 z. B. auch ein zentrales in einem Längsschlitz :des Beton-Tragelementes liegendes Verbindungsrohr treten. Dies kann gleich ausgebildet sein wie die Verbindungsstreben 4.
Es entsteht dann ein einheitlicher Träger, welcher auf die Tragelemente 3 eingerastet und durch Laschen am Ausschlüpfen aus ,dem Schlitzgesichert ist. Auch können die Rollen 5 beispielsweise durch in den Schlitzen 11 liegende Rohre oder Gleiter ersetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schutzvorrichtung an Stirasse, bestehend aus; minde- stens einer Schutzwand und einer Mehrzahl von Trag- elementen, dadurch:gekennzeichnet, dass die Tragele- mente auf annähernd in Bodenhöhe angeordneten Fuh- rungsarganen reibungsarm verschiebbar gelagert sind. ,UNTERANSPRÜCHE 1.Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ,die Tragelemente mit Gleit sbhienen oder Gleitscheiben eusgerüstet sind. 2. Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass die Tragelemente mit Rollen ausgerüstet sind.3. Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da -durch gekennzeichnet, @dass als Führungsorgane der Trag- elemente feste Gleitbahnen angeordnet sind. 4. Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Führungsorgane der Trag elemente Schienen angeordnet sind. 5. Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Tragelementie als schwere Massen ausgebildet sind. 6.Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schutzwand aus gespann ten Kabeln oder Drahtgeflechten besteht. 7. Schuzvorrichtunggemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass die Schutzwand als bie- gungssteifer Träger ,ausgebildet ist. B.Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass beidseits ider Tragelemente Schutzwände .angeordnet sind:9. Schutzvornichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die bei den Schutzwände zu einem hiegungssteifen Träger ver- einigt sind. 10. Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet dass die Schutzwand relativ zu den Tragelementen verschiebbar gelagert ist.1.1. Schutzvorrichtung gemäss !Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Tragelemente als Stütz- kärpex eines Blend@,chutzzaunes, ausgebildet sind.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| CH558066A CH439374A (de) | 1966-04-15 | 1966-04-15 | Schutzvorrichtung an Strasse |
| CH1439366A CH447250A (de) | 1966-04-15 | 1966-10-04 | Doppelleitplanke |
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| FR48525A FR1519379A (fr) | 1966-04-15 | 1967-04-12 | Système pour la construction de dispositifs protecteurs destinés à équiper des routes ou autoroutes |
| BE696981D BE696981A (de) | 1966-04-15 | 1967-04-13 | |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH558066A CH439374A (de) | 1966-04-15 | 1966-04-15 | Schutzvorrichtung an Strasse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH439374A true CH439374A (de) | 1967-07-15 |
Family
ID=4295948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH558066A CH439374A (de) | 1966-04-15 | 1966-04-15 | Schutzvorrichtung an Strasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH439374A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3639745A1 (de) * | 1986-11-21 | 1988-06-01 | Sps Schutzplanken Gmbh | Passive schutzeinrichtung fuer verkehrswege, insbesondere fuer strassenbaustellen |
-
1966
- 1966-04-15 CH CH558066A patent/CH439374A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3639745A1 (de) * | 1986-11-21 | 1988-06-01 | Sps Schutzplanken Gmbh | Passive schutzeinrichtung fuer verkehrswege, insbesondere fuer strassenbaustellen |
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