Elektrischer Motor, insbesondere Nähmaschinenanbaumotor, mit einem aus Kunststoff bestehenden Isoliergehäuse Die Erfindung betrifft einen elektrischen Motor, z. B. einen Nähmaschinenanbaumotor, der mit einem aus ,Kunststoff bestehenden Isoliergehäuse versehen ist. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen Ge- räteantriebsmotor der Schutzklasse 2.
Man kennt Antriebsmotoren, bei denen .das an triebsseitige und das gegenantriebsseitige Lagerschild aus Kunststoff bestehen und über den gesamten Motor eine Haube aus Kunststoff gestülpt wird.
Es gibt auch Motoren dieser Art mit zwei Kunst stofflagerschilden, die haubenartig ausgebildet sind, so dass sie über das Ständerpaket hinweggreifen und hierbei den Motor als Isolierumhüllung umschliessen.
Es ist auch bekannt, ;in .den Lagerschildern Schalter zur Leistungsumschaltung unterzubringen bzw. Spezial steckvorrichtungen für den Anschluss des Motors vor zusehen. Ferner ist es bekannt, bei solchen Motoren in ,einen der beiden Lagerschilder Anschlussklemmen für ein Lichtkabel, z. B. für eine Nählampe, vorzusehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Motor der hier in Betracht kommenden Art mit einem Isoliergehäuse zu schaffen, das so ge staltet ist, dass die zum Betrieb notwendigen Schalt einrichtungen, wie z. B. Ein- und Ausschalter, Lei- stungs-/oder Spannungsumschalter, z. B. .an einem An baumotor selbst, so vorgesehen sind, dass sie ohne De montage irgendwelcher für die Motorfunktion < wesent licher Teile bequem betätigt werden können.
Auf .ein fache Weise soll ausserdem erreicht werden, dass auch nach dem Einbau des Motors ein nachträglicher An schiuss von Anschlussleitungen für Hilfsspannungen und/ oder das Auswechseln der dem Verschleiss unterworfe nen Motorbestandteile, wie z. B. von Kohlebürsten, er möglicht wird. Ferner soll die Ausbildung eine leichte Montage bzw. Demontage des Deckelteiles ermöglichen.
Demzufolge besteht die Erfindung darin, dass ein kappenartiger Isoliergehäuseteil des Motors in einen Mantelteil und einen das gegenantriebsseitige Lager schild abdeckenden, gesondert abnehmbaren Deckelteil unterteilt ist.
Weitere Einzelheiten und Vorteile werden anhand .der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 ein .Ausführungsbeispiel der Erfindung bei einem Kollektormotor in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Stirnansicht der Einrichtung nach Fig. 1 mit Deckelteil,
Fig. 3 eine Stirnansicht ohne Deckelteil, Fig. 4 als weiteres Ausführungsbeispiel einen In duktionsmotor als Antriebsmotor in erfindungsgemässer Ausbildung, in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 5 eine Stirnansicht des Motors nach Fig. 4 mit Deckelteil, Fig. 6 eine Stirnansicht dieses Motors ohne Deckel teil,
Fig. 7 einen Kollektormotor in Seitenansicht gemäss einer Weiterbildung der Erfindung, teilweise im Schnitt, Fig. 8 eine Stirnansicht mit Deckelteil, Fig. 9 eine Stirnansicht ohne Deckelteil, Fig. 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einem Induktionsmotor in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und Fig. 11 eine Stirnansicht mit Deckelteil.
Der Kollektormotor nach den Fig. 1 bis 3 ist in seinem Grundaufbau bekannt und braucht deshalb nicht in allen Einzelheiten erläutert zu werden. Der Motor ist mit seiner Isolierumhüllung versehen, die aus dem Mantelteil 1 und dem Deckelteil 2 besteht. Insbesondere aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass dieser Deckelteil 2 mit Hilfe von zwei Schrauben 3 mit dem gegenantriebssei- tigen Lagerschild 4 abnehmbar verbunden werden kann.
Dieser Deckelteil 2 ist mit einer Ausnehmung 5 ver sehen, durch welche ein auf dem gegenantriebsseitigen Lagerschild 4 befestigter Leistungsumschalter 6 hin durchragt. Gemäss Fsg. 3 ist insbesondere im Zusam menhang mit Fig. 1 der Zeichnung erkennbar, dass nach Abnahme des Deckelteils 2 die Anscblussschrauben 7 zum Auswechseln der Kohlebürsten 7a, ebenso aber auch die Anschlussklemmleiste 8, z.
B. für ein Licht kabel 9, mit der Zugentlastungsschelle 10 bequem zu gänglich sind. Die Kohlebürsten 7a können hierbei in ihrer Längsrichtung aus der zugehörigen Halterung ent fernt werden.
Beim Abnehmen des Deckelteils, der z. B. mit einem zugehörigen Lagerschild mit Hilfe von zwei Schrauben verbunden wenden kann, bleibt der Motor voll funk tionsfähig. Die Mantelfläche des Motors mit der Iso lierumhüllung bleibt unverändert bestehen. Ohne den Motor vom Gerät durch Demontage zu trennen, kann, nach Abnahme des Deckelteils, der Austausch oder die Reinigung der Kohlenbürsten bequem durchgeführt wer den. Hierdurch wird es auch einem Nichtfachmann zu mutbar, eine solche Verrichtung durchzuführen, da keine schwierige Demontage funktionswichtiger Motor bestandteile bzw. deren Isolierumhüllung notwendig wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 bis 9 ist der Deckelteil 2 mit Hilfe eines Drehverschlusses 18 mit dem gegenantriebsseitigen Lagerschild 15 abnehm bar verbunden. Dieser Deckelteil 2 .ist mit einer Aus- nehmung 5 versehen, durch welche, wie bei dem Aus- führungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3,
auf dem gegen- antriebsseitigen Lagerschild 15 befestigter Leistungs umschalter 6 hindurchragt.
Der Mantel 1 und der Deckel 2 :sind mittels eines Bajonettverschlussknopfes 18 unter Druckwirkung einer Feder 14 mit einem gegenantriebsseitigen Lagerschild 15 verbunden, so dass nach Einrastung von Nocken 16 und 17 des Bajonettverschlussknopfes 18 im gegenan- triebsseitigen Lagerschild 15 die Druckfeder 14 den Deckel 2 in den Mantel 1 gegen das antriebsseitige Lagerschild 13 drückt.
Am Deckel 2 sind an der Innenseite Nocken 19 direkt angespritzt. Metallschrauben, welche elektrischen Kontakt vermitteln, müssen aus Sicherheitsgründen so angebracht sein, dass dieselben, falls sie sich durch Erschütterungen oder sonstige Einflüsse lockern, beim gänzlichen Herausfallen keine Gefahr bilden.
Die Nok- ken 19, die genau gegenüber den Metallschrauben 7 und 20, welche elektrischen Kontakt vermitteln, ange ordnet sind, verhindern das Herausfallen dieser Schrau ben, da der Abstand zwischen diesen Nocken und den beschriebenen Schrauben kleiner ist als die Einschraub- tiefe dieser Schrauben.
Das abgewandelte Ausführungsbeispiel aus den Fig. 4 bis 6 weist das gleiche Konstruktionsprinzip auf wie das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3. Nach .den Fig. 4 bis 6 wird als Beispiel ein, Spaltpohnotor ge wählt, da bei diesen Motoren es oft gebräuchlich ist; durch zusätzliche Wicklungen auf den ausgeprägten Polen :des Ständers auf transformatorischem Wege Zu satzspannungen zu erzeugen, die das Gerät, für das dieser Anbaumotor bestimmt ist, benötigt.
Die Fig. 4 der Zeichnung zeigt wiederum den Man tel 1 der Isolierumhüllung mit dem -abnehmbaren Dek- kelteil 2, der mittels der Schrauben 3 an gegenantriebs- seitigen Lagerschild 4 abnehmbar zu befestigen ist.
Es ist .auch bei diesem Motor nach den Fig. 4 bis 6 ein von aussen zu betätigender Schalter 6 vorgesehen, der durch eine entsprechende Ausnehmung in der Stirn- wandung des Deckelteils hindurchragt. Die Fig. 6 zeigt in Übereinstimmung mit der Fig. 3 auch die am gegen- antriebsseitigen Lagerschild angebrachte Klemmleiste 8 mit Stromkabel 9 und Zugentlastungsschelle 10. Der Deckelteil 2 weist eine .Breite auf, die kleiner ist als die Breite des Isoliermantels 1.
So ergibt sich bei dem Spaltpolmotor nach -dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 bis 6, im übrigen natürlich auch für einen Motor etwa gemäss,den Fig. 1 bis 3, die Möglichkeit, trotz des abnehmbaren Deckelteiles 2 in die Stirnwandung der Isolierumhüllung 1 Ausschnitte 1 für den Durchtritt .der Motorkühlluft vorzusehen. Mit dem auf dem gegen- antriebsseitigen Lagerschild 4 fest angeordneten Um schalter 6 kann z.
B. eine Spannungsumschaltung des Motors vorgenommen werden, indem Wicklungsteile der Ständerwicklung entsprechend der neuen Netz spannung umgeschaltet werden.
Die in Fig. 6 sichtbare Anschlussklemmleiste 8 er laubt auch einen nachträglichen Anschluss eines An schlusskabels 9 für Hilfsspannungen, die z. B. von Tei len der Ständerwicklung des Motors selbst erzeugt wer den. Die Zugentlastungsschelle 10 ist hierbei gleichfalls an der gleichen iKlemmleiste 8 vorgesehen.
Das antriebsseitige Lagerschild mit der Motorwelle 12 befindet sich in der vom Mantelteil 1 wiederum ge trennten Isolierhaube 13.
Bei e inem Ausführungsbeispiel nach Fig. 10 und 11 der Zeichnung werden die gleichen Merkmale verwen det wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist wiederum ein Spalt polmotordargestellt, wobei die Fig. 10 der Zeichnung wiederum den Mantel 1 der Isolierumhüllung mit dem abnehmbaren Deckelteil 2 zeigt, der mittels des Bajo- nettverschlussknopfes 18 am gegenantriebsseitigen La gerschild 15 abnehmbar zu befestigen ist. Auch bei diesem Motor ist ein Schalter 6 und eine Klemmleiste 8 vorgesehen.
Im übrigen entspricht die Ausführung dieses Motors der in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausbildung.
Aus den Fig. 7 und 10 ist ersichtlich, dass bei diesen dargestellten Ausführungsbeispielen der Bajonett verschlussknopf 18 zentrisch im Deckelteil 2 angeordnet ist.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung kann der Deckel 2 und/oder der Mantel 1 auch mehrteilig aus gebildet sein und z. B. aus den Teilen 21' und 21" bestehen. Um eine doppelte Isolierung für den Motor nach den vorgenannten Ausführungsbeispielen zu schaf fen, können beide Lagerschilder des Motors ebenfalls aus Press- oder Kunststoff .bestehen.