Liegevorrichtung Die Erfindung betrifft eine Liegevorrichtung mit einem ersten gepolsterten, mit Stützfüssen versehenen Rahmen, an dessen einer Längskante ein zweiter ge polsterter Rahmen entlang der Längskante seiner einen Längsseite artgelenkt ist, der aus einer ersten, auf dem ersten Rahmen aufliegenden Stellung um 180 gegen über .dem ersten Rahmen in eine zweite,
neben dem ersten Rahmen liegende Stellung klappbar ist, in der er auf dem Fussboden mittels zweier an seiner nicht artge lenkten Längsseite schwenkbar angebrachter länglicher Stützfüsse abgestützt ist, die in einer zur Längskante dieser nicht artgelenkten Längsseite parallelen und zur Oberseite des zweiten Rahmens senkrechten Ebene aus einer der ersten Stellung des zweiten Rahmens ent sprechenden-,
im wesentlichen parallel zur nicht artge- lenkten Längsseite des zweiten Rahmens liegenden ge sicherten Ruhestellung in eine der zweiten Stellung des zweiten Rahmens entsprechende Stützstellung zum Fuss- boden hin ausschwenkbar sind, in der sie bei ausge- ldapptem zweitem Rahmen gegen unerwünschte Zurück- schwenkung gesichert sind.
Bei solchen bekannten Liegevorrichtungen erfordert das Auseinanderklappen der Rahmen ein vollständiges Herausschwenken der Stützfüsse ,des zweiten umklapp- baren Rahmens von Hand, damit dieser richtig und sicher abgestützt wird. Dies ist nicht nur lästig, sondern auch umständlich, weil die übliche Länge eines Bettes eine richtige und womöglich noch gleichzeitige Hand habung der beiden,
jeweils nahe einem Ende der vor deren Längskante des umklappbaren Rahmens befind- lichen Stützfüsse durch eine einzige, zugleich diesen Rahmen schwenkende Person kaum zulässt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den vor genannten Mangel zu vermeiden und. eine solche Lage rung für die schwenkbaren Stützfüsse zu schaffen, dass diese Stützfüsse beim Auseinanderklappen der Liege vorrichtung von selbst bis in eine Endstellung aus schwenken, in der sie eine sichere Abstützung des um klappbaren Rahmens auf dem Fussboden gewährleisten.
Die Lösung der gestellten Aufgabe ist für eine Liege- vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch ge- kennzeichnet, dass jeder der beiden schwenkbaren Stütz- füsse um eine ihn mit der nicht artgelenkten Längsseite des zweiten Rahmens verbindende Schwenkachse schwenkbar ist, die derart ausserhalb der Längsmittel linie des zugehörigen Stützfusses angeordnet ist,
dass die Stützfüsse beim Klappen des zweiten Rahmens in die zweite Stellung unter der Wirkung ihres Eigengewichtes um mehr als 90 in eine zum Fussboden geneigte Stütz stellung verschwenkt werden, und dass zur Sicherung je des der beiden Stützfüsse in der geneigten Stützstellung für jeden der beiden Stützfüsse je ein an der genannten Längsseite am Rahmen befestigter Anschlag in Ab stand von der Schwenkachse des zugehörigen,
in die Stützstellung ausgeschwenkten Stützfusses an derjeni gen Seite desselben vorgesehen ist, an der er weiteres Ausschwenken des Stützfusses verhindert.
Gemäss einer bevorzugten Ausgestaltung der Er findung weist jeder schwenkbare Stützfuss. an seinem der Schwenkachse benachbarten Stirnende eine dem Anschlag zugewandte abgerundete Kante in solcher Form auf, dass diese das Einschwenken des Stützfusses in seine Ruhestellung, in der er entlang der zugehörigen Rahmenlängsseite verläuft, zulässt und in dieser Ruhe stellung begrenzt.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Schwenkachse jedes Stützfusses in einem zugleich den Anschlag tragenden Beschlag ver ankert.
In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungs formen der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen: Fig.1 einen Querschnitt durch eine Ausführungs- form der Erfindung bei einer Liegevorrichtung mit unter der Lehne hervorgezogener und auf das Doppelte ver breiterter Sitz- bzw.
Liegefläche; Fig. 2 die Liegevorrichtung nach Fig. 1 nach Zu rückklappen der verbreiternden Liegefläche in die aus gezogene Normalstellung mit Liegefläche normaler Breite, im Querschnitt;
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden Querschnitt, bei ,dem die Liegefläche unter die Rückenlehne einge fahren ist und als Sitzflächedient; Fig. 4 einen lotrechten Längsschnitt durch die Liegevorrichtung nach den Fig. 2 und 3 ;
Fig. 5 in grösserem Massstab eine Seitenansicht der klappbaren Fusskonstruktion, wie sie bei der Liegevor richtung nach den Fig. 1 bis 4 und bei den nachstehen den Ausführungsformen .der Erfindung angewendet ist, zwar in der Stellung, in der ein Fuss bzw. jeder Fuss in seine Stützstellung ausgeklappt ist, in der er einen beid seitig gepolsterten und um l80 ausgeschwenkten Rah menteil gemäss Fig. 1 am Vorderende unterstützt;
Fig. 6 im Querschnitt eine einfache Ausführungs- form .der Erfindung als Liegevorrichtung ohne Rücken lehne in der Normalstellung entsprechend -dem vorderen Teil der Fig. 2; Fig. 7 einen Querschnitt durch die Liegevorrichtung nach Fig. 6 nach Umklappen des doppelseitig gepolster ten Rahmens unter Verdopplung der Liegefläche;
Fig. 8 im Querschnitt eine Ausführungsform der Er findung als Bett mit Bettkasten in der Normalstellung mit Liegefläche normaler Breite; Fig. 9 einen Querschnitt durch die Ausführungs form nach Fig. 8 nach Aufklappen des oberen doppel seitig gepolsterten Rahmens der Fig. 8 zur Herstellung doppelter Liegebreite;
Fig. 10 eine Einzelheit der Ausführungsform einer Liegevorrichtung nach Fig. 1 bis 4 mit für den Trans port zerlegbarem Gestell.
Die in den Fig. 1- bis 4 und 10 dargestellte, dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechende Liegevorrich tung weist zwei Gestellteile 1 auf, die aus je einem waagerechten oder etwa waagerechten Trägerteil 2 be stehen, .an dem am Vorderende durch Schraubverbin dung lösbar je ein Fuss 3 und am Hinterende ver- schweisst oder andersartig fest verbunden je eine Strebe 4 angebracht ist,
die zugleich einender hinteren Füsse 5 bildet. An den zwei Streben ist die Rückenlehne, die aus Polsterung 6 und Rahmen 7 besteht, mittels ver senkten und lösbaren Schrauben 8 und am Rahmen 7 gehaltenen (nicht sichtbaren) Mutbern lösbar befestigt.
Die Anordnung und Höhe der Lehne ist gemäss den Fig. 2 und 3 so getroffen, dass zwischen den Trägerteilen 2 und der Unterkante der Rückenlehne 6 und 7 ge nügend Platz frei bleibt, um bequem den unteren ge polsterten Rahmen 9 zusammen mit dem gemäss Fig. 2 doppelseitig gepolsterten und nach hinten umgeschla genen Rahmen 10 aufnehmen zu können, wenn die Teile 9 und 10 gemäss Fig. 3 in Sitzstellung nach hinten ge schoben sind, sodass vor der Lehne 6,
7 eine in der Breite verringerte Sitzfläche zur Verfügung steht. Das Ein- und Ausschieben des gepolsterten Rahmens 9, der an der Vorderseite mit festen Füssen 11 versehen ist, erfolgt in an sich bekannter Weise mittels an dem hin teren Rahmenteil 12 des Rahmens 9 unten angebrachter Rollen 13, die in einer Gleit- oder Rollbahn 14 längs verschiebbar auf dem Tragteil 2 geführt sind, wobei die beiden Endstellungen durch Anschläge begrenzt sind.
Diese Art der Führung und des Ausziehmechanismus eines gepolsterten Rahmens und die zugehörige Aus bildung .des Gestells 1 sind an sich bekannt.
Der zweite gepolsterte Rahmen 10 ist ein doppel seitig gepolsterter Rahmen verhältnismässig geringer Dicke von zum Beispiel zehn bis elf Zentimeter, dessen Polsterungen 15 und 16 beidseitig eines Federrahmens 17 angebracht sind.
Der Rahmen 10 ist mittels Schar nieren 18 oder dgl. um die Vorderseite des Rahmens 9 um 180 schwenkbar, so ,dass er aus der aufgeklappten Stellung gemäss Fig. 1 durch Schwenkung um 180 in die Stellung nach Fig. 2 gebracht werden kann, in der die Oberseite seiner Polsterung 15 auf der Oberseite der Polsterung des Rahmens 9 bündig aufliegt. Die Rahmen 9 und 10 können danach gemeinsam in die in Fig. 3 gezeigte Sitzstellung eingefahren werden.
Auch eine solche Ausbildung ,der Liegevorrichtung ist be kannt und bildet keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Gemäss Fig. 5 sind an dem in Fig. 1 vorn und in Fig. 2 und 3 hinten liegenden Rahmenteil 20 des doppel seitig geposterten Rahmens 10 Beschläge 21 für je einen Stützfuss 19 aufgeschraubt, der um eine Schwenkachse 22 schwenkbar gelagert ist. Ferner ist an jedem Beschlag 21 ein Anschlag 23 vorgesehen.
Die Anordnung der Schwenkachse 22 und des Anschlages 23 ist in bezug aufeinander und auf die abgerundete Kante 24 am oberen Ende des Stützfusses 19 so gewählt, dass in der Stellung nach Fig. 2 und 3, in ,der das freie Ende des Fusses von seinem Eigengewicht in der Pfeilrichtung 25 (vg1. Fig. 5) bewegt wird,
die Kante 24 am Anschlag 23 anliegt und der Fuss zwangsläufig die in Fig. 5 strichpunktiert dargestellte waagerrechbe, zum Rahmen teil 20 parallele Lage e<U>innimm</U>t, ohne dass der Fuss in Pfeilrichtung 25 weiterschwenken kann. Die Stützfüsse sind auf diese Weise unauffällig an der vom Benutzer kaum sichtbaren Hinterseite der Rahmen 9 und 10 an gebracht.
Wird nun der Rahmen 10 aus der Stellung nach Fig. 2 in die in Fig. 1 gezeichnete ausgeklappte Stellung verbracht, so gelangen die Beschläge 21 und die Stütz- füsse 19 in die in Fig. 5 gezeichnete Lage an der Vorder seite der Liegevorrichtung,
in der das Eigengewicht je des Stützfusses 19 nicht mehr in Pfeilrichtung 25 son dern in Pfeilrichtung 26 einwirkt und den Fuss zunächst in die lotrechte Lage seines Schwerpunktes zur Schwenk achse 22 unterhalb ,dieser Schwenkachse bringt.
In dieser Lage wirkt nun aber noch die Last des Rahmens 10 auf den Fuss ein, so dass er seine in Pfeilrichtung 26, ausgehend von der strichpunktierten Lage bis in die lotrechte Lage begonnene Schwenkbewegung über die lotrechte Lage hinaus fortsetzt, bis die in Fig. 5 ausgezogen dargestellte, zur Lotrechten etwas geneigte Lage erreicht ist. In dieser Stellung ist also die lotrechte Totpunktlage in Pfeilrichtung 26 überschritten, und zwar bis zu der Stellung, in der die Kante 24 sich wiederum an den Anschlag 23 angelegt hat.
Dieser Anschlag 23 verhindert, dass der Stützfuss 19 in Pfeilrichtung 26 noch weiterschwenkt. Wie ersichtlich, kann zur Begren zung dieser Stützstellung des Stützfusses 19 gemäss Fig. 5 ,auch ein anderer Anschlag am Beschlag 21 ,dienen als der Anschlag 23, der zugleich die waagerechte Lage ;des Stützfusses 19 festlegt.
Durch :die Abrundung der Kante 24 ist es jedoch möglich, den Anschlag 23 auch als Begrenzung für die Stützstellung des Stützfusses 19 zu verwenden.
Es könnte weiterhin jede der Schwenkachsen 22 und jeder der Anschläge 23 statt an einem gemeinsamen aufgeschraubten Beschlag 21 auch in anderer zweckent sprechender Weise am Rahmenteil 20 angeordnet sein. Die Schwenkachse 2 könnte z. B. fest an einem Ende des Stützfusses 19 angebracht und innerhalb einer Buchse oder Bohrung des Rahmenteils 20 drehbar und axial gesichert gelagert sein.
Wie aus Fig. 5.. weiterhin hervorgeht, besitzt- der Stützfuss 19 in der Stützstellung am unteren Ende eine Stützfläche 28, die so . zur Längsrichtung des Fusses abgeschrägt ist, dass sie in der Stützstellung parallel zur Bodenrichtung, also in, der vorausgegangenen lotrechten Stellung des Fusses etwas geneigt zur Lotrechten ver läuft.
Befindet sich nun der Stützfuss 19 in ausgeklappter Stellung, wie sie in Fig. 5 in vollen Linien ausgezeichnet ist, so trifft die lotrechte Druckkraft seiner Gewichtslast, die von seinem Gelenk 22 vertikal nach unten .gerichtet ist, hinter .der Mitte der Stützfläche 28 der Fig. 5 auf den Boden auf, womit auch .die abgeschrägte Stützfläche in ihrer ganzen Breite auf dem Boden aufsteht.
Das Lastmoment ist daher bestrebt, den Stützfuss in der über seine lotrechte Totpunktstellung in Fig. 5 nach links geneigten Schrägstellung zu halten. Dieses Bestre ben schafft in Verbindung mit der Abschrägung der Stützfläche 28 Sicherheit dafür, dass auch in Längs richtung der Liegevorrichtung auftretende Bean spruchungen den Stützfuss nicht in der Pfeilrichtung 25 aus seiner gezeichneten Stützstellung ausschwenken,
sondern der Stützfuss stabil durch das Lastmoment in Pfeilrichtung 26 ,gegen den Anschlag 23 und in seiner Stützstellung festgehalten wird.
Bei der in den Fig. 6 und 7 dargestellten vereinfach ten Ausführungsform ist ein gepolsterter und gefederter Rahmen 9a fest mit vorderen, gegebenenfalls lösbaren Füssen 11a versehen, besitzt aber anstelle der hinteren Rolle 13 auch noch hintere Füsse 11b, die am Rahmen g<B>ge</B> egebenenfalls lösbar angreifen.
Der obere, beiderseits gepolsterte Rahmen 10 ist genauso wie in die Fig. 1 bis 4 ausgebildet und an der Vorderseite des Rahmens 9a mittels Scharnieren 18 schwenkbar aasgelenkt. Ebenso sind gern. Fig. 6 an seiner Hinterseite bzw. gern. Fig. 7 an seiner Vorder seite am Rahmenteil 20 Stützfüsse 19 in der gleichen Weise schwenkbar angebracht, wie es Fig. 5 zeigt.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9 sind die Rahmen 9a bzw. 10 nebst Scharnieren 18 und schwenkbaren Stützfüssen 19 in etwa gleicher Weise ausgebildet. Der Rahmen 9a ruht jedoch nicht auf einzelnen Füssen sondern auf einem kastenartigen Fuss gestell 29, das einen auf dem Boden stehenden Bett kasten 30 aufnimmt, der tagsüber in üblicher Weise zur Aufnahme von Bettzeug dient.
In gleichfalls an sich be kannter Weise ist der Rahmen 9a am Fussgestell 29 mittels Springaufbeschlägen derart federnd aasgelenkt, dass er an seiner Vorderseite zur Entnahme des Bett- zeuges zusammen mit dem Rahmen 10 leicht angehoben werden kann.
Fig. 9 zeigt die aufgeklappte Stellung des Rahmens 10, in der er .die Liegefläche des Rahmens 9a auf .das Doppelte verbreitert und gern. Fig. 5 auf den Stützfüssen 19 abgestützt ist.
Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung Abwandlungen ider beschriebenen Ausführungsformen möglich. So könnte auch .die Ausführungsform mit Bett kast-en nach den Fig. 8 und 9 noch eine Rückenlehne und gewünschtenfalls ausserdem Seitenlehnenteile bzw. je einen aasgelenkten Fuss- oder Kopfteil oder einen solchen Teil erhalten, der jeweils zur Verlängerung der Liegefläche dient, die dann bei hochgeklapptem Kopf oder Fussteil eine verkürzte Sitzbank bildet.
In gleicher Weise könnte die Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 abgewandelt werden. Die in Fig. 10 dargestellte Einzelheit ermöglicht eine leichte Zerlegung und Verpackung der ,dem ersten Aus- "fuhrungsbevspie1 !entsprechenden Liegevorrichtung. Zu diesem Zweck sind die Gestellteile 1 als zwei vonein ander lösbare Fussteile ausgebildet, deren Trägerteile 2 fest mit je einer Strebe 4 zur Aufnahme der lösbaren Lehne verbunden sind,
die aber beim Zusammenbau nur durch waagerecht verlaufende lösbare Querverbin- dungselemente miteinander verbunden sind. Gemäss Fig. 10 sind z. B. zwei solche Querverbindungselemente als Rohre 31 ausgebildet, an ;deren Enden je ein Stopfen 32 fest eingelassen ist, der je einen Gewindebolzen 33 nach aussen vorragend trägt.
Dieser Gewindebolzen greift in eine entsprechende Bohrung des zugehörigen Trägerteiles 2 ein und idurch diesen hindurch, so dass das Bolzenende mittels Mutter 34 verschraubt werden kann und dadurch das Rohr 31 am Trägerteil 2 fest legt.