CH439962A - Bildschirm für Elektronenröhren - Google Patents
Bildschirm für ElektronenröhrenInfo
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Description
Bildschirm für Elektronenröhren Die Erfindung betrifft einen Bildschirm für Elek tronenröhren mit geringer Oberfläche zur Anwendung hauptsächlich in Geräten. Bei der Herstellung von Bildschirmen wird im all gemeinen ein sogenanntes Setzverfahren angewendet. Durch Anwendung dieser Methode ist die Vermeidung des Mahleis, durch welches die Lichtausbeute herab gesetzt wird sowie der beim Ausbrennen des Binde mittels erfolgenden schädlichen Vorgänge ermöglicht. Beim Setzverfahren kann zuerst der Leuchtstoff mit entsprechender Korngrösse mittels fraktionierter Auf- schwemmung ausgeschieden werden, wobei das Weiter setzei zweckmässig aus der Suspension selbst durchge führt wird, damit beim Austrocknen keine Koagulation der Teilchen entstehen kann. Die Suspension wird durch die mengenmässige Dosierung der flüssigen Phase auf die die gewünschte Dicke der Leuchtschicht gebende Konzentration eingestellt. Das Setzen erfolgt mittels der Suspension mit eingestellter Konzentration derart, dass zur Suspension vor dem Einschütten auf den Bild schirm oder auf den Bildschirm selbst ein Koagulator, z. B. Stronziumnitratlösung, sowie Bindemittel, z. B. Wasserglaslösurng zur Förderung der Setzung sowie zur Abbindung der gesetzten Schichten dosiert wird. Die auf diese Weise gesetzten Bildschirme entspre chen im allgemeinen den üblichen, bei den Bildröhren und Oszillographröhren gestellten Vorderungen. Doch heiklere Ansprüche können auf diese Weise nicht er füllt werden, da infolge der Koagulation die Korngrösse zunimmt und auch fremde Metall- oder andere Ionen (gewöhnlich Stronzium oder Kalium) im Leuchtstoff enthalten sind und dieser Umstand sich schädlich auf die Lichtstärke des Bildschirmes auswirkt. Für besondere Zwecke ist es zweckmässig, derartige Bildschirme herzustellen, bei welchen die maximale Korngrösse der Leuchtstoffschicht höchstens 1,u be trägt, doch der grösste Teil des Pulvers aus geringeren Körnern besteht. Bei der Herstellung derartiger Bild- schime ist die Dosierung des Koagulators mit der Ge fahr verbunden, dass die Körner geringer Abmessung, die in Grössenordnung des Kolloids liegen, verschwin den können. Infolge der Anwendung des üblichen Was serglases oder sonstiger salzartiger ;Bindemittel können auch störende .Kationen an den Bildschirm gelangen. Es soll ein Bildschirm, der diese Mängel nicht auf weist, vorgeschlagen werden. Der erfindungsgemässe Bild schirm mit geringer Oberfläche ist dadurch gekenn zeichnet, dass die Leuchtschicht Siliziumdioxyd und/oder Titandioxyd enthält. Zweckmässigerweise kann der Be trag des Siliziumdioxyds und/oder des Titandioxyds 1-30 % des Leuchtstoffes ausmachen. Der vorgeschlagene Bildschirm kann derart herge stellt werden, dass aus dem Leuchtstoff durch Setzen in einer Flüssigkeit, deren spezifisches Gewicht z. B. 0,7 bis 0,8 beträgt, die feinen Körnchen abgesondert werden. Mengenmässig wird die Konzentration der fei nen Körnchen durch Dosierung oder Abdestillation der Setzflüssigkeit eingestellt. Nachher wird insgesamt ein Betrag von 0,01 bis 1,0 % gerechnet auf das Gesamt volumen, bestehend aus einem oder mehreren anorga nischen Ester mit festem Säureanhydrid, z. B. Alkyl- silikat, (Äthylsilükat) und/oder Alkyltitanat (Butyltitanat) an die Suspension, in deren flüssiger Phase dieselben gut löslich sind, zugegeben. Die in den Kolben des Bildschirmes eingesetzte Suspension wird 2 bis 16 Stunden lang stehengelassen und dann der grösste Teil der über dem gesetzten Leucht- stoff befindlichen klaren Flüssigkeit abgesaugt. Die Schicht wird ausgetrocknet und zur Zersetzung des -Esters oder der Ester ,auf eine Temperatur von 400 bis 450 C erwärmt, wobei die Säureanhydride in festem Zustand ausgeschieden werden. Der auf diese Weise behandelte Bildschirm zeigt eine gut haftende Schicht mit äusserst feinkörniger Struktur, .die frei von fremden Kationen ist. Der Vorgang soll an Hand eines konkreten Bei spiels näher erläutert werden. Es wird zu 30 g Zinksulfid Leuchtstoff 200 m1 Aze- ton zugegossen und 2 bis 3 Minuten lang geschüttelt. Nach einem Setzen von 10 Minuten werden 150 ml abgesaugt, dann wiederum mit Azeton auf 200 ml auf gefüllt, und das Verfahren wird wiederholt. Die beiden ;abgesaugten Fraktionen werden vereinigt, die auf diese Weise erhaltene Suspension enthält etwa 4 mg/ml Leuchtstoff. An 300 ml dieser Suspension wird 0,6 ml Äthylsilikat (mit etwa 40 % Siliziumoxydgehalt) zugege ben und nach Schütteln in den Bildschirmkolben ge gossen. Nach 4 Stunden Stehen wird 80 % der geklärten Flüssigkeit abgesaugt. Der Bildschirm wird in einem Trockenschrank bei 60 bis 70 C getrocknet und nach her die getrocknete Leuchtstoffschicht in einem Tem- perofen 5 Minuten lang auf 400 C ausgebrannt. Der erhaltene Bildschirm weist die vorerwähnten Vorteile auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bildschirm für Elektronenröhren mit geringer Ober fläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtschicht Siliziumdioxyd und/oder Titandioxyd .enthält. UNTERANSPRUCH Bildschirm nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass .die Leuchtschicht Siliziumdioxyd und/oder Titandioxyd in einem Betrag von 1 bis 30 %, bezogen auf den Leuchtstoff, .enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HUTA000744 | 1962-11-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH439962A true CH439962A (de) | 1967-07-15 |
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ID=11001705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH880263A CH439962A (de) | 1962-11-12 | 1963-07-11 | Bildschirm für Elektronenröhren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT256196B (de) |
| CH (1) | CH439962A (de) |
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1963
- 1963-07-11 AT AT557463A patent/AT256196B/de active
- 1963-07-11 CH CH880263A patent/CH439962A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT256196B (de) | 1967-08-10 |
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