CH440353A - Bahnoberbau für Wegübergänge mit dicht nebeneinander gereihten Stahlbetonquerschwellen - Google Patents
Bahnoberbau für Wegübergänge mit dicht nebeneinander gereihten StahlbetonquerschwellenInfo
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Description
Bahnoberbau für Wegübergänge mit dicht nebeneinander gereihten Stahlbetonquerschwellen Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bahnober bau für Wegübergänge mit dicht nebeneinander gereihten Stahlbetonquerschwellen, deren zwischen den Schienen liegender, beidseits den Spurkanal frei lassender Schwel lenkörper bis etwa zur Schienenoberkante reicht, und von welchen Schwellen mindestens jede zweite die beiden Schienenfüsse mit Ansätzen niedriger Bauhöhe unter greift.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht da rin, einen solchen Bahnoberbau für Wegübergänge, zu schaffen oder zu ermöglichen, bei dem sich die folgen den Anforderungen erfüllen lassen: A) Die Schwellen sollen eine möglichst geringe Bau höhe und Baulänge aufweisen.
B) Die Spurrinne soll möglichst schmal gehalten wer den.
C) Die Schienen sollen bei der geringst zulässigen Rinnenweite durch besonders schmal gestaltete Befesti gungsmittel in der vorgeschriebenen Spurweite zuverläs sig mit der Schwelle verbunden werden.
D) An den besonders gefährdeten Spurrinnenkanten soll die Schlagwirkung der Strassenfahrzeuge zuverlässig aufgenommen werden.
E) Die äusseren Befestigungsmittel der Schienen sol len ihre Fussaussenkanten möglichst wenig überragen, damit die Strassenfahrbahn bis an die Aussenkante der Schiene herangeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch ge löst, dass die die Auflagen für die Füsse der Schienen bildenden Ansätze durch die horizontalen Schenkel ein zelner Winkeleigenabschnitte oder auf die gesamte Schwellenbreite durchlaufender Winkeleisen gebildet sind, deren nach oben gerichtete vertikale Schenkel mit dem Schwellenkörper verbunden sind. Dabei können die Win keleisen gleichschenklig oder ungleichschenklig sein. Zweckmässigerweise werden die beiden Winkeleisen durch vertikalgestellte Flachbleche oder Profileisen der art miteinander verbunden, diese die Kanten des Betonschwellenkörpers bilden, ihn dadurch schützen und tragfähig versteifen.
Ausserdem kann der Beton armiert oder durch Stahleinlagen vorgespannt werden, wobei im letzten Fall die Winkeleisen als Widerlager für die Spannstähle dienen. An den senkrechten und waagerechten Schenkeln der Winkelauflager lassen sich dann Einrichtungen zum Führen und Befestigen der Schienen anbringen, wie Halterungsplatten und Nocken zum Einspannen von Federbügeln. Durch diese Mass nahmen lässt sich eine besonders niedrige Bauhöhe der Wegschwellen und eine weitgehende Beschränkung der Spurrinnenweite sowie der gesamten Konstruktionsbreite erreichen, was für den Strassenverkehr sehr zweckmässig ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen vereinfacht dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch Strasse, Anschluss- platte, Schiene und Wegschwelle, Fig. 2 eine Draufsicht nach Figur 1, Fig. 3 eine Seitenansicht im Schnitt entlang der Li nie A-A der Figur 1, Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie B-B der Figur 3,
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie C-C der Fi gur 3 und Fig. 6 einen Querschnitt durch ein aus Blechen ge bildetes Winkelauflager mit verschiedenen Ausstanzun- gen.
Gemäss der Darstellung in den Figuren 1 und 2 be steht die Wegschwelle aus der Stahlbetonplatte I und den vor ihren Köpfen angeordneten Winkelauflagern II für die Schienen IH. Wie es aus Fig. 2 ersichtlich ist, werden die Sahlbetonquerschwellen I dicht nebeneinander gereiht verlegt. Beiderseits des Wegschwellenoberbaues sind Strassen-Anschlussplatten IV angeordnet, wobei eine Strassen-Anschlussplatte für eine oder mehrere Stahl betonquerschwellen I vorgesehen werden kann.
Der die Stahlbetonquerschwelle I umgebende Stahlrahmen, der an den Längsseiten aus Flacheisen gebildet werden kann, ist auf der Schienenseite als Winkelauflager II aus gebildet. Das Winkeleisen kann, wie, es aus den Abbil- dungen hervorgeht, gleichschenklig oder ungleichschenk- lig sein.
Wie es Fig. 4 zeigt, trägt der waagerechte Schenkel 1' des Winkelauflagers 1I die Schiene 1I1, während der ver tikale Schenkel 1" mit den die Längsseiten der Stahl betonplatte I bildenden Profil- oder Flacheisen zu einem Stahlrahmen verschweisst ist und vor allem die Spurin- nenkante I' der Stahlbetonplatte I schützt.
Die Zeich nungen zeigen deutlich, dass die Strassen-Anschlussplat- ten IV oder auch die Strassendecke selbst (siehe insbe sondere die Fig. 1 und 2) bis unmittelbar an den Schie nenkopf herangeführt werden können.
Der Schienenfuss wird, wie es aus Fig. 4 deutlich zu erkennen ist, beiderseits durch auf, bzw. an, dem hori zontalen Schenkel 1' befestigte Leisten 2 und 3 in seiner vorgeschriebenen Spur gehalten.
Um den Schienenfuss auf dem horizontalen Schen kel 1' des Winkelauflagers 1I zu haltern, dienen Feder bügel 4, die zwischen den Nocken 5, bzw. 6, und den Schienenfusskanten eingespannt werden. Sie pressen durch ihre Federkraftwirkung die Schienen mit langem Federweg elastisch auf ihre Auflagerfläche. Um ein Aus wandern der Federbügel 4 nach aussen von den Seiten des Schienenfusses weg zu verhindern, werden sie in ihrer Wirkstellung durch Leisten 7 und 8 (siehe Fig. 5), die ebenfalls am Winkelauflager II befestigt sind,
seitlich im Abstand ihres Durchmessers zwischen Schienenfuss und Leistenkante gehaltert. Um einen leichten Einbau der Federbügel und auch der Schiene zu ermöglichen, sind die Nocken 5 und 6 mit schrägen Gleitflächen 5' und 6' versehen, die den Schienen zugeneigt sind.
Beim Einbau der Federbügel 4 werden diese im unteren freien Raum zwischen Schienenfuss und den Leisten 7 und 8 mit ihren zum Anpassen der Schienen auf die Auflager abgeboge nen Federbügelschenkel 4' auf die Schienenfusskanten aufgesetzt, mit ihrem Bügelmittelteil gegen die schrägen Gleitflächen 5' und 6' gelehnt und dann durch Druck auf den Bügelmittelteil von oben und mit leichtem Druck seitlich in Richtung auf die Nocken 5 und 6 soweit her- untergepresst, bis die Federbügelmitte in ihrer Nocken halterung oberhalb der Leisten 2 und 3 einrastet.
Soweit es statisch und dynamisch zulässig ist, können anstelle der die Schienen auf ganzer Schwellenbreite un terstützenden durchgehenden Winkelauflager 1I auch nur an jeder zweiten Stahlbetonplatte I Winkelauflager 1I angebracht werden. Es ist in gleicher Weise möglich, Einzelstützen gleicher oder ähnlicher Querschnittsgestal- tung wie die Winkelauflager mit gewissen gleichen oder unterschiedlichen Abständen an jeder Stahlbetonplatte vorzusehen, die dem Widerstandsmoment der Schienen und dem Biegemoment der Betriebslasten entsprechen.
Ebenso können anstelle der in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel dargestellten Federbügel auch an dere Federbügel Verwendung finden, deren Funktion etwa jener der dargestellten entspricht. So ist es möglich, die Enden der Federbügel durch Bohrungen in der Win- kelauflagerplatte neben der inneren Schienenfusskante und durch entsprechende Hülsen an der Aussenkante des Winkelauflagers neben der äusseren Schienenfusskante zu haltern.
Eine andere Ausgestaltung der Erfindung ist in Fig. 6 dargestellt. Danach kann das in den vorhergehenden Fi guren dargestellte Winkelauflager II in materialsparen der Bauweise unter Berücksichtigung der auftretenden Kräfte aus gepressten und geschweissten Blechen herge stellt werden. Dabei wird die Auflagerplatte 12 in einen ungleichschenkligen Winkel 13 eingeschoben, aus dessen längerem, vertikalen Schenkel mehrere Ausstanzungen von Zungen hervorragen.
Dabei dient die Ausstanzung 14 der Spurhalterung, die Ausstanzung der Schenkel 15 für das Halten der Federbügel 4 in ihrer Wirkstellung und die Ausstanzung 17 erfüllt die Aufgabe der vorher beschriebenen Nocken 5 und 6. Durch die Verschweis- sung der Ausstanzungen 14 und 15 mittels der Schweiss- nähte 16 wird die Eckensteifigkeit des Winkelauflagers durch die Übertragung auf die Auflagerplatte 12 er höht.
Um ein Auswandern der Bettung unter den Schwellen zu verhüten, können an einzelnen Schwellen, vor allem aber an den Begrenzungen des Überweges Bettungs- Wanderschotten angeordnet werden. In manchen Fällen wird es genügen, in Richtung des Schienenweges unmit telbar neben der ersten und letzten Stahlbetonplatte I des Überweges normale Schwellen zu verlegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bahnoberbau für Wegübergänge, mit dicht nebenein ander gereihten Stahlbetonquerschwellen, deren zwischen den Schienen gelegener, beidseits den Spurkanal frei las sender Schwellenkörper bis etwa zur Schienenoberkante reicht, und von welchen Schwellen mindestens jede zweite die beiden Schienenfüsse mit Ansätzen niedriger Bauhöhe untergreift, dadurch gekennzeichnet, dass die die Auflagen für die Füsse der Schienen (III)bildenden Ansätze durch die horizontalen Schenkel einzelner Win- keleisenabschnitte oder auf die gesamte Schwellenbreite durchlaufender Winkeleisen (II) gebildet sind, deren nach oben gerichtete vertikale Schenkel (1") mit dem Schwel lenkörper verbunden sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Bahnoberbau nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberkanten der nach oben ge richteten Schenkel (1") der Winkeleisen (II) bündig mit der Oberseite des Schwellenkörpers liegen. z. Bahnoberbau nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Stahlbetonschwellenkörpers vor gespannt ist. 3.Bahnoberbau nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die vertikalen Schenkel (1") der Win keleisen (II) als Widerlager für die Spannstähle dienen. 4. Bahnoberbau nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die nach oben gerichteten Schenkel (1") der Winkeleisen (II) miteinander je Schwelle durch mindestens zwei Bleche oder Profilstähle verbunden sind. 5. Bahnoberbau nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass durch die Bleche bzw. Profilstähle je weils die beiden Seitenflächen einer Schwelle gebildet sind. 6.Bahnoberbau nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Befestigen der Schienen beidseits jeder Schiene an den Winkeleisen (II) Nocken (5, 6) angeordnet sind, unter denen den Schienenfuss niederhaltende Federbügel (4) verspannt sind. 7. Bahnoberbau nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Federbügel (4) oberhalb des Fus- ses der Schiene (11I) mit ihrem Mittelteil an den Ansät zen (5, 6) abgestützt sind und mit ihren quer zur Schiene gerichteten Schenkeln (4') auf dem Schienenfuss auflie gen. B.Bahnoberbau nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet die etwas unter die obere Schienenfuss- kante geführten Federbügel diese umfassen und durch seitliche Anschlagmittel an einem seitlichen Abrutschen vom Schienenfuss gehindert sind. 9. Bahnoberbau nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Nocken (5 und 6) auf ihrer Ober seite eine schräge Gleitfläche (5' bzw. 6') für den Einbau der Federbügel aufweisen. 10. Bahnoberbau nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die gleisinnenseitig liegenden Ansätze für die Federbügel durch aus den vertikalen Schenkeln (1") der Winkeleisen (1I) herausgedrückte Zungen (17) gebildet sind.11. Bahnoberbau nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Gleisinnenseite durch aus den vertikalen Schenkeln (1") der Winkeleisen (1I) her ausgedrückte Zungen (14, 15) seitliche Führungsleisten für die Schienen (III) und gegebenenfalls Anschlagmittel für die Federbügel gebildet sind. 12. Bahnoberbau nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Schwellen in den Bettungs- schotter unterhalb der Schwellen eingreifende Schürzen angebracht sind.
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