Zählvorrichtung für stabförmige Teile, insbesondere Schweisselektroden
Es sind Vorrichtungen zum Vereinzeln von stabförmigen Gegenständen, beispielsweise Elektroden, bekannt, die mit Hilfe einer endlosen Transportkette die auf einer Rutsche angeförderten Elektroden aufnehmen und sie einzeln in einen Behälter abwerfen. Ein Trennkegel, der sich in der Mitte über dem Behälter befindet, leitet die unmittelbar vor ihm mit Hilfe eines Lichtstrahles gezählten Elektroden entweder dem linken oder dem rechten Raum des Behälters zu. Von hier aus werden sie mit Hilfe eines Stössels in Verpackungshüllen gedrückt.
Ferner gehören bereits Zählvorrichtungen zum Stand der Technik, die unmittelbar unter dem Lichtstrahl, anstelle des Trennkegels, ein Trenndach haben, das um eine zu den stabförmigen Teilen parallel verlaufende Achse schwenkbar gelagert ist. Mit Hilfe einer elektrisch betätigten Stellvorrichtung wird dieses Trenndach in eine seiner beiden Betriebslagen gedrückt, in der die Teile dem jeweils aufnahmebereiten Behälterraum zufallen. Da die endlose Transportkette mit grosser Geschwindigkeit umlaufen muss, wenn ein hinreichend grosser Durchsatz erzielt werden soll, ist die für das Schwenken des Trenndaches verfügbare Zeit äusserst kurz. Sie beträgt, weil der die Schwenkbewegung des Trenndaches auslösende Schaltimpuls erst wirksam wird, wenn die letzte Elektrode der abzuteilenden Gruppe den Lichtstrahl passiert hat, nur Bruchteile einer Sekunde.
In diesem kurzen Zeitabschnitt durchquert der Scheitel des Trenndaches unmittelbar hinter der letzten Elektrode der abzuteilenden Gruppe, aber noch vor der dicht dahinter folgenden ersten Elektrode der nächsten Gruppe, die Fallinie der zu dosierenden Elektroden und führt sie dem jetzt aufnahmebereiten anderen Behälterraum zu. Das Trenndach muss sich daher mit grosser Geschwindigkeit schlagartig bewegen und prallt infolgedessen aus seinen beiden Betriebslagen leicht zurück.
Die Erfindung hat eine Lösung dieses Problems zum Ziel. Sie geht dazu von einer Zählvorrichtung für stabförmige Teile, insbesondere Schweisselektroden, aus, die mit einem Trenndach versehen ist, das innerhalb eines senkrecht verlaufenden Stromes der Teile liegt und mit Hilfe einer Stellvorrichtung um eine zu den Teilen parallele Achse in zwei Betriebslagen schwenkbar ist. Die erfindungsgemässe Zählvorrichtung kennzeichnet sich dadurch, dass eine das Trenndach in seinen beiden Endlagen haltende, aus Federn oder Magneten gebildete Arretierung vorgesehen ist. Vorzugsweise wirken die Magnete auf die das Trenndach betätigende Stellvorrichtung ein und halten diese in der jeweiligen Totlage.
Es empfiehlt sich die Magnete als Elektromagnete auszubilden, die wechselweise an Spannung liegen und nur in einer Anlaufperiode und einer sich unmittelbar daran anschliessenden Dämpfungsperiode des Trenndaches erregt sind. Die das Trenndach betätigende Stellvorrichtung braucht dann nicht die Haltekraft der Elektromagnete zu überwinden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Zählvorrichtung nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 die Zählvorrichtung in einem Schnitt,
Fig. 2 eine Einzelheit und
Fig. 3 und 4 das mit Hilfe einer Feder arretierte Trenndach als Einzelheit.
In der dargestellten Zählvorrichtung ist eine endlose Transportkette 1 um die beiden Kettenräder 2, 3 herumgeführt und führt mit Hilfe der Mitnehmer 4 die einzelnen Elektroden 5 bis in den Bereich des senkrecht verlaufenden Kettenabschnittes und hält sie hier in Verbindung mit der Leiste 6. Im Bereich des Kettenrades 3 gleiten die vereinzelten Elektroden 5 von dem sie tragenden Schenkel des Mitnehmers 4 ab und fallen dem Behälter 7 zu. Letzterer hat einen trichterförmig verlaufenden Boden, der von zwei um Zapfen 8, 9 schwenkbaren Blechen 10, 11 gebildet wird, und ist durch eine in seiner senkrechten Symmetrieebene liegenden Wand 12 in zwei Räume 13, 14 unterteilt. Mit Hilfe der Stellzylinder 15, 16, die an den Blechen 10 bzw. 11 angreifen, wird jeweils einer dieser beiden Räume 13, 14 nach unten abgeschlossen, während der andere der beiden Räume geöffnet ist.
Dem jeweils geschlossenen Raum fallen über das Trenndach 17 die Elektroden zu. Sie fallen auf den das Blech 10 bzw. 11 abdeckenden Gummistreifen 18 bzw. 19 und sammeln sich hier an, bis die Stückzahl erreicht ist. Erst dann öffnet der entsprechende Stellzylinder den Raum und lässt die Elektroden 5 über den nachgeschalteten Trichter 20 in eine nicht dargestellte Verpackungshülle fallen. Zuvor hat jedoch der andere Stellzylinder 15 das Bodenblech 10 in die gezeichnete Stellung gedrückt und unmittelbar danach ist das Trenndach 17 mit Hilfe der Stellvorrichtung 25, die von der die Elektroden 5 zählenden Lichtschranke 21 gesteuert wird, in die gezeichnete Lage geschwenkt worden, in der die Elektroden 5 dem Raum 13 zufallen.
Das Trenndach 17 ist um die Achse 22 schwenkbar gelagert und erstreckt sich etwa über die Tiefe des Behälters 7. An einem der Trenndachenden greift über eine Lasche 23 der Kopf 24 der aus einem Elektromagneten bestehenden Stellvorrichtung 25 gelenkig an.
Dieser Kopf 24 ist mit einem Ende des beweglichen Stellgliedes 26 der Stellvorrichtung 25 verbunden, während an dem anderen Ende des Stellgliedes 26 der das Anschlagstück 27 tragende Arm 28 befestigt ist. Das Anschlagstück ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel zylindrisch ausgebildet und liegt mit seiner Einschnürung 29, von einem Splint oder Stift gesichert, in der Ausnehmung 30 des Armes 28. Zwei zu beiden Seiten des Armes 28 in der Einschnürung 29 des Anschlagstückes 27 befindliche elastische Scheiben 31 dämpfen die Belastungsstösse, die beim Anlaufen des Anschlagstückes 27 an die Elektromagnete 32 auftreten, und geben dem Anschlagstück die Bewegungsfreiheit, die es braucht, um sich mit seiner jeweils anlaufenden Stirnfläche parallel zu der Stirnfläche des Elektromagneten einstellen zu können.
Es ist aber auch möglich, mit Hilfe der beiden Elektromagnete 32 direkt auf das Trenndach 17 einzuwirken, um es in seinen beiden Endlagen festzulegen.
Ebenso können an Stelle der Elektromagnete Permanentmagnete benützt werden.
Auch kann man das Anschlagstück 27 starr mit dem Arm 28 des Stellgliedes 26 verbinden und die beiden Magnete elastisch, beispielsweise auf Schwingmetall, lagern.
In dem Ausführungsbeispiel gemäss der Fig. 3 wird die Arretierung des Trenndaches 17 mit Hilfe der Feder 33 bewerkstelligt. Diese Feder 33, die mit einem Ende unterhalb der Schwenkachse 22 des Trenndaches 17, in der senkrechten Symmetrieebene der Schwenkachse 22 festliegt, greift mit ihrem anderen, freien Ende oberhalb der Schwenkachse 22 in der senkrechten Symmetrieebene an einem Ansatz 39 einer der Trenndachstirnflächen an. Die vorgespannte Feder hat daher das Bestreben, je nach Lage, das Trenndach 17 in eine der beiden Betriebsstellungen zu ziehen und hält es hier fest.
Bei der Ausführung nach der Fig. 4 ist eine der Trenndachstirnflächen mit einem Ansatz 34 ausgestattet, auf dessen gewölbter Oberfläche sich eine Rolle 35 abwälzt. Diese Rolle ist am Ende eines einarmigen Hebels 36, der um die Achse 37 schwenkbar gelagert ist, angeordnet und wird mit Hilfe der Feder 38, die an dem Hebel 36 angreift, auf die Wölbung des Ansatzes 34 gedrückt. Das sich unter der Einwirkung der Stellvorrichtung 25 bewegende Trenndach 17 lässt sich, wie die Fig. 4 zeigt, mit Hilfe dieser Rolle 35 in seinen beiden Endlagen festlegen.