CH441173A - Métier à tisser - Google Patents

Métier à tisser

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Publication number
CH441173A
CH441173A CH1674265A CH1674265A CH441173A CH 441173 A CH441173 A CH 441173A CH 1674265 A CH1674265 A CH 1674265A CH 1674265 A CH1674265 A CH 1674265A CH 441173 A CH441173 A CH 441173A
Authority
CH
Switzerland
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liquor
dye
dyeing
filter
depot
Prior art date
Application number
CH1674265A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Murai Toshio
Takata Yoshitugu
Mizuno Yukio
Tanaka Shigenori
Yamaguti Akio
Original Assignee
Nissan Motor
Hosokawa Kigyo Kabushi Kaisha
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Nissan Motor, Hosokawa Kigyo Kabushi Kaisha filed Critical Nissan Motor
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Publication of CH441173A publication Critical patent/CH441173A/de

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/70Devices for cutting weft threads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  Es ist allgemein bekannt, dass synthetische Fasern, wie  Polyester-, Polyamid-,     Polyolefin-    oder     Celluloseacetatfasern,     mit wasserunlöslichen Farbstoffen (ähnlich den sogenannten       Dispersionsfarbstoffen)    aus organischen Lösungsmitteln,  z. B.     Kohlenwasserstoffen,        halogenierten    Kohlenwasser  stoffen, Alkoholen, Estern,     Ketonen,    Aldehyden,     Amiden     usw., gefärbt werden können (vgl. DOS 1 619 564, DOS  1 906 842, DOS 1 918 340, DOS 1 922 56<B>1</B>, DOS 1 931 911,  DOS 1 932 828 und DOS 1 935 483).  



  Das Färbeprinzip von einigen dieser beschriebenen Ver  fahren beruht darauf, dass die Farbstoffe aus einer echten  Lösung in dem organischen Lösungsmittel auf das Textil  material aufziehen. Die für diese Arbeitsweise geeigneten  Farbstoffe müssen im Verlauf der Färbeoperation eine gün  stige Verteilung zwischen Substrat und Flotte aufweisen. Da  solche Farbstoffe aber in der Regel nur eine niedrige Löslich  keit     zwischen    0,2 und 2,0 g/1 im organischen Färbebad  besitzen, so ist auch die     Farbstoffmenge,    die man einer be  stimmten Flotte zugeben kann, stets begrenzt. Man erzielt  deswegen bei der Anwendung von kleineren Flottenverhält  nissen (die wegen der höheren     Farbstoffausbeute    auf der  Faser empfehlenswert sind) keine sehr tiefen Töne.

   Dieser  Typ von Färbeverfahren besitzt somit den Nachteil, dass der  Farbstoff nur wenig auszieht, weil der     Verteilungskoeffizient     sehr zu Ungunsten der Faser liegt, was normalerweise einen  hohen Verlust an Farbstoff bedeutet.  



  Es ist auch schon versucht worden, die für tiefere Töne  notwendige zusätzliche     Farbstoffmenge    dem Färbebad in  fester Form zur Verfügung zu stellen:  In diesem Zusammenhang hat man sich bemüht, den  Farbstoff als stabile Dispersion in dem Lösungsmittel anzu  wenden (wie bei den herkömmlichen Verfahren aus Wasser).  Solche Dispersionen im organischen Medium sind jedoch  erfahrungsgemäss weniger stabil als die entsprechenden Dis  persionen in Wasser und deswegen für die modernen     Flotten-          zirkulationsfärbeverfahren    kaum brauchbar.

   Die Herstellung  derartiger Dispersionen auf Basis organischer Lösungsmittel  ist ausserdem noch schwieriger und mindestens ebenso kost  spielig wie die Erzeugung von in Wasser     dispergierbaren     Farbstoffen. Damit geht aber ein entscheidender Vorteil der       Lösungsmittel-Färberei    verloren.  



  Es wurde ebenfalls vorgeschlagen, den Farbstoff als Fest  körper einzusetzen, wobei dieser von einem Filter, das in dem  Flottenkreislauf vor dem Färbegut     deponiert    ist, in dem  Masse von der ständig     durchzirkulierenden    Flotte nachgelöst  werden soll, wie er von dem Färbegut     sorbiert    wird. Die Art  solcher Filter ist unterschiedlich, aber meist stammen diese  aus der     Chemischreinigungsindustrie,    wo sie zum Auffangen  von Faserpartikeln bestimmt sind. Die Ansprüche, die an ein  derartiges Filter gestellt werden, sind in der     Chemischreini-          gung    nicht gross; sie sind     indessen    in einer Färbemaschine  enorm.

   Bedenkt man, dass der Hauptvorteil der modernen  Apparatefärberei in dem viel höheren Massentransport zwi  schen Flotte und Färbegut besteht, dann ist es dem Fachmann  klar, dass ein auf diesem Gebiet eingesetztes Filter sehr hohe  Flottendurchsätze ermöglichen muss, sogar noch unter stren  ger Beibehaltung seiner Funktion als Filter. Dies kann ein  Filter nur tun, indem es sehr hohen Drücken widersteht oder  indem es dem durchströmenden Medium eine sehr grosse  Filterfläche anbietet. Das letztere Prinzip ist bereits durch  Einsatz eines sogenannten     Anschwemmfilters    (DOS  <B>1918</B> 309) beschrieben worden. Ein Filter dieses Typs be  steht aus einem feinem Filterpulver, angeschwemmt auf einem  grob     porösen    Trägerfilter, und findet z.

   B. sehr breite Ver  wendung in der     Chemischreinigungsindustrie.    Wenn nun ein  solches Filter während des     Chemisch-Reinigungsprozesses     versagt und durchlässig wird, dann verursacht diese Störung  keine permanenten Schäden auf der Ware,     wohingegen    ein    Versagen in einem Färbeapparat zu sofortiger     Abfiltration     von festen     Farbstoffteilchen    auf dem Färbegut führt, die eine  fleckige Färbung ergeben, welche nachträglich meist nicht  mehr egalisiert werden kann. Da die     Lösegeschwindigkeit    von  der Grösse der zu lösenden     Farbstoffteilchen    abhängt, müssen  diese Teilchen möglichst klein sein.

   Deswegen müssen An  schwemmfilter mit sehr engen Poren verwendet werden, wo  durch die Flottenzirkulation wiederum erheblich erschwert  wird. Derartige     s < Depotverfahren     können somit mit vielen  Schwierigkeiten bezüglich Flottendurchsatz durch das Filter,       Porosität    des Filters,     Fabstoffsorption    an dem Filtermaterial,  Teilchengrösse des Farbstoffes und nicht zuletzt wegen  schlechter Reproduzierbarkeit der Färbungen, besonders im  Falle von     Farbstoffmischungen,    verbunden sein.

   Die Zusam  mensetzung solcher Filter und die Form der hierzu einge  setzten Farbstoffe ist sehr schwierig aufeinander abzustimmen,  damit die gewünschte Farbtiefe in einer bestimmten Zeit ohne  gleichzeitige     Farbstoffablagerungen    auf dem Färbegut er  zielt werden kann. Demzufolge wäre eine Vorrichtung,  die ohne     Anschwemmfilter    mindestens denselben Massen  transport von gelösten     Farbstoffmolekülen    zur Oberfläche des  Textilsubstrates zulässt, ein technischer Fortschritt.  



  Ein weiterer Nachteil des Färbens aus organischen Lösungs  mitteln besteht darin, dass wegen der hohen Löslichkeit des  Farbstoffs im Lösungsmittel der     Verteilungskoeffizient    oft  sehr niedrig ist. Dadurch ist die     Farbstoffmenge,    die sich nach  Erreichen des Gleichgewichts auf der Faser befindet, sehr  stark vom Flottenverhältnis abhängig. Die Anwendung eines  niedrigen Flottenverhältnisses bei dem Depotverfahren ver  bietet sich aber deshalb, weil durch das Depot die zur Zirku  lation notwendige Flottenmenge grösser wird.

   Ist man jedoch  in der Lage, das Depot aus dem     Flottenkreislauf    auszuschal  ten, dann kann durch     Abdestillieren    eines Teiles der nach  Abschaltung des Depots zu grossen Flottenmengen ein enge  res Flottenverhältnis und somit eine höhere     Farbstoffkonzen-          tration    auf der Faser erreicht werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich synthetische     Fasern    mit  wasserunlöslichen Farbstoffen aus organischen Lösungsmitteln  nach der Ausziehmethode färben lassen, wenn man auf das  Textilmaterial bei erhöhter Temperatur eine zirkulierende  Färbeflotte einwirken lässt, die durch Extrahieren des festen  Farbstoffes bzw. einer festen     Farbstoffkombination    aus einem  Depot mittels eines heissen organischen Lösungsmittels bzw.  der erhitzten, im Kreislauf befindlichen sowie an     Farbstoff     verarmten Färbeflotte gewonnen und im Verlauf der Färbe  operation durch diskontinuierliche Entleerung dieser Lösung  aus einem     Vorratsgefäss    dem Bad zugeführt wird, wobei das  Depot während des Lösungsvorgangs unter normalem At  mosphärendruck steht.

      Das erfindungsgemässe Verfahren beruht auf dem Grund  gedanken, den Farbstoff aus einem Depot unter normalem  Atmosphärendruck herauszulösen, ohne den Depotträger  stark zu beanspruchen. Trotzdem wird ein ausreichend schnel  ler     Transport    von gelöstem Farbstoff zur Oberfläche der Ware  gewährleistet, und zwar in dem Masse, wie derselbe für das  eigentliche Färben     (Sorption    an und     Diffusion    in das Textil  substrat) verbraucht wird. Gleichzeitig kann sicherer kon  trolliert werden,     dass    keine Festteilchen auf die Ware kommen  und dort zu Ablagerungen und fleckigen Färbungen führen.  



  Gegebenenfalls kann im Rahmen der neuen Arbeitsweise  das Depotgefäss aus der Flottenzirkulation ausgeschaltet und  noch während des Färbens ein Teil der Flotte verdampft wer  den, wodurch die Färbeflotte konzentrierter und das Flotten  verhältnis kleiner, beispielsweise von etwa 1:20 auf 1:5 bis  1:3 verringert wird. Hierdurch wird eine wesentlich bessere  Ausnutzung des Farbstoffs erreicht. Ebenso kann     verfahrens-          gemäss    durch Eindrücken von Pressluft oder     Inertgas    in den      Färbeapparat das Flottenniveau beliebig variiert und auf diese  Weise das Flottenverhältnis weiter verändert werden.  



  Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens  kann eine Vorrichtung, die im wesentlichen aus  a) einem     Baumfärbeapparat    an sich bekannten Typs, z. B.  analog DOS<B>1</B>964 593,  b) einem verschliess- sowie beheizbaren, mit     Einfüllstutzen     für den Farbstoff versehenen,     zylindrischen    und nach unten  konisch zulaufenden Kessel, und  c) einem verschliess- sowie beheizbaren Vorratsgefäss für  das als Färbemedium benötigte Lösungsmittel,  der Reihenfolge a, b und c nach angeordnet in freistehender,       übereinanderliegender    Position sowie untereinander mittels  mindestens einer, durch Hähne regelbaren Rohrleitung ver  bunden, besteht, verwendet werden.  



  Der Kessel b selbst, dessen Fassungsvermögen zwischen  500 und 4000 1, vorzugsweise zwischen 1000 und 2000 1,  schwankt, besteht aus korrosionsbeständigem Material, z. B.       V2A-    oder     V4A-Stahl,    und ist - im allgemeinen etwa in der  Mitte - durch eine waagrecht angebrachte Filtereinheit, z. B.  ein Metallsieb mit     daraufliegendem    Filter, unterteilt, welche  als Filter und zum Abfluss für den gelösten Farbstoff dient.  Der Kessel b ist ferner mit dem Färbeapparat a durch Rohr  leitungen verbunden, durch die - gegebenenfalls unter Ein  schaltung einer Pumpe - Behandlungsflüssigkeit im Kreislauf  geführt werden kann, wobei diese Rohrleitungen Ventile  zwecks     Entanhme    bzw.

   Rückgabe von Behandlungsflüssigkeit  aus bzw. in den Kessel b aufweisen. 1m Färbeapparat a sind  schliesslich Mittel vorgesehen, um die     Behandlungsflüssigkeit     teilweise daraus verdrängen zu können.  



  Beim Arbeiten mit dieser Anlage wird in dem Vorrats  behälter 2 durch den     Wärmeaustauscher    3 das Lösungsmittel  auf eine Anfangstemperatur gebracht, die bei dessen Siede  punkt oder 5 bis 50  C darunter liegt. Von hier aus     lässt    man  das erwärmte Lösungsmittel dann über den     Dreiwegehahn    4  und die Leitungen 5 und 6 in den Filterkessel 7 laufen. In  dem Filterkessel 7 hat man zuvor den Farbstoff durch den       Einfüllstutzen    8 auf das Depot-Filter 9 gebracht, welches aus  normalem Filterpapier aus     Cellulose,        Acetylcellulose    oder  ähnlich modifizierter     Cellulose    besteht.

   An seiner Stelle kann  auch ein Filter aus handelsüblichem     Glasfaserpapier,    eine  entsprechende Filzscheibe aus nativer oder     Regeneratcellulose     oder aus Wolle oder Tierhaaren verwendet werden. Das       Depot-Filter    9 liegt auf einem normalen, durch Winkeleisen  verstärkten Metallsieb 10 aus Edelstahl, Kupfer oder anderem  korrosionsbeständigem Material mit 100 bis 10 000 Maschen  pro Quadratzentimeter und wird durch den Metallring 11 an  seinem Platz gehalten. Das erwärmte Lösungsmittel fliesst  aus der Leitung 6 auf den Farbstoff, wobei es das Verteiler  blech 12 passiert, das für eine gleichmässige Verteilung des  Lösungsmittels auf das ganze Filter sorgt.

   Zur Reinigung des  Filterkessels 7 sowie des Depot-Filters 9, die jeweils beim  Wechsel des eingesetzten Farbstoffs erforderlich wird, kann  nach Entfernen des Deckels 13 die Rohrzuleitung 6 abmon  tiert werden. Sie ist mit der Rohrleitung 5 durch einen soge  nannten Bajonettverschluss verbunden, der sich durch eine  Drehung um 90  nach links lösen und durch entgegengesetzte  Drehung wieder befestigen lässt. Das Verteilerblech 12 kann  nun entfernt werden, womit das Filter 9 voll zugänglich ge  worden ist. Nach dem Lösen des Farbstoffes sickert die Färbe  flotte einfach unter statischem Druck durch das Filter 9, wo  durch das ganze Depotsystem sehr wenig beansprucht wird,  und sammelt sich in dem durch den     Wärmeaustauscher    15  heizbaren unteren Teil des Depots 14.

   Dieses Reservoir für  die Färbeflotte enthält eine     heberähnliche    Vorrichtung 16,  durch die der Kesselinhalt nach Erreichen eines bestimmten  Niveaus automatisch entleert wird, sofern eines der Ventile  17, 18, 19 oder 20 geöffnet ist. Die Höhe des Niveaus, bei    dem die automatische Entleerung erfolgt, kann durch Öffnen  eines der Ventile 17 bis 20 reguliert werden. Bei der Entlee  rung fliesst die Flotte, welche mit Hilfe des     Wärmeaustau-          schers    15 auf Siedetemperatur oder darunter gebracht bzw.  gehalten wird, durch die Leitungen 22 und 23, die durch den       Dreiwegehahn    24 verbunden sind, am Schauglas 21 vorbei in  die Pumpe 25.

   Bei eingeschalteter Pumpe wird die Flotte  sodann in den     Baumfärbeapparat    1 gedrückt, wobei dieser  über Ventil 29 entlüftet werden kann. Der Kessel 14 steht  über den Hahn 37, die Leitung 32 und den Kühler 33 oder  die Leitungen 38 und 40 und den Kühler 39 mit der Atmo  sphäre in Verbindung.  



  Durch geeignete Wahl eines der Ventile 17 bis 20 kann  man die Menge der     Färbeflotte    gerade so bemessen, dass der  Färbeapparat 1 voll oder zu einem beliebigen Bruchteil mit  Flotte gefüllt wird. Sobald sich die Flotte im Färbeapparat 1  befindet, werden die     Dreiwegehähne    24 und 30 derart ge  schaltet, dass die Zirkulation der Flotte durch die Leitungen  26, 34 und 23 erfolgen kann, wobei das Entlüftungsventil 29  geschlossen ist (= Kleiner Kreislauf). Falls gewünscht, kann  durch Öffnen des Ventils 35 der Bypass 36 betriebsfertig  gemacht werden, womit sich die durch den Färbeapparat 1  zirkulierende Menge Färbeflotte regulieren lässt.

   Während die  Flotte - wie beschrieben - zirkuliert und die im Färbeapparat  1 rotierende Ware gefärbt wird, läuft weiter heisses Lösemittel  durch das Filter 9. löst neue Mengen Farbstoff und die erhal  tene Lösung sammelt sich im Kessel 14. Sobald der Flotten  stand wieder die notwendige Höhe erreicht hat, so dass das  Färbebad durch den Überlauf 16     abzufliessen    beginnt, wird  durch automatische Umschaltung oder Umschaltung von  Hand des     Dreiwegehahns    24 die Verbindung zur Pumpe 25  hergestellt. Gleichzeitig werden die     Dteiwegehähne    30, 31  und 4 so gedreht, dass die alte, an Farbstoff verarmte Flotte  durch die Leitungen 26, 27, 5 und 6 in den Filterkessel 7  zurückgedrückt wird (= Grosser Kreislauf).

   Sobald der Färbe  apparat 1 mittels der Pumpe 25 wieder mit frischer Flotte  gefüllt ist, werden die     Dreiwegehähne    24 und 30 derart ge  stellt, dass die frische Färbeflotte durch die Leitungen 26, 34  und 23 zirkulieren kann. Die mehr oder weniger erschöpfte  alte Flotte läuft daraufhin durch das Filter 9, wobei sie wei  teren Farbstoff löst und wieder eine höher konzentrierte  Lösung bildet. Dieser Vorgang wiederholt sich in     regelmässi-          ger    Folge so lange, bis der auf dem Filter befindliche Farb  stoff vollständig aufgelöst ist.

   Ist dieser Punkt erreicht, dann  wird bei der nächsten Entleerung des Kessels 14 die alte       Färbeflotte    nicht mehr in den Filterkessel 7, sondern durch  entsprechende Stellung des     Dreiwegehahns    31 in den Vorrats  kessel 14 gepumpt. Hier wird die Flotte zum Sieden gebracht,  wobei ein Teil derselben als Dampf über den Hahn 37 durch  das Kühlsystem Rohrleitung 32 und Kühler 33 in einen Vor  ratsbehälter destilliert wird. Die im Kessel 14 befindliche  Flotte wird dadurch konzentrierter. Die Zirkulation geht nun  mehr wie folgt: Leitungen 26, 27, 28 bei entsprechender  Stellung der     Dreiwegehähne    30 und 31, sodann durch den  Kessel 14, Ventil 41, Leitung 34,     Dreiwegehahn    24 sowie  Leitung 23 zur Pumpe 25.  



  Ist durch fortlaufende Verdampfung die Flottenmenge  so gering geworden, dass eine Zirkulation auf dem beschriebe  nen Wege in Frage gestellt und die Gefahr des Auftretens  von Luftblasen in der Färbeflüssigkeit gegeben ist, dann kann  man entweder auf Zirkulation über die Leitungen 26, 34, 27  durch entsprechende Stellung der     Dreiwegehähne    30 und 24  und Schliessen des Ventils 41 umstellen, oder man drückt  Pressluft durch Ventil 29 in den Färbeapparat 1, bis der  Flottenspiegel so erniedrigt wird, dass die rotierende Ware  nur noch zu '/3 bis     '/5    in die Flotte eintaucht. Dadurch  wird weitere Flotte in den Behälter 14 gedrückt, die dort ab  destilliert werden kann.

        Gegen Ende des     Färbeprozesseses    kann man die Flotte  noch beliebig lange im kleinen Kreislauf zirkulieren lassen,  dann wird die Flotte aus dem Färbeapparat abgelassen, womit  die     Fäibung    beendet ist.  



  Das geschilderte Verfahren hat gegenüber dem bisher  bekannten Stand der Technik folgende Vorteile:  1. Das Filter steht nicht unter Druck. Dadurch ergeben  sich geringere mechanische Anforderungen an das Depot  system und günstigere Strömungsverhältnisse bei der Flotten  zirkulation.  



  2. Das Filter kann aus der Flottenzirkulation ausgeschaltet  werden.  



  Sollten feste     Farbstoffartikel    in der Flotte auftreten, die  zu Flecken auf der Ware führen, kann auf andere Flotten  zirkulation umgeschaltet werden.  



  3. Die Flotte verweilt länger im Depotsystem, wodurch sie  ausreichend Zeit hat, eine gesättigte     Farbstofflösung    zu bilden.  4. Das Vorratsgefäss mit     Hebersystem    erlaubt eine auto  matische Erneuerung der Färbeflotte, wobei die Flotten  menge der gewünschten Füllhöhe des Färbeapparates     ange-          passt    werden kann.  



  5. Durch Verdampfen eines Teils der Flotte kann das  Flottenverhältnis in der zweiten Hälfte des Färbeprozesses in  weiten Grenzen verkleinert werden.  



  6. Eine weitere Verengung des Flottenverhältnisses kann  durch Eindrücken von Pressluft, Stickstoff oder ähnlichen  Gasen erreicht werden.    Beispiel 1  3 kg des Farbstoffs der Formel  
EMI0003.0008     
    werden durch den     Einfüllstutzen    8 der in der Abbildung  erläuterten Vorrichtung auf das Filter 9 gebracht. Dann lässt  man aus dem Kessel 2 langsam 2000 I auf     100 C    erwärmtes       Perschloräthylen    über den     Dreiwegehahn    4 sowie die Lei  tungen 5 und 6 auf den Farbstoff fliessen. Während die sich  hier bildende     Farbstofflösung    durch das Filter läuft und sich       irri    Behälter 14 sammelt, wird der Färbeapparat 1, z.

   B. des  in der DOS 1 964 593 beschriebenen Typs, mit 100 kg eines  auf einem Färbebaum aufgewickelten Polyestergewebes be  schickt. Wenn die im Vorratsbehälter 14 befindliche Färbe  flotte, die durch den     Wärmeaustauscher    15 auf 100 C gehal  ten wird, das Niveau des Ventils 18 erreicht hat, beginnt die  automatische Entleerung von 14, wobei von den Ventilen 17  bis 20 nur Ventil 18 geöffnet ist. Das letztere Ventil ist in der  Höhe so angeordnet, dass bei diesem Niveau der     Kessel    14  etwa 10001 enthält. Sobald nun die     Farbstofflösung    am Schau  glas 21 vorbeifliesst, wird automatisch oder mit Hand der       Dreiwegehahn    24 so einreguliert, dass die Verbindung zur  Pumpe 25 hergestellt ist.

   Sodann schaltet sich die Pumpe au  tomatisch oder durch Betätigung per Hand ein und fördert  die Flotte in den Färbeapparat 1, wobei dieser bei geöffnetem  Ventil 29 durch 42 entlüftet wird. Nach dem Einlaufen der  Flotte in den Färbeapparat werden die     Dreiwegehähne    24  und 30 so gedreht, dass die Flotte über die Leitungen 26, 34  und 23 zirkulieren kann. Ein Volumen von 1000 I Flotte reicht  im vorliegenden Fall gerade aus, diese Zirkulation zu er  möglichen. Das Ventil 29 ist hierbei geschlossen.  



  Nachdem die zweite Hälfte der ursprünglichen 2000 1 Per  chloräthylen, diesmal auf 120 C erhitzt, durch das Filter (9)    gelaufen sind, ist das Niveau im Kessel (14) wieder so  hoch gestiegen, dass die Flotte durch Ventil (18) abzulaufen  beginnt, wobei das Schauglas (21) erneut passiert werden  muss. Auf diesem Weg werden die     Dreiwegehähne    (24) und  (30) so geschaltet, dass die frische Flotte von der Pumpe  (25) in den Färbebehälter (1) gesteuert wird. Gleichzeitig  wird das alte, erschöpfte Bad durch die Hähne (30), (31)  und (4) in das Depot (7) gedrückt, wo nunmehr der bisher  noch ungelöste     Lest    des Farbstoffs gelöst wird.

   Die frische  Färbeflotte zirkuliert dann durch die Leitungen (26), (34)  und (23) bei entsprechender Stellung der Hähne (30) und  (24) so lange, bis sie wiederum gegen konzentriertere Flotte  aus dem Behälter (14) ausgetauscht wird.  



  Da im Anschluss an die beschriebenen Massnahmen der  Farbstoff im Depot (7) bei einer Löslichkeit von 2     g/1    bei  120 C nun restlos gelöst ist, wird die erschöpfte Flotte  durch die     Dreiwegehähne    (30) und (31) in den Vorrats  behälter (14) zurückgepumpt. Durch stärkere Erwärmung  wird hier ein Teil dieser Flotte verdampft. Der Lösemittel  dampf entweicht bei entsprechender Stellung des Hahnes (37)  durch Leitung (32), wird im Kühler (33) kondensiert und  fliesst in einen Vorratsbehälter. Die auf diese Weise durch  Eindampfen konzentrierter gewordene Flotte wird nun durch  Ventil (41) und Hahn (24) der Pumpe (25) zugeführt und  erneut zur Färbeoperation eingesetzt.

   Das Verdampfen des  Lösemittels kann so lange fortgesetzt werden, bis die Menge  des Färbebades nicht mehr zur     Aufrechterhaltungdes    Kreis  laufs ausreicht. Dieser Zustand tritt ein, wenn etwa 900 1  Flotte abgedampft sind. Dann kann die Zirkulation nur noch  über Leitung (34) bis zur Beendigung des Färbens fortgesetzt  werden. Schliesslich wird die Flotte abgelassen und die Ware  wird wie üblich fertiggestellt.  



  Man erhält eine Blaufärbung mit guten Echtheitseigen  schaften.  



  Beispiel 2  Zur Durchführung der Färbung verfährt man wie     in    Bei  spiel 1 angegeben. Vor Beendigung des Färbens wird jedoch  in diesem Fall mittels Pressluft, die man durch Leitung 42  und Ventil 29 eindrückt, etwa die Hälfte der im Färbeapparat  1 befindlichen Flotte (etwa 450 1) durch die Leitungen 26, 27  und 28 in den Behälter 14 zurückgeschickt und kann hier zu  sätzlich verdampft werden. Dadurch wird am Ende des Färbe  prozesses ein Flottenverhältnis von 1 :6 bis 1 :7 erreicht.  



  Die     so    erhaltene Färbung ist tiefer als diejenige von Bei  spiel 1.  



  Um deutlich zu machen, wie durch     Abdestillieren    eines  Teils des Lösungsmittels die nach Erreichen des Gleich  gewichts auf der Faser befindliche     Farbstoffmenge    zunimmt,  soll hier die     Farbstoffausbeute    in Abhängigkeit vom ange  wendeten Flottenverhältnis berechnet werden. Als Farbstoff  ausbeute wird hierbei der Anteil an Farbstoff verstanden, der  sich im Gleichgewicht auf dem textilen Substrat befindet. Der  gesamte eingesetzte Farbstoff wird hierbei gleich eins gesetzt.  Die Berechnung erfolgt nach der Gleichung:  
EMI0003.0030     
    Hierbei ist K der Verteilungskoeffizient. Für den Farb  stoff in Beispiel 1 ist K etwa 5,0. F ist das reziproke Flotten  verhältnis. In Beispiel 1 sinkt das Flottenverhältnis von 1:20  auf 1:11; F ist also 20 bzw. 11.

   In Beispiel 2 wird das Flotten  verhältnis sogar auf 1 :6 verkleinert; also F = 6. Nach der  angegebenen Gleichung ist die Ausbeute A für K = 5 und  F = 20; A = 0,20  F = 11; A = 0,31  F = 6 ; A = 0,45  Durch Änderung des Flottenverhältnisses steigt die Aus-      beute also auf über das Doppelte. Dadurch wird die Färbung  in vielen Fällen erst rentabel.  



  Beispiel 3  Bei der Herstellung der Färbung verfährt man wie in Bei  spiel 1 angegeben, jedoch unter Verwendung von 3 kg des  Farbstoffs nachstehender Konstitution.  
EMI0004.0001     
    Man erhält eine tiefe     Rotfärbang    mit hervorragenden  Echtheitseigenschaften    Beispiel 4  Die Färbung wird nach der Vorschrift gemäss Beispiel 1  vorgenommen, jedoch wird hier an Stelle von 20001     Perchlor-          äthylen    die gleiche Menge     Trichloräthylen    verwendet. Dieses  Lösemittel wird nur auf 70 C erhitzt und sonst wie in Bei  spiel 1 beschrieben gehandhabt.    Beispiel 5  Man verfährt bei der Erzeugung der Färbung wie in Bei  spiel 1 beschrieben, arbeitet jedoch hier mit einem Gesamt  volumen von etwa 1200 1 Lösemittel.

   Durch Öffnen des Ven  tils 20 lässt man nur 600 1 Flotte in den Färbeapparat 1 ein  laufen. Durch rechtzeitiges Schliessen des Ventils 29 sorgt  man dafür, dass die Flotte den Apparat 1 nur zu etwa '/3  füllt. Man färbt dann bei nur teilweise gefülltem Apparat.  



  Beispiel 6  Man färbt die Ware wie in Beispiel 1 angegeben, jedoch  erfolgt während der Färbeoperation die Steuerung der Hähne    24, 30, 31 und 4 automatisch. Die Regelung wird durch eine  bekannte optische Vorrichtung am Schauglas 21 vorgenom  men.  



  Beispiel 7  Man färbt wie in Beispiel 1 angegeben, als Material liegt  jedoch in diesem Fall auf einem     Keabaum    aufgewickeltes  Garn vor.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben von synthetischen Fasern mit was serunlöslichen Farbstoffen aus organischen Lösemitteln nach der Ausziehmethode, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das Textilmaterial bei erhöhter Temperatur eine zirkulierende Färbeflotte einwirken lässt, die durch Extrahieren des festen Farbstoffes bzw.
    einer festen Farbstoffkombination aus einem Depot mittels eines heissen organischen Lösungsmittels bzw. der erhitzten, im Kreislauf befindlichen sowie an Farbstoff verarmten Färbeflotte gewonnen und im Verlauf der Färbe operation durch diskontinuierliche Entleerung dieser Lösung aus einem Vorratsgefäss dem Bad zugeführt wird, wobei das Depot während des Lösungsvorganges unter normalem Atmo Sphärendruck steht. UNTERANSPRCCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass zur Verringerung des Flottenverhältnisses ein Teil des Lösungsmittels während der Färbeoperatiön aus dem Vorratsgefäss abdestilliert wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Flottenverhältnis von 1 :20 auf 1 :5 bis 1:3 verringert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Flottenverhältnis durch Eindrücken von Pressluft oder Inertgas in den Färbeapparat unter Regelung der Menge der dort anwesenden Färbeflotte beliebig variiert wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3556164A (en) * 1967-09-13 1971-01-19 Ramon Balaguer Golobart Process and apparatus for severing flat thermoplastic wefts in looms having a fixed weft supply
EP0172664A3 (en) * 1984-08-20 1986-10-15 James Mackie & Sons Limited Improvements in and relating to textile yarn winding apparatus

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