CH441204A - Verfahren zum Behandeln eines Armierungsteils für die Anwendung in Beton - Google Patents

Verfahren zum Behandeln eines Armierungsteils für die Anwendung in Beton

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CH441204A
CH441204A CH1639865A CH1639865A CH441204A CH 441204 A CH441204 A CH 441204A CH 1639865 A CH1639865 A CH 1639865A CH 1639865 A CH1639865 A CH 1639865A CH 441204 A CH441204 A CH 441204A
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CH1639865A
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Varkkey Cherian Thonipurackal
Vinjamur Mannarswamy Tirumale
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Varkkey Cherian Thonipurackal
Vinjamur Mannarswamy Tirumale
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D8/00Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment
    • C21D8/06Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of rods or wires
    • C21D8/08Modifying the physical properties of ferrous metals or ferrous alloys by deformation combined with, or followed by, heat treatment during manufacturing of rods or wires for concrete reinforcement

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Description


  Verfahren     zum        Behandeln    eines     Armierungsteils    für die Anwendung in Beton    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln  eines     Armierungsteils    für die Anwendung in Beton. Bei  Betonbauten ist es bekannt, dass die Betonsäulen nur die  Druckbelastung aufnehmen und die Zugbelastung wird  durch den Stahl aufgenommen, der als Armierung An  wendung findet. Um diese     besondere    Eigenschaft des  Stahls zu verbessern, ist auf dem einschlägigen Gebiet  bereits bekannt,     Armierungsstangen    -in der Kälte zu de  formieren, um so eine höhere Bindefestigkeit zu erzielen.

    Die Kaltdeformation wird vermittels Verdrehen durch  geführt, wodurch sich eine Verbesserung der Streckgrenze  und bestimmte günstige Oberflächenveränderungen er  geben, wodurch die     Bindefestigkeit    verbessert wird. Bei  dem     Kaltverdrehen    werden jedoch oftmals zwei ernst  hafte Nachteile festgestellt, und zwar eine ausgeprägte  Verringerung der     Duktilität    und ein Erhöhen der über  gangstemperatur. Wenn weiterhin das Material einer Be  lastungsalterung zugänglich ist, wird weiterhin automa  tisch ein ungewisser Faktor eingeführt.  



  Eine der Erfindung     zugrundeliegende    Aufgabenstel  lung besteht somit darin, ein Verfahren für das Behan  deln von     Armierungsteilen    für die Anwendung in Beton  zu schaffen, durch das die mit dem Stand der     Technik     verbundenen Nachteile ausgeräumt werden.  



  Eine weitere der Erfindung     zugrundeliegende    Aufga  benstellung besteht darin, ein Verfahren für das Behan  deln von     Armierungsteilen    für die Anwendung in Beton  zu schaffen, durch das sich verbesserte Ergebnisse errei  chen lassen.  



  Erfindungsgemäss wird ein Verfahren zum Behandeln  eines     Armierungsteils    für die Anwendung in Beton ge  schaffen, das darin besteht, dass der     Armierungsteil    in  der Kälte verdreht und sodann getempert oder gleich  zeitig verdreht und getempert wird. Es ist bevorzugt,  dass das Tempern bei einer Temperatur von 400 bis  650  C durchgeführt wird.  



  Es können Verstärkungsstangen behandelt werden,  welche eine glatte Oberfläche aufweisen, jedoch ist es be  vorzugt, und zwar um eine verbesserte Bindefestigkeit    zu erzielen, dass die Stangen gerippt sind und die Anwen  dung von gerippten Stangen als Armierung ist bereits  auf dem einschlägigen Gebiet bekannt. Derartige Stan  gen weisen gegenüber Stangen mit glatter Oberfläche  ausgeprägte Vorteile auf. Bei einer erfindungsgemässen  Ausführungsform werden somit zwecks Verbessern der  Bindefestigkeit mit dem Beton gerippte Stangen in der  Kälte verdreht und sodann getempert, oder wahlweise  werden die Stangen gleichzeitig verdreht und getempert.

      <I>Ausführungsbeispiel</I>    Die für die Untersuchung angewandten     Armierungs-          stangen    aus Stahl weisen insgesamt einen nominalen  Durchmesser von 12 mm auf und sind aus einem Stahl  gleicher     Zusammensetzung    heruntergezogen. Die chemi  sche Zusammensetzung und die mechanischen Eigen  schaften der Stangen, und zwar sowohl derjenigen mit  glatter Oberfläche als auch die gerippten Stangen sind in  der folgenden Tabelle 1 wiedergegeben.  



  Die     mechanischen    Eigenschaften der zwei Stangen  arten sind praktisch die gleichen.    <I>Betongemisch</I>    Für diese Untersuchung werden die normalen Beton  gemische von 1:2:4, 1:1,5:3 und 1:1:2 angewandt. Die       Konsistenz    der entsprechenden Gemische wird aufrecht  erhalten, indem man mit einem konstanten Netzwert ar  beitet, wodurch ein konstantes     Wasser:Zement-Verhält-          nis    sichergestellt wird. Es werden Standardblöcke aus  diesen Gemischen gegossen und nach 28tägigem Abbin  den Drucktests zwecks Auswerten der Druckfestigkeit  des entsprechenden Betons durchgeführt.  



  Die einfachen und gerippten Prüfstangen werden aus  Ausgangsmaterial herausgeschnitten und Prüfblöcke für  den     Herausziehtest    hergestellt. Die Prüfblöcke werden  in 10 cm Würfelformen aus Stahl gegossen und die  Blöcke vor dem Prüfen 28 Tage lang abbinden gelassen.

      
EMI0002.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Chemische <SEP> Analyse <SEP> und <SEP> mechanische <SEP> Eigenschaften <SEP> von <SEP> 12 <SEP> mm <SEP> Durchmesser <SEP> Stangen, <SEP> die <SEP> glatte <SEP> und <SEP> gerippte
<tb>  Oberfläche <SEP> aufweisen
<tb>  Art <SEP> und <SEP> Chemische <SEP> Zusammensetzung <SEP> 0/0 <SEP> Mechanische <SEP> Eigenschaften <SEP> Kaltbiegetest
<tb>  Beschreibung <SEP> S <SEP> C <SEP> P <SEP> Streckgrenze <SEP> Zerreiss- <SEP> Dehnung
<tb>  kg/mm2 <SEP> festigkeit <SEP> (8"g0/0)
<tb>  kg/mm2
<tb>  Einfache <SEP> Stange <SEP> 0,19 <SEP> 0,048 <SEP> 0,028 <SEP> 31,95 <SEP> 50,83 <SEP> 20,63 <SEP> Keine <SEP> Rissbildung <SEP> in <SEP> allen
<tb>  I. <SEP> S. <SEP> 432-1960 <SEP> 0,20 <SEP> 0,06 <SEP> 0,06 <SEP> - <SEP> 42,0 <SEP> 20,0 <SEP> Stangen, <SEP> sobald <SEP> dieselben <SEP> über
<tb>  Sorte <SEP> M. <SEP> S. <SEP> max.

   <SEP> max. <SEP> max. <SEP> min. <SEP> min. <SEP> 180 <SEP> 0 <SEP> C <SEP> um <SEP> einen <SEP> Stift <SEP> mit
<tb>  Gerippte <SEP> Stange <SEP> 0,18 <SEP> 0,045 <SEP> 0,05 <SEP> <B>31,78</B> <SEP> 50,10 <SEP> 21,55 <SEP> gleichem <SEP> Durchmesser <SEP> gebo  t. <SEP> S.1959 <SEP> max. <SEP> max. <SEP> - <SEP> min. <SEP> gen <SEP> werden.
<tb>  1139 <SEP> 0,06 <SEP> 0,06 <SEP> <U>42,5</U> <SEP> 20,0
<tb>  53,5       Die     Prüfergebnisse    stellen den Durchschnittswert von drei  unabhängigen Tests dar. Bei dem     Herausziehtest    wird die  Belastung bei 0,25 mm relativem Gleiten vermittels einer  experimentellen Armatur gemessen.  



  Die Wirkung des     Kaltverdrehens    oder     Kaltverdrehens     und     Temperns    wird nur     bei    gerippten Stangen festgestellt.  Die Stangen werden 1,5, 3,0, 4,5 und 6 Umdrehungen  pro Meter Länge unterworfen. Diese Umdrehungen füh  ren zu Ganghöhen von 76 cm, 34,6 cm und 21,5 cm und  15,2 cm. Unabhängig von der Anzahl der Verdrehungen  werden die Stangen bei einer Temperatur von 550  C  1 Stunde lang getempert, um     so        eine        Feinkornstruktur     auszubilden.

   Die physikalischen Eigenschaften der Stan-    gen werden unter jeder dieser drei Bedingungen, und  zwar dem     gewalzten,    teilverdrehten, kaltverdrehten und  getemperten Zustand bestimmt.    <I>Ergebnisse</I>    Für jeden Beton unterschiedlicher     Druckfestigkeit     wird die Bindebelastung bzw.

   Haftspannung für die glei  chen Stangen nominalen Durchmessers     bestimmt.    Die  für einfache und gerippte Stangen erhaltenen     Ergebnisse          bezüglich    des entsprechenden Betongemisches     sind    in der  Tabelle Il wiedergegeben:

    
EMI0002.0017     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  Druckfestigkeit <SEP> von <SEP> Betongemischen <SEP> und <SEP> der <SEP> Haftspannung <SEP> einer <SEP> gewalzten <SEP> 12-mm-Stange
<tb>  <B>Si-</B> <SEP> Beton <SEP> Druckfestigkeit <SEP> kg/cm <SEP> Haftspannung <SEP> der <SEP> Prüfstangen <SEP> kg/cm
<tb>  Nr. <SEP> 28tägiges <SEP> Abbinden <SEP> 28tägiges <SEP> Abbinden
<tb>  Prüfwert <SEP> <B>1.S.</B> <SEP> 456 <SEP> 12 <SEP> mm <SEP> 12 <SEP> mm <SEP> Zunahme <SEP> der
<tb>  1957 <SEP> glatte <SEP> Stange <SEP> gerippte <SEP> Stange <SEP> Haftspannung <SEP> 0/0
<tb>  1 <SEP> 1:2:4 <SEP> <B>1</B><I>75,6</I> <SEP> 158,2 <SEP> (min) <SEP> 34,75 <SEP> 78,90 <SEP> 127,0
<tb>  2 <SEP> 1:1,5:3 <SEP> 217,5 <SEP> 200,4 <SEP> (min) <SEP> 48,26 <SEP> 87,5 <SEP> 8<B>1</B>,0
<tb>  3 <SEP> 1:1:

  2 <SEP> 270,1 <SEP> 242,6 <SEP> (min) <SEP> 57,65 <SEP> 96,8 <SEP> 66,0       Die Druckfestigkeit des entsprechenden Gemisches  stimmt gut mit der Vorschrift überein und liegt jeweils  8 bis 12 % über dem     geringsten    erforderlichen Wert. Das  hervorragende Merkmal der Bindebelastung ist die durch  die gerippte Stange entwickelte, stark verbesserte Festig  keit. Da beide Stangen ähnliche mechanische Eigenschaf  ten aufweisen, ist die verbesserte Haftspannung lediglich  auf die gerippte     Oberfläche    der Stange zurückzuführen.  Das     bestmögliche    Ergebnis wird mit dem magersten Ge  misch erzielt und beläuft sich auf eine Zunahme von  127 % im Vergleich zu der Stange mit glatter Oberfläche.  



  Obgleich die relative Zunahme in der Haftspannung  der gerippten oder einfachen Stange sich nur um 44  (78,9-34,75) bis 39 (96,8-57,65) unterscheidet, da die  mechanische Festigkeit des Betons zunimmt, stellt das  festgestellte bemerkenswerteste Merkmal die schnelle  Abnahme in dem Prozentsatz der Zunahme während der    ersten Verfahrensstufen dar.

   Diese Abnahme beläuft       sich        auf        177-80%        in        den        Bereich        von        177        bis        220          kg/cm2    und sodann ist die Geschwindigkeit weniger aus  geprägt und beläuft sich auf 66 % bei 270     km/cm2.    So  mit kann die gerippte Stange zu einer Verdoppelung der  Bindebelastung oder Haftspannung bezüglich einer ein  fachen Stange unter einer Betonfestigkeit von 195     kg/cm2     führen und ist     somit    von ausgeprägter 

  wirtschaftlicher  Bedeutung. Hierdurch empfiehlt sich die Anwendung       einer    gerippten Stange für die     herkömmlichen    mageren  Betongemische. Es ist allgemein bekannt, dass gerippte  Stangen eine überlegene Armierung darstellen.  



  Somit wurde die Beeinflussung des     Verdrehens    zu  sammen mit einem     Tempern    auf die     Haftspannung    le  diglich in dem Fall von gerippten Stangen untersucht.  Die hierbei erhaltenen Ergebnisse     sind    in der Tabelle     III     zusammengefasst.

      
EMI0003.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1l1</I>
<tb>  Haftspannung <SEP> einer <SEP> 12 <SEP> mm <SEP> gerippten <SEP> Stange <SEP> für <SEP> das <SEP> entsprechende <SEP> Gemisch <SEP> unter <SEP> unterschiedlichen
<tb>  Behandlungen
<tb>  Gemisch <SEP> und <SEP> Einzelheiten <SEP> der <SEP> als <SEP> gewalzte <SEP> nach <SEP> dem <SEP> entsprechenden <SEP> Verdrehen <SEP> nach <SEP> dem <SEP> entsprechenden <SEP> Verdrehen
<tb>  Druckfestig- <SEP> Belastung <SEP> kg/cm= <SEP> gerippte <SEP> pro <SEP> Meter <SEP> und <SEP> Tempern <SEP> bei <SEP> 550 <SEP> o <SEP> C
<tb>  keit <SEP> kg/cm2 <SEP> Stange <SEP> 1,5 <SEP> 3,0 <SEP> 4,5 <SEP> 6,0 <SEP> 1,5 <SEP> 3,0 <SEP> 4,5 <SEP> 6,0
<tb>  1:2:

  4 <SEP> Haftspannung <SEP> 78,90 <SEP> 82,47 <SEP> 87,60 <SEP> 90,05 <SEP> 91,40 <SEP> 86,08 <SEP> 91,68 <SEP> 95,38 <SEP> 97,72
<tb>  175,6 <SEP> Zunahme <SEP> der <SEP> Belastung <SEP> - <SEP> 3,57 <SEP> 8,70 <SEP> 1l,15 <SEP> 12,50 <SEP> 7,18 <SEP> 12,78 <SEP> 16,48 <SEP> 18,82
<tb>  %-Zunahme <SEP> - <SEP> 4,52 <SEP> 1l,0 <SEP> 14,15 <SEP> 15,86 <SEP> 9,10 <SEP> 16,20 <SEP> 20,85 <SEP> 23,85
<tb>  1:1 <SEP> y3:3 <SEP> Haftspannung <SEP> 87,45 <SEP> 91,20 <SEP> 93,97 <SEP> 96,37 <SEP> 98,57 <SEP> 95,38 <SEP> 98,89 <SEP> 102,43 <SEP> 106,07
<tb>  217,5 <SEP> Belastungszunahme <SEP> - <SEP> 3,75 <SEP> 6,52 <SEP> 8,92 <SEP> 11,12 <SEP> 7,93 <SEP> 11,44 <SEP> 14,98 <SEP> 18,62
<tb>  %-Zunahme <SEP> - <SEP> 4,30 <SEP> 7,46 <SEP> 10,20 <SEP> 12,71 <SEP> 9,08 <SEP> 13,10 <SEP> 17,15 <SEP> 21,35
<tb>  1:1:

  2 <SEP> Haftspannung <SEP> 96,84 <SEP> 100,84 <SEP> l02,77 <SEP> 105,67 <SEP> 108,50 <SEP> l04,23 <SEP> 108,63 <SEP> 114,17 <SEP> 119,20
<tb>  270:1 <SEP> Belastungszunahme <SEP> - <SEP> 3,59 <SEP> 5,93 <SEP> 8,83 <SEP> 10,66 <SEP> 7,39 <SEP> 12,79 <SEP> 17,33 <SEP> 22,36
<tb>  %-Zunahme <SEP> - <SEP> 3,50 <SEP> 6,12 <SEP> 9,12 <SEP> 12,00 <SEP> 7,64 <SEP> 12,20 <SEP> 17,90 <SEP> 23,10       Die Tabelle zeigt interessante Einzelheiten bezüglich  der Haftspannung einer gerippten Stange im Vergleich  zu der Festigkeit des Betons. Während die mechanische  Festigkeit des Betons in der Grössenordnung von 1:1,  24:1,54 zunimmt, nimmt die Haftspannung lediglich um  1:1, 11:1,23 zu. Das     Verhältnis    der entsprechenden Haft  spannung zu der Druckfestigkeit nimmt in der Grössen  ordnung von 0,45:0,40:0,36 ab.

   Diese Werte     untermauern     ausreichend die obige Aussage, nach der das bestmög  liche günstige Ergebnis dann erhalten wird, wenn ein  mageres Gemisch zusammen mit einer     gewalzten    geripp  ten Stange angewandt wird.  



  Weiterhin ergibt sich eine Verbesserung der durch  das Verdrehen erzielten Eigenschaften stets durch ein  Tempern. Das Ausmass dieser Verbesserung hängt je  doch von dem Grad des     Verdrehens    und der mechani  schen Festigkeit des Betons ab. Für zunehmende Ver  drehungen von 1:5, 3, 4,5 und 6 pro Meter sind die er  haltenen Werte graphisch in den     Fig.    1, 2, 3 und 4 wie  dergegeben. In jeder graphischen Darstellung ist die  Haftspannung einer     gewalzten    Stange, einer verdrehten  Stange und einer sowohl verdrehten als auch getemperten  Stange im Verhältnis zu der mechanischen Festigkeit des  Betons für den abschliessenden Verdrehungsgrad wie  dergegeben. Aus diesen Figuren lassen sich nun die fol  genden Merkmale ableiten:  1.

   Die Haftspannung nimmt ziemlich einheitlich zu,  soweit die Betonfestigkeit jeder Stange zunimmt.  



  2. Das Verdrehen und Tempern führt zu einer höhe  ren Haftspannung als lediglich das Verdrehen.  



  3. Sowohl für ein     Kaltverdrehen    als auch Verdrehen  und Tempern nimmt die Haftspannung bei zunehmen  dem Verdrehungsgrad zu.    Um weiter die Rolle des     Verdrehens    oder     Verdre-          hens    und     Temperns    aufzuzeigen, ist in jeder Figur eben  falls die prozentuale Zunahme der Haftspannung, bedingt  durch die entsprechende Behandlung, aufgezeigt. In jedem  Fall, d. h. bei unterschiedlichen Verdrehungsgraden ist  die Zunahme gross bei geringer Betonfestigkeit, sowohl  für eine verdrehte als auch eine verdrehte und getemperte  Stange und nimmt merklich bei Verringerung der Festig  keit ab.

   Diese Abnahme für die verdrehte Stange beläuft       sich        auf        1,0%,        4,8%,        5,0%        und        3,9%        insoweit        als     der Verdrehungsgrad in der Grössenanordnung von 1,5,  3, 4,5 und 6 abnimmt, während für eine verdrehte und  getemperte Stange sich die Abnahme auf 1,5 %, 4,0 %.  3,0 % und 0,15 % für die gleiche Grössenordnung der  Zunahme des Verdrehungsgrades beläuft.

   Hierdurch wird  eindeutig aufgezeigt, dass verdrehte und getemperte Stan  gen gegenüber verdrehten Stangen bezüglich des Ent  wickelns von Haftspannung überlegen sind, wenn die  Betonfestigkeit zunimmt, und es wird weiterhin der hö  here Wirkungsgrad der Haftspannung bei höheren Ver  drehungen und höherer Betonfestigkeit im Vergleich zu  verdrehten Stangen unter den gleichen Bedingungen auf  gezeigt. Im allgemeinen ergibt sich eine ausgeprägte Ver  besserung in der Haftspannung, bedingt durch das     Tem-          pern    der verdrehten Stangen, wie es die graphischen  Darstellungen zeigen.  



  Um deutlicher die Wirkung zu zeigen, wie sie durch  ein Tempern und Verdrehen im Vergleich lediglich zu  einem Verdrehen erreicht wird, und zwar bezüglich ver  schiedener Verdrehungsgrade für die drei Gemische sind  die entsprechenden Zahlenwerte nach der Tabelle IV  graphisch in der     Fig.    5 wiedergegeben, wodurch das Ver  hältnis des umgekehrten     Ganghöhenverhältnisses    bezüg  lich der Zunahme des Prozentsatzes der Haftspannung  für die drei Gemische aufgezeigt wird.

      
EMI0004.0001     
  
    <I>Tabelle <SEP> IV</I>
<tb>  Relativ <SEP> prozentuale <SEP> Zunahme <SEP> der <SEP> Haftspannung <SEP> bei <SEP> verschiedenen <SEP> Gemischen <SEP> und <SEP> verschiedenen <SEP> Verdrehungs  graden <SEP> und <SEP> Verdrehen <SEP> sowie <SEP> Tempern <SEP> einer <SEP> 12 <SEP> mm <SEP> gerippten <SEP> Stange.
<tb>  SI <SEP> Nr. <SEP> des <SEP> Gemisches <SEP> Nr.

   <SEP> der <SEP> Ganghöhe <SEP> cm <SEP> Zunahme <SEP> an <SEP> Haftspannung <SEP> Verhältnis <SEP> der
<tb>  zunehmender <SEP> Verdrehungen <SEP> % <SEP> bazüglich <SEP> des <SEP> gewalzten <SEP> Produktes <SEP> Zunahme
<tb>  Belastung <SEP> nur <SEP> verdreht <SEP> verdreht <SEP> und
<tb>  getempert
<tb>  1 <SEP> 1,5 <SEP> 76 <SEP> 4,52 <SEP> 9,10 <SEP> 2,01
<tb>  2 <SEP> 1,5 <SEP> 76 <SEP> 4,3 <SEP> 9,68 <SEP> 2,10
<tb>  3 <SEP> 1,5 <SEP> 76 <SEP> 3,5 <SEP> 7,64 <SEP> 2,18
<tb>  1 <SEP> 3,0 <SEP> 34,6 <SEP> 11,0 <SEP> 16,2 <SEP> 1,48
<tb>  2 <SEP> 3,0 <SEP> 34,6 <SEP> 7,46 <SEP> 13,10 <SEP> 1,76
<tb>  3 <SEP> 3,0 <SEP> 34,6 <SEP> 6,12 <SEP> 12,20 <SEP> 1,99
<tb>  1 <SEP> 4,5 <SEP> 21,6 <SEP> 14,15 <SEP> 20,85 <SEP> 1,48
<tb>  2 <SEP> 4,5 <SEP> 21,6 <SEP> 10,2 <SEP> 17,15 <SEP> 1,68
<tb>  3 <SEP> 4,5 <SEP> 21,6 <SEP> 9,12 <SEP> 17,90 <SEP> 1,96
<tb>  1 <SEP> 6,0 <SEP> 15,

  2 <SEP> 15,86 <SEP> 23,85 <SEP> 1,505
<tb>  2 <SEP> 6,0 <SEP> 15,2 <SEP> 12,71 <SEP> 21,35 <SEP> <I>1,675</I>
<tb>  3 <SEP> 6,0 <SEP> 15,2 <SEP> 12,0 <SEP> 23,10 <SEP> 1,930       Bei dieser Darstellung ist der reziproke Wert der  Ganghöhe gegen das Verhältnis der Zunahme in Prozent  der Haftspannung bedingt durch die entsprechende Be  handlung der gewalzten Stange aufgetragen. Ein Ein  heitsverhältnis würde zeigen, dass sich durch Tempern  der verdrehten Stange kein zusätzliches günstiges Ergeb  nis erzielen lässt. Dies entspricht jedoch nicht den Tat  sachen. Aus der obigen Tabelle ergibt sich nämlich:  1. Das Tempern der verdrehten Stange führt zu einer  Verbesserung der Haftspannung unabhängig von dem  Verdrehungsgrad und der mechanischen Festigkeit des  Betons.  



  2. Das günstigste Ergebnis ist am geringsten für das ma  gerste Gemisch und nimmt mit der     mechanischen    Fe  stigkeit des Betons oder     Reichheit    des Gemisches zu.  



  3. Für jedes spezielle Gemisch nimmt das günstige Er  gebnis mit Zunahme des Verdrehungsgrades anfäng  lich ab und bleibt sodann praktisch konstant.  Zwischen 1,5 und 3 Verdrehungen erfolgt ein ausge  prägter Abfall des Verhältnisses, und selbst dieser Abfall       verringert    sich bei Zunahme der mechanischen Festigkeit  des Betons. Für den geringsten Verdrehungsgrad (1,5/m)  ist unabhängig von der Betonfestigkeit die Zunahme der  Haftspannung, bedingt durch ein Verdrehen und sich     an-          schliessendes    Tempern, ziemlich gering     (Fig.    1). Daher  können diese     Werte    in praktischer Hinsicht     ausser    Be-         tracht    bleiben.

   Bei mehr als 3 Verdrehungen ist das Ver  hältnis praktisch für     jede    Betonfestigkeit konstant. Somit  erreicht die relative Verbesserung der Haftspannung  durch eine     Temp--rungsbehandlung    der verdrehten Stange  eine Konstanz für jede     Ganghö'henlänge    unter 34 cm.

    Für das magerste Gemisch 1 (175     kg/cm2    Festigkeit) be  läuft sich die Verbesserung, bedingt durch das Tempern,  auf etwa 50 %. für ein     Gemisch    2 mittlerer Festigkeit  (217     kg/cm2)    auf über 66 % und für das festeste Ge  misch 3 (270     kg/cm2)    beläuft sich dieser     Wert    auf über       90%.        Es        wurde        gefunden,

          dass        das        günstigste        Ergebnis     bedingt durch Anwenden einer gerippten Stange im Ver  gleich zu einer Stange mit glatter     Oberfläche,    sich mit  vergrössernder Betonfestigkeit in der Grössenordnung  von 127 %, 81 % und 66 % für die drei Betongemische  verringert, während das Tempern der verdrehten Stange  zu einer Verbesserung der günstigen Ergebnisse des     Ver-          dre'hens    wenigstens in der Grössenordnung von 50 %.  60 % und 90 % für die entsprechenden Gemische führt.  



  Da die Oberflächenbeschaffenheit und Zustand so  wohl der kaltverdrehten als auch verdrehten und     getem-          perten    Stangen gleich sind, dürfte der Grund für die Ver  besserung der Haftspannung in Beziehung zu einer Ver  änderung der mechanischen Eigenschaften stehen. Die  mechanischen Eigenschaften der Stange in     gewalztem     Zustand und nach dem Verdrehen sowie dem Verdrehen  und Tempern sind in der Tabelle V wiedergegeben.

    
EMI0004.0033     
  
    <I>Tabelle <SEP> V</I>
<tb>  Mechanische <SEP> Eigenschaften <SEP> einer <SEP> 12 <SEP> mm <SEP> gerippten <SEP> Stange <SEP> im <SEP> gewalzten <SEP> verdrehten <SEP> sowie <SEP> verdrehten <SEP> und
<tb>  getemperten <SEP> Zustand.
<tb>  Verdrehun- <SEP> verdrehte <SEP> gerippte <SEP> Stange <SEP> verdrehte <SEP> und <SEP> getemperte <SEP> gerippte <SEP> Stange
<tb>  gen <SEP> pro <SEP> m <SEP> S. <SEP> G. <SEP> * <SEP> Z. <SEP> F. <SEP> * <SEP> Dehnung <SEP> ü/o <SEP> Zunahme <SEP> S. <SEP> G. <SEP> Z. <SEP> F.

   <SEP> Dehnung <SEP> ()/o <SEP> Zunahme
<tb>  Ganghöhe <SEP> kg/mm <SEP> kg/mm2 <SEP> in <SEP> SG <SEP> 1/o <SEP> kg/mm <SEP> kg/mm@ <SEP> in <SEP> SG <SEP> %
<tb>  cm
<tb>  kein <SEP> - <SEP> 31,78 <SEP> 50,10 <SEP> <I>21,55 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> -</I>
<tb>  1,5 <SEP> 76,0 <SEP> 36,86 <SEP> 51,80 <SEP> 20,70 <SEP> 16,0 <SEP> 37,4 <SEP> 51,0 <SEP> 21,88 <SEP> 17,70
<tb>  3,0 <SEP> 34,6 <SEP> 37,83 <SEP> 52,30 <SEP> 20,02 <SEP> 19,<B>1</B>0 <SEP> 38,75 <SEP> 51,43 <SEP> 22,75 <SEP> 21,90
<tb>  4,5 <SEP> 21,6 <SEP> 39,83 <SEP> 52,93 <SEP> <B>1</B>9,65 <SEP> 25,4 <SEP> 40,85 <SEP> 52,30 <SEP> 21,25 <SEP> 28,60
<tb>  6,0 <SEP> 15,2 <SEP> 42,12 <SEP> 52,78 <SEP> 19,40 <SEP> 32,5 <SEP> 42,92 <SEP> 52,76 <SEP> 21,08 <SEP> 35,10
<tb>  * <SEP> SG <SEP> = <SEP> Streckgrenze
<tb>  * <SEP> ZF <SEP> = <SEP> Zerreissfestigkeit         Es ergibt sich somit,

   dass von allen mechanischen  Eigenschaften die Streckgrenze die stärkste Verbesserung  durch das Verdrehen erfährt, und hierbei     ergibt    sich  durch ein Tempern eine weitere Verbesserung. Somit  führt bei dem Verdrehungsgrad das Tempern zu einer  höheren Streckgrenze. Die grösste     mechanische    Festig  keit wird durch Tempern praktisch nicht verändert, wäh  rend die     Duktilität    eine Verbesserung erfährt. Diese Ver  besserung in der     Duktilität    hat jedoch keine Folgen bei  dem     Herausziehtest    und die Haftspannung wird durch  die Streckgrenze bestimmt.  



  Die Abhängigkeit der prozentualen Zunahme der  Haftspannung gegenüber derjenigen der entsprechenden  Streckgrenze ist in der     Fig.    6 für die drei Betongemische  wiedergegeben. Das wichtige Merkmal dieses Gemisches  besteht darin, dass die Haftspannung der verdrehten und       getemperten    Stange wesentlich höher als     bei    der verdreh  ten Stange bei einer vergleichbaren Streckgrenze ist.

   Für  jedes besondere Gemisch sollte das Verhältnis eine ge  rade Linie anstelle des beobachteten Bandes sein, das  sich bei Zunahme des Prozentsatzes der Streckgrenze  (durch Pfeile begrenzt gezeigt)     vergrössert.    Auch hier  führt der geringste Verdrehungsgrad zu dem kleinsten  Wert und     fällt    stets unter das oben angegebene Verhält  nis, das deutlich durch die höheren Werte für die spe  zielle Behandlung wiedergegeben ist.

   Diese Beobachtung  ist im Hinblick auf bekannte Tatsachen vertretbar, nach  denen eine     kleine    Deformation     sehr    unstabil ist und somit  eine schnelle und ausgeprägte Verschlechterung in der  strukturellen     Stabilität    erfolgen kann, wie es tatsächlich  durch den     Wert    der Streckgrenze gemessen wird. Es  wurde weiterhin gefunden, dass zum Erzielen einer sta  bilen     Feinkornausbildung    vermittels      dislocation        poly-          gonization     eine kleinste Deformation erforderlich ist,  die sich in diesem Fall auf angenähert 3 Verdrehungen  pro Meter Länge der Stange beläuft.

   Es ist somit ge  rechtfertigt, die sehr geringen     Werte    nicht weiter in Be  tracht zu ziehen, die mit 1,5     Verdrehungen/m    erhalten  werden.  



  Aus der graphischen Darstellung ergibt sich, dass die  Neigungen der Linien für das Verdrehen und Tempern  sich stark für die drei Gemische unterscheiden. Mit an-    deren Worten, die relative Verbesserung in der Haft  spannung bei zunehmender Streckgrenze ist für die Ge  mische unterschiedlich. Es wurde gefunden, dass die  Druckfestigkeit der Gemische in der Grössenanordnung  von 1:1, 24:1,54 zunimmt. Die Neigung der Linien zeigt,  dass für eine 1     %ige    Zunahme der Streckgrenze der  Stange die Verbesserung an Haftspannung in der     Grös-          senordnung    von 0,57:0,62:0,82 für die verdrehte und     ge-          temperte    Stange liegt.

   Somit erzielt das festeste     Gemisch     die günstigsten Ergebnisse bezüglich der Haftspannung  bei Anwenden von verdrehten und     getemperten    Stangen.  Die obige Neigung trifft ebenfalls auf verdrehte Stangen  zu. Die vergleichsweise Zunahme beläuft sich jedoch le  diglich auf 0,37:0,38:0,41 unter den gleichen Bedingun  gen. Das relative Verhältnis der oben angegebenen Ver  besserungen pro Einheitszunahme der     Recktgrenze    in  Prozent liegt in der Grössenanordnung von 1:54:1,63:2,0.  Mit anderen Worten, das Tempern und Verdrehen der  Stangen führt zu einer Verbesserung der Haftspannung  einer verdrehten Stange um weitere 54 %, 63 % und  100 % für die drei Gemische in der Grössenordnung zu  nehmender mechanischer Festigkeit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Behandeln eines Armierungsteils für die Anwendung in Beton, dadurch gekennzeichnet, dass das Armierungsteil in der Kälte verdreht und sodann getempert oder gleichzeitig verdreht und getempert wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Verdrehen und Tempern gleichzeitig ausgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tempern bei einer Temperatur von 400-600 C durchgeführt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprü chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Armie- rungsteil entweder eine gerippte Stahlstange oder eine Stahlstange mit glatter Oberfläche ist.
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