Vorrichtung zum Schweissen von Werkstücken Bei dem bekannten Widerstandstossschweissen wer den zwei Metallstücke mit einem Paar Elektroden .in Berührung gebracht und zusammengeschmiedet, indem ein elektrischer Energieimpuls von der einen Elektrode zur andern durch die zu schweissenden Metallstücke hindurchgeleitet wird. Die Elektroden können auf den selben oder auf gegenüberliegenden Seiten der Metall stücke angeordnet sein.
Je nach Art und Gewicht der zu schweissenden Metallstücke müssen die verwendete Stromstärke und der von den Elektroden ausgeübte Druck sorgfältig gewählt werden, um eine befriedigende Schweissung zu erzielen. Bei vielen Fabrikationsvorgängen sind die Ab messungen der miteinander zu verschweissenden Stücke von einer Schweissung zur nächsten verschieden, wo durch oft unbefriedigende Schweissungen verursacht werden. Wenn ein gebräuchliches Schweissgerät für ein befriedigendes Schweissen von Stücken einer Abmessung eingestellt ist und grössere Stücke zwischen die Elektro den gebracht werden, wird üblicherweise ein kleinerer Widerstand zwischen den Elektroden herrschen, und die grössere Materialmasse verhindert das Ansteigen der Temperatur auf einen für eine gute Schweissung benötigten Wert.
Die Schweissung ist daher unter dem Standard, da sie nicht genügend erhitzt wurde. Wenn anderseits die Stücke kleiner als üblich sind, bieten sie einen grösseren Widerstand und geringere Masse, so dass die Erhitzung übermässig ist, wodurch ebenfalls eine unbefriedigende Schweissung verursacht wird.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Vor richtung zum Schweissen von Werkstücken zu schaffen, die dazu eingerichtet ist, die den Schweisselektroden zugeführte Energiemenge .selbsttätig in Abhängigkeit von der Art und den Abmessungen der Werkstücke ein zustellen. Dadurch kann bei geeigneter Ausbildung der Vorrichtung erreicht werden, dass eine Bedienungsper son nicht mehr vor jeder Schweissung die Schweissener gie von Hand in Anpassung an die Abmessungen der Werkstücke verstellen muss.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Schweissen von Werkstücken, mit zwei an die Werk stücke anlegbaren Schweisselektroden, die mit einer Quelle elektrischer Energie verbunden sind, und mit Mitteln zum Steuern der Menge der den Schweisselektro den von der Quelle zugeführten Energie, welche Vor richtung gekennzeichnet ist durch eine Steuerschaltung, die dazu eingerichtet ist, auf den elektrischen Wider stand der Werkstücke zwischen den Schweisselektroden oder auf eine von diesem Widerstand abhängige elektri sche Grösse anzusprechen und die genannten Steuer mittel zu veranlassen, den Schweisselektroden eine elek trische Energiemenge zuzuführen, die bei höheren Wer ten des genannten Widerstandes kleiner ist als bei niedrigeren Werten des Widerstandes.
Um die genannten Steuermittel in Abhängigkeit von dem Widerstand der Werkstücke zu steuern, kann die Steuerschaltung eine Einrichtung enthalten, um den Widerstand zwischen den Schweisselektroden direkt zu messen. Die Steuerschaltung kann jedoch auch eine Strommesseinrichtung zum Feststellen der von dem ge nannten Widerstand abhängigen Grösse des durch die Schweisselektroden fliessenden Stromes enthalten; dies insbesondere dann, wenn die Schweissenergie den Elek troden mit annähernd konstanter Spannung zugeführt wird.
Wenn dagegen den Elektroden für eine Schwei- ssung ein annähernd konstanter Strom zugeführt wird, dann kann die Steuerschaltung eine Spannungsmessein- richtung zum Feststellen der Grösse der an den Elektro den liegenden Spannung, die wiederum von dem ge nannten Widerstand abhängt, enthalten.
Die Steuerschaltung kann vorzugsweise eine Zeit- bemessungseinrichtungenthalten, um die Zeitdauer der Energiezufuhr zu den Schweisselektroden in Abhängig keit von dem genannten Widerstand zu :steuern.
Die Vorrichtung kann so ausgebildet und eingestellt werden, dass den Schweisselektroden eine vorbestimmte Menge elektrischer Energie zugeführt wird, wenn die Werkstücke zwischen den Elektroden eine vorbestimmte Grösse und einen vorbestimmten Widerstand haben. Bei kleineren Werkstücken mit höherem Widerstand wird dann die Energiemenge selbsttätig kleiner. Um gekehrt wird bei grösseren Werkstücken mit niedrigerem Widerstand die Energiemenge selbsttätig erhöht.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 ein Blockschema eines ersten Ausführungs beispieles, Fig. 2 ein Schaltschema des Ausführungsbeispieles nach Fig. 1, Fig. 3 ein Blockschema eines zweiten Ausführungs beispieles, Fig. 4 ein Schema, das veranschaulicht, wie die Fig. 4A und 4B zusammenzusetzen sind, und Fig. 4A und 4B Schaltschemata der Ausführungs form nach Fig. 3.
Gemäss Fig. 1 ist eine regulierte einstellbare Span nungsquelle 10 mit einem Schweisskopf und Impuls transformator 12 verbunden, welcher Schweissenergie an ein Paar Elektroden 13 abgibt, zwischen denen zwei Werkstücke 14 miteinander zu verschweissen sind. Der Schweisskopf und Impulstransformator kann von jeder üblichen Art sein, z. B. wie in der USA-Patentschrift Nr. 2 872 564 gezeigt.
Die Energiemenge, welche von der regulierten Span nungsquelle 10 an den Schweisskopf und Impulstrans formator 12 geliefert wird, wird von einer. Torschaltung 1'5 gesteuert, die ihrerseits während einer durch einen Impulszeitgeber 16 festgelegten Zeitdauer betätigt wird. Ein Signal von den Schweisselektroden aus, wenn ein vorbestimmter Schweissdruck auf das Werkstück aus geübt wird, löst die Torschaltung 15 und den Impuls zeitgeber 16 aus, und ein Signal von einem Verstärker 18 schaltet den Impulszeitgeber aus, um die Torschal tung unwirksam zu machen.
Der Verstärker 18 spricht auf Abweichungen des Stromes, der Spannung oder des Widerstandes von einem vorausbestimmten Wert an, welche Abweichungen von einer Messeinrichtung 20 festgestellt werden. Das durch den Druck der Schweisselektroden auf das Werkstück erzeugte Signal kann durch jedes geeignete Mittel erzeugt werden; wie z. B. durch den druckempfindlichen Schalter, der in der USA-Patentschrift Nr. 2 872 564 dargestellt ist.
Für den Betrieb der in Fig. 1 dargestellten Schweiss vorrichtung wird die regulierte, einstellbare Spannungs quelle 10 so eingestellt, dass sie einen Impuls gewünsch ter Höhe an die Schweisselektroden abgibt, sobald sie von der Torschaltung 15 eingeschaltet wird. Das Werk stück wird zwischen die Elektroden gebracht, die gegen dasselbe angedrückt werden, his der druckabhängige Schalter (in Fig. 1 nicht dargestellt) betätigt wird; um ein Signal abzugeben, welches die Torschaltung 15 und den Impulszeitgeber 16 auslöst. Der Impulszeitgeber steuert die Dauer des- Schweissstosses in übereinstimmung mit dem Messsignal, das den Verstärker 18 durchläuft.
Der durch die Elektroden fliessende Strom, der Span nungsabfall zwischen den Elektroden oder der Wider stand zwischen denselben wird von der Messeinrichtung 20 erfasst, die ein Signal abgibt, das durch den Ver stärker 18 verstärkt und zum Einstellen der richtigen Schweissdauer dem Impulszeitgeber 16 zugeführt wird. Je grösser das Signal vom Verstärker 18 ist, um so länger bleibt der Impulszeitgeber eingeschaltet und eine um so grössere Menge Schweissenergie wird den Schweiss elektroden zugeführt.
Für verhältnismässig grosse Werk stücke, die einen geringeren Widerstand und eine lang- samere Aufheizgeschwindigkeit besitzen, wird eine ver hältnismässig grosse Energiemenge den Elektroden zu geführt. Umgekehrt, wenn die Teile kleiner sind, bieten sie einen grösseren Widerstand, erhitzen sich rascher und versuchen ein schwächeres Signal, das an den Ver stärker 18 .angelegt wird, :so dass der Impulszeitgeber früher ausschaltet und eine kleinere Schweissenergie menge zugeführt wird.
Nach Fig. 2 wird der Primärwicklung 22 eines ersten Transformators 23 Energie aus einer Wechsel stromquelle 24 zugeführt. Eine Sekundärwicklung 26 die in einer geregelten, einstellbaren Spannungsspeise stufe 28 liegt, ist über eine Vollweg-Gleichrichterbrücke 30 und einen Speisestrombegrenzerwiderstand 31 an die eine Seite eines Energiespeicherkondensators 32 an geschlossen, dessen andere Seite geerdet ist. Der Spei cherkondensator 32 kann sich über ein Paar parallel geschalteter, energieregelnder Transistoren 34 und eine Primärwicklung 36 eines Schweisstransformators 37 ent laden.
Die Basen der in Serie geschalteten, energie regelnden Transistoren sind über .die entsprechenden Ausgleichswiderstände 38 an den Ausgang einer Trei berstufe 39, die ein Paar Treibertransistoren 40 auf weist, angeschlossen. Emittervorspannwiderstände 41 sind, wie in !der Treiberstufe gezeigt, in Serie zwischen Basis und Emitter der Treibertransistoren geschaltet. Ein Widerstand 42 verbindet die Kollektoren der Tran sistoren der Treiberstufe mit der positiven Seite des Schweissenergiespeicherkondensators 32.
Die positive Seite des Schweissenergiespeicherkon- densators ist auch über eine Treiberkreisisolierdiode 44 und einen Emitterwiderstand 46 'mit dem Emitter eines Strombegrenzertransistors 48 verbunden, dessen Kollek tor über einen Impulsformkondensator 50 geerdet ist. Der Kondensator 50 bildet eine leicht geneigte Flanke an der Stirnseite des Impulses, der von Speicherkon densator 32 abgegeben wird, um eine gleichmässigere und befriedigerende .Erhitzung der Teile während des Schweissvorganges zu ergeben. Die Basis des Strom begrenzertransistors 48 ist über einen Vorspannungs widerstand 52 geerdet und an eine Seite einer Zener diode 54 angeschlossen, deren andere Seite mit der Treiberkreisisolierdiode 44 verbunden ist.
Zwei Ableit- widerstände 56 sind in Parallelschaltung mit dem die geneigte Flanke erzeugenden Kondensator 50 verbun den.
Ein Regelwiderstand 60 ist einenends über einen Widerstand 62 mit den Emittern der Energieregeltransi storen 34 verbunden. Ein beweglicher Abgriff 58, der längs des Widerstandes 60 verschiebbar ist, liefert ein Signal, das über einen Widerstand 64 an die Basis eines Regeltransistors 66 zugeführt wird, dessen Kollektor mit dem Kollektor des Strombegrenzertransistors 48 verbunden ist. Der Emitter des Regeltransistors, ist über eine Zenerdiode 68 geerdet, welche eine Vergleichs spannung für die geregelte Energiezufuhr abgibt. Der Abgriff 58 ist auch über einen Widerstand 70 geerdet.
Strom aus der Primärwicklung 36 des Schweisstrans formators 37 fliesst durch vier in Serie geschaltete Dio den 72 und einen Schweissstromfühlerwiderstand 74 zur Erde. Eine Ausgleichsschwingungsverhinderer-Diode 76 ist parallel zur Primärwicklung 36 des Schweisstrans- formators geschaltet. Die Dioden 72 erzeugen eine Umkehrvorspannung für die Energieregeltransistoren 34, um Streuströme während jedes Ausschaltzylklus zu re duzieren. Eine Sekundärwicklung 78 des Schweisstransforma tors ist mit zwei Schweisselektroden verbunden, die an derselben Seite von zwei miteinander zu verschweissen den Werkstücken 79 anliegen.
Ein normalerweise offe ner Schweissschalter 80 wird geschlossen, wenn der durch die Elektroden ausgeübte Druck einen für die Schweissung passenden Wert erreicht. Das Schliessen des Schweissschalters 80 bewirkt das Erden einer Nieder spannungsspeiseleitung 83 über :einen ersten Widerstand 83, einen zweiten Widerstand 84 und einen dritten Widerstand 85. Die Spannung an der Leitung 82 wird durch ein gebräuchliches Niederspannungsnetzgerät 85A und einen Spannungsregler 85B im wesentlichen kon stant gehalten. Ein Kondensator 86 ist zu dem Wider stand 84 parallel geschaltet. Das Schliessen des Schweiss schalters 80 erzeugt einen negativen Impuls zum Aus lösen eines Impulsgenerator-Unijunctiontransistors 87 mit einer Basis 87A, die über einen Widerstand 88 geerdet ist.
Eine Basis 87B des Impulsgeneratortransi stors 87 ist zwischen :den Widerständen 83 und 84 angeschlossen. Der Emitter 89 des Impulsgenerator transistors ist zwischen Widerständen 90 und 91 an geschlossen, die in Serie zwischen :der Niederspannungs leitung 82 und Erde liegen. Der Emitter des Impuls generatortransistors ist auch über einen Spannungsab fallwiderstand 92 und einen Kondensator 93 geerdet. Ein Triggerimpulskopplungskondensator 94 koppelt einen negativen Impuls vom Transistor, 87 an einen Torsteuerschalter 95, der normalerweise leitend ist, so dass Strom von der Niederspannungsspeiseleitung über einen Anodenbelastungswiderstand 96 und einen Katho denbelastungwiderstand 97 zur Erde fliesst.
Der nega tive Impuls vom Transistor 87 .sperrt den Torsteuer schalter 95, so dass der Steuerstrom unterbrochen wird, der über einen Strombegenzungswiderstand 98 zu einem normalerweise leitenden Transistor 100 fliesst, dessen Kollektor über einen Widerstand 101 mit der Basis des ersten Treibenstufentransistors 40 verbunden ist. Der Emitter des Transistors 100 ist geerdet.
Die Unterbrechung des Steuerstromes des Transistors<B>100,</B> wenn der Torsteuerschalter 95 gesperrt wird, hat zur Folge, dass die Treiberstufentransistoren die Energie reglertransisto:ren in leitenden: Zustand bringen, um den Schweissimpuls durch die Primärwicklung des Schweiss transformators auszulösen. Die Spannung dieses Schweiss impulses wird durch die Einstellung des verstellbaren Abgriffes 58 am Widerstand 60 bestimmt. Ein Speise widerstand 102 liegt zwischen der Niederspannungs speiseleitung 82 und der Referenzspannungsdiode 68.
Die Strommenge, welche durch die Primärwicklung des Schweisstransformators fliesst, hängt von dem Mate rial ab, das zwischen den Schweisselektroden angeordnet ist, und die Höhe dieses Stromes wird am Widerstand 74 abgefühlt, um ein Signal zu erzeugen, das an ein Potentiometer 104 gelegt ist. Ein verstellbarer Abgriff 105 des Potentiometers 104 liefert .ein einstellbares Signal üben einen Rückkopplungswiderstand 106 zum Emitter eines normalerweise leitenden Verstärkertran sistors 108, dessen Kollektor mit der Basis eines Lade transistors<B>110</B> und mit einem Lastwiderstand 111 ver bunden ist.
Die Basis des Verstärkertransistors 108 ist zwischen Vorspannungswiderstände 112 und 113 angeschlossen, die in Serie zwischen der Niederspannungsspeiseleitung 82 und Erde liegen. Zwei in Serie liegende Dioden 113A sind zwischen den Widerstand 113 und Erde geschaltet und dienen der Temperaturkompensation. Der Emitter des Verstärkertransistors 108 ist auch über einen Widerstand 114 und einen Kondensator 115 mit dem Torsteuerschalter 95 verbunden. Der Kondensator 115 blockiert zeitweilig den Verstärkertransistor 108, wenn der Torsteuerschalter durch das Signal vom Schweissschalter 80 .ausgeschaltet wird.
Der Emitter des Ladetransistors 110 ist üben einen Lastwiderstand<B>116</B> mit dem Torsteuerschalter 95 verbunden, und der Kol lektor des Ladetransistors ist über :einen Zeitmesskon- densator 118 geerdet. Ein Impulsdauerbegrenzungswi- denstand 120 ist zwischen den Kollektor des Lade transistors 110 und den Torsteuerschalter 95 gelegt. Ein einstellbarer Trimmerzeiteinstellwiderstand 122 liegt in Serie mit einem Strombegrenzerwiderstand 124 und einer ersten Basis 125 eines Zeitimpulsgenerator-Uni junctiontransistors 126. Ein Strombegrenzerwiderstand 128 verbindet einte zweite Basis des Transistors<B>126</B> mit :der Erde.
Eine Diode<B>130</B> ist mit ihrer Anode mit dem von der Erde :entfernten Ende des Widerstandes 128 und mit ihrer Kathode mit dem Torsteuerschalter 95 verbunden. Im Betrieb der in Fig. 2 gezeigten Schaltung liefert beim Schliessen des Schweissschalters 80 der Transistor 87 einen negativen Impuls über den Kopplungskonden sator 94 zum Torsteuerschalter 95, der nichtleitend gemacht wird. Dadurch wird ein negativer Impuls zur Ausschaltung des normalerweise leitenden Transistors 100 erzeugt. Die Treiber 40 werden betätigt, um die Energiereglertransistoren 34 einzuschalten und einen Schweissimpuls durch die Primärwicklung des Schweiss transformators zu schicken.
Die durch die Primärwick lung des Schweisstransformators fliessende Strommenge ist proportional zur Leitfähigkeit, .d. h. zur Abmessung der zu schweissenden Werkstücke, und erzeugt ein ent sprechendes Signal am Stromfühlerwiderstand 74. Dieses Signal wird durch das Potentiometer 104 in überein- stimmung mit der Einstellung des Abgriffes 105 ge dämpft und wird als negative Rückkopplung dem Emit ter des Verstärkertransistors 108 zugeführt, :der seiner seits die Zeit bestimmt, welche zum Laden des Zeit- messkondensators 118 erforderlich ist, :indem er die Vor spannung der Basis des normalerweise leitenden Lade transistors 110 verändert.
Wenn kein Signal vom Strom fühlerwiderstand 74 ausgeht, dann leitet der Ladetran sistor 110 und der Zeitmesskondensator 118 erreicht rasch eine volle Ladung über den Transistor<B>110.</B> Je grösser das Signal vom Stromfühlerwiderstand 74 :ist, um so weniger leitet der Ladentransistor 110, wodurch eine längere Zeit erforderlich ist, um den Zeitmess- kondensator 118 aufzuladen.
Wenn der Kondensator 118 genügend aufgeladen ist, :entlädt er sich vollständig über den Zeitimpulsgeneratortransistor 126, um einen positiven Impuls über die Diode 130 dem Torsteuer schalter 95 zuzuführen und diesen erneut leitend zu machen, wodurch die Spannung am Widerstand 96 genügend abfällt, um zu verhindern, dass der Lade transistor 110 leitend wird. Der Zeitmesskondensator 118 bleibt daher entladen. Die Entladung des Konden- sators 118 legt einen positiven Impuls an den Transi stor 100, macht denselben wiederum leitend und be endigt den Schweissimpuls.
Dadurch wird um so mehr Schweissenergie durch den Schweissimpuls geliefert, je grösser das Signal vom Stromfühlerwiderstand 74 ist.
Die Spannung der Schweissimpulse wird durch Ver stellung des Abgniffes 58 am Widerstand 60 anfänglich so eingestellt, dass eine befriedigende Schweissung für Werkstücke einer Grösse nahe beim oberen Ende des in Aussicht genommenen Werkstückgrössenbereiches er zielt wird. Der Abgriff 105 wird auf sein Maximum eingestellt und dann so verstellt, dass befriedigende Schweissungen selbsttätig für verschiedene Abmessungen der zu schweissenden Stücke innerhalb des betrachteten Bereiches erhalten werden. Üblicherweise wenden die geeigneten Einstellungen für die Abgriffe<B>5</B>8 und 105 durch einige Versuchsschweissungen erhalten.
Eine Vorspannungswicklung 132 um den Kern des Schweisstransformators 37 wird mit einem Vormagneti sierungsstrom von der Niederspannungsspeiseleitung 82 über einen Widerstand 134 gespeist, um den Kern in einen Zustand zu bringen, bei dem eine Sättigung des Kernes während des Schweissimpulses vermieden wird, so dass eine gute Impulssteuerung mit einem verhält nismässig kleinen Transformator möglich äst.
Eine Schaltung, in welche Schaltelemente mit den in Fig. 2 angegebenen Werten verwendet sind, erzeugt befriedigende Schweissungen über einen verhältnismässig grossen Bereich von Werkstückabmessungen, ohne eine manuelle Verstellung erforderlich zu machen.
Das Blockschema nach Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführung einer Schweissvorrichtung. Die Schaltung weicht von derjenigen nach Fig. 1 nur darin ab, dass sie mehrere zusätzliche Teile enthält. Insbesondere sind ein Rechteckwellengenerator 136 und ein Zerhacker 138 der Schaltung nach Fig. 1 in der in Fig. 3 gezeigten Weise hinzugefügt, wobei eine einstellbare, regulierte Spannungsquelle 140 über den Zerhacker 138 mit einem Impulstransformator 142 verbunden ist. Die Frequenz des Zerhackers wird durch den Rechteckwellengenera tor gesteuert.
In bezug auf alles andere bleibt die Schaltung im wesentlichen die gleiche wie in Fig 1. Die einstellbare Spannungsquelle 140, welche den Energiespeicherkon densator und ein geregeltes Netzgerät enthält, ist so geschaltet, dass der Ausgang der Spannungsquelle dem Zerhacker 138 zugeführt wird. Der Ausgang des Zer- hackers ist seinerseits an den Transformator 142 an geschlossen. Wie in Verbindung mit den Fig. 4A und 4B ausführlicher erläutert wird, ermöglicht die geänderte Schaltung nach Fig. 3 gewisse Änderungen am Trans formator 142. Der Impulstransformator 142 ist mit Schweisselektroden 144 und einem Widerstandsände rungsfühler 146 verbunden.
Widerum kann der Fühler 146 eine Einrichtung sein, welche auf Änderungen der Spannung, des Stromes oder des Widerstandes anspricht. Der Ausgang des Fühlers 146 speist einen Verstärker 148, der seinerseits mit einem Tor 150 und einem Impulzeitgeber 152 verbunden ist. Das Tor .ist auch mit der einstellbaren Spannungsquelle 140 und dem Impulszeitgeber verbunden. Eine Verbindung vom Zeit geber zum Tor vervollständigt die Schaltung.
Die Schaltungen gemäss den Fig. 4A und 4B sind gleichartig zu der in Fig. 1 gezeigten Schaltung, mit dem Unterschied, dass ein Spannungsregler 154B zusätzlich mit dem Eingang eines Rechteckwellengenerators 156 verbunden ist. Rechteckwellengenerator 156 besteht aus einem Kernsättigungstransformer 158, zwei Transistoren 160 und 162, zwei Vorspannwiderständen 164 und 166, einem Spannungsabfallwiderstand 168 und einer Klemm diode 170. Der Kernsättigungstransformator 138 ist mit zwei Primärwicklungen 172 und 174 und einer Sekun därwicklung<B>176</B> versehen.
Der Rechteckwellengenerator läuft frei, und er arbeitet wie folgt. Wenn der Transistor 160 leitend ist, dann fliesst durch die Wicklung 174 ein bis zum Sätti gungspunkt des Kernes des Transformators 158 steigen der Strom. Die Sättigung verursacht im Transformator eine scharfe Impedanzänderung für die beiden Transi storen und bewirkt, dass der Transistor 162 leitend wird, während das Leiten des Transistors 160 aufhört. Bei der nächsten Sättigung des Kernes ändert sich der Zustand der Transistoren wiederum. Die Arbeit des Generators geht in dieser abwechselnden Weise weiter, solange Energie durch die Eingangleitung 159 zufliesst.
Die Schwingfrequenz des Generators ist durch die ma gnetische Charakteristik des Transformators 158 und die Anzahl Windungen der Primärwicklung bestimmt. Vorzugsweise liegt die Frequenz des Generators bei 1000 Hertz.
Die Sekundärwicklung 176 -des Transformators, 158 ist mit Einern Zerhacker 178 über Anschlüsse zu den Basiselektroden :eines Paares von Transistoren 180 und 182 verbunden. Der Zerhacker enthält auch zwei Vor spannwiderstände 184 und 186. Der Ausgang des Zer- hackers ist mit einem Transformator 188 verbunden, an den die Schweisselektroden 190 angeschlossen sind. Die Speisung des Zerhackers erfolgt über Verbindungen 194 und 196 von einer geregelten Spannungsquelle 198 an die Emitter der Transistoren bzw. die Mittelan zapfung 200 dies Transformators 188. Die Frequenz des Zerhackers wird durch den Rechteckwellengenerator bestimmt.
Wenn der Schweissenergiespeicherkondensator 202 entladen wird, wird die aufgespeicherte Energie durch den Zerhacker zerhackt und der Kern des Trans- formatos 188 wid abwechselnd auf seinen positiven und negativen Sättigungspunkten getrieben, wenn die Energie demselben durch abwechselndes Leiten der Transistoren 180 und 182 zugeführt wird.
Zufolge der besondern Schaltungsausbildung nach Fig. 4 braucht der Transformator 188 kein Impuls transformator, d. h. kein polarisierter Gleichstromtrans formator, zu sein. Er kann nun ein gebräuchlicher Transformator sein, da zugehörige Schaltung viel wirk sameren Gebrauch vom Transformator macht, indem das magnetische Material des Transformators abwech selnd sowohl gegen die positive als auch gegen die negative Sättigungsgrenze getrieben wird. Bei Stoss- oder Impulstransformatoren wird das Material nur in einer Richtung magnetisiert, was den Transformator veran lasst, eine dauernde Vormagnetisierung anzunehmen, die bei jeder Impulsübertragung zu den Schweisselektroden zu überwinden ist.
Dies bedeutet, dass der Impulstrans formator verhältnismässig gross sein muss, damit er einen ausreichenden Magnetfluss aufnehmen kann, um ein Ansprechen auf die unipolare Erregung zu erlauben. Da der Transformator 188 dagegen einer Wechsel erregung unterworfen ist, nimmt der Kern keine per manente Magnetisierung an, und die Magnetflussauf- nahmefähigkeit des magnetischen Materials des: Trans formators braucht nicht so gross zu sein. Dies bedeutet, dass die Abmessungen des Metallkernes verringert wer den können und ebenso die Menge des Kupfers in den Wicklungen.
Verglichen mit den Abmessungen eines Impulstransformators wie @in Fig. 2 gezeigt, betragen die Abmessungen des Transformators in Fig. 4 an genähert nur ein Achtel. Zusätzlich zur Möglichkeit, einen kleineren Schweisstransformator verwenden zu können, ergeben sich zufolge der Schaltungsausbildung nach Fig. 4 weitere Vorteile, wie z. B. eine grössere Dauer der Schweissimpulse zufolge der Wechseleigen schaften der zugeführten Energie, welche eine Sättigung des Transformators vermeiden, und niedrigere Impe danzen der Wicklungen, welche die Regulierung der Ausgangsspannung verbessern.