CH441825A - Elektromechanischer Schrittzähler - Google Patents

Elektromechanischer Schrittzähler

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CH441825A
CH441825A CH707864A CH707864A CH441825A CH 441825 A CH441825 A CH 441825A CH 707864 A CH707864 A CH 707864A CH 707864 A CH707864 A CH 707864A CH 441825 A CH441825 A CH 441825A
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CH
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dependent
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CH707864A
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Alich Guenther
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Telequest Ag
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    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
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    • G06M1/00Design features of general application
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Description


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 Elektromechanischer    Schrittzähler   Die    Erfindung   befasst sich mit einem elektromechanischen Zähler, wie er in der Digitaltechnik für Zähl- und Rechenaufgaben Verwendung findet. Diese Zähler, die für visuelle oder auch für elektrische    Ablesung   der Stellung der zumeist dekadisch codierten Zahlenrolle eingerichtet sind, bestehen bei den bekannten Bauarten im wesentlichen aus drei Teilen, und zwar dem Magnetsystem als Kraftquelle, dem Ganghebel als Koppelglied für die Kraftübertragung und    -richtungsumwandlung   und der Zahlenrolle als    Anzeigeelement   oder Informationsspeicher.

   Während die Magnetsysteme der bekanntgewordenen Zähler in der Regel den    wohlbekannten   Klappankerrelais nachgebildet sind, werden die Ganghebel dieser Geräte hauptsächlich als eine dem    Grahamgang   ähnliche Doppelklaue oder als voneinander unabhängige Sperrklinken ausgebildet, so dass sie in entsprechend korrespondierende Nasen oder Zähne der    Zahlenrolle-      eingreifen   können. 



  Da von diesen Bauelementen eine absolute Zählgenauigkeit gefordert wird, insbesondere bei der Zusammenschaltung einzelner Dekaden zu mehrstelligen Gruppenzählern, sind an die    Zähler   sehr hohe Anforderungen hinsichtlich Betriebssicherheit zu stellen. 



  Die Kraftübertragung: Klappanker - Ganghebel - Rolle, und zwar die verlustarme Umwandlung der elektromagnetischen in mechanische Energie, bereitet bei diesen Zählern indessen grosse Schwierigkeiten; in der Regel wird ein Kompromiss zwischen kleinster mechanischer Reibung und weitgehend ungestörtem magnetischen Fluss geschlossen. Während die bekannte    Schneidlage-      rung   den Vorteil geringen magnetischen Widerstandes, aber den Nachteil einer grossen Empfindlichkeit gegen- über Abrieb und    Passungsrost   aufweist, ist es bei der mittels eines Stiftes vor dem Magnetjoch gelagerten Ankerklappe umgekehrt.

   Letztere Bauart, die, von der Ankerklappe zum Joch und zum Kern, zwei in Reihe geschaltete Luftspalte aufweist, kann zwar    fertigungs-   und montagetechnisch besser beherrscht werden, ist jedoch energetisch von schlechtem Wirkungsgrad und - da sehr aufwendig - verhältnismässig teuer. 



  Diese bekannten    Klappankerrelais   werden vornehmlich für Gleichstrombetrieb gebaut, wobei, wegen der dabei auftretenden hohen    Abschaltspannungen,   besondere Schutzmassnahmen für die vorgeschalteten Stromkreise unerlässlich sind. Es sind auch    Wechselstromrelais   dieser Ausführung bekannt geworden, die indessen speziell ausgebildet sind und relativ hohe Schaltleistungen erfordern. 



  Da die Zählgenauigkeit dieser Zähler im wesentlichen von der    Passungsgenauigkeit   der Bauteile abhängt, ist bei dem    Schneidlagerprinzip   die exakte Kopplung des    Gang-      hebes   mit der Ankerklappe von grosser Bedeutung. Wie sich immer wieder gezeigt hat, führt der Verschleiss der bewegten Teile nach mehr oder minder langer Betriebszeit zur Fehlanzeige und zum Ausfall des Zählers. 



  Es ist ferner aus dem Hauptpatent Nr. 413 443    ein   Zähler bekannt geworden, der den Nachteil der Schneidlagerung bzw. den der Achslagerung bei grossem Restluftspalt vermeidet. Gemäss Patentanspruch ist der elektromechanische Schrittzähler mit Magnetsystem und Zahlenrolle so ausgeführt, dass das als Anker ausgebildete federgefesselte Joch des Magnetsystems derart drehbar an dem festen    Magnetkern   gelagert ist, dass es bei Erregung des Feldes eine drehende Bewegung ausführt, vermöge derer ein Koppelglied eine Informationsanzeige um einen Zählschritt    weiterschaltet.   



  In der Ruhestellung dieses Zählers wird sein    mittig   gelagertes Joch mittels einer Zugfeder um einen bestimmten Winkel aus der Mittelachse des Magnetkerns gelenkt. Bei ausreichender Erregung der Feldwicklung mit Gleich- oder Wechselstrom dreht das magnetische Feld des Magnetsystems, bestehend aus ortsfestem Kern und drehbarem Joch, die beiden Teile ungefähr    achsen-      parallel.   Die Kraftübertragung vom Relais zur Zahlenrolle erfolgt, bei dieser Drehbewegung des Joches unmittelbar - oder mittelbar mittels eines Zwischenzahnrades -    tangential   angreifend, ähnlich wie bei einer Zahnradübersetzung. Nachteilig bei den Zählern dieser Bauart ist jedoch, dass für die Fixierung der Zahlenrolle eine besondere Rasteinrichtung benötigt wird. 



  Die Erfindung geht von dem Zähler mit Drehanker aus und verbessert seine dynamische Funktionsweise wesentlich durch vorteilhaftere Formgebung des Magnetsystems und Koppelgliedes sowie aufgrund besonderer 

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 elektrischer Schaltung in fortschrittlicher Weise. Ferner zeichnet sich die Erfindung durch material- und kostensparende Konstruktionsmerkmale sowie weiterhin durch ein grosses, vorzugsweise etwa dem Rollendurchmesser entsprechendes Schaltwerk aus, wodurch der Einfluss der Fertigungstoleranzen gegenüber den bekannten Ausführungen, die    mit   kleinem Hub und entsprechend kleinen Schaltwerken arbeiten müssen, wesentlich verringert wird. 



  Erfindungsgemäss ist der elektromechanische Schrittzähler mit einem als Drehanker ausgebildeten an dem Magnetsystem gelagerten Joch derart aufgebaut, dass der mit einer Erregerwicklung versehene, aus zwei gewinkelten Schenkeln bestehende    festgelagerte   Magnetkern mit dem als Gangwerk für die    Zahlenrollenbetätigung   ausgebildeten drehbaren Joch so zusammenwirkt, dass die am Joch befestigten Schaltklauen zwangsläufig nacheinander beim Ein- und Ausschalten des Erregerstromes    in   die    Ausnehmungen   der Zahlenrolle eingreifen und diese in Bewegung versetzen. 



  Der Aufbau und die Wirkungsweise des Zählers    ge-      mäss   der Erfindung sind aus den Abbildungen ersichtlich:    Fig.   1 zeigt die schematische Aufsicht von Zahlenrolle, Magnetsystem und Gangwerk nebst Schaltklauen,    Fig.   2 lässt den Aufbau der wesentlichen Bauteile des Zählers in perspektivischer Ansicht erkennen. 



  In der    Prinzipzeichnung      Fig.   1 sowie in der    Perspek-      tivdarstellung      Fig.   2 ist die mit der Achse 1 drehbar gelagerte Zahlenrolle 2 zur Achse 3 des mit den Schaltklauen 4 und 5 versehenen drehbaren Magnetjochs 6 so angeordnet, dass die    Klauen   4 und 5 leichtgängig in die zehn    Ausnehmungen   7 der    Zahlenrolle   2 eingreifen können. Das auch als Drehanker bezeichnete bewegliche Joch 6 wird in der Ruhestellung durch eine an der Klaue 5 befestigten Zugfeder 8 - die ihrerseits mit der Rollenachse 1 eine gemeinsame starre Verbindung besitzt - in eine begrenzte Endlage gezogen.

   Die Endlage wird durch die gegenüber der Klaue 5 angeordneten,    mit   einem Schaltzahn der Zahlenrolle 2 korrespondierenden Klaue 4 bestimmt. 



  Die in    Fig.   2 dargestellten, in    Fig.   1 nicht sichtbaren abgewinkelten Pole 9 und 10 des als Gangwerk ausgebildeten Drehankers 6 nehmen in der Ruhestellung des Zählers eine solche Lage ein, dass sie um etwa eine Polbreite seitlich von den Polschuhen 11 und 12 des Magnetkerns 13 versetzt sind. 



  Bei Erregung der in    Fig.   1 mit der Verbindungsleitung 14 in Reihe geschalteten Wicklungen 15 und 16 wird infolge der zwischen den Polschuhen 11 und 12 des Magnetkerns 13 und den Polwinkeln 9 und 10 der Drehankers 6 wirkenden elektromagnetischen Kraft das als Drehanker bezeichnete Joch 6 soweit gedreht, bis die Polwinkel 9 bzw. 10 den Polschuhen 11 bzw. 12 gegen- überstehen. Bei dieser Bewegung wird die Zahlenrolle 2 durch die Klaue 4 freigegeben und gleichzeitig mittels der Klaue 5    eine   zwangsläufige    Stellbewegung   um eine halbe Teilung - also bei dem dargestellten    10-stelligen   Zähler um rd. 36 /2 -    ausgeführt.   



  Die für die Dauer der Erregung in einer der zehn    Ausnehmungen   7 der Zahlenrolle 2 eingerasteten Klaue 5 gibt ihrerseits bei    Entregung   des Magnetsystems infolge der    Rückstellkraft   der Zugfeder 8 die Zahlenrolle wieder frei und ermöglicht aufgrund der wieder in den Schaltstern eingreifenden Klaue 4, den zweiten Halbschritt der Rolle auszuführen. Durch periodische Stromstösse kann die Zahlenrolle weitergeschaltet werden, wobei die Anzahl der    Strom-      stösse   der Schrittzahl des Zählers entspricht. 



  Diese bekannte, auch bei den Schrittzählern mit    Klappankersystem   angewendete Erregungsart des Magnetsystems kann bei dem    erfindungsgemässenZähler   jedoch wesentlich verbessert werden. So kann, dank des zweipoligen Magnetsystems, der ohne besondere    Mass-      nahmen   nicht nur für Gleich-, sondern auch für Wechselstrom verwendbare Schrittzähler für vorteilhafte Schaltungen auch mit zwei elektrisch getrennten Wicklungen ausgestattet werden.

   Bezeichnet man die für die Betriebserregung benötigte    Amperewindungszahl   mit    AW,   so kann beispielsweise bei Anordnung von zwei getrennten Wicklungen mit den    Windungszahlen   WI und W2 eine konstante Grunderregung    AWl   vorgesehen werden, während eine durch eine Wechselspannung mit der Frequenz f erzeugte Wechselerregung halber Betriebsleistung    AW2   den Zähler im Takt der Frequenz f betätigt. Bei dieser Anordnung, und sofern    AWl   =    AW2   ist, addieren und subtrahieren sich die magnetischen Flüsse wechselweise, so dass der resultierende Fluss nur einseitig wirkt und zwischen einem Höchstwert und 0 schwankt. 



  Eine andere Funktionsweise kann mit der gleichen Anordnung dann getroffen werden, wenn das magnetische System durch permanenten Magnetismus polarisiert wird und das bisher beschriebene Gangwerk (Joch mit Schaltklauen) so geändert wird, dass die Polwinkel um eine Polbreite zusammenrücken.    In   diesem Fall steht jeweils ein Polwinkel vor einem Polschuh, während der andere Polwinkel um eine Polbreite gegenüber seinem zugehörigen Polschuh versetzt ist. Bei dieser    zugfederlosen   Anordnung, die durch entsprechende Erregung zwei stabile Endlagen des Gangwerkes ermöglicht, kann eine doppelte Schrittzahl mit dem gleichen Schaltstern erreicht werden,    d.h.   bei einem    10-strahligen   Stern können 20 Schritte gezählt werden.

   Mit einer derartigen Ausführung des Zählers, die nicht nur über 2 Wicklungen, sondern über ein    polarisiertes      Magnetsystem      verfügt,   können also auch Aufgaben der logischen Schaltungstechnik gelöst werden. Insbesondere für solche Schaltungen wird in der Regel die elektrische    Auslesbarkeit   des Zählers gefordert, die unabhängig von der    Erfindung   in den Abbildungen nicht dargestellt ist. Im einfachsten Falle bedient man sich bei solchen Einrichtungen einer gedruckten Schaltplatte, auf die der Rollenteilung entsprechende Segmente aufgedruckt sind. Ein z.

   B. als Kontaktstück mit der Zahlenrolle fest verbundener Schleifer greift bei dieser Anordnung die Stellung der Zahlenrolle auf dem zugehörigen Kontaktsegment der Schaltplatte und einer festen Kontaktbahn oder einem festen Kontaktpunkt im Zentrum des Segmentes ab und ermöglicht somit die elektrische    Ablesung   der Zahlenstellung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektromechanischer Schrittzähler nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, mit einem als Drehanker ausgebildeten, an dem Magnetkern gelagerten federgefesselten Joch, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einer Erregerwicklung versehene, aus zwei gewinkelten Sehen- kein bestehende festgelagerte Magnetkern mit dem als Gangwerk für die Zahlenrollenbetätigung ausgebildeten drehbaren Joch so zusammenwirkt, dass die am Joch befestigten Schaltklauen zwangsläufig nacheinander beim Ein- und Ausschalten des Erregerstromes in die Ausneh- <Desc/Clms Page number 3> mungen der Zahlenrollen eingreifen und diese in Bewegung versetzen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schrittzähler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das als Gangwerk ausgebildete federgefesselte Joch mittels einer Klaue die Stellung der Zahlenrolle in gleichbleibender Ruhelage fixiert. 2. Schrittzähler nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gangwerk bei Er- und Entregung des magnetischen Feldes die Zahlenrolle um zwei etwa gleich grosse Winkelschritte verstellt. 3. Schrittzähler nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ma- gnetsystem zwei elektrisch getrennte Erregerwicklungen hat. 4.
    Schrittzähler nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Erregerwicklung von einem Ruhestrom für die Grunderregung und eine zweite von einem Arbeitsstrom wechselnder Richtung durchflossen wird. 5. Schrittzähler nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetsystem durch permanenten Magnetismus polarisiert wird und das klauenbesetzte Joch mittels gerichteter Ströme in zwei stabile Endlagen gebracht wird.
CH707864A 1963-04-27 1964-05-29 Elektromechanischer Schrittzähler CH441825A (de)

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