Werkzeugwechseleinrichtung an einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer Drehmaschine Die Erfindung ist anwendbar auf dem Gebiet des Werkzeugmaschinenbaues und betrifft eine Werkzeug wechseleinrichtung an einer Werkzeugmaschine, insbe sondere einer Drehmaschine, mit einem auf einer Füh rung verschiebbaren, eine Aufnahme für einen Werk zeughalter tragenden Teil und mit einem getrennt an, geordneten Magazin, das einen beweglichen, verstellba ren Speicherteil mit einer Anzahl .lösbar aufgenomme ner Werkzeughalter enthält.
Es sind verschiedene Vorschläge gemacht worden, um den Werkzeugwechsel bei einer Werkzeugmaschine zu erleichtern bzw. automatisch durchzuführen. Dabei wird normalerweise ein Magazin verwendet, das, eine bestimmte Anzahl unter sich gleicher Werkzeughalter aufnehmen kann, in denen die Werkzeuge in voreinge stellter Lage geklemmt oder in sonstiger Weise befe stigt werden.
So ist es bei einem Waagerecht-Bohr- und- Fräs- werk der Tischbauart bekannt, auf einem quer zur Spindelachse verschiebbaren Werkstückschlitten neben dem Werkstück ein kastenförmiges Magazin aufzustel- len, in dem die Werkzeughalter wie in einem Regal untergebracht sind.. Zum Werkzeugwechsel müssen der Spindelstock der Maschine in senkrechter Richtung und der Tisch mit dem Magazin in waagrechter Rich tung bewegt werden und es muss ausserdem die Arbeitsspindel selbst jeweils ein- und ausgefahren wer den.
Die verschiedenen Bewegungsabläufe gehen dabei nach Massgabe einer numerischen Steuerung vonstat ten.
Bei einer anderen bekannten, in der Art eines Waagerecht-Bohrwerks ausgeführten Maschine ist eine Werkzeugwechseleinrichtung mit einem drehbaren Magazin neben :dem Maschinenbett aufgestellt. Das Magazin befindet sich dabei an einem waagrecht ver schiebbaren Schlitten. Auch hier müssen beim Werk zeugwechsel einerseits der Spindelstock bzw. ausser- dem noch ein Kreuzschlitten und andererseits der Magazinschlitten in verschiedenen Richtungen verstellt werden.
Dabei ist .ausserdem für die Übergabe des jeweiligen Werkzeughalters von der Spindel an das Magazin und umgekehrt noch ein hin- und herbewegli cher Greifer mit besonderem Antrieb und einer Kupp- lungseinrichtung erforderlich.
Einrichtungen der genannten Art, die erheblichen Raum benötigen und zur Ausführung des. Werkzeug wechsels eine grössere Anzahl von. Bewegungen ver- schedener, voneinander getrennter Maschinenteile bedingen, sind für Bohr-, Fräs- und andere drehend anzutreibende Werkzeuge bestimmt.
Es ist weiterhin auch eine Werkzeugwechseleinrich tung für eine Drehmaschine bekannt, die aus einem Magazin mit waagerechter, parallel zur Drehachse der Maschine verlaufender Achse und einem zweiarmigen Greiferhebel besteht, der um seine Achse schwenkbar und ausserdem in Richtung der Achse verschiebbar ist. Ein solcher Greifer bedeutet jeweils einen besonderen baulichen und kostenmässigen Aufwand und erfordert entsprechenden Raum zu seiner Unterbringung bzw. zur Durchführung seiner Bewegurig.
Bei einer anderen bekannten Drehmaschine ist ein ebenfalls um eine waagerechte Längsachse .drehbarer Magazinstern am vorderen, zur Bedienungsseite hin gelegenen Ende des Bettschlittens angebracht. Auf einem Querschlitten befindet sich ein um 180 schwenkbarer Kopf, der den jeweils arbeitenden Werk zeughalter aufnimmt. Beim Werkzeugwechsel schwenkt dieser Kopf den Werkzeughalter nach hinten, um ihn an das Magazin zu übergeben.
Das letztere führt dann eine axiale Verschiebung aus, schaltet in eine ge wünschte nächste Position weiiter und bewegt sich wie der zurück, um den neun zum Einsatz bestimmten Werkzeughalter an den Kopf zu übergeben, der dann in seine Arbeitslage zurückschwenkt. Das sternförmige Magazin nimmt auf der Bedienungsseite der Maschine ausserordenitlich viel Platz in Anspruch, so dass der Dreher in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Zu dem Erfordernis des dreh- und verschiebbaren Magazins tritt auch hier noch ein Spezialteil in Gestalt des Schwenkkopfes hinzu.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Werkzeugwech seleinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die verhältnismässig einfach aufgebaut ist, nur wenige unkomplizierte Bewegungsvorgänge zur Durchführung des Werkzeugwechsels erfordert und den Arbeits- und Bedienungsraum an der Maschine so wenig wie mög lich einengt.
Die erfindungsgemässe Werkzeugwechseleinrich tung der eingangs genannten Art ist dadurch gekenn zeichnet, dass das Magazin an einer in, der Führungs richtung eines die Werkzeughalteraufnahme tragenden Teiles liegenden Stelle angeordnet ist und jeder Werk zeughalter durch Verschieben dieses Teiles und/oder des Magazins in dieser Führungsrichtung aus dem zu gehörigen Speicherplatz des Magazins entnehmbar oder in diesen rückstellbar ist, wobei die im beweglichen Speicherteil des Magazins befindlichen Werkzeughalter in einer Endstellung der Werkzeughalteraufnahme über dieselbe hinwegbewegbar sind.
Damit lässt sich der Werkzeugwechsel in sehr ein- facher Weise bewerkstelligen. An Bewegungen ist aus- ser der ohnehin notwendigen, Schaltbewegung des Spei cherteils des Magazins lediglich das Verfahren der Werkzeughalteraufnahme in das Magazin hinein und aus diesem heraus erforderlich. Für die Anbringung des Magazins an der Maschine bestehen demzufolge auch mehrere Möglichkeiten, so dass verschiedenen Bedarfsfällen Rechnung getragen und eine uner wünschte Inanspruchnahme wertvollen Raumes weitge hend vermieden werden kann.
Bei einer üblichen Drehbank lässt sich das Magazin insbesondere auf der dem Arbeitsraum abgewandten Seite des Bettschlittens anordnen, so dass der letztere sich also zwischen Spin delstock und Magazin befindet und zum Werkzeug wechsel eine Bewegung des Bettschlittens und/oder des Magazins in Richtung der Bettschlittenführung stattfinr- den kann.
Das Magazin kann, fest an der Maschine ange bracht sein. Es lässt sich aber auch mit einer lösbaren oder verstellbaren Halterung ausstatten, etwa in Form einer auf der Führung des Werkzeugträgers oder einer dazu parallelen Führung verschiebbaren Brücke od. dgl. Dies bietet den Vorteil, dass das Magazin jeweils in die für die betreffende Bearbeitungsfolge günstigste Lage gebracht werden kann, um z. B. die Wege beim Werkzeugwechsel besonders, klein zu hal ten. Beispielsweise lässt sich in einem vorgegebenen Programm oder bei einer numerischen Steuerung die erforderliche zugehörige Endstellung der Werkzeughal teraufnahme beim Werkzeugwechsel ohne weiteres be rücksichtigen.
Weiterhin kann das Magazin auch mit einem an- treibbaren Schlitten, od. dgl. ausgestattet werden, der auf einer vorhandenen Führung oder auf einer geson derten, dazu parallelen Führung gleitet, z. B. in Längs richtung eines Bettes. Die beim Werkzeugwechsel in der Führungsrichtung auszuführende Bewegung kann dann aufgeteilt werden auf Bettschlitten und Magazin schlitten.
Der Speicherteil des Magazins kann verschiedene Formen haben und z. B. als drehbare Trommel, Ge stell, Stern oder als verschiebbarer Halter, Schlitten od. dgl. ausgebildet sein. Eine zweckmässige Ausfüh rung besteht darin, dass der Speicherteil um eine zur Bewegungsebene der Werkzeughalteraufnahme senk rechte Achse drehbar ist oder parallel zu .dieser Ebene verschiebbar ist. Für die Festlegung des Werkzeughalters auf seiner Aufnahme ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Auf nahme eine beim Einfahren in die Endstellung am Magazin selbsttätig lösbare und beim Ausfahren wieder anziehbare mechanische Spannvorrichtung für den Werkzeughalter aufweist.
Dies ergibt eine betriebssi chere, wenig aufwendige Ausführung. Es lassen sich aber auch elektrische oder hydraulische Spannmittel verwenden.
Zwischen Werkzeughalter und Werkzeughalterauf nahme wird zur Lagejustierung zweckmässig ein form schlüssiger Eingriff vorgesehen, der durch die Ver schiebebewegung der Aufnahme relativ zum Magazin selbsttätig lösbar bzw. wieder herstellbar ist. Vorteil haft lässt sich zu diesem Zweck eine Verzahnung verwenden, namentlich in. der Weise, dass ein nach unten gerichteter Vorsprung an der Vorder kante des Werkzeughalters, der zur Aufnahme grosser axialer Kräfte dienen kann, mit Zähnen versehen wird, die in eine entsprechende Verzahnung an einem Absatz der Aufnahme eingreifen.
Obgleich es bei der vorliegenden Einrichtung nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist, dass das Magazin bzw. dessen Speicherteil zum Weiterschaltvorgang in einer bestimmten Richtung verschoben oder angehoben und. hernach wieder zurückgeschoben oder abgesenkt wird, um ein Freikommen von der Werkzeughalterauf nahme zu erreichen, ist es jedoch in vorteilhafter Weise möglich, ohne eine solche zusätzliche Bewegung Bewegung auszukommen. Im einfachsten Fall kann die Bewe gungsbahn der im Speicherteil des Magazins befindli chen Werkzeughalter in gleicher oder ungefähr gleicher Höhe mit der Werkzeughalteraufnahme liegen. Sämtli che Werkzeughalter lassen sich z.
B. mit einer parallel zur Verstellrichtung des Speicherteiles verlaufenden Ausnehmung oder Nut versehen., während am Spei cherteil nur in dessen Bewegungsrichtung wirksame Mitnehmer und an der Aufnahme ein in die Nut ein greifender und nur in der Verschieberichtung der Auf nahme wirksamer Mitnehmer vorgesehen wird. Falls erforderlich können auch in der Bewegungsrichtung des Speicherteiles verlaufende, sich an die Aufnahme anschliessende Führungen oder Unterstützungen für die Werkzeughalter vorgesehen werden.
Der Mitneh- mer in oder an der Aufnahme. kann dabei gleichzeitig auch! Teil einer Spannvorrichtung sein oder der Justie- rungdienen.
Zweckmässig sind am Speicherteil des Magazins und/oder am Werkzeughalter geneigte Führungsteile zum Anheben bzw. Absenken des Werkzeughalters relativ zu seiner Aufnahme beim Verschieben: der letz teren vorgesehen. Dadurch wird ohne komplizierten Mechanismus oder zusätzliche Antriebselemente eine Trennung von Werkzeughalter und Aufnahme und nach hem Wechsel wieder ein Zusammenfügen erzielt. Die Trennung ist in diesem Falle bereits vollzogen, wenn die Aufnahme ihre Endstellung erreicht hat.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungs- becspiel der erfindungsgemässen Einrichtung. Es zei gen: Fig. 1 eine mit der Wechseleinrichtung ausgestat tete Drehbank von der Bedenungseite her gesehen, Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1, Fig.3 einen senkrechten Teilschnitt durch Werk zeughalteraufnahme und Magazin und Fig.4 einen waagerechten Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Drehbank 1 ist auf einem Unterbau 2 ein Bett 3 befestigt, auf des sen Führungen 4 ein Bettschlitten 5 in üblicher Weise verschiebbar ist. Die im Spindelkasten 6 gelagerte Hauptspindel trägt ein Spannfutter 7. Mit der Ziffer 8 ist ein am Bett 3 angebrachtes Feld von Nockenleisten bezeichnet, denen am Bettschlitten 5 befindliche Ab tast- oder Schaltmittel 9 zugeordnet sind. Dies gehört zur Programmsteuerung der Maschine, in die auch der Werkzeugwechsel einbezogen ist.
Der Bettschlitten 5 ist mit einem Querschieber ver sehen, auf den eine Werkzeughalteraufnahme 11 aufge setzt ist. Diese trägt einen Wechselwerkzeughalter W1 mit einem darin eingespannten Werkzeug, z. B. einem Drehmeissel M.
Am hinteren, dem Arbeitsraum der Maschine abge wandten Ende des Bettes ist ein in seiner Gesamtheit mit der Ziffer 12 bezeichnetes Magazin angeordnet. Dieses enthält einen feststehenden Teil 13 und einen auf diesem gelagerten drehbaren Speicherteil 14 sowie einen Antriebsmotor 15 für den letzteren. Der festste hende Magazinteil 13 ist mittels einer Brücke 13a od. dgl. am Bett 3 befestigt (Fig. 4).
Dabei kann die Anordnung insbesondere lösbar bzw. verstellbar sein, sodass sich einerseits das Magazin 12 nach Wunsch von der Drehbank abnehmen und wieder auf diese auf setzen lässt und andererseits die Möglichkeit besteht, das Magazin .in Längs- und/oder Querrichtung des Bet tes so einzustellen, wie es dem durchzuführenden Bear beitungszyklus am- besten entspricht.
In dem Speicherteil 14 sind unterhalb einer Kopf platte 16 zwölf Speicherplätze vorgesehen, in denen bei diesem Ausführungsbeispiel die Werkzeughalter W hängend gehalten sind. Dazu dienen an der Kopfplatte befestigte Haltestücke 17, die die Form von Kreisaus schnitten haben und die einzelnen Speicherplätze be grenzen. Die Werkzeughalter W sind jeweils an einer Seite abgeschrägt, so dass sich eine sehr raumsparende Unterbringung ergibt.
Wie insbesondere aus Fig.2 erkennbar ist, über decken sich die Bewegungsbereiche des Speicherteiles 14 und der vom Bettschlitten und Querschieber getra genen Werkzeughalteraufnahme 11, so dass die letztere durch blosses Verschieben in der durch den Pfeil L angedeuteten Richtung zum Werkzeugwechsel unmit telbar in das Magazin hinein und nach einer entspre chenden Drehung des Speicherteils im Sinne des Pfei les D mit einem neuen Werkzeughalter wieder heraus gefahren werden kann.
Einzelheiten der erfindungsgemässen Einrichtung sind aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich. Der feststehende Teil 13 des Magazins enthält eine mit .dem Unterbau fest verbundene Säule 18. Darauf ist der drehbare Speicherteil 14 mit der Kopfplatte 16 mit Hilfe von Wälzlagern 19, 20 gelagert. Der Antrieb des drehbaren Speicherteiles erfolgt von dem Motor 15 aus über ein Schneckengetriebe, das im Magazinoberteil 13b (Fig.1) untergebracht ist. In dem letzteren befinden sich auch dem Speicherteil zugeordnete Schalt- oder Steuerelemente in Form einer Nockentrommel mit Abtastgliedern.
Auf dem Querschieber 10 des Bettschlittens 5 ist die Werkzeughalteraufnahme 11 mit Schrauben befe stigt. Die Oberseite der Aufnahme 11 bildet die Aufla gefläche für den Werkzeughalter W,. Um jeden Werk zeughalter immer in dieselbe definierte Lage auf der Aufnahme 11 zu bringen, ist in. einer Absetzung der letzteren eine Verzahnung 21 vorgesehen, mit der jeweils eine Gegenverzahnung 22 zum Eingriff kommt, die von einer an der vorderen unteren Kante des Werkzeughalters befestigten, nach unten vorstehenden Leiste 23 nach hinten weist. Der nicht geschnittene Teil in Fig. 4 zeigt die Oberseite der Aufnahme ohne aufgesetzten Werkzeughalter, so dass die Verzahnung 21 erkennbar ist.
Zum Festspannen des Werkzeughalters W, auf sei ner Aufnahme 11 dient ein axial verschiebbarer Spannbolzen 24, dessen durch einen Bund gebildeter Kopf 25 in eine T-Nut 26 im Werkzeughalter eingreift. Senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft diese Nut in der Bewegungsrichtung des Speicherteiles 14, d. h. sie folgt einem Kreis. Ein Tellerfederpaket 27 stützt sich mit seinem oberen: Ende an einer Innenfläche der Auf nahme 11 und mit dem anderen Ende an der Schulter einer Büchse 28 ab, die mit dem Spannbolzen 24 auf Mitnahme in axialer Richtung verbunden ist. Das Federpaket 27 sucht den Spannbolzen: ständig nach unten zu drücken, wodurch der Werkzeughalter ge spannt wird.
Im Querschieber 10 befindet sich ein mit Innenge winde versehener Muttereinsatz 29, in dem eine mit entsprechendem Aussengewinde versehene, den Spann bolzen umgebende Hülse 30 schraubbar ist. Diese Hülse 30 weist in ihrem Inneren ferner ein Axiallager 31 auf, das sich gegen das untere Ende der Büchse 28 legt, wenn sich die Hülse 30 im Verlauf einer Schraub bewegung nach oben bewegt. Sie nimmt dabei die Büchse 28 mit, so dass das Federpaket 27 zusammen- edrückt und dadurch die Spannung gelöst wird.
Das Drehen der Schraubhülse 30 zum Anziehen bzw. Lösen der Spannung geschieht mittels eines Zahnstangentriebes. Die Hülse 30 ist zu diesem Zweck in ihrem oberen Teil mit einer Verzahnung 32 verse hen, in die ein auf einer gewissen Länge als Zahn stange 33 ausgebildeter, in einer Längsbohrung der Aufnahme 11 verschiebbarer Betätigungsbolzen 34 eingreift (Fig. 4). Der Betätigungsbolzen 34 steht nach hinten über die Aufnahme 11 vor, so dass er bei einer Verschiebung der letzteren in Richtung auf das Maga zin gegen den Kopf einer einstellbaren Anschlag schraube 36 am unteren Teil des Magazins stösst (Fig. 4).
In der Aufnahme 11 ist weiterhin ein einarmiger Hebel 37 vorgesehen, der um einen Drehzapfen 38 schwenkbar ist und sich dabei gegen das untere abge setzte Ende eines Stiftes 39 legt, der fest mit einem Führungsglied 40 (Fig. 3) verbunden ist. Das letztere ist in einer waagerechten Längsbohrung gegen die Kraft einer Druckfeder 41 verschiebbar, die sich an einem mit der Aufnahme 11 verschraubten Deckel 42 abstützt.
Das obere Ende des Stiftes 39 greift in eine parallel zu der T-Nut 26 verlaufende Ausnehmung in der Unterseite des jeweiligen Werkzeughalters W, ein und drückt zur Justierung des Halters W, die Verzah nung 22 in die Verzahnung 21 der Aufnahme 11.
Ein vollständiger Werkzeugwechselvorgang geht wie folgt vonstatten. Nach Beendigung eines Schnittes fährt der Querschieber 10 mit der Aufnahme 11 und dem darauf befindlichen Werkzeughalter vom Werk stück zurück in eine Lage, die mit dem freien Speicher platz des Magazins in einer Linie liegt. (vgl. Fig.2). Der Bettschlitten 5 bewegt sich nun nach rechts zum Magazin und gelangt im Verlauf dieser Bewegung auch in die in Fig. 3 wiedergegebene Stellung. Etwa zu die sem Zeitpunkt trifft das hintere Ende des Betätigungs bolzens 34 auf die Anschlagschraube 36 am Magazin unterteil 13 auf, so dass der Bolzen bei weiterer Bewe gung des Bettschlittens nun hineingedrückt wird und eine Drehung der Schraubhülse 30 hervorruft.
Dadurch wird die Spannung des Werkzeughalters ge löst.
Der Betätigungsbolzen 34 bewirkt sodann eine Auslenkung des Hebels 37, wie in Fig. 4 strichpunk tiert angedeutet ist. Dies kann in der Weise geschehen, dass sich z. B. das vordere Ende des Betätigungsbol zens gegen den Hebel legt. Zweckmässig ist die Aus führung entsprechend der Darstellung so, dass der Be tätigungsbolzen 34 einen Absatz 34a aufweist, der zur Anlage an einer einstellbaren Anschlagschraube 37a im Hebel 37 kommt.
Der Hebel 37 legt sich seinerseits an dien Stift 39 an und bewegt diesen. Dadurch wird auf dem letzten Teil der Bettschlittenbewegung der Werkzeughalter W1 relativ zur Aufnahme 11 verschoben, so dass die justierenden Verzahnungen 21, 22 ausser Eingriff kommen. Von der Programmsteuerung bzw. durch einen Endschalter ist inzwischen die Bettschlittenbewe gung beendet worden, sodass sich der Bettschlitten 5, Querschieber 10 und Aufnahme 11 in der in Fig. 3 mit strichpunktierten Linien gezeichneten Endstellung be finden.
Beim Einfahren in diese Endstellung sind inzwi schen ausserdem noch seitlich am Werkzeughalter W1 vorgesehene, schiefe Ebenen bildende Führungsleisten 44 (Fig. 3) in Berührung mit an den Haltestücken 17 befindlichen Bolzen 43 gekommen. Dadurch ist der Werkzeughalter W1 angehoben worden, so dass er nicht mehr auf der Auflagefläche der Aufnahme 11 ruht, sondern. nunmehr von den Haltestücken über nommen ist.
Die Haltestücke 17 sind mit federbelasteten Bolzen 45 ausgestattet, die sich vor die vorderen Kanten der Führungsleisten 44 des im Speicherplatz befindlichen Werkzeughalters legen und diesen beim Drehen des Speicherteiles gegen Verschieben nach vorne sichern.
Der Speicherteil 14 des Magazins kann nun mittels seines Antriebs gedreht werden, um einen in der Pro grammsteuerung vorgewählten anderen Werkzeughalter heranzubringen. Dies kann der nächstgelegene oder aber auch ein an sonstiger Stelle im Magazin befindli cher Werkzeughalter sein. Dabei bewegen sich die übrigen Werkzeughalter bei der Drehung des Speicher teifes über die Aufnahme 11 hinweg. Für die einzelnen Stellungen des Speicherteiles lässt sich eine Rastvor richtung 48 vorsehen.
Sobald der Speicherteil 14 zum Stehen gekommen ist, kann von der Steuerung die Bettschlittenbewegung in umgekehrter Richtung (in den Figuren nach links) eingeschaltet werden. Dabei wird der neue, über die Aufnahme 11 befindliche Werkzeughalter mitgenom men und die Vorgänge des Justierens, Absenkers und Spaniens laufen in umgekehrter Reihenfolge ab wie beim Einfahren in die Endstellung. Damit ist der ge samte Werkzeugwechsel in sehr einfacher Weise schnell vollzogen worden.
Der Betätigungsbolzen 34 kann auch am Magazin angebracht sein, so ,dass er sich beim Einfahren des Schlittens in das Magazin in die Aufnahme 11 hinein bewegt und zum Eingriff mit der Verzahnung 32 der Schraubhülse 30 kommt. Verbleibt der Betätigungsbol zen wie bei der in der Zeichnung dargestellten Ausfüh- rang ständig in der Aufnahme 11, so wird er beim Ausfahren aus der Endstellung kurzzeitig noch am Magazin festgehalten, bis das Spannen des Werkzeug halters stattgefunden hat.
Zu diesem Zweck ist im Magazinunterteil 13 ein Haltebolzen 35 verschiebbar geführt, dessen vorderes abgesetztes Ende in eine Ausnehmung 34b des Betäti gungsbolzens 34 eingreifen kann. Zum Bewegen des Haltebolzens 35 aus der in Fig.4 wiedergegebenen Wirkstellung in eine zurückgezogene Ruhestellung und umgekehrt lässt sich beispielsweise ein Hubmagnet vorsehen, der vom Programm oder über End- bzw. Zeitschalter gesteuert werden kann. Eine andere<B>Mög-</B> lichkeit, nämlich ein zwangläufiges Verschieben des Haltebolzens 35 in Abhängigkeit von -der Bewegung der Werkzeughalteraufnahme ist in Fig. 4 gezeigt.
Ein beispielsweise am Planschieber 10 angebrachter Zap fen 46 greift dabei in eine an der Unterseite des Halt bolzens 35 befindliche Nut oder Aussparung 47 ein, deren Seitenkanten Steuerkurven bilden, derart, dass der Haltebolzen 35 den Betätigungsbolzen 34 beim Herausfahren der Werkzeughalteraufnahmne aus der Endstellung noch für eine bestimmte Zeit festhält. Der Verlauf und die Neigung der Seitenkanten der Ausspa rung 47 lässt sich dabei ohne weiteres so wählen., dass der gewünschte Bewegungsablauf erreicht wird.