CH442613A - Verfahren zum Aufbewahren menschlicher oder tierischer Leichen, Sarg zur Durchführung des Verfahrens und Anwendung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Aufbewahren menschlicher oder tierischer Leichen, Sarg zur Durchführung des Verfahrens und Anwendung des Verfahrens

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CH442613A
CH442613A CH674466A CH674466A CH442613A CH 442613 A CH442613 A CH 442613A CH 674466 A CH674466 A CH 674466A CH 674466 A CH674466 A CH 674466A CH 442613 A CH442613 A CH 442613A
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coffin
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Wesener Erich
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Description


  
 



  Verfahren zum Aufbewahren menschlicher oder tierischer Leichen, Sarg zur Durchführung des Verfahrens und Anwendung des Verfahrens
Bisher wurden tierische Leichen dadurch beseitigt, dass man sie im Erdreich vergrub oder verbrannte. Die erstere Methode brachte aber vielerorts eine Gefahr für die   TrinWasservle, rsotgang      menschiicher    Wohngemeinschaften mit sich.



   Menschliche Leichen wurden, abgesehen von gewissen Spezialverfahren wie beispielsweise der Verbrennung, in   lalter    Regel in Holzsärgen   beerigt.    Da die Holzsärge jedoch schnell verfaulen oder durch die Last der auf ihnen ruhenden Erdmassen eingedrückt werden, gelangen die Verwesungsstoffe bald ins Erdreich und führen damit nicht selten zu einer Verseuchung des Grundwassers.



   Weiter wurde die bisher geübte Methode der Beerdigung menschlicher Leichen von vielen Menschen als ausserordentlich abstossend empfunden. Aus ethischen und religiösen Motiven besteht daher oftmals der Wunsch, die Verwesung eines Leichnams zu verhindern.



   Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, obige Nachteile zu beseitigen.



   Demgemäss ist Gegenstand der Erfindung:
I. ein Verfahren zum Aufbewahren menschlicher   oder tierischer Leichen, ! das dadurch gekennzeichnet    ist, dass man die Leiche gasdicht verpackt; sowie
II. ein Sarg zur Ausführung des Verfahrens,   Ider    dadurch gekennzeichnet ist, dass er mindestens zwei aufeinanderfügbare Teile aufweist, derart, dass diese einen gasdichten Sarg bilden; und
III. die Anwendung des Verfahrens zum Beerdigen menschlicher und tierischer Leichen.



   Entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens kann man den Sarg unter Unterdruck setzen und die Luft, insbesondere den Sauerstoffanteil, im Sarg mindestens teilweise beseitigen oder mit einem verwesungshemmenden Gas oder Gasgemisch anreichern oder vollständig durch ein solches ersetzen.



   Durch den Unterdruck   lässt    sich erreichen, dass der Sarg bei entsprechender Ausgestaltung gut und gasdicht schliesst. Das verwesungshemmende Gas oder Gasgemisch sorgt auf einfache Weise für eine mindestens lange Haltbarkeit des Leichnams.



   Der Gegenstand der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.



  Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Sarg in geschlossenem Zustand in Seitenansicht und
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Sarg nach Fig. 1 in perspektivischer Ansicht.



   In Fig. 1 ist ein Sarg 1 in Seitenansicht dargestellt.



  Er besteht aus zwei schalenförmigen Hälften 2 und 3, die unter Zwischenlage einer Dichtung 4 aufeinanderliegen. Der Sarg ruht auf Fussteilen 5.



   Die   Schalen      sind    vorzugsweise so ausgebildet, dass die obere und die untere Schalenhälfte identisch sind, so dass sie ineinandergestapelt werden können. Diese Möglichkeit bietet, gegenüber dem Stapelverfahren der bekannten Särge, den Vorteil ausserordentlicher Platzersparnis. Um das Ineinanderstapeln zu   erleichtern.    werden die Fussteile 5 erst unmittelbar vor dem Zusammensetzen der Särge angesetzt, wobei sie beispielsweise entweder angeschraubt, angeklebt oder eingesteckt werden können.



   Die Form der Schalen 2 und 3 wird zweckmässig so ausgestaltet, dass im bestimmungsgemässen Zustand des Sarges die gasdichte Verbindung der Verbindungsstellen nicht zerstört, sondern vorzugsweise erhöht wird. Unter bestimmungsgemässem Zustand soll insbesondere der beerdigte, also mit Erdmassen belastete, Zustand des Sarges verstanden werden.



   Die Dichtung 4 weist zweckmässig einen H-förmigen Querschnitt auf, wobei die Ränder der Schalenhälften jeweils in eine Gabelung des H-förmigen Querschnitts eingreifen. Die Toleranzen zwischen Schalenrand und Gabelung des H-förmigen Querschnittes der Dichtung sind dabei zweckmässig so gewählt, dass sich die Dichtung beim Anlegen eines Unterdruckes an den Sarg gasdicht an die Schalenhälften anschmiegt. Die Dichtung besteht zweckmässig aus einem alterungsbe  ständigen Kunststoff.



   Eine andere nicht dargestellte Art der Abdichtung kann durch eine entsprechende Ausgestaltung der Ränder der Schalen gebildet sein, wobei diese beispielsweise die Form von Nut und Feder aufweisen können, die sich durch Anlegen eines Unterdruckes an den Sarg gasdicht ineinanderschieben und liegen. Man kann in jedem Falle eine Dichtungsmasse zwischen Dichtung und Schalenrändern bzw. zwischen   sden      Sehalenrändern    vorsehen.



   Zum Absaugen der Luft aus dem Sarg und zum Einleiten von verwesungshemmenden oder -verhindernden Gasen oder Gasgemischen ist der Sarg vorzugsweise am   Vonder-und    am Hinterende mit einer Zu  führungs-bzw.    Absaugungsöffnung versehen (nicht dargestellt). Diese Öffnungen können aus mit dem Sarg fest verbundenen Kunststoffschlauchstummeln bestehen, die nach erfolgter Zuleitung des Gases und nach Absaugung der Luft zugeschweisst werden.



   Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform können die Zu- und Ableitungsanschlüsse auch in einer entsprechend ausgestalteten Dichtung 4 angeordnet sein.



   Im Sarg ist zweckmässig ein Rost 6 vorgesehen, auf den ein Leichnam gebettet werden kann, derart, dass sich Exkremente unter dem Rost ansammeln können.



   Der Sarg kann aus Kunststoff bestehen, wobei die Schalenhälften zweckmässig im Tiefziehverfahren hergestellt werden. Oder die Schalenhälften können aus Glas gegossen sein.



   Der vorliegende Sarg zeichnet sich durch einen ausserordentlich einfachen Aufbau, grosse Stabilität und einfachen Verschluss aus und weist somit neben den bereits genannten Vorteilen einen eindeutigen Fortschritt gegenüber den bekannten Särgen auf.



   Nach dem vorliegenden Verfahren und mit einem entsprechenden Sarg können Leichen auf einwandfreie und hygienische Art aufbewahrt werden. Insbesondere kann ein solcher Sarg allen hygienischen und vor allen Dingen auch allen moralischen und ethischen Anforderungen an die Aufbewahrung eines menschlichen Leichnams gerecht werden. Dabei ist es dann gleichgültig, ob man den Toten beerdigen will oder sonstwie aufbewahren möchte.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Aufbewahren menschlicher oder tierischer Leichen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Leiche gasdicht verpackt.
    II. Sarg zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens zwei aufeinanderfügbare Teile aufweist, derart, dass diese einen gasdichten Sarg bilden.
    III. Anwendung des Verfahrens nach Patentanspruch I zum Beerdigen menschlicher oder tierischer Leichen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Leiche einem Unterdruck aussetzt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine die Leiche umgebende Luftatmosphäre, insbesondere den Sauerstoffanteil, mindestens teilweise beseitigt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Leiche einem verwesungs- hemmenden Gas aussetzt.
    4. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Absauganschluss aufweist.
    5. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Gaszuleitungsanschluss aufweist.
    6. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile schalenförmig und vorzugsweise gleich ausgebildet sind, vorzugsweise derart, dass die Teile ineinander stapelbar sind.
    7. Sarg nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die schalenförmigen Teile eine solche Form aufweisen, dass die gasdichte Verbindung der Verbindungsstellen durch das Eingraben nicht zerstört, vorzugsweise verbessert, wird.
    8. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er eine einlegbare, vorzugsweise als Rost ausgebildete, Einlage zum Ablegen der Leiche aufweist.
    9. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er angesetzte Fussteile aufweist.
    10. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Kunststoff besteht.
    11. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Glas besteht.
    12. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Sargteilen eine Dichtung, vorzugsweise aus alterungsbeständigem I Kunststoff, angeordnet ist.
    13. Sarg nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung einen H-förmigen Querschnitt aufweist.
    14. Sarg nach Unteransprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuleitnngs- und/oder Absau- gungsanschluss in der Dichtung angeordnet ist.
CH674466A 1966-05-10 1966-05-10 Verfahren zum Aufbewahren menschlicher oder tierischer Leichen, Sarg zur Durchführung des Verfahrens und Anwendung des Verfahrens CH442613A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2532544A1 (fr) * 1982-09-03 1984-03-09 Yvonne Denat Cercueil a vide partiel
EP0174819A3 (de) * 1984-09-08 1987-09-02 John Christopher Peter Binns Behälter
WO2003090660A1 (de) * 2002-04-23 2003-11-06 Leo Rechsteiner Vakuum-glassarg

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