Vorrichtung zum elektrostatischen Übertragen eines Pulverbildes Es sind schon Vorrichtungen zum elektrostatischen Übertragen oder Kopieren von Pulverbildern bekannt, bei d;
nen ein elektrisches Feld, zwischen zwei vonein- ancles entfernt angeordneten Elektroden verwendet wird.
Eine der Elektroden wird als die das Bild for mende Elektrode bezeichnet und enthält ein Sieb, des sen Öffnungen mit Ausnahme derjenigen, die das zu kopierende Bild darstellen maskiert sind. Elektroskopi- sches, d. h. mit elektrischen Ladungen versehenes Pul ver, dessen Teilchen kleiner als die Öffnungen des Sie bes sind, werden der Seite des Siebes zugeleitet, die ausserhalb des elektrischen Feldes liegt. Diese Pulver körnchen gelangen durch die Öffnungen des Siebes in das elektrische Feld und werden von diesem in Rich tung auf die gegenüberliegende Elektrode getragen. Beim Ablagem auf dieser Elektrode formen sie darauf das Bild, das durch die Öffnungen im Sieb gegeben ist.
Wenn das Bild nicht auf der gegenüberliegenden Elek trode sondern auf irgend einem anderen Teil abgela gert werden soll, so kann dieser andere Teil in dem Feld, das sich zwischen den Elektroden befindet, an geordnet werden.
Diese bekannte Vorrichtung arbeitet zufriedenstel lend. Um einen rascheren Kopiervorgang zu ermögli chen ist es aber wünschenswert, eine Vorrichtung zu haben, bei der die Pulverteilchen, anstatt, während das elektrische Feld anliegt, mit einer Bürste durch die das Bild bestimmenden Öffnungen des Siebes hindurchge- stossen zu werden, auf die das Bild formende Elek trode aufgebracht werden, ehe das elektrische Feld angelegt ist. Auf diese Weise kann die Geschwindigkeit für die Übertragung des Pulverbildes durch die gleich zeitige Übertragung eines grossen Teiles oder des ge samten Bildes erheblich gesteigert werden.
Ausserdem kann, wenn das Pulver ohne dass das elektrische Feld bereits anliegt auf das Sieb aufgebracht wird, die Menge des verwendeten Pulvers leichter bestimmt und darum ein gleichmässiges Pulverbild hergestellt wer den.
Es ist darum ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine elektrostatische Kopiervorrichtung anzugeben, bei der das elektroskopische Pulver auf den das Bild be stimmenden Teil aufgebracht wird, bevor dieser in das elektrische Feld gebracht wird.
Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, einen das Bild formenden Teil für eine elektrostatische Kopier vorrichtung anzugeben, bei dem die elektroskopischen Pulverteilchen von der gleichen Seite her aufgebracht und übertragen werden.
Es ist noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Er findung, eine verbesserte Anordnung für eine elektro statische Kopiervorrichtung anzugeben.
Die elektrostatische Kopiervorrichtung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der bildfor mende Teil elektrisch leitend und kontinuierlich be wegbar ist und eine Mehrzahl von auf einer Seite ver- schliessbaren freien Zwischenräumen enthält deren Anordnung das zu übertragende Bild darstellt, und eine Einrichtung zum Beladen der Zwischenräume mit einem elektroskopischen Pulver, und Mittel zum Bewe gen des mit dem Pulver beladenen bildformenden Teils von einer Beladeeinrichtung zu einer bildübertragenden Einrichtung und zurück zur Beladeeinrichtung,
und Mittel zum Erzeugen eines elektrischen Feldes zum Übertragen des elektroskopischen Pulvers vom bildfor menden auf den bildaufnehmenden Teil in der Bild übertragereinrichtung, vorgesehen sind.
Die Erfindung soll nun mit Hilfe der Figuren an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Fig. 1 ist eine Draufsicht auf einen bildformenden Teil nach der Erfindung, Fig. 2 ist eine vergrösserte Teilansicht eines Quer schnittes durch den in Fig. 1 gezeigten bildformenden Teil und zeigt ausserdem dessen Verwendung zum elektrostatischen Kopieren, Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung bei der der in Fig. 1 gezeigte bildformende Teil in einer kontinuierlichen Arbeitsweise verwendet ist.
Fig.4 zeigt eine mit der Vorrichtung nach Fig.3 verwendbare Einrichtung, um die Arbeitsweise der Vorrichtung zu verbessern.
Fig. 5 zeigt eine andere Vorrichtung nach der Er findung, Fig. 6 zeigt eine weitere Einrichtung zum Beladen des bildformenden Teiles mit dem elektroskopischen Pulver, Fig. 7 und 8 zeigen Einrichtungen, mit deren Hilfe die Übertragung des aus Pulver bestehenden Bildes in einer elektrostatischen Kopiervorrichtung verbessert werden kann.
Fig. 9 zeigt eine elektrostatische Kopiervorrichtung, bei der die in den Fig.7 und 8 gezeigte Einrichtung verwendet ist.
Fig. 10 zeigt eine weitere elektrostatische Kopier vorrichtung nach der Erfindung.
In den Fig. 1 und 2 ist ein bildformender Teil in der Draufsicht und in einem vergrösserten Schnitt ge zeigt. Der bildformende Teil enthält ein elektrisch leit fähiges Sieb 10, dessen Öffnungen mit Ausnahme der Öffnungen 12, die ein bestimmtes Muster bilden, mas kiert sind. Weiter ist eine Rückwand 14 vorgesehen, die entweder so gross ist wie das Sieb, oder auch nur den Teil des Siebes, der durchgehende Öffnungen be sitzt, bedeckt. Die Rückwand kann ein Teil des Siebes sein oder an dieser nur anliegen und durch Druck oder andere Mittel damit verbunden sein.
Die Sieböffnungen sind mit elektrostatisch gelade nen elektroskopischen Pulverteilchen 16 gefüllt. Dazu wird das Pulver beispielsweise über die Oberfläche des Siebes versprüht, und dann mit einer Spachtel das überschüssige Pulver entfernt, so dass nur die Sieböff nungen mit den Pulverteilchen 16 gefüllt sind, wie es in Fig. 2 gezeigt ist.
Um diese Pulverteilchen entweder auf eine Gegenelektrode 18, die eine flache Platte sein kann, oder auf irgend einen anderen, bildaufnehmen den Teil, der zwischen den von dem Sieb 10 und der flachen Platte 18 gebildeten Elektroden angeordnet ist, zu übertragen, ist eine Spannungsquelle 20 über einen Schalter 22 mit den beiden Elektroden verbunden. Wenn die Polarität der Siebelektrode 10 gleich der Polarität der elektroskopischen Pulverteilchen 16 ist, so werden diese von der Siebelektrode 10 in Richtung auf die Elektrode 18 abgestossen und von der Elek trode 18 angezogen und festgehalten.
Die Pulverteil chen können dann auf der bildaufnehmenden Elek trode oder einem anderen bildaufnehmenden Teil ent weder durch Erwärmen oder durch Aufsprühen eines brauchbaren Bindemittels oder auf irgend eine andere, dem Fachmann gut bekannte Art, befestigt werden.
Beispielsweise kann ein Farbpulver, das aus einer Mischung von 65 Gew. o/o eines Harzes, das von der Union Carbide Comp. unter der Bezeichnung Ayac ver kauft wird, mit 35 Gew. o/o des Ultramarinblau-Farb- stcffes der Union Carbide Comp. in der beschriebenen Art durch die Anwendung eines elektrischen Feldes zwischen einem Sieb und einer Gegenelektrode,
von dem im voraus mit der Farbpulvermischung beladenen Sieb übertragen werden. Zu diesem Zwecke werden das Harz und der Farbstoff gemischt und dann ge schmolzen und darauf in einem Mikroatomizer ge mahlen, bis die Teilchengrösse kleiner ist als die Öff nungen des Siebes.
Die Rückwand für das als bildformende Elektrode verwendete Sieb soll sicherstellen, dass die Menge des Pulvers in den Öffnungen des Siebes eine gewisse Gleichmässigkeit aufweist. Wenn das Pulver beispiels- weise mit einer Bürste auf das Sieb gebracht wird, fällt nicht alles Pulver durch die Sieböffnung hindurch, son dern diese halten einen Teil des Pulvers zurück, auch wenn die Pulverteilchen genügend klein sind, um ohne Schwierigkeiten durch die Sieböffnungen hindurchtre- ten zu können. Der Grund dafür ist nicht ganz geklärt, aber es ist möglich,
dass sowohl die Reibungselektrizi tät als auch das mechanische Haften der Pulverteil chen, infolge ihrer Oberflächenunregelmässigkeiten, aneinander in Betracht gezogen werden müssen. Wenn dagegen eine Rückwand verwendet wird, ist sicherge stellt, dass die Menge des in jede der Sieböffnungen eingefüllten Pulvers die gleiche ist. Ohne diese Rück wand würden einige der Öffnungen mehr Pulver als andere zurückhalten.
Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung mit der ein Bildsieb der in Fig. 1 gezeigten Art mit Pulver beladen und an- schliessend in einem kontinuierlichen Arbeitsablauf weiter verwendet werden kann. Ein drehbar angeord neter Zylinder 30 wird von einem Motor 32 angetrie ben und dreht sich in der durch den Pfeil angegebenen Richtung. Auf den Umfang des Zylinders sind eine Mehrzahl von bildformenden Teilen 34, 36, 38, 40, 42 aufgebracht. Jedes von diesen hat Öffnungen, welche das Bild bestimmen und die auf einer Seite mit einer Rückwand abgeschlossen sind. Der Raum zwischen benachbarten Sieben ist mit einem isolierenden Mate rial 44 ausgefüllt.
An der einen Seite des rotierenden Zylinders ist ein Behälter 50 angeordnet und mit .ellektroskopischem Pul ver mit den gewünschten reibungselektrischen Eigen schaften gefüllt. Der Boden 52 des Behälters ist auf der einen Seite abgewinkelt, so dass sich das Pulver unter dem Einfluss der Schwerkraft in der Richtung eines am unteren Ende angebrachten Schlitzes, der sich auf die Sieboberfläche die nahe an den Schlitz vorbei rotiert öffnet, bewegt. Ein Spachtel 54 entfernt das überschüssige Pulver von der Oberfläche des Siebes und- leitet dieses in den Behälter 50 zurück, von wo aus es erneut, infolge der Schwerkraft, gegen die Ober fläche des Siebes geführt wird.
Das auf diese Weise mit Pulver beladene Sieb wird dann vom Zylinder in die Kopierstellung bewegt, in der ein elektrisches Feld besteht. In Fig. 3 ist das Sieb 42 in dieser Kopierstellung gezeigt. Das Sieb ist mit Hilfe einer Rollerelektrode 58, die das Sieb berührt, sobald es in die Kopierlage kommt, geerdet. Eine dem Sieb gegenüberliegend angeordnete Plattenelektrode 60 ist mit einer Spannungsquelle 62 verbunden, deren ent gegengesetzter Pol ebenfalls geerdet ist.
Der bildauf nehmende Teil, beispielsweise ein Papierband 64 wird von einer Spule 66 über die Führungsrollen 68 und 70 geleitet und dann durch eine das Bild fixierende Ein- richtung 72 auf die Aufnahmespule 74. Die Rollen 68, 70 können zusammen mit der Plattenelektrode 60 ver wendet werden, um das Papier während seines Durch laufs durch das elektrische Feld gegenüber dem Sieb in die richtige Arbeitslage zu bringen.
Bei einer anderen Ausführungsform können an dem Sieb geeignete Ab standhalter angebracht sein, gegen welche die Rollen 68, 70 das Papier drücken, so dass es gegenüber dem Sieb richtig ausgerichtet ist. Die das Bild fixierende Vorrichtung 72 arbeitet mit Hilfe von Wärme, oder einem Sprühmittel, oder irgend einem anderen, dem Fachmann gut bekannten Mittel.
Fig.4 zeigt eine andere Vorrichtung mit der das Bildsieb von seiner Vorderseite her mit Pulver beladen werden kann, ehe es in das elektrische Feld geleitet wird. Dazu kann der gleiche Behälter 50, wie er schon in Fig. 3 gezeigt ist, verwendet werden, um ein durch Reibung elektrostatisch aufgeladenes Pulver auf die Oberfläche des Siebes zu bringen.
Wenn jedoch die Zuführung des Pulvers durch die Schwerkraft für eine gleichmässige Beladung der in dem Sieb vorgesehenen Öffnungen unzureichend ist, kann eine rotierende Bür- ste 76 verwendet werden. Diese Bürste isst am Boden des Öffnungsschlitzes des Behälters angebracht und dreht sich gegen die Drehrichtung der Trommel. Die von der Bürste erfassten Pulverteilchen werden dann gleichmässig in den Sieböffnungen
abgelagert. Die Spachtel 54 dient wiederum zum Entfernen überschüs sigen Pulvers.
Fig. 5 zeigt eine andere Vorrichtung um das Sieb in Übereinstimmung mit der Erfindung mit Pulver zu be laden. Bei dieser Ausführungsform wird ein elektri sches Feld nicht nur für die Übertragung der elektro- skopischen Pulverteilchen von einem Sieb auf einen bildaufnehmenden Teil verwendet, sondern auch um das Sieb mit dem Pulver zu beladen. Eine drehbare Trommel 80 wird von einem Motor 82 angetrieben. Um die Oberfläche der Trommel ist ein Bildsieb 84 herumgelegt, so dass die Trommeloberfläche zugleich als Rückwand für die das Bild bestimmenden Öffnun gen im Sieb 84 dient. Die Oberfläche der Trommel und/oder der darauf befestigten Siebe ist elektrisch lei tend und geerdet.
Wenn sich die Trommel dreht, durchläuft ihre Oberfläche einen die Trommel mit Pul ver beladenden Behälter 86, in dem sich eine Wolke aufgewirbelten Pulvers nahe der Oberfläche der Trom mel befindet. Diese Pulverwolke kann auf irgend eine der hinreichend bekannten Arten erzeugt werden, bei spielsweise durch Vibrieren des Behälters mit Hilfe eines Vibrators 89, oder durch Anwendung einer Wir belschicht, wobei die Grundfläche 88 des Behälters als Bettung dient und ein geringer Luftdruck verwendet wird.
Der Boden 88 des Behälters ist elektrisch leitend und mit dem positiven Pol einer Spannungsquelle 90 verbunden, und der Behälter mit einem elektroskopi- schen Pulver, das reibungselektrische Eigenschaften besitzt, gefüllt, so dass der positiv geladene Boden des Behälters 86 die Pulverteilchen abstösst und diese von der gegenüber dem Behälterboden negativen Oberflä che der Trommel 80 angezogen werden. Dabei wird das Sieb 84 auf der Trommeloberfläche mit den Pul verteilchen beladen. Ein Spachtel 91, der an der Aus laufseite des Behälters 86 angeordnet ist, entfernt alles nicht in den Öffnungen des Siebes eingebettete Pulver.
Die Trommel dreht dann das beladene Sieb in den Bereich des elektrischen Feldes, wo das Bild übertra gen wird. Dabei erstreckt sich das Bild zwischen dem Schirm und einer gegenüberliegend angeordneten Rol lenelektrode 92, die mit dem negativen Pol einer Spannungsquelle 94 verbunden ist. Nachdem nun die Trommeloberfläche positiv gegenüber der Rolle 92 ist, werden die Pulverteilchen von der Trommeloberfläche abgestossen und auf die negative Rolle 92 zubewegt.
Das aus dem Pulver bestehende Bild wird auf ein bild aufnehmendes Band 86 übertragen, das mit einer Ge schwindigkeit, die der Geschwindigkeit des Trommel umfanges entspricht, von einer Spule 98 abgewickelt und dann durch den Spalt oder die Zone zwischen der Rolle 92 und dem Sieb 84 bewegt und anschliessend durch eine Fixiereinrichtung 104 und gezogen danach auf die Spule 106 aufgespult wird. Das weiter oben beschriebene blaue elektroskopi- sche Pulver kann mit der eben beschriebenen Vorrich tung verwendet werden.
Ein anderes Pulver, das eben falls mit der gleichen Vorrichtung verwendbar ist, wird von der Switzer Brothers Incorporation, 9314 East Fern Street, South e1 Monte, California, hergestellt und ist als Dayglo-Rocket Red-A13 im Handel erhält lich.
Ein weiteres Pulver, das mit den mit Hilfe der Fig. 2 und 3 beschriebenen Vorrichtungen verwendbar ist, wird von der Drakenfeld Company unter der Be zeichnung DK Red Overglaze No.61176 herge stellt. Einige der Pulver können so verwendet werden, wie sie vom Hersteller geliefert werden, während an dere zuvor elektrostatisch geladen werden müssen. Dieses kann leicht mit Hilfe von Reibungselektrizität oder anderen dem Fachmann wohlbekannten Verfah ren, beispielsweise einer Corona-Entladung, ausgeführt werden.
Ein anderes Verfahren zum Beladen des Siebes mit Hilfe einer elektrischen Spannung ist in Fig. 6 gezeigt. Dazu wird die gleiche Trommel 80, um die ein Sieb 84 gelegt ist, verwendet. Auch für das elektrostatische Kopieren kann die gleiche Anordnung, wie sie in Fig. 5 gezeigt ist, verwendet werden. In diesem Falle ist jedoch eine Bürste 108 rotierend im Behälter 87 an geordnet. Beim Rotieren taucht die Bürste in das elek- troskopische Pulver 110, nimmt dieses auf, um es wie der abzustreifen, sobald die Bürste gegen eine Mehr zahl parallel gespannter Drähte 113 anstösst. Die Drähte sind mit dem positiven Pol einer Spannungs quelle verbunden.
Die abgestreiften Pulverteilchen ge langen durch die Öffnungen zwischen den Drähten in das elektrische Feld, das zwischen den Drähten 113 und der Trommel 80 besteht und werden von diesen in Richtung auf die Oberfläche der Trommel bewegt, wobei das Sieb 84, das um die Trommel 80 gelegt ist, mit dem Pulver beladen wird. Die Spachtel 91 entfernt wieder die überschüssigen Pulverteilchen. Das elektro statische Kopieren erfolgt dann in der gleichen Art, wie es bereits im Zusammenhang mit der Fig.5 be schrieben wurde.
Es kann bei manchen Arten von Pulvern vorkom men, dass die im voraus in das Sieb eingelagerten Pul verteilchen in den Öffnungen des Siebes stecken blei ben, wenn dieses in das für das Kopieren vorgesehene elektrische Feld gebracht wird. Diese Erscheinung ist noch nicht ganz erklärt, wird aber wahrscheinlich durch die reibungselektrischen Eigenschaften. der Pul verteilchen, oder durch deren Aneinanderlagern infolge unregelmässiger Formen bewirkt, das stärker als die elektrischen Kräfte ist, die die Pulverteilchen übertra gen sollen.
Es war gefunden worden, dass diese Schwierigkeit nicht auftritt und praktisch alle Bildüber tragungen verbessert sind und eine grössere Gleichmäs sigkeit besitzen, wenn das bildtragende Sieb vibriert oder geschlagen wird, sobald es in das elektrische Feld ein gebracht wird. Auf diese Weise werden die Anlagerun gen der pulverförmigen Teilchen aufgebrochen, so dass sie leichter durch das elektrische Feld übertragen wer den können.
Die Fig. 7 und 8 zeigen zwei einfache mechanische Vorrichtung um das Vibrieren oder Anstossen zum Aufbrechen der Anlagerungen der Pulverteilchen durchzuführen. In Fig. 7 ist eine bildtragende Siebelek trode 112 gezeigt, die mit Hilfe einer solchen Vorrich tung leicht angestossen und vibriert wird. Die Vorrich tung enthält eine angetriebene, rotierende Achse 114, von deren Oberfläche eine Mehrzahl von flexiblen Drähten 116 abstehen, die alle an ihren Enden kleine metallene Kugeln 120 tragen.
Beim Rotieren der Achse 114 schlagen die Kugeln 120 an das das Pulver bild tragende Teil 112, wodurch eventuelle Anlagerun gen des Pulvers aufgebrochen werden.
Bei der in Fig.8 gezeigten Vorrichtung ist eine Mehrzahl von mit Luft angetriebenen Hämmern 112 dargestellt, die über die Zone des Bildmusters verteilt sind und von einer Druckluftquelle 124 her angetrie ben sind. Diese mit Druckluft betriebenen Hämmer können von der Art sein, wie sie beispielsweise vom Zahnarzt zum Verdichten von Zahnfüllungen verwen det werden.
Die beschriebenen Anordnungen zum Schlagen und Vibrieren des Bildsiebes, sobald dieses in das das Bild übertragende Feld gebracht wird, sind nur als spezielle Ausführungsbeispiele gezeigt. Es ist natürlich auch möglich, eine grosse Anzahl anderer Arten von Vibra- tionsvorrichtungen zu verwenden, beispielsweise pie- zoelektrische Kristalle, magnetostriktive Einrichtungen, Solenoide usw. Solche Vorrichtungen sind dem Fach mann wohl bekannt und sollen mit dem Ausdruck Vibrator-Einrichtung bezeichnet werden.
Die Fig. 9 zeigt eine Anordnung, bei der .ein zum elektrostatischen Kopieren geeignetes Band ange wendet ist. Das Bildsieb ist in ein Band 130 eingear beitet, das von zwei drehbar und im Abstand vonein- ander angeordneten Zylindern 131, 132 getragen ist. Ein Motor 136 dient dazu, das Band von dem Ort, wo es mit d..-m Pulver beladen wird, zu dem Ort, wo das Pulverbild übertragen wird, und dann zurück zu dem Ort, wo es wieder mit Pulver beladen wird, zu bewe gen.
Zum Beladen des Bandes mit dem Pulver ist ein Behälter 137 vorgesehen, der von der gleichen Art, wie der in den Fig. 3 und. 4 beschriebene Behälter 50, aufgebaut sein kann. Durch Reibungselektrizität aufge ladene Pulverteilchen werden aus diesem Behälter in die Öffnungen der Siebe 138 gegeben. Die beladenen Siebe werden dann in das elektrische Feld getragen, das zwischen dem Band und einer leitenden Platte 140 besteht.
Das Band<B>130</B> ist geerdet und die leitende Platte 140 ist mit einer Spannungsquelle 142 verbun den, deren anderer Ausgang ebenfalls geerdet ist, wodurch ein elektrisches Feld zwischen den beiden Elektroden bestehend aus der leitenden Platte 140 und dem Teil des Bandes 130 der dieser Platte gegenüber liegt, erzeugt ist. Ein das Pulverbild aufnehmender Teil 144 wird mit Hilfe der beiden Rollen 146, 148 mit einer Geschwindigkeit, die der des Bandes 130 ent spricht, zwischen dem Band 130 und der Elektrode 140 hindurchgeführt.
Der das Bild aufnehmende Teil 144 durchläuft ähnlich wie es weiter oben schon beschrieben ist, eine das Bild fixierende Einrichtung und wird danach auf eine Spule aufgewickelt. In der Zone, in der das pul verförmige Bild übertragen wird ist unterhalb dem Band 130 eine Vibriervorrichtung 150 angeordnet, die mit dem Band zusammenwirkt und irgend eine der oben beschriebenen Vibriervorrichtungen sein kann. Die aus Pulver geformten Bilder auf dem bildformen den Band 130 werden auf das bildaufnehmende Band 144 übertragen, sobald dieses durch das elektrische Feld geführt wird.
Ein Vorteil der Verwendung eines bildformenden Teils der beschriebenen Art besteht darin, dass das Sieb nicht aus einem elektrisch leitenden Material her- gestellt sein muss. Unabhängig davon kann die Rück seite aus einem elektrisch leitenden Material hergestellt sein, wobei praktisch die gleichen Ergebnisse erzielt werden. Auf diese Weise können nicht nur billigere Siebmaterialien verwendet werden, sondern auch sol che, die leichter zu bearbeiten sind und die kleinere Sieböffnungen, als ein elektrisch leitendes Material er lauben, wodurch feinere Bildeinzelheiten möglich sind.
Bei der Beschreibung der Funktionsweise der vor liegenden Erfindung ist immer eine Gegenelektrode verwendet worden. Wenn der bildaufnehmende Teil ausreichend elektrisch leitfähig ist, um die Ausbildung eines elektrischen Feldes zum Übertragen des Pulvers beim Anlegen einer geeigneten Spannung zu ermögli chen, kann auf die gezeigte Plattenelektrode verzichtet und die Spannungquelle direkt mit dem die Kopie auf nehmenden Material verbunden werden.
Diese Bedin gung wird von vielen Arten von Papier, Holz, Gewe- bear usw. erfüllt, je nach deren Zusammensetzung und/ oder ihrem Feuchtigkeitsgehalt. Ausserdem braucht, wie bereits beschrieben wurde, die Rückseite des Sie bes weder einen integrierenden Teil des Siebes noch permanent mit diesem verbunden zu sein.
Die Rück seite muss mit dem Bildsieb nur während dieses mit dem Pulver beladen wird und während der anschlies- senden Bildübertragung in Berührung sein. In Fig. 10 ist eine entsprechende Anordnung gezeigt. Ein Bildsieb 152 wird über zwei drehbar angeordneten Rollen 154, 156, von denen die eine durch den Motor 158 gedreht wird, geführt. Ausserdem wird eine leitende Rückwand 160 über zwei drehbar angeordneten Zylindern 162, 164 geführt.
Die beiden Zylinder sind so angeordnet, dass die leitende Rückwand 160 mit dem siebförmigen Band 152, sobald diese unter der Pulverladeeinrichtung und während dieses durch die Bildübertragungs-Sektion läuft, in Berührung ist. Die Pulverladestation ist der Ort, bei dem die pulverförmigen Teilchen aus dem Pulverbehälter 166 auf den bildformenden Teil, näm lich das Sieb 152, aufgebracht werden. Dabei verhin dert die Rückwand 160, dass die Pulverteilchen durch die Sieböffnungen hindurchfallen.
Die Bildübertragungs-Sektion enthält eine dem Sieb 152 gegenüberliegend angeordnete Plattenelektrode 168, die mit einer Spannungsquelle 170 verbunden ist. Die leitende Rückwand 160 ist geerdet, so dass ein elektrisches Feld zwischen der leitenden Platte 170 und der Rückwand 160 besteht. Die Pulverteilchen, die sich in den Öffnungen des Siebes befinden, werden auf die Elektrode 168 zu bewegt und von einem bildauf nehmenden Band 172 aufgenommen. Dieses Band wird von einer Spule 174 abgerollt und mit Hilfe von zwei Rollen 176, 178 durch die Bildübertragungs-Sektion und danach durch eine Fixierstation 180 geleitet und schliesslich auf die Spule 182 aufgerollt.
Wenn es wün- sehenswert ist, kann an der Rückwand 160 in der Sek tion, in der die Übertragung des pulverförmigen Bildes erfolgt, eine Vibriereinrichtung 184 verwendet werden.
Im Vorhergehenden ist eine verbesserte erprobte elektrostatische Kopiervorrichtung beschrieben worden, bei der die elektroskopischen Pulverteilchen in geeib nete Ausnehmungen eines bildformanden Teils ange- bracht werden, deren Öffnungen auf der gleichen Seite, auf der später das elektrische Feld einwirkt, liegen. Der im voraus mit dem Pulver beladene, bildformende Teil wird dann in das elektrische Feld bewegt, wo die Pulverteilchen auf den bildempfangenden Teil übertra gen werden.