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Zur Trocknung flüssiger und pastöser Massen, zwecks Herstellung von Pulvern und Granulaten, im Warmluftstrom dienender Schnelltrockner Es sind bereits verschiedene Verfahren bekannt, um durch Trocknen von feuchten, nassen oder flüssigen Substanzen Pulver oder Granulat zu erhalten. So gibt es Granulatschnelltrockner verschiedenster Bauart, bei denen ein Behälter mit einem Sieb- oder Lochbo- -den zur Aufnahme des zu trocknenden Materials dient.
Der zum Trocknen verwendete Luftstrom wird durch einen Ventilator durch den Behälter hnndurchgesogen :erder hindurchgeblasen, nachdem er in -einem Vorfilter gereinigt und mittels eines Heizaggregates aufgewärmt worden :ist.
Obwohl sich Schnelltrockner dieser Art für Granu- Jat gut bewährt haben, hat es .sich bald gezeigt, dass sie nur für bestimmte Ausgangsmaterialnen verwendbar sind. So lassen sich z. B. keine Materialien mit ihnen ,trocknen, die im nassen Zustand so flüssig sind,, dass sie durch die Öffnungen im Boden hindurchtreten können.
Der Schnelltrockner nach der vorliegenden Erfindung dient nun zur Herstellung von Pudern und Granulat durch Trocknung einer feuchten, nassen oder sogar flüssigen Masse mittels eines Warmluftstromes -und dies bei einem unterhalb 1 Atm liegenden Druck. Er weist einen Behälter für das Trockengut, eine Luft absaugvorrichtung, um die Luft durch das zu trocknende Gut hindurchzusaugen, sowie Filter auf, um diese Luft vom Trockengut zu trennen., und des weitern eine Heizvorrichtung zur Erwärmung der das zu trocknende Gut zu durchströmen .bestimmten Luft.
Des weitern besitzt der Schnelltrockner einen Warmluftraum für die durch die Heizvorrichtung erwärmte Luft, in welchem ein als Behälter für das Trockengut dienendes Becken angeordnet ist, dessen Wandung mit einer Einrichtung zur Erzeugung eines nach unten gerichteten Warmluftstromes aus dem Warmluftraum ins Becken versehen ist, wobei oberhalb des Beckens ein vom Warmluftraum getrennter Filterraum angeordnet ist, in welchem sich ein an den Beckenrand luftdicht anschliessender Filter befindet.
Der Trockner ist erfindungsgemäss dadurch ge- lkennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung des nach unten: gerichteten Luftstromes durch mehrere in der Beckenwandung angeordnete Löcher und ein im Beckennnnern befindliches Leitblech gebildet ist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Trockners in der Vorderansicht, -wobei die Kastentüren entfernt und einzelne Teile im Schnitt dargestellt sind.
Das Innere des mit -41 bezeichneten Gehäuses ist durch einen Boden 42 in zwei Teile geteilt. Dieser Boden weist eine runde Öffnung 42a auf, auf welcher der im Filterraum 60 angeordnete Filter 43 sitzt. Dieser Filter besteht hier .aus mehreren unten geöffneten, oben geschlossenen zylindrischen Filtersäcken 44. Im untern Teil des Gehäuses, dem Warmluftraum 61, befindet sich das Becken 45, das auf einem Gestell 46 kippbar gelagert ist. Das Verschwenken kann durch einen =aussen am Gehäuse an der Welle 47 angeordneten, nicht dargestellten Hebel bewirkt werden. Ein Gegengewicht 59 dient dazu, dass,der Schwerpunkt des leeren Beckens wenigstens in die Nähe der Welle 47 verlegt wird.
In der Zeichnung ist mit strichpunktierten Linien die Lage eingezeichnet, die das Becken 45 beim Entleeren einnimmt. Zwischen dem Boden 42 und dem Becken 45 ist eine Dichtungsmanschette 48 angeordnet, deren unterer Rand 48a sich mittels pneumatischer Vorrichtungen 49 dicht auf den Rand 45a des Beckens pressen lässt. Das Becken 45 selbst besteht aus zwei voneinander durch die mit 45e, bezeichnete Linie getrennten Teilen, nämlich der Schüssel 45b und dem abnehmbaren Randreifen 45e, der sich nach Lösen von Spannvorrichtungen 50 wegnehmen lässt. Der auf der Schüssel 45b aufsitzende Teil des Randrei- fens ist mit auf seinem ganzen Umfang verteilt angeordneten Löchern 45d versehen.
Der andere Teil des Randstreifens wird durch ein Leitblech 51 gebildet, das vom oberen Rand 45a ausgehend wenigstens angenähert in der Richtung zur Mitte des Beckenbodens verläuft und an seinem unteren Ende zur Schüsselwand
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parallel gerichtet ist. Die Wandung der Schüssel weist ein Fenster 52 auf, durch welches sich der Zustand des zu behandelnden Gutes beobachten lässt. Am Boden des Beckens 45 ist ein Drehmesser oder ein Knet oder Rührwerk 53 angeordnet, das sich über eine in der Zeichnung nicht sichtbare hydraulische Pumpe mit einstellbarer Geschwindigkeit antreiben lässt.
Aus dem Raum oberhalb des Bodens 42, also dem Filterraum, lässt sich mittels eines zweistufigen Gebläses, dessen Motoren mit 64 bezeichnet sind, die Luft absaugen und ins Freie fördern.
Innerhalb des Gehäuses 41 befinden sich im untern Teil, hinter der als Schalttafel dienenden Verschalung 41a, eine Öffnung für den Lufteintritt, ein Heizelement zur Erwärmung der eintretenden Luft und ein Filter zur Reinigung dieser Luft.
Zum Füllen des Beckens 45 dient ein in den Warmluftraum 61 mündendes Rohr 56, das oben durch eine Klappe 54 verschlossen werden kann, oberhalb welcher sich ein Einfülltrichter 55 befindet. Ein durch eine Klappe 58 verschliessbarer Trichter 57 dient dazu, das getrocknete Gut aufzunehmen.
Beim Arbeiten mit dem dargestellten Trockner wird zuerst das zu behandelnde Gut durch den Trichter 55 und das Rohr 56 in das Becken 45 eingefüllt, wobei der untere Rand 48a der Dichtungsmanschette 48 bereits auf dem obern Beckenrand 45a aufliegt und dort durch in Zylindern 62 verschiebbare Kolben 63 festgehalten wird. Dann wird die Klappe 54 geschlossen, und die Gebläsemotoren 64 werden eingeschaltet. Diese saugen nun die Luft aus dem Filterraum 60 ab, so dass dort ein Unterdruck entsteht und Luft durch den Filter 43 nachströmt.
Dadurch entsteht auch im Becken 45 ein Unterdruck, so dass die im Warmluftraum 61 befindliche Luft, die Atmosphärendruck aufweist, durch die Löcher 45d ins Becken 45 einfällt, dort .durch das Leitblech 51 nach unten umgelenkt wird und sich mit dem zu behandelnden Gut sehr stark mischt, wobei dieses je nach Trockenheit und Feinheit mehr oder weniger weit in die Filtersäcke 44 hinaufgewirbelt wird, aus denen es dann wieder herunterfällt.
Da es sieh bei dieser Luft um Luft handelt, die durch die hinter der Schalttafel 41a angeordneten Heizelemente erwärmt oder erhitzt und die dort befindlichen Filter gereinigt worden ist, und da zudem der Druck innerhalb des Beckens 45 kleiner ist als der Atmosphärendruck, ist eine rasche und trotzdem materialschonende Trocknung gewährleistet.
Der Trocknungsvorgang kann durch eine Schaltuhr beendigt werden, oder durch einen Steuerschalter, der durch ein die Feuchtigkeit der abgesaugten Luft messendes Hygrometer ausgelöst wird, oder auch durch einen Handschalter, da ja der die Apparatur bedienende Arbeiter den Zustand des zu behandelnden Gutes durch das Fenster 52 des Beckens 45 und durch ein in der nicht gezeichneten Gehäusetüre angeordnetes Fenster beobachten kann. Nach Beendigung des Trocknungsvo-rganges wird also das Gebläse abgestellt, wobei das Gut aus dem Filter 43 ins Becken 45 zurückfällt.
Dann wird durch Verschieben der Kolben 63 in den Zylindern: 62 mittels eines Druckmediums die Dichtungsmanschette 48 vom Becken 45 abgehoben und das Becken gekippt, so dass sich der Inhalt in den Trichter 57 entleert, dessen Klappe sich je nach Konstruktion durch das Gewicht des Schüttgutes automatisch öffnet oder geöffnet werden muss.
Um ein sicheres und vollständiges Ausschütten des fertig getrockneten Gutes zu erreichen, kann man im Leitblech 51 an der Ausschüttstelle eine Aussparung vorsehen, oder man kann auch den ganzen Randreifen 45c so unterteilen, dass sich an der Ausschüttstelle ein ein- .oder zweiteiliger türähnlicher, nach aussen tierausschwenkbarer Abschnitt befindet.
Der vorstehend beschriebene Schnelltrockner lässt sich natürlich nicht nur zum Trocknen einer flüssigen oder pastösen Masse, zwecks Herstellung von Pulvern oder Granulaten, verwenden, sondern u. a. auch zum Mischen von Pulvern. Man kann des weitem eine Flüssigkeitsleitung vorsehen und damit ein trockenes Gemisch befeuchten, damit es sich mittels des Rührwerkes 53 kneten lässt. Anschliessend kann die so erhaltene pastöse Masse wieder zu Pulver oder Granulat getrocknet werden.