CH443191A - Verfahren zur Erh¦hung der Eiweissstabilität von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als Adsorptionsmittel - Google Patents
Verfahren zur Erh¦hung der Eiweissstabilität von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als AdsorptionsmittelInfo
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Description
Verfahren zur Erhöhung der Eiweissstabilität von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als Adsorptionsmittel Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Eiweissstabiliät von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als Adsorptionsmittel. Gemäss dem Hauptpatent wird das Bier mit einem feingemah lenen Kieselgel behandelt, das eine Oberfläche von 200-400 m2/g, ein Porenvolumen von mehr als 0,6 und weniger als 1,
2 ml/g und einen Porendurchmesser von mehr als 60 und weniger als 150 A besitzt. In dem Hauptpatent ist auch vorgeschlagen worden, das Kie selgel einer Säurenachbehandlung zu unterwerfen und die daran anschliessende Waschung oder Trocknung so weit zu treiben, dass das fertige Endprodukt in wässri- ger Suspension einen pH-Wert von 5,0 bis 7,0 zeigt.
Es ist weiterhin vorgeschlagen worden, für die Zwecke der Eiweissstabilisierung von Bier als Kieselgel ein feinpulveriges, weit- oder mittelporiges Kieselgel zu benutzen, das schwachsauer reagiert und in 5 /oiger wässriger Suspension einen pH-Wert von 4,5 bis 7 er gibt.
Falls man also das Kieselgel einer Säurenachbe handlung unterwirft, ist es möglich, für die Bierstabili- sierung Kieselgele einzusetzen, die nicht als weitporige Kieselgele im Sinne des Hauptpatentes, sondern als mit telporiges Material anzusprechen sind.
Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, bei An wendung eines schwachsauer bis neutral reagierenden Kieselgels die Mahlung zweckmässigerweise so weit zu treiben, dass etwa 75 % ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,044 mm (= 325 mesh) passieren. Selbstverständlich kann die Mahlung auch noch weiter getrieben werden.
Es liegt dann auf der Hand, dass ein besonders fein. gemahlenes Material wegen der vergrös serten Oberfläche rascher adsorbiert. Wenn bei einer besonders feinen Vermahlung des Kieselgels keine wei teren Wirkungen hinzuträten, müsste sich bei langer Einwirkungszeit ein Gleichgewichtszustand einstellen, weil auch die im Inneren gelegenen Poren zur Wirkung kommen, so dass bei langer Einwirkungszeit die Fein heit der Mahlung keinen wesentlichen Einfluss auf die Adsorptionswirkung ausübte. Es hat sich jedoch überraschend gezeigt, dass diese Annahme nicht zutrifft.
Vielmehr adsorbiert ein beson ders fein gemahlenes Kieselgel auch bei langer Einwir kungszeit besser als das weniger fein gemahlene Mate rial.
Es hat sich weiter überraschenderweise gezeigt, dass die besonders weit getriebene Mahlung dazu füh- @en kann, dass ein Kieselgel, das zwar in seiner Struk tur weitporig ist, einem anderen weitporigen mit Säure nachbehandelten, aber nicht so fein gemahlenen Kie- >elgel in der Adsorptionswirkung und damit im Stabili- sierungseffekt überlegen ist.
Die Erfindung geht demgemäss von dem Verfahren des Hauptpatentes aus, bei .dem das Bier mit einem 'eingemahlenen Kieselgel behandelt wird, ,das eine Oberfläche von 200-400 m2/g, ein Porenvolumen von ),6-1,2 ml/g und einen Porendurchmesser von i0-150 A besitzt. Erfindungsgemäss ist das Material >o fein gemahlen, dass mindestens 75 Gew. o/o ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von etwa 0,044 mm (= 325 mesh) passiert. Ein derartiges Sieb entspricht etwa der Normengrösse 0,040 E.
Zum Vergleich diente ein weitporiges Kieselgel, das durch folgende Zahlen gekennzeichnet ist:
EMI0001.0076
Innere <SEP> Oberfläche: <SEP> 306 <SEP> m2/g
<tb> Porenvolumen: <SEP> 0,79 <SEP> ml/g
<tb> Porendurchmesser: <SEP> 103 <SEP> A
<tb> ph: <SEP> in <SEP> 5o/oiger <SEP> wässriger <SEP> Suspension <SEP> 6,5 Dieses Kieselgel entspricht dem säurenachbehandelten Gel des Hauptpatents. Für das Muster A wurde dieses Kieselgel derart fein gemahlen, dass 75 Gew. o/o ein Sieb mit einer lichten Weite von 0,044 mm (= 325 mesh) passieren.
Die Vermahlung des Musters B wurde bis auf eine Feinheit von 85 % unter 325 mesh getrieben.
Von diesen beiden Kieselgelen wurden jeweils 50 g/hl angewendet. Die Einwirkungszeit betrug 16 Stunden bei 0 C. Die Analyse des filtrierten, eiweiss- stabilisierten Bieres ergibt folgende Werte, indem gleichzeitig die Werte für das gleiche unbehandelte Bier ermittelt wurden:
EMI0002.0004
Gesamtstick- <SEP> Ammonsulfat stoff <SEP> fällungsgrenze
<tb> unbehandeltes <SEP> Bier <SEP> 63,0 <SEP> mg/100 <SEP> ml <SEP> 0,89
<tb> Muster <SEP> A
<tb> Kieselgel <SEP> 75%
<tb> unter <SEP> 325 <SEP> mesh <SEP> 61,18 <SEP> mg/100 <SEP> ml <SEP> 1,30
<tb> Muster <SEP> B
<tb> Kieselgel <SEP> 85%
<tb> unter <SEP> 325 <SEP> mesh <SEP> 60,69 <SEP> mg/100 <SEP> ml <SEP> 1,94 Man sieht aus diesen Zahlen, dass das Kieselgel A den Gesamtstickstoff um 1,82 verminderte. Das Kieselgel B verminderte den Gesamtstickstoff um 2,31, erhöhte aber die Ammonsulfatzahl in bedeutend stärkerem Masse, nämlich auf 1,94.
Diese Werte zeigen, dass das extra fein gemahlene Kieselgel selektiver auf die trübungbildenden Eiweiss- stoffe gewirkt hat als das weniger fein gemahlene Material. Diese höhere Stabilität bei feinerer Vermah- lung ist überraschend. Allein mit der an sich plausi blen, stärkeren Adsorpbionswirkung durch die feinere Vermahlung können diese Zahlen nicht erklärt werden, weil dann die Abnahme des Gesamtstickstoffs und die Erhöhung der Ammonsulfatzahl einander etwa propor tional hätten sein müssen.
Bei einer Einwirkungszeit von 16 Stunden hätten ausserdem ein Ausgleich statt finden müssen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erhöhung der Eiweissstabilität von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als Adsorptionsmittel, wobei das Bier mit einem feinge mahlenen Kieselgel behandelt wird, das eine Oberflä che von 200-400 m2/g, ein Porenvolumen von 0,6-1,2 ml/g und einen Porendurchmesser von 60-150 A besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass das Kieselgel so fein gemahlen ist,dass mindestens 75 Gew. % ein Sieb mit einer Maschenweite von etwa 44 Mikron passieren.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH755362A CH443191A (de) | 1961-10-19 | 1962-06-22 | Verfahren zur Erh¦hung der Eiweissstabilität von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als Adsorptionsmittel |
| GB1052963A GB981715A (en) | 1962-04-05 | 1963-03-18 | A method for the reduction of haze in beer |
| DK156763A DK105752C (da) | 1962-04-05 | 1963-04-04 | Fremgangsmåde til forhøjelse af ols æggehvidestabilitet under anvendelse af finmalet kiselgel som absorptionsmiddel. |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1208161A CH407925A (de) | 1960-10-29 | 1961-10-19 | Verfahren zur Erhöhung der Eiweissstabilität von Bier |
| CH755362A CH443191A (de) | 1961-10-19 | 1962-06-22 | Verfahren zur Erh¦hung der Eiweissstabilität von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als Adsorptionsmittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH443191A true CH443191A (de) | 1967-09-15 |
Family
ID=25701563
Family Applications (1)
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| CH755362A CH443191A (de) | 1961-10-19 | 1962-06-22 | Verfahren zur Erh¦hung der Eiweissstabilität von Bier unter Verwendung von weitporigem Kieselgel als Adsorptionsmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH443191A (de) |
-
1962
- 1962-06-22 CH CH755362A patent/CH443191A/de unknown
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