CH443267A - Verfahren zur Herstellung von kreislaufwirksamen Propenylaminen und Propylaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kreislaufwirksamen Propenylaminen und Propylaminen

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CH443267A
CH443267A CH674365A CH674365A CH443267A CH 443267 A CH443267 A CH 443267A CH 674365 A CH674365 A CH 674365A CH 674365 A CH674365 A CH 674365A CH 443267 A CH443267 A CH 443267A
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propenylamines
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Jassmann Edgar Dr Dipl-Chem
Woehlecke Wolfgang
Lothar Dipl Chem Luecke
Haendel Karl-Heinz
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Fahlberg List Veb
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   kreislaufwirksamen    Propenylaminen und Propylaminen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von geeignet   substituierten Propenylaminderivaten    und   Propylaminderivaten mit spezifischer    Wirkung auf den Kreislauf.



   F r die Synthese von Verbindungen z. B. vom Typ des 2-(1,1-Diphenyl-propyl-(3)-amino)-1-phenylpropan, das bereits als Therapeutikum zur Behandlung von Herz-und Kreislauferkrankungen eine broite Anwendung gefunden hat, sind zahlreiche Verfahren bekanntgeworden. Nach DAS 1. 111. 642 erfolgt die Herstellung des genannten   Propylamins durch    Kondensation von   1,    1-Diphenylpropylamin-(3) mit Phenylaceton und Hydrierung der SCHIFFschen Base, durch Reaktion von   1,    1-Diphenylpropylamin-(3) mit   1-Phenyl-2-brom-    propan, durch Reaktion von 1,   1-Diphenylpropylbro-    mid- (3) mit   1-Phenyl-2-aminopropan    oder durch Kondensation von 1, 1-Diphenylpropionaldehyd mit 1-Phenyl-2-aminopropan und Hydrierung der SCHIFFschen Base.

   Es ist ausserdem möglich, durch Grignardierung eines entsprechenden substituierten ¯-Amino-propionsÏureesters bzw.¯-Aminopropiophenons, darauffolgende Wasserabspaltung aus dem tertiären   Aminoalko-    hol und Hydrierung des   Aminopropens    zum   2- (l, l-Diphenyl-propyI- (3)-amino)-l-phenylpropan    zu gelangen   (DDR-Patentschrift    27 914,   Kl.    12q, 32/21).



  Weitere noch   bekanntgewordene    Verfahren (z. B. DAS 1.100. 031, DAS 1. 133. 395) zur Herstellung analoger Verbindungen haben unseres   Wissens    eine praktische Bedeutung bisher nicht erlangt.



   Es wurde nun gefunden, dass sich Verbindungen der allgemeinen Formel
EMI1.1     


<tb>  <SEP> Aryl
<tb> I <SEP> C=CH-CH2-N-CH-CH-R4 <SEP> und
<tb>  <SEP> Aryl <SEP> Ri <SEP> R2 <SEP> Rs
<tb>  <SEP> Aryl
<tb> II <SEP> CH-CH2-CH2-N-CH-CH-R4
<tb>  <SEP> /
<tb>  <SEP> Aryl <SEP> Ri <SEP> R2 <SEP> R3
<tb>  worin Aryl aromatische Reste, die gegebenenfalls gleichartig oder unterschiedlich substituiert sein k¯nnen, R1 Wasserstoff oder eine kurze Alkylkette, R2 Wasserstoff oder eine kurze Alkylkette, Rg Wasserstoff oder Hydroxyl und   R4    einen gegebenenfalls   substi-      tuierten    Arylrest oder einen Cycloalkylrest bedeuten, in einfacher Weise herstellen lassen, indem man 2-Ami  nopropanderivate    der allgemeinen Formel
EMI1.2     
 worin   Rl,      R2,

   Rg und R4    die oben   angagebene    Be  deutung    besitzen, in Gegenwart von ungesättigten Aldehyden, der allgemeinen Formel
EMI1.3     


<tb>  <SEP> Aryl
<tb> IV <SEP> C=CH-CHO
<tb>  <SEP> /
<tb>  <SEP> Aryl
<tb>  worin Aryl die oben angegebene Bedeutung besitzt, reduziert.



   Das Verfahren gestaltet sich insbesondere dadurch so   ausserordentlich    vorteilhaft, da die als   Ausgangspro-    dukte benötigten Aldehyde (IV) sehr leicht aus Benzophenon   oder substituierten Benzophenonen    und Acetylen und   anscEliessende    Umlagerung der so erhaltenen ¯thinylcarbinole in bekannter Weise und guter Ausbeute erhalten werden.



   Als Amine der allgemeinen Formel III können z. B. verwendet werden :    l-Phenyl-2-methylamino-propanol-(1) l-Phenyl-2-methylamino-propan   
1-Phenyl-2-amino-propanol-(1)    l-PhenyI-2-amijio-propan l-Cyclohexyl-2-methylam, ino-propan l-Phenyl-2-amino-äthan
Die. Kondensation der Aldehyde (IV) mit Ammen        (III)    kann in einem inerten Lösungsmittel oder auch ohne Lösungsmittel bei Zimmertemperatur oder   erhöh-    ter Temperatur vorgenommen werden, wobei die gebil deten ungesÏttigten SCHIFFschen Basen (im Falle R1  =H) in ausgezeichneter Ausbeute erhalten und durch ansdhliessende katalytische Hydrierung mit   Edehne-       tallkatalysatoren    oder   Raney-Nickel in    einem für die Hydrierung geeigneten Lösungsmittel, z. B.

   Alkohol,
Eisessig, oder auch durch Reduktion mit naszierendem Wasserstoff in Abhängigkeit von den Reduktionsbedin    gungen    (alkalisch bis sauer) in die entsprechenden Pro  penylamine    oder   Propylamine    übergeführt werden.



   Es ist andererseits auch m¯glich, die Aldehyde (IV) in Gegenwart der Amine (III) direkt in einem f r die Hydrierung geeigneten L¯sungsmittel, z. B. Alkohol, mit Katalysatoren oder auch   mit naszierendem    Wasser stoff zu reduzieren, wobei man in einem   Reaktionsgang    -je nach Wahl der   Reduktionsbedingungen) (alkalisch    bis   sauer)-zu    den Propenylaminen oder Propylaminen gelant. Falls   Ri    eine Alkylkette bedeutet, ist mur diese Verfahrensweise anwendbar. Darüber hinaus s kann man natürlich die tertiären Amine durch   Alkylie-    rung der sekundären   Propenylamine oder      Propylamine    in bekannter Weise herstellen.



   Die auf dem beschriebenen Wege erhaltenen Verbindungen können mit Hilfe von anorganischen oder   organ, ischen Säuren in an    sich bekannter Weise in die entsprechenden nichttoxischen Salze übergeführt werden. Im Falle der tertiären Amine können z. B. mit Alkylhalogeniden auch die entsprechenden   quatemier-    ten Derivate gewonnen werden.



   Die Verfahrensprodukte besitzen, wie zum Teil auch in der Literatur beschrieben, im Vergleich zu bekannten   Kreislaufmitteln    eine bedeutend intensivere   Kreislaufwirkung und bewirken vor allem    eine starke KoronargefÏsserweiterung und Koronardurchstr¯mung.



  Sie sind aus diesem Grund wertvolle Arzneimittel oder Zwischenprodukte f r solche. Die in den Beispielen.angegebenen Temperaturen beziehen sich auf Celsiusgrade   (  C).   



   Beispiel 1    2-(1, 1-Diphenyl-(1)-propenyl-(3)-amino-1-phenyl-    propan a) 13, 5 g   1-Phenyl-2-aminopropan    und 20, 8 g   1, 1-Diphenyl-acrolein    werden unter Rühren 15 Minuten auf   60  erwärmt.    Nach Abkühlen wird das Reak  tionsgemisch    unter gelinden Erwärmen in   Petroläther    gelöst und die SCHIFFsche Base zur Kristallisation gebracht. Schmp. 88 bis 89 ¯ C. Ausbeute 27,5g. b) 27,5g der unter a) erhaltenen SCHIFFschen Base werden in 150 ml Methanol in Gegenwart von   Raney-Nickel    als Katalysator in einer Wasserstoffatmosphäre bei   50     geschüttelt.

   Nach beendeter Wasserstoffaufnahme wird vom Katalysator abgetrennt, mit   HC1    angesäuert und das Lösungsmittel bis   zur begin-    nenden Kristallisation abdestilliert. Schmp. des Hydrochlorids 197 bis   198 ,    Ausbeute 25 g.



   Beispiel 2    2-(1, 1-Diphenyl-(1)-propyl-(3)- amin)-1-phenylpropan   
27, 5 g der im Beispiel   1    a) erhaltenen SCHIFFschen Base werden in 150 ml Methanol und   5 ml    Wasser in Gegenwart von Platinoxyd als Katalysator in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt. Nach Aufnahme eines Mols Wasserstoff wird die Hydrierung unterbrochen, vom Katalysator abgetrennt, mit HCl angesäuert und das Lösungsmittel bis zur beginnenden Kristallisation abdestilliert. Schmp. des Hydrochlorids 204 bis   206  C.    Ausbeute 25, 8 g.



   Beispiel 3    2-(1, 1-Diphenyl-propyl-(3)- amino)-1-hydroxy-1-phenyl-propan    a) 15, 1 g   1-Phenyl-2-amino-propanol-(1)    und 20, 8 g   1,      1-Diphenylacrolein    werden unter Rühren 15 Min. auf 70¯C erwÏrmt. Nach Zugabe von Aceton wird die SCHIFFsche Base zur Kristallisation gebracht. Schmp. 126 bis   127  C.    Ausbeute 26, 5 g. b) 26, 5 g der unter a) erhaltenen SCHIFFschen Base werden in 150 ml Methanol in Gegenwart von Platinoxyd als Katalysator in einer Wasserstoffatmo  sphäre    bei   50  C geschüttelt. Nachdem 1 Mol Wasser-    stoff aufgenommen wurde, wird die berechnete Menge Salzsäure zur   Bildung des Cblorhydrates zugesetzt    und weiter hydriert.

   Nach beendeter   Wasserstoffaufnabme    wird vom Katalysator abgetrennt und das Lösungsmittel bis zur beginnenden Kristallisation abdestilliert.



  Schmp. des Chlorhydrates 232 bis   233  C.    Ausbeute 24g.



   Beispiel 4    2- (1, 1-Diphenyl- (1)-propenyl-3-    methylamino)-1-phenyl-propan
14,9g 1-Phenyl-2-methylaminopropan werden mit Platinoxyd und 200 ml Methanol in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt. Nachdem das Platinoxyd reduziert ist, gibt man tropfenweise 20, 8 g 1, 1-Diphenylacrolein, gelöst in 100   ml    Methanol, zu. Nach Aufnahme von   1    Mol Wasserstoff wird wie im Beispiel 2 beschrieben aufgearbeitet. Schmp. des Hydrochlorids 179 bis 180¯C. Ausbeute 17 g.   



   Beispiel S
2- (l, l-Dipbenyl-propyl- (3)-    methylamino)-1-phenylpropan
14, 9 g   1-Phenyl-2-mebhylaminopropan    und 20, 8 g 1,   1-Diphenylacrolein    werden wie im Beispiel 4 beschrieben bis zur Aufnahme von 1 Mol Wasserstoff hydriert. Nach Zugabe der berechneten Menge Salzsäure   zu der Hydrierlösung    wird bis zur Aufnahme von 2 Mol Wasserstoff weiter hydriert und vom Katalysator abgetrennt. Das Lösungsmittel wird abdestilliert un, der Rückstand aus Essigester kristallisiert. Schmp. des Hydrochlorids 156 bis   158  C.    Ausbeute 15 g.



   Beispiel 6    2- (1, 1-Diphenyl-propyl- (3)- methylamino)-l-cyclohexyl-propan   
15, 5 g   1-Cyclohexyl-2-methylaminopropan    und 20, 8 g 1,   1-Diphenylacrolein    werden wie im Beispiel 5 beschrieben hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme wird vom Katalysator getrennt, das Lösungsmittel abdestilliert und vom Rückstand die Base freigesetzt. Schmp. der Base 97 bis 99¯C. Ausbeute 16, 1 g.



   Beispiel 7    2-(1, 1-Diphenyl-propyl-(3)-methylamino)-
1-hydroxy-l-phenylpropan   
16, 5 g   1-Phenyl-2-methylamino-propanol    und 20, 8 g 1,1-Diphenylacrolein werden wie im Beispiel 5 beschrieben hydriert und aufgearbeitet. Schmp. des Hydrochlorids 161 bis 163¯C. Ausbeute 14, 8 g.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Propenylaminen der allgemeinen Formel EMI3.1 <tb> <SEP> Aryl\ <tb> I <SEP> C=CH-CH2-N-CH-CH-R4 <SEP> und <tb> <SEP> /I <SEP> I <SEP> I <tb> <SEP> Aryl <SEP> Ri <SEP> R2 <SEP> Ra <tb> Propylaminen der allgemeinen Formel EMI3.2 <tb> <SEP> Aryl\ <tb> II <SEP> CH-CH2-CH2-N-CH-CH-R4 <tb> <SEP> / <tb> <SEP> Aryl <SEP> Ri <SEP> R2 <SEP> Rs <tb> worin Aryl aromatische Reste, die gegebenenfalls gleichartig oder unterschiedlich substituiert sein k¯nnen, R, Wasserstoff oder eine kurze Alkylkette, R2 Wasserstoff oder eine kurze Alkylkette, Rg Wasserstoff oder Hydroxyl und R4 einen gegebenenfalls substi- tuierten Arylrest oder einen Cycloalkylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man Amine der allgemeinen Formel EMI3.3 mit ungesättigten Aldehyden, der allgemeinen Formel EMI3.4 <tb> <SEP> Aryl <tb> IV <SEP> C=CH-CHO <tb> <SEP> Aryl <tb> kondensiert und die erhaltenen SCHIFFschen Basen katalytisch oder mit naszierendem Wasserstoff in Abhängigkeit von den gewählten Reaktionsbedingungen zu Propenylaminen oder Propylaminen reduziert (im Falle Ri = H) oder,
    dass man Aldehyde der allgemei- nen Formel IV in Gegenwart von Aminen der allgemeinen Formel III katalytisch oder in Gegenwart von naszierendem Wasserstoff in Abhängigkeit von den gewÏhlten Reaktionsbedingungen direkt zu Propenylaminen oder Propylaminen reduziert (im Falle RI=H oder Alkyl).
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