Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen und Erhalten der Asepsis beim Füllen von Verpackungen und beim Kontrollieren des Füllgutniveaus
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erstellen und Erhalten der Asepsis beim Füllen von Verpackungen und beim Kontrollieren des Füllgutniveaus in Verpackungsmaschinen, in welchen ein bahnartiges Verpackungsmaterial zu einer Röhre geformt, bis zu einem gewissen Niveau mit einem flüssi- gon Füllgut gefüllt, und in verschlossene Pakete unterteilt wird. Ferner schliesst die Erfindung eine Vorrich- tung zur Durchführung des Verfahrens ein.
Beim Verpacken, insbesondere von Produkten, die für Bakterien anfällig sind, wie z. B. Milch, ergibt sich eine wachsende Tendenz, eine möglichst absolute Sterilität anzustreben. Es sind schon eine Reihe von dies bezüglichen Verfahren vorgeschlagen worden. Ebenso sind Verfahsen für die aseptische Kontrolle des Niveaus des Einfüllgutes innerhalb der Röhre schon in Vorschlag gebracht worden, die z. B. die Anordnung eines Schwimmers im untern Teil der Füllröhre vorsehen. Diese Kontrolle hat sich jedoch als ungeeignet erwiesen, und das Verfahren vorursachte auch grosse Schwierigkeiten im Erhalten der Asepsis.
Nach einem Betriebsunterbruch muss die Maschine jeweils wieder von neuem sterilisiert werden, was infolge der bebrächtlichen Zeitdauer, wäh- rend der die Anlage nicht benützt werden kann, natür lich ein grosser Nachteil ist.
Eine Lösungsmöglichkeit besteht darin, das Einfüllgut z. B. während eines Betriebsunterbruches einer kontinuierlichen Zirkulation von und zu einem Sterili siergerät zu unterwerfen. In diesem Zusammenhang ist schon versucht worden, das Problem durch Sterilhalten eines Ventils ausserhalb der Röhre mittels eines Zirkulationsverfahrens zu lösen, indem man ein zweites Ste rilisabionsmedium, z. B. sterile Luft, vom Aussenventil durch die Einfüllröhre leitete. Man muss in diesem Fall mit zwei Sterilisiermedien arbeiten, was natürlich das Verfahren kompliziert und es für Störungen anfälliger macht, was wiederum die Asepsis beeinträchtigt und in Frage stellt.
Das angeführte Ventil konnte nur die Zufuhr von Einfüllgut freigeben und unterbrechen, während die Niveaukontrolle innerhalb eines beschränkten Betriebbersiches durch einen losen Schwimmer auf der Oberfläche des Einfüllgutes erfolgte.
Um diese Nachteile zu beseitigen, schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Erstellen und Erhalten der Asepsis, das gekennzeichnet ist durch das Zuführen des flüssigen Füllgutes durch ein in der Röhre angeordnetes Füllröhrchen, welches bezüglich eines zweiten, in der Röhre angeordneten Röhrchens und Venbilmitteln beweglich ist, wobei das Sperren der Zufuhr des flüssigen Füllgutes atn die Röhre in mindestens einer der relativen Stellungen der Röhrchen und der Ventilmittel bewirkt und dann flüssiges Füllgut oder Sberilisationsmittel vom Füllröhrchen durch das zweite Röhrchen geleitet wird.
Die Vorrichtung zur Durchführung des genannten Verfahrens ist gekennzeichnet durch ein Füllröhrcben zum wahlweisen Zuführen von Füllgut in die Röhre oder eines Sterilisationsmittels an in der Röhre befindliche Mittel, und ein zweites Röhrchen zum Wegführen des Sterilisationsmittels, und für den Fall, dass der Eintritt des flüssigen Füllmittels in die Röhre bemporär gesperrt -ist, zum Rückführen des sterilen Füllgutes an die Steri lisiereinrichtung, ferner durch eine an Teilen der in die Röhre getauchten Röhrchen vorgesehene Ventilanordnung, die in Abhängigkeit von der gegenseitigen Stellung der beiden Röhrchen wenigstens drei Arbeitsstellungen aufweist, nämlich eine Schliessstellung, in der das Füllröhrchen an seinem untern Ende ganz verschlossen ist,
eine Offenstellung. in der Verbindungen zwischen den beiden Röhrchen und der Röhre offen sind, und eine Zirkulationsstellung, in der die Verbindung mit der Röhre unterbrochen ist, während wenigstens eine Verbindung zwischen den untern Enden der beiden Röhr- chen offen ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt :
Fig. 1 das Prinzip der Erfindung,
Fig. 2a-c verschiedene Weg-Durchfluss-Schaubilder,
Fig. 3a-c drei. verschiedene Betriebsstellungen einer Ventilanordnung, die bestimmt ist zur Verwendung beim Ausführen des Verfahrens nach der Erfindung,
Fig. 4 einen Querschnitt durch Fig. 3b und
Fig. 5-9 weitere Ventilanordnungsn.
In Fig. 1 wird eine Bahn 1 von Verpackungsmate- rial über eine Laufrolle 23 gezogen und mittels einer nichtgezeigten Vorrichtung in eine Röhre 2 umgewan- delt. Aus letzterer, die zum Teil mit Füllgut 7 gefüllt ist, werden durch spezielle Mittel 3 geschlossene Pakete 4 gebildet, die abgetrennt und weggenommen werden.
Das Füllgut wird durch Leitungen 22 einem Sterilisator 5 zugeführt. In letzterem wird das Füllgut, z. B. Milch, sterilisiert und durch eine Leitung 21 in das Füllröhrchen 6 geleitet, das im untern Teil der Röhre 2 endigt. Es soll nun immer eine bestimmte Menge von sterilem Füllgut 7 in der Röhre 2 vorhanden sein. Demgemäss besteht das von der Vorrichtung zu lösende Problem erstens im Erzeugen der Sterilität der Füll- mittel, zweitens im Beibehalten dieser Sterilität und drittens im Aufrechthaltsn eines konstanten Niveaus für den Spiegel 8 des Füllgutes 7. Zu diesem Zweck, ist in der Röhre 2 ein zweites Röhrchen 9 angeordnet, das wie das Füllröhrchen 6 im untern Teil der Röhre endigt.
Dieses zweite Röhrchen ist hier als Niveauröhrchen bezeichnet. Die untern Teile der beiden Röhrchen 6, 9 sind zweckmälSigerweise im Bereich der gestrichelten Linien 11 in Fig. 1 besonders geformt. Die beiden Röhrchen 6, 9 können miteinander so in Verbindung stehen, dass das Füllgut 7 im Röhrchen 9 um einen gewissen Betrag auf ein Niveau 10 ansteigt. Letzteres befindet sich nicht notwendigerweise auf denselben Höhe mit dem Füllgutniveau 8, da im Röhrchen 9 über dem Niveau 10 ein Innendruck aufrechtgehalten wird. Steigt das Füllgutniveau 8 in der Röhre 2, so hebt sich auch das Niveau 10.
Dadurch wird der Druck im Niveauröhrchen 9 erhöht, da letzteres einen begrenzten Raum über dem Niveau 10 bestimmt, und der Druck betätigt über die Leitung 17 und das offene Ventil 15 ein Druckwahrnehmungsmittel 18. Das Gerät 18 seinerseits betätigt ein drehmomenterzeugendes Glied 19, das über eine Drehmomentübertragungsvorrichtung 20, 12 eine relative Anderung der Stellung der beiden Röhrchen 6, 9 zueinander bewirkt. In einer Alternativlösung kann ein drittes Mittel, z. B. eine Ventilspindel, in der Röhre 2 vorgesehen sein, die durch die Vorrichtung 20, 12 so betätigt wird. dass die Spindel eine gewünschte Lage in bezug auf d : ie beiden Röhrchen 6 und 9 einnimmt.
Muss die Verpackungsmaschine aus irgendeinem Grund stillgesetzt werden, so kann die gewünschte Keimfreiheit aufrechterhalten werden, indem die Zufuhr von Füllgut in die Röhre durch eine relative Stellungsänderung der beiden Röhrchen 6, 9 oder des genannten dritten Mittels unterbrochen wird. Gleich zeitig wird das Ventil 14 geöffnet und das Ventil 15 geschlossen, wodurch das Füllgut im Niveauröhrchen 9 ansteigen und durch die Leitungen 13 und 16 zurück in das Sterilisiergerät 5 fliessen kann. Somit wird das Füllgut wenigstens während einer kurzen Betriebsunter brechung vom Sterilisiergerät durch die beiden Röhrchen 6, 9 zurück in das Sterilisiergsrät 5 zirkulieren.
Dadurch werden das Einfüllröhrchen und das Niveau wahrnehmungselement, d. h. das Niveauröhrchen 9, während des ganzen Betriebsunterbruches im sterilen Zustand gehalten, so dass beim Wiederingangsetzen der Maschine keine Neusterilisation vorgenommen werden muss.
Beim Auftreten eines längeren Betriebsunterbruches oder Verlorengehens der Keimfreiheit aus irgendeinem Grund kann diese auf einfache Art und Weise wieder hergestellt werden, indem anstelle von Füllgut ein Sterilisiermittel, z. B. Dampf, eingelassen wird, wobei die Röhrchen in die Zirkulationsstellung gebracht werden und so die ganze Ausrüstung oder Anlage durch Zirkulation des Sterilisiermittels durch die beiden Röhrchen sterilisiert werden kann.
In Fig. 1 ist das Prinzip der Erfindung nur schematisch gezeigt. Im folgenden wird gezeigt, wie der untere Teil 11 der beiden Röhrchen 6, 9 ausgebildet sein kann.
Das Sterilisiergerät 5 die beiden Ventile 14 und 15, das Druckwahrnehmungsgerät 18 und die Steuer-und Drehmomentübertragungsglieder 19, 20 und 12 brauchen jedoch nicht näher beschrieben zu werden, da sie an sich bekannt sind.
Wie schon ausgesagt, sind die beiden Röhrchen so gestaltet, dass sie durch gegenseitiges Verschieben oder Verdrehen Ventilfunktionen ausüben, die mit den drei oberwähnten charakteristischen Betriebsstellungen korrespondieren. In den Fig. 2a-c stellen die durch die Kurven begrenzten schraffierten Flächenabschnitte rechts der Ordinatenachse die in die Röhre gelieferte Flüssigkeitsmenge und diejenigen zur Linken die durch das Niveaurohr 9 zurückfliessende bzw. zirkulierende Flüssigkeit dar.
Fig. 2a zeigt somit ein Weg-Durchflussschaubild, in dem S und O die beiden charakteristischen Betriebs- stellungen bezeichnen, in welchen das Ventil ganz geschlossen ist. d. h. wenn sich überhaupt keine Flüssigkeit in Bewegung befindet bzw. ganz offen ist, in welchem Fall eine maximale Flüssigkeitsmenge pro Zeiteinheit in das Rohr 2, abgegeben wird. Zwischen diesen beiden Betriebsstellungen variiert die Flüssigkeitszufuhr gemäss dem Kurvenverlauf in der Zeichnung.
Die verschiedenen Stellungen werden erhalten durch gegenseitiges Verschieben oder Verdrehen der beiden Röhrchen. Die Stellungsänderung von S nach O kann somit z. B. durch Verschieben des Niveauröhrchens erzielt werden, während das Einfüllröhrchen stationär bleibt. Wird das Niveauröhrchen weiter verschoben, so nimmt die Flüssigkeitszufuhr in die Röhre ab und hört beim Erreichen der Stellung C ganz auf. In dieser Stellung, in der die Zirkulation eingeleitet wird, wird das Ventil 14 in Fig. 1 geöffnet, und die Flüssigkeit zirkuliert dann vom Sterilisiergerät durch das Füllröhrchen, durch die von den untern Röhrchenabschnit- ten bestimmte Ventilpartie und durch das Niveauröhrchen zurück in das Sterilisiergerät.
Natürlich könnte auch anstelle des Niveaus das Füllröhrchen verschiebbar sein, wobei dann ersteres stationär bleibt ; und ebenso kann anstelle einer Verschiebung eine Verdrehung der beiden Röhrchen in Betracht gezogen werden.
Ein gemäss dem Schaubild nach Fig. 2a. arbeitendes Ventil ist nun aber durch Charakteristika beeinträchtigt, die in den meisten Fällen als ernste Nachteile zu betrachten sind. Um in die Zirkulationsstellung C zu gelangen, muss, ausgehend von der Stellung S, zuerst die Stellung O erreicht werden, d. h. die Stellung, in der pro Zeiteinheit die grösste Flüssigkeitsmenge an die Röhre abgegeben wird. Es kann nun nicht vermieden werden, dass eine gewisse Flüssigkeitsmenge an die Röhre 2 abgegeben wird, was indessen nicht mehr wünschenswert ist. Ein gemäss dem Schaubild in Fig.
2b arbeitendes Ventil bildet daher eine Verbesserung in dieser Hinsicht. In F, ig. 2b stellen die beiden Stellungen O und C zwei Endstellungen dar, während die Stellung S zwischen diesen beiden liegt. Um aus der geschlossenen Stellung S in die Zirkulationsstellung C zu gelangen, ist man daher nicht mehr gezwungen, die ganz offene Stellung O zu durchlaufen, was & i gewissen Fällen zum Vorteil gereichen kann. Damit die genannte Zirkulation stattfinden kann, ist natürlich angenommen, dass das Ventil 14 geöffnet worden ist, was gleichzeitig mit der Verschiebung der beiden Röhr- chen in die Zirkulafionsstellunglgeschehhen kann.
Die in den meisten Fällen vorteilhafteste Ventilkonstruktion ist jedoch diejenige, die eine in Fig. 2c gazeigte Arbeitsweis,e. erlaubt. Zwischen der ganzgeschlossenen Ventilstellung S und der Zirkulationsstel- lung Cl-C2 des Ventils ist die Zufuhr von flüssigem Einfüllgut an die Umgebung, d. h. die Röhre, immer unterbrochen. Ferner ist die Menge an zirkulierendem Medium einstellbar, was durch die Kurve zwischen den Stellungen Cl-C2 dargestellt ist.
Fig. 3a-3c und 4 zeigen Formen der untern Abschnitte der beiden Röhrchen, mit welchen ein Durchflussdiagramm nach Fig. 2b erzielt werden kann. In diesem Falle dient das linke Röhrchen 30 zum Einfüllen, und das rechte Röhrchen 31 als Niveauröhrchen.
Die beiden Röhrchen weisen auf dem grössten Teil ihrer Länge einen halbzylindrischen Querschnitt auf.
Das Röhrchen 30, also das Einfüllröhrchen, weist in seinem untern Teil eine solche Form auf, dass es eine schräge Wand 32 und einen halben Kegelmantel 33 bildet, wobei erstere mit einer Stütze 34 versehen ist.
Das Füllröhrchen 30 hat eine erste Öffnung 35 zwischen der Schrägwand 32 und der flachen Röhrchenwand 38, und eine zweite Öffnung 36 zwischen dem Halbkegel- mantel 33 und der Schrägwand 32. Das Niveauröhrchen 31 ist in seinem untern Teil abgeschrägt, wobei der Neigungswinkel gleich den Winkeln ist, die die Schrägwand 32 und der Kegelmanbel mit der Symmetrieachse bilden. Im abgeschrägten Teil des Niveauröhr- chens 31 ist eine Offnung 39 vorgesehen. Ferner weist t dieses Röhrchen 31 auch eine Öffnung 40 in seiner flachen Wand 38 auf. Die Grösse dieser Öffnung 40 ist gleich derjenigen der ersten Öffnung 35 des Einfiillröhrchens 30.
Fig. 3a zeigt die Stellung, in der die Zufuhr von Füll- gut in die Röhre ganz frei ist, d. h. entsprechend der Stellung g O im Diagramm 2b. Die Flüssigkeit durchfliesst das Füllröhrchen 30 in Richtung der Pfeile und durch die Öffnungen 35, 36 in die umgebende Röhre.
Ferner steigt die Flüssigkeit im Niveauröhrchen 31 auf eine Höhe 41, die blestimmt ist durch den Flüssigkeitsspiegel in der Röhre und durch den Luftdruck über der Oberfläche 41, wie dies in bezug auf Fig. 1 dargelegt worden ist. Die Grösse der Öffnung 35 und daher auch die Menge an zugefügter Flüssigkeit wird gesteuert durch Fühlen des Druckes über dem Spiegel 41, welcher Druck durch Drehmoment-Übertragungsglieder auf die fruher erwähnte Art und Weise eine relative Stellungs änderung der beiden Röhrchen 30, 31 bewirkt. Wird z. B. das Niveauröhrchen 31 abwärtsverschoben, so wird der untere Teil 42 der Flachwand 38 des Röhr chiens 31 die Öffnung 35 wenigstens teilweise über- decken.
Eine solche Stellung entspricht einem Arbeitspunkt zwischen O und S im Diagramm 2b. In Fig. 3b ist die Stellung S erreicht worden. Der Teil 42 bedeckt dann ganz die Offnung 35, und daher stfeht das Füllröhrchen nicht mehr in Verbindung mit der Umgebung bzw. dem Niveauröhrchen 31. Dadurch, dass das Röhrchen 31 weiter abwärts versetzt wurde, wurde durch die Offnung 40 ein Verbindungsweg geöffnet zwischen n dem Niveauröhrchen und dem Füllröhrchen. Eine gewisse Flüssigkeitsmenge konnte noch in die Umgebung entweichen, aber der grösste zeitliche Flüssigkciitsabfluss in die Röhre wurde nicht erreicht. Stösst das Röhrchen 31 auf den Kegelmantel 33, so wird die Öffnung 36 vom Teil 42 ganz bedeckt.
Die Verbindung zwischen dem Füllröbrchen 30 und den Niveauröhrchen 31 ist jedoch vollständig frei, und durch Offnen des Ventils 14 in Fig. 1 kann die Flüssigkeit auf die angegebene Weise zirkulieren. Durch eine geeignete Konstruktion der Ventilpartien am Füll-und Niveauröhrchen sowie des Ventils 14, kann in allen gezeigten Konstruktionen eine Steuerung der zirkulierenden Flüssigkeitsmenge ge mäss, den Kurven links von der Ordinatenachse in den Diagramme 2a, 2b erhalten werden.
Die Vornichtung kann auch so variiert werden, dass sie gemäss Diagramm 2c operieren kann, indem der Teil 42 des rechten Röhrchens unterhalb der Öffnung 40 um eine gewisse Strecke entsprechend der axialen Länge der Öffnung 36 nach unten verlängert, und der Halbkegeimantel 33 mit einem Schlitz in seiner linken unteren Partie versehen wird, wobei dieser Schlitz eine solche Grösse aufweist, dal3 er die untere Verlängerung des Teils 42 aufnehmen kann.
Fig. 5 zeigt ain weiteres Beispiel einer Venftilpartie am Ende der Füll-und Niveauröhrchen. Das s Füllröhrchen 51 und das Niveauröhrchen 52 sind hier koaxial.
In dieser Figur ist auch die zu füllende Röhre 2 gezeigt.
Der untere Teil 53 des Niveauröhrchens weiist eine spezifische Form auf, und zwar aus Gründen der Strömungstechnik. Diese Ventilgesbaltung ermöglicht ebenfalls die Erreichung der drei charakteristischen Arbeits- stellungen. Die in Fig. 5 gezeigte Stellung entspricht der Stellung O in Fig. 2a. Durch Anheben des Niveauröhrchens bzw. Senken des Füllröhrchens legt sich die Gummipackung 56 dicht an das Niveauröhrchlen unge- fähr am Punkt 57, wobei die Stellung S erreicht ist, d. h. die Füllgutzufuhr ist ganz unterbrochen. Erfolgt die Verlagerung im entgegengesetzten Sinn, so legt sich der am Röhrchen 53 mittels Streben 55 befestigte Kegel 54 an die Gummipackung 56.
Dann ist'die Stellung C in Fig. 2a erreicht worden, und die Zirkulation kann einsetzen.
Ein weiteres Beispiel einer Ventilanordnung ist in Fig. 6 gezeigt und weist zwei koaxiale Röhrchen, nämlich ein Füllröhrchen 61 und ein Niveauröhrchen 62 auf. Diese Ventilanordnung arbeitet gemäss dem Diagramm 2b und ist in der gezeichneten Lage ganz offen.
Diese Anordnung ist sehr ähnlich der Anordnung nach Fig. 5 und weist eine Gummipackung 66, einen aus strömungsbechnischen Gründen besonders ausgebildeten Teil 63 und einen Kegel 64 auf, der hier jedoch mittels Streben 67 am Füllröhrchen befestigt ist, im Gegensatz zum Kegel 54 in Fig. 5. Im Füllröhrchen 61, koaxial mit und an diesem befestigt, ist eine Hülse 69 vorgesehen. In letzterer ist das Niveauröhrchen 62 beweglich und weist an seinem untern Teil eine Anzahl von Offnungen 68 auf.
Wie bereits erwähnt, arbeitet diese Ventilanordnung gemäss Diagramm 2b und nimmt in der gezeichneten Lage die Stellung O ein, d. h. die Verbindung mit der Umgebung ist ganz offen. Durch Senken des Röhr chens 62 wird die Offnung 60 und daher die Flüssig keitszufuhr an die Umgebung, d. h. in die Röhre 2, gedrosselt und dann ganz unterbrochen, wenn der unterste Teil des Röhrchens sich dichtend gegen die Gummipackung 66 legt. Dann ist die Stellung S im Diagramm 2b erreicht worden.
Bei fortgesetzter Relativbewegung wird der Durchlass 60 allmählich durch die Offnung 68 des Niveauröhrchens geöffnet. Gleichzeitig wird der Durchlass 65 zur Röhre 2 gedrosselt und dann ganz abgeschlossen, wenn das Niveauröhrchen sich gegen den Kegel 64 legt, was der Stellung C entspricht. Ist jetzt das Ventil 14 in Fig. 1 offen, so kann Flüssigkeit abwärts durch das Füllröhrchen 61 und durch die Offnungen 68 in das Röhrchen 62 und zurück in das SterilisiergerätTge- langen.
Fig. 7 zeigt eine Variante der Ventilanordnung nach Fig. 6, wobei der funktionelle Unterschied darin besteht, dass die Anordnung gemäss Diagramm 2c arbeiten kann.
In Fig. 7 korrespondiert die Einerstelle in den Bezugs- ziffern mit dem entsprechenden Detail in Fig. 6. Der grösste Unterschied zwischen den beiden Anordnungen beruht in der Gummipackung 76', die auf einen etwas kleineren Kegel 74 aufgezogen ist. Weiter ist die den Kegel 74 haltende Strebe 77 etwas länger. Ebenso wurden der Ring oder die Hülse 79 und der unt'ere Teil des Niveauröhrchens 72 verlängert.
Bei der Drosselung der Flüssigkeitszufuhr durch den Ubergang aus der ganz offenen Stellung O in die Stellung S zeigen die beiden Ventile keinen funktionellen Unterschied, siehe die Diagramme 2b und 2c. Beim Absenken des Röhrchens 72 gegen die Gummipackung 76 und darüber hinaus wird die Offnung 70 jedoch verschlossen und bleibt so, bis das Niveauröhrchen die untere ; Gummipackung 76'erreicht hat, womit ; die Stellung Ci im Diagramm 2c erreicht worden ist.
Jetzt wird das Ventil 14 geöffnet, und die Relatfiv- verschiebung des Niveauröhrchens fortgesetzt, wodurch die Offnungen 78 eine Verbindung zwischem dem Füll- und dem Niveauröhrchen herstellen. Die Menge von zirkulierender Flüssigkeit entspricht der Abszisse der untern Kurve im Diagramm 2c ; es wird die maximale zirkulierende Flüssigkeitsmenge, oder im Falle der Reinigung der Maschine Sterilisationsmittelmenge, pro Zeiteinheit erhalten, da die Offnung 78 sich zwischen dem unteren Rand des Niveauröhrchens, 72 und der Gummipackung 76 befinden, d. h. die Stellung C2 im Diagramm erreicht worden ist.
Ein Erfondernis der aseptischen Verpackung ist, dass alle Elemente, die direkt oder indirekt mit dem Einfüllgut in Berührung kommen können, ganz steril sind. Um diese Sterilität zu erzielen, ist es wünschenswert, dass alle Elemente leicht zu reinigen sind. So zeigt Fig. 8 ein Ventil, das zwecks Reinigung leicht auseinandergenommen werden kann.
Ahnlich den früher angeführten Ventilanordnungen besteht diejenige nach Fig. 8 aus einem Füllröhrohen 81 und einem, zu diesem koaxialen Niveauröhrchen 82.
Weiter sind zwei dem Niveauröhrchen zugeordnete
Gummipackungen 86, 86'verbunden. Die obere Pak- kung 86 ist fest auf dem Niveauröihrchen 82, und die untere Packung 86'fesb auf einer von diesem Röhrchen abnehmbaren Platte 87 montiert. Die Verbindung zwischen letzterer und dem Niveauröhrchen 82 weist einen rohrartigen, mit Offnungen 88 versehenen Teil 84 auf. Letzterer ist mittels, einer U-förmigen Feder (siehe Fig. 8a) am Röhrchen 82 befestigt, deren Ankerzapfen in die Offnung 85 eingesetzt sind.
Diese Ventilanordnung arbeitet gemäss Diagramm 2b und hat gemäss Fig. 8 die Stellung S im Diagramm eingenommen. Die Stellung O wird erreicht durch Anheben des Einfiillröhrchens 81 oder Senken des Niveauröhrchens 82. Die Stellung C jedoch wird erreicht durch Senken des Einfüll-bzw. Anheben des Niveauröhrchens, so dass die untere Gummipackung 86 in Funktion tritt, wobei der einwärtspringende Teil 83 des Füllröhrchens sich gegen die Packung legt. Die Verbindung zwischen Füll-und Niveauröhrchen wird dann durch die Off- nung 88 hergestellt.
Fig. 9 endlich zeigt, wie die beiden Röhrchen 92, 91 mit einem dritten Mittel, nämlich einer Ventil- spindel kombiniert werden können, im Gegensatz zu den andern Beispielen mit koaxialen Röhrchen. Das innere Röhrchen 91 ist das Füll-, und das äussere Röhrchen das Niveauröhrchen. Im Füllröhrchen hängt eine Ventilspindel 97, deren unterer Teil bei 98'glocken- förmig ausgebildet ist und eine Gummipackung 96 trägt.
Das Füllröhrchen 91 ist an seinem untern Ende 93 ausgeweitet und durch Streben 96 starr mit einem Kegel 94 verbunden. Die drei Mittel, d. h. das Füll-, das Niveauröhrchen und die Ventilspindel, sind gegenseitig beweglich. Aus Gründen der Vereinfachung ist es jedoch von Vorteil, das Füllröhrchen 91 mit dem Kegel 94 als stationär anzunehmen, die andern Glieder dagegen in bezug auf diese beiden Organe als beweglich.
In der gezeichneten Stellung ist'die Verbindung 99 zwischen dem Füllröhrchen und der Umgebung (d. h. der Röhre 2) ganz offen, d. h. es ist die Stellung O im Diagramm 2c gezeigt. Durch Anheben der Ventilspindel 97 wird diese Verbindungsstelle verengt und ganz unterbrochen, wenn sich die Gummipackung gegen den Unterteil 93 des Füllröhrchens legt, wobei die Stellung der Dichtung 96'eingezeichnet ist. Dann ist die Position S im Diagramm erreicht. Das Niveauröhrchen 92 wird jetzt gegen den Kegel 94 abgesenkt, und wenn die Stellung 92'eingenommen worden ist, ist die Stellung Ci im Diagramm erreicht.
Jetzt wird das Zirkulationsventil 14 geöffnet und die Ventilspindel wieder gesenkt, wobei diese Bewegung der Kurve zwischen Ci und Cg im Diagramm 2c entspricht. Hat sich die Ventilspindel auf den Kegel 94 gesenkt, so zirkuliert die maximale Menge von Füllflüssigkeit oder Sterilisiermittel durch das System, d. h. es ist die Zirkulationsstellung C2 erreicht worden.
Das Beispiel nach Fig. 9 ermöglicht verschiedene Kombinationen zum Offnen und Schliessen der Verbin- dungen zwischen Füll-und Niveauröhrchen und der Röhre. Die Punkte S, O und C sind daher nicht in irgendeiner bestimmten Ordnung gebunden, wie dies, in den Diagrammen gezeigt ist. So weist eine in drei ver schiedene Teile geteilte Anordnung Probleme auf, die in der Praxis schwer zu lösen sind, im Vergleich mit einer Anordnung aus nur zwei Teilen.
Die Vorrichtung kann auf mannigfache Art und Weise variiert werden. So können z. B. Mittel vorgesehen sein, um die beiden Ventile 14, 15 automatisch zu öffnen und zu schliessen ; und ebenso können ver schiedene Variationen der Ventilanordnungen vorgesehen werden.