CH444123A - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall-bzw. Ultraschallbereich - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall-bzw. UltraschallbereichInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall- bzw. Ultraschallbereich Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor richtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall- bzw. Ultraschallbereich.
Dabei sind unter flüssigen Stoffsystemen sowohl homogene flüssige Systeme, d. h. reine Flüssigkeiten, als auch heterogene Systeme mit wenigstens einer flüs sigen Phase, d. h. echte Lösungen, kolloidale Lösungen und grob disperse Systeme, zu verstehen.
Die Verwendung von Schallwäschern zum leich teren Entfernen des Schmutzes aus der Wäsche ist be kannt. Hierbei dient als Schwingungserzeuger eine durch den Wechselstrom des Netzes erregte elektroma- gentische Mebran, die in die Waschlauge getaucht wird, wobei sich die Membranvibrationen auf Lauge und Wäsche übertragen. Diese Schallwäscher können die Wirkung des Waschmittels selbstverständlich nicht ersetzen, sondern nur unterstützen; ausserdem stellen sie nur eine spezielle Anwendungsform der trennenden Wirkung mechanischer Schwingungen dar, die sich auf andere Gebiete, z. B. die chemische Technik, nicht übertragen lässt.
Andererseits kennt man seit langem die entgasende Wirkung des Ultraschalles. Diese äussert sich darin, dass in einer von Ultraschallwellen durchsetzten Flüs sigkeit kleine Gasbläschen auftreten, für deren Entste hung es zwei Erklärungen gibt. Einmal werden die in fast jeder Flüssigkeit vorhandenen, mikroskopisch klei nen Gaseinschlüsse durch die Schallwellen zu grösseren Gasbläschen vereinigt, die dann sichtbar werden und hochsteigen, und andererseits werden in der Flüssigkeit gelöste Gase durch die in der Schallwelle vorhandenen Unterdrucke bzw. durch die bei grösseren Schallinten- sitäten auftretenden Kavitationen aus der Flüssigkeit ausgetrieben, so dass Blasen entstehen.
Der Anwen dung des Ultraschalles zum Entgasen im industriellen Massstab stand jedoch der schlechte Wirkungsgrad ent gegen, der auf die verhältnismässig geringe Schallinten sität der bisher verwendeten piezoelektrischen bzw. magnetostriktiven Schwingungserzeuger zurückzufüh- ren ist.
So beträgt beispielsweise die Schallintensität der piezoelektrischen Schwingungserzeuger maximal 55 W/cml, diejenige der magnetostriktiven Schwin gungserzeuger maximal nur 17 W/cm2;
wenn man be- denkt, dass demgegenüber zum Austreiben von 1 cm3 Gas pro Sekunde aus mit Luft gesättigtem Wasser bei 194 kHz 51,2 kW, bei 380 kHz 72,6 kW und bei 530 kHz 87,4 kW notwendig sind, wird man sofort erkennen, dass sich die piezoelektrischen und magneto- striktiven Schwingungserzeuger zum Grosseinsatz in der Entgasung nicht eignen.
Ausserdem besteht ein nicht zu unterschätzender Nachteil der piezoelektri- schen Schwingungserzeuger darin, dass sie nur ganz bestimmte Frequenzen liefern, die den einzelnen Reso nanzlagen der Grund- bzw. Oberschwingungen entspre chen.
Die Schaffung der mechanischen bzw. kinemati schen Hochfrequenz-Verfahrenstechnik durch die Anmelderin ermöglichte die ungewöhnlich hohe Steige rung der Schallintensität bis zu 80 W/cm\. Die bei die ser Verfahrenstechnik zur Anwendung gelangenden mechanischen bzw. kinematischen Hochfrequenzgene- ratoren, wie sie beispielsweise in den schweizerischen Patentschriften 288 154, 304 025, 311794, 355 770, 355 771, 359 346 und 372 537 beschrieben sind, arbeiten in der Weise, dass der primäre Strom eines fluiden Mediums in eine Vielzahl von sekundären Teil strömen zerlegt wird;
das Medium wird dabei, hoch beschleunigt, in schnell wechselnder Richtung durch zahlreiche enge Durchlässe hindurchgepresst, wobei sehr intensive Druckimpulse auftreten. Hinsichtlich der zu erzielenden Frequenz wirkt sich dieses Arbeitsprin zip multiplikativ aus und gestattet damit, die Gesamt frequenz des Generators bis in den hohen Ultraschall bereich zu steigern, so dass praktisch mit beliebigen Frequenzen gearbeitet werden kann.
Aufgrund systematischer Weiterentwicklungen wurde nun gefunden, dass sich die mit hoher spezifi scher Intensität arbeitende mechanische bzw. kinemati sche Hochfrequenz-Verfahrenstechnik unter bestimm- ten Bedingungen nicht nur zum Entgasen von Flüssig keiten im industriellen Massstab eignet, sondern allge mein zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystenen.
Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass man das rohe Stoffsystem durch einen mechanischen bzw. kinematischen Hochfrequenzgenerator schickt, es darin beschallt und mittels eines eingeführten Gases verschäumt, den Schaum im Bereich der Grenzfläche einer einen schallreflektierenden Raum teilweise füllen den rohen oder behandelten Stoffmenge versprüht, die Schaumbläschen zum Platzen bringt und die dabei frei werdenden, nach oben entweichenden gasförmigen Anteile sowie die nach unten sinkenden flüssigen bzw. festen Anteile getrennt abführt.
Die der Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung ist gekennzeichnet durch einen teilweise mit einer rohen oder behandelten Stoffmenge gefüllten Behälter, in den mindestens ein mit einem Saugrohr und einem Gaseinlass versehener mechanischer bzw. kinematischer Hochfrequenzgenerator so eingebaut ist, dass er beim Antrieb durch einen Motor das durch das Saugrohr eingeströmte Stoffsystem dispergiert, be schallt und mittels des durch den Gaseinlass eingeführ ten Gases verschäumt sowie den Schaum im Bereich der Grenzfläche der im Behälter befindlichen Rohren oder behandelten Stoffmenge nach aussen gegen einen oder mehrere Prallkörper sprüht.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einigen Aus führungsbeispielen schematisch erläutert, und zwar zei gen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausfüh rungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig.2 einen Längsschnitt durch ein zweites Aus führungsbeispiel und Fig. 3 einen Querschnitt durch ein drittes Ausfüh rungsbeispiel.
Die in Fig.1 dargestellte Entgasungs-Vorrichtung arbeitet mit einem oben offenen Behälter 1, der bis zum Niveau N-N mit der rohen Stoffmenge 2, z. B. einer Suspension, gefüllt ist. Das Füllen erfolgt durch den Einlass 3. Ein am Behälter 1 abnehmbar befestig ter Ausleger 4 trägt einen mechanischen Hochfre- quenzgenerator 5 mit Antriebsmotor 6 und Saugrohr 7, das in verschiedenen Höhen mit Einlassöffnungen 7' versehen sein kann.
Der mechanische Hochfrequenzge- nerator 5, der beispielsweise in der schweizerischen Patentschrift Nr. 288 154 im einzelnen beschrieben ist, saugt beim Antrieb mittels des Motors 6 die rohe Suspension 2 durch das Saugrohr 7 an (siehe schwarze Pfeile) und beschallt und dispergiert sie;
durch gleich zeitig von oben angesaugte Luft, die bei 16 durch ge strichelte Pfeile angedeutet ist, wird der dispergierte und beschallte Stoff innerhalb des Generators 5 ver- schäumt. Der mechanische Hochfrequenzgenerator 5 ist nun im Behälter 1 so angeordnet, dass sein unterer Rand mit dem Niveau N-N (welches die Grenzfläche zwischen der rohen Suspension 2 und der Luft dar stellt) auf gleicher Höhe liegt. Infolgedessen sprüht der Generator 5 den durch das Verschäumen gebildeten Schaum 8 unter erheblichem Druck - je nach Umlauf geschwindigkeit des Rotors - unmittelbar über der Grenzfläche N-N radial nach aussen.
Die Bläschen dieses Schaumes 8, der eine mehr oder weniger rohe Suspension darstellt, werden beim Aufprall an die Wand des Behälters 1 (die ggf. noch mit besonderen Prallflächen oder Prallkörpern versehen ist) zum Plat zen gebracht, wobei die gasförmigen Anteile frei wer den und nach oben entweichen (siehe weisse Pfeile).
Diese gasförmigen Anteile enthalten nicht nur die vom Generator 5 angesaugte Luft, sondern auch das aus der Suspension 2 zu entferndende Gas; durch die vom Hochfrequenzgenerator 5 erzeugten, die rohe Suspen sion 2 durchsetzenden Ultraschallschwingungen wur den die in der rohen Suspension 2 vorhandenen, mikroskopisch kleinen Gasbläschen bereits zu grösse- ren Bläschen vereinigt und diese wiederum führten beim Verschäumungsvorgang mit der angesaugten Luft zu noch grösseren, Gas und Luft enthaltenden Schaumblasen.
Die Einleitung der Entgasung, nämlich die Vereinigung der mikroskopisch kleinen Gasbläs chen zu grösseren Bläschen, erfolgt durch bekannte Kavitationswirkung der Ultraschallwellen, die noch dadurch begünstigt wird, dass die schallreflektierende Wand des Behälters 1 zur Bildung stehender Schallwel len führt, in deren Schwingungsbäuchen sich die Gas bläschen bekanntlich ansammeln. Die beim Platzen der Schaumblasen freiwerdenden flüssigen und festen An teile fallen in die Suspensionen 2 zurück und werden wieder in das Saugrohr 6 eingesaugt.
Nach Abschalten des Motors 6 und Stillstand des mechanischen Hoch- frequenzgenerators 5 sinken die eventuell noch nicht fein genug dispergierten festen Teilchen auf den trich terförmig ausgebildeten Boden des Behälters 1 und bil den dort ein Sediment 9, das durch einen Schnellver- schluss 10, z. B. eine Blende mit Hebelverschluss, ein Zellenrad oder ein anderes Äquivalent nach einer ge wissen Zeit abgelassen werden kann. Die nunmehr ent gaste Suspension 2 wird durch den Auslass 11 aus dem Behälter 1 abgezogen.
Das Entfernen der behandzlten Suspension 2 und/oder des Sedimentes 9 könnte selbst verständlich auch mittels Tauchpumpen oder durch Aushebern erfolgen. Die beschriebene Vorrichtung ar beitet also chargenweise.
Eine kontinuierlich arbeitende Vorrichtung gemäss der Erfindung zeigt Fig. z. Bei dieser Vorrichtung ist der Behälter 1 geschlossen und weist an seiner Ober seite eine von einem Motor 6 angetriebene Absau- geeinrichtung 12 für die freiwerdenden gasförmigen Anteile auf, so dass diese - soweit es sich um (ggf. sogar schädliche) Abfallprodukte handelt - in die freie Amtosphäre abgeleitet oder - soweit es sich um Zwi schenprodukte handelt - der Weiterverarbeitung zuge führt werden können.
In den Behälter 1 ragt von oben ein von einem Motor 6 angetriebener kinematischer Hochfrequenzgenerator 5, wie er im einzelnen in der schweizerischen Patentschrift Nr. 372 537 beschrieben ist. Die Gegendruck- und Verweilzeit-Reguliereinrich- tung besteht in diesem Falle aus einem den Generator 5 umschliessenden, von aussen drehbar, den freien Auslassquerschnitt des Generators verändernden Ring.
Der Behälter 1 wird anfangs über den Einlass 3 mit einer rohen Stoffmenge 2 bis zum Niveau N-N gefüllt, das mit der Oberkante des Generators 5 bündig ab- schliesst. Der kinematische Hochfrequenzgenerator 5 ist unter Belassung eines zweckentsprechenden radialen Abstandes von einem ringförmigen Prallblech 13 um geben, das am Stator des Generators 5 befestigt ist; nach oben ist der Generator durch eine trichterförmige Abdeckhaube 14 abgeschlossen, so dass er von hier keine Luft ansaugen kann.
Die Luft wird vielmehr durch einen von unten in das Saugrohr 7 hineinragen- den, mit einem Regelventil 15 versehenen Gaseinlass 16 in den Generator 5 eingeführt. Am Saugrohr 7 ist ein Gleitblech 17 in Form eines umgekehrten Trichters befestigt. Im zylindrisch auslaufenden Ende des trich terförmigen Behälterbodens ist ein durch einen Motor 18 antreibbares Zellenrad 19 vorgesehen, das im vor liegenden Falle den Schnellverschluss bildet. An der Oberseite des Behälters 1 ist ein Druckmesser 20 an geordnet, der den im Behälter 1 herrschenden Unter druck anzeigt.
Sobald nach dem bereits erwähnten Fül len des Behälters (bis zum Niveau N-N) der kinemati sche Hochfrequenzgenerator 5 durch Einschalten des Motors 6 angetrieben wird, erfolgt der bereits im Zu sammenhang mit der Beschreibung der Fig. 1 geschil derte Dispergierungs-, Verschäumungs@ und Entga- sungsvorgang, jedoch mit dem Unterschied, dass der Schaum nicht gegen die Behälterwand, sondern gegen das Prallblech 13 gesprüht wird, an dem die Bläschen platzen und die gasförmigen Anteile freigeben;
die letz teren werden durch die vom Motor 6' angetriebene Absaugeeinrichtung 12, z. B. einen Exhaustor, eine Propellerpumpe, eine Strahlpumpe oder ein anderes Äquivalent abgesaugt (siehe weisse Pfeile) und entwe der in die freie Atmosphäre abgeleitet oder der Weiter verarbeitung zugeführt. Die Absaugeeinrichtung 12 schafft gleichzeitig im Behälter 1 einen Unterdruck, der die Bildung der Gasbläschen und das Platzen der Schaumbläschen, also die Entgasung, wesentlich be günstigt.
Die beim Aufprall der Schaumbläschen am Prallblech 13 freiwerdenden flüssigen und festen An teile gelangen wieder in die Stoffmenge 2, wobei die noch nicht genügend dispergierten festen Anteile nach unten sinken und über das Gleitblech 17 zum Behäl terboden gelangen, auf dem sie das Sediment 9 bilden. Nach einer bestimmten Betriebsdauer sind aus der Stoffmenge 2 die gasförmigen bzw. festen Anteile (bei denen es sich beispielsweise auch um unerwünschte Reaktionsprodukte aus einer vorhergehenden Bearbei tungsstufe handeln kann) so weit entfernt, dass die Stoffmenge 2 als gereinigt gelten und durch den Aus- lass <B>11</B> abgelassen werden kann.
Dieses Ablassen und das dadurch werdende Wiederauffüllen des Behälters 1 kann kontinuierlich erfolgen, wenn eine automatische Steuerung 21 vorgesehen wird, an welche - wie durch strichpunktierte Linien angedeutet - der Druckmesser 20 und/oder eine Flüssigkeitsstandsmes- ser 22, der Einlass 3, der Auslass 11, das Regelventil 15 und die Motoren 6, 6' und 18 angeschlossen sind. Dadurch können in der .aus der Regelung und Steue- rungtechnik an sich bekannten Weise alle Vorgänge automatisch gesteuert und aufeinander abgestimmt werden.
Je nach Bedarf kann aber auch nur ein Teil des Verfahrensablaufes automatisch gesteuert werden, während im übrigen die Steuerung von Hand erfolgt.
Das erfindungsgemässe Verfahern eignet sich für viele Anwendungsgebiete der Verfahrenstechnik, wo es gilt, unerwünschte Komponenten gasförmigen, flüssi gen oder festen Aggregatzustandes aus flüssigen Stoff systemen zu entfernen. Als ein Beispiel für viele sei folgendes angeführt: Beim Verspinnen mancher Spinnlösungen, z. B. Viskosen aus Xanthogenat, macht sich das Mitverspin- nen von feinen bis feinsten Luft- bzw. Gasbläschen durch Herabsetzung der Festigkeit des Fadens äusserst störend bemerkbar.
Dabei machen diese mikroskopisch kleinen Hohlräume die Streckung der synthetischen Faser mit und können diese über erhebliche Längen als Hohlfaden ausbilden. Die Unregelmässigkeit sol cher Gebilde, die sich nicht nur festigkeitsmässig, son dern auch ästhetisch sehr ungünstig auswirkt, wird, soweit es sich um nach dem Verspinnen verbleibende Hohlräume handelt, durch das erfindungsgemässe Ver fahren (Entgasung) beseitigt, so dass ein einwandfreies, höherwertiges Produkt mit gleichmässiger Festigkeit der Faser erzeugt wird.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern kann im Rahmen des Erfindungs gedankens verschiedene Abwandlungen erfahren.
Beispielsweise könnte bei Verwendung eines mechanischen Hochfrequenzgenerators, dessen äusser- ster Organring ein Rotorring ist, das ihn umgebende ringförmige Prallblech mit kurzen, radial nach innen gerichteten Schaufeln versehen sein und in entgegenge setzter Drehrichtung angetrieben werden; dadurch würde das Aufprallen des vom Generator ausgesprüh- ten Schaumes und das Platzen der Schaumbläschen erheblich verstärkt bzw. begünstigt.
Die beim Platzen der Schaumbläschen freiwerden den flüssigen und festen Anteile könnten zwecks Be günstigung der Sedimentierung der letzteren der Wir kung von Zentrifugalkräften unterworfen werden, in dem beispielsweise das den Generator umgebende Prallblech nach Art eines Zyklonenabscheiders ausge bildet und an dem äussersten, als Rotorring ausgebilde ten Organring des Hochfrequenzgenerators befestigt wird, so dass es mit diesem umläuft.
Ferner könnten statt der Luft oder eines inerten Gases in das Saugrohr des Generators auch oberflä chenaktive Stoffe (z. B. in flüssiger Form) eingeführt werden, die durch Erniedrigung der Oberflächenspan nung des flüssigen Systems die Entgasung fördern. Aber auch das Einführen kleinster Teilchen von Fest stoffen, insbesondere wenn diese hydrophob sind, kann zum Einsetzen der Kavitation bei Schallwechseldruk- ken unterhalb des theoretisch erforderlichen Druckes führen und damit den Entgasungsvorgang begünstigen.
Zur Erzielung grosser Produktionsmengen kann es auch empfehlenswert sein, gemäss dem in Fig.3 im Querschnitt dargestellten Ausführungsbeispiel inner- halb eines Grossbehälters 1 mehrere mechanische und/oder kinematische Hochfrequenzgeneratoren 5 an zuordnen, wobei in Fig.3 nur zwei der zahlreichen Anordnungsmöglichkeiten durch volle bzw. gestrichelte Linien angedeutet sind.
Selbstverständlich können die einzelnen Generatoren auch in verschiedenen Höhen innerhalb des Grossbehälters 1 angeordnet sein.
Claims (1)
- PATENTANTSPRUCH I Verfahren zum Entfernen unerwünschter Kompo nenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechani scher Schwingungen im Schall- bzw. Ultraschallbe reich, dadurch gekennzeichnet, dass man das rohe Stoffsystem durch einen mechanischen bzw.kinemati schen Hochfrequenzgenerator schickt, es darin be schallt und mittels eines eingeführten Gases ver- schäumt, den Schaum im Bereich der Grenzfläche einer einen schallreflektierenden Raum teilweise füllen den rohen oder behandelten Stoffmenge versprüht, die Schaumbläschen zum Platzen bringt und die dabei frei werdenden, nach oben entweichenden gasförmigen Anteile, sowie die nach unten sinkenden flüssigen bzw. festen Anteile getrennt abführt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, unter Ver wendung eines geschlossenen Raumes, dadurch ge kennzeichnet, dass man in dem über der Grenzfläche befindlichen Teil des Raumes einen Unterdruck er zeugt und dadurch das Platzen der Schaumbläschen bewirkt bzw. begünstigt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Schaum gegen eine oder mehrere Prallflächen schleu dert und dadurch das Platzen der Schaumbläschen bewirkt bzw. begünstigt. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man dem nahen. Stoffsystem un- mittelbar vor dem Eintritt in den Hochfrequenzgenera- tor oder in demselben feste, flüssige oder gasförmige Stoffe zusetzt, durch welche das Entfernen der uner wünschten Komponenten aus dem Stoffsystem begün stigt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man wenigstens die nach unten sin kenden flüssigen bzw. festen Anteile zwecks Trennung der spezifisch schwereren von den spezifisch leichteren Teilen der Wirkung von Zentrifugalkräften aussetzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Zufuhr des rohen Stoffsy stems von Hand regelt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man es teilweise oder vollkommen automatisch steuert.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen teilweise mit einer rohen oder behandelten Stoffmenge (2) gefüllten Behälter (1), in den mindestens ein mit einem Saugrohr (7) und einem Gaseinlass (16) verse- hener mechanischer bzw.kinematischer Hochfrequenz generator (5) so eingebaut ist, dass er beim Antrieb durch einen Motor (6) das durch das Saugrohr (7) ein geströmte Stoffsystem dispergiert, beschallt und mittels des durch den Gaseinlass (16) eingeführten Gases ver- schäumt sowie den Schaum im Bereich der Grenzflä- che (NT-N) der im Behälter (1) befindlichen rohen oder behandelten Stoffmenge (2) nach aussen gegen einen oder mehrere Prallkörper sprüht. UNTERANSPRÜCHE 7.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper die Wand des Behälters (1) ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper aus einem an der Innenwandung des Behälters (1) angeordneten Prall blech besteht. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper aus einem ring förmigen, den Hochfrequenzgenerator (5) konzentrisch umgebenden Prallblech (13) besteht. 10.Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) im Behälter (1) feststehend angeordnet ist. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) im Behälter (1) rotiert. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) am äusser- sten, als Rotorring ausgebildeten Organring des mecha nischen Hochfrequenzgenerators (5) befestigt ist. 13.Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) und der äus- serste, als Rotorring ausgebildete Organring des mechanischen Hochfrequenzgenerators (5) in entgegen gesetztem Drehsinn rotieren. 14. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) nach Art eines Zyklonabscheiders ausgebildet ist. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) mit kurzen, sich radial nach innen erstreckenden Schaufeln verse hen ist. 16.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass am Saugrohr (7) des Hochfre- quenzgenerators (5) ein Gleitblech (17) angeordnet ist, das die Form eines umgekehrten Trichters aufweist. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) im Bereich sei nes Bodens trichterförmig ausgebildet ist. 18. Vorrichtung nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterboden mit einem Schnellverschluss (10 bzw. 19) versehen ist. 19. Vorrichtung nach Unteranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellverschluss (19) als durch einen Motor (1.8) antreibbares Zellenrad ausge bildet ist. 20.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in den Behälter (1) ein regulier barer Einlass (3) für das unbehandelte Stoffsystem führt. 21. Vorrichtung nach Unteransprüchen 16 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass der regulierbare Einlass (3) in das Innere des Gleitbleches (17) mündet. 22. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) mit einem regu lierbaren Auslass (11) für das behandelte Stoffsystem versehen ist. 23.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) oben offen ist, und dass der Gaseinlass (16) durch öffnungen in der über der Grenzfläche (N-N) befindlichen Oberseite des Hochfrequenzgenerators (5) gebildet ist. 24. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Hochfrequenz- generators (5) geschlossen ist, und dass der Gaseinlass (16) von einem Rohr gebildet ist, das von unten in das Saugrohr (7) oder unmittelbar in das Innere des Hoch- frequenzgenerators (5) mündet. 25.Vorrichtung nach Unteranspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaseinlass (16) so ausgebildet ist, dass durch ihn auch flüssige oder feste Stoffe in das Saugrohr (7) bzw. in das Innere des Hochfrequenz- generators (5) einführbar sind. 26. Vorrichtung nach Unteranspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaseinlass (16) mit einem Regelventil (15) versehen ist. 27. Vorrichtung nach Unteranspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) geschlossen ist, und dass der über der Grenzfläche (N-N) befindliche Teil des Behälters (1) eine motorisch angetriebene Absaugeeinrichtung (12) zum Weitertransport der frei gewordenen gasförmigen Anteile aufweist. 28.Vorrichtung nach Unteranspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Absaugeeinrich- tung (12) durch den Motor (6) des Hochfrequenzgene- rators (5) erfolgt. 29. Vorrichtung nach Unteranspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb der Absaugeeinrich- tung (12) ein gesonderter Motor (6') vorgesehen ist. 30. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass am Behälter (1) ein Druckmesser (20) zum Anzeigen des über dem Niveau (N-N) herr schenden Unterdruckes angeordnet ist. 31.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Behälter (1) ein Flüs- sigkeitsstandanzeiger (22) angeordnet ist. 32. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch eine teilautomatische oder vollautomati sche Steuerung (21).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1343466A CH444123A (de) | 1966-09-08 | 1966-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall-bzw. Ultraschallbereich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1343466A CH444123A (de) | 1966-09-08 | 1966-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall-bzw. Ultraschallbereich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH444123A true CH444123A (de) | 1967-09-30 |
Family
ID=4392409
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1343466A CH444123A (de) | 1966-09-08 | 1966-09-08 | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall-bzw. Ultraschallbereich |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH444123A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2221165A1 (de) * | 1973-03-16 | 1974-10-11 | Eastman Kodak Co | |
| US4618427A (en) * | 1984-01-25 | 1986-10-21 | Ardal Og Sundal Verk A.S. | Method of treating and breaking up a liquid with the help of centripetal force |
-
1966
- 1966-09-08 CH CH1343466A patent/CH444123A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2221165A1 (de) * | 1973-03-16 | 1974-10-11 | Eastman Kodak Co | |
| US4618427A (en) * | 1984-01-25 | 1986-10-21 | Ardal Og Sundal Verk A.S. | Method of treating and breaking up a liquid with the help of centripetal force |
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