CH444123A - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall-bzw. Ultraschallbereich - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechanischer Schwingungen im Schall-bzw. Ultraschallbereich

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CH444123A
CH444123A CH1343466A CH1343466A CH444123A CH 444123 A CH444123 A CH 444123A CH 1343466 A CH1343466 A CH 1343466A CH 1343466 A CH1343466 A CH 1343466A CH 444123 A CH444123 A CH 444123A
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CH
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container
dependent
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baffle plate
liquid
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CH1343466A
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Willems Peter Ing Chem Prof
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Physik Chem Forschungs Inst Pr
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06B13/00Treatment of textile materials with liquids, gases or vapours with aid of vibration
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
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    • D01D1/10Filtering or de-aerating the spinning solution or melt
    • D01D1/103De-aerating
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Description


      Verfahren        und    Vorrichtung     zum    Entfernen unerwünschter Komponenten aus flüssigen Stoffsystemen       mittels    mechanischer Schwingungen im Schall-     bzw.        Ultraschallbereich       Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor  richtung zum Entfernen unerwünschter Komponenten  aus flüssigen Stoffsystemen     mittels    mechanischer  Schwingungen im Schall- bzw. Ultraschallbereich.  



  Dabei sind unter  flüssigen Stoffsystemen  sowohl  homogene flüssige Systeme, d. h. reine Flüssigkeiten,  als auch heterogene Systeme mit wenigstens einer flüs  sigen Phase, d. h. echte Lösungen, kolloidale Lösungen  und grob     disperse    Systeme, zu verstehen.  



  Die Verwendung von  Schallwäschern  zum leich  teren Entfernen des Schmutzes aus der Wäsche ist be  kannt. Hierbei dient als Schwingungserzeuger eine  durch den Wechselstrom des Netzes erregte     elektroma-          gentische        Mebran,    die in die Waschlauge getaucht  wird, wobei sich die     Membranvibrationen    auf Lauge  und Wäsche übertragen. Diese Schallwäscher können  die Wirkung des Waschmittels selbstverständlich nicht  ersetzen, sondern nur unterstützen; ausserdem stellen  sie nur eine spezielle Anwendungsform der trennenden  Wirkung mechanischer Schwingungen dar, die sich auf  andere Gebiete, z. B. die chemische Technik, nicht  übertragen lässt.  



  Andererseits kennt man seit langem die entgasende  Wirkung des Ultraschalles. Diese äussert sich darin,  dass in einer von Ultraschallwellen durchsetzten Flüs  sigkeit kleine Gasbläschen auftreten, für deren Entste  hung es zwei Erklärungen gibt. Einmal werden die in  fast jeder Flüssigkeit vorhandenen, mikroskopisch klei  nen Gaseinschlüsse durch die Schallwellen zu grösseren  Gasbläschen vereinigt, die dann sichtbar werden und  hochsteigen, und andererseits werden in der Flüssigkeit  gelöste Gase durch die in der Schallwelle vorhandenen  Unterdrucke bzw. durch die bei grösseren     Schallinten-          sitäten    auftretenden     Kavitationen    aus der Flüssigkeit  ausgetrieben, so dass Blasen entstehen.

   Der Anwen  dung des Ultraschalles zum Entgasen im industriellen  Massstab stand jedoch der schlechte Wirkungsgrad ent  gegen, der auf die verhältnismässig geringe Schallinten  sität der bisher verwendeten     piezoelektrischen    bzw.       magnetostriktiven    Schwingungserzeuger zurückzufüh-         ren    ist.

   So beträgt beispielsweise die Schallintensität  der     piezoelektrischen    Schwingungserzeuger maximal  55     W/cml,    diejenige der     magnetostriktiven    Schwin  gungserzeuger     maximal    nur 17     W/cm2;

          wenn        man        be-          denkt,    dass demgegenüber zum Austreiben von 1     cm3     Gas pro Sekunde aus mit Luft gesättigtem Wasser bei  194     kHz    51,2     kW,    bei 380     kHz    72,6     kW    und bei  530     kHz    87,4     kW    notwendig sind, wird man sofort  erkennen, dass sich die     piezoelektrischen    und     magneto-          striktiven    Schwingungserzeuger zum Grosseinsatz in  der Entgasung nicht eignen.

   Ausserdem besteht ein  nicht zu unterschätzender Nachteil der     piezoelektri-          schen    Schwingungserzeuger darin, dass sie nur ganz  bestimmte Frequenzen liefern, die den einzelnen Reso  nanzlagen der Grund-     bzw.    Oberschwingungen entspre  chen.  



  Die Schaffung der mechanischen bzw. kinemati  schen     Hochfrequenz-Verfahrenstechnik    durch die       Anmelderin    ermöglichte die ungewöhnlich hohe Steige  rung der Schallintensität bis zu 80     W/cm\.    Die bei die  ser Verfahrenstechnik zur Anwendung gelangenden  mechanischen bzw. kinematischen     Hochfrequenzgene-          ratoren,    wie sie beispielsweise in den schweizerischen  Patentschriften 288 154, 304 025, 311794, 355 770,  355 771, 359 346 und 372 537 beschrieben sind,  arbeiten in der Weise, dass der primäre Strom eines       fluiden    Mediums in eine Vielzahl von sekundären Teil  strömen zerlegt wird;

   das Medium wird dabei, hoch  beschleunigt, in schnell wechselnder Richtung durch  zahlreiche enge Durchlässe hindurchgepresst, wobei  sehr intensive Druckimpulse auftreten. Hinsichtlich der  zu erzielenden Frequenz wirkt sich dieses Arbeitsprin  zip     multiplikativ    aus und gestattet damit, die Gesamt  frequenz des Generators bis in den hohen Ultraschall  bereich zu steigern, so dass praktisch mit beliebigen  Frequenzen gearbeitet werden kann.  



  Aufgrund systematischer Weiterentwicklungen  wurde nun gefunden, dass sich die mit hoher spezifi  scher Intensität arbeitende mechanische bzw. kinemati  sche     Hochfrequenz-Verfahrenstechnik    unter bestimm-           ten    Bedingungen nicht nur zum Entgasen von Flüssig  keiten im industriellen Massstab eignet, sondern allge  mein zum Entfernen unerwünschter Komponenten aus  flüssigen     Stoffsystenen.     



  Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung  bildende Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass  man das rohe Stoffsystem durch einen mechanischen  bzw. kinematischen     Hochfrequenzgenerator    schickt, es  darin beschallt und mittels eines eingeführten Gases  verschäumt, den Schaum im Bereich der Grenzfläche  einer einen     schallreflektierenden    Raum teilweise füllen  den rohen oder behandelten Stoffmenge versprüht, die  Schaumbläschen zum Platzen bringt und die dabei frei  werdenden, nach oben entweichenden gasförmigen  Anteile sowie die nach unten sinkenden flüssigen bzw.  festen Anteile getrennt abführt.  



  Die der Durchführung des Verfahrens dienende  Vorrichtung ist gekennzeichnet durch einen teilweise  mit einer rohen oder behandelten Stoffmenge gefüllten  Behälter, in den mindestens ein mit einem Saugrohr  und einem Gaseinlass versehener mechanischer bzw.  kinematischer     Hochfrequenzgenerator    so eingebaut ist,  dass er beim Antrieb durch einen Motor das durch das  Saugrohr eingeströmte Stoffsystem     dispergiert,    be  schallt und mittels des durch den Gaseinlass eingeführ  ten Gases verschäumt sowie den Schaum im Bereich  der Grenzfläche der im Behälter befindlichen Rohren  oder behandelten Stoffmenge nach aussen gegen einen  oder mehrere     Prallkörper    sprüht.  



  In der Zeichnung ist die Erfindung an einigen Aus  führungsbeispielen schematisch erläutert, und zwar zei  gen:       Fig.    1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausfüh  rungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung,       Fig.2    einen Längsschnitt durch ein zweites Aus  führungsbeispiel und       Fig.    3 einen Querschnitt durch ein drittes Ausfüh  rungsbeispiel.  



  Die in     Fig.1    dargestellte     Entgasungs-Vorrichtung     arbeitet mit einem oben offenen Behälter 1, der bis  zum Niveau     N-N    mit der rohen Stoffmenge 2, z. B.  einer Suspension, gefüllt ist. Das Füllen erfolgt durch  den Einlass 3. Ein am Behälter 1 abnehmbar befestig  ter Ausleger 4 trägt einen mechanischen     Hochfre-          quenzgenerator    5 mit Antriebsmotor 6 und Saugrohr 7,  das in verschiedenen Höhen mit Einlassöffnungen 7'  versehen sein kann.

   Der mechanische     Hochfrequenzge-          nerator    5, der beispielsweise in der schweizerischen  Patentschrift Nr. 288 154 im einzelnen beschrieben ist,  saugt beim Antrieb mittels des Motors 6 die rohe  Suspension 2 durch das Saugrohr 7 an (siehe schwarze  Pfeile) und beschallt und     dispergiert    sie;

   durch gleich  zeitig von oben angesaugte Luft, die bei 16 durch ge  strichelte Pfeile angedeutet ist, wird der     dispergierte     und beschallte Stoff innerhalb des Generators 5     ver-          schäumt.    Der mechanische     Hochfrequenzgenerator    5  ist nun im Behälter 1 so angeordnet, dass sein unterer  Rand mit dem Niveau     N-N    (welches die     Grenzfläche     zwischen der rohen Suspension 2 und der Luft dar  stellt) auf gleicher Höhe liegt. Infolgedessen sprüht der  Generator 5 den durch das Verschäumen gebildeten  Schaum 8 unter erheblichem Druck - je nach Umlauf  geschwindigkeit des Rotors - unmittelbar über der  Grenzfläche     N-N    radial nach aussen.

   Die Bläschen  dieses Schaumes 8, der eine mehr oder weniger rohe  Suspension darstellt, werden beim Aufprall an die    Wand des Behälters 1 (die     ggf.    noch mit besonderen       Prallflächen    oder     Prallkörpern    versehen ist) zum Plat  zen gebracht, wobei die gasförmigen Anteile frei wer  den und nach oben entweichen (siehe weisse Pfeile).

    Diese gasförmigen Anteile enthalten nicht nur die vom  Generator 5 angesaugte Luft, sondern auch das aus der  Suspension 2 zu     entferndende    Gas; durch die vom       Hochfrequenzgenerator    5 erzeugten, die rohe Suspen  sion 2 durchsetzenden Ultraschallschwingungen wur  den die in der rohen Suspension 2 vorhandenen,  mikroskopisch kleinen Gasbläschen bereits zu     grösse-          ren    Bläschen vereinigt und diese wiederum führten  beim     Verschäumungsvorgang    mit der angesaugten Luft  zu noch grösseren, Gas und Luft enthaltenden  Schaumblasen.

   Die Einleitung der Entgasung, nämlich  die Vereinigung der mikroskopisch kleinen Gasbläs  chen zu grösseren Bläschen, erfolgt durch bekannte       Kavitationswirkung    der Ultraschallwellen, die noch  dadurch begünstigt wird, dass die schallreflektierende  Wand des Behälters 1 zur Bildung stehender Schallwel  len führt, in deren Schwingungsbäuchen sich die Gas  bläschen bekanntlich     ansammeln.    Die beim Platzen der  Schaumblasen freiwerdenden flüssigen und festen An  teile fallen in die Suspensionen 2     zurück    und werden  wieder in das Saugrohr 6 eingesaugt.

   Nach Abschalten  des Motors 6 und Stillstand des mechanischen     Hoch-          frequenzgenerators    5 sinken die eventuell noch nicht  fein genug     dispergierten    festen Teilchen auf den trich  terförmig ausgebildeten Boden des Behälters 1 und bil  den dort ein Sediment 9, das durch einen     Schnellver-          schluss    10, z. B. eine Blende mit Hebelverschluss, ein  Zellenrad oder ein anderes Äquivalent nach einer ge  wissen Zeit abgelassen werden kann. Die nunmehr ent  gaste Suspension 2 wird durch den Auslass 11 aus dem  Behälter 1 abgezogen.

   Das Entfernen der     behandzlten     Suspension 2 und/oder des Sedimentes 9 könnte selbst  verständlich auch mittels Tauchpumpen oder durch  Aushebern     erfolgen.    Die beschriebene Vorrichtung ar  beitet also     chargenweise.     



  Eine kontinuierlich arbeitende Vorrichtung gemäss  der Erfindung zeigt     Fig.    z. Bei dieser Vorrichtung ist  der Behälter 1 geschlossen und weist an seiner Ober  seite eine von einem Motor 6 angetriebene     Absau-          geeinrichtung    12 für die freiwerdenden gasförmigen  Anteile auf, so dass diese - soweit es sich um     (ggf.     sogar schädliche) Abfallprodukte handelt - in die freie       Amtosphäre    abgeleitet oder - soweit es sich um Zwi  schenprodukte handelt - der Weiterverarbeitung zuge  führt werden können.

   In den Behälter 1 ragt von oben  ein von einem Motor 6 angetriebener kinematischer       Hochfrequenzgenerator    5, wie er im einzelnen in der  schweizerischen Patentschrift Nr. 372 537 beschrieben  ist. Die Gegendruck- und     Verweilzeit-Reguliereinrich-          tung    besteht in diesem Falle aus einem den Generator  5 umschliessenden, von aussen drehbar, den freien       Auslassquerschnitt    des Generators     verändernden    Ring.

    Der Behälter 1 wird anfangs über den Einlass 3 mit  einer rohen Stoffmenge 2 bis zum Niveau     N-N    gefüllt,  das mit der Oberkante des Generators 5 bündig     ab-          schliesst.    Der kinematische     Hochfrequenzgenerator    5  ist unter     Belassung    eines zweckentsprechenden radialen  Abstandes von einem ringförmigen     Prallblech    13 um  geben, das am     Stator    des Generators 5 befestigt ist;  nach oben ist der Generator durch eine trichterförmige       Abdeckhaube    14 abgeschlossen, so dass er von hier  keine Luft ansaugen kann.

   Die Luft wird vielmehr  durch einen von unten in das Saugrohr 7 hineinragen-      den, mit einem Regelventil 15 versehenen Gaseinlass  16 in den Generator 5 eingeführt. Am Saugrohr 7 ist  ein Gleitblech 17 in Form eines umgekehrten Trichters  befestigt. Im zylindrisch auslaufenden Ende des trich  terförmigen Behälterbodens ist ein durch einen Motor  18     antreibbares    Zellenrad 19 vorgesehen, das im vor  liegenden Falle den Schnellverschluss bildet. An der  Oberseite des Behälters 1 ist ein Druckmesser 20 an  geordnet, der den im Behälter 1 herrschenden Unter  druck anzeigt.

   Sobald nach dem bereits erwähnten Fül  len des Behälters (bis zum Niveau     N-N)    der kinemati  sche     Hochfrequenzgenerator    5 durch Einschalten des  Motors 6 angetrieben wird, erfolgt der bereits im Zu  sammenhang mit der Beschreibung der     Fig.    1 geschil  derte     Dispergierungs-,        Verschäumungs@        und        Entga-          sungsvorgang,    jedoch mit dem Unterschied, dass der  Schaum nicht gegen die Behälterwand, sondern gegen  das     Prallblech    13 gesprüht wird, an dem die Bläschen  platzen und die gasförmigen Anteile freigeben;

   die letz  teren werden durch die vom Motor 6' angetriebene       Absaugeeinrichtung    12, z. B. einen Exhaustor, eine  Propellerpumpe, eine     Strahlpumpe    oder ein anderes  Äquivalent abgesaugt (siehe weisse Pfeile) und entwe  der in die freie Atmosphäre abgeleitet oder der Weiter  verarbeitung zugeführt. Die     Absaugeeinrichtung    12  schafft gleichzeitig im Behälter 1 einen Unterdruck,  der die Bildung der Gasbläschen und das Platzen der  Schaumbläschen, also die Entgasung, wesentlich be  günstigt.

   Die beim Aufprall der Schaumbläschen am       Prallblech    13 freiwerdenden flüssigen und festen An  teile gelangen wieder in die Stoffmenge 2, wobei die  noch nicht genügend     dispergierten    festen Anteile nach  unten sinken und über das Gleitblech 17 zum Behäl  terboden gelangen, auf dem sie das Sediment 9 bilden.  Nach einer bestimmten Betriebsdauer     sind    aus der  Stoffmenge 2 die gasförmigen bzw. festen Anteile (bei  denen es sich beispielsweise auch um unerwünschte       Reaktionsprodukte    aus einer vorhergehenden Bearbei  tungsstufe handeln kann) so weit entfernt, dass die  Stoffmenge 2 als gereinigt gelten und durch den     Aus-          lass   <B>11</B> abgelassen werden kann.

   Dieses Ablassen und       das        dadurch     werdende     Wiederauffüllen    des  Behälters 1 kann kontinuierlich erfolgen, wenn eine  automatische Steuerung 21 vorgesehen wird, an welche  - wie durch strichpunktierte Linien angedeutet - der  Druckmesser 20 und/oder eine     Flüssigkeitsstandsmes-          ser    22, der Einlass 3, der Auslass 11, das Regelventil  15 und die Motoren 6, 6' und 18 angeschlossen sind.  Dadurch können in der .aus der Regelung und     Steue-          rungtechnik        an    sich bekannten     Weise    alle Vorgänge  automatisch gesteuert und aufeinander abgestimmt  werden.

   Je nach Bedarf kann aber auch nur ein Teil  des Verfahrensablaufes automatisch gesteuert werden,  während im übrigen die Steuerung von Hand erfolgt.  



  Das     erfindungsgemässe        Verfahern    eignet sich     für     viele Anwendungsgebiete der Verfahrenstechnik, wo es  gilt, unerwünschte Komponenten gasförmigen, flüssi  gen oder festen Aggregatzustandes aus flüssigen Stoff  systemen zu entfernen. Als ein Beispiel für viele sei  folgendes     angeführt:     Beim Verspinnen mancher Spinnlösungen, z. B.  Viskosen aus     Xanthogenat,    macht sich das     Mitverspin-          nen    von feinen bis feinsten Luft- bzw. Gasbläschen  durch Herabsetzung der Festigkeit des Fadens äusserst  störend bemerkbar.

   Dabei machen diese mikroskopisch  kleinen Hohlräume die Streckung der synthetischen  Faser mit und können diese über erhebliche Längen    als Hohlfaden ausbilden. Die Unregelmässigkeit sol  cher Gebilde, die sich nicht nur festigkeitsmässig, son  dern auch ästhetisch sehr ungünstig auswirkt, wird,  soweit es sich um nach dem Verspinnen verbleibende  Hohlräume handelt, durch das erfindungsgemässe Ver  fahren (Entgasung) beseitigt, so dass ein einwandfreies,       höherwertiges    Produkt mit gleichmässiger Festigkeit  der Faser erzeugt wird.  



  Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die  beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele  beschränkt, sondern kann im Rahmen des Erfindungs  gedankens verschiedene Abwandlungen erfahren.  



  Beispielsweise könnte bei Verwendung eines  mechanischen     Hochfrequenzgenerators,    dessen     äusser-          ster    Organring ein     Rotorring    ist, das ihn umgebende  ringförmige     Prallblech    mit kurzen, radial nach innen  gerichteten Schaufeln versehen sein und in entgegenge  setzter Drehrichtung angetrieben werden; dadurch  würde das Aufprallen des vom Generator     ausgesprüh-          ten    Schaumes und das Platzen der Schaumbläschen  erheblich verstärkt bzw. begünstigt.  



  Die beim Platzen der Schaumbläschen freiwerden  den flüssigen und festen Anteile könnten zwecks Be  günstigung der     Sedimentierung    der letzteren der Wir  kung von Zentrifugalkräften unterworfen werden, in  dem beispielsweise das den Generator umgebende       Prallblech    nach Art     eines        Zyklonenabscheiders    ausge  bildet und an dem äussersten, als     Rotorring    ausgebilde  ten Organring des     Hochfrequenzgenerators    befestigt  wird, so dass es mit diesem     umläuft.     



  Ferner könnten statt der Luft oder eines     inerten     Gases in das Saugrohr des Generators auch oberflä  chenaktive Stoffe (z. B. in flüssiger Form) eingeführt  werden, die durch Erniedrigung der Oberflächenspan  nung des flüssigen Systems die Entgasung fördern.  Aber auch das Einführen kleinster Teilchen von Fest  stoffen, insbesondere wenn diese     hydrophob    sind, kann  zum Einsetzen der     Kavitation    bei     Schallwechseldruk-          ken    unterhalb des theoretisch erforderlichen Druckes  führen und damit den     Entgasungsvorgang    begünstigen.  



  Zur Erzielung     grosser    Produktionsmengen kann     es     auch empfehlenswert sein, gemäss dem in     Fig.3    im  Querschnitt dargestellten Ausführungsbeispiel     inner-          halb        eines    Grossbehälters 1 mehrere     mechanische          und/oder        kinematische        Hochfrequenzgeneratoren    5 an  zuordnen, wobei in     Fig.3    nur zwei der zahlreichen  Anordnungsmöglichkeiten durch volle bzw. gestrichelte  Linien angedeutet sind.

   Selbstverständlich können die  einzelnen Generatoren auch in verschiedenen Höhen  innerhalb des Grossbehälters 1 angeordnet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANTSPRUCH I Verfahren zum Entfernen unerwünschter Kompo nenten aus flüssigen Stoffsystemen mittels mechani scher Schwingungen im Schall- bzw. Ultraschallbe reich, dadurch gekennzeichnet, dass man das rohe Stoffsystem durch einen mechanischen bzw.
    kinemati schen Hochfrequenzgenerator schickt, es darin be schallt und mittels eines eingeführten Gases ver- schäumt, den Schaum im Bereich der Grenzfläche einer einen schallreflektierenden Raum teilweise füllen den rohen oder behandelten Stoffmenge versprüht, die Schaumbläschen zum Platzen bringt und die dabei frei werdenden, nach oben entweichenden gasförmigen Anteile, sowie die nach unten sinkenden flüssigen bzw. festen Anteile getrennt abführt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, unter Ver wendung eines geschlossenen Raumes, dadurch ge kennzeichnet, dass man in dem über der Grenzfläche befindlichen Teil des Raumes einen Unterdruck er zeugt und dadurch das Platzen der Schaumbläschen bewirkt bzw. begünstigt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Schaum gegen eine oder mehrere Prallflächen schleu dert und dadurch das Platzen der Schaumbläschen bewirkt bzw. begünstigt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man dem nahen. Stoffsystem un- mittelbar vor dem Eintritt in den Hochfrequenzgenera- tor oder in demselben feste, flüssige oder gasförmige Stoffe zusetzt, durch welche das Entfernen der uner wünschten Komponenten aus dem Stoffsystem begün stigt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man wenigstens die nach unten sin kenden flüssigen bzw. festen Anteile zwecks Trennung der spezifisch schwereren von den spezifisch leichteren Teilen der Wirkung von Zentrifugalkräften aussetzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Zufuhr des rohen Stoffsy stems von Hand regelt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man es teilweise oder vollkommen automatisch steuert.
    PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen teilweise mit einer rohen oder behandelten Stoffmenge (2) gefüllten Behälter (1), in den mindestens ein mit einem Saugrohr (7) und einem Gaseinlass (16) verse- hener mechanischer bzw.
    kinematischer Hochfrequenz generator (5) so eingebaut ist, dass er beim Antrieb durch einen Motor (6) das durch das Saugrohr (7) ein geströmte Stoffsystem dispergiert, beschallt und mittels des durch den Gaseinlass (16) eingeführten Gases ver- schäumt sowie den Schaum im Bereich der Grenzflä- che (NT-N) der im Behälter (1) befindlichen rohen oder behandelten Stoffmenge (2) nach aussen gegen einen oder mehrere Prallkörper sprüht. UNTERANSPRÜCHE 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper die Wand des Behälters (1) ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper aus einem an der Innenwandung des Behälters (1) angeordneten Prall blech besteht. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Prallkörper aus einem ring förmigen, den Hochfrequenzgenerator (5) konzentrisch umgebenden Prallblech (13) besteht. 10.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) im Behälter (1) feststehend angeordnet ist. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) im Behälter (1) rotiert. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) am äusser- sten, als Rotorring ausgebildeten Organring des mecha nischen Hochfrequenzgenerators (5) befestigt ist. 13.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) und der äus- serste, als Rotorring ausgebildete Organring des mechanischen Hochfrequenzgenerators (5) in entgegen gesetztem Drehsinn rotieren. 14. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) nach Art eines Zyklonabscheiders ausgebildet ist. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallblech (13) mit kurzen, sich radial nach innen erstreckenden Schaufeln verse hen ist. 16.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass am Saugrohr (7) des Hochfre- quenzgenerators (5) ein Gleitblech (17) angeordnet ist, das die Form eines umgekehrten Trichters aufweist. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) im Bereich sei nes Bodens trichterförmig ausgebildet ist. 18. Vorrichtung nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterboden mit einem Schnellverschluss (10 bzw. 19) versehen ist. 19. Vorrichtung nach Unteranspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnellverschluss (19) als durch einen Motor (1.8) antreibbares Zellenrad ausge bildet ist. 20.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in den Behälter (1) ein regulier barer Einlass (3) für das unbehandelte Stoffsystem führt. 21. Vorrichtung nach Unteransprüchen 16 und 20, dadurch gekennzeichnet, dass der regulierbare Einlass (3) in das Innere des Gleitbleches (17) mündet. 22. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) mit einem regu lierbaren Auslass (11) für das behandelte Stoffsystem versehen ist. 23.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) oben offen ist, und dass der Gaseinlass (16) durch öffnungen in der über der Grenzfläche (N-N) befindlichen Oberseite des Hochfrequenzgenerators (5) gebildet ist. 24. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Hochfrequenz- generators (5) geschlossen ist, und dass der Gaseinlass (16) von einem Rohr gebildet ist, das von unten in das Saugrohr (7) oder unmittelbar in das Innere des Hoch- frequenzgenerators (5) mündet. 25.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaseinlass (16) so ausgebildet ist, dass durch ihn auch flüssige oder feste Stoffe in das Saugrohr (7) bzw. in das Innere des Hochfrequenz- generators (5) einführbar sind. 26. Vorrichtung nach Unteranspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaseinlass (16) mit einem Regelventil (15) versehen ist. 27. Vorrichtung nach Unteranspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) geschlossen ist, und dass der über der Grenzfläche (N-N) befindliche Teil des Behälters (1) eine motorisch angetriebene Absaugeeinrichtung (12) zum Weitertransport der frei gewordenen gasförmigen Anteile aufweist. 28.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Absaugeeinrich- tung (12) durch den Motor (6) des Hochfrequenzgene- rators (5) erfolgt. 29. Vorrichtung nach Unteranspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antrieb der Absaugeeinrich- tung (12) ein gesonderter Motor (6') vorgesehen ist. 30. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass am Behälter (1) ein Druckmesser (20) zum Anzeigen des über dem Niveau (N-N) herr schenden Unterdruckes angeordnet ist. 31.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Behälter (1) ein Flüs- sigkeitsstandanzeiger (22) angeordnet ist. 32. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekenn zeichnet durch eine teilautomatische oder vollautomati sche Steuerung (21).
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2221165A1 (de) * 1973-03-16 1974-10-11 Eastman Kodak Co
US4618427A (en) * 1984-01-25 1986-10-21 Ardal Og Sundal Verk A.S. Method of treating and breaking up a liquid with the help of centripetal force

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