CH444497A - Metallkeramischer Sinterkörper - Google Patents

Metallkeramischer Sinterkörper

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CH444497A
CH444497A CH674360A CH674360A CH444497A CH 444497 A CH444497 A CH 444497A CH 674360 A CH674360 A CH 674360A CH 674360 A CH674360 A CH 674360A CH 444497 A CH444497 A CH 444497A
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Kingsley Iler Ralph
Horton Pasfield William
Franklin West Sherwood
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Du Pont
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof

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Description


      Metallkeramischer        Sinterkörper       Die vorliegende Erfindung betrifft einen metallke  ramischen     Sinterkörper,    der gekennzeichnet ist durch  eine, in einem Metall oder einer     Legierung        4eichmäs-          sig    verteilte, schwer     schmelzbare        Metall-Sauerstoff-          Verbindung,    wobei das Metall Eisen, Kobalt, Nickel,  Kupfer,     Molybdän,        Wofram    oder     Rhenium    ist, und die  Legierung eine     Legierung    dieser Metalle untereinander  oder mit anderen Metallen,

   welche ein bis zu 300  C  beständiges Oxyd bilden, das eine freie Bildungsenergie  bei 27  C von 30-70     Kilo-Kalorien    pro Gramm-Atom  Sauerstoff aufweist, ist, und die schwerschmelzbare       Metall-Sauerstoff-Verbindung    eine freie Bildungsener  gie bei 1000  C von über 60 Kilo-Kalorien pro  Gramm-Atom Sauerstoff, und einen Schmelzpunkt  oberhalb 1000  C, und eine mittlere Teilchengrösse  von 5-1000     Milli-Mikron    besitzt, und das Verhältnis  des Volumens der     schwerschmelzbaren        Metall-Sauer-          stoff-Verbindung    zum Volumen des     Metalles    oder der  Legierung nicht grösser als 1:1 ist.  



  Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Her  stellung eines solchen metallkeramischen     Sinterkörpers,     das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Sauerstoff  enthaltende Verbindung des     Metalles    bzw. die Sauer  stoff enthaltenden Verbindungen der Metalle der       Legierung    mit den Teilchen der schwerschmelzbaren       Metall-Sauerstoff-Verbindung        vermischt    und darauf,  während die Temperatur in der gesamten Masse unter  halb der     Sintertemperatur    gehalten ist, die Sauerstoff  enthaltende Verbindung des     Metalles    bzw. die Sauer  stoff enthaltenden Verbindungen der Metalle der       Legierung    zum Metall bzw.

   der     Legierung    reduziert  und das reduzierte Produkt bei einer Temperatur un  terhalb des Schmelzpunktes des     Metalles    bzw. der  Legierung     vorgesintert    wird, bis seine     Oberfläche    weni  ger als 10     m2/g    beträgt, und das     vorgesinterte    Produkt  verdichtet wird.  



  Die Erfindung soll die     Hochtemperatureigenschaf-          ten    der erwähnten, reinen Metalle verbessern.  



  Es sind schon Versuche zur Einarbeitung     schwer-          schmelzbarer    Partikel in     Metall    gemacht worden, in der    Hoffnung, dass derartige Einschlüsse den Metallen be  sonders bei     er'höhten    Temperaturen     grössere    Festigkeit  verleihen würden. Das Erzielen einer angemessenen       Verteilunng    stellte dabei jedoch ein Problem dar und es  war bisher nicht bekannt, wie man diskrete, sehr fein  zerteilte schwerschmelzbare Partikel mit der gewünsch  ten Verteilung in Metalle einarbeiten kann.

   Wenn  jedoch keine vollständig homogene Verteilung erreicht  ist, wird keine der Eigenschaften des     Metalles    verbes  sert und einige Eigenschaften werden sogar verschlech  tert.  



  Die Erfindung soll nun mit Hilfe der Figuren an  einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.       Fig.    1 ist eine nach einer     Photomikrographie    herge  stellte Strichzeichnung und zeigt eine     geäzte    Nickelflä  che in     500-facher    Vergrösserung, wobei die     Korn-          grösse    des nicht mit einem     feinverteilten    schwer  schmelzbaren Material modifizierten     Metalles    zu er  kennen ist;       Fig.    2 ist eine der     Fig.    1 ähnliche Strichzeichnung  von mit feinverteilten     Thoriumoxydpartikeln    modifi  ziertem Nickel;

         Fig.    3 ist eine Zeichnung nach einer der     Photomi-          krographie    eines     Schnittes,    der quer zur Richtung des  unter Temperatur erfolgten     Strangpressens    durch ein  Probestück gelegt wurde und zeigt in Nickel feinver  teilte     Thoriumoxydteilchen;          Fig.    4 ist eine der     Fig.    3 ähnliche Zeichnung und  zeigt einen Längsschnitt durch das gleiche Probestück.  In der folgenden Beschreibung werden die feinver  teilten schwerschmelzbaren Partikel auch als Füller  bezeichnet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich  hier um ein     inertes    Streck- oder Verdünnungsmittel  handelt.

   Der Füller ist vielmehr eine wesentliche Kom  ponente die zu den überraschenden Eigenschaften der  neuen metallkeramischen     Sinterkörper    beiträgt.  



  Als Füller kann ein schwerschmelzbares und  schwer reduzierbares Metalloxyd oder eine aus mehre  ren Oxyden bestehende     Metall-Sauerstoff-Verbindung     verwendet werden, die durch Wasserstoff oder durch      das einbettende Metall bei Temperaturen unter 900  C  nicht zum entsprechenden Metall reduziert werden  kann.

   Solche     Metall-Sauerstoff-Verbindungen    besitzen  eine freie     Bildungsenergie        (QF)    bei 1000  C von über  60 kcal pro Grammatom     Oxydsauerstoff.    Dabei kann  die fein zerteilte     Metall-Sauerstoff-Verbindung    als Aus  gangstoff verwendet, oder     während    des Verfahrens     mit     den noch zu beschreibenden Methoden gebildet wer  den.  



  Der Füller kann beispielsweise aus     Hydroxyden,          Karbonaten,        Oxalaten    und     allgemein    aus solchen Ver  bindungen hergestellt werden, welche beim Erhitzen  auf 1500  C bis zur Gewichtskonstanz in schwer  schmelzbare     Metall-Sauerstoff-Verbindung    umsetzbar  sind. Diese     Metall-Sauerstoff-Verbindungen    müssen  einen Schmelzpunkt von über 100  C besitzen. Ein  Material mit einem Schmelzpunkt in diesem Bereich  wird als schwerschmelzbar oder     refraktär    bezeichnet.

         Füllerpartikel    die bei niedrigeren Temperaturen  schmelzen oder sintern, werden     aggregiert    und bleiben  nicht im gewünschten Grade     feinverteilt.     



  Als Füller können auch gemischte Oxyde verwen  det werden, insbesondere Mischungen von Oxyden, die  alle den oben erwähnten Bedingungen     bezüglich     Schmelzpunkt und freier Bildungsenergie entsprechen.  Dementsprechend ist     Magnesiumsilikat,        MgSi03,    als       "emischtes    Oxyd aus     MgO    und     Si0.    anzusehen. Jedes  dieser Oxyde kann für sich verwendet werden und die  Produkte ihrer Reaktion miteinander sind ebenfalls  brauchbar. Die     Metall-Sauerstoff-Verbindung    kann  dementsprechend ein einzelnes Metalloxyd oder ein  aus der Verbindung zweier oder mehrerer Metalloxyde  stammendes Reaktionsprodukt sein.

   Auch zwei oder  mehr einzelne Oxyde können in den     erfindungsgemäs-          sen    Produkten enthalten, bzw. eingeschlossen sein. Zu  den gemischten Oxyden gehören hier auch     Spinelle,     wie     MgAL0,    und     ZnA1.0"    Metallkarbonate wie       BaCO,        Metallaluminate,    Metallsilikate, wie     Magnesi-          umsilicat,        Metalltitanate,        Metallvanadate,

          Metall-          chromite    und     Metallzirkonate.    Von den Silikaten sind  beispielsweise auch komplexe Strukturen wie Natrium  aluminiumsilikat,     Calciumaluminiumsilikat,        Calcium-          magnesiumsilikat,        Calciumchromsilikat    und     Calciumsili-          kattitanat    verwendbar.  



  Typische, als Füller verwendbare einzelne Oxyde  sind     Siliciumdioxyd,    Aluminiumoxyd,     Zirkonoxyd,          Titanoxyd,        Magnesiumoxyd,        Hafniumoxyd    und die  Oxyde der seltenen Erden, einschliesslich     Thorium-          oxyd.    Eine typische Gruppe geeigneter Oxyde ist mit  den entsprechenden     Werten    der freien Bildungsenergie  pro Grammatom Sauerstoff in der folgenden Tabelle  zusammengestellt:

    
EMI0002.0053     
  
    Oxyd <SEP> GF <SEP> bei <SEP> 1000 C <SEP> Oxyd <SEP> AF <SEP> bei <SEP> 1000 C
<tb>  Y.03 <SEP> 125 <SEP> ZrO. <SEP> 100
<tb>  CaO <SEP> 122 <SEP> Bad <SEP> 97
<tb>  La@03 <SEP> 121 <SEP> ZrSi04 <SEP> 95
<tb>  Beb <SEP> 120 <SEP> Ti0 <SEP> 95
<tb>  ThO. <SEP> 119 <SEP> TiO2 <SEP> 85
<tb>  Mg0 <SEP> 112 <SEP> SiO. <SEP> 78
<tb>  U0. <SEP> 105 <SEP> Ta.O. <SEP> 75
<tb>  HfO. <SEP> <B><I>1</I></B>05 <SEP> V.<B>0</B>, <SEP> 74
<tb>  Ce0. <SEP> 105 <SEP> NbO. <SEP> 70
<tb>  A1,03 <SEP> 104 <SEP> Cr.03 <SEP> 62       Die oben genannten     gemischten    Oxyde sind, wie  bereits     ausgeführt,    aus einfachen Oxyden zusammenge  setzt zu betrachten und besitzen in jedem Fall eine Bil  dungsenergie die grösser als die Bildungsenergie des  einfachen Oxydes, das die kleinere Bildungsenergie  besitzt, ist.

   Beispielsweise haben unter oben angegebe  nen     Bedingungign    .und pro Grammatom Sauerstoff     Zink-          aluminiat    eine     Bildungsenergie    von 91 kcal und     Bari-          umkarbonat    eine solche von 65 kcal und     Natrium-Alu-          minium-Silikat    eine solche von 81     kcal.     



  Der Füller muss in feinzerteiltem Zustand vorlie  gen. Die im wesentlichen diskreten     Partikel    besitzen  eine mittlere Abmessung im Grössenbereich von  5-1000     mlc,    wobei ein besonders bevorzugter Bereich  zwischen 5 und 250     m,ti        liegt,    und ein Minimum von  10     mu    besonders günstig ist.  



  Für optimale Ergebnisse sollten die     Partikel    dicht  und     wasserfrei    sein, doch ist zu bemerken, dass auch  Aggregate kleinerer     Partikel    verwendet werden kön  nen, wenn die diskreten     Aggregatpartikel    innerhalb der  oben erwähnten Grössenbereiche liegen.

   Partikel mit  praktisch     sphäroider    oder kubischer Form werden be  vorzugt, obwohl auch     anisotrope        Partikel,    wie     Fasern     oder Blättchen für besondere Wirkungen verwendet  werden können.     Anisotrope        Partikel    führen jedoch zu       Sinterkörpern    niedrigerer     Duktilität;        wenn        Duktilität     gewünscht ist, werden annähernd     isotrop    geformte Par  tikel bevorzugt.  



  Wenn die Grösse eines     Partikels    durch eine ein  zelne Zahl ausgedrückt ist, bezieht sich diese Zahl auf  eine mittlere Abmessung, bzw. auf eine durchschnittli  che Grösse. Bei sphärischen     Partikeln    stellt dies kein  Problem dar; bei     anisotropen        Partikeln    geht man von  der Annahme aus,     dass    die Grösse einen Drittel der  Summe der drei     Partikelabmessungen    entspricht. So sei  beispielsweise eine Asbestfaser 500     mu    lang, aber nur  10     mct    breit und dick. Die Grösse dieses Partikels  wäre dementsprechend  
EMI0002.0093     
    und läge daher innerhalb der angegebenen Grenzen.

    Kolloidale     Metalloxyd-Aquasole    sind als Ausgangs  stoffe für die Herstellung der Füller in der gewünsch  ten     feinzerteilten    Form brauchbar. So sind beispiels  weise     Siliciumdioxyd-Aquasole    als Ausgangsstoffe  brauchbar, ebenso wie     Zirkonoxydsole.    Auch Titan  oxyd- und     Berylliumoxyd-Sole    sind bekannt und kön  nen mit Vorteil verwendet werden.  



  Pulver-     bezw.    puderförmige Stoffe, welche durch  Verbrennen von Metallchloriden, wie z. B.     Siliciumte-          trachlorid,        Titantetrachlorid    oder     Zirkontetrachlorid     zur Herstellung des entsprechenden Oxydes führen,  sind ebenfalls sehr gut brauchbar, wenn die Oxyde pri  mär als diskrete individuelle     Partikel    anfallen oder  wenn     aggregierte    Strukturen entstehen, die zu solchen  Partikeln     dispergrert    werden können.

   Da jedoch die  kolloidalen     Metalloxyd-Aquasole    schon     Partikel    in  dem besonders günstigen Grössenbereich und     Zertei-          lungszustand    enthalten, sind sie bevorzugte Ausgangs  stoffe für die Füller.  



       Anstatt    von den bereits gebildeten     Füllerpartikeln     auszugehen, können diese während des Verfahrens her  gestellt werden.     Calciumoxyd    ist beispielsweise wasser-      löslich und reagiert mit Wasser; dementsprechend kann  man aus diesem Stoff keine wässerigen Dispersionen in  kolloidalem Zustand herstellen. Man kann jedoch eine  unlösliche     Calciumverbindung    wie     Carbonat    oder     Oxa-          lat    verwenden, die sich beim Erhitzen unter Zersetzung  zum Oxyd umwandelt. Partikel aus feinzerteiltem     Cal-          ciumcarbonat    können z.

   B.     mit    einem wasserhaltigen  Eisenoxyd umhüllt werden, indem man eine Auf  schlämmung aus feinzerteiltem     Caleiumcarbonat    mit       Eisen-III    Nitrat und     Natriumcarbonat    behandelt,  worauf durch Erhitzen des Niederschlages und folgen  der Reduktion mit Eisen     umhüllte        Calciumoxydteilchen          erhalten    werden. In ähnlicher Weise kann man feine  Teilchen von     Bariumoxyd,        Strontiumoxyd    oder     Magne-          siumoxyd    mit einem Metall     umhüllen.     



  Eine andere Methode zur Bildung der diskreten  schwerschmelzbaren     Füllerpartikel    in     situ    besteht  darin, dass man sie als Oxyd in Form von Partikeln  mit kleinerer als der gewünschten Grösse ausfällt und  sie unter Temperatureinwirkung eingebettet in eine  reduzierbare Verbindung des zu modifizierenden  Metalls zum Anwachsen auf die gewünschte Grösse  bringt und dann die reduzierbare Verbindung zum ent  sprechenden Metall reduziert.

   Bei dieser Methode fällt  man das schwerschmelzbare Oxyd in Form von einzel  nen Partikeln mit einer Grösse von unter     5,u    gemein  sam mit einer wasserlöslichen,     sauerstoff-    oder schwe  felhaltigen Verbindung des zu verbessernden bzw.

   zu  modifizierenden     Metalles,    röstet das Produkt der ge  meinsamen     Fällung        (Copräzipitation)    in einer sauer  stoffhaltigen Atmosphäre bei einer Temperatur zwi  schen 400 und 1000  C, so dass die wasserunlösliche       Verbindung        ides        Metalls    zum wasserfreien     Metalloxyd     umgewandelt wird und die Grösse der einzelnen  schwerschmelzbaren     Oxydpartikel    anwächst; die Erhit  zung wird weitergeführt, bis die Grösse der einzelnen  Partikel im Bereich von 5-1000     mit    liegt, worauf das  Oxyd des zu verbessernden     Metalles    reduziert wird.  



  Eine weitere Methode zur Bildung der diskreten       schwerschmelzbaren        Füllerpartikel    in     situ    verwendet  eine Schmelz- oder Fusionstechnik. Ein solches Ver  fahren besteht im (1) Verschmelzen     (Fusionieren)    (a)  einer sauerstoffhaltigen Verbindung des zu verbessern  den     Metalles    und (b) einer sauerstoffhaltigen Verbin  dung     .eines        Me-talles,        aus    dessen Oxyd die schwer  schmelzbaren Partikel bestehen sollen, (2) Erhitzen der  verschmolzenen Mischung in Luft auf eine Tempera  tur, bei welcher die nicht als Oxyde vorliegenden Kom  ponenten zu Oxyden zersetzt werden, (3)

   Abschrecken  der Schmelze zur Erzeugung einer Masse in festem  Zustand aus den vereinigten Oxyden des zu verbes  sernden     Metalles    und des anderen     Metalles,    (4) feiner  Zerteilung der Masse und (5) Reduktion des     Metall-          oxydes    zum zu verbessernden Metall bei einer Tempe  ratur unterhalb seines Schmelzpunktes.  



  Das Metall in dem gemäss der Erfindung ein  schwerschmelzbares Oxyd fein zerteilt eingebettet, bzw.  eingeschlossen werden soll, ist wahlweise Eisen,  Kobalt, Kupfer,     Molybdän,    Nickel, Wolfram oder     Rhe-          nium,    oder Legierungen dieser Metalle miteinander  oder mit anderen Metallen, welche ein bis 300  C sta  biles Oxyd bilden, das eine freie Bildungsenergie bei  27  C von 30-70     kcal/Grammatom    Sauerstoff auf  weist.

   Diese Legierungsmetalle und die freien Bildungs  energien ihrer Oxyde pro Grammatom Sauerstoff sind  beispielsweise die folgenden:  
EMI0003.0049     
  
    Metall <SEP> AF <SEP> des <SEP> Oxydes <SEP> bei <SEP> 27 C
<tb>  Cd <SEP> 55
<tb>  1l <SEP> 40
<tb>  Ge <SEP> 58
<tb>  Sn <SEP> 60
<tb>  Pb <SEP> 45
<tb>  Sb <SEP> 45
<tb>  Bi <SEP> 40
<tb>  In <SEP> 65       Bei der     Fällungsmethode    der Ausgangsmaterialien  zur Herstellung der erfindungsgemässen     Sinterkörper     wird ein relativ grosses Volumen des Metalloxydes,       Hydroxydes,        wässrigen    bzw.

   hydratisierten Oxydes,       Oxycarbonates    oder     Hydroxycarbonates,    oder allge  mein einer Verbindung des     Metalles    in oxidiertem  Zustand gemeinsam mit einer Vielzahl von schwer  schmelzbaren     Oxydfüllerpartikeln    gefällt. Der Nieder  schlag kann eine Verbindung eines einzelnen oder  zweier und mehrerer Metalle enthalten. So können bei  spielsweise die wasserhaltigen Oxyde von sowohl     Nik-          kel    als auch Kobalt gemeinsam mit einem Füller gefällt  werden. In diesem Fall wird während der Reduktion  direkt eine     Nickel-Kobalt-Legierung    erzeugt.  



  In ähnlicher Weise können Legierungen von Eisen,  Kobalt oder Nickel mit anderen Metallen, welche  durch Wasserstoff reduzierbare Oxyde bilden, herge  stellt werden. So können Legierungen mit Kupfer,       Molybdän,    Wolfram und     Rhenium    durch gemeinsame  Ablagerung zweier oder mehrerer Oxyde der gewählten  Metalle mit den     Füllerpartikeln    hergestellt werden.  



  Zur Herstellung einer derartigen wässrigen, bzw.  hydratisierten sauerstoffhaltigen Verbindung kann man  diese aus einem löslichen Salz, vorzugsweise einem  Metallnitrat,     ausfällen;    auch Metallchloride, Sulfate,  Acetate und andere lösliche Salze können verwendet  werden. Eisennitrat,     Kobaltnitrat,    Nickelnitrat, Kupfer  nitrat,     Molybdäntetrachlorid,        Wolframdichlorid    und       Rheniumchlorid    gehören zu den bevorzugten Aus  gangsstoffen.

   Im Fall von     Molybdän    kann man bei  spielsweise auch das Natrium- oder     Ammoniummolyb-          dat    verwenden, in welchem Fall das     Molybdän    im An  ion und nicht wie     bzi    den Chloriden im Kation vor  liegt. Dabei wird das     Molybdän    als     Polymolybdänsäure     durch Erniedrigung des     pH    unter Zusatz einer Säure  wie Salzsäure     gefällt.     



  Die Fällung kann zweckmässiger Weise durch Zu  gabe eines geeigneten     löslichen        kationischen    Metallsal  zes zu einer wässrigen, die     Füllerpartikel    enthaltenden       Alkalilösung    bewirkt werden, während der     pH    über 7  gehalten wird.     Zweckmässigerweise    wird dazu die  Lösung des Metallsalzes, ein die     Füllerpartikel    enthal  tendes kolloidales     Aquasol    und ein Alkali wie     Natri-          umhydroxyd    gleichzeitig, aber getrennt, in eine Wasser  vorlage eingeführt.

   Alternativ kann man auch eine die       Füllerpartikel    enthaltende Dispersion als Vorlage ver  wenden, zu der die Metallsalzlösung und das Alkali       gleichzeitig,    aber getrennt, zugeführt werden.  



  Allgemein kann man zur Ablagerung der Verbin  dung eines     Metalles    in oxydiertem Zustand auf dem  Füller irgend ein lösliches Salz dieses     Metalles    mit  einem     basis,ahen    Stoff umsetzen.     Hydroxyde    wie     NaOH,          KOH,    oder Ammoniak und     Carbonate    wie       (NH4),C03,        Na,C03    oder     K@C03    können verwendet  werden.

   Die abgelagerte Metallverbindung kann ein      Oxyd,     Hydroxyd    wasserhaltiges Oxyd,     Oxycarbonat,     oder allgemein eine Verbindung sein, welche sich unter  Erhitzen zum Oxyd zersetzt.  



  Vorzugsweise werden bei den     Fällungsverfahren     bestimmte Vorsichtsmassnahmen beachtet. Das Kolloid  sollte weder     koaguliert    noch geliert werden, was durch  Arbeiten in verdünnten Lösungen oder durch gleichzei  tige Zugabe von Füller und     Metallsalzlösung    zu einer  Vorlage erreicht werden kann.  



  Vorzugsweise werden die     Füllerpartikel    derart in  den reduzierbaren Oxyden oder wasserhaltigen Oxyden  z. B. von Eisen, Kobalt oder Nickel eingelagert, bzw.  eingebettet. dass bei der später     durchgeführten    Reduk  tion eine Aggregation und ein Zusammenwachsen       (Coalescenz)    der     Füllerpartikel        vermieden    wird. Es  wird mit anderen     Worten    bevorzugt, dass die einzelnen       Füllerpartikel    in dem durch gemeinsame     Fällung    er  zeugten Produkt     nicht    miteinander in Berührung ste  hen.

   Eine zur Sicherung dieses Zustandes     wesentliche     Massnahme während der Herstellung besteht in der  Anwendung einer     kräftigen    Mischung und Bewegung.  



  Nach     Ablagerung    der wässrigen Sauerstoffver  bindung von Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer,     Molybdän,          Wolfram    oder     Rhenium    auf dem Füller ist es     zweck-          mässig,    die bei der Reaktion gebildeten Salze, z. B.  durch Waschen, zu entfernen.

   Wenn man, wie meist,  das Alkali,     Natriumhydroxyd,        Kaliumhydroxyd,        Lithi-          umhydroxyd,        Ammoniumhydroxyd    oder     Tetramethyl-          ammoniumhydroxyd    zur Ablagerung der Verbindung       verwendet,    können Salze wie     Natriumnitrat,        Ammoni-          umnitrat    oder     Kaliumnitrat    gebildet werden. Diese  Stoffe sollten entfernt werden, da sie sonst im Endpro  dukt erscheinen.

   Einer der Vorteile bei der Verwen  dung der Nitrate als Salze gemeinsam mit wässrigem  Ammoniak, besteht darin, dass     Ammoniumnitrat    flüch  tig ist und daher aus dem Produkt leicht entfernt wer  den kann. Die Neigung vieler     Metalle    wie besonders  Kobalt und Nickel zur Bildung von     Aminkomplexen     stellt in diesem Fall jedoch eine Komplikation dar.  Durch sorgfältige     Regelung    des     pH    während (der     Koprä-          cipitation    können diese Nebenreaktionen vermieden  werden.  



  Nach der praktisch völligen Entfernung der lösli  chen, nicht     flüchtigen    Salze wird das     Produkt    dann bei  einer Temperatur von über 100  C getrocknet. Alter  nativ kann das Produkt getrocknet, das getrocknete  Material in Wasser zur Entfernung der löslichen Salze       suspendiert    und das Produkt danach erneut getrocknet  werden.  



  Die relative Menge der Verbindung des oxydierten  Metalls, die mit den     Füllerpartikeln    abgelagert wird,  hängt von der endgültigen Verwendung des entstehen  den Produktes ab. Wenn beispielsweise das Produkt       reduziert    und direkt zu einer dichten Masse aus     Füller-          m::

  tall        komprimiert    wird, liegt der bevorzugte Gehalt  des Füllers in der Metallkomposition zwischen 0,5 und       10        Vol.        0lo,        wobei        der        Bereich        von        1-5        Vol.        %        beson-          ders    bevorzugt ist. Wenn andererseits das Produkt eine  Grund- bzw.

   Stammischung ist, die beispielsweise vor  der Verdichtung mit     unmodifiziertem    Metallpulver  gemischt werden soll, können     erhebliche    höhere Füll  volumina verwendet werden.  



       Füllvolumina        bis        zu        50        %,        d.        h.    1     Volumen        Oxyd     für jedes vorhandene Volumen Metall können     mit    Er  folg verwendet werden, doch sind solche Produkte  häufig     pyrophor.    Selbst ein Erhitzen auf 1000  C nach  der Reduktion schaltet dieses Problem nicht völlig aus.    Auch neigen die     Füllerpartikel    zum Zusammenwachsen  unter Bildung harter     grosser    Aggregate     während    der  Reduktion.

   Diese Tendenz kann durch Vergrössern der       Partikelgrösse    des Füllers auf etwa 100     my    oder dar  über     verringert    werden. Die Bedeutung der beiden er  wähnten Probleme nimmt jedoch mit sinkendem Füll  volumen ab.

   Andererseits wird     insbesondere    im     Be-          reich        von        40-50        Vol.        %        Füller        das        modifizierte        Metall     zweckmässiger Weise durch eine     inerte        Atmosphäre          (Wasserstoff,    Argon oder     Stickstoff)    geschützt, bis es  zu einer dichten Metallmasse verarbeitet ist.

   Bei     Füll-          volumina        von        30        %        kann        man        gewöhnlich        das        modifi-          zierte    Metall so weit sintern, dass es an der Luft ge  handhabt werden kann.  



  Gewöhnlich werden bei der Herstellung der Pro  dukte dieser Erfindung relativ grosse Mengen einer  wasserhaltigen Sauerstoffverbindung eines     Metalles    wie  Nickeloxyd mit relativ geringen     Füllermengen    gefällt.  Die Menge an     gefälltem    Material wird sich etwa mit  der     Partikelgrösse    des Füllers verändern, insbesondere  mit dessen Oberfläche.

       Gewöhnlich    ist in der endgülti  gen Metallkomposition ein Füllvolumen zwischen 0,05       und        30        Vol.        %        zweckmässig.        Bei        kleineren        Füllerparti-          keln,    d. h.

   solchen mit einer Oberfläche unter 200/D  gemessen in M2  <B>/g,</B> wobei D = die Dichte des Füllers in       g/cm3,        werden        Füllvolumina        von        0,05-5        %        bevorzugt.     Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform  sind die verwendeten relativen Mengen derart bemes  sen, dass in der fertigen     Metall-Metalloxyd-Mischung          nach        der        Reduktion        ein        Füllvolumen        von        0,

  1-5        Vol.        %     erzielt wird. Bei relativ grossen Partikeln, d. h. solchen  im Bereich von     ungefähr   <B>100</B>     m/c    können     Füllvolu-          mina        bis        20        %        verwendet        werden.     



  Nach der Ablagerung der Verbindung des Metalls  in oxydiertem Zustand zusammen mit den     Füllerparti-          keln    und nach dem Waschen und Trocknen des Pro  duktes wird die Verbindung zum Metall reduziert. Dies  kann     zweckmässigerweise    durch Behandeln der     gefäll-          ten    Masse in einem Wasserstoffstrom bei etwas erhöh  ten Temperaturen erreicht werden. Jedoch darf die  Temperatur die     Sintertemperatur    der     Füllerpartikel     nicht überschreiten. Ein Weg zur Vermeidung vorzeiti  ger     Sinterung    besteht darin, dass man das Produkt in  einen Ofen unter Temperaturregelung einbringt und  langsam Wasserstoffgas zuführt.

   Dadurch wird die  Reduktion nicht so rasch verlaufen, dass grosse Wär  memengen freigesetzt werden und die Temperatur im  Ofen ansteigt. Der für die Reduktion zu verwendende  Wasserstoff kann zur     Verringerung    der Reaktionsge  schwindigkeit und zur Vermeidung überhitzter Stellen  mit einem     inerten    Gas wie Stickstoff verdünnt werden.

    Dadurch wird die Reaktionswärme mit dem Gasstrom       abgeführt.    Alternativ kann die Temperatur im Ofen       langsjam    auf einen Wert     im        Bereich        zwischen    500 und  700  C gesteigert werden, während gleichzeitig ein  Wasserstoffstrom über das zu reduzierende Produkt       geführt    wird.  



  Zusätzlich zu oder anstelle von Wasserstoff kön  nen, insbesondere bei erhöhten Temperaturen, Kohlen  monoxyd, Methan oder gasförmige     Kohlenwasserstoffe     als Reduktionsmittel verwendet werden. In jedem Fall  ist es wichtig, dass die Temperatur während der  Reduktion geregelt wird, und zwar nicht nur zur Ver  meidung einer vorzeitigen     Sinterung    wie oben beschrie  ben, sondern auch zur Vermeidung einer übermässigen  Reaktion zwischen der reduzierbaren Verbindung (wie  etwa von Eisen-, Kobalt- und Nickeloxyd) und dem           Fülleroxyd    vor Reduktion der reduzierbaren Verbin  dung.  



  Die Reduktion sollte     fortgesetzt    werden, bis die  reduzierbare Verbindung praktisch völlig reduziert ist.  Wenn sich die Reaktion der Vollständigkeit nähert,  wird die Temperatur zur Vervollständigung der Reduk  tion vorzugsweise auf einen Wert zwischen 700 und  1300  C erhöht; dabei muss jedoch dafür gesorgt wer  den, dass der Schmelzpunkt des reduzierbaren     Metalles     nicht überschritten wird. Die Reduktion sollte solange  weitergeführt werden, bis der Sauerstoffgehalt der  Masse abzüglich des     Oxydsauerstoffs    des     Füllermate-          rials        praktisch    auf     Null    verringert ist.

   In jedem Fall  sollte der Sauerstoffgehalt des Produktes bezogen auf  sein Gewicht und abzüglich des     Sauerstoffgehaltes    im       Füller        zwischen    0     und    2     %,        vorzugsweise        zwischen    0       und        1%        und        besonders        bevorzugt        zwischen    0     und          0,1        %        liegen.     



  Eine Möglichkeit zur Abschätzung des Sauerstoff  gehaltes besteht in der Messung der Gewichtsverände  rung eines Produktes bei Behandlung mit trockenem       sauerstoffreiem    Wasserstoff bei 1300  C. Produkte,  welche unter diesen Bedingungen eine     Gewichtsverän-          derung        von        0,0-0,1        %        aufweisen,        sind        besonders        bevor-          zugt.     



  Nach Abschluss der Reduktion ist das entstehende  Pulver manchmal     pyrophor.    Vorzugsweise wird daher  die Masse in einer     inerten    Atmosphäre gekühlt und zur  Verringerung der Oberfläche in Abwesenheit von Was  serstoff weiter verdichtet, wenn dies zur Vermeidung  der     Reoxydation    erforderlich ist.  



  Nach der Reduktion des     Präzipitates    zum entspre  chenden Metall kann das Produkt durch Erwärmen  gesintert werden, wobei die angewendete Temperatur  unter dem Schmelzpunkt des     Metalles    liegt. Es ist zu  bemerken, dass bei Verwendung sehr hoher Tempera  turen während der Reduktion eine gewisse     Sinterung     gleichzeitig mit der Reduktion vor sich gehen kann;  solche Temperaturen sollten jedoch erst erreicht wer  den, wenn die Reduktion in erheblichem Masse fortge  schritten ist und vorzugsweise erst nach vollständiger  Reduktion.  



  Die     Sinterung    bewirkt, dass die Produkte nicht  ohne weiteres an der Luft     reoxydiert    werden. Gegebe  nenfalls werden dabei auch die Füllstoffe, die nicht  primär als Oxyde vorliegen (z. B.     Metallcarbonate    und       -oxalate)    zu den entsprechenden Oxyden umgewandelt.  



  Die     Sinterung    des Produktes wird fortgesetzt, bis  die Oberfläche unter 10 und vorzugsweise unter  1     M2/g    liegt. Solche Produkte sind nicht     pyrophor    und  können an der Luft gehandhabt werden.  



  Es konnte beobachtet werden, dass die für einen  gewünschten     Sinterungsgrad    erforderlichen Temperatu  ren vom Füllungsgrad des     Metalles    mit Füller abhängig  sind. Im allgemeinen ist die erforderliche     Sintertempe-          ratur    umso höher, je höher der     Füllungsgrad    ist. Auch  erfordern kleine     Füllerpartikel    höhere     Sintertemperatu-          ren.     



  Während der     Sinterung    darf der     Schmelzpunkt    des       Metalles    nicht überschritten werden. In der Praxis wird  die Temperatur     vorzugsweise    um mindestens 50  C  unter dem Schmelzpunkt gehalten.  



  Wenn die fertigen erfindungsgemässen Produkte zu  dichten metallischen Gegenständen verarbeitet werden  sollen, wird die gesamte Masse aus reduziertem Metall  und     Oxydfüller    zuerst verdichtet. Dies kann durch Ein  wirkung     sehr        hoher        Drücke    bei     :gewöhnlichen    Tempe-         raturen    oder vorzugsweise bei Temperaturen, welche       ungefähr    2/3 des absoluten     Söhmelzpunktes    der  Metallumhüllung entsprechen, erreicht werden. In eini  gen Fällen ist es     wünschenswert,    das Produkt während  dieser Druckbehandlung auf Temperaturen knapp un  ter dem Schmelzpunkt zu erhitzen.

   Selbstverständlich  kann die Verdichtung gleichzeitig mit der     Sinterung          vorgenommen    werden.  



  Um eine feste Verbindung zwischen den Teilchen  des feinzerteilten reduzierten Pulvers zu erreichen,  kann die Kalt- oder Warmbearbeitung des entstehen  den     Sinterkörpers    beispielsweise durch Heisswalzen-,       Strangpressen        (Extrusion)    oder eine ähnliche bekannte  metallurgische Technik wünschenswert sein. Eine Be  arbeitung zur Verbesserung der Dispersion ist jedoch  nicht erforderlich, da gemäss dem obigen Verfahren  die Dispersion direkt erzielt wird.  



  Vorzugsweise wird das Produkt in solchem Masse       verdichtet,        dass        mindestens        99        %        der        theoretischen     Dichte erreicht werden. Solche Produkte sind nicht nur  bezüglich ihrer Festigkeit sondern auch ihrer Oxyda  tionsbeständigkeit verbessert. So ist beispielsweise die  Oxydationsbeständigkeit von Eisen, Kobalt und Nickel  und Legierungen, die hauptsächlich aus diesen Metal  len bestehen, soweit verbessert, dass sie bei 1000  C  ohne ernsthafte Oxydationserscheinung verwendet wer  den können. Dadurch wird die Notwendigkeit, die  Metalle mit anderen Metallen zur Verbesserung der  Oxydationsbeständigkeit zu legieren, ausgeschaltet.  



  Allgemein können Legierungen, welche Eisen,  Kobalt, Nickel, Kupfer,     Molybdän,    Wolfram oder     Rhe-          nium    mit in der Metallmatrix     gleichmässig    verteilten       Metalloxydpartikeln    enthalten, als Produkte dieser Er  findung hergestellt werden.

   Dementsprechend können  auch eisenhaltige Legierungen wie Nickelstahl,     hoch-          molybdänhaltiger        Stahl        (z.        B.        86        %        Fe,        14        %        Mo),          Nickelmolybdänstahl        (z.        B.    2     %        Ni,    1     %        Mo),

          Nickelle-          gierungen    wie      Monel -Metall        (Kupfer-Nickellegierun-          gen),    die      Hastelloy -Metalle        (Molybdän-,        Eisen-Nik-          kellegierungen)    und     Eisen-Wolframlegierungen,        insbe-          sondere        solche        mit        bis        zu        20        %        Wolfram,

          Sinterkörper     nach der Erfindung sein.  



  Diese Legierungen können durch gemeinsame Ab  lagerung der wässrigen Oxyde der Metalle mit dem  gewählten     Oxydfüller    und Reduktion mit Wasserstoff  direkt hergestellt werden. Ein solches Verfahren ist  besonders für Legierungen von Eisen und jenen Metal  len wichtig, die in der elektromotorischen Spannungs  reihe der Metalle unter dem Eisen liegen. So kann bei  spielsweise eine     nickel-    und kupferhaltige Legierung  durch gemeinsame Ablagerung von wasserhaltigem  Nickeloxyd und wasserhaltigem Kupferoxyd auf kolloi  dalem     Thoriumoxydfüller    und folgender Reduktion des  so entstehenden Produktes hergestellt werden.

   In ähnli  cher Weise können Legierungen aus     Nickel-Molybdän,          Kobalt-Eisen-Nickel,    Kobalt-Kupfer, Nickel-Wolfram  und viele andere hergestellt werden. Allgemein können       Legierungen    von Metallen, die in der elektrischen  Spannungsreihe zwischen Kupfer und Eisen liegen, auf  diese Weise hergestellt werden.  



  Die erfindungsgemässen     Sinterkörper        umschliessen     daher     nicht    nur die oben erwähnten modifizierten  Metalle, sondern auch diese Metalle in Verbindung  miteinander und mit     bestimmten    anderen     Metallen.     Zu der letzteren Gruppe gehören Legierungen und  Metalle, die ein bis zu 300  C beständiges Oxyd mit  einer freien Bildungsenergie bei 27  C von 30-70     kcal         pro Grammatom Sauerstoff bilden, zusammen mit min  destens einem Metall der genannten     Gruppe.     



  Die in dem erfindungsgemässen     Sinterkörper    vor  handenen     Füllerpartikel    sind gleichmässig verteilt. Die       Partikel    können sich sowohl an den     Korngrenzen    als  auch innerhalb des Kornes befinden.  



  Dieser     Verteilungszustand    kann unter Verwendung  des     Elektronenmikroskopes    und einer Wiedergabetech  nik     (Replika-Technik)        demonstriert    werden, wobei die  Oberfläche eines Metallstückes     poliert,    geätzt, mit  einer     Kohlenstoffschicht    versehen und das Metall etwa  durch Auflösung in Säure entfernt wird.

   Eine     Elektro-          nenmikrographie    des zurückbleibenden     Kohlenstoff-          Filmes    zeigt,     dass    die     Füllerpartikel        gleichmässig    im  Metallkorn     verteilt    sind. Sie sind an den     Korngrenzen     nicht in solchem Masse konzentriert, dass sie als Per  lenschnüre erscheinen.

   Aus diesem     Grunde    können  brauchbare metallische Teile direkt durch Verdichten  der     erfindungsgemäss        hergestellten    Metall     Metalloxyd-          Pulver    hergestellt werden; auch die     Notwendikgeit    der  Bearbeitung zur     Verbesserung    des Pulvers wird     dadurch     ausgeschaltet.  



  Als gleichmässig     verteilt    ist dabei zu verstehen,  dass eine gleichmässige     Verteilung    der schwerschmelz  baren     Oxydpartikel    innerhalb eines beliebigen, mikro  skopischen Bereichs des     Sinterkörpers    vorliegt, wobei  ein     derartiger    Bereich vorzugsweise einen Durchmesser  von ungefähr 10     ,u    besitzt.  



  Die festen     Sinterkörper    sind vorzugsweise praktisch  frei von einer     faserartigen        Orientierung    der feinverteil  ten     schwerschmelzbaren    Oxyde. Dies ist eine Folge  ihrer     neuartigen    Herstellung, bei welcher die     Oxydfül-          lerpartikel    homogen mit einer sauerstoffhaltigen Ver  bindung des     Metalles    gefällt werden.

   Die     Ausbildung     einer     faserartigen        Orientierung    ist bei bekannten Pro  dukten anzutreffen, weil die     agglomerierten        Füllerparti-          kel    bei der Bearbeitung, etwa durch     Strangpressen,     aufgespalten oder     fragmentiert    werden; die Fragmente  zeigen eine deutliche und leicht erkennbare Ausrich  tung. Eine solche Ausrichtung bildet einen Ausgangs  punkt für die Rissbildung und     führt    letzten Endes zum  Versagen des     Metalles    unter     Beanspruchung,    insbeson  dere bei hohen Temperaturen.

   Die Vermeidung dieses  Effektes ist ein deutlicher Vorteil der neuen Komposi  tionen.  



  Bei den erfindungsgemässen neuen     Sinterkörpern     ist der Füller vorzugsweise nicht     faserartig    orientiert,  d. h. nicht     schnurartig    ausgerichtet; der     Füller    ist viel  mehr einheitlich, bzw.     gleichmässig    im Metall verteilt.  Wenn man beispielsweise einen     stranggepressten    Stab  untersucht, ist die     Füllerverteilung    in Längs- und Quer  ebenen praktisch gleich. Dies ist in den     Fig.    3 und 4  dargestellt, wobei die Punkte 3 die     Füllerpartikel,    die  freien Zonen 4 innerhalb des Rahmens das Metall dar  stellen.  



  Die     Füllerpartikel    in den neuen     Sinterkörpern    lie  gen in einem Grössenbereich von 5 bis 1000     m,ct    und  vorzugsweise zwischen 5-250     mpc.    Besonders bevor  zugt werden     Füllerpartikel    im Grössenbereich von  10-250     m,u.    Dieser zuletzt genannte Bereich ist beson  ders     bevorzugt,

      weil 10     mu-Partikel        wesentlich    schwerer  zu     koagulieren    oder zu gelieren sind     und    daher     während     der     Herstellverfahren    leichter in     dispersem    Zustand  gehalten werden können, als kleinere     Partikel.    Pro  dukte mit Partikeln im Grössenbereich von  10-150     mu    können ohne weiteres aus kolloidalen       Aquasolen    hergestellt werden.

   Obwohl auch sehr    kleine Partikel verwendet werden können, sind diese  schwerer zu handhaben,     weil    sie beim Trocknen leicht  sintern und in     flüssiger    Phase leicht gelieren. Darüber  hinaus sind sehr kleine     Partikel    ausserordentlich reak  tionsfähig. 5     mu-Partikel    können daher verwendet  werden, doch sind 10     my-Partikel    einfacher zu verar  beiten. Zur Beschreibung der neuen Produkte wird als       Füllerpartikel    eine einzelne kohärente Masse aus Oxyd  bezeichnet, welche von Metall umgeben und von ande  ren     Oxydpartikeln    durch Metall getrennt ist.

   Die     Parti-          kel    können     Aggregate    aus kleineren einzelnen Einhei  ten sein, die unter Bildung einer     Struktur    miteinander  verbunden sind.  



  Vorzugsweise sind die     Füllerpartikel    in den neuen       Sinterkörpern    praktisch vollständig von einer Metall  umhüllung umgeben, welche sie getrennt und diskret       hält.    Die     Partikel    sind dabei     isoliert    und     kommen    nicht  miteinander in     Berührung.    Auf diese Weise wird ein       Zusammenwachsen        (Koalescenz)    und Sintern des     Fül-          lermaterials        verhindert.     



       Sinterkörper,    in welchen der Füller     Thoriumoxyd,     ein seltenes     Erdmetalloxyd,    eine Mischung aus Oxyden  der seltenen Erden der     Lanthan-    und     Actiniumreihen,          Magnesiumoxyd    oder - in geringerem Masse -     Calci-          umsilicat    ist, scheinen eine ausserordentliche Stabilität  bei langzeitigen Untersuchungen unter erhöhten Tem  peraturen wie     Bruchbeanspruchungs-    und     Kriechfestig-          keitstests    aufzuweisen.

   Diese Stoffe behalten ihre  Eigenschaften in erheblich höherem Masse als bei  spielsweise mit     Siliciumdioxyd    gefüllte Metalle, selbst  wenn die     ursprünglich    bei der Herstellung erzielte       Härte    ähnlich ist. Der     Grund    für diese Verbesserung  scheint mit der freien Bildungsenergie des Füllers zu  sammenzuhängen.

   Daher sollen die für Verwendung  bei sehr hohen Temperaturen, d. h. 800-1000  C, be  stimmten     Sinterkörper    fein verteilte     Oxydpartikel    mit  einer Grösse im Bereich von 5-250     mcc    in einem  Metall aus der oben genannten     Gruppe    besitzen, wobei       das        Füllvolumen        zwischen        1,

  0        und        10        %        liegt        und        das     Oxyd eine freie Bildungsenergie bei 1000  C von über  90 kcal und vorzugsweise über 110 kcal pro Gramm  atom     Oxydsauerstoff    besitzt.  



       Siliciumdioxyd    ist ein sehr wirkungsvoller Füller  für jene     Sinterkörper,    die     während    der Herstellung,  Verarbeitung oder Verwendung nicht über 600-700  C  erhitzt werden müssen. Im Fall der     Eisen-Molybdän-          oder        Nickel-Molybdän-Legierungen    werden bei der  Verarbeitung häufig Temperaturen bis l300  C oder  etwas höher verwendet. In diesen Fällen sind nur die  sehr stabilen Oxyde als Füller wirksam, d. h. solche  mit einer sehr hohen freien Bildungsenergie, wie die  Oxyde der seltenen Erden oder     Calciumoxyd.    (Bezüg  lich der Werte der freien Bildungsenergie siehe z. B.

         Smithell,        Metal        Reference        Book,    2. Auflage,     Bd.    2,  S. 592,     Interscience        Publishers,        Inc.,    New York 1955).

      Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung be  steht der     Sinterkörper    aus einer kontinuierlichen Phase  eines     Metalles    der oben erwähnten     Gruppe,    welches  einen nicht reduzierbaren     Oxydfüller    in fein     verteilter     Form     enthält.    Dass das Metall praktisch die konti  nuierliche Phase darstellt, kann dadurch gezeigt wer  den, dass man die reduzierte Masse verdichtet, sintert  und auf ihre     Leitfähigkeit    hin untersucht. Die Leitfä  higkeit des Metalls wird praktisch durch die Anwesen  heit von Oxyd     nicht        beeinflusst,    wenn das Metall als  kontinuierliche Phase vorliegt.

   Wenn andererseits das      reine trockene     Wasserstoffstrom    in der gleichen Menge  pro     Zeiteinheit    aufrechterhalten wurde;     schliesslich     wurde die Temperatur auf 700  C erhöht und der     trok-          kene    Wasserstoffstrom     20-fach    zur Vervollständigung  der Reduktion verstärkt.

   Das entstehende Produkt  wurde in einem     Gesenke    mit einer Abmessung von  25,4 mm bei einer Temperatur von 450  C und einem  Druck von 2,8     t/cm2    komprimiert und schliesslich zu  einem Draht mit einem     Flächenverminderungsverhält-          nis    von 10:1     stranggepresst.     



  Derartige Teile sind bei Temperaturen unter unge  fähr 600  C gut zu verwenden.  



  <I>Beispiel 2</I>  Eine Nickelnitratlösung wurde durch Auflösen von  4362 g     Nickelnitrathydrat,        Ni(NOs)2    -     6H20,    in Was  ser und Auffüllen auf 5 Liter hergestellt. Ein mit einer  Spur Salpetersäure stabilisiertes     Thoriumoxydsol,    mit  im wesentlichen diskreten     Partikeln    eines mittleren  Durchmessers von ungefähr 5-10     mu    wurde als Aus  gangsstoff für den     Füller    verwendet.

   28,8 g dieses     kol-          loidalen        Aquasols        (26        %        Th02)        wurden        auf    5     Liter          aufgefüllt.    Zu einer Vorlage auf 5 Liter Wasser bei  Raumtemperatur wurde die Nickelnitratlösung, das  verdünnte     Thoriumoxydsol    und eine     Ammoniumhydr-          oxyd-Ammoniumcarbonatlösung    getrennt und gleich  zeitig mit gleichen Mengen pro Zeiteinheit zugegeben,  wobei sehr kräftig bewegt wurde.

   Während der Füllung  wurde der     pH    im Reaktor auf 7,5 gehalten. Ein Nie  derschlag aus     Nickelhydroxydcarbonat    wurde so zu  sammen mit den     Thoriumoxydpartikeln    abgelagert. Die  entstehende Mischung wurde filtriert und zur Entfer  nung des     Ammonnitrates    gewaschen. Der Filterkuchen  wurde bei 300  C im Ofen getrocknet.  



  Das Produkt wurde mit einer Hammermühle  soweit     pulverisiert,    dass es ein Sieb .mit einer Ma  schenweite von 0,044 mm durchlief, in einen Ofen ge  bracht und auf 500  C erhitzt. Nun wurde Wasserstoff  langsam in solcher Menge über das Pulver geleitet,  dass genügend Wasserstoff zur Reduktion des     Nickel-          oxydes    während eines Zeitraumes von 4 Stunden zuge  führt wurde. Der Wasserstoffstrom wurde mit     gleich-          mässiger    Menge pro Zeiteinheit während dieser Reduk  tion 8     Stunden    lang     aufrecht    erhalten.

   Dann wurde die  Temperatur auf 700  C erhöht und der trockene reine  Wasserstoffstrom erheblich verstärkt; schliesslich  wurde die Temperatur zur Vervollständigung der  Reduktion auf 750  C erhöht. Das entstehende Pro  dukt wurde in einem auf 25,4     nun-Gesenke    mit  2,8     t/cml        komprimiert,    in trockenem Wasserstoff unter  langsamer Steigerung der Temperatur     während    6 Stun  den auf 1200  C gesintert, so dass die letzten Nickel  oxydspuren     reduziert    und der rohe Formkörper weiter  verdichtet wurde;

   der Formkörper wurde durch Bear  beitung auf einen Durchmesser von<B>19,05</B> mm gebracht  und schliesslich zu einem Stab mit einem Durchmesser  von 4,76 mm     stranggepresst.     



  Das so hergestellte, mit 1 Volumenprozent     Thori-          umoxyd        modifizierte    Nickel zeigte nach Glühen bei  1200  C eine 0,2     1/o-Streckgrenze,    gemessen bei 8l5  C  und 1055     kg/cm2.     



  Die Streckgrenze einer ähnlich hergestellten Nickel  probe ohne     Thoriumoxyd    betrug bei 815  C nur  197     kg/cm2.    Die Streckgrenze des neuen     Sinterkörpers     bei<B>815'</B> C ist daher um den Faktor 5 gegenüber dem       nichtmodifizierten    Metall     verbessert.    Die Dehnung der       NiekelrhornumaxydProbe    betrug 10<B>Oh,

  </B> bei 8l.5  C ge-         genüber        14        %        für        das        ungefüllte        Nickel.        Die        Dehnung          verringerte        sich        also        nur        um        28        %.     



  Das Korn in dem entstehenden     Nickel-Thorium-          oxyd-Stab    hatte selbst nach     5-stündigem    Glühen bei  1200  C in reinem Argon eine mittlere Grösse von  ungefähr 5     ,As.     



  Von der polierten Oberfläche dieses     Ni-Th02        Sin-          terkörpers    wurden     Elektronenmikrographien    des     Tho-          riumoxydes    hergestellt. Aus diesen Mikrographien war  zu erkennen, dass das     Thoriumoxyd    homogen in der  Metallmatrix verteilt war.

   Darunter wird verstanden,  dass bei Untersuchung einer Fläche von ungefähr       10f1.2,    und Bestimmung der Zahl der Partikel in dieser  Fläche, die Zahl der Partikel innerhalb der Fläche  ungefähr     gleich    gross (ca. 20 0/0) der     Partikelzahl    ist,  welche aus der     Elektronenmikrographie    einer anderen  Fläche der Probe ermittelt wird. Die     Thoriumoxydpar-          tikel    befanden sich sowohl innerhalb des Metallkornes,  als auch an den Korngrenzen. Eine Konzentration der  Partikel an den Korngrenzen war nicht zu erkennen.  



  Die     Elektronenmikrographien    wurden wie folgt  hergestellt: Ein Stab mit einem Durchmesser von  4,76 mm aus Nickel mit darin     dispergiertem        Thorium-          oxyd    wurde geschnitten und die     Querschnittsfläche     elektrisch poliert. Die     elektropolierte    Oberfläche wurde  gereinigt und mit Äthylalkohol getrocknet. Die Proben  wurden in einen     Hochvakuumverdampfer    mit einem  Vakuum von 105 mm     Hg    gebracht. Zu diesem Zeit  punkt wurden 2     Kohlenstoffstäbe    innerhalb des Ver  dampfers zusammengebracht und ein Strom durch sie  hindurchgeführt, bis ein Sprüheffekt auftrat.

   Durch das  Sprühen wurde ein sehr dünner     Kohlenstoffilm    auf der  elektropolierten Fläche abgelagert.  



  Die mit Kohlenstoff bedeckte elektropolierte Flä  che wurde mittels eines scharfen Messers angeritzt, so  dass Quadrate mit einer Kantenlänge von 1,6 mm ent  standen.  



  Dann wurde die Probe mit 2     o/oiger    Salpetersäure in  eine     Petrischale    gebracht. Innerhalb weniger Sekunden  wurden die quadratischen     Kohlenstoffstücke    durch  chemisches Ätzen von der     Oberfläche    des Metalls ab  gelöst. Sie trieben an die     Oberfläche    der Lösung, wur  den mit einem     Elektonenmikroskop-Sieb    (Maschen  weite = 0,056     mm,        S/S-Draht)    aufgenommen und im  Elektronenmikroskop betrachtet.  



  Zur Entfernung des Kohlenstoffs wurde Salpeter  säure verwendet, weil diese Säure das Grundmetall  angreift ohne dabei das Oxyd oder den Kohlenstoff zu  schädigen.  



       Alle    Proben wurden im     Elektonenmikroskop    mit  einer Filmvergrösserung von jeweils 1,250 X und  5,000 X photographiert. Von dem 1,250 X-Negativ  wurden Vergrösserungen     mit    5,000 X angefertigt, von  dem 5,000 X-Negativ solche mit 20,000 X, Die Anwe  senheit von     thermischen        Ätzlinien    war auf dem  20,000 X-Bild     klar    zu erkennen.  



  Die Untersuchung der Struktur zeigte, dass keine  bevorzugte Orientierung des     Thoriumoxyds    in der Ex  trusionsrichtung vorhanden war. Insbesondere ergab  die     elektronenmikroskopische    Untersuchung in     Längs-          und        Querrichtung    zur     Extrusionsrichtung    praktisch  identische Ergebnisse. So konnte aus dem Vergleich  solcher Mikrographien nicht erkannt werden, welche  Aufnahme welcher     Extrusionsrichtung    entsprach.  



  Die     Hochtemperaturfestigkeit    des Materials dieses  Beispiels war um ein Vielfaches höher als die einer  vergleichbaren Nickelprobe ohne     Thoriumoxyd.    Unter      Metall fein verteilt ist und das Oxyd die kontinuierli  che Phase darstellt, wird die Leitfähigkeit erheblich       verringert.     



  Die erfindungsgemässen     Sinterkörper    sind bezüg  lich ihrer physikalischen Kennzeichen     isotrop.    Wenn  man daher beispielsweise in einem     Sinterkörper    die  Streckgrenze in einer beliebigen Richtung misst, findet  man, dass die Messung längs einer Achse in einem  Winkel von 90  zur ursprünglichen gegebenen Rich  tung einen ähnlichen Wert für die Streckgrenze ergibt,  d. h. mit einer maximalen Abweichung von 50 0/0.  



  Bei direkter Herstellung enthalten die neuen Sinter  körper gleichmässig     verteilte        Füllerpartikel    im Metall.  Der Füller ist praktisch homogen im Metall verteilt  und kann sowohl innerhalb des Kornes als auch an den  Korngrenzen vorhanden sein. Wenn man eine unter  Verwendung der     Kohlenstoffwiedergabetechnik    herge  stellte     Elektronenmikrographie    untersucht, findet man  z. B., dass das     Verhältnis    der Konzentration der     Fül-          lerpartikel    längs des Kornes zur Konzentration des  Füllers in der Probe weniger als 10:1 beträgt und ins  besondere im Bereich von 0,1:1 bis 10:1 liegt.

   Häufig  ist das Korn in den     Sinterkörpern    so klein, dass Korn  grenzen schwer zu finden sind.  



  Eine solche Messung kann wie     folgt        durchgeführt     werden: Unter Verwendung der     Kohlenstoffwiederga-          betechnik    wird eine Mikrographie hergestellt und eine  Zone typischer Korngrenzen     ausgewählt.    Nun wird  eine Zone längs des Kornes über eine     Entfernung    von  100 D gemessen, wobei D das     Zahlenmittel    der     Parti-          kelgrösse    ist, und die Breite der gemessenen Zone auf  beiden Seiten des Kornes 2 D beträgt, d. h. dass eine  Fläche von 400     D2    bestimmt ist.

   Nun werden alle Par  tikel in diesem Bereich gezählt; diese Zahl wird als     N,     bezeichnet. Dann wird eine andere repräsentative Zone  von 20 D auf beiden Seiten,     vorzugsweise    innerhalb  eines Kornes und     mit    einem Abstand von     mindestens     2 D im Abstand von jeder Korngrenze, d. h.     rechtek-          kige    Fläche von 400     D2    festgelegt.

   Die Auszählung  aller     Partikel    auf dieser Fläche ergibt den Wert     N2.     Das     Verhältnis        N,:N2        liegt    für die neuen     Sinterkörper     vorzugsweise im Bereich von 0,1:1 bis 10:1.  



  Die     Korngrösse    der neuen     Sinterkörper    ist selbst  nach einer     Hochtemperaturbehandlung    klein. So ist die  Korngrösse eines bevorzugten     Sinterkörpers    nach der  Erfindung, nämlich einer 2     o/oigen        Verteilung    von  100     mir-Th02    Partikeln in Nickel, kleiner als     10,u,     selbst nach Glühen bei einer Temperatur über der       Rekristallisationstemperatur    von Nickel, d. h. bei       1200     C.

   Im allgemeinen kann ein     derartiges    Glühen  im Vakuum während Stunden bei einer Temperatur, in       Absolutgraden,    von 0,75 mal dem     Schmelzpunkt    des       Metalles    durchgeführt werden.  



  Die weiter unten beschriebene Korngrösse ist nach  einer     derartigen        Glühbehandlung    gemessen.  



  Die Korngrösse kann durch die gebräuchliche  metallurgische Methode des     Polierens,        Ätzens    und  Untersuchens der geätzten     Fläche    mit einem Lichtmi  kroskop bei einer beispielsweise 500fachen     Vergrösse-          rung    bestimmt werden. Bei kleineren Korngrössen,  d. h. unter 5     ,u,    kann eine     Kohlenstoffwiedergabe    der  geätzten Fläche mit dem     Elektronenmikroskop,    z. B.  mit 500facher Vergrösserung untersucht werden.  



  Manche Kompositionen sprechen auf chemische  Ätzung an, während andere zur Untersuchung am ein  fachsten durch elektrolytisches Ätzen oder thermisches       Vakuumätzen    vorbereitet werden. Solche Methoden    sind bekannt und ermöglichen die Identifizierung der  Kornstruktur.  



  In     Fig.    1 ist eine Strichzeichnung dargestellt, wel  che einer     Photomikrographie    eines     ungefüllten    Metall  produktes entspricht. Das Korn 2 ist relativ gross und  besitzt definierte     Korngrenzen    1. Im Gegensatz dazu ist  auf einer ähnlichen     Photomikrographie    einer mit     Tho-          riumoxyd        gefüllten    Probe desselben     Metalles    das Korn  ausserordentlich klein.

   In     Fig.2    kann das     disperse          Thoriumoxyd    bei näherer Betrachtung als feine Punkte  in und um das Metallkorn erkannt werden.  



  Bei den neuen     Sinterkörpern    besitzen praktisch     alle     Korneinheiten eine Grösse von unter     10,u.    Es ist zu  bemerken, dass das Korn in seiner Grösse verschieden  sein kann, wobei ein Teil des Kornes grösser, ein ande  rer Teil kleiner als der Durchschnitt ist. Bei den neuen       Sinterkörpern        sind        vorzugsweise        mindestens        90        %        des     Kornes, d. h. aller Korneinheiten, kleiner als 10     /c.     



  Die     Sinterkörper    weisen vorzugsweise eine     mittlere     Korngrösse von unter 10     ,y.    auf, wobei solche mit einer  mittleren Grösse von unter 2,u, besonders bevorzugt  sind. Im allgemeinen steigt die Streckgrenze mit abneh  mender Korngrösse.  



  Selbst bei einer Korngrösse von     10,u    ist die       Streckgrenze    von mit Nickel oder     Nickellegierungen     hergestellten     Sinterkörpern    bei 983  C um mindestens  422     kg/cm2    besser als die der entsprechenden Pro  dukte ohne     Füller.     



  Die neuen     Sinterkörper    sind, besonders zur Herstel  lung von Teilen geeignet, welche unter grosser Bean  spruchung bei hohen Temperaturen dimensionsstabil  bleiben müssen, wie z. B. Turbinenschaufeln.  



  Die Erfindung soll nun anhand der folgenden Bei  spiele näher     erläutert    werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Eisennitratlösung wurde durch Auflösen von  500 g     Eisen-III-nitrat-Hydrat    in Wasser und     Auffüllen     auf 1 Liter hergestellt. Ein handelsübliches Silicium  dioxyd-Sol, hergestellt gemäss Beispiel 3 der     US-Pa-          tentschrift    Nr. 2 574 902     mit    im wesentlichen diskreten  Partikeln eines Durchmessers von ungefähr 17 mg mit  einem     Si02:Na20-Gewichtsverhältnis    von     ungefähr     90:

  1     ( Ludox HS)    wurde als Ausgangsstoff für das       Füllermaterial    verwendet. 1,7 g dieses kolloidalen       Aquasols        (30        %        Si02)        wurde        auf    1     Liter        aufgefüllt.        Zu     einer Vorlage von 1 Liter Wasser bei Raumtemperatur  wurden die     Eisennitratlösung,    die     verdünnte         Luodox -          Lösung    und 5 n     Ammoniumhydroxyd    gleichzeitig,

    aber getrennt in gleicher Menge pro Zeiteinheit unter  heftigem Bewegen zugegeben. Dadurch wurde ein  Überzug, bzw. eine Umhüllung aus     Eisen-III-hydroxyd     um die     Siliciumdioxydpartikel        abgelagert.    Die entste  hende Mischung wurde filtriert und zur Entfernung des       Ammoniumnitrates    gewaschen. Der Filterkuchen  wurde in einem Ofen bei 1l0  C bis zur praktisch voll  ständigen Entfernung des Wassers getrocknet.  



  Das so erhaltene Produkt wurde zu einem porösen  zylinderförmigen Körper verdichtet und in einem Ofen  auf 450  C erwärmt. Wasserstoff wurde langsam über  den Körper mit einer solchen Menge pro Zeiteinheit  geleitet, dass genügend Wasserstoff zur Reduktion des  Eisenoxyds innerhalb eines Zeitraumes von 4 Stunden  zugeführt wurde.

   Der Wasserstoffstrom wurde in     konti-          nuierlichem,     Strom 8 Stunden lang       während    dieser Reduktion     aufrechterhalten.    Danach  wurde die Temperatur auf 500  C erhöht, wobei der      den     Hochtemperatureigenschaften    dieses Materials war  insbesondere die Tatsache hervorstechend, dass diese  Eigenschaften fast vollständig bei Temperatureinwir  kungen über 900  C während Zeitspannen über 100  Stunden unverändert blieben. Dies steht in deutlichem  Gegensatz zur Instabilität der     präzipitationsgehärteten     oder     alterungsgehärteten    konventionellen Legierungen.

      <I>Beispiel 3</I>  Ein     ähnliches        Verfahren    wie in     Beispiel    2 wurde       zur        Herstellung        eines        Sinterkörpers        aus    3     Vol.        %        ge-          mischter    seltener     Erdmetalloxyde    in Kobalt angewen  det. Die gemischten Oxyde wurden in Form eines kol  loidalen     Aquasols,    welches durch Umsetzung von  Ammoniak mit den Chloriden hergestellt wurde, in den  Kobalt eingebracht.  



  Der     Ausgangsstoff    für die     gemischten    seltenen     Erd-          metalloxyde    war     Didymoxyd.    Das     Didymoxyd-Sol     wurde durch     Peptisieren    von     kalziniertem        Didymoxalat     in verdünnter     HNO3    erhalten.     Fällung,        Filtration,     Waschen, Trocknen     und    die Reduktion wurden wie im  Beispiel 1 durchgeführt, mit der Abänderung, dass die  Endtemperatur der Reduktion 900  C betrug.  



  Das in diesem Beispiel hergestellte modifizierte       Kobalt-Didymoxyd-Pulver    besteht aus     Kobaltmetall-          partikeln    mit einer Vielzahl von 100     ,u    - Partikeln aus  seltenem     Erdmetalloxyd    im Kobalt. Die Pulverteilchen  hatten eine durchschnittliche Grösse von 100     ,u.    Das  Pulver besass eine Oberfläche von weniger als  0,1     m2/g    und einen Sauerstoffgehalt abzüglich des Sau  erstoffes im seltenen     Erdmetalloxyd    von 0,15 0/0.

   Es  war eine     nicht-pyrophore    Masse, d. h. es zeigte bei  Lufteinwirkung weder Oxydationserscheinungen noch  erwärmte es sich und die Sauerstoffanalyse war nach  Einwirken von Luft bei Raumtemperatur praktisch  unverändert.  



  Das Pulver wurde durch Verdichten und Strang  pressen zu einem Metallstab verarbeitet. Nach     1-stün-          digem    Glühen bei 1100  C besass das Korn eine  Grösse von ungefähr 3     ,u.    Die Dispersion der seltenen       Erdmetalloxydpartikel    war gleichmässig, d. h. es lagen  keine Anhaltspunkte für eine faserartige Orientierung  oder Ausrichtung der Partikel in     Extrusionsrichtung     vor.

   In ähnlicher Weise können diese seltenen     Erdme-          talloxyde        (La203,        Nd203,        PrOOIi    und     Sm20g)    im  Eisen oder Nickel eingearbeitet werden. Die Pulver  können dann direkt oder nach Vermischen mit     unmo-          difizierten    Metallen wie Fe, Co, Ni,     Cu,    Mo und W auf       pulvermetallurgischem    Wege verarbeitet werden.

      <I>Beispiel 4</I>  Dieses Beispiel entspricht Beispiel 2 mit der Abän  derung, dass die     10-fache    Menge     ThO.,    verwendet       wurde,        sodass        ein        Nickelpulver        mit        10        Vol.        %        Th02     entstand. In diesem Falle betrug die Temperatur am  Ende der Reduktion und des     Sinterns    950  C.  



  Das so erhaltene     Nickel-Thoriurnoxydpulver    besitzt  eine     aggregierte    Struktur aus porösen Metallteilen einer       Grässe    von     ungefähr    100,u. Es ist ein     nichtstauben-          des,        nichtpyrophores    Pulver und für pulvermetallurgi  sche Zwecke geeignet. Die     aggregierte    Struktur besteht  aus einer Vielzahl diskreter kolloidaler     Thoriumoxyd-          partikel,    welche von einem     Netzwerk    aus Nickelmetall  eingeschlossen bzw. in diesem     dispergiert    sind.

   Wegen  der Anwesenheit von     Thoriumoxyd    in diesem Aggregat  ist das Nickelkorn     ausserordentlich    klein und in der  Grössenordnung von 1     ,u    oder darunter.    Das Pulver hat eine Oberfläche von 2,4     m2/g    und       ergibt        bei        der        Sauerstoffanalyse        einen        Wert        von        0,5        %     abzüglich des     Thoriumoxyd-Sauerstoffes.     



  Das Pulver wurde zur Herstellung eines     Sinterkör-          pers    durch     Strangpressen    eines Zylinders von  <B>19,05</B> mm auf 6,35 mm bei einer Temperatur von un  gefähr 1210  C verwendet. Dieser Metallstab besass  eine     Rockwell-A-Härte    von 66. Nach einstündigem  Glühen bei 1200  C im Vakuum veränderte sich die  Härte nicht.  



  Die 100     Stunden-Bruchbeanspruchungslebensdauer     einer Probe aus diesem Stab ergab einen Wert von       492        kg/cm2        bei        983         C.        Er        besass        eine        0,2        %        Streck-          grenze    bei 983  C von<B>1125</B>     kg/cm2,    während die Ver  gleichsprobe aus Nickel, ohne     Thoriumoxyd    bei  983  C eine Streckgrenze von 91     kg/cm2    aufwies.

   Die       Dehnung        der        Nickel-Thoriumoxydprobe        betrug    3     %,     die der Vergleichsprobe 14 0/0. Die prozentuale Deh  nung des     Nickel-Thoriumoxyds    entsprach ungefähr       20        %        der        von        Nickel        ohne        Thoriumoxyd.       <I>Beispiel 5</I>  Dieses Beispiel     entspricht    Beispiel 2, mit der Abän  derung, dass ein Produkt mit 2     Vol.        0,

  \o-        Thoriumoxyd    in  Nickel erzeugt wurde.  



  Das entstehende Produkt war pulverartig. Das Pul  ver bestand aus einer Matrix aus Nickelpartikeln mit  einer Grösse im Bereich von     100-200,u,    in welchen  eine Vielzahl von 50     in        ii-Th02    Partikeln gleichmässig  verteilt waren. Das Pulver hatte eine     Oberfläche    von  1     m2/g    und eine Schüttdichte von 1,9     g/ml.     



  Dieses Pulver wurde zu einem     zylinderförmigen     Körper mit einer Dichte von 4,8     g/ml    gepresst. Der  Körper wurde im Wasserstoff gesintert. Die Tempera  tur     während    der     Sinterung    wurde innerhalb einer Zeit  spanne von 12 Stunden auf 1200  C erhöht und 6  Stunden auf diesem Wert gehalten.  



  Zusätzlich zu niedriger Korngrösse, Abwesenheit  faserartiger Orientierung, Beständigkeit der Härte beim  Glühen, grosser Zugfestigkeit und hoher Streckgrenze  (ungefähr     8-fache        Verbesserung    gegenüber der     Ver-          gleichsprebe    aus Nickel bei<B>815'</B> C und<B>983'</B> C) war  das     gesc_bmiedete    Produkt durch verbesserte Oxyda  tionsbeständigkeit ausgezeichnet.  



  Die     Oxydationsgeschwindigkeit,    bzw. Oxydations  rate, gemessen an der Gewichtszunahme pro Flächen  einheit bei Erhitzen in Luft bei 1210  C, ist ungefähr  äquivalent der Oxydationsrate von     unmodifiziertem     Nickel bei 815  C.

   Tatsächlich ist die Oxydationsrate  von     Nickelthoriumoxyd    ungefähr gleich der Oxyda  tionsrate von geschmiedetem      Nichromes>        (80Ni-20Cr).       <I>Beispiel 6</I>  Dieses Beispiel beschreibt eine     Eisen-Nickelzusam-          mensetzung        mit    5     Vol.        %        Thoriumoxyd        in        dispergierter     Form, wobei das     Thoriumoxyd    ursprünglich in Form  kolloidaler Partikel einer Grösse von 5-10     mcc    vor  liegt.  



  Der zur Herstellung der Ablagerung aus wasserhal  tigem     Eisen-Nickel-Oxycarbonat    auf dem kolloidalen       Oxydfüller    verwendete Reaktor bestand aus einem  Tank aus rostfreiem Stahl mit einem konischen Boden.  Der Tankboden war mit einer Rohrleitung aus rost  freiem Stahl verbunden, an welche 3 Zuleitungsrohre  über     T-Stücke    angeschlossen waren; diese     Zirkula-          tionsleitung    führte dann über eine     Zentrifugalpumpe     einer Kapazität von 75 Liter/Minute und kehrte von      der Pumpe zum Tank zurück. Zu Beginn wurde der  Tank mit 7,5 Liter Wasser beschickt.

   Gleiche Volu  mina dreier Lösungen mit den erforderlichen Mengen  der Reaktionskomponenten     wurden    dann in die Mitte  des Stromes über die an die     T-Stücke    angeschlossenen  Zuleitungen mit Durchmessern von 3,17 mm einge  führt.

   Diese Lösungen wurden in     gleichmässigen    äqui  valenten Mengen pro Zeiteinheit während eines Zeit  raumes von ungefähr     1/2    Stunde zugegeben.     Durch    das  erste     T-Stück    würde eine     Eisennitrat-Nickelnitrat-Lö-          sung    zugegeben, welche durch Auflösen von  2190 g     Fe(NOs)g    . 9 H20 und 169 g     Ni(NO3)2    . 6     H.0     in Wasser und     Auffüllen    auf 3,7 Liter     hergestellt        wurd    .

    Durch das zweite     T-Stück        wurden    3,7 Liter einer     3,5-          molaren        Ammoniumcarbonatlösung,        durch    das     dritte          T-Stück    3,7 Liter     Thoriumoxydsol        zugeführt,        welches     durch Verdünnen von 60 g     eines    36      /oaigen        Th0,-    Aqua  sols mit Wasser     hergestellt    worden war.

   Das     Thorium-          oxyd-Aquasolwar    in hohem Masse     fliessfähig    und ent  hielt 5-10     mss-Partikel.     



  Die Lösungen wurden gleichzeitig in den Reaktor       eingeführt,    wobei die Pumpe in Betrieb war. Die     Zuga-          bemengen    wurden     mittels    Strömungsmessern gleich  mässig geregelt. Der     pH    der Lösung im Tank wurde  zur Sicherstellung einer richtigen Arbeitsweise häufig  bestimmt; der     Endwert    des     pH    betrug 7,7. Nach     Ab-          schluss    der Zugabe der Komponenten wurde die     Auf-          schlämmung    noch einige Minuten zirkuliert und dann  in einen Filter gepumpt.

   Der Niederschlag wurde     abfil-          triert,    mit Wasser gewaschen und 24 Stunden bei ca.  300= C getrocknet.  



  Dieses Produkt wurde dann in einer Hammermühle  pulverisiert und durch ein Sieb     mit    einer Maschenweite  von 0,044 mm geführt.  



  Das Produkt wurde nun in einen Ofen bei ungefähr  100' C gebracht; eine Mischung aus Argon und Was  serstoff, welche     sorgfältig    getrocknet und sauerstofffrei  gemacht worden war, wurde langsam über das     trok-          kene    Pulver geleitet. Während einer Stunde wurde die  Temperatur im Ofen langsam erhöht. Dann wurde der  Wasserstoffstrom verstärkt und die Ofentemperatur bis  auf     600"=C    erhöht, worauf zur Vervollständigung der  Reduktion ein grosser Wasserstoffüberschuss über die  Probe geleitet wurde. Schliesslich wurde unter Fortfüh  rung der Wasserstoffüberleitung die Temperatur aus  980  C erhöht.

   Auf diese Weise wurde ein     Eisen-Nik-          kel-Pulver    mit 5     Vol.        o/o        Thoriumoxyd    hergestellt. Das  Pulver besass eine Oberfläche von weniger als 1     m2/g.     



  Dieses Pulver wurde auf Raumtemperatur gekühlt,  ehe es mit Luft in Berührung kam. Es bestand aus  einer Vielzahl von gleichmässig in einer     Nickel-Eisen-          Matrix        dispergierten    70     mu-Thoriumoxydpartikeln     und war pulverförmig. Die Grösse der Pulverteilchen  betrug ungefähr     100,a.        Thoriumoxyd    besitzt einen  Schmelzpunkt von über 2800  C und eine freie Bil  dungsenergie bei 1000  C von 119     kcal    pro Gramm  atom Sauerstoff.  



  Die Sauerstoffanalyse des Pulvers ergab einen Wert  von unter 0,01     l)/o    abzüglich des     Thoriumoxyd-Sauer-          stoffes.    Das Pulver war nicht     pyrophor.    Seine     Schütt-          dichte    betrug 2,5     g/ml.    Die Korngrösse des Metalls lag  durchschnittlich unter 2     ,u    und veränderte sich selbst  nach Glühen bei 1l00  C nicht.  



  <I>Beispiel 7</I>  Dieses Beispiel beschreibt eine mit 2,5     Vol.        o/o        Tho-          riumoxyd    modifizierte     Kobalt-Nickelzusammensetzung,       welche zur Herstellung von verbesserten Hochtempera  turlegierungen geeignet ist.  



  Das Herstellungsverfahren folgte den Angaben von  Beispiel 6     mit    folgenden Änderungen: Die     Beschik-          kungslöswng    bestanden aus (a) 1125 g     Co-          (N03)2.    6     H,0    und 2470 g     Ni(NO@)2    . 6     H:0    in 5  Liter Wasser, (b) 57,4 g     Th02        Sol    mit     36,41/o    Fest  stoffanteil, auf 5 Liter verdünnt und (c)     1900g          Ammoniumcarbonat    in Wasser gelöst und auf 5 Liter  aufgefüllt.

   Die Reduktion wurde bei 500-600 C, die       Sinterung    in Wasserstoff während einer halben Stunde  bei 850 C durchgeführt. Dieses durch ein Sieb mit  einer Maschenweite von 0,044 mm gesiebte Pulver aus  modifiziertem Nickel-Kobalt war zum     Vermischen    mit  anderen Metallpulvern geeignet.  



  Das Pulver bestand aus einer Matrix aus     Kobalt-          Nickellegierung        mit    gleichmässig darin     dispergierten     100     m@t-Thoriumoxydpartikeln.     



  Es hatte eine Oberfläche von 1,8     m2/g;    sein Sauer  stoffgehalt betrug     abzüglich    des     Thoriumoxydes    0,1 0/0.  Das Pulver war nicht     pyrophor;    sein Sauerstoffgehalt  blieb nach Einwirkung von Luft bei Raumtemperatur  praktisch unverändert.  



  <I>Beispiel 8</I>  Eine modifizierte Legierung aus Eisen,     Molybdän     und Nickel wurde direkt wie folgt hergestellt: die Be  schickungslösungen von (a) 3220 g     Ni(N03)2    -     6H20     und 322g     Fe(NOs)3    -     9H20    in 5 Liter Lösung, (b)  1980 g     Th02-Kolloid    (6,11     l)/o    Feststoffe in Form von  5-10 mg grossen Partikeln auf 5 Liter verdünnt und  (c) 4 Liter     ,einer        5-molaren        NaOH-Lösung        wurden     gleichzeitig und getrennt zu einer Vorlage mit 5 Liter  einer Lösung zugegeben,

   welche 757g     Na2-          Mo04        .2H20        enthielt.    Der Endwert des     pH    -der     Auf-          schlämmung    betrug 10.  



  Der Niederschlag wurde wiederholt gewaschen bis  der     Natriumgehalt    der Feststoffe unter 0,1     0/a    lag; das  Material wurde dann getrocknet, bei 700  C reduziert  und bei 1300  C in trockenem reinem Wasserstoff ge  sintert, bis der Sauerstoffgehalt ,des reduzierten     Metalls     abzüglich von     Th02    unter 0,1 oh, lag. Das entste  hende Metallpulver enthielt 10     Vol.        o/o        Th02    Füller in  Form von     Partikeln    kolloidaler Grösse und war zur  Herstellung verbesserter Legierungen aus Nickel,       Molybdän    und Eisen geeignet.  



  Das Pulver     hatte    eine     Oberfläche    von 1     m2/g,    eine  Schüttdichte von 2,3     g'ml    und enthielt 0,4     %    Sauer  stoff abzüglich des im     Oxydfüller    vorhandenen Sauer  stoffes.  



  Das Metallkorn im Pulver war kleiner als     2,u    und  veränderte sich beim Glühen bei 1100  C nicht.  



  <I>Beispiel 9</I>  Eine Probe aus 10     Vol.        ()/o        Thoriumoxyd    in einer       Legierung        aus        85        %        Nickel        und        15        %        Molybdän        wurde     wie folgt hergestellt:

   zu einer Vorlage mit 5 Litern  einer Lösung von 303g     NazMo04    - 6     H20,    (b) 5  Liter     Thoriurnoxyd-Aquasol    (mit 98 g     Th02    in Form       von        10        mu-Partikeln)        und        (c)        4,15        Liter        26%        NaOH.     Der     End-pH    betrug 7,4.  



  Der Niederschlag wurde wie in Beispiel 8 gewa  schen, getrocknet und reduziert.  



  <I>Beispiel 10</I>  Unter Verwendung eines Kolloids aus     gemischten     seltenen     Erdmetalloxyden    (hergestellt aus     Didymchlo-          rid)    und     Fe(NOs)g    wurde eine Komposition aus      3     Vol.        %,        dieser        Oxyde        in        Eisen        hergestellt.        Nach        dem          Strangpressen    dieses Materials zu 6,

  35 mm-Stäben wie  oben erhält man ein modifiziertes Eisen mit einer       Streckgrenze        von,    773     kg/cm'    bei 815  C. Die metal  lurgische     Untersuchung        :der        stranggepressten    Teile  zeigte, dass die seltenen     Erdmetalloxyde    als Kolloid  sehr     gleichmässig    im Eisen verteilt waren. Die     Partikel-          grösse    des Füllers im fertigen Eisenprodukt lag im Be  reich von ungefähr 55 mg.  



  <I>Beispiel 11</I>  Dieses Beispiel beschreibt ein     Nickel-Äluminium-          oxydpulver,    welches aus 100     mu-Aluminiumoxydparti-          keln    hergestellt wurde.  



  Die zur Herstellung des     y-Aluminiumoxyd-Aqua-          sols    verwendete Apparatur bestand aus einem Brenner  mit einer schmalen     zentralen    Mündung, einer die Zen  tralmündung     ringförmig    umgebenden Öffnung und  einer Reihe von     kleinen        Löchern    in einem die anderen  Öffnungen umgebenden Ring.  



  Diese äusseren Löcher waren mit einer Sauerstoff  quelle und einer Gaszuleitung (Stadtgas) verbunden  und derart gewinkelt, dass ein Flammenkegel über die  Mittelöffnungen erzeugt werden konnte. Die ringför  mige Öffnung war mit einer Versorgungsvorrichtung  für trockenen     Stickstoff    verbunden; der Stickstoff  diente als Gasschirm zum Schutze der aus der     Zentral-          öffnung    -ausströmenden Gase :gegen die Reaktionspro  dukte der     Flamme,    bis die Gase über das Ende des  Brenners     hinaus.    gelangten und in die     Flammenzone     eintraten.

   Die     Zentralöffnung    war mit einem     Behälter     verbunden, welcher     wasserfreies    Aluminiumchlorid  enthielt und durch welcher trockener Stickstoff als  Trägergas durchgeleitet wurde. Der     Aluminiumchlorid-          behälter    wurde in einem senkrechten Rohrofen geheizt,  während alle anderen Röhren einschliesslich der     Bren-          nerdüse    in einem     horizontalen    Rohrofen geheizt wur  den.

   Dadurch wurde das Aluminiumchlorid auf  190-210  C gehalten, sodass ein Strom von 30-50 g       Aluminiumchlorid    pro     Stunde        entstand;    die das Gas     zur     Düse führenden Röhren waren zur Verhinderung der  Kondensation des Chlorids auf ungefähr 250  C er  wärmt.  



  Da die Hydrolyse     ausserordentlich    rasch abläuft ist  der Stickstoffschirm nicht in der Lage, eine Ansamm  lung von     Aluminiumoxyd    an der     Brennerdüse    zu ver  hindern. Daher wurde eine schwingende Spate zum  Abstreifen der     Aluminiumoxydablagerung    an der Düse  verwendet. Zur Erhöhung der Kontaktdauer des Alu  miniumoxyds in der     Flamme    wurde ein 21 cm langes  Glasrohr mit einer lichten Weite von 31 mm vor der  Düse und koaxial     mit    dieser zur     Vergrösserung    der  Flammenlänge angeordnet.

   Die     Aluminiumoxydpartikel     wurden direkt in     Wasser        aufgenommen,    indem die       Flamme    einen rotierenden Glaszylinder berührte, wel  cher von innen mit     fliessendem    Wasser gekühlt und       durch    teilweises     Eintauchen    in eine     Wasserschale    an der  Aussenseite nass gehalten wurde. Die kolloidalen Parti  kel wurden so in dem Wasser der Schale gesammelt.  



  Die maximale Flammentemperatur lag bei  1800-1900  C und die gesamte Kontaktzeit in der  Flamme betrug 0,02-0,05 Sekunden. Sauerstoff und  Gas wurden je mit 3,3 Liter pro Minute     eingeführt.     Der abschirmende Stickstoff wurde in einer Menge von  250     ml/Minute    verbracht; durch das Aluminiumchlorid  wurden 300     ml/Minute    Stickstoff durchgeleitet.  



  Die in der Glasschale sich     ansammelnde    Alumini-         umaufschlämmung    enthielt erhebliche Mengen Chlor  wasserstoff, der eine     Koagulierung    und Absetzung des  Aluminiumoxyds verursachte. Er musste daher durch  Dekantieren     entfernt    werden. Das Aluminiumoxyd       peptisierte    beim Verdünnen     mit    Wasser.  



  Die spezifische Oberfläche des getrockneten Pro  duktes     betrug    1.2     m2/g.    Dies     entspricht        Ä1203-Partikeln     mit einem Durchmesser von     ungefähr    120 mg. Eine       Elektronenmikrographie    der Partikel zeigte, dass sie     als     diskrete, bzw. einzelne Kugeln vorlagen.  



  Unter     Verwendung    des so hergestellten     Aquasols          als    Ausgangsstoff für den Füller wurde Nickel mit       30        Vol.        %        Aluminiumoxyd        hergestellt.        Das        Verfahren     entsprach dem von Beispiel 4, wobei jedoch das     dort     verwendete     Thoriumoxyd    durch     Aluminiumoxydsol     ersetzt wurde.  



  <I>Beispiel 12</I>  Ein     Nickel-Zirconoxydpulver    mit 3     Vol.    0/0     Zircon-          oxyd    wurde unter Anwendung der     Fällungstechnik    von  Beispiel 2 hergestellt. Das für diese Darstellung ver  wendete     Zirconoxyd-Aquasol    enthielt     Zr02    Partikel  mit Durchmessern von ungefähr 10 mg.

   Das     Zircon-          oxydsol        mit        10        %        Feststoffen        besass        eine        relative        Vis-          kosität    gegen Wasser von 1,4. Es wurde durch Be  handlung einer 1     Mol        Zr(NOs)2-Lösung    bei 200  C im       Autoklaven    und     Peptisieren    des entstehenden Nieder  schlags im destillierten Wasser hergestellt. Die Nickel  oxyd-Zirconoxyd-Komposition wurde bei 650  C redu  ziert.

   Das entstehende Pulver wurde dann bei 850  C  gesintert.  



  <I>Beispiel 13</I>       Ein        Co-Ni-W-Pulver        mit    6     %        Thoriumoxyd        wurde     wie folgt hergestellt: die Behandlung wurde in einem  Reaktor ähnlich wie in Beispiel 2 durchgeführt. Der  Reaktor war     ursprünglich    mit 7,5 Liter Wasser be  schickt.

   Je 5 Liter folgender 4 Beschickungslösungen  wurden zugegeben: (a) 2040 g     Co(NOg)2    - 2H20 und  373 g     Ni(NOs)2        6H20    in 5 Liter Wasser, (b) 165 g       (NH4)0W7024.        4H20    in Wasser gelöst und auf 5  Liter aufgefüllt, (c) 640 g     Thoriumoxyd-Aquasol        mit          6,3        %        Feststoffen        und        5-10        m,u-Th02        Partikeln        in     kolloidaler Form auf 5 Liter verdünnt und (d)

   4 Liter  einer 30     0loigen        Ammoncarbonatlösung    auf 5 Liter ver  dünnt.  



  Die Lösungen wurden gleichzeitig bei arbeitender  Pumpe zugegeben. Die zugegebenen Mengen wurden  durch Strömungsmesser geregelt und die     einfliessenden     Ströme in eine Zone extremer Turbulenz eingeführt.  Der Niederschlag wurde filtriert, gewaschen, getrocknet  und soweit pulverisiert, dass er ein Sieb mit 0,04 mm  Maschenweite     passierte.     



  Das Produkt wurde dann mit Wasserstoff wie in  Beispiel 2 reduziert. Die Endtemperatur der Reduktion  betrug 1075  C. Das entstehende,     Th02    enthaltende  Metallpulver ergab bei der Analyse einen     Sauerstoff-          wert        von        0,02        %,        abzüglich        des        im        Thoriumoxyd        vor-          liegenden    Sauerstoffes.  



  <I>Beispiel 14</I>  In diesem Beispiel wurde als Ausgangsstoff für das       Füllermaterial    ein im Handel erhältliches     Siliciumdio-          xyd-Sol    verwendet. Der Reaktor bestand aus einem  Zylinder aus rostfreiem Stahl mit     konischem    Boden  und war mit     Anschlüssen    versehen,     sodass    Flüssigkeit  aus dem Boden des Reaktors durch eine 12,7     mm-Lei-          tung    zurück in den Reaktor gepumpt werden konnte.      Die Beschickungslösungen konnten in das System  durch 3 getrennte     T-Rohre    in die Aussenleitung einge  führt werden.  



  Die Beschickungslösungen bestanden aus: (a) 1  Liter     Ammoniummolubdat,        (NH4)oMo,0".4H    20 in  wässriger Lösung, hergestellt durch     Auflösen    von  177 g     Molybdat    in Wasser, Einstellen des     pH    auf 3,5  mit     konzentrierter    Salzsäure und Zufügen von  7,5 g     N.H4    - 11,0 zur Reduktion des     Molybdäus    auf  einen     Valenz-Zustand    von +5;

   (b) 1 Liter wässriger  Ammoniak mit 1,5     Mol        NH3    und (e) 7,63 g kolloida  les     Siliciumdioxyd-Sol        (3011,7a        S'02:Na20    90, Silicium  dioxydpartikel mit     17my,    kugelförmig und diskret,  hergestellt gemäss Beispiel 3 der     US-Patentschrift     <B>2574902)</B> verdünnt auf ein Liter. Diese     Beschik-          kungslösungen    wurden in den Reaktor, welcher 1 Liter  Wasser enthielt, gleichzeitig aber getrennt in einer  Menge von 50     ml/Minute    für jede Lösung zugegeben.

    Der     pH    der     fertigen        Aufschlämmun@.g        betrug    ungefähr B.  



  Das auf den     Siliciumdioxydpartikeln        niedergeschla          gene        Molybdänhydroxyd    wurde durch Filtration ge  sammelt, gewaschen und bei 240  C getrocknet. Das  Produkt wurde bei 550  C in einem langsamen Was  serstoffstrom während eines Zeitraumes von 5 Stunden       reduziert.    Die Reduktion wurde 16 Stunden bei 750  C       fortgesetzt.    Das Produkt war ein     Molybdänpulver    mit       10        Vol.        %        feinzerteiltem        Siliciumdioxyd        in        

  Verteilung          darin.        Nach        Verdichten        auf        über        90        %        der        theoreti-          schen    Dichte erhält man ein festes, metallisches Pro  dukt mit wesentlich     verbesserter    Oxydationsbeständig  keit bei hohen Temperaturen,     verglichen    mit einem  ähnlichen Produkt ohne     Siliciumdioxyd.     



  Ähnliche Produkte wurden unter Verwendung kol  loidaler     Aquasole    von     Thoriumoxyd,        Zirconoxyd,          Titanoxyd,        Calciumcarbonat,    Aluminiumoxyd und  Aluminiumsilicaten anstelle des     Siliciumdioxyd-Sols          hergestellt.    Unter     Verwendung    von 4     T-Rohren    an  stelle von 3     T-Rohren    wurde     Molybdän    hergestellt,  welches 2 Oxyde, d. h.     Siliciumdioxyd    und     Zirconoxyd,     enthielt.  



  <I>Beispiel 15</I>  Unter Wiederholung eines     Ablagerungsverfahrens          wie        in        Beispiel    1     wurde        ein        Produkt        mit    3     Vol.        %        Zir-          conoxyd    in     Molybdän    hergestellt.

   Es wurden 3 Be  schickungslösungen verwendet: (a) 862 g     MoCl;    in 3       Liter        H.=0,        (b)        190g        Zr0.-        Sol        (25,3        %        Feststoffe)        m't     10     m"-Zirconoxydpartikeln    auf 3 Liter mit Wasser  verdünnt und (c) 3 Liter     7-molarer        NHIOH-Lösung.     Das gefällte Produkt wurde     filtriert,    gewaschen, ge  trocknet, in Wasserstoff reduziert,

   zu einem     zylinder-          förmigen    Körper mit einem Durchmesser von  19,05 mm verdichtet, und zu einem 6,35     mm-Stab          stranggepresst.     



  <I>Beispiel 16</I>  Bei diesem Beispiel wurde ein im Handel erhältli  ches     Siliciumdioxyd-Sol    als Ausgangsstoff für den Fül  ler verwendet. Der Reaktor bestand aus einem Zylin  der aus rostfreiem Stahl mit konischem Boden, der mit  Anschlüssen versehen war, mittels welcher Flüssigkeit  vom Boden des Reaktors durch eine 12,7 mm-Leitung  in den Reaktor zurückgepumpt werden konnte. Be  schickungslösungen konnten in das System durch 3  einzelne     T-Rohre    in der Aussenleitung     eingeführt    wer  den.  



  Die Beschickungslösungen bestanden aus (a) 5  Liter Kupfernitratlösung mit 15     Mol    Kupfer, (b) 5    Liter wässrigem Ammoniak mit 22,5     Mol        NHs    und (e)       3,6        g        kolloidalem        Siliciumdioxyd-Sol        (30        %        Si02,        S'02:

            Na20    90,     sphärische        und    diskrete     Sificiu@mdioxyd          Partikel    mit 17     my)    auf 5 Liter verdünnt. Diese Be  schickungslösungen wurden in den Reaktor, welcher  25 Liter Wasser enthielt, gleichzeitig aber getrennt in  einer Menge von 275     ml/Minute    je Lösung     zugeführt.     Der     Endwert    des     pH    der     fertigen        Aufschlämmung    be  trug 5,8.  



  Der Niederschlag von     Cu(N03)2.        3Cu(OH)2    auf  den     Siliciumdioxydpartikeln    wurde durch     Filtrieren     isoliert und gewaschen. Das Produkt wurde bei     250     C  getrocknet, wobei sich ein     Cu0-S'O#    Produkt bildete.

    Dieses Produkt wurde bei 400  C in einem langsamen  Wasserstoffstrom während 5 Stunden     reduziert,    wobei       über        95        %        des        Sauerstoffes        aus        dem        CuO        entfernt        wur-          den.    Die Reduktion wurde 3 Stunden bei 600  C wei  ter     geführt.    Das Endprodukt wurde in einer Presse bei  einem     Druck    von 2,

  8     t/cm2    zu einem zylindrischen  Körper mit einem     Durchmesser    von 25,4 mm verdichtet,  der     schliesslich    geschmiedet und kalt auf eine Dicke  von 1,587 mm gewalzt wurde. In diesem Stadium hatte       die        Masse        99        %        der        theoretischen        Dichte        erreicht,

          d.        h.     die scheinbare Dichte betrug 99     0!o    der     Absolutdichte.     <I>Beispiel 17</I>  Der zur Herstellung einer Fällung aus wasserhalti  gem Kupferoxyd auf kolloidalem     Oxydfüller    verwen  dete Reaktor bestand in einem Tank aus rostfreiem  Stahl mit konischem Boden. Der Boden des Tanks     war     mit einer Rohrleitung aus rostfreiem Stahl verbunden,  welche über 3     T-Stücke        mit        Zufuhrleitungen    verbun  den war. Diese     Zirkulationsleitung    war mit einer Zen  trifugalpumpe einer Kapazität von 75 Liter/Minute  verbunden.

   Von der Pumpe     führte    die Leitung zum       Tank    zurück.  



  Anfangs war der Tank mit 18,9 Liter Wasser     be#     schickt. Gleiche Volumina dreier Lösungen mit den  erforderlichen Mengen der Reaktionskomponenten  wurden durch 3,17 mm-Rohrleitungen, welche an den       T-Stücken    angeschlossen waren, in die Mitte des Stro  mes     eingeführt.    Diese Lösungen wurden in     gleichmässi-          gen    äquivalenten Mengen pro Zeiteinheit während un  gefähr     1/2    Stunde zugegeben.

   Durch das erste     T-Stück     wurde eine Lösung von Kupfernitrat zugegeben; durch  das zweite     T-Stück    wurde wässriger Ammoniak, durch  das dritte kolloidaler     Oxydfüller        (Zirconoxyd)    zuge  führt.

   Je 7,55 Liter folgender Reaktionslösungen wur  den     verwendet:        3-molare    Kupfernitratlösung, 4,6 n       Ammoniaklösung    und ein mit Nitrat     stabilsiertes        Zir-          conoxyd-Aquasol    mit einem Gehalt von 14g     Zr02.     Das     Zirconoxyd-Sol    enthielt wasserfreie kolloidale Par  tikel im Grössenbereich von 10-100     mu    mit     einem     durchschnittlichen     Partikeldurchmesser    von ungefähr  65     mci.     



  Die Lösungen wurden gleichzeitig in den Reaktor       eingeführt,    während die Pumpe in Betrieb     war.    Die       Zugabemengen    wurden     gleichmässig    durch Strömungs  messer geregelt. Der     pH    der Lösung im Tank wurde  zur Sicherstellung einer geeigneten Arbeitsweise häufig  bestimmt. Der     End-pH    betrug 6,5.

   Nach Abschluss der  Zugabe der Komponenten wurde die Aufschlämmung  einige Minuten     weiterzirkuliert    und dann in einen     Fil-          ter        abgepumpt.        Ungefähr        95        %        des        Kupfers        wurden        als          Hydroxydfällung    erhalten. Die Fällung wurde filtriert,  mit Wasser gewaschen und 72 Stunden bei einer Tem  peratur von ungefähr 200  C getrocknet.

        Das Produkt wurde dann in einen Ofen mit einer  Temperatur von     ungefähr    100  C gebracht und eine  Mischung aus Argon und Wasserstoff langsam über  das getrocknete Pulver geleitet. Dieser Gasstrom war  sorgfältig von Sauerstoff befreit     und    getrocknet. Die  Temperatur im Ofen wurde während einer Stunde       langsam        gesteigert.    Dann wurde der     Wasserstoffstrom     graduell verstärkt und die Temperatur im Ofen bis auf  500  C erhöht, wonach ein grosser Wasserstoffüber  schuss zur Vervollständigung der Reduktion über die  Probe geleitet wurde.     Schliesslich    wurde die Tempera  tur auf 600  C erhöht, wobei weiter Wasserstoff über  die Probe geleitet wurde.

   Auf diese Weise erhält man  ein     feinzerteiltes    Kupferpulver, mit 2,5     Vol.        1/a        Zircon-          oxyd.     



  Das Kupferpulver wurde kalt mit einem Druck von       5,6        t/cml        auf        80        %        der        theoretischen        Dichte        gepresst.          Dann        wurde        es        bei        900         C        im        Vakuum        auf        91        %        der     

  theoretischen Dichte     gesintert    und schliesslich bei       800         C        und        einer        Dickeverminderung        um        50        %        heiss     gewalzt.

   Nach Tempern bei 400  C betrug die     Rock-          well-E-Härte    87, die absolute     Zugfestigkeit          3164        kg/cm2        und        die        Dehnung        25        %,        während        die          Härte    einer     Kupfervergleichsprobe    ohne Füller von       ungefähr    98 auf weniger als 40     fiel.     



  Die     metallurgische    Untersuchung des mit     Zr02          gefüllten    Kupfers zeigt eine feine Kornstruktur; Auf  nahmen mit     750-facher    Vergrösserung ergaben keinen  Anhaltspunkt für das Vorliegen von Füller, was darauf  hindeutete, dass das     Zirconoxyd    in dem Kupfer als       gleichmässige        Dispersion    .in     sehr    fein zerteiltem Zustand  vorlag.  



  *<I>Beispiel 18</I>  Dieses Beispiel erläutert die Herstellung einer  Dispersion von     Zirconoxydpartikeln    in Nickelmetall,  wobei die     Partikel    in     situ        vergrössert    werden.  



  Durch Auflösen von 4362 g     Nickelnitrathydrat,          Ni(N03)2.6H20,    in Wasser und Verdünnen auf 5  Liter wurde eine Nickelnitratlösung hergestellt. Eine       Zirconoxychloridlösung    wurde durch     Auflösen    von  200 g     Zirconylchlorid,        ZrOC12    -     8H20,    in Wasser und  Verdünnen auf 5 Liter hergestellt.

   Diese beiden Lösun  gen wurden gleichzeitig aber getrennt in gleichen Men  gen pro     Zeiteinheit    zu einer Vorlage mit 5 Liter Was  ser bei Raumtemperatur zugegeben,     während    gleichzei  tig eine     Ammoniumhydroxy-Ammoniumcarbonatlö-          sung    in einer für die gemeinsame     Fällung    erforderli  chen     stöchiometrischen    Menge zugefügt wurde.

   Wäh  rend der Fällung wurde der     pH    im Reaktor zwischen  7,2 und 7,8     gehalten..    So     wurde    ein     Copräcipitat    von       Nickelhydroxydcarbonat    und wasserhaltigem     Zircon-          oxyd    mit     Zirconoxydpartikeln    von unter 5     mu    herge  stellt. Die entstehende Mischung wurde     filtriert    und zur  Entfernung des     Ammonitrates    getrocknet.

   Der Filter  kuchen wurde in einem Ofen bei 125  C     getrocknet.          Während    dieser Verfahrensstufe besassen die     Zircon-          partikel    eine Grösse von ungefähr 3 mg.  



  Das so erhaltene Produkt wurde in der Hammer  mühle pulverisiert, sodass es ein Sieb     mit    einer  Maschenweite von 0,044 mm     durchlief,    in einen Ofen  gebracht und auf 800  C     erhitzt,    bis die Grösse der  einzelnen     Zirconoxydpartikel    auf     ungefähr    50 mg an  gewachsen war. über das Pulver wurde bei 500  D  langsam     Wasserstoff    in solcher Menge geleitet, dass  genügend     Wasserstoff    zur Reduktion des Nickeloxydes  zu     Metall    innerhalb von 4 Stunden     zugeführt    wurde.

    Dieser     Wassertoffstrom    wurde 8 Stunden lang auf-         recht        erhalten.    Danach wurde die Temperatur  langsam erhöht und der Wasserstoffstrom verstärkt, bis       schliesslich    eine Temperatur von 750  C erreicht war;  nun wurde zur Vervollständigung der Reduktion ein  grosser Wasserstoffüberschuss über das Produkt gelei  tet.

   Das entstehende Pulver wurde in einem     Gesenke     mit einem Durchmesser von 25,4     mm    bei einem Druck  von 2,8     t/cm'        komprimiert,    die Masse in trockenem  Wasserstoff langsam gesintert, wobei die Temperatur  auf 1000  C     erhöht        wurde;    danach wurde     das    Material  auf einen Durchmesser von 19,05 mm abgearbeitet  und schliesslich zu einem 6,35 mm Stab     stranggepresst.     



  Das entstehende Produkt war ein Stab aus Nickel  metall mit gleichmässig darin     verteilten        Zirconium-          oxyd.    Dieser Stab hatte     verbesserte    Hochtemperatur  eigenschaften beim Vergleich     mit    nicht nichtmodifizier  tem Nickel, beispielsweise hinsichtlich der Streckgrenze  und der     Bruchbeanspruchungsfestigkeit.     



  <I>Beispiel 19</I>  Dieses Beispiel     erläutert    die Herstellung einer  Dispersion von     schwerschmelzbarem    Oxyd in Form  von Aluminiumoxyd in Eisen durch einen     thermischen          Schmelzprozess    (Fusionsverfahren).  



  100 Volumenteile     Fe203    wurden in einem Band  mischer mit 10 Volumenteilen wasserfreiem<B>A1203</B>       vermischt,    welches durch     thermische        Dehydrierung    von       Aluminiumoxyd-trihydrat    hergestellt worden war. Die       Oxydmischung    wurde in einem gasbeheizten Ofen 4  Stunden auf 1400  C erhitzt, wonach die Röntgenun  tersuchung des Produktes     zeigte,    dass die     Mischung    als  feste Lösung von     A1203    in     Fe203    vorlag.

   Diese  Mischung wurde gemahlen und zu einem Produkt mit       einer    Teilchengrösse von unter 0,15     mm    gesiebt. Die  ses gesiebte Pulver wurde dann in einen Ofen gebracht,  welcher mit einem     Wasserstoffeinlassventil    versehen  war, sodass Wasserstoffgas über das durch Zusammen  schmelzen erhaltene     Oxydpulver    gespült werden  konnte.  



  Zunächst wurde ein Stickstoffstrom über die Oxyde  geleitet bis die Temperatur 450  C erreichte. Der  Stickstoffstrom wurde dann langsam     vermindert    und  ein Wasserstoffstrom wurde verstärkt, bis die Ofenat  mosphäre nach 4 Stunden aus praktisch reinem Was  serstoff     bestand.    Der Wasserstoffstrom wurde 6 Stun  den lang aufrecht erhalten, wobei die Temperatur zwi  schen 400 und 450  C gehalten wurde; danach wurde  die Temperatur während 3 Stunden langsam auf  600  C erhöht, 3 Stunden auf diesem     Wert    gehalten  und     schliesslich    auf 900  C erhöht und 30 Minuten auf  diesem     Wert    gehalten.  



  Das reduzierte Eisenpulver enthielt eine sehr feine  Dispersion aus     Aluminiumoxyd    in metallischem Eisen  und wurde im Wasserstoffstrom auf eine Temperatur  von 21' C     :abgekühlt,    sodass es ohne Gefahr     der    Re  oxydation aus dem Ofen genommen     werden    konnte. Das  Pulver besass eine Oberfläche von 0,2     M2/g.     



  Das Pulver wurde zur Herstellung einer     A1203hal-          tigen        Legierung    aus Eisen, Chrom und Nickel verweh       det,    indem es mit Chrom- und Nickelpulver     gemischt     und die     gemischten    Pulver bei einem Druck von  2,8     t/cm2    zu einem rohen     zylinderförmigen    Körper  verdichtet wurden;

   der rohe     Formling    wurde dann 12  Stunden bei 1300  C     gesintert    und heiss zu einem Kör  per aus Eisen, Chrom und Nickel gewalzt, in welcher  das     Gewichtsverhältnis    von Eisen zu Chrom zu Nickel  72     a/o    Eisen, 18     a/o    Chrom und 10     a/o    Nickel entsprach      und wobei das     Aluminiumoxyd    ungefähr 7     Vol.        o/o    aus  machte.  



  Die mechanischen     Hochtemperatureigenschaften     dieses     Sinterkörpers    waren gegenüber denen eines kon  ventionellen rostfreien Stahls<I>ahne</I>     dispergiertes        Alu-          miniumoxyd    erheblich     verbessert.     



  Die Oberfläche dieser Legierung     wurde    elektroly  tisch poliert, mit einer     Kohlenstoffablagerung    beschich  tet; die Oberflächenschicht aus Metall wurde unter  Zurücklassung einer     Kohlenstoffabbildung    der Metall  oberfläche mit anhaftendem     dispergierten        Aluminium-          oxydpartikel    abgeätzt. Eine     Elektronenmikrographie     dieser Wiedergabe bei einer Vergrösserung von  20 000 X zeigte, dass die     AI.0s        Partikel    diskrete  dichte Partikel in einem Grössenbereich von  100-300     mu.    waren.

   Die Mikrographie zeigte auch,  dass diese Partikel praktisch homogen im ursprüngli  chen Eisenpulver     verteilt    waren.  



  Aus dieser Komposition wurde eine     verbesserte          Stahllegierung    dadurch hergestellt,     dass    spie mit     feinzer-          teiltem    Kohlenstoff gemischt und die     Kohlenstoff-Ei-          sen-Aluminiumoxydmischung    unter einem Druck von  2,8     t/cm=    zu einem Presskörper geformt wurde, wel  cher bei     1100     C 6 Stunden     gesintert    wurde.

   Nach er  neutem Pressen des Körpers mit einem Druck von  2,8     t/cm=    bei 600  C und folgendem zweiten Sintern  während 4 Stunden bei 1100<B>'</B> C wurde ein Stahl     mit          einer        Dichte        erreicht,        welche        erheblich        über        95        %        der     theoretischen Dichte lag; der     Sinterkörper    zeigte bei  erhöhten Temperaturen ein wesentlich geringeres Krie  chen als eine vergleichbare Stahlprobe ohne     disperses     Aluminiumoxyd.  



  <I>Beispiel 20</I>  Das Verfahren von Beispiel 23 wurde wiederholt,  wobei anstelle des Aluminiumoxyds mit dem     Fe20g     eine 1     Vol.        oMge    und eine 10     Vol.        o/oige    Mischung fol  gender Oxyde     verwendet    wurden:

       Thoriumoxyd,        Zir-          conoxyd,        Magnesiumoxyd,        Calciumoxyd,        Ceroxyd    und       Titanoxyd.    Die Verarbeitung unter Verschmelzen,  Reduktion und Verarbeitung zu dichten Metall- oder       Legierungsproben    dieser     Oxyddispersionen    in Eisen  wurde wie in Beispiel 3     durchgeführt.    Die Untersu  chung der dichten Metallproben mittels     Elektronenmi-          krographie    und Wiedergabetechnik zeigte, dass Disper  sionen mit Partikeln im Grössenbereich von 10 mg bis  1 m,  gebildet worden waren,

   wobei die     Partikelgrösse     im Einzelfall vom gewählten Oxyd und der während  der Verarbeitung auftretenden Temperaturen abhängt.  Im allgemeinen ergaben die Oxyde mit der höheren  freien Bildungsenergie pro Sauerstoffatom die kleinsten       Partikel.    Es war auch allgemein zutreffend,     dass;    je  niedriger die Temperatur zu Beginn der Reduktion der  verschmolzenen     Oxydmischung    und je niedriger die in  den folgenden Verarbeitungsgängen angewandte Tem  peratur lag, die     Oxydpartikel    umso kleiner war.

   Durch  Regelung der Temperatur während der Reduktion und  der folgenden Bearbeitungsschritte konnten selbst die  Oxyde mit relativ niedriger freier Bildungsenergie wie       Titanoxyd    in relativ niedriger     Partikelgrösse    erhalten  werden. In allen Fällen zeigten die aus solchen     oxyd-          haltigen    Eisenpulvern hergestellten dichten Metall- und       Legierungsgegenstände    erhebliche Verbesserungen der  mechanischen Eigenschaften im Vergleich mit entspre  chenden Metall- oder     Legierungsgegenständen,        welche     ähnlich hergestellt und verarbeitet waren aber kein  Oxyd enthielten.

      <I>Beispiel 21</I>  Die     Verfahren    von Beispiel 19 und 20, wurden wie  derholt, mit der Abänderung, dass Nickeloxyd und       Magnesiumoxyd    als Ausgangsstoffe verwendet     wurden,.     Die Reduktion wurde mit der Abänderung durchge  führt, dass die Spitzentemperatur 600  C betrug und  die abschliessende     30-minutige    Erhitzung, wie sie bei  der Reduktion nach Beispiel 1 beschrieben ist, wegfiel.

    Das so verarbeitete Nickel mit     Magnesiumoxydparti-          keln    im Grössenbereich von 100     mec        wurde    nach der  Durchführung der Reduktion     pulvermetallurgisch        mit     Kupfermetall in einem Verhältnis von 30 Teilen Nickel  zu 70 Teilen Kupfer     legiert.    Die entstehende modifi  zierte     Kupfer-Nickellegierung    mit feinverteiltem Oxyd  zeigte erheblich bessere     Hochtemperaturfestigkeit     (Streckgrenze und absolute Zugfestigkeit)

   und bessere       Bruchbeanspruchungseigenschaften        als    eine vergleich  bare     Nickel-Kupfer-Legierung    ohne     dispergierte    Oxyd  partikel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Metallkeramischer Sinterkörper, gekennzeichnet durch eine, in einem Metall oder einer Legierung gleichmässig verteilte, schwerschmelzbare Metall-Sau- erstoff-Verbindung, wobei das Metall Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Molybdän, Wolfram oder Rhenium ist, und die Legierung eine Legierung dieser Metalle unter einander oder mit anderen Metallen, welche ein bis zu 300 C beständiges Oxyd bilden, das eine freie Bil dungsenergie bei 27 C von 30-70 Kilo-Kalorien pro Gramm Atom Sauerstoff aufweist, ist,
    und die schwer schmelzbare Metall-Sauerstoff-Verbindung eine freie Bildungsenergie bei 1000 C von über 60 Knlo-Kalo- rien pro Gramm-Atom Sauerstoff, und einen Schmelzpunkt oberhalb 1000 C, und eine mittlere Teilchengrösse von 5-1000 Milli-Mikron besitzt, und das Verhältnis des Volumens der schwerschmelzbaxen Metall-Sauerstoff-Verbindung zum Volumen des Metalles oder der Legierung nicht grösser als 1:l ist.
    1I. Verfahren zur Herstellung eines metallkerami schen Sinterkörpers nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sauerstoff enthaltende Ver bindung des Metalls oder Sauerstoff enthaltende Ver bindungen der Metalle der Legierung mit den Teilchen der schwerschmelzbaren Metall-Sauerstoff-Verbindung vermischt und darauf, während die Temperatur in der gesamten Masse unterhalb der Sintertemperatur gehal ten ist, die Sauerstoff enthaltende Verbindung des Metalls bzw. die Sauerstoff endhaltenden Verbindun gen .der Metalle der Legierung zum Metall bzw.
    der Legierung reduziert und das reduzierte Produkt bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes des Metalls bzw. der Legierung vorgesintert wird, bis seine Oberfläche weniger als l0 m -/, beträgt, und das vorgesinterte Produkt verdichtet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Sinterkörper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall, welches ein bis 300 C beständiges Oxyd mit einer freien Bildungs energie bei 27 C von 30-70 kcal/Grammatom Sauer stoff bildet, eines der Metalle Cd, 11, Ge, Sn, Pb, Sb, Bi oder In ist.
    2. Sinterkörper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die schwerschmelzbare Metall- Sauerstoff-Verbindung eine freie Bildungsenergie bei 1000 C von über 1l0 kcal/Grammatom Sauerstoff besitzt. 3.
    Sinterkörper nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sein Gehalt an der schwerschmelz- baren Metall-Sauerstoff-Verbindung 0,05-30 Vol.% und sein Sauerstoffgehalt ohne den Sauerstoffgehalt der Me# tall-Sauerstoff-Verbindung höchstens 2 Gew.% beträgt. 4.
    Sinterkörper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass seine scheinbare Dichte 99-l00 % der absoluten Dichte beträgt. 5. Sinterkörper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchen der schwerschmelz baren Metall-Sauerstoff-Verbindung eine durchschnitt liche Grösse von 10-250 Milli-Mikron besitzen.
    6. Sinterkörper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Korngrösse des Metalles oder der Legierung kleiner als 10 Mikron ist. 7. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sauerstoff enthaltende Verbin dung des Metalls oder die Sauerstoff enthaltenden Verbindungen der Metalle der Legierung mit den fei nen Teilchen der Metall-Sauerstoff-Verbindung durch gemeinsame Ausfällung oder durch Schmelzen ge mischt wenden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sauerstoff enthaltende Verbin dung des Metalls oder die Sauerstoff enthaltenden Verbindungen der Metalle der Legierung als ein über zug um die Teilchen der schwerschmelzbaren Metall Sauerstoff-Verbindung ausgefällt und das so erhaltene Gemisch getrocknet und reduziert werden. 9.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass die Sauerstoff enthaltenden Ver bindungen der Metalle der Legierung nach dem Trock nen in strömendem, trocknem Wasserstoff bei Tempe raturen über 500 C reduziert wird, bis der Sauerstoff gehalt des Produktes ohne Mitrechnung des in der schwerschmelzbaren Metall-Sauerstoff-Verbindung gebundenen Sauerstoffes höchstens 3 Gew.% beträgt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass (a) eine wässrige Lösung, enthaltend Ionen minde stens eines der Metalle Mo, W oder Re, (b) eine wässrige Lösung, enthaltend Wasserstoff-, Hydroxyl-, Bicarbonat-, Oxalat- oder Carboxylationen und (c) eine flüssige Dispersion der Teilchen der schwerschmelzbaren Metall-Sauerstoff-Verbindung vermischt werden, wobei Dispersion und Lösungen so zusammengebracht werden, dass in dem entstehenden Gemisch der Mengenanteil von gelöstem Metall aus (a) praktisch gleich bleibt und das Gewichtsverhältnis von dem mit der Lösung (a)
    zugesetzen Metall zu den in der flüssigen Dispersion (c) zugesetzten Teilchen in jedem Zeitintervall, das mindestens 5 % der Gesamt- zeit, die zum Zusammenbringen der Dispersionen und der Lösungen benötigt wird, beträgt, zwischen dem 0,2-5-fachen des endgültigen Gewichtsverhältnisses liegt, und wobei das Metallion aus der Lösung (a) in Form einer wasserhaltigen, Sauerstoff enthaltenden Verbindung ausgefällt wird,
    welche die Teilchen der flüssigen Dispersion umhüllt, worauf die so umhüllten Teilchen auf eine ausreichend hohe Temperatur erhitzt werden, um eine Entwässerung der Umhüllung und eine Umwandlung der Nichtoxyde darstellenden, was serhaltigen, Sauerstoff enthaltenden Verbindungen in entsprechende Oxyde zu erreichen, worauf schliesslich diese Oxyde durch Behandlung mit gasförmigem Reduktionsmittel, wie Wasserstoff, Kohlenmonoxyd und Kohlenwasserstoff, reduziert werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die schwerschmelzbare Metall- Sauerstoff-Verbindung zu Beginn in Form eines kolloi dalen Aquasols vorliegt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man (1) eine (a) wasserunlösliche, Sauerstoff enthal tende Verbindung des Metalls oder Sauerstoff enthal tende Verbindungen der Metalle der Legierung und (b) eine schwerschmelzbare Metall-Sauerstoff-Verbindung gemeinsam ausfällt, (2) die gemeinsame Ausfällung in einer Sauerstoff enthaltenden Atmosphäre bei 400-1000 C röstet und dadurch die Verbindung des Metalls bzw. die Verbin dungen der Metalle der Legierung in ein wasserfreies Metalloxyd bzw.
    in wasserfreie Metalloxyde umwan delt, (3) das Erhitzen in den angegebenen Temperatur grenzen solange festsetzt, bis die Teilchengrösse der schwerschmelzbaren Metall-Sauerstoff-Verbindung zwi schen 5-1000 Milli-Mikron beträgt, (4) darauf wasserfreies Metalloxyd zum entspre chenden Metall bzw. der entsprechenden Legierung reduziert und (5) das reduzierte Produkt sintert, bis die Oberflä che weniger als 10 m /g b--trägt. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass (1) eine (a) Sauerstoff enthaltende Verbindung des Metalls oder Sauerstoff enthaltende Verbindungen der Metalle der Legierung und (b) die schwerschmelzbare Metall-Sauerstoff-Verbindung geschmolzen werden, (2) das geschmolzene Gemisch an der Luft auf eine Temperatur erhitzt wird, bei der die Nichtoxyde zu Oxyden umgesetzt werden, (3) die Schmelze zwecks Gewinnung einer festen Masse abgekühlt, (4) die Masse feinzerteilt, und (5) Metalloxyd bei einer Temperatur unterhalb der Sintertemperatur zu Metall reduziert wird,
    wodurch eine Dispersion von Teilchen der schwerschmelzbaren Metall-Sauerstoff-Verbindung in dem Metall oder der Legierung erhalten wird, und die Reduktion bis zur Senkung des 02 Gehaltes ohne den Sauerstoffgehalt der Metall-Sauerstoff-Verbindung auf 0-2 Gew.0/a fort gesetzt wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall Kupfer ist und die Reduktionsbehandlungstemperatur zwischen 200-500 C liegt.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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CN115710690A (zh) * 2022-11-30 2023-02-24 江苏伊斯达尔精密科技有限公司 一种抗氧化金属陶瓷材料及其制备方法

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