Vorrichtung zum Entasten von stehenden Bäumen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entasten von stehenden BÏumen.
Es ist eine haute weithin anerkannte Notwendigkeit, WaldbÏume und insbesondere NadelbÏume zu entasten, um eine astfreie HolzqualitÏ@ zu erzielen.
Mit Rücksicht auf den Mangel an Arbeitskräften ist es nicht möglich, diese Arbeit von Hand durch- führen zu lassen. Auch das Verwenden von langen Stangensägen oder von Sägeblättern, die mittels Seil- winden tam Baumstamm hochgezogen und von Hand betätigt werden, brachte keine genügender Einsparung von Arbeitskräften. Ausserdem erwies sich das Entasten mit solchen Behelfsmitbeln als unfallgefÏhrlich.
Mit Rücksicht auf die Rentabilität der Forstwirt- schaft geht seit langem das Bestreben dahin, das Entasten maschinell durchzuf hren.
Die bekanntgewordenen Maschinen sind entweder nicht allgemein verwendbar, eine derselben ist nur f r Palmen bestimmt, oder die Schneidmittel oder die Mittel zum Halten am Baum sind f r Schäden sehr anfällig, wobei die Maschinen sich leicht am Baum festsetzen oder anderseits vom Baumstamm herabstürzen. Auch sind die Maschinen zum Teil so gross, dass sie sich im Geäst der Nachbarbäume verfangen oder von diesen behindert werden. Eine andere Maschine ist so schwer, dass es mehrerer Arbeitskräfte bediarf, um sie zu hand haben, und di ! e Maschine an dem Baum keinen sicheren Halt besitzt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Entasten von stehenden BÏumen ist ausger stet mit einem Fahrgestell, das Lauf-und Antriebsräder besitzt und einen Antriebsmotor, ein Umkehrgetriebe sowie ein SÏgeaggregat trägt.
Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, da¯ das Fahngestell in den Umrissen zumindest annÏhernd hohlzylindrische Form mit zumindest annähernd kreis zylindrisehem Hohlraum besitzt und durch einen Trag- rahmen, dessen Form zumindest angenÏhert einer durch eine lÏngs der Zylindermittellinie verlaufende Schnittebene begrenzten HohlzylinderhÏlfte entspricht, und durch mindestens einen Haltearm gebildet ist, der mit seinem Rohrstücken und Armstücksn sich im Raum der anderen HohlzylinderhÏlfte erstreckt und mit einer seiner SchnittlÏngsseiten längs der Rührstücke enttang von Streben der erstgenannten HohlzylinderhÏlfte des Tragrahmens verschwenkbar so befestigt ist,
Idass er schliesslich auf due erstgenannte HÏlfte des Tragrahmens zu oder öffnend von ihr bewegbar und durch eine mit einem Haken versehene Schraubenfeder schliessend in Richtung zur anderen Hälfte des Tragrahmens drückbar ist, um die am Baumstamm angeordnete Vorrichtung unter idem Druck von Haken und Schraubenfeder des Haltearmes am Baumstamm festzuhalten.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zum Entasten von stehenden BÏumen ist in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht und wird nachfolgend be schri, eben. Es zeigen :
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Klettermaschine mit Blick auf die Motorseite, etwas von oben gesehen,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Variation der Klettelrmaschine gemäss Fig. 1, mit Blick auf die Seite der geöffneten Haltearme, etwas von oben gesehen,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Innenkagel- zahnradantriebes für die KleMerroIle,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Innenkegelzahnradantriebes f r die Kletterrolle und
Fig.
5 schematisch das Umkehrgetriebe und den Wirkungsmechanismus f r das Schwenken des ververschwenkbaren Bauteils, der in AbhÏngigkeit vom Antrieb in AufwÏrts- oder AbwÏrtsrichtung automatisch schwenkbar ist.
Fig. 1 zeigt die Klettermaschine-zum Entasten von ungefÏllten BÏumen, die in @hrer Arbeitsstellung um einen zu bearbeitenden Baum 1 angelegt ist.
Die Schraubenlinie 2, lÏngs deren sich die Machine um den Baum 1 aufwÏrts oder abwÏrts bewegen soll, ist strichpunktiert am Baum 1 angedeutet.
Die Klettermaschine besitzt einen Tragrahmen 3, der ein unteres rundgebogcnes Rohr 4, ein oberes rundgebogenes Rohr 5, einen Stfützbogen 6 und Streben 7 und 8 mit Lagepköpfen 9 und 10 an der Strebe, 7 und Lagerköpfen 11 und 12 an der Strebe 8 aufweist.
Das untere rundgebogene Rohr 4 und das obere rend- gebogene Rohr 5 liegen parallel zueinander. Auch die Streben 7 und 8 sind parallel zueinander angeordnet.
Der Stützbogen 6, der zwischen den Lagerköpfcn 9 und 11 sitzt, ist flacher gekr mmt als die Rohre 4 und 5.
Die Streben 7 und 8 verlaufen etwa parallel zur Baummittellinie, und die rundgebogenen Rohre 4 und 5 liegen im Bogen um den Baumstamm. Auch der flache Stützbogen 6 liegt so, dass die Bogeninnenseite oder Bogenkonkavseite dem Baumstamm zugewandt ist. Da- durch schmiegt sich der Tragrahmen 3 biszu einem gewissen Grade um den Baum 1.
Denkt man sich die Strebe 7 translatorisch längs der Rohre 4 und 5 bis zur Strebe 8 und von dieser translatorisch längs des Stützbogens 6 bis zu seiner Ausgangsstellung zurückbawegt, dann hat die Strebe eine in Fig 1 vorn liegende und eine dahinter liegende FlÏche bestrichen, zwischen denen ein Baum begrenzt ist, der als der Einbauraum im Tragrahmen 3 bezeichnet ssi und im waagrechten Querschnitt etwa die Form eines Kreissichelstückes besitzt.
Innerhalb dieses Einbauraumes an den Stützbogen sind zwei, Lagerst tzen 13 und 14 befestigt, die beide nach unten aus dem Tragriahmen 3 herausragen. Die e Lagerstütze 13 trägt Lager für eine Welle 15 und für zwei Kletterrollen 16 und 17. Die Lagerstütze 14 trägt Lager für die eine Hälfte einer Welle 18 und für eine Kletterrolle 19. Die andere HÏlfte der Welle 18 und die Kletterrolle 20 sind in einem Stützarm 21 gelagert. Die Kletterrollen 16 und 19 li, egen ausserhalb des Einbauraumes. Die Kletterrollen 17 und 20 liegen mitdem'grösseren Teil innerhalb des Einbauraumes und ragen mit dem kleineren Teil in den zwischen Einbauraum und Baum 1 liegenden Raum und gegen den Baumstamm.
Die Kletterrollen 16 ; 17 ; 19 und 20 haben die Aufgabe,'gegen den Baum l liegend auf dessen Ober- flÏche eine Abrollbewegung lÏngs Schraubenlinien auszuführen, die parallel zu der Schraubenlinie 2 verlaufen oder mit dieser zusammenfallen.
Auf der Welle 18 sitzt um diese schwenkbar ein Bauteil 21@, der folgende Teil umfasst : einen Ver brennungsmotor 22, ein SÏgeaggregat 23, ein Umkehrgetriebe 24 und Verbindungselemente 25 zwischen diesen. Der schwenkbare Bauteil 21@ ist im Einbauraum des Tragrahmens 3 untergebracht, kann aber um die Welle 18 so geschwenkt werden, da¯ er zum Teil in den Raum zwischen Baum 1 und Einbauraum ragt.
In der entgegengesetzten Richtung ist der Bauteil 21@ nur so weit schwenkbar, bis Teile von ihm, so insbeson- dere das aufwärts ragende Sägeschwert 26 mit der
Sägekette 27, gegen das Rohr 5 anstossen.
Durch Schwenken des Bauteils 21@ in Richtung zum Baumstamm gelangt das Sägeaggregat) 23 so gegen den Baumstamm, dass das SÏgeschwert 26 mit der
Sägekette 27 längs des Baumstammes liegt.
Die Klettermaschine ist so gebaut, da¯ die Streben 7 und 8, die Wellen 15 und 18 und das bei b, aum aufwärts vorrückender Klettermaschine vorn liegende Trum 28 der Sägekette 27 parallel zueinander liegen.
Wenn die Klettermaschine richtig an einem Baumstamm befestigt ist, soll das Trum 28 der Sägebette 27 etwa parallel zur Baummittellinie oder zu einer zur Baummittellinie zumindest angenÏhert parallel liegenden Linie an der Aussenfläche des Baumstammes liegen.
Dadurch wird sichergestellt, das ein durch die Säge abgeschnittener Ast einen Aststummel hinterlässt, der möglichst niedriig ist und zur Baumoberfläche symmetrisch ist. Wie hoch der Aststummel ist, d. h. wie weit er vom Baumumfang vorsteht, hängt davon ab, wie nahe das Sägeschwert 26 mit der belm Trum 28 liegenden Vorderkante an den Baumstamm beim Absägen. des Astes herangeführt werden kann.
Der Verbrennungsmotor 22 treibt das Sägeaggregat 23 und gleichzeitig das Umkehrgetriebe 24 an, das als Abgangswelle die Welle 18 Xaufweist. Die Welle 18 kann durch, den Verbrennungsmotor 22 mittels des Umkehrgetriebes 24 in der einen oder anderen Drehrichtung angetrieben werden.
Wenn in Fig. 1 die Klettermaschine sich gemäss derSchraubenlinie2baumaufwärtsbewegen soll, dann müssen die Kletterrollen 16 ; 17 ; 19 und 20 in der auf diesen RÏdern durch Pfeil angegebenen Drehrichtung umlaufen. Die Kletterrollen 16 ; 17 ; 19 ; 20 werden von den Wellen 15 bzw. 18 übler Innankegelzahnradgetriebe angetrieben, wie f r die Antriebsverbindung zwischen der Welle 18 und der Kletterrolle 19 in Fig. 4 veranschaulicht ist.
Gemäss Fig. 4 trÏgt die Kletterrolle 19 auf der Innenseite symmetrisch zur Rotationsmittellinie ein in nenverzahntes Kegelzahnrad 29. Dtie Form des Zahnrades 29 ist in Fig. 4 zylindrisch. Es könnte auch eine Kugelkalotte sein mit kegeliger Bohrung, in der die kegelig ausgerichteten ZÏhne in Innenverzahnung 30 angeordnet sind. In die Zähne der Innenverzahnung 30 greift ein Kegelrad 31, das auf der Welle 18 sitzt.
Auf der Welle 18 sitzt gemäss Fig. 5 ein Zahnrad 32, ein Kupplungsteil 34 und ein Zahnrad 33. Die Zahnräder 32 und 33 sind auf der Welle 18 frei drehbar und können ber den Kupplungsteil 34, der in Längsrichtung der Welle 18 verschiebbar ist, aber mit der Welle umläuft, mit der Welle 18 gekuppelt werden.
Parallel zur Welle 18 zeigt Fig.'5 eine Welle 35, auf der festgekeilt zwei ZahnrÏder 36 und 37 sitzen.
Die Welle 35 wird in nicht gezeigter Weise vom Verbrennungsmotor 22 angetrieben und lÏuft in Richtung des Pfeiles 39 um.
Das Zahnrad 37 greift in ein Zwischenrad 38, das seine Umlaufbewegung. auf das Zahnrad 33 berträgt. Das Zahnrad 36 greift in das Zahnrad 32. Das Zahnrad 33 lÏuft demnach in umgekehrter Richtung zum Zahnrad 32 um. Durch Kuppeln der Welle 18 ber den Kupplungsteil 34 mit Zahnrad 33 oder 32 wird dlia Welle 18 in der einen oder anderen Richtung angetrieben., Die Drehrichtung des Pfeiles 39 entspricht bei Kupplung der Welle 18 über das Zahnrad 32 der
Drehrichtung des Pfeiles 40 für die Welle 18, die der gleichen Drehrichttung der Kletterrolle 19 in Fig. 4 entspricht.
Da der Bauteil 21@ um die Welle 18 frei schwenk- bar ist, soll schon an dieser Stelle die Wirkung auf den Baubeil 21a betrachtet werden, die sich bei Umschal tung der Antriebsrichtung der Welle 18 des Umkehrgetriebes 24 ergibt. Fig. 5 dient der Veranschaulichung des zu betrachtenden Vorganges.
Beim Antrieb der Welle 18 über das Zahnrad 32 und das Zahnrad 36 lÏuft die Welle 18 im Sinne des
Pfeiles 40 um, und die Klatterrolle 19 dreht sich in
Richtung des Pfeiles 40. Die vom Zahnrad 36 auf das Zahnrad 32 ausge bte Antriebskraft hat dabei die durch die Pfeilspitze 40a angedeutete mittlere Wir kungsrichtung. Die Reaktionskraft zur Antriebskraft, die der Antriebskraft entgegengesetzt gerichtet ist, wirkt über das Zahnrad 36 so auf den schwenkbaren Bauteil 21@, dass dieser um die Welle 18 in Fig. 1 auf den Baumstamm hin. geschwankt wird.
Beim Antrieb der Welle 18 ber das Zahnrad 33 und die Zahnräder 38 und 37 laufen die Welle 18 und diie Kletterrolle 19 entgegengesetzt zur Richtung des Pfeiles 40. Die vom Zahnrad 38 auf das Zahnrad 33 ausgeübte AntNebs'kraft hat daM die durch das Pfeil- ende 40b angegebene mittlere Wirkungsrichtung. Die RoaktionskraftzurAntriebskraft,dieder Antriebskraft entgegengesetzt gerichtet ist, wirkt ber das Zahnrad 38 so auf den schwenkbaren Bauteil, dass dieser um die Welle 18'in Fig. l vom Baumstamm wag geschwenkt wird.
Die in der einen ader anderen Drehrichtung ange triebene Welle 18 treibt ausser den'Kletterrollen 19, 20 auch die zu dhr parallele Welle 15 mit den Kletterrollen 16, 17 an. Die Antriebsverbindung zwischen den beiden Wellen ist in Fig. 1 durch eine Antriebskette 42 bewerkstelligt, die die Antriebskraft von ainem Ketten- rad 43 auf der Welle 18 abnimmt und an eiin Kettenrad 44 auf der Welle 15 abgibt.
Damit die Antriebskette 42 immerim der richtigen Weise festgespannt werden kann, sind an einem Haltebügel 45 mit Schlitz zwei Ketten spannrädern 46 ; 47 angeordnet, die mittels Schrauben an Idem Haltebügel 45 festgemacht, nach Lockern der Verschraubung aber lÏngs des Schlitzes des Halteb gels 45 verstellt werden können.
In Fig. 1 ist in den Lagerköpfen 9 und 10 bzw. 11 und 12 je ein Haltearm 48 bzw. 49 gelagert. Jeder dieser beiden Haltearme besitzt ein gerades Rohrstück 50 bzw. 51, mit dem der Haltearm 48 bzw. 49 in seinen Lagerköpfen 9 und 10 bzw. 11 und 12 sitzt !. An das gerade Rohrstück 50 bis 51 des Haltearms 48 bzw. 49 schliesst oben und untan ein gekrümmtes Armstück 52 bzw. 53 oder 54 bzw. 55 an. Wic die Fig. 1 zeigt, sind die gekr mmten Armst cke 52 und 54 innen hohl.
In dem inneren Hohlraum jedes Armstüokes 52, 54 ist eine Schraubenfeder 56 untergebracht und befestigt, die mit ihrem treten Ende am freien Ende der Armstücke 52 ; 54 aus idem Hohlraum austritt und dazu dient, das Anmstück'52 bzw. 54 nach Anlegen um den Baumstamm durch Eiinhaken der Feder am dem idem freien Armstückende benachbarten Teil des Tragahmens 3 festzuspannen. Die Feder hat zu diesem Zwecke am freien Ende einen Haken 57, und am Rohr 5 sind EinhÏnge¯ffnungen 58 vorgesehen, in die die Haken 57 eingehängt werden können.
Auch die unteren Armstücke 53 ; 55 sind mit Hohlraum und Schraubenfedetr 56 mit .Haken 57 versehen.
Das Rohr 4 trÏgt zum Einhängen der Haken 57 der unteren Armst cke 53 ;'55 ebenfalls Einhängeöffnun- gen 59.
An jedem Armstück 52, 53, 54, 55 der Haltearme 48 ; 49 sitzteineLauf-oder'Leerlaufrolle 60.
Diese Leerlaufrollen 60 sind an den Armstücken 52 bis 55 so befestigt, dass nach Anlegen der Arm- stücke um den Baumstamm die Leerlaufrollen 60 so am Baumstamm abrollen, da¯ sie wie die Kletterrollen 16 ; 17 und 19 ; 20 dem'Weg der Schraubenlinie 2 oder einer parallelen Schraubenlinie baumaufwÏrts oder baumabwärts beschreiben.
Dadurch, dass unter Andrücken des vorderen Teils der Klettermaschine die Armstücke 52, 53 und 54, 55 um den Baumstamm gelegt und an ihrem freien Ende durch Spannfeldern mit Haken festgehakt werden, werden alle Kletterrollen 16 ; 17 und 19 ; 20 der Klettermaschine an den Baumstamm angedr ckt. Dabei dr k jken die vier Kletterrollen 16 ; 17 ; 19 und 20, die am Tragrahmen 3 sitzen, von vorne und die vier Laufrollen 60, die : an den Armstücken 52 ; 53 ; 54 und 55 sitzen, von hinten gegen den Baumstamm. Durch die Kl'etter- rollen 16 ; 17 und 19 ; 20, die von entgegengesetzten Sstten gegen den Baum gedrückt werden, wird'die Klettermaschine am Baum 1 festgehalten.
Sie kann ferner durch die entsprechend eingestellten Kletterrollen 16 ; 17 und 19 ; 20 in einer Schraubenlinie am Baumstamm aufwÏrts und von diesem, abwÏrts laufen.
Schlie¯lich sichern die Kletterrollen 16; 17 und 19 ; 20, über die der Antrieb erfolgt, da¯ die Vorrichtung von selber den Baumstamm aufwÏrts klettert oder vom Baumstamm herunter kommt.
Damit die Kleittermaschine, die in einer Schraubenlinie den Baumstamm hinaufklettert, wieder zum Fuss des Baumes zurück kommen kann, ist sie in bekannter Weise mit einem Umkehrgetriebe ausgerüstet. Um die Umschaltung des Getriebes von baumaufwärtss-'auf ¸baumabwÏrts¯ von Hand bewerkstelligen zu können, wÏre ein von der Klettermaschihe zum Fuss des Baumes herabhÏngendes Zugseil oder Schaltkabel erforderlich.
Da ein solches Hilfsmittel besonders im Wald und wegen der herunterst rzenden, abgesÏgten ¯ste unzweckmϯig ist, ist an der Klettermaschine'eine Vorrichtung vorge sehen,'die das Umschalten des'Umkehrgetriebes 24 selbsttätiig vornimmt. Diese Vorrichtung, die von be kannter Konstruktion ist, wird vor Beginn des Auf stieges der Klettermaschine am Baumstamm auf eine bestimmte Waglänge eingestellt.
Die von der Klettermaschine zurückgelegte Weglänge wird über ein von einem umlaufenden Teil'der Motorwelle, des Getriebes oder einer der Wellen 15 und 18 angetriebenen Messinstrument gemessen, das nach Erreichen e einer einge- stellten Weglänge unter der Einwirkung dieses Antriebes, mit oder ohne zusätzliche Kraft einer gespann- ten Feder oder dergleichen, das Umkehrgetriebe von baumaufwÏrts¯ auf ¸baumabwÏrts¯ umschaltet Dieser lautomatischen Umschaltung kommt in anderem Zusammenhang weitere Bedeutung zu.
Wenn nämlich die Klettermaschine nicht die vorgesehene H¯he an dem bearbeiteten Baumstamm erreicht, beispiels- weise weil die Säge sich an einem Ast verklemmt, dann läuft der Antrieb der Klettermaschine an Ort stehend weiter. Dadurch wind an idem Messinstrument f r die Umschaltung des Umkehrgetriebes die einge- stellte Weglängc trotzdem erreicht und das Getriebe umgeschaltet Dadurch wird die in umgekehrter Richtung angetriebene Klettermaschine normalerweise von n der Behinderung, der sie unterlag, frei und kehrt auch in diesem Falle die Klettermaschine von selber zum Fu¯e des Baumes zur ck.
In Fig. 2 und 3 ist ein Ausführungsbeilspiel der Klettermaschine, gezeigt, das gringe Änderungen ge- gen ber der Maschine nach Fig. 1 zeigt,
In Fig. 2 ist die Darstellung so gewählt, dass die Klettermaschine von hinten, d. h. von der Seite der Halte, arme 48 ; 49, betrachtet ist. Der Baumstamm, der in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet ist, w rde an sich die SÏge und den ganzen schwenkbaren Teil verdecken.
In Fig. 2 sind die Haltearme 48 ; 49 in geöffnetem Zustand gezeigt.
Nach Fig. 1 waren die Haltearme 48 und 49 in den Lagerköpfen 9 ; 10 ; 11 und 12 drehbar gelagert.
Nach Fig. 2 sind in den Lagerk¯pfen Abst tzrohre 50a, 51 a angeordnet, die verstellbare, an den Rohren ange schraubte Armstücke 52a, 53a, 54a und 55a tragen, in deren von den Abstützrohren 50a ; 51a entfernten Enden die Haltearme 48 und 49 gelagert sind.
Fig. 3 zeigt die an einem Baumstamm befestigte Klettermaschine nach Fig. 2 im Grundriss. Diese Abbildung macht deutlich, wie sehr sich die hier beschriebene Klettermaschine um den zu bearbeitenden Baumstamm schmiegt.
Denkt man sich in Fig. 3 den angedeuteten Baumstamm weg, dann lassen sich die Haltearme 48, 49 mit den Armstücken 52, 53, 54 und 55 näher gegen den Tragrahmen 3 klappen. Denkt man sich, wie in Fig. 3 angedeutet, die Klettermaschine mit den Laufrollen 60 auf den Boden gesetzt, so kann die Klettermaschine auf den Laufrollen 60 wie ein Wu ;en auf eigenen Rä- dern auf Strassen und Wegen befördert werden.
Die Laufrollen 60 haben zu der Längsmittellinie der Klettermaschine, die mit der Baumstammittellihie identisch angenommen sei, eine gewisse Schrägstellung.
F r den Transport der Klettermaschine mittels der Laufrollen 60 auf Strasse oder Wag ist das ohne Nachteil Es ist f r die Klettermaschine eine in eine Steck- öffnung passende Zugstange vorgesehen, dtie in einer Ebene parallel zur Laufebene der. Laufrollen 60 liegt und so ein bequemes Ziehen oder Schieben der Klettermaschine auch auf Waldwegen erm¯glicht.
Der Tragrahmen 3, die Haltearme 48 und 49 und auch die Abstützrohre 50a ; 51a, die nach Fig. 2 zwi- schen Tragrahmen 3 und Haltearmen 48 und 49 angeordnet sind, können aus leichten Aluminiumrohren be- stehen. Auch die' Lagerköpfe 9 bis 12 und die Laiger- stützen 13 und 14, in deren Enden die Haltaarme 48 und 49 nach Fig. 2 angeordnet sind, können aus Aluminium sein Durch einen solchen Aufbau erhÏlt die Klettermaschine ein niedriges Gewicht, so da¯ sie auch f r verhältnismässig dünne Bäume verwendbar ist.
Durch das geringe Gewicht der Klettermaschine und ihre kompakte Konstruktion kann d ! ie Klettermaschine von einem einzigen Mann gehandhabt werden, um sie an einen Baumstamm ! zu setzen oder von Idem Baumstamm abzunehmen.
Bei der oben beschriebenen Klettermaschine werden vier Kletterrollen 16 ; 17 und 19 ; 20 über zwei Wellen 15 und 18, angetrieben. Der Antrieb der Vorrichtung könnte auch so gewählt werden, da¯ nur zwei Rollen angetrieben werden, z. B. nur die beiden Kletterrollen 19 und 20 der Welle 18. Da die Rollen der Klettermsaschine allseitig an den Baumstamm gepre¯t werden, braucht mit Rücksicht auf die Wirk- samkeit der Rollen im Angriff am Baumstamm nicht zwischen Vorder-und Hinterrädern unterschieden wer- den. Es kann also ein beliebiges Rollenpaar f r den Antrieb verwendet werden.
Auch braucht das Paar f r den Antrieb verwendeter Rollen nicht, in LÏngsrichtung der Schraubenlinie gesehen, nebeneinander angeordnet zu sein. Auch eine Anordnung der beiden Klet- terrollen hintereinander und insbesondere auf gleicher Schraubenlinie laufand ist denkbar.
Die Leerlaufrollen 60 der Klettermaschine waren nach der obigen Beschreibung wie die Kletterrollen f r das Abrollen am B, aumstamm an den Armstücken 52 bis 55 fest so eingestellt, da¯ sie lÏngs oder parallel zur Schraubenlinie 2 am Baumstamm abrollen. Statt in ihrer Richtung fest eingestellt zu sein, können die Leerlaufrollen 60 auch als Nachlaufrollen ausgebildet sein, die sich automatisch auf die Vorrückrichtung der Klattermaschine, als nachlaufande, Rollen einstellen.
Hinsichtlich der Federn, die zum Festhalten der um den Baumstamm gelegten Haltearme 48 und 49 dienen, ist zu sagen, dass sie genügend stark ausgebildet sein müssen, um die Rollen mit einem Druck an den Baumstamm zu dr cken, der die Maschine nicht nur gegen n deren Eigengewicht, sondern dar ber hinaus auch gegen das Gewicht vor einem Abrutschen sichert, mit dem Aste des Baumes die Maschine belasten können, wenn solche Äste beim Abwärtsfallen gegen das Rahmengestell stossen oder daran hÏngen bleiben.
Da bei dem Antriebsmotor'auch der Fall eintreten kann, dass er zum Stillsband kommt, ist die Machine so eingerichtet, dass sie bei Stillstand des Motors in Leerlauf geschaltet wird und unter der Wirkung der Schwere von selber zum Fusse des Baumstammes zu rückkehrt. Der Leerlauf wird dadurch erreicht, dass der Kupplunggsteil 34 der Fig. 5 durch einen Kupplungshebel 41 in die Mittelstellung gebracht wird, in der die Welle 18 weder mit dem Zahnrad 32 noch mit dem Zahnrad 33 gekuppeilt ist.
Zur Betätigung des Kupplungshebels 41 in die Mittelstellung wird folgende in der Zeichnung nicht veranschaulichte Anordnung gewählt : auf der Welle 35 des Umkehrgetriebes 24 ist auf einer Verschiebe- d se ein Propeller angeordnet, der das 01'in die Getriebekammer schleudert und dabei durch die Gegenkraft entgegen der Wirkung einer Zugfeder in eine bestimmbe Stellung gedr ckt wird Bei Stillstand der Welle 35 wird die Verschiebeh lse unter der Wirkung der Zugfeder in die andere Stellung gezogen, wobei ber einen unter Federkraft verstellbaren Hebelarm bewirkt wird, ffldass der Kupplungshebel 41 in die Mittelstellung gelangt.
Durch die Art der Konstruktion, die oben beschrieben ist, ist die am Baum angeordnete Klettermaschine im Au¯enumfang am oberen und unteren Ende ringf¯rmig ausgebildet. Dadurch ist die am Baumstamm hochsteigende Klettermaschine in der Lage, herabhÏngende ¯ste bis zu einem gewissen Grade anzuheben.
Auch bewirkt die Umwehrung des schwenkbaren Bauteils durch das gekrümmte Rohr 5, da¯ der Bauteil nicht durch diie herabfallenden, abgeschnittenen ¯ste Schaden erleidet und da¯ diese ¯ste sich daran nicht zu leicht verfangen.