CH445549A - Verfahren zum Erstellen unterirdischer Hohlräume von grossem Querschnitt - Google Patents
Verfahren zum Erstellen unterirdischer Hohlräume von grossem QuerschnittInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D13/00—Large underground chambers; Methods or apparatus for making them
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Description
Verfahren zum Erstellen unterirdischer Hohlräume von grossem Querschnitt Die Erstellung von unterirdischen Hohlräumen er folgt in vielen Fällen am wirtschaftlichsten mit Hilfe von Sprengungen. Solche Verfahren sind aber nicht immer anwendbar; insbesondere müssen sie manchmal ausgeschlossen werden, um unerwünschte Nebenwir kungen, wie Auflockerung irn weiteren Bereich der Sprengstelle, welche die natürliche Standfestigkeit des Baugrundes vermindern, und Belästigungen durch Er schütterungen und Lärm, zu vermeiden.
Hohlräume von kleinem Querschnitt kann man sprengungslos unter Anwendung von Tunnelfräsen rasch und wirtschaftlich herstellen. Bei wachsenden Querschnitten sind aber den Tunnelfräsen wirtschaftli che und technische Grenzen gesetzt; zudem sind sie nur zum Erstellen von Hohlräumen von kreisförmigem Querschnitt geeignet.
Das erfindungsgemässe Verfahren gestattet es, un terirdische Hohlräume von grossem Querschnitt auch bei Abweichung von der Kreisform und/oder geringer Länge ohne schädliche Nebenwirkungen mit Hilfe meist leicht greifbarer kleiner Tunnelfräsen rasch und wirtschaftlich zu erstellen.
Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass man an der Peripherie des herzustel lenden Hohlraumquerschnittes mittels Tunnelfräsen begehbare Stollen erstellt; dass man die Peripherie oben und seitlich weiter freilegt, indem man zwischen den benachbarten Stollen stehengebliebene Gesteins wände ohne Vornahme von Sprengungen entfernt, und dass man schliesslich den dadurch freigelegten Ge steinskern bis zur Sohle des Profils abbaut. Da dieser Kern nun praktisch freiliegt, kann er durch Sprengun gen von so geringer Intensität abgebaut werden, dass unerwünschte Nebenwirkungen entfallen.
Soll auf die Verwendung von Sprengstoffen jedoch auch beim Kernabbau verzichtet werden, so bietet der freigelegte Kern hierfür reichliche und günstige Angriffsflächen.
Je nach der Standfestigkeit des Baugrundes können gleichzeitig mit den Arbeitsgängen für die Freilegung des Kerns die nötigen Sicherungsmassnahmen ausge- führt werden. Eine allfällige Betonverkleidung der Kavernen wird man - mit Ausnahme der Sohlpartie nach Freilegung des Kerns, aber vor dessen Abbau ausführen.
Anhand der Zeichnung wird nachfolgend ein Aus führungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine in Erstellen begriffene Kaverne nach einer ersten Ar beitsphase; und Fig.2 denselben Querschnitt nach einer zweiten Arbeitsphase.
In den Fig. 1 und 2 ist das Profil 1 einer zu erstel lenden grossen Kaverne strichpunktiert angegeben. Die Kaverne soll von einer freigelegten Front ausgehend horizontal in Fels oder anderes bohrbares Gestein vor getrieben werden.
In einer ersten, in Fig. 1 gezeigten Arbeitsphase werden zunächst mittels einer üblichen Tunnelfräse ( Tunnelbohrmaschine ) von z. B. 2,0 bis 2,5 m Fräs- durchmesser Stollen 2 von kreisrundem Querschnitt im Gestein vorgetrieben. Diese Stollen werden im vorlie genden Fall so an der Peripherie 1 des Profils angelegt, dass sie dasselbe noch etwas überschneiden. Auch wer den vorzugsweise einige der Stollen so angelegt, dass sie sich gegenseitig überschneiden. Von einer gegensei tigen Überschneidung wird in jenen Bereichen abgese hen, wo für das Verspannen der Vorschubeinrichtung der verwendeten Tunnelfräse noch Gestein als Wider lager vorhanden sein muss.
Nach Erstellen der Stollen 2 werden in einer zwei ten Arbeitsphase an den seitlichen und oberen Teilen des Querschnittes entlang der Peripherie das zwischen den Stollen 2 stehengebliebene und in den Sollquerschnitt ragende Gesteinsrippen 3 und 4 entfernt. Der Abbau dieser Rippen 3 und 4 erfolgt nach aussen bis zur Peripherie 1 und der Abbau der Rippen 4 nach innen - bis zur Linie 5 - soweit, wie dies für den späteren Abbau des Kerns 7 notwendig erscheint. Im Bereich der Sohle wird das Gestein zwi- schen den Stollen 2 zur Stützung des Kerns 7 nach Bedarf stehengelassen.
Das Entfernen der Rippen 3 und 4 erfolgt z. B. durch Sägen, Brennschneiden, Wegbrechen und der gleichen, ohne Verwendung von Sprengstoff.
Nach Entfernung der Rippen 3 und 4 bleibt ge- mäss Fig. 2 in der Mitte des Profils 1 der zu entfernende Gesteinskern 7 übrig, der nur noch im Bereich der zukünftigen Sohle 8 der Kaverne mit dem gewachsenen Gestein zusammenhängt. Dieser Kern 7 kann nun in einem dritten Arbeitsgang unter Anwendung von Sprengungen geringer Intensität abgebaut werden, so dass sich die dadurch erzeugten kleinen Erschütterun gen ausserhalb des Profils 1 praktisch nicht mehr auf andere, bereits in der Nähe bestehende Kavernen, Gebäude oder dergleichen auswirken.
Sind selbst diese geringfügigen Erschütterungen unzulässig, so kann un ter Inkaufnahme des entsprechenden Mehraufwandes selbstverständlich auch der Kern 7 sprengungslos abge baut werden.
Es ist klar, dass mit dem Abbauen der Rippen 3 und 4 nicht gewartet werden muss, bis alle Stollen 2 gebohrt worden sind, wie in Fig. 1 der Anschaulichkeit halber angenommen ist. Vorzugsweise wird man die Stollen 2 von oben beginnend und abwärts gehend abwechselnd links und rechts ansetzen, also in der Rei henfolge a, b, c, . . .1 und die Rippen entsprechend in der Reihenfolge m, n, . . .v abbauen. Selbstverständlich wird man sich hierbei den örtlichen Verhältnissen, ins besondere der Standfestigkeit des Gesteins, allfälligen Wassereinbrüchen und dergleichen anpassen.
Die Stollen 2 müssen bequem begehbar sein, um die Rippen 3 und 4 rasch abbauen zu können; ihr Durchmesser darf also nicht wesentlich kleiner sein als etwa 2,0 m. Ein Durchmesser von wesentlich mehr als 2,5 m wäre unwirtschaftlich, würde doch die billig ab- zubauende Kernkubatur unnötig vermindert. Bei An wendung üblicher Durchmesser im Bereiche von 2,0-2,5 m lassen sich mit dem beschriebenen Verfah ren auf wirtschaftliche Weise und mit kurzer Bauzeit Hohlräume ohne die eingangs erwähnten unerwünsch ten Nebenwirkungen herstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Erstellen unterirdischer Hohlräume von grossem Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass man an der Peripherie des herzustellenden Hohl raumquerschnittes mittels Tunnelfräsen begehbare Stollen erstellt; dass man die Peripherie oben und seit lich weiter freilegt, indem man zwischen den benach barten Stollen stehengebliebene Gesteinswände ohne Vornahme von Sprengungen entfernt, und dass man schliesslich den dadurch freigelegten Gesteinskern bis zur Sohle des Profils abbaut. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Gesteinskern (7) unter Vornahme von Sprengungen geringer Intensität ab baut. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Querschnitte mindestens einiger Stollen (2) das Profil (1) etwas überschneiden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Querschnitte einiger benachbar ter Stollen (2) sich gegenseitig überschneiden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, bei dem die Decke und die Seitenwände des Hohlraumes einer Auskleidung und/oder Abstützung bedürfen, dadurch gekennzeichnet, dass man mit den diesbezüglichen Arbeiten vor dem Abbau des Gesteinskernes (7) unter Ausnützung desselben beginnt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH262767A CH445549A (de) | 1967-02-22 | 1967-02-22 | Verfahren zum Erstellen unterirdischer Hohlräume von grossem Querschnitt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH262767A CH445549A (de) | 1967-02-22 | 1967-02-22 | Verfahren zum Erstellen unterirdischer Hohlräume von grossem Querschnitt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH445549A true CH445549A (de) | 1967-10-31 |
Family
ID=4238007
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH262767A CH445549A (de) | 1967-02-22 | 1967-02-22 | Verfahren zum Erstellen unterirdischer Hohlräume von grossem Querschnitt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH445549A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0332799A1 (de) * | 1988-03-16 | 1989-09-20 | ROCKSOIL S.r.l. | Verfahren zum Herstellen von Grosstunneln mit Hilfe eines zellenförmigen Bogens |
| EP0507331A1 (de) * | 1991-04-05 | 1992-10-07 | Toda Corporation | Verfahren zum Herstellen eines länglichen unterirdischen Grossraumes von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt |
-
1967
- 1967-02-22 CH CH262767A patent/CH445549A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0332799A1 (de) * | 1988-03-16 | 1989-09-20 | ROCKSOIL S.r.l. | Verfahren zum Herstellen von Grosstunneln mit Hilfe eines zellenförmigen Bogens |
| EP0507331A1 (de) * | 1991-04-05 | 1992-10-07 | Toda Corporation | Verfahren zum Herstellen eines länglichen unterirdischen Grossraumes von quadratischem oder rechteckigem Querschnitt |
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