Verfahren zum drahtlosen Übertragen einer Vielzahl von Zeichen zwischen einem Eisenbahnfahrzeug und einem am Gleis befindlichen Gerät und Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum drahtlosen Übertragen einer Vielzahl von Zeichen zwi schen einem Eisenbahnfahrzeug und einem am Gleis befindlichen Gerät und einer Einrichtung zum Durch führen des Verfahrens, bei dem die Zeichen in eine Anzahl n binären Code-Elementen umgesetzt werden, die über das Gleis mittels einer Anzahl von im Fre quenzband unter 1000 Hz befindlichen Übertragungs kanälen bei einer um 20 Hz liegenden Bandbreite nach der Gegenstelle übertragen werden.
In der modernen Eisenbahnsicherungstechnik müs sen zwischen den Eisenbahnfahrzeugen, insbesondere den Triebfahrzeugen und an der Strecke befindlichen Einrichtungen bei voll- bzw. teilselbsttätigem Zugbe trieb eine Vielzahl von Zeichen übertragen werden. Diese Zeichen können beispielsweise digitale Ge- schwindigkeits- und/oder Fahrortmeldungen beinhalten.
Wenn streckenseitig die Gleise als Übertragungslei tung benutzt werden, so steht zur Übertragung der Zei chen durch verschiedene Frequenzen nur ein relativ schmales Frequenzband zur Verfügung, das durch die Leitungskonstanten des Gleises vorgegeben ist. Hieraus folgt, dass nur eine geringfügige Anzahl von Frequen zen bzw. schmalbandiger Übertragungskanäle zur Zei chenübertragung vorhanden sind. Bei Bahnen mit elek trischer Zugförderung wird dieses Frequenzband noch weiter dadurch eingeengt, dass die Oberwellen des Triebrückstromes, der durch die Gleise geleitet wird, in diesem Frequenzband liegen.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass durch diese Gegebenheiten lediglich fünf bis sechs Übertragungskanäle zwischen 300 und 1000 Hz bei einer Bandbreite von jeweils 20 Hz für die ungestörte Zeichenübertragung zur Verfügung ste hen.
Mit den Frequenzen dieser Übertragungskanäle können bei Verzicht auf jegliche Codierung nur fünf bis sechs Zeichen übertragen werden. Das reicht jedoch bei weitem nicht aus. Zur Erhöhung der Anzahl von Zeichen, die mittels der zur Verfügung stehenden Übertragungskanäle übertragen werden können, bietet 2 sich ein bekanntes Frequenz-Multiplex-System an. Hierbei kann unter Ausnutzung aller Frequenzkombi- nationen bei fünf Frequenzen zwischen 21-1 = 31 ver schiedenen Zeichen unterschieden werden. Hierbei muss ein die Geleise speisender Leistungsverstärker jedoch so dimensioniert werden, dass er gleichzeitig alle fünf Frequenzen mit gleicher Leistung an das Gleis abgibt. Das gleiche gilt auch für einen Verstärker auf dem Fahrzeug.
Die Anzahl von 31 Zeichen lässt sich jedoch nicht voll ausnutzen, da - um die Zeichenüber tragung gegen Codeverfälschungen durch Störungen sicher zu machen - eine Redundanz vorgesehen wer den muss. Wird aus diesem Grunde zur Zeichenüber tragung ein redundanter Code, z. B. ein 2 aus 5-Code , verwendet, so sinkt die berechnete Zeichen zahl von 31 auf zehn. Zum Steuern eines voll- oder teilselbsttätigen Zug betriebes reichen die Zeichen nicht aus. Eine wesent lich höhere Anzahl von Zeichen lässt sich jedoch bei Anwendung eines bekannten Zeitmultiplex-Systems erzielen, wie es z. B. in der Fernschreibtechnik benutzt wird.
Hierbei wird jedes Zeichen in eine Anzahl von n binären Code-Elementen umgesetzt, die als Telegramm zeitlich nacheinander mittels verschiedener Frequenzen übertragen werden.
Eine weitere Schwierigkeit besteht bei der übertra- gung der Zeichen über die Schienen darin, dass bei Verwendung des angegebenen Frequenzbereiches zwi schen 300 und 1000 Hz bei einer Bandbreite der über tragungskanäle von 20 Hz die Code-Elemente minde stens 80 bis 100 ms lang übertragen werden müssen. Wenn. angenommen wird, dass die Zeichen aus einer Anzahl von a = 10 binären Code-Elementen bestehen, ergibt sich für jedes Zeichen daraus eine Übertragungs dauer von einer Sekunde. Demgegenüber wird gefor dert, dass nach einem Wechsel des zu übertragenden Zeichens das neue Zeichen spätestens nach einer Sekunde auf der empfangenen Seite erkannt werden muss.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver fahren und eine Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens anzugeben, die es trotz der bestehenden Schwierigkeiten gestattet, mit Hilfe der geringen An zahl von schmalbandigen Übertragungskanälen eine Vielzahl von Zeichen bei guter Sicherheit in einer rich tigen Übertragung in vorgegebener kurzer Zeitdauer zu übermitteln.
Ein Verfahren, mit dem diese Aufgabe gelöst wird, besteht erfindungsgemäss darin, dass die n binären Code-Elemente jedes Zeichens in mindestens m = 2 gleiche Gruppen aufgeteilt werden, deren
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Code-Elemente gleicher Rangordnung gleichzeitig in demselben Zeitintervall von
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in einer vorgegebenen Zeitdauer aufeinanderfolgenden Zeitintervallen übertragen werden, wobei jeder von 2m möglichen Kombinationen der gleichzeitig zu übertra genden binären Code-Elemente mindestens ein über tragungskanal zugeordnet wird.
Eine erfindungsgemässe Ausführung der sende- und empfangsseitigen Einrichtungen zum Durchführen des Verfahrens besteht darin, dass für jede Gruppe von Code-Elementen ein aus einer Startstellung durch einen gemeinsamen Taktgeber mit vorgegebener Takt frequenz fortgeschalteter Parallel-Serienumsetzer mit einer der Anzahl von
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Code-Elementen je Gruppe entsprechenden Zahl von Speicherzellen vorgesehen ist,
dass beim gleichzeitigen Wirksamschalten der Startstellung aller Parallel-Serien umsetzer diese ein Synchronisierungskennzeichen für einen empfangsseitigen Taktgeber auslösen und dass jede Speicherzelle beim Wirksamschalten auf einem von zwei Ausgängen entsprechend dem jeweils eingege benen binären Code-Element ein Steuerkennzeichen abgibt, das in Verbindung mit den gleichzeitig von den Speicherzellen gleicher Rangordnung der anderen Par allel-Serienumsetzer abgegebenen Steuerkennzeichen über einen allen Speicherzellen zugeordnete Gatter schaltung den der jeweils vorliegenden Kombination von binären Code-Elementen zugeordneten Übertra gungskanal auswählt, und dass an eine Empfangsan tenne für jeden Übertragungskanal eine Filterschaltung angeschlossen ist, die eine Gatterschaltung zum Erzeu gen von Steuerkennzeichen speist,
dass für jede Gruppe von Code-Elementen ein aus einer Startstel lung gemeinsam durch einen Taktgeber mittelbar fort geschalteter Umsetzer mit einer Anzahl von
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Code-Elementen je Gruppe entsprechenden Zahl von Speicherzellen vorgesehen ist, wobei die Speicherzellen eingangsseitig mit der Gatterschaltung und ausgangssei- tig mit einem Speicher verbunden sind, der eine An- zahl von n Speicherplätzen für die nacheinander über tragenen binären Code-Elemente enthält, und dass die Startstellungen aller Umsetzer durch das Synchronisie rungskennzeichen eingestellt werden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung wird nachste hend beispielsweise anhand von in der Zeichnung dar gestellten Einrichtungen zu seiner Durchführung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine sendeseitige Einrichtung für Zei chen, die aus zehn Code-Elementen bestehen, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind und mit Hilfe von vier Frequenzen über vier schmalbandige Kanäle übertra gen werden. Es ist angenommen, dass ausserdem noch ein fünfter schmalbandiger Kanal zur Verfügung steht.
Fig.2 zeigt eine entsprechende empfangsseitige Einrichtung.
In Fig.1 ist eine sendeseitige Einrichtung zum Codieren und übertragen einer grossen Anzahl von Zeichen mittels binärer Code-Elemente dargestellt. Die verschiedenen Zeichen gelangen aus zugeordneten Zei chenstromquellen S1, S2 bis Sx in die Senderichtung. Alle Zeichenstromquellen sind mit einem Codierer C verbunden, der das Zeichen so umsetzt, dass an seinem Ausgang AU eine Kombination von n = 10 binären Code-Elementen vorliegt. Diese zehn Code-Elemente werden in m = 2 gleich grosse Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe von
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Code-Elementen wird einem Parallel-Serienumsetzer PS1, die andere Gruppe von Code-Elementen einem zweiten Parallel-Serienumsetzer PS2 zugeführt. Beide Parallel-Serienumsetzer sind gemeinsam aus einer Startstellung SPS1 bzw. SPS2 fortschaltbar und besit zen jeweils fünf Speicherzellen ZS1 bis ZS5 bzw. ZS11 bis ZS15.
Für jede dieser Speicherzellen sind zwei Ausgänge vorgesehen. Der obere Ausgang jeder Spei cherzelle gibt beim Wirksamschalten der betreffenden Speicherzelle ein Steuerkennzeichen an eine Gatter schaltung KS, wenn das in diese Speicherzelle eingege bene binäre Code-Element den Zustand 0 eingestellt hat. Der untere Ausgang der Speicherzellen gibt dem entsprechend ein Steuerkennzeichen ab, wenn das in die betreffende Speicherzelle eingegebene binäre Code- Element den Zustand 1 eingestellt hat. Alle oberen Ausgänge des Parallel-Serienumsetzers PS1 sind über eine Leitung A10 mit einem Eingang zweier Koinzi denzgatter K1 und K3 der Gatterschaltung KS verbun den.
Alle unteren Ausgänge des Parallel-Serienumset zers PS1 sind über eine Leitung A11 mit jeweils einem Eingang von Koinzidenzgattern K2 und K4 verbunden. Die Ausgänge des Parallel-Serienumsetzers PS2 sind dementsprechend über Leitungen A20 und A21 mit den restlichen Eingängen der Koinzidenzgatter K1 bis K4 verbunden. Durch diese Verknüpfung der Speicher zellenausgänge mit den Koinzidenzgattern wird er reicht, dass in Abhängigkeit von den 22 = 4 möglichen Zuständen der in zwei Speicherzellen gleicher Rang ordnung, z. B. ZSl und ZS11, gespeicherten binären Code-Elementen beim gleichzeitigen Wirksamschalten dieser Speicherzellen nur eines der Koinzidenzgatter auf seinen beiden Eingängen je ein Steuerkennzeichen erhält.
Dieses Koinzidenzgatter schaltet dann für die Zeitdauer des Vorhandenseins der Steuerkennzeichen im Generator GS1/4 eine zugeordnete Frequenz ein. Beispielsweise schaltet des Koinzidenzgatter K1 bei Steuerkennzeichen auf den Leitungen A10 und A20 die Frequenz f1 ein. Diese Frequenz liegt innerhalb eines schmalbandigen Nachrichtenkanals und wird über einen Verstärker V1 und weitere in der Zeich nung dargestellte Übertragungsmittel auf das Gleis G gegeben. Beim Wirksamschalten eines der anderen Koinzidenzgatter K2 bis K4 gibt der Generator GS1/4 eine andere Frequenz f2 oder f3 oder f4 ab, die in einem der anderen möglichen Übertragungskanäle liegt. Die jeweils eingeschaltete Frequenz f1 bis f4 ist aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich.
In den ersten beiden Spalten sind die möglichen Kombinationen der in den Speicherzellen gleicher Rangordnung der Um setzer PS1 und PS2 eingestellten Zustände 0 oder 1 und in der folgenden Spalte die Leitungen angege ben, die beim Wirksamschalten dieser Speicherzellen ein Steuerkennzeichen führen:
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Zustand <SEP> der <SEP> Speicherzelle <SEP> Steuerkennzeichen <SEP> übertragene
<tb> PS1 <SEP> PS2 <SEP> auf <SEP> Leitung <SEP> Frequenz
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> A10, <SEP> A20 <SEP> f1
<tb> 1 <SEP> 0 <SEP> A11, <SEP> A20 <SEP> f2
<tb> 0 <SEP> 1 <SEP> A10, <SEP> A21 <SEP> f3
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> A11, <SEP> A21 <SEP> f4 Zum gleichzeitigen Fortschalten der beiden Paral lel-Serienumsetzer PS1 und PS2 ist ein Generator GS5 vorgesehen, dessen Frequenz f5 innerhalb des noch zur Verfügung stehenden fünften schmalbandigen Übertra gungskanals liegt.
Der Generator GS5 speist einen Fre- quenzteiler FT1, der die beiden Parallel-Serienumset zer PS1 und PS2 mit Fortschaltimpulsen einer entspre chenden Taktfrequenz so fortschaltet, dass jedes ge speicherte Code-Element in einem Zeitintervall von etwa 100 ms ein Steuerkennzeichen auslöst. Da in den beiden Parallel-Serienumsetzern PS1 und PS2 die Spei cherzellen gleicher Rangordnung gleichzeitig wirksam geschaltet werden, werden für jedes Zeichen mit n = 10 Code-Elementen nur
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aufeinanderfolgende Zeitintervalle benötigt, die inner halb einer Zeitdauer von nur 500 ms liegen.
Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise sei angenommen, dass der Codierer C ein von der Zei chenstromquelle S1 abgegebenes Zeichen in eine An zahl von zehn Code-Elementen umsetzt, von denen das erste in der an den Ausgang 1 des Codierers C ange schlossenen Speicherzelle ZS1 des Parallel-Serienum setzers PS1 den Zustand 0 einstellt. Das sechste Code-Element stellt in der an den Ausgang 6 des Codierers C angeschlossenen Speicherzelle ZS11 des Parallel-Serienumsetzers PS2 den Zustand 1 ein. Es wird weiter angenommen, dass gerade die Speicherzel len ZS5 und ZS15 wirksam geschaltet sind. Beim nächsten vom Frequenzteiler FT1 abgegebenen Fort schaltimpuls werden gleichzeitig die Startstellungen SPS1 und SPS2 der beiden Parallel-Serienumsetzer wirksam geschaltet. Hierbei wird mit Hilfe eines Koin zidenzgatters KO ein Schalter SC geschlossen.
Dann gibt der Generator GS5 die Frequenz f5 als Synchroni sierungszeichen für einen empfangsseitigen Generator über diesen Schalter und den Verstärker- V1 an das Gleis G ab. Beim folgenden Fortschaltimpuls werden die Startstellungen unwirksam und und die Speicherzel len ZS1 und ZS11 wirksam geschaltet. Der Schalter SC ist dann wieder geöffnet. Entsprechend den ange nommenen Zuständen 0 und 1 der beiden Spei cherzellen ZS1 und ZS11 wird durch die Steuerkenn zeichen auf den Leitungen A10 und A21 das Koinzi denzgatter K3 der Gatterschaltung KS durchgeschaltet, so dass der Generator GS1/4 die Frequenz f3 über den Verstärker V1 an das Gleis G abgibt. Damit sind das erste und sechste Code-Element des Zeichens übertra gen.
Beim weiteren Fortschalten der Parallel-Serienum setzer werden in den folgenden Zeitintervallen das zweite und siebente usw. bis zum fünften und zehnten Code-Element gleichzeitig übermittelt. Hiernach ist das Zeichen einmal vollständig übertragen.
In Fig.2 ist eine entsprechende empfangsseitige Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens darge stellt. Hierbei ist an die mit dem Gleis G (Fig. 1) elek tromagnetisch gekoppelte Fahrzeugantenne A eines Eisenbahnfahrzeuges SF über einen Verstärker V2 eine Filterschaltung F angeschlossen. Diese Filterschal tung enthält entsprechend der zur Verfügung stehenden Anzahl von fünf schmalbandigen Übertragungskanälen fünf Filter F1, F2 usw. bis F5 für die Frequenzen f1 bis f5. Die ersten vier Filter F1 bis F4 steuern eine Gatterschaltung ME, mit vier Mischgattern ME1 bis ME4 zum Erzeugen von Steuerkennzeichen. Die Mischgatter ME1 und ME3 geben auf eine Steuerlei tung L10 bzw. L20 Steuerkennzeichen ab, während die Mischgatter ME2 und ME4 auf eine Steuerleitung L21 bzw. L11 Steuerkennzeichen abgeben.
Für jede der m=2 Gruppen von
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Code-Elementen ist ein aus einer Startstellung SU1 bzw. SU11 fortschaltbarer Umsetzer U1 bzw. U2 mit einer der Anzahl von fünf Code-Elementen je Gruppe entsprechend der Zahl von Speicherzellen ZE1 bis ZE5 bzw. ZE11 bis ZE15 vorgesehen. Die oberen Eingänge der Speicherzellen ZE1 bis ZE5 des einen Umsetzers U1 sind mit der Steuerleitung L10 und die unteren Eingänge dieser Zellen sind mit der Steuerlei tung L11 verbunden. Weiterhin sind die oberen bzw. unteren Eingäng der Speicherzellen ZE11 bis ZE15 des anderen Umsetzers U2 mit der Steuerleitung L20 bzw. L21 verbunden. Die Ausgänge aller Speicherzel len sind an einen Speicher SE mit einer Anzahl von n=10 Speicherplätzen für die nacheinander in fünf Zeitintervallen übertragenen Code-Elemente ange schlossen.
Um die Zeichnung zu vereinfachen, sind fol gende im Speicher SE enthaltene Einrichtungen nicht dargestellt: eine Code-Prüfeinrichtung für redundant übertragene Zeichen und/oder eine Mehrzyklenauswer tung, die gewährleistet, dass nur vollständig und richtig codiert übertragene Zeichen einem Decodierer DC zu geführt werden. Dieser Decodierer gibt die verschiede nen Zeichen nach erfolgter Decodierung in zugeordnete Zeichenspeicher SP1, SP2 usw. bis SPx.
Die Gattereingänge sind so an je zwei der Filter F1 bis F4 angeschlossen, dass die Gatter beim Empfang einer der Frequenzen f1 bis f4 ein Steuerkennzeichen auf die in der zweiten Spalte der nachstehenden Tabelle angegebenen Steuerleitungen L10, L11, L20 und L21 geben, die an die Gatterausgänge angeschlos- sei sind. In der letzten Tabellenspalte sind die Kombi nationen von Zuständen 0 und 1 eingetragen, die in den Speicherzellen ZE1 bis ZE5 und ZE11 bis ZE15 gleicher Rangordnung der Umsetzer U1 und U2 der Fig.2 beim Empfang der betreffenden Frequenz eingestellt werden.
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Frequenz <SEP> Leitungen <SEP> Zustände <SEP> der <SEP> Speicherzellen
<tb> U1 <SEP> U2
<tb> f1 <SEP> L10, <SEP> L20 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> f2 <SEP> L11, <SEP> L20 <SEP> 1 <SEP> 0
<tb> f3 <SEP> L10, <SEP> L21 <SEP> 0 <SEP> 1
<tb> f4 <SEP> L11, <SEP> L21 <SEP> 1 <SEP> 1 Die als Synchronisierungskennzeichen übertragene Frequenz f5 wird über das. Filter F5 einem Generator SG für die Frequenz f5 zugeführt und stellt durch einen im Umformer UM ausgelösten Startimpuls die Startstellungen SU1 und SU2 der Umsetzer U1 und U2 ein. Der Generator SG speist einen Frequenzteiler FT2, der die beiden Umsetzer U1 und U2 mit Fort schaltimpulsen von derselben Taktfrequenz versorgt wie der sendeseitige Frequenzteiler FT1 die Parallel- Serienumsetzer PS1 und PS2.
Diese Impulse schalten alle Speicherzellen der beiden Umsetzer paarweise nacheinander wirksam, ohne dass jedoch nach dem Wirksamschalten der letzten Zellen ZE5 und ZE15 beim folgenden Fortschaltimpuls die zugeordneten Startstellungen selbsttätig wieder eingestellt werden, wie es auf der Sendeseite erfolgt. Dies geschieht, wie bereits oben beschrieben, durch den beim Synchroni sierungskennzeichen ausgelösten Startimpuls. Hier durch wird der Gleichlauf zwischen den Parallel-Se rienumsetzern PS1 und PS2 der Sendeseite und den Umsetzern U1 und U2 der Empfangsseite der Einrich tung erzwungen.
Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise der empfangsseitigen Einrichtung sei angenommen, dass die in der beschriebenen Sendeeinrichtung von der Zei chenstromquelle S1 ausgelösten Zeichen empfangen werden. Beim Empfang des Synchronisierungskennzei chens, also der Frequenz f5, wird der Generator SG synchronisiert, und der Umformer UM stellt durch sei nen Startimpuls die Startstellungen SU1 und SU2 der beiden Umsetzer U1 und U2 ein. Der daraufhin vom Frequenzumsetzer FT2 abgegebene Fortschaltimpuls schaltet die Speicherzellen ZE1 und ZE11 gleicher Rangordnung wirksam. Während des Zeitintervalles bis zum Wirksamschalten der nächsten Speicherzelle ZE2 und ZE12 gleicher Rangordnung wird allein die Frequenz f3 übertragen, so dass die Mischgatter ME1 und ME2 auf der Leitung L10 bzw. L21 Steuerkenn zeichen abgeben.
Hierdurch erhält die Speicherzelle ZE1 auf dem oberen Eingang das Steuerkennzeichen, das den Zustand 0 einstellt, der dem, ersten, Code- Element entspricht, während die Speicherzelle ZE11 auf dem unteren Eingang gleichzeitig das Steuerkenn zeichen erhält, das den Zustand 1 einstellt, der dem sechsten Code-Element entspricht. Die beiden wirksam geschalteten Speicherzellen ZE1 und ZE11 geben die zugeordneten Code-Elemente auf die entsprechenden Speicherplätze des Speichers SE.
Wenn alle Speicher zellen der beiden Umsetzer U1 und U2 ihre Code-Ele mente an den Speicher SE abgegeben haben, erfolgt eine Code-Prüfung, die Decodierung im Decodierer DC und die Eingabe des übertragenen Zeichens in den Zei chenspeicher SP1.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausfüh rungsbeispiel beschränkt. Es lassen sich noch kürzere Übertragungszeiten erreichen, wenn die Anzahl der Code-Elemente nicht wie im Beispiel in zwei Gruppen aufgeteilt wird sondern in. drei oder mehr. Wenn bei spielsweise drei Gruppen von Code-Elementen und dementsprechend drei Parallel-Serienumsetzer a, b und c vorgesehen werden, gibt es nach dem angewendeten Verfahren 23 = 8 verschiedene Kombinationen von jeweils drei gleichzeitig zu übertragenden binären Code-Elementen. Diese Kombinationen können mittels acht verschiedener Übertragungskanäle (ausser demje nigen für das Synchronisierungskennzeichen) übertra gen werden.
Sind jedoch insgesamt nur fünf Übertra gungskanäle, also Frequenzen vorhanden, so ist es möglich, jeder Kombination von drei binären Code- Elementen eine Kombination von mehreren Frequen zen zuzuordnen. Nachstehend aufgeführte Tabelle für drei Gruppen a, b und c soll dies für jeweils zwei von fünf Frequenzen veranschaulichen.
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Gleichzeitig <SEP> eingest. <SEP> Zustände <SEP> übertragene <SEP> Frequenzen
<tb> Gruppe <SEP> a <SEP> b <SEP> c
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> f1, <SEP> f2
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> f1,f3
<tb> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> f1, <SEP> f4
<tb> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> f1, <SEP> f5
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> f2, <SEP> f3
<tb> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> f2, <SEP> f4
<tb> 1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> f2, <SEP> f5
<tb> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> f3, <SEP> f4 Als Synchronisierungskennzeichen können dann beispielsweise die Frequenzen f4 und f5 übertragen werden.
Ferner kann es zweckmässig sein, in der sendeseiti- gen Einrichtung einen gegenseitigen Ausschluss der Zeichenstromquelle S1 bis Sx vorzusehen und beim Anschalten einer anderen Zeichenstromquelle die zugehörigen Code-Elemente erst bei Startstellung der Parallel-Serienumsetzer PSl und PS2 an die Speicher zellen ZS1 bis ZS5 und ZSll bis ZS15 zu geben.