CH445553A - Verfahren zum drahtlosen Übertragen einer Vielzahl von Zeichen zwischen einem Eisenbahnfahrzeug und einem am Gleis befindlichen Gerät und Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum drahtlosen Übertragen einer Vielzahl von Zeichen zwischen einem Eisenbahnfahrzeug und einem am Gleis befindlichen Gerät und Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens

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CH445553A
CH445553A CH498466A CH498466A CH445553A CH 445553 A CH445553 A CH 445553A CH 498466 A CH498466 A CH 498466A CH 498466 A CH498466 A CH 498466A CH 445553 A CH445553 A CH 445553A
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CH
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CH498466A
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Friedrich Dipl Ing Baehker
Juergen Dipl-Ing Koehler Ernst
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Siemens Ag
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    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/16Continuous control along the route
    • B61L3/22Continuous control along the route using magnetic or electrostatic induction; using electromagnetic radiation
    • B61L3/221Continuous control along the route using magnetic or electrostatic induction; using electromagnetic radiation using track circuits

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Description


  Verfahren zum drahtlosen Übertragen einer     Vielzahl    von Zeichen zwischen einem Eisenbahnfahrzeug  und einem am Gleis     befindlichen    Gerät und     Einrichtung    zum Durchführen des Verfahrens    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum  drahtlosen Übertragen einer Vielzahl von Zeichen zwi  schen einem Eisenbahnfahrzeug und einem am Gleis  befindlichen Gerät und einer Einrichtung zum Durch  führen des Verfahrens, bei dem die Zeichen in eine  Anzahl n binären Code-Elementen umgesetzt werden,  die über das Gleis mittels einer Anzahl von im Fre  quenzband unter 1000 Hz befindlichen Übertragungs  kanälen bei einer um 20 Hz liegenden Bandbreite nach  der Gegenstelle übertragen werden.  



  In der modernen Eisenbahnsicherungstechnik müs  sen zwischen den Eisenbahnfahrzeugen, insbesondere  den Triebfahrzeugen und an der Strecke befindlichen  Einrichtungen bei voll- bzw. teilselbsttätigem Zugbe  trieb eine Vielzahl von Zeichen übertragen werden.  Diese Zeichen können beispielsweise digitale     Ge-          schwindigkeits-    und/oder Fahrortmeldungen beinhalten.  



  Wenn streckenseitig die Gleise als Übertragungslei  tung benutzt werden, so steht zur Übertragung der Zei  chen durch verschiedene Frequenzen nur ein relativ  schmales Frequenzband zur Verfügung, das durch die  Leitungskonstanten des Gleises vorgegeben ist. Hieraus  folgt, dass nur eine geringfügige Anzahl von Frequen  zen bzw. schmalbandiger Übertragungskanäle zur Zei  chenübertragung vorhanden sind. Bei Bahnen mit elek  trischer Zugförderung wird dieses Frequenzband noch  weiter dadurch eingeengt, dass die Oberwellen des  Triebrückstromes, der durch die Gleise geleitet wird, in  diesem Frequenzband liegen.

   In der Praxis hat sich  gezeigt, dass durch diese Gegebenheiten lediglich fünf  bis sechs Übertragungskanäle zwischen 300 und  1000     Hz    bei einer Bandbreite von jeweils 20 Hz für  die ungestörte Zeichenübertragung zur Verfügung ste  hen.  



  Mit den Frequenzen dieser Übertragungskanäle  können bei Verzicht auf jegliche Codierung nur fünf  bis sechs Zeichen übertragen werden. Das reicht  jedoch bei weitem nicht aus. Zur Erhöhung der Anzahl  von Zeichen, die mittels der zur Verfügung stehenden  Übertragungskanäle übertragen werden können, bietet    2  sich ein bekanntes Frequenz-Multiplex-System an.  Hierbei kann unter Ausnutzung aller     Frequenzkombi-          nationen    bei fünf Frequenzen zwischen 21-1 = 31 ver  schiedenen Zeichen unterschieden werden. Hierbei  muss ein die Geleise speisender Leistungsverstärker  jedoch so dimensioniert werden, dass er gleichzeitig  alle fünf Frequenzen mit gleicher Leistung an das Gleis  abgibt. Das gleiche gilt auch für einen Verstärker auf  dem Fahrzeug.

   Die Anzahl von 31 Zeichen lässt sich  jedoch nicht voll ausnutzen, da - um die Zeichenüber  tragung gegen Codeverfälschungen durch Störungen  sicher zu machen - eine Redundanz vorgesehen wer  den muss. Wird aus diesem Grunde zur Zeichenüber  tragung ein redundanter Code, z. B. ein  2 aus       5-Code ,    verwendet, so sinkt die berechnete Zeichen  zahl von 31 auf zehn.    Zum Steuern eines voll- oder teilselbsttätigen Zug  betriebes reichen die Zeichen nicht aus. Eine wesent  lich höhere Anzahl von Zeichen lässt sich jedoch bei  Anwendung eines bekannten     Zeitmultiplex-Systems     erzielen, wie es z. B. in der Fernschreibtechnik benutzt  wird.

   Hierbei wird jedes Zeichen in eine Anzahl von n  binären Code-Elementen umgesetzt, die als Telegramm  zeitlich nacheinander mittels verschiedener Frequenzen  übertragen werden.  



  Eine weitere Schwierigkeit besteht bei der     übertra-          gung    der Zeichen über die Schienen darin, dass bei  Verwendung des angegebenen Frequenzbereiches zwi  schen 300 und 1000 Hz bei einer Bandbreite der über  tragungskanäle von 20 Hz die Code-Elemente minde  stens 80 bis 100 ms lang übertragen werden müssen.       Wenn.    angenommen wird, dass die Zeichen aus einer  Anzahl von a = 10 binären Code-Elementen bestehen,  ergibt sich für jedes Zeichen daraus eine Übertragungs  dauer von einer Sekunde. Demgegenüber wird gefor  dert, dass nach einem Wechsel des zu übertragenden  Zeichens das neue Zeichen spätestens nach einer  Sekunde auf der empfangenen Seite erkannt werden  muss.

        Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver  fahren und eine Einrichtung zum Durchführen des  Verfahrens anzugeben, die es trotz der bestehenden  Schwierigkeiten gestattet, mit Hilfe der geringen An  zahl von schmalbandigen Übertragungskanälen eine  Vielzahl von Zeichen bei guter Sicherheit in einer rich  tigen Übertragung in vorgegebener kurzer Zeitdauer zu  übermitteln.  



  Ein Verfahren, mit dem diese Aufgabe gelöst wird,  besteht     erfindungsgemäss    darin, dass die n binären  Code-Elemente jedes Zeichens in mindestens m = 2  gleiche Gruppen aufgeteilt werden, deren  
EMI0002.0001     
    Code-Elemente gleicher Rangordnung gleichzeitig in  demselben Zeitintervall von  
EMI0002.0002     
    in einer vorgegebenen Zeitdauer aufeinanderfolgenden  Zeitintervallen übertragen werden, wobei jeder von 2m  möglichen Kombinationen der gleichzeitig zu übertra  genden binären Code-Elemente mindestens ein über  tragungskanal zugeordnet wird.  



  Eine erfindungsgemässe Ausführung der     sende-          und    empfangsseitigen Einrichtungen zum Durchführen  des Verfahrens besteht darin, dass für jede Gruppe von  Code-Elementen ein aus einer Startstellung durch  einen gemeinsamen Taktgeber mit vorgegebener Takt  frequenz fortgeschalteter Parallel-Serienumsetzer mit  einer der Anzahl von  
EMI0002.0005     
    Code-Elementen je Gruppe entsprechenden Zahl von  Speicherzellen     vorgesehen    ist,

   dass beim gleichzeitigen  Wirksamschalten der Startstellung aller Parallel-Serien  umsetzer diese ein Synchronisierungskennzeichen für  einen empfangsseitigen Taktgeber auslösen und dass  jede Speicherzelle beim Wirksamschalten auf einem  von zwei Ausgängen entsprechend dem jeweils eingege  benen binären Code-Element ein Steuerkennzeichen  abgibt, das in Verbindung mit den gleichzeitig von den  Speicherzellen gleicher Rangordnung der anderen Par  allel-Serienumsetzer abgegebenen Steuerkennzeichen  über einen allen Speicherzellen zugeordnete Gatter  schaltung den der jeweils vorliegenden Kombination  von binären Code-Elementen zugeordneten Übertra  gungskanal auswählt, und dass an eine Empfangsan  tenne für jeden Übertragungskanal eine Filterschaltung  angeschlossen ist, die eine Gatterschaltung zum Erzeu  gen von Steuerkennzeichen speist,

   dass für jede  Gruppe von Code-Elementen ein aus einer Startstel  lung gemeinsam durch einen Taktgeber mittelbar fort  geschalteter Umsetzer mit einer Anzahl von  
EMI0002.0007     
    Code-Elementen je Gruppe entsprechenden Zahl von  Speicherzellen vorgesehen ist, wobei die Speicherzellen  eingangsseitig mit der Gatterschaltung und     ausgangssei-          tig    mit einem Speicher verbunden sind, der eine An-    zahl von n Speicherplätzen für die nacheinander über  tragenen binären Code-Elemente enthält, und dass die  Startstellungen aller Umsetzer durch das Synchronisie  rungskennzeichen eingestellt werden.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung wird nachste  hend beispielsweise anhand von in der Zeichnung dar  gestellten Einrichtungen zu seiner Durchführung näher  erläutert.  



  Fig. 1 zeigt eine sendeseitige Einrichtung für Zei  chen, die aus zehn Code-Elementen bestehen, die in  zwei Gruppen aufgeteilt sind und mit Hilfe von vier  Frequenzen über vier schmalbandige Kanäle übertra  gen werden. Es ist angenommen, dass ausserdem noch  ein fünfter schmalbandiger Kanal zur Verfügung steht.  



  Fig.2 zeigt eine entsprechende empfangsseitige  Einrichtung.  



  In Fig.1 ist eine sendeseitige Einrichtung zum  Codieren und übertragen einer grossen Anzahl von  Zeichen mittels binärer Code-Elemente dargestellt. Die  verschiedenen Zeichen gelangen aus zugeordneten Zei  chenstromquellen S1, S2 bis Sx in die Senderichtung.  Alle Zeichenstromquellen sind mit einem Codierer C  verbunden, der das Zeichen so umsetzt, dass an seinem  Ausgang AU eine Kombination von n = 10 binären  Code-Elementen vorliegt. Diese zehn Code-Elemente  werden in m = 2 gleich grosse Gruppen aufgeteilt. Die  eine Gruppe von  
EMI0002.0010     
    Code-Elementen wird einem Parallel-Serienumsetzer  PS1, die andere Gruppe von Code-Elementen einem  zweiten Parallel-Serienumsetzer PS2 zugeführt. Beide  Parallel-Serienumsetzer sind gemeinsam aus einer  Startstellung SPS1 bzw. SPS2 fortschaltbar und besit  zen jeweils fünf Speicherzellen ZS1 bis ZS5 bzw. ZS11  bis ZS15.

   Für jede dieser Speicherzellen sind zwei  Ausgänge vorgesehen. Der obere Ausgang jeder Spei  cherzelle gibt beim Wirksamschalten der betreffenden  Speicherzelle ein Steuerkennzeichen an eine Gatter  schaltung KS, wenn das in diese Speicherzelle eingege  bene binäre Code-Element den Zustand  0  eingestellt  hat. Der untere Ausgang der Speicherzellen gibt dem  entsprechend ein Steuerkennzeichen ab, wenn das in  die betreffende Speicherzelle eingegebene binäre     Code-          Element    den Zustand  1  eingestellt hat. Alle oberen  Ausgänge des Parallel-Serienumsetzers PS1 sind über  eine Leitung A10 mit einem Eingang zweier Koinzi  denzgatter K1 und K3 der Gatterschaltung KS verbun  den.

   Alle unteren Ausgänge des Parallel-Serienumset  zers PS1 sind über eine Leitung A11 mit jeweils einem  Eingang von Koinzidenzgattern K2 und K4 verbunden.  Die Ausgänge des Parallel-Serienumsetzers PS2 sind  dementsprechend über Leitungen A20 und A21 mit  den restlichen Eingängen der Koinzidenzgatter K1 bis  K4 verbunden. Durch diese Verknüpfung der Speicher  zellenausgänge mit den Koinzidenzgattern wird er  reicht, dass in Abhängigkeit von den 22 = 4 möglichen  Zuständen der in zwei Speicherzellen gleicher Rang  ordnung, z. B.     ZSl    und     ZS11,    gespeicherten binären  Code-Elementen beim gleichzeitigen     Wirksamschalten     dieser Speicherzellen nur eines der     Koinzidenzgatter     auf seinen beiden Eingängen je ein Steuerkennzeichen  erhält.

   Dieses     Koinzidenzgatter    schaltet dann für die  Zeitdauer des     Vorhandenseins    der Steuerkennzeichen  im Generator     GS1/4    eine zugeordnete Frequenz ein.      Beispielsweise schaltet des Koinzidenzgatter K1 bei  Steuerkennzeichen auf den Leitungen A10 und A20  die Frequenz f1 ein. Diese Frequenz liegt innerhalb  eines schmalbandigen Nachrichtenkanals und wird  über einen Verstärker V1 und weitere in der Zeich  nung dargestellte Übertragungsmittel auf das Gleis G  gegeben. Beim Wirksamschalten eines der anderen  Koinzidenzgatter K2 bis K4 gibt der Generator GS1/4  eine andere Frequenz f2 oder f3 oder f4 ab, die in  einem der anderen möglichen Übertragungskanäle liegt.  Die jeweils eingeschaltete Frequenz f1 bis f4 ist aus  der nachstehenden Tabelle ersichtlich.

   In den ersten  beiden Spalten sind die möglichen Kombinationen der  in den Speicherzellen gleicher Rangordnung der Um  setzer PS1 und PS2 eingestellten Zustände  0  oder   1  und in der folgenden Spalte die Leitungen angege  ben, die beim Wirksamschalten dieser Speicherzellen  ein Steuerkennzeichen führen:

    
EMI0003.0000     
  
    Zustand <SEP> der <SEP> Speicherzelle <SEP> Steuerkennzeichen <SEP> übertragene
<tb>  PS1 <SEP> PS2 <SEP> auf <SEP> Leitung <SEP> Frequenz
<tb>  0 <SEP> 0 <SEP> A10, <SEP> A20 <SEP> f1
<tb>  1 <SEP> 0 <SEP> A11, <SEP> A20 <SEP> f2
<tb>  0 <SEP> 1 <SEP> A10, <SEP> A21 <SEP> f3
<tb>  1 <SEP> 1 <SEP> A11, <SEP> A21 <SEP> f4       Zum gleichzeitigen Fortschalten der beiden Paral  lel-Serienumsetzer PS1 und PS2 ist ein Generator GS5  vorgesehen, dessen Frequenz f5 innerhalb des noch zur  Verfügung stehenden fünften schmalbandigen Übertra  gungskanals liegt.

   Der Generator GS5 speist einen     Fre-          quenzteiler    FT1, der die beiden Parallel-Serienumset  zer PS1 und PS2 mit Fortschaltimpulsen einer entspre  chenden Taktfrequenz so fortschaltet, dass jedes ge  speicherte Code-Element in einem Zeitintervall von  etwa 100 ms ein Steuerkennzeichen auslöst. Da in den  beiden Parallel-Serienumsetzern PS1 und PS2 die Spei  cherzellen gleicher Rangordnung gleichzeitig wirksam  geschaltet werden, werden für jedes Zeichen     mit    n =  10 Code-Elementen nur  
EMI0003.0004     
    aufeinanderfolgende Zeitintervalle benötigt, die inner  halb einer Zeitdauer von nur 500 ms liegen.  



  Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise sei  angenommen, dass der Codierer C ein von der Zei  chenstromquelle S1 abgegebenes Zeichen in eine An  zahl von zehn Code-Elementen umsetzt, von denen das  erste in der an den Ausgang 1 des Codierers C ange  schlossenen Speicherzelle ZS1 des Parallel-Serienum  setzers PS1 den Zustand  0  einstellt. Das sechste  Code-Element stellt in der an den Ausgang 6 des  Codierers C angeschlossenen Speicherzelle ZS11 des  Parallel-Serienumsetzers PS2 den Zustand  1  ein. Es  wird weiter angenommen, dass gerade die Speicherzel  len ZS5 und ZS15 wirksam geschaltet sind. Beim  nächsten vom Frequenzteiler FT1 abgegebenen Fort  schaltimpuls werden gleichzeitig die Startstellungen  SPS1 und SPS2 der beiden Parallel-Serienumsetzer  wirksam geschaltet. Hierbei wird mit Hilfe eines Koin  zidenzgatters KO ein Schalter SC geschlossen.

   Dann  gibt der Generator GS5 die Frequenz f5 als Synchroni  sierungszeichen für einen empfangsseitigen Generator  über diesen Schalter und den Verstärker- V1 an das    Gleis G ab. Beim folgenden Fortschaltimpuls werden  die Startstellungen unwirksam und und die Speicherzel  len ZS1 und ZS11 wirksam geschaltet. Der Schalter  SC ist dann wieder geöffnet. Entsprechend den ange  nommenen Zuständen  0  und  1  der beiden Spei  cherzellen ZS1 und ZS11 wird durch die Steuerkenn  zeichen auf den Leitungen A10 und A21 das Koinzi  denzgatter K3 der Gatterschaltung KS durchgeschaltet,  so dass der Generator GS1/4 die Frequenz f3 über den  Verstärker V1 an das Gleis G abgibt. Damit sind das  erste und sechste Code-Element des Zeichens übertra  gen.

   Beim weiteren Fortschalten der Parallel-Serienum  setzer werden in den folgenden Zeitintervallen das  zweite und siebente usw. bis zum fünften und zehnten  Code-Element gleichzeitig übermittelt. Hiernach ist das  Zeichen einmal vollständig übertragen.  



  In Fig.2 ist eine entsprechende empfangsseitige  Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens darge  stellt. Hierbei ist an die mit dem Gleis G (Fig. 1) elek  tromagnetisch gekoppelte Fahrzeugantenne A eines  Eisenbahnfahrzeuges SF über einen Verstärker V2  eine Filterschaltung F angeschlossen. Diese Filterschal  tung enthält entsprechend der zur Verfügung stehenden  Anzahl von fünf schmalbandigen Übertragungskanälen  fünf Filter F1, F2 usw. bis F5 für die Frequenzen f1  bis f5. Die ersten vier Filter F1 bis F4 steuern eine  Gatterschaltung ME, mit vier Mischgattern ME1 bis  ME4 zum Erzeugen von Steuerkennzeichen. Die  Mischgatter ME1 und ME3 geben auf eine Steuerlei  tung L10 bzw. L20 Steuerkennzeichen ab, während die  Mischgatter ME2 und ME4 auf eine Steuerleitung L21  bzw. L11 Steuerkennzeichen abgeben.  



  Für jede der m=2 Gruppen von  
EMI0003.0005     
    Code-Elementen ist ein aus einer Startstellung SU1  bzw. SU11 fortschaltbarer Umsetzer U1 bzw. U2 mit  einer der Anzahl von fünf Code-Elementen je Gruppe  entsprechend der Zahl von Speicherzellen ZE1 bis  ZE5 bzw. ZE11 bis ZE15 vorgesehen. Die oberen  Eingänge der Speicherzellen ZE1 bis ZE5 des einen  Umsetzers U1 sind mit der Steuerleitung L10 und die  unteren Eingänge dieser Zellen sind mit der Steuerlei  tung L11 verbunden. Weiterhin sind die oberen bzw.  unteren Eingäng der Speicherzellen ZE11 bis ZE15  des anderen Umsetzers U2 mit der Steuerleitung L20  bzw. L21 verbunden. Die Ausgänge aller Speicherzel  len sind an einen Speicher SE mit einer Anzahl von  n=10 Speicherplätzen für die nacheinander in fünf  Zeitintervallen übertragenen Code-Elemente ange  schlossen.

   Um die Zeichnung zu vereinfachen, sind fol  gende im Speicher SE enthaltene Einrichtungen nicht  dargestellt: eine Code-Prüfeinrichtung für redundant  übertragene Zeichen und/oder eine Mehrzyklenauswer  tung, die gewährleistet, dass nur vollständig und richtig  codiert übertragene Zeichen einem Decodierer DC zu  geführt werden. Dieser     Decodierer    gibt die verschiede  nen Zeichen nach erfolgter     Decodierung    in zugeordnete  Zeichenspeicher     SP1,        SP2    usw. bis     SPx.     



  Die     Gattereingänge    sind so an je zwei der Filter F1  bis F4 angeschlossen, dass die Gatter beim Empfang  einer der     Frequenzen        f1    bis f4 ein Steuerkennzeichen  auf die in der zweiten Spalte der nachstehenden  Tabelle angegebenen Steuerleitungen L10, L11, L20  und L21 geben, die an die     Gatterausgänge    angeschlos-      sei sind. In der letzten Tabellenspalte sind die Kombi  nationen von Zuständen  0  und  1  eingetragen, die  in den Speicherzellen ZE1 bis ZE5 und ZE11 bis  ZE15 gleicher Rangordnung der Umsetzer U1 und U2  der Fig.2 beim Empfang der betreffenden Frequenz  eingestellt werden.

    
EMI0004.0000     
  
    Frequenz <SEP> Leitungen <SEP> Zustände <SEP> der <SEP> Speicherzellen
<tb>  U1 <SEP> U2
<tb>  f1 <SEP> L10, <SEP> L20 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb>  f2 <SEP> L11, <SEP> L20 <SEP> 1 <SEP> 0
<tb>  f3 <SEP> L10, <SEP> L21 <SEP> 0 <SEP> 1
<tb>  f4 <SEP> L11, <SEP> L21 <SEP> 1 <SEP> 1       Die als Synchronisierungskennzeichen übertragene  Frequenz f5 wird über das. Filter F5 einem Generator  SG für die Frequenz f5 zugeführt und stellt durch  einen im Umformer UM ausgelösten Startimpuls die  Startstellungen SU1 und SU2 der Umsetzer U1 und  U2 ein. Der Generator SG speist einen Frequenzteiler  FT2, der die beiden Umsetzer U1 und U2 mit Fort  schaltimpulsen von derselben Taktfrequenz versorgt  wie der sendeseitige Frequenzteiler FT1 die     Parallel-          Serienumsetzer    PS1 und PS2.

   Diese Impulse schalten  alle Speicherzellen der beiden Umsetzer paarweise  nacheinander wirksam, ohne dass jedoch nach dem  Wirksamschalten der letzten Zellen ZE5 und ZE15  beim folgenden Fortschaltimpuls die zugeordneten  Startstellungen selbsttätig wieder eingestellt werden,  wie es auf der Sendeseite erfolgt. Dies geschieht, wie  bereits oben beschrieben, durch den beim Synchroni  sierungskennzeichen ausgelösten Startimpuls. Hier  durch wird der Gleichlauf zwischen den Parallel-Se  rienumsetzern PS1 und PS2 der Sendeseite und den  Umsetzern U1 und U2 der Empfangsseite der Einrich  tung erzwungen.  



  Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise der       empfangsseitigen    Einrichtung sei angenommen, dass  die in der beschriebenen Sendeeinrichtung von der Zei  chenstromquelle S1 ausgelösten Zeichen empfangen  werden. Beim Empfang des Synchronisierungskennzei  chens, also der Frequenz f5, wird der Generator SG  synchronisiert, und der Umformer UM stellt durch sei  nen Startimpuls die Startstellungen SU1 und SU2 der  beiden Umsetzer U1 und U2 ein. Der daraufhin vom  Frequenzumsetzer FT2 abgegebene Fortschaltimpuls  schaltet die Speicherzellen ZE1 und ZE11 gleicher  Rangordnung wirksam. Während des Zeitintervalles  bis zum Wirksamschalten der nächsten Speicherzelle  ZE2 und ZE12 gleicher Rangordnung wird allein die  Frequenz f3 übertragen, so dass die Mischgatter ME1  und ME2 auf der Leitung L10 bzw. L21 Steuerkenn  zeichen abgeben.

   Hierdurch erhält die Speicherzelle  ZE1 auf dem oberen Eingang das Steuerkennzeichen,  das den Zustand      0     einstellt, der     dem,        ersten,        Code-          Element    entspricht, während die Speicherzelle ZE11  auf dem unteren Eingang gleichzeitig das Steuerkenn  zeichen erhält, das den Zustand  1  einstellt, der dem  sechsten Code-Element entspricht. Die beiden wirksam  geschalteten Speicherzellen ZE1 und ZE11 geben die  zugeordneten Code-Elemente auf die entsprechenden  Speicherplätze des Speichers SE.

   Wenn alle Speicher  zellen der beiden Umsetzer U1 und U2 ihre Code-Ele  mente an den Speicher SE abgegeben haben, erfolgt  eine Code-Prüfung, die Decodierung im Decodierer DC    und die Eingabe des übertragenen Zeichens in den Zei  chenspeicher SP1.  



  Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausfüh  rungsbeispiel beschränkt. Es lassen sich noch kürzere  Übertragungszeiten erreichen, wenn die Anzahl der  Code-Elemente nicht wie im Beispiel in zwei Gruppen  aufgeteilt     wird    sondern     in.    drei oder mehr. Wenn bei  spielsweise drei Gruppen von Code-Elementen und  dementsprechend drei Parallel-Serienumsetzer a, b und  c vorgesehen werden, gibt es nach dem angewendeten  Verfahren 23 = 8 verschiedene Kombinationen von  jeweils drei gleichzeitig zu übertragenden binären  Code-Elementen. Diese Kombinationen können mittels  acht verschiedener Übertragungskanäle (ausser demje  nigen für das Synchronisierungskennzeichen) übertra  gen werden.

   Sind jedoch insgesamt nur fünf Übertra  gungskanäle, also Frequenzen vorhanden, so ist es  möglich, jeder Kombination von drei binären     Code-          Elementen    eine Kombination von mehreren Frequen  zen zuzuordnen. Nachstehend aufgeführte Tabelle für  drei Gruppen a, b und c soll dies für jeweils zwei von  fünf Frequenzen veranschaulichen.

    
EMI0004.0013     
  
    Gleichzeitig <SEP> eingest. <SEP> Zustände <SEP> übertragene <SEP> Frequenzen
<tb>  Gruppe <SEP> a <SEP> b <SEP> c
<tb>  0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> f1, <SEP> f2
<tb>  0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> f1,f3
<tb>  0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> f1, <SEP> f4
<tb>  1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> f1, <SEP> f5
<tb>  1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> f2, <SEP> f3
<tb>  0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> f2, <SEP> f4
<tb>  1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> f2, <SEP> f5
<tb>  1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> f3, <SEP> f4       Als Synchronisierungskennzeichen können dann  beispielsweise die Frequenzen f4 und f5 übertragen  werden.  



  Ferner kann es zweckmässig sein, in der     sendeseiti-          gen    Einrichtung einen gegenseitigen Ausschluss der  Zeichenstromquelle S1 bis Sx vorzusehen und beim  Anschalten einer anderen Zeichenstromquelle die  zugehörigen     Code-Elemente    erst bei Startstellung der       Parallel-Serienumsetzer        PSl    und     PS2    an die Speicher  zellen     ZS1    bis     ZS5    und     ZSll    bis ZS15 zu geben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum drahtlosen Übertragen einer Vielzahl von Zeichen zwischen einem Eisenbahnfahr zeug und einem am Gleis befindlichen Gerät, bei dem die Zeichen in eine Anzahl von n binären Code-Ele- menten umgesetzt werden, die über das Gleis mittels einer Anzahl von im Frequenzband unter 1000 Hz be findlichen Übertragungskanälen bei einer um 20 Hz liegenden Bandbreite nach der Gegenstelle übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die n binären Code-Elemente jedes Zeichens in mindestens m = 2 gleiche Gruppen aufgeteilt werden,
    deren EMI0004.0029 Code-Elemente gleicher Rangordnung gleichzeitig in demselben Zeitintervall von EMI0004.0030 in einer vorgegebenen Zeitdauer aufeinanderfolgenden Zeitintervallen übertragen werden, wobei jeder von 2 möglichen Kombinationen der gleichzeitig zu übertra genden binären Code-Elemente mindestens ein über tragungskanal zugeordnet wird. II. Sende- und empfangsseitige Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Gruppe von Code-Elementen ein aus einer Startstellung (SPS1 bzw. SPS2) durch einen gemeinsamen Taktgeber (FT1) mit Taktfrequenz fortgeschalteter Parallel-Serienumsetzer (PS1 bzw.
    PS2) mit einer der Anzahl von EMI0005.0002 Code-Elementen je Gruppe entsprechenden Zahl von Speicherzellen (ZS1 bis ZS5 bzw. ZS11 bis ZS15) vor gesehen ist, dass beim gleichzeitigen Wirksamschalten der Startstellung (SPS1 und SPS2) aller Parallel-Se rienumsetzer (PS1 und PS2) diese ein Synchronisie rungskennzeichen (f5) für einen empfangsseitigen Takt geber auslösen und dass jede Speicherzelle (ZS1) beim Wirksamschalten auf einem von zwei Ausgängen ent sprechend den jeweils eingegebenen binären Code-Ele menten ein Steuerkennzeichen abgibt, dass in Verbin dung mit den gleichzeitig von den Speicherzellen (ZS11) gleicher Rangordnung der anderen Parallel-Se rienumsetzer (PS2) abgegebenen Steuerkennzeichen über eine allen Speicherzellen zugeordnete Gatterschal tung (KS)
    den der jeweils vorliegenden Kombination von binären Code-Elementen zugeordneten Übertra gungskanal auswählt, und dass an eine Empfangsan tenne (A) für jeden Übertragungskanal eine Filter schaltung (F) angeschlossen ist, die eine Gatterschal tung (ME) zum Erzeugen von Steuerkennzeichen speist, dass für jede Gruppe von Code-Elementen ein aus einer Startstellung (SU1 bzw. SU2) gemeinsam durch einen Taktgeber (SG) mittelbar fortgeschalteter Umsetzer (U1 bzw. U2) mit einer der Anzahl von EMI0005.0003 Code-Elementen je Gruppe entsprechenden Zahl von Speicherzellen (ZE1 bis ZE5 bzw.
    ZE11 bis ZE15) vorgesehen ist, wobei die Speicherzellen eingangsseitig mit der Gatterschaltung (ME) und ausgangsseitig mit einem Speicher (SE) verbunden sind, der eine Anzahl von n Speicherplätzen für die nacheinander übertrage nen binären Code-Elemente enthält, und dass die Startstellungen (SU1 und SU2) aller Umsetzer (U1 und U2) durch das Synchronisierungskennzeichen (f5) ein gestellt werden.
CH498466A 1965-04-07 1966-04-05 Verfahren zum drahtlosen Übertragen einer Vielzahl von Zeichen zwischen einem Eisenbahnfahrzeug und einem am Gleis befindlichen Gerät und Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens CH445553A (de)

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