CH445986A - Alkalibeständiger Flachhahn - Google Patents
Alkalibeständiger FlachhahnInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Alkalibeständiger Flachhahn Die Erfindung bezieht sich auf Flachhähne für La- bogatoriumsanwendungen.
In :der Laboratoriumstechnik werden für die Kon trolle von Gas- und Flüssigkeitsströmen Hähne verwen det, bei welchen der allgemein als Küken bezeichnete Drehteil entweder konisch in einem ebenfalls konischen Sitz oder plan auf einem planen Sitz bewegt wird. Als Werkstoff für Küken und Sitz wird üblicherweise Glas verwendet.
Da jedoch die dichtenden Flächen von Dreh teil und Sitz @durch Schleifen genau aufeinander abge stimmt werden müssen, kommt es zu einem Aufrauhen ,der an sich von .der Fertigung her flammenglatten Glas- oberfläche. Glas weist nun aber bekanntermassen gegen über stark alkalischen Lösungen eine nur geringe Be ständigkeit auf.
Speziell die durch Schleifen aufgerauh- ten Glasflächen reagieren mit Alkalien unter Bildung von Silikatgelen, die eine stark kittende Wirkung auf Drehteil und Sitz ausüben. Alle aus Glas gefertigten Hähne zeigen deshalb den Nachheil, Basis der Drehteil nach oft nur kurzer Einwirkung mit ,dem Sitz durch Festfressen unlösbar verbunden ist.
Selbst wen durch mechanischen Eingriff ein Trennender verkitteten Teile möglich wäre, kommt es dabei zu einer Zerstörung der einheitlichen Struktur der dichtenden Oberflächen. Ein derart notdürftig reparierter Hahn wird folglich auch nicht mehr optimaldichten. Die beschriebenen Schwie rigkeiten haben dazu geführt,
idass bei Hähnen mit ko nischem Küken dieses aus nicht silikatischen Werk stoffen gefertigt wurde. Speziell die Verwendung von Polytetrafluoräthylen ist für diesen Zweck beschrieben worden. Das Festfressen unter Alkalieinwirkungtritt bei diesem Werkstoff nicht mehr auf.
Eine weitere Schwierigkelt ergibt sich hierbei jedoch dadurch, ass Polytetrafluoräthylen .einen viel höheren Ausdehnungskoeffizient als Glas hat und im Bereich zwischen 10 bis 30 C ein mit einer Volumenänderung verbundenes Umwandlungsgebiet aufweist.
Durch diese Erscheinungen tritt es häufig auf, dass bei nur leichter Erhöhung der Umgebungstemperatur das sich stärker als der Hahnsitz ausdehnende Küken im Sitz verklemmt.
Es sind Massnahmen bekannt geworden, die :dieses Klemmen dadurch zu verhindern versuchen, dass die Oberfläche des aus Polytetrafluoräthylen gefertigten Kü kens waffelartig aufgerauht wind. Dadurch lässt sich zwar die Gefahr des Klemmeis vermindern, zugleich aber wird der Nachteil in Kauf genommen, dass die dichtende Fläche nicht mehr geschlossen ist.
Bei dem Dosieren niedrig viskoser und gut netzender Flüssigkei ten kann es leicht zum Austritt von Flüssigkeit aus dem Hahnsitz kommen.
Es ist weiter bekannt, :dass Hähne mit konischem Küken und Sitz schwierig zu fertigen sind, da der Nei- gungswinkel der @dichtenden Flächen von Küken und Sitz genau übereinstimmen muss.
Die bekannt gewordenen Flachhähne sind viel ein facher herzustellen. Bei ihnen wird sowohl oder Halm sitz als auch das Küken aus Glas hergestellt und dann durch Planschleifen, oder :auch durch Einschleifen des Kükens auf .den Sitz, genau aufeinander abgestimmt. Bei ausschliesslicher Verwendung des Werkstoffes Glas müs sen jedoch - wie oben bereits erwähnt - .die Gefahren eines Festfressens von Küken und Sitz in Kauf ge nommen werden.
Der Aufbau der bekannt gewordenen Küken von Flachhähnen kann aus Fig. 1 und Fig. 2 entnommen werden.
Zwischen den die Flüssigkeit zu- und ,abführenden Rohrleitungen 1 und 2 befindet sich der als kreisrunde Scheibe ausgebildete Sitzteil 3 des Flachhahnes. Bei rich tiger Stellung des Kükens 6 übernimmt in Fig. 1 ein in das Küken eingebohrter Kanal 7 die Verbindung des Flüssigkeitseintritts 4 mit dem Flüssigkeitsaustritt 5.
In Fig. 2 wird dagegen die Verbindung der CSffnungen 4 und 5 im Hahnsmtz durcheine in das Küken 6 @einge- fräste rillenartige Vertiefung 8 übernommen.
Die Erfindung betrifft nun einen Flachhahn für La boratoriumsanwendungen, welcher sich, dadurch aus zeichnet, dass das den Hahn dichtende Küken aus nicht silikatischem Werkstoff gefertigt ist und dadurch das Festfressen des Kükens auf dem aus Glas bestehenden Sitz des Hahns vermieden wird. Zweckmässigerweise wird als Werkstoff für .das Küken organische Hochpoly meren, insbesondere solche ,auf :
der Basis völlig oder teilweise fluorierter, ungesättigter Kohlenwasserstoffe verwendet, die bei ausgezeichneter chemischer Wider standsfähigkeit gegen alle einschlägigen Chemikalien zu gleich auch gut mechanisch bearbeitbar sind. Ein solches organisches Hochpolymere sitellt Polyteitrafluoräthylen dar.
Dessen ursprünglicher Nachteil der Nachgiebigkeit in Richtung eines ausgeübten Druckes und der damit verbundenen Deformation wird dadurch begegnet, dass das Küken aus vorverdichtetem, mit Molybdändisulfid gefülltem Polytetrafluoräthylen gefertigt ist. Dieser Werkstoff zeigt die beschriebene, störende Druckanfäl ligkeit in stark vermindertem Masse, so dass keine Schwierigkeiten in ider Dichthit ;des Flachhahns auf treten.
Mit Molybdändisulfid ,gefülltes Polytetrafluoräthylen weist ausserdem den Vorteil auf, dass durch die beim Drehen des Kükens auftretenden Kräfte die der dichten den Fläche zugewandten kristallinen Plättchen des Mo- lybdändisulfid parallel zur dichtenden Fläche ausgerich tet werden, wodurch sich ,durch :den normalen Gebrauch :die Gleiteigenschaften ödes Kükens auf dem Hahnsitz verbessern.
Das Prinzip des beschriebenen Flachhahns kann tauch ausser dein bisher erwähnten Zweiweghähnen sInn- igemäss auf Mehrweghähne ibertrag & n werden.
Claims (1)
- ,PATENTANSPRUCH Flachhahn für Laboratoriumsanwendungen, da durch gekennzeichnet,dass :das den Hahn :dichtende Kü ken aus einam nichbsilikatischen Werkstoff .gefertigt ist und dadurch :das Festfressen des Kükens auf dem aus Glas bestehenden Sitz des Hahnes vermieden wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Flachhahn nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Küken aus einem organischen Hochpolymeren besteht.2. Flachhahn nach Patentanspruch und Unteran- spruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass das organische Hochpolymere auf der Basis völlig oder teilweise fluo- rierter, ungesättigter Kohlenwassersto:fte beruht.3. Flachhahn nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass :das Küken aus vorverdichtetem und mit Molybdänd'isulfi,d gefülltem Polytetrafluoräthylen besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1695565A CH445986A (de) | 1965-12-08 | 1965-12-08 | Alkalibeständiger Flachhahn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1695565A CH445986A (de) | 1965-12-08 | 1965-12-08 | Alkalibeständiger Flachhahn |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH445986A true CH445986A (de) | 1967-10-31 |
Family
ID=4421644
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1695565A CH445986A (de) | 1965-12-08 | 1965-12-08 | Alkalibeständiger Flachhahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH445986A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2661478A1 (fr) * | 1990-04-25 | 1991-10-31 | Savant Instr | Robinet tournant pour circuit sous vide. |
-
1965
- 1965-12-08 CH CH1695565A patent/CH445986A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR2661478A1 (fr) * | 1990-04-25 | 1991-10-31 | Savant Instr | Robinet tournant pour circuit sous vide. |
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