Überzugsmasse und Verwendung derselben Die Erfindung bezieht sich auf überzugsmassen, die aus ölhaltigen Gemischen von Aufschmelzcellulose- äthern, die sich besonders für die Einhüllung bestimm ter Lebensmittelartikel, besonders Fleisch- und Fleisch produkten, in dicht anhaftenden Schutzüberzügen eig nen, die man vom Gegenstand leicht abstreifen oder abschälen kann, und die vorteilhaft dazu geeignet sind, eine Ablagerung von nicht zulässigen oder unerwünsch ten Mengen an ölhaltigen Rückständen auf dem über zogenen Gegenstand zu vermeiden.
Die Erfindung be zieht sich auf ein Verfahren zum überziehen von Le bensmitteln mit den angegebenen Massen.
Erfindungsgemäss erhält man eine überzugsmasse für Lebensmittelartikel mit geringster Neigung zum Ausschwitzen von öl, die aus einem Gemisch, das sich als heisse Schmelze mit einer Viskosität zwischen 500 bis 10 000 cps bei 160 C anbringen lässt, einer Äthyl- cellulose, die einen Äthoxylgehalt zwischen 47,
5 und 50 Gew.-% und eine Viskosität zwischen 6 und 200 cps (bestimmt in einer 5-gew.o/oigen Lösung von ihr in ei nem 80:
20-Gemisch, bezogen auf Volumen, von Toluol und Äthanol), aus einem Mineralölraffinat mit einer Saybolt-Viskosität zwischen 80 und 400 Einheiten bei 38 C und aus einer farblosen, geruchlosen und nicht toxischen Weichmacherkomponente besteht, die ein Lösemittel für den Celluloseäther ist, wobei die Masse so aufgebaut ist, wie sie innerhalb der die Punkte 1-4-5-6-7-9-l verbindenden Linien in dem Dreistoff diagramm nach Fig. 3 bestimmt und umfasst wird.
In einem relativ grossen Bereich liegende gewisse Typen von Äthylcellulose-Aufschmelzmassen eignen sich sehr gut zur Schaffung von transparenten Einhül- lungsumkleidungen leicht abstreifbarer Beschaffenheit über viele Lebensmittel, einschliesslich derjenigen im Gefrierzustande und besonders von Fleisch und dergl. Derartige Überzüge und mit ihnen überzogene Artikel sind in vieler Hinsicht viel besser als die herkömmlichen verschiedenen Sorten von Verpackungsmaterialien für Lebensmittel.
Diese Massen sind jedoch im allgemeinen nicht ohne gewisse Schattenseiten und Einschränkun gen.
So sind die physikalischen Eigenschaften von über zügen aus vielen Äthylcellulose-Heisschmelzen, die aus Mineralölkomponenten bestehen, solche, dass relativ grosse überzugsdicken erforderlich sind, um eine zu friedenstellende Brauchbarkeit des aufgebrachten über zuges zu gewährleisten. Dies ist natürlich unwirtschaft lich. Daher ist es aus diesen Gründen für die Dicke des aus einer heissen Schmelze aufgetragenen über zuges gewöhnlich erwünscht, dass sie geringer als etwa 0,6350 mm ist, vorzugsweise in der Grössenordnung von 0,2540 mm liegt.
Eine grosse Anzahl von mineralölhaltigen Äthylcel- luloseaufschmelz-Ausstattungsüberzügen neigen zum Ausschwitzen unerwünschter und sogar unzulässiger ölmengen auf der Artikeloberfläche von Lebensmittel, das mit diesem überzug überdeckt ist. Während die Wanderung von Mineralöl zum überzogenen Nahrungs mittel, wie z. B.
Fleisch, hin vom streng genommenen toxikologischen Standpunkte aus vollkommen ohne Ge fahr ist, so ist sie doch aus ästhetischen und praktischen Gründen höchst unzulässig und kann dazu dienen, die allgemeine Zulässigkeit und Marktfähigkeit des über zogenen Produktes ernstlich einzuschränken oder sogar völlig zunichte zu machen.
In diesem Zusammenhang soll die Verlagerung von Mineralöl aus dem mineralölhaltigen Äthylcellulose- Aufschmelzüberzug möglichst nicht so gross sein, dass an der Oberfläche des überzogenen Lebensmittels eine grössere Aufnahme (Assimilation) als etwa 200 Teile je Million (nach Gewicht) (ppm) des öls, bezogen auf ei nen Artikel mit einem Gewicht von etwa 0,9 kg, ver ursacht wird. Offensichtlich tritt eine derartige Assimi lierung während des Aufbringens der heissen Schmelze oder der Lagerung des überzogenen Lebensmittels auf.
In Gefrierartikeln, besonders in Gefrierfleisch und der- gleichen und besonders dann, wenn die Heissaufschmel- zung auf ein bereits gefrorenes Lebensmittel erfolgt, kann eine ernstliche Wanderung von Öl im Verlauf des Auftauvorganges eines nichtabgestreiften Artikels eintreten. Im allgemeinen ist es für das Erfassen von Öl am vorteilhaftesten, dass es derartig ist, dass weni ger als etwa 150 Teile pro Million Mineralölrückstand durch den überzogenen Lebensmittelartikel aufgenom men wird und auf ihm verbleibt.
Für den Überzug ist eine so weitgehend verringerte Neigung zum Ölaus- schwitzen höchst erwünscht, dass der Lebensmittelarti kel, besonders, wenn es sich um Fleisch oder ein ähn liches Produkt handelt, bis zu nur 25 bis 35 Teile pro Million oder noch weniger aufnimmt, und zwar unter strengsten wanderungsbegünstigenden Bedingungen, wie z. B. während länger andauerndem Auftauen der Ge- frierpackungen und, wie angegeben, bezogen auf ein etwa 0,9-kg-Stück des überzogenen Lebensmittels, wie z. B. Fleisch.
Die erfindungsgemässen Massezusammensetzungen bestehen vorzugsweise aus einem Gemisch, das im we- sentlichen aus etwa 20 bis 38 Gew.-% Äthylcellulose, zwischen etwa 42 bis 61 Gew.-1/o eines Mineralölraffi- nates,
zwischen etwa 14 und 28 Gew.-% eines nicht- toxischen Weichmachers, der ein Lösung3mittel (Löser) für den Celluloseäther ist, besteht, worin innerhalb an gegebener Grenzen das Gewichtsverhältnis der Äthyl- cellulose zum Weichmacher zwischen etwa 1,25:1 bzw.
2,0:1 und das Gewichtsverhältnis vom Mineralöl zum Weichmacher zwischen etwa 1,8:1 bzw. 3,9:l beträgt, wobei der wesentliche Aufbau solcher Masse in das angegebene Gebiet fällt, das durch die die Punkte 1-4 5-6-7-9-1 verbindenden Linien im Dreistoff-Massedia- gramm (Fig. 3) abgegrenzt ist. (Die Zeichnung erläu tert die Zusammensetzungscharakteristika der erfin- dungsgemässen Massen).
Hierbei hat die Massezusam- mensetzung eine bei etwa 160 C genommene Visko sität zwischen etwa 500 und 10 000 cps, vorzugsweise zwischen etwa 500 und 5000 cps (um leichter jegliche Probleme durch Bläschenbildung infolge Auftragung dickerer Ansätze zu vermeiden.) Vorteilhaft kann man Massen nach der Erfindung auch so herstellen, dass sie bis etwa 10 Gew.-11/o, bezo gen auf das Gewicht der Zusammensetzung, von einem säureaufnahmefähigen,
epoxydierten langkettigen Fett- säuretriglycerid oder ähnlichen Bestandteil, bis zu etwa 2 Gew: % einer nichttoxischen Antioxydans-Komponen- te und bis zu etwa 1 Gew.-1/o von einem geeigneten farbstabilisierenden Bestandteil enthalten.
In gleicher Weise kann man in die Zusammensetzungen, wenn es erwünscht und wenn absolute Klarheit nicht ein we sentliches Erfordernis oder Faktor in dem entstehen den Überzug ist, geringere Mengenanteile von verschie- dentlichen Wachskomponenten einbringen. In diesem Zusammenhang haben bestimmte die Säure aufnehmen de epoxydierte langkett'ge Fettsäureglyceride (wie zum Beispiel epoxydiertes Sojabohnenöl) einen weichmachen den Einfluss und Wirkung auf die Äthylcellulose in der Zusammensetzung.
In solchen Fällen soll der Epo- xybestandteil für das Ansetzen der erfindungsgemässen Zusammensetzungen in dem Weichmacherbestandteil des Ansatzes mit eingerechnet und eingeschlossen sein.
Alle erfindungsgemässen Massen bilden gewöhnlich bei über dem Siedepunkt des Wassers liegenden Tem- peraturen schmelzflüssige Gemische. Sie können in je der beliebigen gewünschten Weise auf Artikeln ange bracht werden, deren Temperatur beliebig unter dem jenigen der heissen Schmelze liegt.
Man kann vorteil haft, besonders bei Vorliegen frischen Fleisches oder frischer Fleischprodukte, die Überzugsmasse nach ei ner Methode auftragen, die aus dem Gefrieren des Ar tikels oder zumindest der Oberfläche des zu überzie henden Lebensmittelgegenstandes und aus dem Über ziehen des Gefrierproduktes mit der schmelzflüssigen Masse besteht.
Ein derartiges Verfahren ist dahing-- hend vorteilhaft, dass die dem überziehungsvorgang unterworfene Oberfläche des Artikels, besonders der Fleischartikel und dergleichen, weniger dazu geneigt ist, so farbändernden Temperaturen und der Abdamp- fung von Säften an der Oberfläche ausgesetzt zu wer den.
Man kann Aufstreich-, Aufsprüh-, Aufspritz- und andere Techniken für das Aufbringen der vorteilhaf ten überzugsmassen nach der Erfindung auf die zu überziehenden Artikel anwenden.
Besonders ratsam ist es, besonders wegen der verhältnismässig viskosen Na tur der erfindungsgemässen Masse und zwecks leich terer Erfüllung der Erfordernisse bei der handelsübli chen Produkten nach Sprüh- oder Spritz-Überzugsver- fahren zu arbeiten, um die gewünschten überzogenen Artikel herzustellen, wobei jeder einzelne zu überzie hende Artikel unter oder über, oder beides, einen oder mehrere nichtzerstäubende Sprühregen der schmelz flüssigen Masse oder durch einen oder mehrere Vor hänge oder Bahnen aus ihr geführt oder mit ihr auf andere Weise vollkommen bespritzt wird, um die ge samte Oberfläche der Artikel zu überdecken, so dass das gewünschte Erfassen ( pick up ) des Überzuges herbeigeführt wird.
Danach lässt man die Masse ab kühlen und auf dem Lebensmittel festwerden. Tatsäch lich sind die erfindung-gemässen Massen besonders für ein Aufbringen mittels Maschinen geeignet, die den heissen Schmelzfluss über das Lebensmittel in Form ei nes flüssigen Films aus Düsen als Überzug aufbringen, die für diesen Zweck besonders konstruiert und ausge führt sind. Solche Auftragungsmethoden eignen sich be sonders gut für die Schaffung von wirtschaftlich und erwünschtermassen dünnen, integralen und gleichförmi gen Überzügen auf Basis einer raschen und vorteil haften Masseverarbeitung und Produktion.
Durch An bringen der heissen Schmelze mittels eines flüssigen Films oder mit Hilfe einer Wirkung eines fallenden Vorhanges erhält man die vorteilhaftesten Ergebnisse in dieser Hinsicht. So kann, aus Gründen der hohen Viskosität der erfindungsgemässen Massen ein über ziehen im Tauchverfahren für ihr Auftragen eine unzu längliche Methode sein.
Weiterhin besteht beim über ziehen durch Tauchen oft die Neigung zum Herbei führen unerwünscht dicker überzugsschichten, beson ders dann, wenn viskose Ansätze zur Verwendung kom men, und zum Vorliegen einer weniger wirksamen Auf tragsmethode als beim maschinellen Überziehen. Sprüh zerstäubungsüberziehen mit heissen Schmelzflüssen ist oft deshalb unerwünscht, weil dies zur Ausbildung ei nes Überzuges mit geringerer Anlagerung zu einem Stück und zu Kohäsion führen kann, da die zerstäub ten heissen Schmelzen anscheinend nicht dazu fähig sind,
auf dem überzogenen Artikel zusammenzuver- schmelzen. Demzufolge kann der entstandene Überzug etwas Porosität und geringe Festigkeitseigenschaften auf weisen.
Die erfindungsgemäss überzogenen Lebensmittelar tikel, besonders I@ieischwaren, haben im allgemeinen ein anziehendes und ansprechendes Aussehen. In der Re gel ist ihre Transparenz gut und entspricht annähernd oder ganz einem klaren Aussehen, um eine leichte Inaugenscheinnahme und Bewertung des Lebensmittels zu ermöglichen. In der Tat haben viele der nach der Erfindung herstellbaren Überzüge in dieser Hinsicht ein anziehendes und hervorragend gefälliges Aussehen, da sie, wie angegeben wurde, über einen weiteren Tempe raturbereich absolut transparent sind, und dies sogar bei Temperaturen so tief wie etwa -28,89 C und dar unter.
Im Gegensatz zu den aus vielen herkömmlichen Auf schmelzmassen hergestellten Überzügen sind diejenigen nach der Erfindung nicht klebrig, ölig, fettig oder an derweitig unerwünscht oder unangenehm beim Berüh ren oder Handhaben. Tatsächlich lassen sich die er- findungsgemässen Überzüge im allgemeinen erwünscht und vollkommen annehmbar verhältnismässig trok- ken bei Handhabung anfühlen und sind von diesem Standpunkte aus nicht im geringsten unangenehm.
Sie verursachen weder ölhaltige Abscheidungen von Ver unreinigungen an den Händen einer Person noch auf anderen Oberflächen, mit denen sie in Berührung kom men. Wichtiger ist noch, dass sie eine erstaunliche Mindestneigung für das Zulassen einer Ölbewegung zur Oberfläche des überzogenen Artikels haben.
Es hat sich allgemein herausgestellt, dass überzo gene Lebensmittel, wie z. B. Fleisch und dergleichen Erzeugnisse, praktisch frei von Öl an ihren überdeck ten Oberflächen sind, dass sie weniger als<B>150</B> bis 200 Teile pro Million und häufig weniger als 25 bis 25 Teile pro Million an auf sie übergegangenem ausge schwitzten Mineralöl haben. Die aufgebrachten über züge haften fest als ausserordentlich dünner Film an den Artikeln herum und passen sich dicht an deren Umrisse an, sogar dann, wenn es sich um knochige Fleischarten oder Geflügel handelt.
Sie sind nichttoxisch und geruchlos und verleihen weder Geruch noch Ge schmack den mit ihnen bedeckten Lebensmitteln. Sie sind leicht abschälbar, abschneid- oder abstreifbar von dem Lebensmittelartikel, und zwar in einer sauberen und wirksamen Weise. Sie erfordern nicht ein Zuflucht nehmen zum Abwaschen oder zu anderen ermüdenden und unbequemen Arbeitsgängen für ihre völlige Ent fernung.
Wie angegeben, sind die Überzüge verhältnismässig anschmiegsam und bleiben bemerkenswert fest und zähe bei Temperaturen bis herunter zu etwa -28, 29 C, so dass sie durch Handhabung einschliesslich Abnut zung und Anstossen) und Lagerung eines überzogenen Artikels keinen Schaden nehmen, der im Gefrierzu- stande gehalten wird. Auch weisen sie eine ausser- ordentlich geringe Geschwindigkeit hinsichtlich einer Wasserdampfübertragung auf.
In dieser Hinsicht sind ihre Merkmale mit denjenigen vergleichbar, die bei an deren ausgeprägten Abarten von Äthylecelluloseüberzü- gen festgestellt wurden. So können die überzogenen Ar tikel in einer besseren Beschaffenheit gehalten werden und sind weniger empfänglich für Ranzigwerden oder Dehydration oder für die Entwicklung von Gefrier apparatur- Verbrennung , sogar bei Lagerungen von einem Jahr oder noch länger im gefrorenen Zustande.
Trotz ihrer vorteilhaften relativen Undurchlässigkeit vermögen jedoch die erfindungsgemässen Überzüge ei nen Durchzug von soviel Sauerstoff erlauben, dass überzogene Frischfleischarten, z. B. leicht ihre wün schenswerte Frische und natürliche Farbe beibehalten können. Ausserdem verhindern die aufgebrachten er findungsgemässen überzugsmassen wirksam die Ab sorption unerwünschter fremder Gerüche und fremden Geschmackes im Lebensmittelprodukt.
Die erfindungsgemäss verwendbare Äthylcellulose ist ein allgemein im Handel erhältliches Material mit einem Äthoxylgehalt im Bereich von etwa 47,5 bis 50 Gew.-% In vielen Fällen ist die Benutzung eines Cel luloseäthers mit einem Äthoxylgehalt von etwa 48,0 bis 49,5 Gew.-1/o erwünscht.
Ihre Viskosität beträgt etwa 6 bis 200 cps, wie dies in einer Lösung von etwa 5 Gew.-% der Äthylcellulose in einem Lösungsmittelge- misch aus etwa 80 Vol.-Teilen Toluol und etwa 20 Vol.-Teilen Äthanol bestimmt wurde.
In vielen Fällen ist es zweckdienlicher und kann ratsamer und prakti scher sein, einen Celluloseäther zu verwenden, dessen Viskosität nicht viel mehr als etwa 50 cps beträgt. Der einzelne besondere Viskositätsgrad vom benutzten Cel- luloseäther und auch der ansatzmässige Aufbau der verwendeten Masse hängen, wie darauf hingewiesen wurde, von der Auftragungsart ab, die für die beson dere, für das Überziehen der Artikel verwendete Masse beabsichtigt ist. Will man z.
B. beim Überziehen nach dem Tauchverfahren arbeiten, dann soll die Viskosität des benutzten Celluloseäthers nicht über etwa 30 cps, und sogar noch günstiger in der Nähe von 6 bis 11 cps liegen. Hierbei muss man zwecks Aufrechterhaltung der gewünschten hohen Viskosität der heissen Schmelze gewöhnlich in Ansätzen mit niedrigeren Äthylcellulose- mengenanteilen innerhalb des angegebenen Bereiches einen höheren Celluloseätherviskositätsgrad anwenden, wie z.
B. im Bereich von mindestens etwa 20 bis 50 cps. Man kann Ansätze mit höheren Äthylcellulose- mengen mit hervorragenden Ergebnissen unter Benut zung niederer Viskositätsgrade des Äthers, wie zum Beispiel 10 bis 20 cps oder dergleichen Verschieden heiten zubereiten.
Eine wünschenswertere Ansetzung der erfindungs- gemässen Massenzusammensetzungen ist eine solche, die innerhalb der Verbindungslinien der Punkte 2-5 6-7-8-2 im Diagramm in Fig. 3 liegt. So ist ein bevor zugter Ansatz der Massen nach der Erfindung folgen der:
<I>Vorschrift für eine wenig Öl ausschwitzende heisse</I> <I>Schmelze zum überziehen durch Sprühen</I>
EMI0003.0096
Äthylcellulose, <SEP> 20-50 <SEP> cps <SEP> 22-37 <SEP> Gew.-%
<tb> Mineralölraffinat <SEP> 45-58 <SEP> Gew.-o%
<tb> Nichttoxischer <SEP> Weichmacher <SEP> 15-25 <SEP> Gew.-%
<tb> Epoxydiertes <SEP> natürliches <SEP> Glycerid
<tb> von <SEP> ungesättigten <SEP> Fettsäuren <SEP> 0-5 <SEP> Gew.-%
<tb> Antioxydans <SEP> 0-1 <SEP> Gew.-%
<tb> Farbstabilisator <SEP> 0-0,5 <SEP> Gew.-()/o Wie erwähnt, ist der in den erfindungsgemässen Massen benutzte ölhaltige Bestandteil ein raffiniertes Mineralöl vorzugsweise einer paraffinischen Varietät oder ein äquivalentes Material aus einer naphthenischen Petroleumquelle.
Es ist für leichtfarbige oder wasser helle zu verwendende Mineralöle erwünscht und ge wöhnlich vorzuziehen. Für Verwendung äusserst vor teilhaft erwiesen sich gewöhnlich Mineralöle mit einer Viskosität im Bereich von etwa 80 - 400 Saybolt-Ein- heiten bei 38 C.
Die benutzte Weichmacher- oder weichmachende Komponente soll für den Celluloseäther ein Löser und verträglich mit anderen Massebestandteilen sein. Zu diesen erfindungsgemäss geeigneten Weichmachern ge hören: farblose, geruchlose und nichttoxische Materia lien wie solche, die Esterweichmacher für Äthylcellu- lose sind, wie z.
B. Alkylphthalylalkylglycolate (spezi fisch Methylphthalyläthylglycolat, Äthylphathalyläthyl- glycolat und Butylphthalylbutylglycolat), Trialkylester von Acylzitronensäure (spezielle Acetyltributylcitrat, handelsgängig als Citroflex A-4 ), Dialkyladipate (spe zifisch Diisobutyladipat), verschiedene acetylierte Mo no- und Di-Fettsäureglyceride,
gewisse Dialkylphthalate (spezifisch Di-2-äthylhexylphthalat), Dialkylsebacate (spezifisch Dibutylsebacat und Dioctylsebacat), verschie dene Fettsäureesterderivate (einschliesslich Glycerolmo- nooleat, Glycerolmonostearat und n-Butylstearat), Alky- larylphosphate (besonders 2-Äthylhexyldiphenylphos- phat), Rizinusöl und dgl.
Häufig benutzt man vorteilhaft Gemische von verschiedenen Weichmachermaterialien in den Aufschmelzmassen. Den Acetyltributylcitrat-Weich- macher kann man ebenso erfolgreich für die erfindungs- gemässen Zwecke verwenden, ebenfalls Rizinusöl und solche Weichmacher wie z. B. Butylphthalylbutylglycolat.
Die epoxydierten, ebenfalls hier verwendbaren lang- kettigen Fettsäuretriglyceride sind zweckdienlich für die Verzögerung des hydrolytischen Abbaus der Äthyl- cellulose. Man bezeichnet derartige Materialien zuwei len als epoxydierte natürliche Glyceride von ungesät tigten Fettsäuren. Gewöhnlich leiten sie sich von Fett säuren mit etwa 12 und 22 Kohlenstoffatomen ab.
Solche säureaufnehmenden Epoxymateriahen können spezifisch durch solche Massen typisiert und einzeln ge schildert werden, wie z. B. epoxydiertes Sojabohnenöl, einschliesslich der Produkte dieser Spielart, die als Pa- raplex G-60 bzw. Paraplex G-62 erhältlich sind. Wie bereits erwähnt sind bestimmte dieser Materialien, wie z.
B. das epoxydierte Sojabohnenöl, tatsächliche Weichmacher für Äthylcellulose. Benutzt man derartige Weichmacher, dann müssen sie als Teil der Weich macherkomponente der Masse miteinbezogen und ein- g--rechnet werden. In bestimmten Fällen, wie z. B. bei Verwendung von epoxydiertem Sojabohnenöl, erhält man geeignete Ergebnisse dann, wenn alles von der Weichmacherkomponente aus einem solchen Bestand teil besteht.
Auch benutzt man in den erfindungsgemässen Mas sen mit Vorteil verschiedene nichttoxische Antioxydan- tien, um oxydativen Abbau der Äthylcellulose und jeg lichen gegebenenfalls anwesenden Fettsäureglyceriden zu inhibieren. Zu solchen Antioxydantien gehören ty pisch butylisiertes Hydroxyanisol, Nordihydroguaiaret- säure, 2,6-Ditert.-butyl-4-methylphenol, das als Ionol handelsgängig ist,
und bestimmte substituierte butylier- te Phenole, wie z. B. die als Viodox bekannten.
In vielen Fällen kann man vorteilhaft bestimmte nichttoxische Farbstabilisatoren in die Massen einfüh ren, um die Zurückbehaltung einer erwünscht klaren und verfärbungsfreien Bedingung im Überzug zu er- leichtern. Hierzu eignen sich gut organische Säuren, wie z. B. Zitronensäure und Weinsteinsäure. Zu ande ren Farbstabilisatoren gehören hier verschiedene orga nische Phosphite, wie z. B. Tricresylphosphit und ge mischte organische Phosphit-Epoxy-Verbindungen.
Für die Durchführung des erfindungsgemässen Ver fahrens kann man jegliche Paraffinsorte und mikro- kristalline Wachse, unter vorteilhaften Einschluss sol cher Materialien wie Paraffin, hydriertes Rizinusöl (ein Kunstwachs), Ceresin, Ozokerit, Carnaubawachs und Bienenwachs verwenden, und zwar alle, die bei Tem peraturen über etwa 38 C schmelzflüssig werden.
In den Ansatz kann man gewöhnlich in geeigneter Weise bis zu etwa 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung, benutzen, ohne dass der entstandene Überzug seiner ausreichend guten Transparenz und beinahen Klarheit beraubt wird, um ein leichtes Be schauen und Bewerten des in dieser Umhüllung einge schlossenen Lebensmittels zu ermöglichen.
Ungeachtet der geringen Einwirkung auf die Transparenteigen schaften weisen die aus den Massen, die mit zulässi gen Wachsbestandteilmengen innerhalb der angegebe nen Grenzen hergestellt sind, eine gute Biegsamkeit und Anschmiegsamkeit sogar bei Gefriertemperaturen auf und lassen sich wünschenswert trocken anfühlen. Gewöhnlich dient die Benutzung eines Wachsbestand teiles dazu, einigen Kontrollmassstab für die Viskosi- tätseigenschaften der entstandenen Aufschmelze zu bie ten.
So kann die Einführung eines Wachsbestandteiles in eine Massezusammensetzung dann besonders vor teilhaft sein, wenn man für das Überziehen das Auf tragen durch Tauchen und dergleichen einrechnet, wo bei übermässig viskose Heisschmelzen gewöhnlich uner wünscht anzuwenden sind. Bei maschinellen Sprüh- oder Spritzauftragsverfahren kann man im allgemeinen viskosere Massen gut verarbeiten, so dass die Verwen dung eines Wachsbestandteiles unter solcher Betrach tungsweise nicht begründet sein muss.
In den Zeichnungen sind: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines prak tisch mineralölfreien Stückes Fleisch 11, das mit einem dünnen, zähen, abziehbaren, äthylcellulosehaltigen Überzug versehen ist, welch letzterer Mineralöl auf weist; Fig. 2 ein Schnitt durch das Stück Fleisch von Fig. 1, das an seiner überzogenen Oberfläche praktisch frei von Mineralöl ist, wobei 12 den dünnen, zähen, abziehbaren, äthylencellulosehaltigen Überzug, der Mi neralöl aufweist, darstellt;
Fig. 3 ein Dreistoffdiagramm, das die Zusammen setzung der erfindungsgemässen überzugsmasse defi niert.
In Fig. 3 stellen der Punkt A 100% Äthylcellulose, der Punkt B 100% nichttoxischen Weichmacher und der Punkt C 100% Mineralöl dar. Die <RTI
ID="0004.0156"> mit 13 bezeich- nete gestrichelte Linie stellt das maximale Verhältnis von Mineralöl zu Weichmacher (3,9:1), die mit 14 be zeichnet gestrichelte Linie das minimale Verhältnis von Mineralöl zu Weichmacher (1,8:1), die mit 15 bezeich nete gestrichelte Linie das maximale Verhältnis von Mi neralöl zu Äthylcellulose (2,7:1), die mit 16 bezeichnete gestrichelte Linie das minimale Verhältnis von Mineralöl zu Äthylcellulose (1,2:1), die mit 17 bezeichnete ge strichelte Linie das maximale Verhältnis von Äthyl- cellulose zu Weichmacher (2,0:
1) und die mit 18 be- zeichnete gestrichelte Linie das minimale Verhältnis von Äthylcellulose zu Weichmacher (1,25:1) dar. In dem mit I bezeichneten Gebiet ist die überzugsmasse zu ölig, in den mit 1I bezeichneten Gebieten zu klebrig und im mit III bezeichneten Gebiet zu ölig und zu klebrig und liefert käsige Überzüge.
Bei der Zubereitung der erfindungsgemässen Auf schmelzüberzugsmasse muss man sorgfältig solche re lative Bestandteihnengenanteilverhältnisse wählen, dass ein Überzug mit optimalen Eigenschaften innerhalb des angegebenen Bereiches durch die ihm innewohnenden Begrenzungen erzeugt wird.
Ausserdem müssen, wie angegeben wurde, sowohl die Anteilverhältnisse und die Natur der einzelnen bestimmten Bestandteile die für die Masse beabsichtigte Auftragungsart in Betracht zie hen, besonders hinsichtlich der Viskosität des Cellulose- ätherbestandteiles und dem Mengenanteil der gegebe nenfalls verwendeten ölhaltigen Komponenten.
So kann bei einigen Komponentenkombinationen ein grösserer Anteil an Äthylcellulose oder ein höherer Viskositäts- grad eines solchen Bestandteiles eine viskosere Heiss- schmelze erzeugen, als dies für besondere Arbeitstem peraturen oder bestimmte Auftragsmethoden erwünscht ist, wohingegen geringere Anteilmengen in manchen Fällen dem Filmüberzug nicht genügend Festigkeit ver leihen.
Geringere Anteilmengen an ölhahiger Kompo nente können die Viskosität der Heisschmelze erhöhen. In ähnlicher Weise neigen grössere Mengen des ölhalti gen Bestandteiles zuweilen zur Erzeugung eines uner wünscht öligen Filmüberzuges. Analog führt ein zuviel an Weichmachern zuweilen zu einem Filmüberzug, der weicher und öliger ist als man dies auf andere Weise erhält, und der leicht zu klebrig und mehr oder weniger käseartig seiner Beschaffenheit und seines Charakters nach ist.
Solche Überzüge verursachen grosse Schwierig keiten durch Verkleben gestapelter überzogener Arti kel und lassen sich auch ganz schwierig abstreifen oder abschälen. Dieselben Folgen können sich aus verschie denen Kombinationen der epoxydierten natürlichen Glyceride von ungesättigten Fettsäuren (falls ein der artiger Bestandteil benutzt wird), insbesondere bei sei ner Kombination mit der Weichmacherkomponente er geben.
Anderseits werden bei Verwendung einer zu ge ringen Weichmachermenge in bestimmten Fällen dem überzugsfilm unerwünschte spröde Eigenschaften ver liehen; in gleicher Weise können, wie bereits erklärt, grössere relative Anteilmengen an Wachs zu einem Film überzug führen, der mehr zur opaken Beschaffenheit neigt. Daher müssen sie vermieden werden, wenn eine äusserst gute Transparenz gewünschte Eigenschaft oder Faktor ist.
Eine passend angesetzte Masse soll zweck- mässig aufgebrachte Filmdicken ermöglichen, die man durch maschinelles Aufsprühen erhält und die zwischen etwa 0.1270 mm und 2.5400 mm, vorzugsweise un ter etwa 1.270 mm bei einem Einzeldurchgang des zu überziehenden Artikels unter dem fallenden Vorhang oder Film oder anderen nichtzerstäubten Sprühregen der heissen Schmelze liegen. Man kann selbstverständ lich im allgemeinen dickere aufgetragene Überzüge, falls gewünscht, erhalten, besonders dann, wenn für ihre Aufbringung andere überzugstechniken angewen det werden.
Tatsächlich kann es oftmals für die Dicke der aufgetragenen Überzüge wirtschaftlich zugkräftiger sein, annähernd bei 0,2540 bis 0,6350 mm oder so zu liegen. Da die erfindungsgemässen Aufschmelzmassen wäh rend des Auftragvorganges eine relativ hohe Tempera tur haben, überzieht man vorteilhaft viele Artikel, so lange sie sich noch im Gefrierzustande befinden. Dies setzt die Möglichkeit der Herbeiführung schwacher Oberflächenverfärbung und Dehydratisierung des Le bensmittels auf ein Mindestmass herab, besonders beim Überziehen von Fleisch und Fleischerzeugnissen.
Es gibt viele Fälle, in denen sich kein bedeutender Vor teil durch Kühlen oder Gefrieren des Artikels vor dem überziehen ergibt. Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn verschiedene geräucherte oder gehärtete Fleisch waren, Fische oder Geflügel überzogen werden sollen. Das normale behandelte Aussehen solcher Lebensmit tel ist annehmbar und beeinträchtigt nicht ihre Markt fähigkeit, obgleich sie wirklich unter natürlicher Vor aussetzung verfärbt sind.
Die Erfindung wird nun an Hand von Beispielen erläutert; falls nicht anders angegeben, beziehen sich alle Teile und Prozentangaben auf Gewicht.
<I>Beispiel 1</I> Verschiedene Anschnitte von Fleisch, einschliesslich Steaks, Koteletts und Bratenstücke vom Rind, Lamm oder Schwein wie auch Leber, Fisch, Speck und ver schiedener Gabelfrühstück-Fleischarten wurden so über zogen, dass sie zuerst zum Gefrieren gebracht und dann mit einer heissen Schmelze bei 160 C durch Aufsprü hen überzogen wurden, die aus etwa 32 T. einer Äthyl- cellulose von einem Viskositätsgrad von etwa 10 cps (erhalten der Warenangabe Ethocel ), etwa 53 T.
ei nes raffinierten Mineralöls mit einer Viskosität zwi schen etwa 95 und 105 Saybolt-Einheiten bei 40 C (unter dem Handelsnamen White Oil L-1 erhältlich ), aus etwa 14,86 T. einer Weichmacherkombination, die aus etwa 5,0 T. eines raffinierten und desodorierten Ri zinusöls (erhalten als Crystal-O ), 1,5 T. eines ace- tylierten Monoglycerids (erhältlich als Nyvacet 9-40 ) etwa 1,36 T.
Glycerohnonooleat (erhältlich als My- verol 18-71 ), etwa 4,0 T. eines epoxydierten Soja bohnenöls (erhalten als Paraplex G-62 und im An satz als Teil des Weichmachergemisches eingeschlossen) und etwa 0,14 T. Zitronensäure als Farbstabilisator bestand.
Wie angegeben, wurde die Zusammensetzung auf die verschiedenen Lebensmittelartikel so aufgebracht, dass sie durch ein plattenähnliches Sieb oder Vorhand der heissen Schmelze geführt wurden, die in einem ein hüllenden Muster über und auf die Artikel durch hier für geeignete Ausstossdüsen gedrückt wurde. Einige Ar tikel wurden im Gefrierzustande, andere in einem sol chen bei normalen Kühlertemperaturen überzogen. Die durchschnittliche Dicke der aufgetragenen Überzüge be trug zwischen etwa 0,2540 und 1,2700 mm. Nach der Behandlung liess man den Überzug abkühlen und hart werden.
Alle überzogenen Artikel hatten, wie dies in perspektivischer Ansicht von Fig. 1 und im Querschnitt in Fig. 2 dargestellt ist, ein ansprechendes und gefälliges Aussehen und waren beim Betasten einwandfrei, da sie sich beim Anfühlen als hochwünschenswert trocken anfühlten. Der angebrachte Überzug haftete dicht an allen Artikeln und schmiegte sich an sie fest als dün ner Umhüllungsfilm um ihre verschiedenen unregelmäs- sigen Konturen an. Er war vollkommen transparent und liess ein Betrachten der überzogenen Artikel zu, die ihr wesentliches natürliches Aussehen beibehalten.
Der Überzug war bemerkenswert zähe und wurde bei Gefriertemperaturen nicht brüchig. Er riss nicht bei wiederholten Abtropfen der gefrorenen Artikel oder so gar dann, wenn diese Artikel solch absichtlich abnor maler und missbräuchlicher Handhabung, wie einem mehrmaligen Werfen und Schleudern über Zementfuss- böden unterworfen wurden. Er liess sich sauber von den Artikeln ohne Überbleibsel oder Segmenten des Überzuges, die am Lebensmittel festhafteten, abstrei fen. Dies ermöglichte, dass die Artikel nach Befreiung aus dem Überzug in ihrer normalweise brauchbaren Be schaffenheit erhalten wurden.
Ausserdem sicherte der Überzug einen hervorragend unbegrenzten Schutz ge gen Gefrierverbrennen , wie dies durch die Tatsache bewiesen ist, dass keine merkliche Andeutung solcher Bedingung in überzogenen Artikeln beobachtet werden konnte, die 12 Monate und länger in gefrorenem Zu stande gehalten wurden.
Äquivalente Ergebnisse sind in gleicher Weise bei Geflügel erreichbar, wenn man dafür Sorge trägt, dass die Hohlräume in ihren zugerichteten Gerippen passend zugestopft oder abgedeckt werden. Auch kann man ver schiedene Käsesorten zufriedenstellend mit der Auf schmelzmasse und mit anderen nach der Erfindung überziehen.
<I>Beispiel 2</I> Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde für das Be sprühen zwecks überziehen verschiedener Artikel mit dem folgenden Ansatz wiederholt, der speziel für die vorgesehene Auftragsmethode zubereitet wurde.
EMI0006.0009
Äthyleellulose <SEP> (20 <SEP> cps) <SEP> 25,9 <SEP> T.
<tb> Mineralölraffinat, <SEP> Saybolt Viskosität <SEP> bei <SEP> 38 <SEP> C <SEP> 95/105 <SEP> Einheiten <SEP> 60 <SEP> T.
<tb> Citroflex <SEP> A-4 <SEP> 7 <SEP> T.
<tb> Crystal <SEP> -O <SEP> 6 <SEP> T.
<tb> Paraplex <SEP> G-62 <SEP> 2 <SEP> T.
<tb> Zitronensäure <SEP> 0,1 <SEP> T. Die Ergebnisse waren hervorragend. Die Eigen schaften des aufgebrachten Überzuges auf den Artikeln waren denjenigen nach Beispiel 1 gleichwertig.
Ausge zeichnete Ergebnisse erhielt man auch mit Zusammen setzungen, die den vorhergehenden ähnlich waren, wenn irgendein oder zwei oder die letztgenannten Bestand teile im Ansatz fortgelassen wurden.
Auch erzielt man völlig zufriedenstellende Ergeb nisse bei Verwendung von Äthylcellulose von einem Viskositätsgrad von 50 cps oder höher in Zusammen setzungen, die denjenigen oben und von Beispiel 1 für maschinelle Auftragung ähnlich sind.
<I>Beispiel 3</I> Gemäss dem vorhergehenden Arbeitsgang wurden zwei für maschinelle Verarbeitung vorgesehene über zugsansätze hergestellt und die an ihnen erhaltenen Daten in Tabelle 1 aufgeführt. In allen Fällen wurden typische Fleischschnitten, deren Durchschnittsgewicht etwa 0,9 kg betrug, überzogen.
EMI0006.0015
<I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb> Ansätze <SEP> für <SEP> maschinelles <SEP> Überziehen.
<tb> <U>Ansatz</U> <SEP> :<U>B <SEP> Ansatz</U> <SEP> <U>C </U>
<tb> Äthylcellulose, <SEP> 10 <SEP> cps, <SEP> std <SEP> 25,89 <SEP> 29,87
<tb> Helles <SEP> Mineralöl <SEP> (= <SEP> im <SEP> Beispiel <SEP> l) <SEP> 59,00 <SEP> 55,00
<tb> Citroflex <SEP> A-4 <SEP> 6,00 <SEP> 6,00
<tb> Cristal0 -Rizinusöl <SEP> 7,00 <SEP> 7,00
<tb> Paraplex <SEP> G-62 <SEP> 2,00 <SEP> 2,00
<tb> Zitronensäure <SEP> 0,11 <SEP> 0,13
<tb> Öl-Weichmacher-Verhältnis <SEP> 3,93 <SEP> 3,67
<tb> Öl-Äthylcellulose-Verhältnis <SEP> 2,28 <SEP> 1,84
<tb> Äthylcellulose-Weichmacher Verhältnis <SEP> 1,73 <SEP> 1,99
<tb> Physikalische <SEP> Eigenschaften:
<tb> Zerreissfestigkeit <SEP> kg,lcm= <SEP> 6,75 <SEP> 9,98
<tb> Dehnung <SEP> % <SEP> 45 <SEP> 40
<tb> Brookfield <SEP> Viskosität <SEP> (cps) <SEP> 330 <SEP> 640
<tb> überzugsdicke <SEP> in <SEP> mm <SEP> 0,635 <SEP> 0,635 Man sieht, wie dies auch durch die Punktangaben in Fig.3 gezeigt wird, dass Ansatz B , dessen Öl- Weichmacherverhältnis zu hoch und dessen Viskosität zu gering ist, ausserhalb des Bereiches der Zusammen setzungen lag, die zum Bereich der Erfindung gehören.
Bei den Versuchen mit jedem Ansatz zwecks Be stimmung der Ölerfassung auf dem überzogenen Rind- und Schweinegefrierfleisch nach 5stündigem Auftauen bei Raumtemperatur vor dem Abstreifen wurde fest gestellt, dass der Ansatz B etwa 230 Teile pro Mil lion Öl an den Rindoberflächen und 360 Teile pro Million Öl an den Schweinefleischoberflächen ausge schwitzt hatte. Ein solcher Abwanderungsgrad ist nicht zufriedenstellend und praktisch genommen unzulässig. Ansatz C aber schwitzte nur 135 Teile pro Million <B>Öl</B> auf das Rindfleisch und 145 Teile pro Million Öl auf das Schweinefleisch nach der fünfstündigen Tau prüfung aus.
Eine solche Leistung ist, wie angegeben, völlig annehmbar. Dieser fünfstündige Tautest stellt sehr strenge Bedingungen hinsichtlich der Ölwanderung dar. Gewöhnlich werden überzogene Gefrierlebensmit- telartikel nur 1/2 Stunde oder so vor dem Abstreifen getaut.
In Gegenüberstellung mit dem Vorhergehenden wurde für Tauchverarbeitung folgender überzugsansatz zubereitet: <I>Ansatz A für</I> Überziehen <I>im Tauchverfahren</I>
EMI0006.0031
Äthylcellulose, <SEP> 10 <SEP> cps, <SEP> std. <SEP> 22,9 <SEP> %
<tb> Helles <SEP> Mineralöl <SEP> (wie <SEP> im <SEP> Beispiel <SEP> 1) <SEP> 62,0 <SEP> <B>%</B>
<tb> Citroflex <SEP> A-4 <SEP> 6,0 <SEP> %
<tb> Cristal0 -Rizinusöl <SEP> 7,0 <SEP> %
<tb> Paraplex <SEP> G-62 <SEP> 2,0 <SEP> %
<tb> Zitronensäure <SEP> 0,1 <SEP> % Die physikalischen Eigenschaften an dem ob-*gen Überzug nach Eintauchen der Rind- und Schweine fleischschnitte von Hand in die Schmelze wurden ge wonnen.
Dann wurde das Fleisch auf Mineralölaufnah- me untersucht; die Ergebnisse sind in Tabelle 2 einge tragen:
EMI0007.0003
<I>Tabelle <SEP> 2</I>
<tb> Daten <SEP> über <SEP> Ansatz <SEP> A <SEP> für <SEP> Überzug <SEP> im <SEP> Tauchverfahren
<tb> Zugfestigkeit <SEP> 4,92 <SEP> kg/cm2
<tb> Dehnung <SEP> <B>6011/0</B>
<tb> Brookfield <SEP> Viskosität <SEP> 215 <SEP> cps
<tb> überzugsdicke <SEP> 1,270 <SEP> mm
<tb> Ölaufnahme <SEP> am <SEP> Rindfleisch
<tb> 5 <SEP> h. <SEP> Tauen <SEP> b. <SEP> Raumtemperatur <SEP> 331 <SEP> T. <SEP> p.M.
<tb> Ölaufnahme <SEP> am <SEP> Schweinefleisch <SEP> 400 <SEP> T. <SEP> p. <SEP> M.
Hiernach erbrachte der Ansatz für das Tauchüber- ziehen unerwünscht dicke Beschichtungen, die Neigun gen zu übermässiger ölausschwitzung zeigten.
Ausser- dem waren die Überzüge aus dem Ansatz A , dessen
EMI0007.0010
<I>Tabelle <SEP> 3</I>
<tb> Ansätze <SEP> für <SEP> maschinelles <SEP> Überziehen <SEP> (d)
<tb> <U> D <SEP> E <SEP> F <SEP> G <SEP> H <SEP> I </U>
<tb> Ethocel , <SEP> 10 <SEP> cps., <SEP> std <SEP> 29,84 <SEP> 29,85 <SEP> 29,85 <SEP> - <SEP> - <SEP> Ethocel , <SEP> 20 <SEP> cps., <SEP> std <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 29,85 <SEP> 25,85 <SEP> 23,85
<tb> Helles <SEP> Mineralöl <SEP> (wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> I) <SEP> 55,00 <SEP> 51,00 <SEP> 48,00 <SEP> 51,00 <SEP> 55,00 <SEP> 57,00
<tb> Citroflex <SEP> A-4 <SEP> 7,00 <SEP> 7,00 <SEP> 8,00 <SEP> 7,00 <SEP> 7,00 <SEP> 7,00
<tb> Santicizer <SEP> B-16 <SEP> (c) <SEP> 5,00 <SEP> 10,00 <SEP> 12,00 <SEP> 10,00 <SEP> 10,00 <SEP> 10,
00
<tb> Paraplex <SEP> G-26 <SEP> 3,00 <SEP> 2,00 <SEP> 2,00 <SEP> 2,00 <SEP> 2,00 <SEP> 2,00
<tb> Citronensäure <SEP> 0,14 <SEP> 0,14 <SEP> 0,14 <SEP> 0,14 <SEP> 0,14 <SEP> 0,14
<tb> Butyliertes <SEP> Hydroxy-anisol <SEP> 0,02 <SEP> 0,01 <SEP> <B>0,01</B> <SEP> 0,01 <SEP> 0,01 <SEP> 0,01
<tb> Öl-Weichmacher-Verhältnis <SEP> 3,67 <SEP> 2,68 <SEP> 2,18 <SEP> 2,68 <SEP> 2,89 <SEP> 3,00
<tb> Öl-Äthylcellulose-Verhältnis <SEP> 1,84 <SEP> 1,71 <SEP> 1,61 <SEP> 1,71 <SEP> 2,18 <SEP> 2,38
<tb> Äthylcellulose-Weichmacher-Verhältnis <SEP> 1,99 <SEP> 1,56 <SEP> 1,36 <SEP> 1,56 <SEP> 1,36 <SEP> 1,26
<tb> Zugfestigkeit <SEP> (kg/cm2) <SEP> 7,31 <SEP> 2,88 <SEP> 1,19 <SEP> 8,43 <SEP> 3,86 <SEP> 3,51
<tb> Dehnung <SEP> (%) <SEP> 60 <SEP> 114 <SEP> 198 <SEP> 96 <SEP> 171 <SEP> 149
<tb> Brookfieldviskosität <SEP> (cps)
<SEP> 1135 <SEP> 652 <SEP> 810 <SEP> 1735 <SEP> 1048 <SEP> 599
<tb> überzugsdichte <SEP> mm <SEP> 0,635 <SEP> 0,635 <SEP> 0,635 <SEP> 0,635 <SEP> 0,635 <SEP> 0,635
<tb> übermässige <SEP> Haarrisse <SEP> (a) <SEP> Ja <SEP> Nein <SEP> Nein <SEP> Nein <SEP> Nein <SEP> Nein
<tb> Rindfleisch-Ölerfassung <SEP> T. <SEP> p. <SEP> M. <SEP> 5 <SEP> std. <SEP> Tauen <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 54 <SEP> - <SEP> Schweinefleisch-Ölerfassung <SEP> T. <SEP> p. <SEP> M.
<tb> 5 <SEP> std.
<SEP> Tauen <SEP> 260 <SEP> (b) <SEP> 35 <SEP> 30 <SEP> 42 <SEP> 30 <SEP> 90
<tb> (a) <SEP> Haarrissbildung <SEP> bezieht <SEP> sich <SEP> auf <SEP> Bleichen <SEP> des <SEP> Überzuges <SEP> bei <SEP> -28,89 <SEP> <SEP> C
<tb> (b) <SEP> Unzufriedenstellend, <SEP> unerwünscht, <SEP> unpraktisch
<tb> (c) <SEP> Butylphthalylbutylglycolat.
<tb> (d) <SEP> Alle <SEP> Bestandteile <SEP> in <SEP> % <SEP> von <SEP> der <SEP> Gesamtzusammensetzung. Alle überzogenen Artikel, mit Ausnahme derjeni gen aus Ansatz D hatten zumindest so gute Eigen schaften wie diejenigen in Beispiel 1 mit den entstan denen Überzügen; im allgemeinen fühlten sie sich wunschgemäss trocken an.
Gleiche Ergebnisse erzielt man, wenn die obigen Ansätze E bis I mit der Ausnahme wiederholt wurden, dass 2,6 ditert.-Butyl-4-methylphenol ( To- nol ) oder 2,2-Thiobis-(4-methyl-6-tert-butylphenol ( Santonox ) od. dgl. als Antioxydans anstelle von oder Zusammensetzung im Diagramm von Fig. 2 auch ge strichelt angegeben ist, viel öliger und weniger trocken anzufühlen bei Berührung als diejenigen nach Ansatz C '.
<I>Beispiel 4</I> Es wurden verschiedene zusätzliche Ansätze für ma schinell aufzutragende Überzüge, von denen einer ( D ) nicht genau mit der Erfindung übereinstimmt, zuberei tet und als Überzug auf Fleisch durch maschinelles Versprühen bei Heissschmelztemperaturen zwischen etwa 143' und<B>165'</B> C aufgebracht. Ihre Zusammen setzungen, die auch in Fig. 3 vorliegen, wie auch die an ihnen erhaltenen Daten sind in Tabelle 3 angege ben. Wie in allen Fällen wurden wieder repräsentative Fleischschnitten von einem Durchschnittsgewicht von etwa 0,9 kg überzogen. in Kombination mit dem butylierten Hydroxyanisol ver wendet wurden.
Man erzielt auch gute Ergebnisse, wenn die erfin dungsgemässen Zusammensetzungen, wie z. B. die An sätze G und H , hergestellt und, wie angegeben, mit einer Beigabe von etwa 2% eines Paraffinwachses mit einem Smp. von etwa 57 C angewendet wurden. Die so erhaltenen Überzüge sind ganz zähe und bei Gefriertemperaturen nicht spröde.
Sie sind fast völlig transparent und ermöglichen eine Beschauung der über- zogenen Artikel. Der wachshaltige Überzug lässt sich so sauber von den Artikeln abstreifen, dass diese in ihrer normalerweise handelsgängigen Beschaffenheit nach Entfernung des Überzuges erhalten werden. Wie in den vorhergehenden Beispielen schafft der wachs- haltige Überzug ebenfalls einen hervorragenden Schutz für die Artikel, wenn sie gefroren lange Zeit gehalten werden.
Man erhält auch ausgezeichnete Ergebnisse durch Ersatz des Paraffinwachsbestandteiles durch hydriertes Rizinusöl, Carnaubawachs oder Bienenwachs.
Im Gegensatz dazu führten Aufschmelzansätze mit Zusammensetzungen, die nicht im Bereich der Erfin dung liegen, wie z. B. solchen mit Ansätzen ausserhalb der durch die Verbindungslinien der Punkte 1-4-5-6 7-9-1 in Fig. 3 gegebenen Umgrenzung, allgemein zu Ergebnissen, die schlechter als diejenigen waren, die man mit den erfindungsgemäss einbezogenen Zusam mensetzungen erzielen kann, und zwar hauptsächlich auf Grund der Neigungen zum Ausschwitzen übermäs- siger Ölmengen auf dem überzogenen Lebensmittel und auch auf Grund schlechterer physikalischer Eigenschaf ten,
unzureichender überziehbarkeit oder Abstreifbar- keit oder aus anderen aus dem Diagramm ersichtlichen Gründen.