CH446145A - Spulengatter für Textilmaschinen - Google Patents
Spulengatter für TextilmaschinenInfo
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Description
Spulengatter für Textilmaschinen Die Erfindung betrifft den Aufbau eines Spulengatters für Textilmaschinen mit einer Vielzahl von spulentragenden Aufsteckdornen und in der verlängerten Spulenachse angeordneten Fadenführern für die von den zugehörigen Spulen überkopf in Richtung auf eine Verarbeitungsstelle ablaufenden Fäden. Ablaufspulen an Textilmaschinen werden meist in Achsrichtung der Spule, d. h. also überkopf, abgespult. Zu diesem Zweck ist in der verlängerten Spulenachse von der Spulenspitze eine Fadenführung vorgesehen, über die der Faden seiner Verarbeitungsstelle zugeführt wird. Um eine lange Ablaufzeit zu erzielen, werden die Spulen mit dem grösstmöglichen Durchmesser aufgesteckt und kommen bis auf einen geringen Abstand aneinander, deshalb besteht die Gefahr, dass bei Bruch eines Fadens das von der Ablaufspule herunterhängende Fadenende in den Bereich einer benachbarten Spule oder durch Luftströmungen in den Bereich eines Nachbarfadens kommt und von diesem mitgenommen wird. Der Verarbeitungsstelle dieses Nachbarfadens läuft dann ein Faden zuviel zu und verursacht bei der Weiterverarbeitung fehlerhafte und damit minderwertige Ware. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen falschen Fadenverlauf der von Spulengattern bei Textilmaschinen ablaufenden Fäden infolge Brechens und Überspringens eines Fadens auf einen benachbarten Faden zu verhindern. Zur Lösung der gestellten Aufgabe tragen erfindungsgemäss die Aufsteckdorne über die den Fadenführern zugekehrten Spulenenden hinausragende Verlängerungen. Als Faustregel für die Bemessungen der Verlängerung kann gelten, dass diese derart bemessen sind, dass die Verbindungslinie von der Spitze einer Verlängerung zu dem, dem nächstbenachbarten Aufsteckorgan zugeordneten Fadenführer einen Winkel von mindestens 300 mit der zu dieser Verlängerung gehörigen Spulenachse einschliesst. Bei Einhaltung dieser Faustregel ist in aller Regel, d.h. unabhängig davon, wie die Oberflächenbeschaffenheit der Steckdornverlängerung ist, damit zu rechnen, dass im Falle eines Fadenbruchs und Überspringen eines Fadens zu einem benachbarten Faden die von der fadenbruch-betroffenen Spule noch ablaufenden Windungen auf der Aufsteckdornverlängerung gesammelt, straffgezogen und damit in bremsende Reibberührung mit der Oberfläche der Aufsteckdornverlängerung gebracht werden. Eine Verlängerung von 100 mm Länge hat sich bei Einhaltung der oben angegebenen Winkelbedingung als ausreichend erwiesen. Dadurch, dass man die Verlängerung des Aufsteckdornes aufrauht oder profiliert, kann man die Reibungseigenschaften natürlich verbessern, so dass je nach dem Grade der Aufrauhung bzw. Profilierung kürzere Verlängerungen und kleinere Winkel angewandt werden dürfen. Eine besonders zweckmässige Profilierung ist eine schraubenförmige in die Oberfläche der Aufsteckdornverlängerung eingelassene Nut. Diese Nut kann man so einrichten, dass sich die von der fadenbruch-betroffenen Spule ablösenden Windungen beim Straffziehen in die Nut legen und dort eine starke Reibung finden. Man kann die Verlängerung auch als Drahtwendel ausbilden und hat dann absolute Gewähr dafür, dass sich im Falle eines Fadenbruchs und Überspringen des gebrochenen Fadens zu einem benachbarten Faden die von der Fadenbruch-betroffenen Spule ablösenden Windungen nicht unbeabsichtigt von der Aufsteckdornverlängerung dieser Spule lösen. Dieses unbeabsichtigte Lösen kann man aber auch dadurch sicher verhindern, dass man am freien Ende der Aufsteckdornverlängerung ein Fangorgan anbringt, etwa in der Form einer Ringnut oder eines verbreiterten Kopfes. Um eine Verlängerung mit einem bestimmten Reibungsbeiwert an verschiedene Fäden anpassen zu können, ist es zweckmässig, die Längenausdehnung der Verlängerung einstellbar zu machen. Dies lässt sich sehr leicht dadurch bewerkstelligen, dass man die Verlängerung längenverstellbar macht. Es sind Fälle denkbar, in denen das Vorhandensein einer Aufsteckdornverlängerung bei Aufstecken der Spule auf den Aufsteckdorn stört, beispielsweise dann, wenn der Abstand vom freien Ende des Aufsteckdorns bis zum Fadenführer kürzer ist als die Länge der Spule. Um diesem Fall Rechnung zu tragen, kann man den Aufsteckdorn ausrückbar machen. Das Ausrücken kann beispielsweise dadurch ermöglicht werden, dass man den Aufsteckdorn aus einem elastisch auslenkbaren Werkstoff herstellt. Man kann aber auch dafür sorgen, dass die Aufsteckdornverlängerung in eine Bohrung des Aufsteckdorns zurückgeschoben werden kann. Die Fixierung der Verlängerung in ihrer Arbeitsstellung kann man in diesem letzteren Fall beispielsweise durch eine Schraubendruckfeder vornehmen, die in der Bohrung des Aufsteckdorns untergebracht ist und die Verlängerung in ihre Arbeitsstellung drückt. Das Rückholen der Verlängerung gegen die Wirkung der Schraubenfeder kann dabei mittels eines am befestigungsseitigen Ende des Aufsteckdorns angebrachten Rückzugorgans erfolgen. Die Arbeitsweise mit dem erfindungsgemäss gestalteten Spulengatter ist die gleiche wie bei bekannten Spulengattern, solange kein Fadenbruch eintritt, d.h. die Fäden werden von ihren Spulen überkopf abgezogen und durch die Fadenführer den Verarbeitungsstellen zugeführt. Die Abweichung von der Arbeitsweise bekannter Anordnungen tritt im Falle eines Fadenbruchs und Überspringen des Fadens auf einen benachbarten Faden ein, indem die von der fadenbruch-betroffenen Spule ablaufenden Windungen auf der zugehörigen Steckdornverlängerung gesammelt und straffgezogen werden unter Bildung einer das weitere Abziehen des Fadens verhindernden Bremsreibung zwischen dem gebrochenen Faden und der Aufsteckdornverlängerung. Anhand der beiliegenden Abbildungen wird die Erfindung beispielsweise erläutert. Es stellen dar: Abb. 1 Teilansicht eines erfindungsgemäss gestalteten Spulengatters, Abb. 2 und 3 verschiedene Ausführungen der Auf steckdornverlängerungen, Abb. 4 eine längenverstellbare Aufsteckdornverlängerung, Abb. 5 eine rückziehbare Aufsteckdornverlängerung, Abb. 6 eine ausbiegbare Aufsteckdornverlängerung. Die Ablaufspulen 1 sind auf Ablaufdorne 2 aufgesteckt, die ihrerseits an einem Ablaufrahmen 3 befestigt sind. Die Ablaufdorne haben Verlängerungen 2' von mindestens 100 mm Länge. Jeder Ablaufspule ist ein Fadenführer 4 zugeordnet. durch den der ablaufende Faden 5 auf seinem Weg zur nicht dargestellten Verarbeitungsstelle geführt wird. Die Fadenführer 4 sind dabei so angeordnet, dass eine Verbindungslinie von dem vorderen Ende der benachbarten Dornverlängerungen 2' zu ihnen mindestens 300 von der Achsrichtung der Ablaufspulen abweicht. An der mittleren Spule ist in Abb. 1 dargestellt, wie nach einem Fadenbruch das Fadenende in den Bereich der darunterliegenden Spule gekommen ist, worauf sich das Fadenende an den dort laufenden Faden angehängt hat und von diesem ein kurzes Stück mitgenommen wird. Während dieser Zeit werden einige Fadenwindungen von der mittleren Spule abgezogen, die sich aber anschlies send durch den schrägen Zug (in der gleichen Anzahl Windungen) auf die Verlängerung 2' des Ablaufdornes 2 übertragen. Dieser Faden-liegt auf der Verlängerung 2' in einer Schraubenlinie mit nach der Ablaufspule zu abnehmender Steigung. Dadurch wird der Faden so gebremst, dass das weitere Abziehen von Fäden von der mittleren Spule verhindert wird. In Abb. 2 ist die Verlängerung 2' des Ablaufdornes 2 mit einem knopfartigen Bund 6 versehen. In Abb. 3 ist die Verlängerung 2' des Ablaufdornes 2 mit einer Ringnut 7 ausgestattet. Nach Abb. 4 ist der Aufsteckdorn 2 hohl ausgebildet und durch diesen wird die Verlängerung 2' geführt. Diese ist längs verschiebbar und wird durch die beiden Stellringe 8 arretiert. Nach Abb. 5 ist der Aufsteckdorn 2 ebenfalls hohl ausgebildet und die Verlängerung 2' für eine Längsverschiebung vorgesehen. Sie wird aber durch die Druckfeder 9, die sich einerseits an einem Bohrungsabsatz im Aufsteckdorn 2 abstützt und andererseits gegen einen Stellring 10 auf der Verlängerung 2' drückt, in der Arbeitsstellung arretiert. Der Knopf 2" dient zum Zurückziehen der Verlängerung, wenn dies beim Neuaufstecken der Spulen oder aus anderen Gründen notwendig ist. In Abb. 6 ist die Verlängerung des Ablaufdornes als Spirale 11 ausgebildet, die federnd weggeschwenkt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Spulengatter für Textilmaschinen mit einer Vielzahl von spulentragenden Aufsteckdornen u. in der verlängerten Spulenachse angeordneten Fadenführern für die von den zugehörigen Spulen überkopf in Richtung auf die Verarbeitungsstelle ablaufenden Fäden mit Einrichtung zum Verhüten von falschem Fadenlauf durch Überspringen eines Fadens auf die benachbarte Verarbeitungsstelle, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufsteckdorne (2) über die den Fadenführern zugekehrten Spulenenden hinausragende Verlängerungen (2') tragen, so dass im Falle eines Fadenbruchs und Überspringens des Spulenfadens auf einen benachbarten Faden die von der fadenbruchbetroffenen Spule ablaufenden Windungen auf der zugehörigen Steckdornverlängerung (2')gesammelt und straffgezogen werden unter Bildung einer das weitere Abziehen des Fadens verhindernden Bremsreibung zwischen dem gebrochenen Faden und der Aufsteckdornverlängerung.UNTERANSPRÜCHE 1. Spulengatter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungen (2') derart bemessen sind, dass die Verbindungslinie von der Spitze einer Verlängerung (2') zu dem, dem nächst benachbarten Aufsteckorgan zugeordneten Fadenführer (4) einen Win kel von mindestens 30 mit der zu dieser Verlängerung (2') gehörigen Spulenachse einschliesst.2. Spulengatter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') mindestens 100 mm lang ist.3. Spulengatter nach dem Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Verlängerung (2') aufgerauht und/oder profiliert ist.4. Spulengatter nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Oberfläche der Verlängerung (2') eine schraubenförmig verlaufende Nut eingelassen ist.5. Spulengatter nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') von einer Drahtwendel (11) gebildet ist.6. Spulengatter nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende der Verlängerung (2') ein Fangorgan (6, 7) angebracht ist.7. Spulengatter nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangorgan (6, 7) von einer Ringnut (7) gebildet ist.8. Spulengatter nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangorgan (6, 7) von einem verbreiterten Kopf (6) gebildet ist.9. Spulengatter nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') längenverstellbar ist.10. Spulengatter nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') in dem hohl ausgebildeten Aufsteckdorn verschiebbar und arretierbar ist.11. Spulengatter nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') aus ihrer Betriebsstellung ausrückbar ist.12. Spulengatter nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') aus einem elastisch auslenkbaren Material hergestellt ist.13. Spulengatter nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') in einen hohl ausgebildeten Aufsteckdorn (2) zurückschiebbar und durch eine Schraubendruckfeder (9) in Richtung auf ihre Arbeitsstellung vorgespannt ist.14. Spulengatter nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (2') durch ein am befestigungsseitigen Ende des Aufsteckdorns (2) angebrachtes Rückzugorgan (2") entgegen der Wirkung der Schraubenfeder (9) rückholbar ist.
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