Eine Mehrzahl von Häusern mit je mindestens zwei Stockwerken Es ist bekannt eine Mehrzahl von Häusern, z. B. Siedlungen oder getrennt voneinander liegende Häuser, nach gleichen Bauplänen zu bauen, sodass also sämtliche Häuser gleiche Grundrisse der einzelnen Stockwerke und gleiche Anordnung der Stockwerke zueinander aufwei sen. Da aber die Geländeverhältnisse und vor allem auch die Zufahrtsstrassen zu den einzelnen Häusern verschie den liegen, ergeben sich bei Verwendung übereinstim mender Baupläne bei einzelnen Häusern nachteilige Zugangsverhältnisse. So ist z.
B. der Hauseingang oder die Garageeinfahrt für einzelne Häuser zweckmässig, für andere dagegen ausgesprochen ungünstig. Dieser Nach teil kann nicht etwa durch eine verdrehte Anordnung des Hauses beseitigt werden, da sonst die erforderliche Südlage der Wohnräume verloren geht und die An- schlussmöglichkeiten für Gas, Wasser und Elektrizität Mehrkosten bedingen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung dieses Nachteils unter Beibehaltung des wirtschaftlich ausserordentlich bedeutsamen Grundsatzes der Verwen dung des gleichen Bauplanes für eine Mehrzahl von Häusern.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass entsprechende Stockwerke der Häuser praktisch gleichen Grundriss aufweisen und dass die einzelnen Stockwerke jedes Hauses durch zentral angeordnete Treppenaufgän ge miteinander verbunden sind, wobei entsprechende Stockwerke verschiedener Häuser um die Achse ihres zentralen Treppenaufganges gegeneinander gedreht an geordnet sind, so dass sie einzeln den Gelände- und Belichtungsverhältnissen angepasst sind.
In beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung anhand eines einzelnen Hauses dargestellt.
Es zeigen: Fig. 1 ein Eingangsgeschoss; Fig. 2 ein Wohngeschoss; Fig. 3 das Dach; alle Figuren in axonometrischer Darstellung. Das Eingangsgeschoss (Fig. 1) weist einen Zentral raum 1 auf, der direkt von aussen zugänglich ist. Das Endgeschoss enthält ferner eine Kellerraum 2, eine Garage 3, einen Heiz- und Boilerraum 4, und einen Raum für den öltank 5.
Im Zentralraum 1 ist zentral zu den vier Aussenmau ern 6 ein Treppenaufgang angeordnet, der im dargestell ten Beispiel als Wendeltreppe 7 ausgebildet ist. Im Zentrum der Wendeltreppe ist ein Kamin 8 angeordnet, das mit der Heizeinrichtung im Heizraum 4 in Verbin dung steht.
Auf den Mauern des Erdgeschosses sind Träger 9 gelagert, welche zur Abstützung des darüber liegenden Wohngeschosses dienen.
Das Wohngeschoss (Fig. 2) enthält ausser den üblichen Wohnräumen, Küche, Badzimmer, WC als wesentlichen Bestandteil einen Zentralraum 12, in wel chem zentral zu den vier Aussenwänden 11 der Trep penaufgang 10 angeordnet ist, durch welchen der Kamin 8 vom Eingangsgeschoss weitergeführt ist.
In der dargestellten Ausführungsform weisen das Erdgeschoss und das Wohngeschoss quadratisches Aus- mass auf; sie können aber auch je rechteckiges Ausmass besitzen oder aber quadratische und rechteckige Form besitzen.
Wenn die beiden Geschosse übereinander aufgebaut sind, koinzidiert der Treppenaufgang der beiden Stock werke derart, dass man vom untern Eingangsgeschoss durch den Treppenaufgang 7, 10 in das darüberliegende Wohngeschoss gelangen kann.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Fläche des Eingangsgeschosses kleiner als diejenige des Wohn- geschosses, so dass letzteres das Eingangsgeschoss über ragt. Die Flächen der beiden Geschosse können auch gleich gross oder im umgekehrten Sinne verschieden gross sein.
Das Dach (Fig. 3) dient zur Abdeckung des Wohn- geschosses.
Ausser den dargestellten zwei Stockwerken können noch ein oder mehrere weitere Stockwerke vorgesehen sein. Auch diese Stockwerke müssen einen zentral angeordneten Treppenaufgang aufweisen welcher die beiden übereinanderliegenden Stockwerke in der ange führten Weise verbindet.
Ein solcher einheitlicher Bauplan mit zentral ange ordnetem Treppenaufgang durch die verschiedenen über einanderliegenden Stockwerke dient nun zur Herstellung einer Mehrzahl von Häusern, deren Zugangsverhältnisse verschieden sind. Die Anwendung des Bauplanes erfolgt in folgender Weise: Das Erdgeschoss wird so orientiert, dass die in seinem Grundrissplan vorgesehenen Eingänge für das Haus und die Garage und die Anschlussmöglich- keiten für die technischen Einrichtungen zu den Gelän degegebenheiten und Zufahrtswegen optimal liegen.
Das darüber liegende Wohngeschoss wird dann so orientiert und auf das Erdgeschoss so aufgebracht, dass die Bedingungen, die an das Wohngeschoss gestellt werden müssen, erfüllt sind. Das bedeutet, dass das Wohngeschoss gegenüber dem Erdgeschoss um einen beliebigen Winkel um die Achse des gemeinsamen Treppenaufganges verdreht werden kann, so dass z. B. die Wohnzimmer unabhängig von der Lage des Erdge schosses in die Südlage gebracht werden können. Die zentrale Anordnung des Treppenaufganges gibt die Möglichkeit einer beliebigen Winkelverdrehung der bei den Geschosse gegeneinander und zwar ohne irgendwel che weitere Massnahmen, d. h. ohne irgendwelche Abän derungen der vorbestimmten Grundrisse.
Im allgemeinen wird man sich mit einer Winkelver drehung der beiden oder der mehreren Stockwerke von 90 begnügen können, da damit den Gelände- und Belichtungsverhältnissen in ausreichendem Mass Rech- nung getragen ist. Selbstverständlich können auch ande re Verdrehungswinkel gewählt werden, sofern die ästhe tischen Momente dies zulassen.