Speichereinrichtung mit auf einer Umlaufbahn angeordneten Behältern Die Erfindung betrifft eine Speichereinrichtung mit auf einer Umlaufbahn angeordneten Behältern, z. B. zum Parkieren von Fahrzeugen geeigneten Boxen. Bei bekannten Speichereinrichtungen dieser Art sind alle Behälter in regelmässigen Abständen an endlosen Ketten aufgehängt, die sich längs der ganzen Bahn erstrecken und an denen die Behälter auch in den Umkehrbereichen der Bahn befestigt bleiben. Dies hat eine relativ grosse Höhe der Umkehrbereiche und meistens auch relativ grosse raumverschwendende Abstände der Behälter in den vertikalen Abschnitten der Bahn zur Folge.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermei den. Die Speichereinrichtung nach der Erfindung zeich net sich dadurch aus, dass die Behälter voneinander unabhängig sind und längs der Umlaufbahn sukzessive von verschiedenen Fördervorrichtungen weiterbefördert werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es ist: Fig. 1 ein schematischer Aufriss einer Parkierein- richtung mit Zahnstangengetriebe; Fig. 2 ein schematischer Aufriss eines anderen Vertikalantriebes für die Behälter; Fig. 3 ein schematischer Aufriss eines anderen Horizontalantriebes für die Behälter;
Fig. 4 ein schematischer Aufriss des oberen Umkehr bereiches einer anderen Ausführungsform; und Fig. 5 ein Schnitt gemäss Linie V-V von Fig. 4.
Die Parkiereinrichtung nach Fig. 1 weist ein schema tisch angedeutetes Turmgerüst 1 auf, das zwei nebenein ander liegende, vertikale Schächte 2 und 3 bildet, in denen Parkierboxen 4 auf und ab befördert werden können. Jede Box 4, die zur Aufnahme zweier Autos dient, ist auf der Aussenseite ihres unteren Bodens 5, ihres oberen Bodens 6 und ihrer Seitenwände 7 und 8 mit je zwei parallelen Zahnstangen 9, 10, 11 und 12 ver sehen, von denen die eine in der Betrachtungsrichtung der Zeichnung vorne und die andere hinten liegt.
Auf dem Gerüst 1 sind entsprechend vorne und hinten je drei vertikale Reihen von Zahnrädern 13, 14 und 15 mon tiert, die in nicht näher dargestellter Weise von einem gemeinsamen Motor oder gruppenweise von synchroni sierten Motoren angetrieben werden können. Die linken Zahnräder 13, die im Gegenuhrzeigersinne angetrieben werden, greifen in die Zahnstangen 11 der im linken Schacht 2 aufsteigenden Boxen 4 ein. Die ebenfalls im Gegenuhrzeigersinne angetriebenen, rechten Zahnräder 15 greifen in die Zahnstangen 12 der im rechten Schacht 3 absteigenden Boxen 4.
Die mittleren Zahnräder 14, die dagegen im Uhrzeigersinne angetrieben werden, greifen zugleich in die Zahnstangen 12 der aufsteigenden, als auch in die Zannstangen 11 der absteigenden Boxen 4 ein, wobei es klar ist, dass die Bewegung der Boxen 4 eben durch diese Zahnräder 13-15 bewirkt wird.
Der vertikale Teilungsabstand t zwischen je zwei übereinanderliegenden Zahnrädern 13, 14 oder 15 ist kleiner als die Höhe h der Boxen 4, so dass eine aufsteigende, bzw. absteigende Zahnstange immer von einem neuen Zahnrad gefasst wird, bevor sie das vorangehende verlässt.
Die quaderförmigen Boxen 4 sind an den Enden ihrer horizontalen Kanten mit zwei, vorne, bzw. hinten liegenden Führungsrollen 16 versehen, die an vertikalen Führungen 17 und auf horizontalen Führungen 18 bzw. 19 geführt sind. Wenn eine Box 4 im Schacht 2 in die oberste, mit 4, bezeichnete Lage kommt, ist der einer Box entsprechende, oberste Raum 3" des Schachtes 3 leer. Zugleich erreicht im Schacht 3 eine Box 4 die unterste, mit 4" bezeichnete Lage und ist der einer Box entsprechende Raum 2" des Schachtes 2 leer.
In dieser Lage wird der Antrieb der vertikal fördernden Zahnrä der 13-15 unterbrochen, während zugleich horizontal fördernde Zahnräder 20, bzw. 21 im Gegenuhrzeigersin- ne angetrieben werden, um über die unteren Zahnstan- gen 9', bzw. die oberen Zahnstangen 10', die unterste Box 4" in den Raum 2U, bzw. die oberste Box 4, in den Raum 3" zu verschieben.
Es ist klar, dass zu diesem Zwecke je in der mittleren der drei vorderen, bzw. hinteren Vertikalführungen 17 kleine Lücken 23 vorgesehen sein müssen, um den horizontalen Durchgang der Führungsrollen 16 zu ge statten. Ebenso müssen in der vorderen und hinteren horizontalen Führung 19 kleine Lücken vorgesehen sein, um den vertikalen Durchgang der Führungsrollen 16 zu gestatten. Die Lücken sind aber in der dargestellten Lage durch kleine schwenkbare Konsolen 24 ausgefüllt, damit die Box 4" auf der durch diese Konsolen 24 ergänzten Führungsbahn 19 in den Raum 3" rollen kann.
Gegenüber bekannten Parkiereinrichtungen, bei de nen dieBoxen an endlosenKetten befestigt sind,weist die beschriebene Einrichtung den grossen Vorteil auf, dass sie den Raum besser ausnützt. Die auf- und absteigenden Boxen 4 sind nur durch ein sehr geringes Spiel s voneinander getrennt und für den Übergang von einem Schacht in den andern ist lediglich ein Raum von etwa gleicher Höhe h wie die Boxen 4 erforderlich. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die einzelnen, voneinander vollkommen unabhängigen Boxen schrittweise vertikal und horizontal bewegt werden, wobei während der Vertikalbewegung keine Horizontalbewegung stattfin det und umgekehrt.
Fig. 2 zeigt schematisch einen anderen Vertikalan trieb für die wiederum mit 4 bezeichneten Parkierbo- xen. Die relativ teuren Zahnstangen und Zahnräder sind hier ersetzt durch endlose Ketten 25, 26 und 27, die sich aber nicht etwa längs der ganzen Umlaufbahn der Boxen 4 erstrecken, sondern nur längs eines etwa zwei Boxen höhen h entsprechenden, vertikalen Teiles dieser Um laufbahn.
Auch sind die Boxen 4 nicht dauernd an den Ketten 25-27 befestigt, sondern werden von denselben nur vorübergehend, nämlich während des genannten Teiles der Umlaufbahn erfasst. Die Ketten 25-27 sind, ähnlich wie im Falle von Fig. 1 die Zahnstangen und Zahnräder, zweimal vorhanden, nämlich je einmal in einer etwa der vorderen bzw. der hinteren Stirnseite der Box 4 entsprechenden Ebene.
Eine zentrale, horizontale Welle 28 wird über ein nicht dargestelltes Reduktionsgetriebe von einem Elek tromotor 29 angetrieben. Auf der Welle 28 sitzt ein Kegelrad 30, das mit zwei Kegelrädern 31 und 32 in Eingriff steht die auf den einen Enden von zwei zur Welle 28 senkrechten Wellen 33 und 34 sitzen. Die Wellen 33 und 34 tragen anderenends zwei Kegelräder 35 und 36, die mit Kegelrädern 37 und 38 kämmen, die auf zur Welle 28 parallelen Wellen 39 und 40 sitzen. Auf den Wellen 39, 28 und 40 sitzen die oberen Kettenräder 41, 42 und 43 der Ketten 25, 26 und 27, deren untere, auf den Wellen 44, 45 und 46 angeordnete Kettenräder nicht angetrieben werden. Die Ketten 25-27 bewegen sich so, wie durch Pfeile dargestellt ist.
An den Boxen 4 sind Kupplungsorgane 47 ange bracht, die mit an den Ketten 25-27 angebrachten Kupplungsorganen 48 zusammenarbeiten. Der Teilungs abstand tj, der Kettenkupplungsorgane 48 längs der Ketten 25-27 ist gleich der Höhe h der Boxen 4 und da letztere in den Schächten 2 und 3 ohne jegliches Spiel aufeinanderliegen, haben aufeinanderfolgende Boxen kupplungsorgane 47 denselben Abstand voneinander wie die Kettenkupplungsorgane 48 auf den vertikalen Ab schnitten der Kette.
Im Schacht 2 kuppeln sich die Kettenkupplungsorgane 48 mit den Boxenkupplungsor- ganen 47 in Höhe der unteren Wellen 44-46 und entkuppeln sich von denselben in Höhe der oberen Wellen 28, 39 und 40; während im Schacht 3 der umgekehrte Vorgang stattfindet. Im dargestellten Bei spiel werden jeweils zwei aufsteigende und zwei abstei gende Boxen 4 mit den Ketten 25-27 gekuppelt, während alle anderen Boxen frei auf denselben liegen, bzw. lediglich durch nicht dargestellte Fürhungsrollen an ortsfesten Führungen geführt sind, wie im Falle von Fig. 1.
Es genügt aber auch, nur jeweils eine einzige aufsteigende und eine einzige absteigende Box 4 mit den Ketten 25-27 zu kuppeln, wobei dann die Einhaltung der Beziehung ti,=h nicht nötig ist.
Es ist ersichtlich, dass die Kolonne der im Schacht 3 absteigenden Boxen 4 über die Ketten 25-27 der Kolonne der im Schacht 2 aufsteigenden Boxen 4 das Gleichgewicht hält, so dass der Motor 29 unter Berück sichtigung der Beladungen der Boxen lediglich die Reibung überwinden muss. Die Reibung wird aber erheblich niedriger sein als im Falle von Fig. 1, so dass nicht nur die Anlage, sondern auch die Betriebskosten geringer sein werden.
Um die Boxen 4 oben und unten vom Schacht 2 in den Schacht 3, bzw. umgekehrt, zu befördern, kann man ebenfalls einen Kettenmechanismus verwenden, wie bei spielsweise in Fig. 3 veranschaulicht ist. Um die oberste Box 4, aus dem Schacht 2 in den obersten Raum 30 des Schachtes 3 rollen zu können, sind die Boxen 4 oben mit zwei Paaren von Aufhängerollen 49 versehen (in Fig. 2 weggelassen), die in der dargestellten obersten Lage der Box 4" paarweise in zwei orstfesten Füh rungsschienen 50 von U-förmigem Profil liegen von denen die eine vor und die andere hinter der Box 4 liegt.
Der horizontale Schenkel der Führungsschiene 50 ist für den Ein- und Austritt der Aufhängerollen 49 mit Lücken 51 versehen, die durch nicht dargestellte, schwenkbare Konsolen geschlossen werden, bevor die horizontale Bewegung beginnt. Diese horizontale Bewegung wird mittels zweier paralleler endloser Ketten 52 bewerkstel ligt, die mit Mitnehmern 53 versehen sind, welche mit an den Boxen 4 vorgesehenen Mitnehmern 54 zusammenar beiten. Es ist ersichtlich, dass bei Antrieb der endlosen Ketten 52 in Pfeilrichtung die Box 4" über die Mitnehmer 53 und 54 in den Raum 3" befördert wird.
Es ist klar, dass man vertikale Kettenantriebe der in Fig. 2 gezeigten Art auch mit horizontalen Zahnstangen antrieben der ni Fig. 1 angewendeten Art kombinieren kann oder umgekehrt, doch dürfte dies im allgemeinen keine besonderen Vorteile bieten.
Während die Parkiereinrichtungen nach Fig. 1, bzw. Fig. 2 und 3 schrittweise arbeiten, wobei vertikale und horizontale Schritte abwechselnd aufeinander folgen, arbeitet die nachfolgend anhand von Fig. 4 und 5 beschriebene Einrichtung kontinuierlich. In den vertika len Teilen der Umlaufbahn, von dem in Fig. 4 nur der obere Umlenkbereich, ohne Turmgerüst gezeigt ist, werden die Boxen 4 genau so befördert wie dies an Hand von Fig. 2 beschrieben worden ist.
Im oberen und im unteren Umlenkbereieh werden die oberste bzw. die unterste Box mit Hilfe von zueinander parallelen, endlo sen Ketten 55 befördert, die sich längs endlosen, ortsfesten Führungen 56 erstrecken, die - wie aus Fig. 6 ersichtlich - aus zwei einander gegenüberliegenden Schienen von U-förmigem Profil bestehen.
Auf einer horizontalen Welle 57 sitzen zwei Ketten- räder 58, durch die zwei Ketten 55 angetrieben werden, die mit seitlichen Führungsrollen 59 versehen sind, die in den Schienen 56 geführt sind. Die beiden Ketten 55 sind stellenweise durch gemeinsame Distanzbolzen 60 mitein ander verbunden, durch welche sie in Abstand voneinan der gehalten werden. Auf je zwei Paaren von benachbar ten Distanzbolzen 60 sind zwei dreieckige Supporte 61 angebracht, die mit Aufhängeorganen 62 versehen sind. Die Boxen 4 sind oben mit Aufhängeorganen 63 versehen, die sich automatisch mit den Aufhängeorganen 62 der Ketten 55 kuppeln und von denselben entkuppeln können.
Ersteres findet für die aufsteigenden Boxen 4 an der mit 621;, letzteres an der mit 62e bezeichneten Stelle der Bahn des Organes 62 statt, wenn die Ketten 55 im Sinne der in Fig. 4 angegebenen Pfeile umlaufen.
Auf der Welle 57, deren Lager bei 64 angedeutet sind, sitzt noch ein drittes Kettenrad 65, das über eine endlose Kette 66, z. B. vom Motor 29, Fig. 2 aus angetrieben wird. Selbstverständlich befindet sich die soeben beschriebene Anordnung 55-66 sowohl auf der vorderen, als auch auf der hinteren Seite des oberen Umlenkbereiches.
Die Antriebsgeschwindigkeit der Welle 57 ist so gewählt, dass die Ketten 55 sich in den Führungen 56 mit einer Geschwindigkeit v1 bewegen, die etwa 3,6- mal (z. B. 3,572ma1) grösser ist als die Geschwindigkeit v2, mit der die Boxen 4 aufwärts, bzw. abwärts bewegt werden.
Die eigentümliche, ovale Form des Kettenweges, mit einseitiger Einschnürung 67 hat sich rechnerisch und zeichnerisch aus folgenden Bedingungen ergeben: 1) Die jeweils von den Ketten 55 von der Stelle 621; nach oben und rechts mitgenommene Box 4 darf mit der vorangehenden Box 4, die unterdessen an diesen Ketten nach rechts und unten, und dann von der Stelle 62e an vertikal nach unten mitgenommen wird, nicht in Berüh rung kommen.
2) Die obige Bedingung soll bei möglichst geringer Bauhöhe erfüllt werden.
Es ist aus Fig. 4 ersichtlich, dass die Kettenräder 58 in der Einschnürung 67 liegen und dass es zur Vermei dung einer Berührung bei möglichst geringer Bauhöhe günstig ist, wenn die horizontalen Kanten der quaderför- migen Boxen gebrochen (oder abgerundet) sind wie dies z. B. bei 68' und 68" gezeigt ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 hat den Vorteil, dass der Antrieb aller Boxen 4 kontinuierlich läuft, bis die gewünschte Box 4 an der vorgeschriebenen Haltestelle angekommen ist, um beladen oder entladen zu werden. Die Wege für das Zu- und Abführen der Autos, sowie die elektrische Steuerungsvorrichtung für den Antrieb sind nicht dargestellt, da sie in Bezug auf bekannte Parkiereinrichtungen nichts prinzipiell Neues aufweisen.
Es wird hervorgehoben, dass, obwohl die beschriebe nen Parkiereinrichtungen nur zwei vertikale Schächte 2 und 3 aufweisen, es sehr wohl möglich ist, die Boxen 4 auch in geneigten oder horizontalen Gängen zu beför dern. Insbesondere die Einrichtungen nach Fig. 1, bzw. Fig. 2 und 3 mit schrittweiser Förderung der Boxen eignen sich vorzüglich zur Ausnützung von horizontalen Gängen, die z. B. unterirdisch angelegt sein können.
Es wird ferner bemerkt, dass nicht nur zum Parkie ren von Fahrzeugen geeigneten Boxen auf die beschrie bene Weise befördert werden können, sondern Behälter für irgendwelche Waren, die gespeichert werden sollen, wobei der Speicher einen bequemen Zugriff zu jedem seiner Teile gewährleisten soll. So kann man z. B. in Maschinenfabriken derartige Speichereinrichtungen für Ersatzteillager oder Fertigungszwischenlager verwen den, oder in Archiven oder Bibliotheken für Akten und Bücher anstelle der üblichen, oft schwer zugänglichen Regale.