CH446759A - Verfahren und Vorrichtung zum Messen hoher Drücke eines fluiden Mediums bei hohen Temperaturen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Messen hoher Drücke eines fluiden Mediums bei hohen TemperaturenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Messen hoher Drücke eines fluiden Mediums bei hohen Temperaturen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Messen hoher Drücke eines fluiden Mediums bei hohen Temperaturen. Derartige Messaufgaben liegen häufig in der technischen Chemie vor, z. B. bei der synthetischen Herstellung von Kunststoffasern, bei der die flüssige Nylon-, oder Perlonmasse oder dergleichen bei etwa 400 C und 600 atü durch Düsen gepresst wird.
Zur Überwachung derartiger Drücke sind Messvorrichtungen bekannt, bei denen das zu überwachende Druckmedium über eine elastische Wand, z. B. über eine Membran oder über einen in das Medium hineinragenden Tauchschaft mit elastischen Wänden, auf eine Übertra- gerflüssigkeit einwirkt, die den Druck des Mediums auf eine nachgeschaltete Bourdonfeder überträgt. Derartige Messvorrichtungen sind bei hohen Temperaturen jedoch nur beschränkt anwendbar, da die temperaturbedingte Ausdehnung der Ubertragerflüssigkeit die Druckwerte verfälscht.
Zudem würde bei einem Aufreissen der elastischen Wände die Ubertragerflüssigkeit sich mit dem zu messenden Medium vermischen, was in vielen Fällen eine Anwendung von mit ubertragerflüssigkeit arbeitenden Messvorrichtungen aus Sicherheitsgründen ausschliesst. Bei der Verwendung eines Tauchschaftes besteht ein weiterer Nachteil darin, dass der Tauchschaft im obigen Beispiel einer Kunststoffmasse beim Erkalten und damit Erstarren der Masse in dieser festsitzt und nicht ohne Zerstörung herausgenommen werden kann. Bei Verwendung einer Membran ist dieser Nachteil zwar vermieden, dafür muss aber die Membran verhältnismässig gross ausgebildet werden, um die zur Aussteuerung einer Bourdonfeder erforderliche Flüssigkeitsmenge verdrängen zu können.
Der Erfindung ist die Aufgabe gestellt, eine Messvorrichtung zu schaffen, bei der die die Messung verfälschenden Temperatureffekte ausgeschaltet sind. Die Messvorrichtung soll ausserdem einfach an den Druckbehälter anzuschliessen sein, nicht in das Druckmedium hineinragen und insbesondere auch gegenüber Drucküberlastun- gen gesichert sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäss ein Verfahren zum Messen hoher Drücke eines fluiden Mediums bei hohen Temperaturen vorgesehen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Medium eine in ihrer Halterung starr befestigte kleine Biegeplatte beaufschlagt, deren vom Druck des Mediums abhängige Durchbiegung nur einige hundertstel mm beträgt und mittels eines Düsen-Prallflächen-Systems, das aus der über eine Vordrossel mit Druckluft gespeisten Düse und einem mit der Biegeplatte starr verbundenen, die Prallfläche aufweisenden Teil besteht, in einen pneumatischen Druck über- setzt wird, und dass dieser pneumatische Druck gemessen wird.
Zur Vermeidung von die Messwerte verfälschenden Temperatureffekten kann hierbei vorgesehen sein, dass die Temperaturabhängigkeit der Durchbiegung der Biegeplatte durch eine entgegengerichtete temperaturabhängige Änderung der Drosselkennlinie des Düsen-Prallflächen Systems, die durch Aufheizung der ausströmenden Luft im Bereich der Düse bewirkt wird, und durch eine temperaturabhängige Vergrösserung des Düsen-Prallflächen Abstandes, die durch unterschiedliche Temperaturlängung der Düsenhalterung und des die Prallfläche aufweisenden Teiles bewirkt wird, kompensiert wird. Hierbei kann die zur Aufheizung der ausströmenden Luft und die für die Temperaturlängung der Düsenhalterung und des die Prallfläche aufweisenden Teiles erforderliche Wärme vom Medium geliefert werden.
Zur Durchführung dieses Verfahrens sieht die Erfindung eine Vorrichtung vor, die eine über eine Vordrossel an die Druckluftversorgung angeschlossene Düse und ein zwischen Vordrossel und Düse an die Luftleitung angeschlossenes pneumatisches Druckmessgerät aufweist und die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Biegeplatte an der Stirnfläche einer Stahlhülse starr befestigt ist, in der die Düse mit auf das Zentrum der Biegeplatte gerichteter Ausströmrichtung angeordnet ist und die mit Befestigungsmitteln zum Anschluss an den Druckbehälter versehen ist.
Da bei einer Wegabtastung mittels einer pneumatischen Ausströmdüse die Biegeplatte nur um einige hundertstel mm zur Aussteuerung des Messbereiches durchgebogen werden muss, kann die Biegeplatte sehr klein ausgebildet werden, so dass in der Wand des Druck behälters nur eine kleine Öffnung zum Einsetzen der Druckmessvorrichtung vorgesehen werden muss.
Die Biegeplatte kann bei einer bevorzugten Ausfüh- rungsform der Vorrichtung in ihrem Zentrum mit einem in das Innere der Hülse gerichteten Stössel versehen sein, dessen Stirnfläche als Prallfläche der Düse gegenüberliegt. Hierdurch wird erreicht, dass die Biegeplatte nicht unmittelbar von der ausströmenden Luft angeblasen wird, was andernfalls zu Temperaturspannungen innerhalb der Biegeplatte führen könnte.
Ferner kann die Biegeplatte die Form einer runden Scheibe aufweisen, deren Dicke vom Rand aus zunächst abnimmt und zum Zentrum hin wieder zunimmt. Im Hinblick auf günstige Fertigung der Biegeplatte ist es vorteilhaft, wenn diese auf ihrer dem Medium zugewandten Seite tellerförmig ausgedreht ist und auf der Gegenseite in ihrem spannungsfreien Zentrum einen Gewindenippel aufweist, auf den der Stössel aufgeschraubt ist. Die Biegeplatte kann hierbei in ihrer Halterung eingeschweisst sein. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass der Querschnitt der Biegeplatte über den Radius sich gleichsinnig mit den an der Platte wirkenden Biegemomenten ändert, d. h., dass die Biegeplatte in den Zonen hoher Biegemomente stärkere Querschnitte aufweist.
Hiermit ist der Vorteil verbunden, dass die Durchbiegung der Biegeplatte für einen bestimmten Durchmesser wesentlich erhöht wird. Eine bestimmte Durchbiegung kann nunmehr auch bei relativ kleinen Durchmessern erreicht werden. Das bedeutet im vorliegenden Falle, dass die Abmessungen des Gerätes klein gehalten werden kön- nen und trotzdem die zur Aussteuerung der Düse erfor derlichen Wege erzielt werden. So beträgt die Durchbie 1 gung nahe mm bei nur 10 mm Durchmesser der
10 Biegeplatte für einen Betriebsdruck von 630 kp/cm2 und einer Überdrucksicherheit von 50%.
Im weiteren kann das Düsenröhrchen in axialer Richtung verstellbar in der Hülse angeordnet sein, wobei in der Hülse eine Grundplatte vorgesehen werden kann, an der die zur Verstellung des Düsenröhrchens dienenden Verstellmittel befestigt sind. Weiterhin kann in der Hülse ein das Düsenröhrchen umschliessendes zylindrisches Zentrierstück eingeschraubt sein, in dem ein Klemmstück angeordnet ist, das mittels eines an einer drehbar gelagerten Spindel vorgesehenen Exzenters in radialer Rich tung verschiebbar ist, so dass das Düsenröhrchen durch ausschliesslich radial gerichtete Kräfte im Zentrierstück festklemmbar ist. Eine derartige Klemmverbindung bietet den Vorteil, dass die verklemmten Teile sich bei Erwär- mung und Abkühlung nicht gegeneinander verschieben.
Auch die die Verstellmittel für das Düsenröhrchen tragende Grundplatte kann mittels eines Federringes in der Hülse befestigt sein, der durch mindestens einen in der Grundplatte gelagerten Exzenter ausschliesslich in axialer Richtung gegen die innere Mantelfläche der Hülse geklemmt wird.
Die Zuluftleitung kann im Bereich zwischen Düsenröhrchen und Grundplatte aus einer spiral-oder schrau benförmig aufgewundenen elastischen Metallkapillare bestehen.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Stössel aus einem Material besteht, dessen Temperaturausdehnungskoeffizient kleiner ist als der der Stahlhülse und des das Düsenröhrchen umschliessenden Zentrierstückes.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Nippel oder der Stössel in der Nähe der Biegeplatte mindestens eine Querschnittsverengung aufweist, durch die der Wärme- fluss von der Biegeplatte zur Prallfläche des Stössels verringert wird. Schliesslich kann noch vorgesehen sein, dass die das Düsenröhrchen einspannenden Teile wärmeleitend mit dem Medium verbunden sind und der Abstand der Einklemmstelle des Düsenröhrchens im Zentrierstück vom Druckbehälter wesentlich grösser ist als die Länge des Stössels.
Das erfindungsgemässe Verfahren und eine Ausfüh- rungsform einer Messvorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens sind im folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine prinzipielle Messanordnung,
Fig. 2 Diagramme zur Erläuterung der Temperatureffekte,
Fig. 3 eine Messvorrichtung im Schnittbild gemäss der Linien 111-111 der Fig. 4 und 5,
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 3 gemäss der Schnittlinien IV-IV der Fig. 3 und 5,
Fig. 5 die Vorrichtung nach den Fig. 3 und 4 in Draufsicht,
Fig. 6 die zum Festklemmen des Düsenröhrchens dienenden Einzelteile,
Fig. 7 einen Schnitt durch die Fig. 6 gemäss der Linie VII-VII.
Fig. 1 zeigt als Beispiel für einen Druckbehälter ein Rohr 1, in dem sich das fluide, beispielsweise 400 C heisse Medium 2 unter einem hohen Druck, beispielsweise von 200 bis 600 atü, befindet. In einer öffnung der Rohrwand ist die Druckmessvorrichtung 3 eingesetzt, die im wesentlichen aus dem hülsenförmigen Gehäuse 4, der Biegeplatte 5 mit Stössel 6 und der Druckluftleitung 7 besteht. Die Druckluftleitung weist eine Vordrossel 8 auf und endet in einer Ausströmdüse 9, die in geringem Abstand von der als Prallfläche dienenden Stirnfläche 10 des Stössels 6 angeordnet ist. Zwischen der Vordrossel 8 und der Ausströmdüse 9 ist an die Druckluftleitung 7 ein Manometer 11 angeschlossen, das den sich im Raum
12 hinter der Düse 9 aufbauenden Staudruck anzeigt.
Abhängig vom Druck des Mediums 2 wird die Biege platte 5 durchgebogen, so dass sich die Stirnfläche 10 des Stössels 6 mit zunehmendem Druck der Ausström düse nähert und damit den Drosselwiderstand des Düsen
Prallflächen-Systems 9, 10 erhöht. Hierdurch baut sich im Raum 12 ein Staudruck auf, der am Manometer 11 abgelesen werden kann und der somit ein Mass für den
Druck des Mediums darstellt. Der Abstand zwischen
Düse 9 und Prallfläche 10 steht in einer funktionalen
Beziehung zum Staudruck im Raum 12, die als Drosselkennlinie des Düsen-Prallflächen-Systems bezeichnet wird.
Dieses Druckmessverfahren ist bei hohen Tempera turen des zu überwachenden Mediums 2 jedoch nur an wendbar, wenn die die Messwerte verfälschenden Tem peratureinflüsse ausgeschaltet werden. Die Temperatur beeinflusst den Elastizitätsmodul der Biegeplatte 5, da diese bei einem bestimmten Druck abhängig von der Tem peratur des Mediums eine mehr oder weniger grosse
Durchbiegung erfährt und damit die Messwerte tempe raturabhängig verändert. Zum anderen bewirkt das heisse
Medium 2 eine Aufheizung der Düse 9 und der Prall fläche 10, wodurch die Drosselkennlinie ebenfalls ver ändert wird. Weiterhin kann durch unterschiedliche
Temperaturlängungen des Stössels 6 und der die Düse 9 haltenden Teile, insbesondere des Gehäuses 4, eine tem peraturabhängige Abstandsänderung zwischen Düse 9 und
Prallfläche 10 erfolgen.
Der Erfindung zufolge sollen diese drei Temperatur vinflüsse, wie anhand der Fig. 2 näher erläutert, gegeneinander kompensiert werden. Im oberen Diagramm der Fig. 2 ist der Druck Pu des Mediums 2 gegen die Durchbiegung x der Biegeplatte 5 aufgetragen und die Tempe raturabhängigkeit der Durchbiegung der Biegeplatte dargestellt. Die Linie A'gibt die Druck/Weg-Charakteristik für eine Temperatur T1, z. B. für 20 C, und die Linie C' die um den Winkel a flachere Druck/Weg-Charakteristik für eine Temperatur T2, z. B. für 400 C, wieder.
Im unteren Diagramm der Fig. 2 ist der Druck pis im Raum 12 gegen den Abstand y zwischen Düse 9 und Prallfläche 10 aufgetragen und die Drosselkennlinie Ar des Düsen- Prallflächen-Systems für die Temperatur T1 eingezeichnet.
Die Drosselkennlinie AT verläuft in ihrem mittleren Abschnitt, der als Messbereich verwendet wird, annähernd geradlinig. Der Schnittpunkt der Drosselkennlinie AT 1 mit der Ordinate gibt den Staudruck im Raum 12 bei geschlossener Düse 9 an, der dem in die Zuluftleitung 7 eintretenden Druck gleich ist. Wie gestrichelt angedeutet, wird also bei der Temperatur T1 ein Druck Po des Mediums 2 in einen Druck po im Raum 12 übersetzt.
Um den Temperatureinfluss auf den Elastizitätsmodul, d. h. die temperaturabhängige Durchbiegung der Biegeplatte, aus der Messung zu eliminieren, muss die Neigung der Drosselkennlinie AT um den gleichen Winkel ot i temperaturabhängig flacher werden wie die Kennlinie C' gegenüber der Kennlinie A'. Dies wird der Erfindung zufolge mittels einer Kompensation des erstgenannten Temperatureffektes (Durchbiegung) durch die beiden anderen Temperatureffekte (Aufheizung des Düsen-Prall flächen-Systems ; unterschiedliche Temperaturlängungen) erreicht.
Durch eine Aufheizung des Düsen-Prallflächen-Systems kann die Drosselkennlinie AT in die Kennlinie B überführt werden. Die Aufheizung kann durch besondere Heizeinrichtungen bewirkt werden, doch ist es vorteilhafter, die zur Aufheizung erforderliche Wärme direkt dem heissen Medium zu entnehmen. In diesem Fall wird der Wärmefluss vom Medium 2 zum Düsen-Prallflächen System durch geeignete Wahl der Abmessungen und der Materialien für das Gehäuse 4 und die Stössel 6 so bestimmt, dass die Aufheizung des Düsen-Prallflächen-Systems eine Verschwenkung der Drosselkennlinie Ar bei einer Temperatur T2 des Mediums um den erwähnten Winkel a in die Kennlinie B bewirkt.
Bei geeigneter Form und Materialgebung der Stössel 6 und der die Düse 9 tragenden Teile, insbesondere des Gehäuses 4, wird weiterhin eine durch unterschiedliche Temperaturlängung bedingte Vergrösserung des Abstandes y zwischen Düse 9 und Prallfläche 10 erzielt. Dies bedeutet in der Darstellung nach Fig. 2 eine Parallelverschiebung der Kennlinie B in die Drosselkennlinie Cr, die nunmehr in gleicher Richtung um den erwähnten Winkel os gegenüber der Drosselkennlinie Ar geneigt ist. Wie strichpunktiert angedeutet, wird der Druck Po des Mediums 2 nunmehr auch bei der höheren Temperatur Tz in den gleichen Staudruck po wie bei der niedrigeren Temperatur Tl übersetzt.
Durch die beschriebene gegenseitige Kompensation der drei Temperatureffekte sind die durch das erfindungsgemässe Druckmessverfahren erhaltenen Druckmesswerte also von der Temperatur des zu messenden Mediums unabhängig.
In den Fig. 3 bis 5 ist eine Ausführung des erfindungsgemässen Druckmessgerätes in vergrössertem Massstab dargestellt. Das Gehäuse 4 besteht aus zwei aneinandergeschweissten Stahlhülsen 4', 4"und ist an seiner unteren Stirnfläche durch die eingeschweisste Biegeplatte 5 verschlossen. Das Gehäuse 4 weist ein Aussengewinde 13 auf, mit dem es in eine entsprechende Bohrung des Druckbehälters (Position I in Fig. 1) eingeschraubt werden kann. Anstelle einer Schraubbefestigung kann auch eine Flanschverbindung vorgesehen werden oder, falls es im Hinblick auf die Abdichtung erforderlich sein sollte, kann die Hülse 4'auch in die Rohrwand eingeschweisst werden. Die Biegeplatte 5 kann, falls erforderlich, auch so angebracht werden, dass sie bündig mit dem Rand der Hülse 4'abschliesst.
Die Dicke der Biegeplatte 5 nimmt vom Rand aus zunächst ab und ist im Zentrum der Biegeplatte durch den an der Rückseite der Biegeplatte vorgesehenen Nippel 14 besonders verstärkt. Auf den Nippel 14 ist der Stössel 6 aufgeschraubt, dessen Stirnfläche 10 als Prallfläche der Düse 9 gegenüberliegt. Das Düsenröhrchen 15 steckt in einer zentralen Bohrung des Zentrierstückes 16, das mittels des Gewindes 17 an der Hülse 4'befestigt ist.
Uber die wendelförmig aufgewundene, elastische Kapillare 18 und das Rohr 19 ist die Düse 9 an die Druckluftversorgung angeschlossen.
Wie insbesondere in den Fig. 4, 6 und 7 dargestellt, ist das Zentrierstück 16 mit einer radialen Bohrung versehen, in der ein Klemmstück 21 angeordnet ist. Das Klemmstück 21 weist eine Bohrung 22 auf, in der ein Exzenter 23 angeordnet ist, der über die Spindel 24 mittels eines Schraubschlüssels verdreht werden kann. Das Klemmstück 21 ist an seiner an dem Düsenröhrchen 15 anliegenden Seite kreisförmig eingeschnitten und liegt mit vier Punkten an dem Düsenröhrchen 15 an. Durch diese besondere Ausbildung der Klemmvorrichtung für das Düsenröhrchen wird erreicht, dass dieses nur durch senkrecht zur Achse gerichtete Kräfte im Zentrierstück 16 gehalten ist. Hierdurch wird vermieden, dass sich die verklemmten Teile bei Erwärmung gegeneinander verschieben, was andernfalls zu einer Verschiebung des Nullpunktes der Messvorrichtung führen würde.
In nichtfestgeklemmtem Zustand kann das Düsenröhrchen 15 mittels der Gewindespindel 25 grob und mittels der Schraube 26 fein verstellt werden. Die Verstellschraube 26 sitzt in einer zentralen Gewindebohrung der Grundplatte 27, die mittels des Klemmringes 28 und der Exzenterschraube 29 ebenfalls durch ausschliesslich senkrecht zur Achse gerichtete Kräfte in einer rillenför- migen Eindrehung der Hülse 4"gehalten ist.
Die Aufheizung der Luft im Bereich der Düse 9 erfolgt im wesentlichen durch Wärmezufuhr durch den Stössel 6 zur Prallfläche 10 und durch die Hülse 4'und das Zentrierstück 16. Um eine temperaturabhängige Vergrösserung des Abstands y zwischen Düse 9 und Prallfläche 10 zu erreichen, ist für den Stössel 6 ein Material mit geringer Wärmeausdehnung verwendet und der Wärmeleitungsquerschnitt durch den kleinen, hinten der Biegeplatte 5 noch eingedrehten Nippel 14 möglichst klein gehalten. Da der Abstand zwischen der Einklemmstelle des Düsenröhrchens 15 im Zentrierstück 16 und dem heissen Medium 2 grösser ist als die Länge des Stös- sels 6, wirkt sich die Temperaturlängung auf die Lage des Düsenröhrchens 15 stärker aus als auf die Lage der Prallfläche des Stössels 6.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHE I. Verfahren zum Messen hoher Drücke eines fluiden Mediums bei hohen Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, dass das Medium eine in ihrer Halterung starr befestigte kleine Biegeplatte beaufschlagt, deren vom Druck (pus) des Mediums abhängige Durchbiegung einige hundertstel mm beträgt und mittels eines Düsen-Prallflächen Systems, das aus der über eine Vordrossel mit Druckluft gespeisten Düse und einem mit der Biegeplatte starr verbundenen, die Prallfläche (10) aufweisenden Teil besteht, in einen pneumatischen Druck (pm) übersetzt wird, und dass dieser pneumatische Druck gemessen wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einer über eine Vordrossel an die Druckluftversorgung angeschlossenen Düse und einem zwischen Vordrossel und Düse an die Luftleitung angeschlossenen pneumatischen Druckmessgerät, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeplatte (5) an der Stirnfläche einer Stahlhülse (4) starr befestigt ist, in der die Düse (9) mit auf das Zentrum der Biegeplatte (5) gerichteter Ausströmrichtung angeordnet ist und die mit Befestigungsmitteln (13) zum Anschluss an den Druckbehälter (1) versehen oder in eine Öffnung des Druckbehälters eingeschweisst ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturabhängigkeit der Durchbiegung der Biegeplatte durch eine temperaturab hängige Anderung der Drosselkennlinie des Düsen-Prall- flächen-Systems, die durch Aufheizung der ausströmen- den Luft im Bereich der Düse bewirkt wird, und durch eine temperaturabhängige Vergrösserung des Düsen Prallflächen-Abstandes, die durch unterschiedliche Temperaturlängung der Düsenhalterung und des die Prallfläche aufweisenden Teiles bewirkt wird, kompensiert wird.2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Aufheizung der ausströmenden Luft und die für die Temperaturlängung der Düsenhalterung und des die Prallfläche aufweisenden Teiles erforderliche Wärme vom Medium geliefert wird.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeplatte (5) in ihrem Zentrum mit einem in das Innere der Hülse gerichteten Stössel (6) versehen ist, dessen Stirnfläche als Prallfläche (10) der Düse (9) gegenüberliegt.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeplatte (5) die Form einer runden Scheibe aufweist, deren Dicke vom Rand aus zunächst abnimmt und zum Zentrum hin wieder zunimmt.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeplatte (5) auf ihrer dem Medium (2) zugewandten Seite eine tellerförmige Ausdrehung und auf der Gegenseite einen Gewindenippel (14) aufweist, auf den der Stössel (6) aufgeschraubt ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeplatte in ihrer Halterung eingeschweisst ist.7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenröhrchen (15) in axialer Richtung verstellbar in der Hülse (4', 4") angeordnet ist.8. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Hülse (4") eine Grundplatte (27) angeordnet ist, an der die zur Verstellung des Düsenröhrchens dienenden Verstellmittel (25, 26) befestigt sind.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die Hülse (4') ein das Düsenröhrchen (15) umschliessendes zylindrisches Zentrierstück (16) eingeschraubt ist, in dem ein Klemmstück (21) angeordnet ist, das mittels eines an einer drehbar gelagerten Spindel (24) vorgesehenen Exzenters (23) in radialer Richtung verschiebbar ist, so dass das Düsenröhrchen (15) durch ausschliesslich radial gerichtete Kräfte im Zentrierstück (16) festgeklemmt ist.10. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (27) mittels eines Federringes (28) in der Hülse (4") befestigt ist, der durch mindestens einen in der Grundplatte gelagerten Exzenter (29) ausschliesslich in axialer Richtung gegen die innere Mantelfläche der Hülse (4") geklemmt wird.11. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Un teransprüchen 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftleitung zwischen Düsenröhrchen und Grundplatte aus einer spiral-oder schraubenförmig aufgewundenen Metallkapillare besteht.12. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stössel (6) aus einem Material besteht, dessen Temperaturkoeffizient kleiner ist als der der Stahlhülse (4') und des Zentrierstückes (16).13. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Un teransprüchen 3, 4, 5 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Nippel (14) oder der Stössel (6) in der Nähe der Biegeplatte (5) mindestens eine Querschnittsverengung aufweist, durch die der Wärmefluss von der Biegeplatte (5) zur Prallfläche (10) des Stössels (6) verringert wird.14. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die das Düsenröhrchen (15) einspannenden Teile (21, 16) wärmeleitend mit dem Medium (2) verbunden sind und der Abstand der Einklemmstelle des Düsenröhrchens (15) im Zentrierstück (16) von dem Druckbehälter (1) wesentlich grösser ist als die Länge des Stössels (6).
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-
1963
- 1963-06-13 CH CH735163A patent/CH446759A/de unknown
- 1963-07-25 US US297551A patent/US3277721A/en not_active Expired - Lifetime
- 1963-07-25 GB GB29598/63A patent/GB993997A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3277721A (en) | 1966-10-11 |
| GB993997A (en) | 1965-06-02 |
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