CH446810A - Brennstoffeinspritzvorrichtung einer Kolbenbrennkraftmaschine - Google Patents

Brennstoffeinspritzvorrichtung einer Kolbenbrennkraftmaschine

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CH446810A
CH446810A CH811265A CH811265A CH446810A CH 446810 A CH446810 A CH 446810A CH 811265 A CH811265 A CH 811265A CH 811265 A CH811265 A CH 811265A CH 446810 A CH446810 A CH 446810A
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Description


      Brennstoffeinspritzvorrichtung    einer     Kolbenbrennkraftmaschine       Die Erfindung     betrifft    eine     Brennstoffeinspritzvor-          richtung    einer     Kolbenbrennkraftmaschine    mit indivi  dueller     Speicherung    pro Zylinder des von einer Brenn  stoffpumpe einem Einspritzventil zugeführten einzu  spritzenden Brennstoffes und hydraulischer Blockie  rung bzw.

   Auslösung der Ventilnadel des     Einspritzven-          tiles    durch in einem Steuerraum des     Einspritzventiles     wirkenden     hydraulischen    Druck, wobei die Einspritz  pumpe     an    einer in der Nähe des Kurbelgehäuses be  findlichen Nockenwelle angeordnet ist, welche dadurch  gekennzeichnet ist, dass die Auslösung des Einspritz  vorganges durch ein hydraulisches Steuerorgan erfolgt,  das sich am Zylinderkopf in der Nähe des     Einspritz-          ventiles    befindet.  



  Bei den bisherigen Einspritzvorrichtungen bestehen  insbesondere bei grösseren Maschinen Schwierigkeiten  im     Betrieb,    die durch das     dynamische    Verhalten des  Brennstoffes in den zu den Einspritzventilen führenden  Rohrleitungen und die in diesen verlaufenden Druck  wellen     verursacht    sind, wie z. B. das Nachspritzen von  Brennstoff nach einem Einspritzvorgang,     ungleichmäs-          siger    Leerlauf usw.

   Das war bisher bei den heute fast  ausschliesslich verwendeten Vorrichtungen der Fall,  wo der von einer Einspritzpumpe geförderte Brennstoff  direkt durch ein     Einspritzventil    zur Einspritzung ge  langte, wie auch bei der seinerzeit vorgeschlagenen  Vorrichtung nach der deutschen Patentschrift 512 368,  wonach der Brennstoff vorher gespeichert wurde und  der Einspritzvorgang erst nach einer Auslösung statt  fand. Die Erfindung hat die     Schaffung    einer     Einspritz-          vorrichtung    zum Ziel, bei welcher der Einfluss der  dynamischen Vorgänge in den unter hohem Druck ste  henden Brennstoffleitungen auf ein Minimum vermin  dert wird.  



  Die Erfindung wird anhand einiger in der Zeich  nung schematisch dargestellten     Ausführungen    erläutert.  Es zeigen:       Fig.    1 eine Ansicht eines vierzylindrigen Dieselmo  tors mit der erfindungsgemässen Vorrichtung,       Fig.    2 eine Seitenansicht zu     Fig.    1,         Fig.    3 eine erste     Ausführungsform    der     erfindungs-          gemässen    Einspritzvorrichtung,       Fig.    4 eine zweite Ausführungsform der     erfindungs-          gemässen    Einspritzvorrichtung,

         Fig.    5 eine dritte Ausführungsform der erfindungs  gemässen     Einspritzvorrichtung,          Fig.6    einen Längsschnitt des Steuerorganes aus       Fig.    5 entsprechend dem Schnitt     VI-VI    in der     Fig.5.     Der in den     Fig.    1 und 2 dargestellte vierzylindrige       Zweitakt-Dieselmotor    1 ist mit einer von der Kurbel  welle 2 über Zahnräder 3, 4, 5 angetriebenen Nocken  welle 6 versehen. Die Nockenwelle 6 betätigt mittels  entsprechend ausgebildeter Nocken     Einspritzpumpen    7,  von denen jede einem der Zylinder des Motors zuge  ordnet ist.

   Von den Pumpen 7     führen    Druckleitungen  8 zu Einspritzventilen 9, von denen jedes in einem  Zylinderkopf 10 des Motors angeordnet ist. Von jeder  der Druckleitungen 8 zweigt jeweils eine Steuerleitung  11 ab, die über ein Steuerorgan 12 ebenfalls zum be  treffenden Einspritzventil 9 führt. Die Steuerorgane 12  der einzelnen Zylinder werden von einer gemeinsamen  Steuerwelle 13 betätigt. Die Steuerwelle 13 wird von  der Kurbelwelle 2 angetrieben, was in diesem Falle  durch eine Welle 14 geschieht, die durch     Kegelradge-          triebe    15, 16 einerseits mit dem Zwischenrad 4 des  Antriebes der Nockenwelle 6, andererseits mit der  Steuerwelle 13 verbunden ist.

   Im dargestellten Beispiel  ist der Antrieb so gewählt, dass die     Steuerwelle    13 mit  der gleichen Drehzahl wie die Kurbelwelle 2 läuft.  



  In der     Fig.    3 ist das     Einspritzventil    zusammen mit  dem Steuerorgan und der Einspritzpumpe dargestellt.  Als Einspritzpumpe findet eine normale, handelsübli  che Pumpe 20 Verwendung, wie sie als Brennstoffein  spritzpumpe für Dieselmotoren dient. Der die Pumpe  antreibende Nocken 21 der Nockenwelle 6 hat in die  sem Falle drei Erhebungen, so     dass    die Pumpe 20  während einer Umdrehung der Nockenwelle 6 drei  Förderhübe ausführt.

   Das ermöglicht die Verwendung  einer kleineren Pumpe gegenüber den heute üblichen  Anordnungen, wo die ganze Einspritzmenge von der      Pumpe in einem einzigen Hub während einer Umdre  hung der Nockenwelle gefördert werden     muss.    Die  Pumpe 20 entnimmt Brennstoff einer Zubringerleitung  19 und fördert diesen in die Druckleitung     $.    Die  Druckleitung 8 führt, wie bereits erwähnt, zum     Ein-          spritzventil    9, das im Zylinderkopf 10 angeordnet ist.  Mit dem     Einspritzventil    9 ist ein Akkumulator 22 ver  bunden, der aus     Anschaulichkeitsgründen    in der     Fig.    3  vom Einspritzventil getrennt gezeichnet wurde.

   Vor  dem Einspritzventil 9 ,und dem Akkumulator 22     zweigt     von der Druckleitung 8 die Steuerleitung 11 ab, die  über das Steuerorgan 12, das in diesem Falle durch  einen Kolbenschieber gebildet wird, zum     entspirechen-          den    Steuerraum des     Einspritzventiles    9 führt.  



  Das Einspritzventil enthält einen Sitzteil 23 und  einen Gehäuseteil 24. Im Sitzteil 23 sind durch eine  Ventilnadel 25 verschliessbare Einspritzöffnungen 26  ausgebildet. In der     Bohrung    27 der Ventilnadel 25 be  findet sich über der Ventilnadel ein     Anhebekolben    28  mit etwas grösserem Durchmesser. Die     Ventilnadel    25  ist mit einem verjüngten Vorsprung 30 versehen,  wobei zwischen dem Vorsprung und der Wand der  Bohrung 27 ein Steuerraum 31 gebildet wird. Der  Steuerraum 31 ist durch eine Bohrung 32 im Sitzteil  23 und eine Bohrung 33 im Gehäuseteil 24 an die  Steuerleitung 11 angeschlossen.

   Eine Bohrung 34 ver  bindet den Düsenraum 35 des Sitzteiles 23 mit einer       Bohrung    36 im Gehäuseteil 24, welche mit dem Akku  mulator 22 und der Druckleitung 8 verbunden ist.  



  Der     Anhebekolben    28 stützt sich gegen den Feder  teller 37 einer Feder 38, welche den     Anhebekolben    28  gegen die Düsennadel     2.5    und diese gegen ihren Sitz  drückt, sobald kein oder nur ein geringer Druck im  Steuerraum 31 herrscht. Das andere Ende der Feder  38 stützt sich gegen einen Zapfen 39, der im Gehäuse  teil     2:1    eingeschraubt ist. Der Zapfen 39 ist mit einem  zylindrischen Anschlag 40 versehen, der die Hubbewe  gung des     Anhebekolbens,    28 zusammen mit dem Feder  teller 37 nach oben begrenzt. Der Zapfen 39 ist mit  einem Entlüftungskanal 41 versehen, der an eine über  strömleitung 42 angeschlossen ist.  



  Der an die Steuerleitung 11 in     Fig.    3 angeschlos  sene Steuerschieber 12 weist einen Kolbenschieber 50  auf, der in der Bohrung eines Gehäuses 51 beweglich  ist und von einem Nocken 52 der Steuerwelle 13 betä  tigt wird. Das Gehäuse 51 ist ausser an die Steuerlei  tung 11 an eine     Abflussleitung    53 angeschlossen. Der  Kolbenschieber 50 ist mit einer     Ausnehmnng    54 verse  hen, die durch eine zur     Schieberachse    senkrechte  Kante 55 und eine schräge Kante 56 begrenzt ist. Der  Kolbenschieber ist durch einen Hebel 57, eine Gabel  58 und einen flachen Führungsteil 59 um seine Achse  schwenkbar.

   Die     Ausnehmung    54 ist geeignet, zu  einem früheren oder zu einem späteren Zeitpunkt, je  nach der Winkelstellung des Kolbenschiebers 65 und  dessen Hub, entweder eine durchgehende Verbindung  der Leitung 11 zu schaffen oder die Verbindung zur  Druckleitung 8 abzuschliessen und den Teil der Druck  leitung 11 mit dem Steuerraum 31 an die     Abflusslei-          tung    53 anzuschliessen. In dieser Stellung, die auch in  der Figur dargestellt ist, wird die Leitung 11 mit dem  Steuerraum drucklos, der Druck aus der Druckleitung  8 kann durch den Steuerschieber jedoch nicht entwei  chen.  



  Vor jedem Einspritzvorgang führt die Pumpe 20  unter dem Einfluss des Nockens 21 der Nockenwellen  6 drei Förderhübe aus. Dadurch wird die Druckleitung    8 zusammen mit dem Akkumulator 22 und dem ge  samten Einspritzsystem unter Druck gesetzt. Die  Menge des dabei gespeicherten Brennstoffes wird mit  Hilfe der Mengenregelung der Einspritzpumpe 20 ge  steuert. Entsprechend stellt sich am Ende des letzten  Förderhubes im Akkumulator 22, wie auch im ganzen  System ein Druck ein, der von der einzuspritzenden  Brennstoffmenge abhängig ist.  



  Dieser Druck wirkt, da während des Speichervor  ganges eine Verbindung der Leitung 11 durch das  Steuerorgan 12 besteht, auch im     Steuerraum    31 des       Einspritzventiles    und drückt den     Anhebekolben    28  zusammen mit dem Ventilteller 37 gegen den Anschlag  40. Dadurch wird die Ventilnadel 25 der Einwirkung  der Feder 38 entzogen. Da die Ventilnadel in ihrem  Sitz vor den Einspritzdüsen 26 aufliegt, überwiegt die  Kraft des im Steuerraum 31 wirkenden Druckes die  Kraft des auf die Ventilnadel im Raum 35 wirkenden       Druckes.    Durch diese Kraftdifferenz wird die Ventilna  del 25 gegen ihren Sitz gedrückt und verschliesst den  Zufluss von Brennstoff zu den Düsen 26.  



  Der Augenblick der Einspritzung des Brennstoffes  wird durch den Steuerschieber 12 bestimmt. Dieser  unterbricht, wie bereits erwähnt, die Leitung 11 und  verbindet den nach dem     Steuerschieber    befindlichen  Teil dieser Leitung, zusammen mit dem Steuerraum 31  mit der Abflussleitung. Dadurch sinkt schlagartig der  Druck im Steuerraum 31. Nun überwiegt die Kraft des  im Raum 35 auf die Ventilnadel 25 wirkenden     Druk-          kes,    die Ventilnadel 25 wird angehoben und der Ein  spritzvorgang beginnt. Das Ende des Einspritzvorgan  ges wird durch die Kraft der Feder 38 bestimmt.  Sobald ihre Kraft die Kraft des im Raum 35 wirken  den Druckes überwiegt, so wird die Ventilnadel 25  gegen ihren Sitz gedrückt und die Einspritzung wird  beendet.  



  Bei der Ausführungsform nach der     Fig.4    ist die  Anordnung im wesentlichen gleich wie bei der nach  der     Fig.    3. Es sind daher die gleichen Teile, soweit dies  erforderlich ist, mit gleichen Bezugszeichen versehen.  



  Das in der     Fig.    4 dargestellte Steuerorgan 60 ent  hält ein Gehäuse 61, durch welches die Steuerwelle 13  führt. Die     Steuerwelle    ist in diesem Falle mit einem  Exzenter 62 versehen. Der Exzenter 62 betätigt einen  Hebel 63, der um einen Zapfen 64 schwenkbar ist. Die  Höhenstellung des Zapfens 64 ist durch einen Hebel  65 mittels eines Exzenters 66 verstellbar. Der Hebel  63 wirkt über eine Stange 67 auf einen     Stössel    68, der  von unten ein Ventil 69 betätigt. Das Ventil 69 drückt  gegen einen Arm eines zweiarmigen Hebels 70, dessen  zweiter Arm zwischen einem Ventil 71 und einem  Schieber 72, der unter dem Einfluss einer Feder 73  steht, beweglich ist.

   Wenn das Ventil 69 geschlossen  ist, d. h. wenn der Stössel 68 dieses nicht anhebt, so  wird durch den Schieber 72 und die Feder 73 das Ven  til 71 angehoben. Es besteht eine durchgehende Ver  bindung in der Leitung 11. Sobald das Ventil 69 durch  den Nocken 62 über die Teile 63, 67 und 68 angeho  ben wird, so wird durch den zweiarmigen Hebel 70 der  Schieber 72 niedergedrückt. Das Ventil 71 unterbricht  die Leitung 11 und das offene Ventil 69 schliesst den  zum Einspritzventil führenden Teil dieser Leitung an  eine Abflussleitung 74 an. Der Zeitpunkt der so erfol  genden Auslösung des     Einspritzvorganges    wird durch  den Hebel 65 mit dem Exzenter 66 eingestellt.  



  Bei der Anordnung nach der     Fig.    4 wird ein     Steu-          eroran    60 verwendet, bei dem der Abschluss     aus-          t>         schliesslich durch     Ventile    erfolgt. Dabei sind die Ven  tile so angeordnet, dass sie durch den höheren Druck  in ihren Sitz gedrückt werden. Diese Anordnung ist       insbesondere    dort anwendbar, wo besonderer Wert auf  eine     Zuverlässigkeit    bezüglich der Dichtwirkung der  Abschlussorgane gelegt wird.  



  Bei der Ausführungsform nach den     Fig.    5 und 6 ist       wieder    die     .Anordnung    im wesentlichen gleich wie bei  den Anordnungen nach den     Fig.    3 und 4. Das in der       Fig.5    dargestellte Einspritzventil 9 unterscheidet sich  von der vorher beschriebenen Ausführung einzig  dadurch, dass der     Anhebekolben    28 in diesem Falle  den gleichen Durchmesser hat wie die Ventilnadel 25.  



  Der an die Steuerleitung 11 in     Fig.    5 angeschlos  sene Steuerschieber 80, dessen axialer Schnitt in der       Fig.    6 dargestellt ist, weist einen rotierenden     Schieber-          körper    81 auf, der durch Zahnräder 82, 83 von einer  Steuerwelle 84, die der Steuerwelle 13 in     Fig.    1 ent  spricht, angetrieben wird. Der     Schieberkörper    81 ist in  einer schwenkbaren Büchse 85 gelagert, durch deren  Schwenkung mittels eines Hebels 86 der Beginn der  Einspritzung verändert werden kann. In den Schieber  wird durch Kanäle 87 Brennstoff eingeführt und die  sem durch Kanäle 88 wieder entnommen.

   Zur Verbin  dung der Kanäle 87 und 88 ist die Büchse 85 mit     Aus-          nehmungen    90 und der Drehschieber 81 mit Einschnit  ten 91 versehen. Ausserdem enthält der Schieber 81  eine zentrische     Bohrung    92, die dauernd durch Boh  rungen 93, 94 an einen Abflusskanal angeschlossen ist.       Bohrungen    95 führen von der zentrischen Bohrung 92  des Schiebers 81 nach aussen in die     Ausnehmungen    90  der Büchse 85.

   Die Anordnung ist so getroffen, dass,  je nach der relativen Stellung des Schiebers 81 und der  Büchse 85, entweder die Leitung 11 über die Kanäle  87, 88 durchgehend verbunden ist, oder der Teil der  Leitung 11 mit dem Steuerraum 31 an die     Abflusslei-          tung    94 angeschlossen und praktisch     drucklos    ist.  



  Der in den     Fig.    5 und 6 dargestellte Drehschieber,  welcher das Steuerorgan 80 bildet, ist, wie aus der  Figur ersichtlich ist, voll symmetrisch ausgebildet, um  so die von den hohen Drücken herrührenden Kräfte in  jeder Lage auszugleichen. Aus der symmetrischen Aus  bildung folgt, dass die Drehzahl des Schiebers nur halb  so gross zu sein braucht wie die der Kurbelwelle 2 des  Motors. Das wird in der     Fig.6    dadurch angedeutet,  dass die den Schieber antreibenden Zahnräder 82, 83  ein     übersetzungsverhältnis    1:2 haben. Es versteht sich  allerdings, dass der Antrieb auch so ausgebildet sein  kann, dass bereits die Welle 84 die halbe Drehzahl der  Kurbelwelle erhält. Selbstverständlich sind auch andere  Antriebsformen möglich.  



  Der in der     Fig.    6 im Schnitt dargestellte Drehschie  ber     enthält    in seiner Längsrichtung die erforderlichen  Steuerkanäle für vier Zylinder eines Motors. Im Falle  der Verwendung eines Drehschiebers nach der     Fig.    6  ist es daher nicht notwendig, bei jedem Zylinder, wie  dies in der     Fig.    1 dargestellt ist, ein Steuerorgan anzu  ordnen. Das hat eine gewisse Vereinfachung des  Motors zur Folge, allerdings unter Verwendung länge  rer Steuerleitungen 11. Es ist selbstverständlich auch  möglich, jedem Zylinder seinen eigenen Schieber der  dargestellten Ausführung zuzuordnen, wobei dann ein  solcher Schieber kürzer sein könnte und nur die Steu  erkanäle für einen Zylinder     aufweisen    würde.  



  Erfindungsgemäss wird es auch unter anderem  ermöglicht, die Steuerfunktion des Einspritzvorganges  von der die Brennstoffeinspritzungen     antreibenden       Nockenwelle 6 zu trennen. Da die     Einspritzpumpen    bei  grösseren Motoren bedeutende Leistungen aufnehmen,  muss diese Welle zusammen mit ihrem Antrieb robust  sein. Es ist daher eine Anordnung der Nockenwelle in  der Nähe der Kurbelwelle vorteilhaft. Das hatte bei  den bisherigen Ausführungen lange Brennstoffleitungen  zur Folge, in denen bei den erforderlichen hohen  Drücken unliebsame dynamische Erscheinungen auftra  ten, die stark den Einspritzvorgang beeinflussten.  



  Bei der erfindungsgemässen Ausführung werden  hingegen nur ganz kurze Steuerleitungen verwendet, in  denen die Laufzeiten der Druckwellen so kurz sind,  dass sie sich nicht störend auswirken     können.    Die Steuer  welle 13 wird dabei praktisch nicht belastet und kann  daher auch bei ausreichender     Steifigkeit    relativ leicht  ausgebildet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Brennstoffeinspritzvorrichtung einer Kolbenbrenn- kraftmaschine mit individueller Speicherung pro Zylin der des von einer Brennstoffpumpe einem Einspritz- ventil zugeführten einzuspritzenden Brennstoffes und hydraulischer Blockierung bzw.
    Auslösung der Ventil nadel des Einspritzventiles durch in einem Steuerraum des Einspritzventiles wirkenden hydraulischen Druck, wobei die Einspritzpumpe an einer in der Nähe des Kurbelgehäuses befindlichen Nockenwelle angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslösung des Einspritzvorganges durch ein hydraulisches Steueror gan erfolgt, das sich am Zylinderkopf in der Nähe des Einspritzventiles befindet. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Steuerorgan in einer besonde ren, von der Druckleitung der Brennstoffpumpe zum Steuerraum des Einspritzventiles führenden Steuerlei tung angeordnet ist. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan derart ausgebil det ist, dass es während des Fördervorganges der Brennstoffpumpe die Druckleitung mit dem Steuer raum des Einspritzventiles verbindet, im Augenblick des beabsichtigten Beginnes des Einspritzvorganges hingegen die Verbindung der Steuerleitung mit der Druckleitung der Brennstoffpumpe unterbricht und die Steuerleitung mit einem Raun niedrigeren Druckes verbindet. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch bei einer mehrzylindrigen Kolbenbrennkraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerorgane einzelner Zylin der durch eine gemeinsame, entlang der Zylinderköpfe verlaufende, von der Kurbelwelle angetriebene Steuer welle verbunden sind. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuervorrichtung ein von einem Nocken betätigter Schieber ist, der zwecks Ver änderung des Beginnes des Einspritzvorganges um seine Achse verstellbar ist und eine Ausnehmung mit mindestens einer zu seiner Achse schräg verlaufenden Kante aufweist, durch welche Ausnehmung abwech selnd einerseits die Druckleitung der Brennstoffpumpe mit dem Steuerraum verbunden und eine Abflusslei- tung verschlossen und andererseits der zur Brennstoff pumpe führende Teil der Druckleitung verschlossen und die zum Steuerraum führende Leitung mit der Abflussleitung verbunden wird. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuervorrichtung ein Dreh schieber ist, der in der zylindrischen Büchse drehbar gelagert ist, welche zwecks Verstellung des Beginnes des Einspritzvorganges schwenkbar ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Steuerorgan zwei Ventile ent hält, die abwechselnd von einem Nocken betätigt wer den und von denen eines die Verbindung der Drucklei tung der Brennstoffpumpe mit dem Steuerraum ver- schliesst und das andere eine Verbindung des Steuer raumes mit einer Abflussleitung versperrt.
CH811265A 1965-06-10 1965-06-10 Brennstoffeinspritzvorrichtung einer Kolbenbrennkraftmaschine CH446810A (de)

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