CH447326A - Einrichtung zum Verbessern der Stabilität von analogen Regelkreisen - Google Patents
Einrichtung zum Verbessern der Stabilität von analogen RegelkreisenInfo
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Description
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Einrichtung zum Verbessern der Stabilität von analogen Regelkreisen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verbessern der Stabilität von analogen Regelkreisen bei Antrieben mit schwingungsfähigen Massen in der Regelstrecke.
Bei elektrischen Antrieben wird der Motor über Kupplungen, Wellen und Getriebe mit der Arbeitsmaschine verbunden. Diese Übertragungsglieder enthalten elastische Teile, z. B. in der Kupplung oder im Getriebe. Diese elastischen Teile stellen zusammen mit den Schwungmassen des Antriebs schwingungsfähige Gebilde dar, die von aussen durch entsprechende Frequenzen zu Resonanzschwingungen angeregt werden können. Diese Resonanzschwingungen stören meist bei gesteuerten Antrieben nicht; führen jedoch zu Schwierigkeiten bei Antrieben, bei ,denen ein Regelkreis geschlossen wird; z. B. wenn der Istwert der Drehzahl am Ausgang der Regelstrecke zum Regler zurückgeführt wird.
Dann enthält die für die Stabilität der Regelung entscheidende Kreisverstärkung in der Umgebung der Resonanzfrequenz eine Anhebung, die zu Eigenschwingungen des Regelkreises führt. Diese Eigenschwingungen könnten durch starke Glättungsglieder gedämpft werden; es wird aber auch dadurch die Geschwindigkeit der Regelung geringer.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einrichtung zu schaffen, die eine stabile Regelung ohne Einbusse an Regelgeschwindigkeit ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass in den Regelkreis ein oder mehrere Filter eingesetzt sind, die auf die Resonanzfrequenz bzw. -frequenzen der schwingungsfähigen Massen abgestimmt sind, und deren Dämpfungsvenlauf die durch die Resonanz verursachten Amplitudenänderungen im Regelkreis kompensiert.
Es wird also, mit anderen Worten, an beliebiger Stelle des Regelkreises eine gegensinnige Resonanzstelle, d. h. z. B. ein Sperrkreis eingefügt, welcher in Dämpfung und Resonanzfrequenz derart dimensioniert ist, dass die Resonanzstelle in der Regelstrecke gerade oder wenigstens angenähert aufgehoben wird. Dadurch kann die Regelverstärkung so angehoben und der Regelkreis so schnell gemacht werden, als ob die ursprüngliche Resonanzstelle nicht vorhanden wäre. Der oder die Sperrkreise werden dabei vorteilhaft an Stellen niedrigen Leistungsniveaus eingebaut, um den Aufwand an Bauelementen klein zu halten; z. B. direkt nach dem Mess- umformer am Ausgang der Regelstrecke.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Bei der Anordnung gemäss dem in Fig. 1 gezeigten Blockschaltbild treibt ein Elektromotor 2 eine Arbeitsmaschine 3. Die schwingungsfähigen Massen dieses Antriebs sind symbolisch durch ein Kästchen 4 dargestellt, in dem der Verlauf der Schwingungsamplitude abhängig von der Frequenz angedeutet ist.
Der Drehzahl-Istwert am Ausgang 14 der Regelstrecke (2, 3, 4) wird durch einen Messwertumformer 5, z. B. einer Tachometermaschine, in eine drehzahlproportionale Spannung umgesetzt. Dem Messwertumfor- mer 5 isst ein Sperrkreis nachgeschaltet, der in Dämpfung und Resonanzfrequenz derart dimensioniert ist, dass im Regelkreis die Resonanzstelle in der Regelstrecke gerade oder annähernd aufgehoben wird. Schematisch ist dies durch den Verlauf der Durchlasskurve des Sperrkreises abhängig von dir Frequenz angedeutet.
Die Ausgangsspannung des Sperrkreises wird, wie durch den Pfeil 8 angedeutet, als Istwert nebst dem durch einen Pfeil 7 angedeuteten Sollwert auf den Regler 1 gegeben, der entsprechend dann auf den Motor 2 einwirkt.
Figur 2 zeigt eine Ausführungsform des Sperrkrei- sets 6. Von dem als Tachometermaschine 9 ausgebildeten Drehzahlmesswertumformer 5 wird eine der Drehzahl proportionale Spannung an den Sperrkreis 6 gegeben. Dieser besteht aus einem T-Glied mit je einem ohmschen Widerstand 10 bzw. 11 im Längszweig und einem aus Kondensator 12 und Spule 13 bestehenden Serienresonanzkreis im Querzweig.
Es versteht sich dabei, dass als Filter auch andere in der Filtertechnik bekannte Schaltungen benützt werden können. Ferner können, um verschiedene Resona zstel-
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len bzw. Oberschwingungen der schwingungsfähigen Massen zu berücksichtigen, auch ein oder mehrere Filter mit verschiedenen Resonanzen vorgesehen sein.
Die Erfindung ist besonders vorteilhaft für geregelte Antriebe bei Papiermaschinen, kann aber auch bei Förderanlagen, Walzwerken usw. Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Verbessern der Stabilität von analogen Regelkreisen bei Antrieben mit schwingungsfähigen Massen in der Regelstrecke, dadurch gekennzeich- net, dass in den Regelkreis ein oder mehrere Filter eingesetzt sind, die auf die Resonanzfrequenz bzw. -fre- quenzen der schwingungsfähigen Massen abgestimmt sind und deren Dämpfungsverlauf die durch Resonanz verursachten Amplituderiänderungen im Regelkreis kompensiert. UNTERANSPRUCH Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Filter an Stellen niedrigen Leistungsniveaus eingesetzt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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ID=7519326
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH121666A CH447326A (de) | 1965-02-09 | 1966-01-28 | Einrichtung zum Verbessern der Stabilität von analogen Regelkreisen |
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Families Citing this family (2)
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- 1965-02-09 DE DE1965S0095371 patent/DE1297924C2/de not_active Expired
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