CH447622A - Hartmetall-Legierung - Google Patents
Hartmetall-LegierungInfo
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Description
Hartmetall-Legierung Die Erfindung betrifft eine aus Sehwermetallkar- biden der IV. bis VI. Gruppe des periodischen Systems der Elemente rund einer Bindemetallkomponente be- stehende Hartmetall-Legierung; eine solche findet z. B. Verwendung bei Schneidelementen für die spanabhe bend-. Metallbearbeitung.
Die bekannten Hartmetall-Legierungen besitzen als Härteträger eine Sch m rmetallkarb,idkomponente, be stehend aus Metallkarbiden der IV. bis VI. Gruppe des periodischen Systems der Elemente und aus einer Binde metallkomponente, für die Metalle oder Metall-Legie- rungen der Eisengruppe Verwendung finden.
Während die speziellen Eigenschaften edier zur Verwendung kom menden SchwermetallkarbidI kennzeichnend für die Härte derartiger Hartmetallwerkstoffe sind, ist das Bin demittel bestimmend für die Zähigkeit derselben.
Unter Berücksichtmgung des Anwendungsgebietes für Hartme- talle als hochverschleissfester Werkstoff für die Be stückung von Zerspanungswerkzeugen und hohen Ver- schleissbeanspruchungen unterworfenen Maschinenteilen besteht die Forderung nach einer solchen die eine möglichst hohe Härte vereint,
mit einer hohen Zähigkeit aufweisen soll. Beide Eigen schaften sind aber bei den bisher bekannten Hartmetall- Legierungen gegenläufig und eine Verbessrung ider einen Eigenschaft kann nur :auf Kostender anderen er folgen..
Um die sich ,aus der technischen Praxis erge benden Forderungen zu erfüllen, sind von den Hart metallherstellern verschiedenartige Hartmetall-Leg@erun- gen hergestellt worden, die geringfügige Verbesserungen zum Ergebnis .hatten.
So sind beispielsweise Hartmetall- Legierungen bekanntgeworden, bei denen !durch Zu- sätze von Karbiden der IV. bis VI Gruppe des peri odischen Systems der Elemente, wie z. B. TiC, TaC, NbC, Cr3C2, VC, ZrC, HfC und andere die Härte und Biegefestigkeit b@eeinflusst werden kann.
So ist es bei spielsweise möglich, durch Aden Zusatz vorn TiC die Härte bei abfallender Zähigkeit in :einem gewissen Um fang zu verbessern und durch Zusatz von TaC die Zähig- keit bei @gleichbleibender Härte zu steigern. Es b:steht weiterhin die Möglichkeit durch Verkleinern der mittle ren Korngrösse :
um etwa 30-50 % ,die Härte bei aller- dings verminderter Zähigkeit zu zrhöhen. Im Hinblick .auf die Beeinflussung .der für die Zähigkeit ausschlag- gebenden ,Biegefestigkeit kommt dem Bindemetall be sondere Bedeutung zu.
Es ist bekannt, dass ein grosser B:in & metallanteil :die Zunahme der Zähigkeit bewirkt, aber gleichzeitig ,die Verschleissfestigkeit verringert.
Die Erfüllung der Forderung nach einer Hartmetall-Legie- rung, die in .Abhängigkeit von der Härte der karbidi- schen Komponente auch eine .entsprechend hohe Zähib. keü besitzt, scheiterte bis jetzt idaran, @dass die für die Bindemetallkomponente in .Betracht kommenden Me talle der Eisengruppe, Fe, Co, Ni,
allein nicht geeignet sind, von der Seite des Bindamatall:s her eine Verbesse rung dieser Eigenschaften zu erbringen. Die Besonder- hcitder physikalischen Vorgänge, denen die Bindeme- tallkomponente während des Sinterprozesses unterworfen;
ist, schränkten die geeignet erscheinenden Metalle auf die der Eisengruppe ein. .Ein Bindemetall für Schwer- m-,tallkarbid.ist nämlich nur dann kgezignet, wenn es in der Lage ist, einen verhältnismässig hohen Anteil des Schwermetallkarbides bei Sintertemperatur zu lösen und den gelösten Schwermetallkarbidantell bei der Abküh lung möglichst weitgehend wieder auszuscheiden.
Durch diesen Lösungs- bzw. Wiederausscheidungsprozess wird erreicht, dass die ,durch den Mahlprozess abgerundeten Schwermetallkarbmdkristallite ihre scharfe Kantengestalt zurückerhalten. Die Bindern,3tallkomponente verliert na turgemäss erheblich an .Elastizität, wenn gelöste Karbid- anteil.e nicht wieder ausgeschieden werden.
Aus diesem Grunde finden ,als BindeimCall für Hartmetall-Legie- rungen nur die Elemente der -Eisengruppe"insb.esondere Kobalt, Verwendung.
Die mit den dargelegten bekannten Legierungsele menten erreichbaren Eigenschaften von Hartmetall-Le- gierungen hinsichtlich ihrer Zähigkeit und Härte, wobei eine sehr weitgehende Abhängigkeit beider ten voneinander besteht, haben dazu geführt, :
dass eine verhältnismässig grosse Anzahl von Hartmetallsorten mit unterschiedlichem Bindemetallanteil hergestellt werden müssen, um für die in der Praxis anfallenden Anw n- dungsmöglichkeiten je nach den Anforderungen an Zä higkeit und Härte erfüllen können, musste; ein verhältnis mässig .grosses Sortiment von Harhmetallsorten hergestellt werden, um möglichst für jeden Zweck eine geeignete Hartmetall-Legierung zur Verfügung zu haben.
Das zwang läufig notwendige grosse Sortiment an unterschied lichen Hartmetallsorten wirkt sich beim Hersteller nachteilig im Fertigungsprozess und beim Verbraucher nachteilig durch di .grosse Lagerhaltung vieler unter schiedlicher Sorten aus.
Auch die im Ergebnis aus den sich anbietenden Entwicklungen entstandenen sogenann- ten Mehrzwecksorten, die im wesentlichen auf speziellen Verfahrensmerkmal.2n beruhen und keine Veränderung der Legierungskomponente vorsehen, könnten diese For derungen nur ungenügend erfüllen und keine erhebliche Zähigkeitssteigerung bei gleichbleibssnder Härte bewir ken.
Die vorliegende Erfindung bezweckt auf Grund dessen die Entwicklung einer Hartmetall-Legierung, de ren Eigenschaften es gestatten, idi @selbe für verschiedene Anwendungsgebiete einzusetzen, die bei Aden bekannten Hartmetall-Legierungen mehrere verschiedene Sorten erforderlich machen würde.
Aufgabe der Erfindung ist :es, die Eigenschaften der Bindemetallkomponente so zu verbessern, dass deren Zusatz zu der Schwerrnetallkomponente bei Hartmetall- Legierungen eine Verbesserung öderen Zähigkeit bei gleichbleibender Härte zur Folge hat. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch,gelöst, dass die Bindemetall komponente ein oder mehrere Metalle der Seltznen Erden enthält.
Als besonders zweckmässig hat sich erwiesen, wenn die Bindemetallkomponente der Hartmetall-Legierung aus mind, _stens 40' Co sowie 0,1-2% Ce bzw. Ce- Mischmetall und/oder Y und den Legieruagsbestandtei- len Ni, Cr, Fe, Mo und W besteht.
Die Erfindung soll nachstehend @an einigen Aus- führungsbeispielen näher erläutert werden. :Diesem Aus führungsbeispiel wird ein-- übliche Hartmetall-Legierung der nachstehenden Zusammensetzung zugrunde gelegt:
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<B>69%</B> <SEP> WC
<tb> 17 <SEP> % <SEP> TiC
<tb> 8 <SEP> % <SEP> TaC/NbC
<tb> 6 <SEP> % <SEP> Bindemetall-Legierung Der in dieser Hartmetall-Legierung enthaltene Binde metallanteil soll die folgenden Bestandteile enthalten:
EMI0002.0069
<B><I>55,570</I></B> <SEP> Co
<tb> <B>10,0/-0</B> <SEP> Ni
<tb> <B>25,0%</B> <SEP> Cr
<tb> 1,0 <SEP> % <SEP> Fe
<tb> 7,5 <SEP> % <SEP> W
<tb> <B>1,0%</B> <SEP> Y Für diesen .Anwendungsfall kann & auch die folgende Bindemetall-Legierung Verwendung finden:
EMI0002.0073
64,0 <SEP> % <SEP> Co
<tb> 2,0 <SEP> % <SEP> Ni
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26,0 <SEP> % <SEP> Cr
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<tb> <B><I>5,5%</I></B> <SEP> Mo
<tb> 1,5 <SEP> % <SEP> Y Ein weiteres Ausführungsbeispiel geht von eirrr Hartmetall-Legierung, bestehend aus
EMI0002.0080
<B>88%</B> <SEP> WC
<tb> 5 <SEP> % <SEP> TiC
<tb> 7 <SEP> % <SEP> Bindemetall-Legierung aus.
Hierbei besteht die Bindemetall-Legierung raus
EMI0002.0084
99,5 <SEP> % <SEP> Co
<tb> 0,5 <SEP> % <SEP> Ce-Mischmetall Sofern der Ce-Legierungsbestandteil in Form von Mischkristall zugesetzt wird, hat sich das handelsübliche Ce-Mischmetall mit
EMI0002.0089
45-60% <SEP> Ce
<tb> 15-30% <SEP> La
<tb> l0-20% <SEP> Nd
<tb> bis <SEP> <B>10%</B> <SEP> Pr
<tb> bis <SEP> 5 <SEP> % <SEP> Sm
<tb> bis <SEP> 2 <SEP> % <SEP> Fe ,als geeignet erwiesen.
Die erfindungsgemäss zusammengesetzten Hartme- tall-Legierungen weisen .auf Grund des neuen Legie rungszusatzes eine weitaus höhere Warmbiegefestigkeit und Oxydationsbestän@digkeit gegenüber den Hartmetall- Legierungen mit gleich hohen karbidischem Anteil auf.
Auf Grund der höheren Warmbiegefestigkeit sind solche Hartmetall-Legierungen bei gleichbleibender Härte we sentlich zäher und besitzen deshalb ein besseres Ver schleissverhalten, so dass bei ihrer Verwendung für Zer- spanungsarbeiten höhere Vorschub- und Schnitmge- schwindigkeit n angewendet werden können, .die eine wirtschaftlichere Durchführung von derartigen Arbeits verfahren ermöglichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Harrmetali-Legierung, die aus Schwermeeallkarbiden der 1V. bis V1. Gruppe des periodischen Systems der Elemente und einer Binici2metallkomponente besteht, dadurch gekennzeichnet, dass idie Bindemet.allkompo- nie:n2#e ein oder mehrere Metalle der Seltenen Erden ent hält.UNTERANSPRÜCHE 1. Hartmetall-Legierung nach Paentanspruch, da durch :gekennzeichnet, dass die Bindemetallkomponente 0,1-2% Ce bzw. Ce-Mischmetall und/oder Y enthält.2. ,Hartmetall-Legierung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet .dass die Bindemetallkomponente mind,2stens 40 % Co -sowie 0,1-2 % Ce bzw. Ce-Misch- metall und/oder Y und ,die Legierungsbestandteile Ni, Cr, Fe, Mo und W enthält.
Applications Claiming Priority (1)
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-
1965
- 1965-02-01 CH CH135265A patent/CH447622A/de unknown
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| Publication number | Publication date |
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