CH447867A - Bearbeitungskörper für das Bearbeiten von Werkstücken in Trommeln oder Vibrationsbehältern und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents
Bearbeitungskörper für das Bearbeiten von Werkstücken in Trommeln oder Vibrationsbehältern und Verfahren zur Herstellung desselbenInfo
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Description
Bearbeitungskörper für das Bearbeiten von Werkstücken in Trommeln oder Vibrationsbehältern und Verfahren zur Herstellung desselben Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bearbei tungskörper für das Entgraten, Kantenrunden, Schleifen oder Polieren von Werkstücken in Trommeln oder Vibrationsbehältern.
Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung dieses Bearbeitungskörpers.
Es sind Bearbeitungskörper solcher Art in mannigfal tiger Formgebung bekannt. Sie werden in einer Vielzahl zusammen mit den zu behandelnden Werkstücken im Behälter, meist in Anwesenheit einer zusätzlichen Be handlungsflüssigkeit, angeordnet und wirken durch ihre als Folge der Behälterbewegung sich ergebende Relativ bewegung, je nach ihrer Oberflächenbeschaffenheit, ent gratend, kantenrundend, schleifend oder polierend auf die Werkstückoberflächen ein. Eine gute Bearbeitungs wirkung setzt voraus, dass die Bearbeitungskörper und die Werkstücke während des Bearbeitungsvorganges sich in einer innigen Mischung befinden, um ein Maximum an Flächen- und Kantenberührung herbeizuführen.
Die Auf rechterhaltung einer solchen innigen Mischung während der Behälterbewegung ist indessen nur dann vollständig gewährleistet, wenn die Bearbeitungskörper und die zu bearbeitenden Werkstücke gleiche Formen und gleiche physikalische Eigenschaften aufweisen. Dies ist selten der Fall. Bei Abweichungen in der Form und/oder den physikalischen Eigenschaften der Bearbeitungskörper einesteils und der zu bearbeitenden Werkstücke andern teils tritt in dem aus ihnen im Behälter gebildeten Haufwerk ein Entmischen ein, bei dem die Bearbeitungs körper oder die Werkstücke zur Randzone des Haufwer- kes wandern.
Dabei überlagern sich zwei physikalische Vorgänge, nämlich ein Entmischen nach der Form sowie ein Entmischen nach dem spezifischen Gewicht. Hinzu kommt eine im Haufwerk gegebene Siebwirkung, die sich aus dem Umstand erklärt, dass jedes Haufwerk ein System von übereinander angeordneten Sieben mit öff- nungen bildet, welche durch die Form und Grösse bedingt sind.
Die Behälterbewegung bewirkt eine ständige Energie zufuhr zu dem aus den Bearbeitungskörpern und den Werkstücken bestehenden Haufwerk, und es ergibt sich als Folge der Energiezufuhr das geschilderte Entmischen mit dem Ergebnis, dass die Werkstücke zunehmend von den Bearbeitungskörpern getrennt und damit dem Bear beiten entzogen werden. Ausser der durch die Behälter bewegung dem Haufwerk zugeführten Energie sind po tentielle Energien in den Werkstücken und den Bearbei tungskörpern des Haufwerkes vorhanden, welche bei den sich vollziehenden überlagerungsvorgängen gleichfalls ein Entmischen zur Folge haben.
Beim Einfüllen der Werkstücke und Bearbeitungskör per in den Behälter ergibt sich im Behälterraum eine Haufwerk-Schüttung mit mehr oder weniger starkem sperrigen Verkanten der Haufwerkteile untereinander. Ausserdem ergibt sich im Haufwerk ein ihm innewoh nendes, jedoch durch die Behälterwand und die zwischen den Elementen des Haufwerkes wirksamen Reibungs- und Verklammerungskräfte behinderndes Bestreben, die Schüttung bis zur Bildung einer einzigen Schicht verflies- sen zu lassen.
Wird nun diesem Haufwerk durch die Behälterbewegung kinetische Energie zugeführt, so stre ben die potentiellen Energien der Haufwerkteile nach einem Ausgleich der Energie-Unterschiede. Dabei ma chen sich die Verklammerung der Werkstücke und Bearbeitungskörper, sowie die zwischen ihnen wirksamen Reibungskräfte als eine Behinderung des Entmischens geltend.
Die Verklammerung zwingt die Haufwerksele- mente dazu, beim Vorgang des Entmischens durch ein Abwälzen aneinander Drehbewegungen auszuführen, de nen hierbei für das Umlagern der Elemente zu leistende Verdrängungsarbeit sowie die zwischen den Elementen herrschende Reibung entgegenzuwirken.
Ausgehend von der Erkenntnis, dass der unerwünsch te Entmischungsvorgang um so weniger leicht eintritt, je grösser die im Haufwerk wirkenden Verklammerungs- kräfte und die zugleich für die Bearbeitungswirkung der Bearbeitungskörper wesentliche Reibung an den Werk stückoberflächen sind, bezweckt die Erfindung einen Bearbeitungskörper zu schaffen, der durch seine Formge bung das Entmischen weitgehend vermeiden soll und Flächen und Kanten für das Entgraten, Kantenrunden, Schleifen oder Polieren der Werkstücke aufweist.
Der erfindungsgemässe Bearbeitungskörper ist da durch gekennzeichnet, dass er die Form einer durch vier gleichseitige Dreiecke begrenzten Pyramide hat.
Es zeigt sich, dass ein solches, unter dem Einfluss dynamischer Kräfte stehendes Haufwerk sich durchaus nicht wie eine Schwereflüssigkeit mit dem bekannten Verdrängungseffekt verhalten muss.
Durch den erfindungsgemässen Bearbeitungskörper ist es erstmals möglich, ein aus bewusst geformten Teilen bestehendes Haufwerk zu bilden, dessen Verklamme- rungskräfte so stark sind, dass sie die bisher als naturge geben hingenommenen ungünstigen und bearbeitungs technisch störenden Verdrängungserscheinungen über winden. Die zu bearbeitenden Werkstücke sondern sich nicht mehr als Fremdkörper ab und werden nicht mehr in die Randzone des Haufwerkes abgedrängt.
Die in dieser Art gestalteten Bearbeitngskörper können bei einem Verschleisseintritt ihre Grundform wesentlich besser bei behalten, als die bekannten als Vielflächner gestalteten Bearbeitungskörper. Die bei einem Verschleiss sich ein stellende Formänderung beschränkt sich im wesentlichen auf eine Verkleinerung der Bearbeitungskörper.
Das Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäs sen Bearbeitungskörpers ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Form verwendet wird die mit mindestens einer, je durch drei kongruente gleichseitige Dreiecksflächen begrenzten Ausnehmung versehen ist und dass diese Ausnehmung ganz oder teilweise mit der Körpermasse gefüllt und die Füllung dann zu einem formhaltigen Körper verfestigt wird. Nachfolgend wird anhand der Zeichnung der erfindungsgemässe Bearbeitungskörper sowie das Verfahren zu seiner Herstellung beschrieben.
Fig. 1 zeigt eine schaubildliche Darstellung des Bear beitungskörpers und Fig. 2 zeigt eine Form zur Herstellung des Bearbei tungskörpers.
Der Bearbeitungskörper Wig. 1) hat die Form einer Pyramide und -ist durch die Flächen 1, 2, 3 und 4 begrenzt, deren Umrisse sämtlich kongruente, gleichseiti ge Dreiecke bilden. Die Flächen 1, 2, 3 und 4 können sämtlich eben oder auch schwach gewölbt sein. Ferner besteht die Möglichkeit, nur eine oder mehrere Flächen eben und die übrigen Flächen schwach gewölbt auszufüh ren. Eine ebene Ausführung aller Flächen verdient den Vorzug, weil solche Bearbeitungskörper in verschiedener Grösse in ein und derselben Form hergestellt werden können. Es wird eine Form 5 verwendet, die mit mindestens einer, je durch drei kongruente, gleichseitige Dreieckflächen begrenzten Ausnehmungen 6 versehen ist (Fig. 2).
Je nach der gewünschten Grösse des herzustel lenden Bearbeitungskörpers wird die Ausnehmung 6 ganz oder teilweise mit der Körpermasse gefüllt. Die Fig. 2 zeigt strichpunktiert zwei verschiedene Füllhöhen. Anschliessend wird dann die Füllung, beispielsweise durch Erhitzen, zum formhaltigen Körper verfestigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Bearbeitungskörper für das Entgraten, Kantenrun den, Schleifen oder Polieren von Werkstücken in Trom meln oder Vibrationsbehältern, dadurch gekennzeichnet, dass er die Form einer durch vier gleichseitige Dreiecke begrenzten Pyramide hat.1I. Verfahren zur Herstellung des Bearbeitungskör pers gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Form (5) verwendet wird, die mit mindestens einer je durch drei kongruente gleichseitige Dreiecksflä chen begrenzten Ausnehmung (6) versehen ist, und dass diese Ausnehmung ganz oder teilweise mit der Körper masse gefüllt und die Füllung dann zu einem formhalti- gen Körper verfestigt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG0046494 | 1966-04-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH447867A true CH447867A (de) | 1967-11-30 |
Family
ID=7128061
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH439967A CH447867A (de) | 1966-04-02 | 1967-03-29 | Bearbeitungskörper für das Bearbeiten von Werkstücken in Trommeln oder Vibrationsbehältern und Verfahren zur Herstellung desselben |
Country Status (2)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3932797A1 (de) * | 1988-10-03 | 1990-04-05 | Michel Thonney | Abrasives mittel zur behandlung von metallteilen durch loses umwaelzen und anwendung dieses mittels |
-
1967
- 1967-02-27 NL NL6703058A patent/NL6703058A/xx unknown
- 1967-03-29 CH CH439967A patent/CH447867A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3932797A1 (de) * | 1988-10-03 | 1990-04-05 | Michel Thonney | Abrasives mittel zur behandlung von metallteilen durch loses umwaelzen und anwendung dieses mittels |
| FR2637212A1 (fr) * | 1988-10-03 | 1990-04-06 | Thonney Michel | Produit abrasif pour le traitement de pieces metalliques par brassage en vrac, et utilisation de ce produit |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL6703058A (de) | 1967-10-03 |
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