CH447965A - Anlage an Klosettschüssel zum Abtransport von Abfällen, insbesondere Exkrementen - Google Patents

Anlage an Klosettschüssel zum Abtransport von Abfällen, insbesondere Exkrementen

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CH447965A
CH447965A CH321866A CH321866A CH447965A CH 447965 A CH447965 A CH 447965A CH 321866 A CH321866 A CH 321866A CH 321866 A CH321866 A CH 321866A CH 447965 A CH447965 A CH 447965A
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pocket
plug
liquid
toilet bowl
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CH321866A
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Inventor
Joel Liljendahl Sven Algot
Original Assignee
Liljendahl S A J
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F1/00Methods, systems, or installations for draining-off sewage or storm water
    • E03F1/006Pneumatic sewage disposal systems; accessories specially adapted therefore

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Description


  Anlage an Klosettschüssel zum Abtransport von Abfällen, insbesondere     Exkrementen       Die     vorliegende    Erfindung betrifft eine Anlage an       Klosettschüssel    zum Abtransport von Abfällen, ins  besondere Exkrementen, die in einer in der Wasser  klosettschüssel     vorhandenen        Wasseransammlung        enthal-          ten    sind, welche     1Gosettschüssel    ein     Auslassventil    hat,

    das den     Auslass    der     Klosettschüssel    im     Ruhezustand    ab  schliesst und das beim Entleeren der     Klosettschüssel    zu  öffnen ist, wobei dieser     Ausllass    mit einem     rohrförmibgen     Transportkanal verbunden ist, der zu einem     Aufnahme-          gefäss    führt,

   in dem ein unterhalb des Atmosphären  drucks liegender Druck     aufrechterhalten    wird und der  Transportkanal     mit    im Abstand     angeordneten    Wasser  scheiden und jeder     Leitungsabschnitt    zwischen zwei auf  einander folgenden Wasserscheiden mit einer Tasche  zur     Aufnahme    von     Flüssigkeit    versehen .ist.  



  Durch die vorliegende Erfindung soll der Transport  des Abfalles durch     die        Transportleitung    erleichtert wer  den. Die erfindungsgemässe Anlage ist dadurch     gekenn-          zeichnet,    dass das Volumen jeder Tasche nur ein kleiner  Bruchbeil     dies    Leitungsvolumens     zwischen    zwei     aufein-          anderfolgenden        Wasserscheiden        ist.     



  Die     Erfindung    wird nachstehend anhand der Zeich  nung näher erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 und     1b    eine schematische     Darstellung        einer     Anlage gemäss der     Erfindung,

            Fig.    2 bis 11 eine schematische     Darstellung    der       Funktion    der     erfindungsgemässen    Anlage und       Fig.    12 bis 15     verschiedene    Ausführungsformen der  die Stopfen bildenden Taschen oder     Wasserverschlüsse.     In der     Wasserklosettschüssel    1 nach     Fig.    la werden  von einem regelbaren     Wasserzufluss        kommendes        Wasser     und irgendwelche Abfälle, z.

   B.     Exkremente,        gesammelt     und so lange     zurückgehalten,    wie der     steuerbare    Aus  lass 3 geschlossen bleibt. Der     Auslass    3 ist über eine ins  gesamt mit 200     bezeichnete        Transport\    oder     Entlee-          rungsleitung    3 mit einem unter Unterdruck     stehenden     Auffanggefäss 201     verbunden.    Eine     elektrisch        betätigte          Evakuierungspumpe    202     ist    über     

  elektrische        Leitungen     203 und 204 durch ein     druckempfindliches    Relais 205       gesteuert.        Die    Saugseite der Pumpe 202     ist        mit    dem    Behälter 201 über eine Leitung 206 und ihre     Auslass-          seite    über eine Leitung 207 mit der     Atmosphäre    ver  bunden. Das Relais 205 ist so     ausgelegt,    dass es die  Pumpe dann in Gang setzt, wenn der Druck     innerhalb     des Gefässes 201 eine obere Grenze erreicht hat, z. B.

    einen Druck; der     6/1o    des Atmosphärendruckes beträgt,  und     die,    Pumpe     stillsetzt,    wenn ein genügend hohes  Vakuum wieder herbestellt ist, z. B. ein Vakuum mit       4/to    des Atmosphärendruckes.  



  Wenn der     Auslass    3 geöffnet wird, wird der Schüssel  inha-lt einem unterhalb des Atmosphärendrucks liegen  den Druck ausgesetzt, der auf die     Auslassseite    wirkt.  Der Differenzdruck zwischen diesem     Unterdruck        und     dem     Atmosphärerdruck    bewirkt die     Fortbewegung     durch den     Auslass    3 in das Rohr 200.

   Der     Auslass    3  wird nach dem Abtransport des     Schüsselinhalts    noch  eine     gewisse    Zeit lang     offenbgeh@alten,    so dass durch den       Auslass    3 ein beträchtliches Luftvolumen in die Leitung  200 strömt. Anschliessend daran wird der     Auslass    nach  einer vorbestimmten Zeit geschlossen. Flüssigkeit, die  während einer Schliessperiode des     Auslasses    3 im Ver  lauf von einem oder mehreren Entleerungsvorgängen in  die Leitung 200     gelangt,    wird in einer oder mehreren  einer Vielzahl von Taschen oder     Wasserverschlüssen     208 bis 212 gespeichert.  



  Wenn der     Auslass        geschlossen    wird, entleert jede  Tasche einen     Abschnitt    der Leitung. So entleert die  Tasche 208     den        Abschnitt    zwischen dem     Auslass    3  und der Rohrbiegung 213, die als     Wasserscheide    oder       Trennstelle    dient.

   Die Tasche 209     entleert    den Ab  schnitt zwischen     den    Wasserscheiden 213 und 214, die  Tasche 210 den Abschnitt zwischen den     Was.serschei-          den    214 und 215, die Tasche 211 den Abschnitt zwi  schenden     Wasserscheiden    215 und,<B>216</B> und die Tasche  212 den     Abschnitt    zwischen den Wasserscheiden 216  und 217.  



  Von besonderem Vorteil an diesem     System        ist,        dass          die    Leitung zwischen der     Klosettschüssel    1 und dem Be  hälter 201     mit        verschiedenen        Neigungen    verlegt wer-      den kann, so dass natürlich Hindernisse, z. B. ein unter  dem Boden liegender Felsen 208, auf einfache Weise  dadurch umgangen werden können,     d.ass    die     Leitung    ein  fach geknickt wird, wie bei 216 dargestellt.  



  Die Rohrleitung besteht vorzugsweise aus Plastik  material, z. B. aus Polyäthylen, wobei ein Plastikmate  rial genügender     Steifheit    gewählt werden     muss,    um den  Druckunterschied zwischen dem Atmosphärendruck und  dem Druck im Behälter 201 und auch mechanischen  Druck, der von der über der Rohrleitung liegenden  Erde     oder        dergleichen    herrührt,     aushalten    zu können.  Es ist wichtig, dass die     Innenfläche    der Rohrleitung  glatt ist, um zu vermelden, dass sich     feste    Partikeln an  der Wand festsetzen.

   Hierdurch wird auch die Reibung  zwischen der Flüssigkeit und der Wand     herabgesetzt.     Der Innendurchmesser d. -s Rohres variiert in der Praxis  zwischen 40 und 60 mm. Die besten Ergebnisse werden  erhalten, wenn der Durchmesser nicht grösser als 2 Zoll  oder 51 mm ist. Der     Minimaldurchmesser    kann aus  nahmsweise 35 mm oder sogar herab bis 3/4 Zoll oder  19 mm sein. Rohre dieses     Durchmesserbereiches    kön  nen mit beträchtlichen Längen geliefert     werden,    z. B.

         mit        Längen    von 100     oder    200 m, wodurch     Verbin-          dungsstellen    vermieden werden     oder    in nur ganz gerin  ger Zahl erforderlich sind.  



       Die        Fig.    2 bis 11 zeigen die Arbeitsweise in schema  tischer     Darstellung.    Die     Auslassleituncy    219 hat im dar  gestellten Fall drei Wasserscheiden 220, 221 und 222  und zwei dazwischen liegende Taschen 223     und    224.

    Der     Auslass    3 aus der Klosettschlüssel 1 wird     durch     einen Schieber 4 geregelt, der durch einen nicht dar  gestellten Mechanismus     angehoben        wind,    wenn der       Schüsselin.halt    entleert werden soll, und der nach Ablauf  einer vorbestimmten Zeit wieder     abgesenkt        wird,    so  dass er den     Auslass    3 wieder schliesst. Das     evakuierte     Gefäss 225 soll Luft     enthalten,    die     einen    konstanten  Druck von 0,5     kg(cm2    hat.  



  Bevor das Ventil 4 geöffnet wird, wird     eine    Wasser  ansammlung am Boden der     Schüssel    1 gebildet, die  z. B. ein Volumen von 0,8 Liter haben     kann.    Der Innen  durchmesser des Rohres 219 soll in diesem Fall 44 mm  betraten, so dass der Wasserinhalt der     Schüssel    theore  tisch einem     zusammenhängenden        Flüssigkeitskörper    von  53 cm Länge entspricht.

   Zur     Klarstellung    sei bemerkt,  dass der Massstab des Rohrdurchmessers auf der     Skizze     etwa fünfmal grösser ist als der Massstab in Längsrich  tung. was einem     tatsächlichen        Abstand    der     Punkte    3,  223 und 224 von     ungefähr    4 m entspricht. Praktisch  können diese Entfernungen beträchtlich grösser sein, was  jedoch für das Prinzipielle der     Funktion        ohne    Bedeutung  ist. Die Skizzen sollen keine     exakten    Dimensionen einer  Anlage geben.  



  In     Fig.    2 ist     angenommen,    dass das Ventil gerade  geöffnet hat, so dass der     Atmosphärendruck    in     der     Schüssel 1 auf die links liegende Fläche 226 des     Flüs-          sigkeitspfropfens    227, der sich im Rohr aus dem Inhalt  der Schüssel 1 gebildet hat, einwirkt, während das     rechte     Ende 228 des Flüssigkeitspfropfens     unmittelbar    dem re  duzierten Druck im     Behälter    225     ausgesetzt    ist.

   Da  der Luftwiderstand bei dien hier vorkommenden Ge  schwindigkeiten     vernachlässsgbar    ist, ist     unter    Ausser  achtlassung der Flüssigkeitsreibung der     Differenzdruck,     der auf den Pfropfen 227 wirkt,     ungefähr    0,5     kg/cm2.     Bei einer     Pfropfenlänge    von 53 cm entspricht dieser  Differenzdruck in einer waagrechten Leitung einer Be  schleunigungskraft von  
EMI0002.0068     
    dem eigenen Gewicht oder der     Schwerkraft    des Pfrop  fens und in seiner senkrechten Leitung     8,5mal    diesem  Gewicht.  



  Eine Kraft dieser     Grössenordnung    wirkt praktisch  während der gesamten Zeit, während der der Pfropfen  27 zusammenhängt und über seinen gesamten Umfang  die Wände des Rohres 219     berührt,    auf diesen ein,  so dass der Pfropfen als Kolben wirkt; diese Betrach  tungsweise gilt unter der Voraussetzung, dass keine an  deren störenden Pfropfen im Rohr sind. Wegen der ge  ringen     Länge    des Pfropfens 227 erhält dieser schnell  eine beträchtliche Geschwindigkeit. z. B. eine     Geschwin-          d,igkeit    von 20 bis 30 m pro Sekunde.

   Beim Durchgang  durch das Rohr jedoch wird über den gesamten Weg  229 an der Rohrwand     Flüssigkeit    hängenbleiben, wäh  rend die Schwerkraft quer zur     Pfropfenlängsrichtung     wirkt und danach strebt, diesen abzuflachen. Auf Grund  der Tatsache, dass die     Pfropfenflüssigkeit    an den     Rohr-          wänden    einen grösseren     Bewegungswidtrstand    findet als  im Zentrum des Pfropfens, wird die äussere     Endfläche     226 konkav und die innere     Endfläche    228 konvex.  



  In     Fig.    3 ist der Zustand des Pfropfens     darg stellt,     den dieser hat, wenn er die     Anstiegsstelle    des Rohres  zwischen den Punkten 3 und 220     durchwandert    hat.  Der Pfropfen hat nun beträchtliche Flüssigkeitsmengen  229 und 230 an die     Rohrwände    verloren, so dass die  Flüssigkeitsmenge des Pfropfens selber     beträchtlich        re-          duziert    wurde. Ausserdem wird der Pfropfen mehr und  mehr     deformiert,    wodurch die     Kontaktfläche    zwischen  dem Pfropfen     und    der Rohrwand mehr und mehr ver  mindert wird.  



  In     Fig.    4 hat der Pfropfen 227 seine Berührung mit  der     Oberseite    der Rohrwand verloren und die hinter  dem Pfropfen einströmende Luft zerreisst den Pfropfen in       Teile,    wodurch Flüssigkeitstropfen und Schaum 231 ge  bildet werden, welche Teilchen schnell durch das Rohr  hindurchgetrieben worden.  



  Im Zustand nach     Fig.    5 ist der Schaum weiter  getrieben worden und die Rohrwand ist über den ge  samten Weg vom Punkt 3 bis zum Punkt 224 mit Flüs  sigkeit benetzt worden..  



  Beim Zustand nach     Fig.    6 ist das     Ventil    4 geschlos  sen worden, wodurch der     Zufluss        atmosphärischer    Luft  abgestoppt und frische Flüssigkeit in die Schüssel 1 ge  füllt wurde. Die in der     Auslassleitung    verbleibende Flüs  sigkeit läuft nach     entgegengesetzten        Richtungen    zu den  tiefen     Stellen    der     Rohrbiegungen    zwischen dem Ventil 4  und den     Punkten    223 und 224, wo sie kleinere oder  grössere     Flüssigkeitsansammlungen    bildet.

   Die grösste       Flüssigkeitsansammlung    wird in diesem Zustand bei  Punkt 223     liegen,    wobei der     Flüssigkeitsspiegel    232 auf  der linken     Seite    der Ansammlung die Oberseite 233  der Rohrbiegung gerade berührt, während der rechts     lie-          genide    Flüssigkeitsspiegel 234 etwas höher liegen wird.

    Die Luftverdünnung im     Behälter    225 hat zur Folge,     d:ass     die     gesamte    Luft, die einen höheren Druck als den im  Behälter 225 herrschenden Druck, nämlich 0,5     kg/cm\-',     hat, sich in     Richtung    des     Behälters    zu bewegen versucht.

    Wenn dann der     Druck    des     Luftkissens    227, das zwischen  dem Ventil 4 und dem Spiegel 232     eingeschlossen    ist,       wesentlich    grösser ist als     der    Druck im     Behälter    225,  werden bei     Punkt    223 Luftblasen 225 durch die Flüs  sigkeit 236     hindurchgesaugt,    bis der Druck des     ein-          geschlossenen    Luftkissens 237     nur    noch so viel höher      als der Druck im     Behälter    235 ist, wie der Höhe der  Flüssigkeitssäule 238 entspricht.

   Die Flüssigkeitsan  sammlung 236 bildet so einen neuen Pfropfen, der das  Rohr abdichtet und als     zweiter    Pfropfen bezeichnet  werden kann und der u. a. zur Folge hat, dass die Ent  leerungsleitung<B>219</B> durch einen     Flüssigkeitsverschluss     in zwei     Abschnitte    unterteilt ist, von denen der eine vom  Ventil 4 bis zum Punkt 223 und der zweite vom     Punkt     223 bis zum Behälter 225 reicht. Der     Luftdruck    in den       einzelnen    Abschnitten ist schrittweise     verschieden.    Die       Funktion    des Luftkissens 237 wird     weiter        unten    erläu  tert werden.

    



  In     Fig.    7 ist der Zustand nach einem zweiten     öff-          nungsvorgang    des Ventils 4     dargestellt,    durch welchen       öffnungsvorgang    die nächste Entleerungsperiode     einge-          leitet    wurde. Hierbei wird ein neuer Flüssigkeitspfropfen  239 aus dem     Auslass    3 der Schüsse,] in die     Entleerungs-          leitung    ausgestossen, und zwar wiederum auf Grund der  Wirkung des     Atmosphärendruckes    auf die Aussenfläche  240 des Pfropfens.

   Die Innenfläche 241 ist in diesem  Fall zunächst dem niedrigen Druck des Luftkissens  237 ausgesetzt, welcher Druck     gleich    dem Druck im  Behälter 225 plus dem Druck ist, der durch das Ge  wicht der Säule 238 ausgeübt wird. Der zweite Pfropfen  236 wird zunächst auf seiner     linken    Seite 242 dem  gleichen Druck ausgesetzt. Da jedoch das zwischen den  Pfropfen 236 und 239 eingeschlossene Luftkissen mit  der Fortbewegung des Pfropfens 239 zunehmend kom  primiert wird,     wird    der Luftdruck im Kissen 237 ent  sprechend zunehmen.

   Der zweite Pfropfen 236 wird  dann mehr und mehr beschleunigt, jedoch mit geringerer  Kraft, als dies der     Fall    war, als der Pfropfen 227 sich  in der Lage entsprechend     Fig.    2 befunden hat. Auch  wird die     Beschleunigung    des Pfropfens 239 infolge des  Gegendruckes, der sich bei der Kompression des Luft  kissens 237 aufbaut, zunehmend geringer werden als am  Anfang.  



  Beim Zustand nach     Fig.8    hat der Pfropfen 239  seine Berührung mit der     Oberseite,der        Rohrwand        aufge-          geben    und hinter sich     Flüssigkeitsmengen    243 an der  Rohrwand zurückgelassen     und        ausserdem    Flüssigkeits  tropfen und Schaum 244 gebildet, die durch die Leitung  hindurchgetrieben werden. Der Pfropfen 236 hat sich  nun     über    eine etwas kürzere Entfernung als die     Flüssi-          keit    des Pfropfens 239 bewegt.

   Von     diesem        Zeitpunkt     an wird dann, wenn der Pfropfen 239 seine Berüh  rung mit der Rohrwand verloren hat, Luft rasch vorbei  strömen, und der Pfropfen 236 wird, wenn er noch vor  handen ist, einem erhöhten     Treibdruck        ausgesetzt,    so  dass seine     Beschleunigung        beträchtlich        zunimmt.    Die       Wasseransammlung    beim Punkt 224 bleibt eher er  halten, da sie nur von Luft niedrigen Druckes passiert  wird.  



  Beim Zustand nach     Fig.    9     wurde    das     Ventil    4 wieder  geschlossen,     und    der     Zufluss        atmosphärischer    Luft hat       aufgehört.    Das Wasser in der     Entleerungsleitung        fliesst     auf Grund der Neigung des Rohres zu :den Taschen 223  und 224, wo .es sich sammelt und- neue zweite und     dritte     Pfropfen 245 und 226 bildet. Der     Behälter    225 ver  sucht, alle Luft an sich zu ziehen, die einen grösseren  Druck als den     Behälterdruck,    z.

   B. 0,5     kg/cm2,    hat,  so dass die neu gebildeten Pfropfen 226 und 246 sich  so     einstellen        werden,    wie es in der Skizze     (Fig.    9)  angedeutet ist, d. h. dass die. linken Flüssigkeitsspiegel  247 und 249 jeweils tiefer liegen als die auf .der rechten  Seite befindlichen     Flüssigkeitsspiegel    248 und 250.

   Luft  blasen, wie sie bei 251 und 252 angedeutet sind, wer-    den durch die Wasseransammlungen wandern-, wodurch  das gesamte System nach und, nach in einen Zustand       gelangt,    bei dem der Druck des     Luftkissens    259, das  zwischen     :den    Flüssigkeitsspiegeln 248 und 249 einge  schlossen ist, gleich gross ist wie der Druck     im        B.eh:

  äl-          ter    225 zuzüglich .einem Druckwert, der der Höhe der  Flüssigkeitssäule 253 entspricht, und bei dem der Druck  des zwischen dem Ventil 4 und dem Spiegel 24.7     einge-          schlossenen    Luftkissens 258 gleich dem Druck im Be  hälter 225 zuzüglich einem Druckwert, der der Summe  der Flüssigkeitssäulen 253 und 254 entspricht, ist.  



  Wenn gemäss     Fig.    10 das Ventil 4 zum dritten Mal  geöffnet wird, wird der     Atmosphärendruck    einen ersten  Pfropfen 255, das     Luftkissen    258 einen zweiten Pfropfen  256 und das Luftkissen 259 einen dritten Pfropfen 257  in den Behälter 225 treiben. Diesmal wurde der Pfrop  fen 255 offensichtlich nicht durch eine so hohe Druck  differenz     bee:influsst    wie beim Zustand nach     Fig.    2, und  noch viel weniger durch     :eine        Druckdifferenz,    wie sie  beim     Zustand    nach     Fig.    7 auftritt.

   Der Pfropfen 255  wird jedoch     anfänglich    noch beträchtlich beschleunigt,  wonach die Beschleunigung     zunehmend    geringer wird.  Der Pfropfen 256     wird    nur nach und: nach im Masse der  Zusammenpressung des Luftkissens 258     infolge    der  Bewegung des Pfropfens 255 beschleunigt, während der  Pfropfen 257 noch später und noch weniger stark be  schleunigt wird, nämlich erst dann, wenn der Pfropfen  256 so weit bewegt wurde, dass das     Luftkissen    257 in  einem nennenswerten Masse zusammengedrückt     wurde..     



  Beim Zustand gemäss     Fig.    11 sind alle Pfropfen zer  rissen, und es wird durch die über die     Entleerun:gsieitung     219 eintretende Atmosphärenluft während     einer    kurzen  Zeit nach dem Schliessen des Schiebers 4 nur Schaum  vorwärts getrieben. Kurze     Zeit    danach tritt wieder der  Zustand gemäss     Fig.    9 ein.  



  Das System hat nun seinen     Gleichgewichtszustand     erreicht, der     dadurch    gekennzeichnet ist, dass während  der Zeit, während der der Schieber 4 geschlossen ist,  die     Entleerungsleitung    in mit Luft gefüllte     Abschnitte     oder Luftkissen geteilt ist, die durch     einen    oder     mehrere     Pfropfen voneinander     getrennt    sind, wobei der Luftdruck  dieser Kissen vom Behälter 225 zum Schieber 4 hin  schrittweise zunimmt. Wenn der Schieber 4 geöffnet  wird, wird zuerst der erste .durch den Inhalt der ge  schlossenen Schüssel     gebildete    Pfropfen eine hohe Ge  schwindigkeit erreichen.

   Erst danach wird der zweite  Pfropfen in     Bewegung    gesetzt, und erst dann, wenn  letzterer sich eine gewisse     Strecke    weit bewegt     hat,     wird der dritte Pfropfen in Bewegung kommen usw.  



  Dies     bedeutet,        dass    dann, wenn die Entleerungslei  tung eine nennenswerte Länge hat, der erste Pfropfen  den Behälter 225     nicht    erreichen wird, bevor er in  Stücke zerfallen ist; sehr oft     gilt    dies auch für den  zweiten Pfropfen. Es kann höchstens sein, dass der  dritte     Flüssigkeitspfropfen    oder ein Pfropfen noch hö  herer Ordnung oder wenigstens die Flüssigkeit dieses  Pfropfens den Behälter 225 erreichen wird.  



  In jedem Fall ist klar, dass so lange, wie ein     Flüs-          ssgkeits-Pfropf    en die Leitung vollständig ausfüllt, dieser  mit :einer grossen Kraft durch das Rohr bewegt wird, und  zwar     mindestens    während der Zeit :des Entleerungsvor  ganges,     während    der eine entsprechende     Druckdifferenz     zwischen den beiden     Endflächen    des     Pfropfens    wirk  sam ist.  



  Anderseits russ     klargestellt    werden,     d:ass    die die  Pfropfen bildenden Taschen bei den     Punkten    223 und  224 durch     :eine    ausreichend grosse mit Luft gefüllte      Rohrlänge voneinander getrennt sein müssen, um zu  vermeiden, dass die     Pfropfenlänge    zu gross und damit  die Beschleunigung zu klein wird, insbesondere wenn die  Entleerungsleitung einen     ansteigenden    Abschnitt hat, so  dass die Schwerkraft der Bewegung des Pfropfens     ent-          Qegenw'irkt.    Wegen der Tatsache,     dass    der Luftdruck auf  die Flächeneinheit des Querschnittes des Flüssigkeits  pfropfens einwirkt,

   sind ausschliesslich folgende Grössen  für die Beschleunigung massgebend:  1. Die Länge des Flüssigkeitspfropfens,  2. die Grösse der Differenz des Luftdruckes zu  beiden Seiten des Pfropfens,  3. die Grösse der Reibungskräfte, die der Pfropfen  bewegung     entgegenstehen    und  4. die Richtung der Schwerkraft relativ zur     Bewe-          mungsrichtun    g.  



  Wenn z. B. die gesamte Entleerungsleitung mit Flüs  sigkeit     gefüllt    ist, kann das System nicht mehr zufrieden  stellend arbeiten. Es ist ferner klar, dass die Flüssigkeits  pfropfen umso früher zerfallen werden, je grösser der  Rohrdurchmesser ist, weshalb dieser nicht zu gross sein  sollte. Sobald der Pfropfen in Stücke zerfallen ist oder  sobald er nicht mehr über seinen ganzen Umfang in  Berührung mit der Rohrwand ist, hört die kolben  ähnliche Funktion des Pfropfens auf, so dass der Vor  trieb weniger wirksam ist.  



  Bei den Systemen nach den     Fig.    1 bis 11 bilden die  Böden der Rohrsenkungen Taschen 223 und 224, wäh  rend die darin gespeicherte Flüssigkeit Flüssigkeitspfrop  fen bildet. Wenn man annimmt, dass das Volumen V  einer Tasche so gross ist, dass es     gerade    ausreicht,  um im Rohr eine     Flüssigkeitsdichtung    zu bilden, ist  offensichtlich, dass das Volumen der Taschen bei 223  und 224 nur ein kleiner Bruchteil des durch jede  Tasche zu entleerenden Rohrvolumens zwischen zwei       Wasserscheiden,    nämlich zwischen den Wasserscheiden.  220, 221 und 222, ist. Dies steht     offensichtlich    auch in  Verbindung mit den Neigungen der Rohrabschnitte, die  der in Rede stehenden Tasche benachbart sind.

   In den       Fig.    2 bis 22 variieren     diese    Neigungen zwischen 15     und     <B>60-</B> zur Horizontalen. Wenn jedoch die Neigungen klei  n; r sind, z. B.<B>5',</B> wie in     Fig.    12 gezeigt, oder noch       geringer,    z. B. 1   oder 1 : 60 oder 1 : 100, wird das  Taschenvolumen beträchtlich werden, da der Wasser  spiegel 216, der     die    Oberseite der     Rohrwand    bei<B>261</B>       berührt,    mit der oberen Wand des tiefsten Punktes des  Rohres sich vom Berührungspunkt 261 weit nach bei  den Seiten erstreckt.

   Die     Flüssigkeitssäule    wird sich  im Falle einer Druckdifferenz zwischen beiden     Seiten     eine beträchtliche Strecke nach der Niederdruckseite hin  erstrecken.  



  In     Fig.    1 sind geringe Rohrneigungen dargestellt,  wobei sogar ein     waagrechtes    Stück     enthalten    ist; die  Taschen 208 bis 212     jedoch    haben eine     spezielle    Form,  die nachfolgend besprochen wird.  



  In     Fig.    13 ist eine     speziell        geformte    Tasche dar  gestellt, die     S-Krümmungen    262 und 263 und einen  halbkreisförmigen Taschenraum 264 mit einem ver  hältnismässig kleinen     Krümmungsradius    aufweist.

   Wenn  das Taschenvolumen gemäss     Fig.    12 mit     V1    und das  jenige gemäss     Fig.    13 mit     V3    bezeichnet wird, ergibt  sich folgende Beziehung:       V3=        19%vonVi     Wenn es erwünscht ist, das     Taschenvolumen    etwas  grösser zu hallen, kann ein horizontaler Abschnitt 265  gemäss     Fig,    14     vorgesehen    werden. Im gezeichneten     Fall       wird das     Valumen.t        V"     28 % des Volumens     V1    be  tragen.  



  Gemäss     Fig.    15 hat die Tasche senkrechte     Abschnitte     305 und 306, wodurch die     Taschentiefe    nach     Wunsch          vergrössert    werden kann. Dies ist bei langen, annähernd  waagrechten Abschnitten der     Entleerungsleitung    von  Bedeutung. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein  mässiger Flüssigkeitsanstieg im Ausgangsschenkel     306     kein überfliessen der Flüssigkeit in den benachbarten  annähernd waagrechten     Rohrabschnitt    307 zur Folge  hat.

   Ausserdem wird dieser mässige Anstieg     sofort    eine       Flüssigkeitssäule    ergeben, die der Druckdifferenz, die  den Anstieg verursachte,     entgegenwirkt.     



  Im Falle langer annähernd     waagrechter    Abschnitte  gemäss     Fig.    1 ist es besonders wichtig, dass Wasserschei  den 213 bis 217 mit einem Abstand von etwa 20 bis  30 m eingebaut werden. Zwischen jedem Paar benach  barter Wasserscheiden sind Taschen 208 bis 212 vor  gesehen. Diese Taschen werden so     ausgebildet,    dass sie  ein kleines Volumen haben,     etwa    ein Volumen in der  Grössenordnung von einem Liter. Wenn der innere Rohr  durchmesser 44 mm ist, bedeutet dies, dass das Taschen  volumen nur     1Aio    des Rohrvolumens zwischen einem  Paar im Abstand von 20 m angeordneten benachbarten       Wasserscheiden    beträgt.  



  Um die oben ausgeführten Grundprinzipien der Er  findung zu verwirklichen, sollten folgende Regeln beach  tet werden. Das Volumen V jeder Tasche nach den       Fig.    12, 13 und 14 sollte in einem Bereich liegen, der  durch die Formel       V=c-d3     definiert ist, wobei c ein     Koeffizeient    zwischen 1,5 und  15 und d der Innendurchmesser des Rohres im Bereich  der Tasche ist.  



  Die Luftmenge, die nach dem Entleeren der Klosett  schüssel in das Rohr einströmt, hat     einen    wesentlichen  Einfluss auf das Bild nach     Fig.    9, das den Zustand nach  mehreren Entleerungsprozessen bei     geschlossenem    Schie  ber 4 und nach Einstellung eines Ruhezustandes dar  stellt. 3e länger die     Öffnungszeit    des Schiebers 4 ist,  desto geringer wird die in den Taschen 223 und 224  während der Zwischenzeit zwischen zwei Leerungen in  den Taschen verbleibende Flüssigkeitsmenge sein und       umgekehrt.    Durch Einstellen der     Öffnungszeit    des.

   Schie  bers 4 durch den     Montageingenieur    kann die in den  Taschen verbleibende Flüssigkeitsmenge     bestimmt    wer  den. Um eine zuverlässige Funktion einer Entleerungs  leitung, die im wesentlichen     waagrecht    oder bergab  verläuft,     sicherzustellen,    sollte das verbleibende Flüssig  keitsvolumen     1f.2    bis 10 % des zwischen zwei     aufeinander-          folgenden    Taschen     eingeschlossenen        Luftkiss@envolumens     sein.

   Dies ist insbesondere bei Rohren     wichtig,    die sich  über eine     Entfernung    von<B>100</B> m oder mehr erstrecken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anlage an Klosettschüssel zum Abtransport von Ab fällen, insbesondere Exkrementen, die in einer in der Wasserklosettschüssel vorhandenen Wasseransammlung enthalten sind, welche Klosettschüssel ein Auslassventil hat, das den Auslass der Klosettschüssel im Ruhe zustand, abschliesst und das beim Entleeren der Klosett schüssel zu öffnen ist, wobei dieser Auslass mit einem rohrförmigen Transportkanal verbunden ist, der zu einem Aufnahmegefäss führt,
    in dem ein unterhalb des Atmosphärendrucks liegender Druck aufrechterhalten wird, und der Transportkanal mit im Abstand ange- ordneten Wasserscheiden und jeder Leitungsabschnitt zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wasserscheiden mit einer Tasche zur Aufnahme von Flüssigkeit ver sehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen jeder Tasche (208 bis 212, 223, 224) nur ein kleiner Bruchteil des Leitungsvolumens zwischen zwei aufein- anderfolgenden Wasserscheiden (213 bis 217, 220 bis 222) ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Volumen V jeder Tasche entsprechend der Gleichung V=c-@d3 ist, wobei c ein Koeffizient zwischen 1,5 bis 15 und d der Innendurchmesser des Rohres im Bereich der Tasche ist.
    2. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Klosettschüssel (1) mit einem Regel- Mechanismus für die Ventilbetätigung ausgerüstet ist, der das Entleerungsventil (4) und die Wasserabfuhr so automatisch regelt, dass während der Entleerungs- periodedas Ventil (4) genügend lang offengehalten wird, um den Flüssigkeitsinhalt der Schüssel (1) abzulassen und ein Luftvolumen durch den Auslass (3) in den Trans portkanal (200)
    zu saugen, wobei das Luftvolumen bei jedem Entleerungsvorgang ein Vielfaches des genannten Flüssigkestsvolumnens ist. 3. Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Transportkanal im wesentlichen waag recht oder abwärts läuft und dass bei jedem Entleerungs- vorgang ein solches Luftvolumen angesaugt wird, dass im Ruhezustand die während der Pausen zwischen zwei Entleerungen in jeder Tasche verbleibende Flüssigkeit ein Volumen zwischen 1/2 und 10 % des Volumens des zwischen zwei aufeinanderfolgenden Taschen einge schlossenen Luftkissens hat. 4.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kanal einen Durchmesser hat, der mindestens innerhalb eines Leitungsabschnittes konstant ist, welcher im wesentlichen an der Zuführungsseite einer Tasche beginnt und wesentlich nach der auf diese Tasche folgenden nächsten Wasserscheide endet.
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