Verfahren und Einrichtung zum Waschen eines Gases mit einem Flüssigkeitssprühnebel
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Waschen eines Gases, indem der Gasstrom durch eine Waschzone und einem darin befindlichen drehenden Sprühnebel aus Waschfiüssigkeitströpfchen geführt wird, um ein Zusammenstossen zwischen den Waschflüssigkeitströpfchen und den im Gas enthaltenen Verunreinigungen herbeizuführen, sowie eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art wird ein Hochgesehwindigkeits-Sprühnebel aus Waschflüssigkeit in einer Waschkammer mittels eines drehenden Verteilerkäfigs erzeugt, der den Sprühnebel nach aussen durch die Kammer schleudert. Luft oder ein anderes zu waschendes Gas wird durch einen im oberen Teil der Waschkammer und über dem Sprühnebel angeordneten tangentialen Einlasskanal eingeführt und strömt nach unten durch den Sprühnebel mit einer Drallbewegung zum Auswaschen von verschiedenen flüssigen, festen oder gasförmigen Verunreinigungen aus dem Gasstrom.
Obschon solche Einrichtungen verglichen mit älteren oder bekannten Einrichtungen bezüglich des Gaswaschens eine verbesserte Wirksamkeit zeigen, hat es sich gezeigt, dass gewisse Einrichtungen oder Ausführungsformen von solchen Gaswascheinrichtungen insbesondere mit gewissen Arten von Verunreinigungen und/oder in Verbindung mit Vorrichtungen grösseren Ausmasses bezüglich der Wirksamkeit der Entfernung von mitgerissenen oder dispergierten Stoffen und/oder der selbstreinigenden Wirkung der Vorrichtung verbesserungsfähig sind. So kann man bei bestimmten Einrichtungen konstatieren, dass Staub- oder Schmutzteilchen dazu neigen, sich nach längerem Gebrauch der Einrichtung an den oberen Wänden und an der Decke der Waschkammer abzulagern oder anzusammeln.
Beim Einströmen der Luft oder eines Gases in den tangentialen Einlasskanal bewegen sich die im Gas befindlichen Verunreinigungen mit einer ziemlich hohen Geschwindigkeit, wobei ihnen eine Drallbewegung erteilt wird. Das Aufeinanderprallen der Schmutzteilchen kann dabei zu einer Anhäufung von Verunreinigungen, insbesondere in solchen oberen Bereichen der Waschkammerwände oder -decke führen, welche nicht direkt oder zwangsläufig durch die Waschflüssigkeit bestrichen werden. Solche Anhäufungen können noch durch Waschflüssigkeitsspritzer verstärkt werden, welche nur genügen, um die Verunreinigungen zu befeuchten oder klebrig zu machen, aber nicht genügen, um die oberen Teile der Waschkammer zu spülen.
Falls versucht wird, diesen Zustand durch die Anordnung von Zusatzsprühnebel im oberen Bereich der Waschkammer zu verbessern, können gewisse wirtschaftliche oder praktische Nachteile auftreten, insbesondere in Hinsicht auf Zusatzpumpenaggregate, welche benötigt werden, um solche Sprühnebel unabhängig vom Hauptsprühnebel zu erzeugen, Zusatzleitungen zu einer besonderen Flüssigkeitsquelle, Möglichkeit der Verdünnung der Detergenzien oder anderen Reagenzien im Hauptwaschflüssigkeitsbehälter etc.
Ferner hat sich gezeigt, dass insbesondere bei solchen Wascheinrichtungen, bei welchen das Verhältnis zwischen Durchmesser und gewünschter Eingangsleistung oder Intensität des Waschflüssigkeitssprühnebels ziemlich hoch ist und man infolge einer scheinbaren Kanalbildung der nach unten strömenden Luft oder eines anderen Gases durch Unstetigkeiten oder weniger intensive Bereiche des Waschflüssigkeitsnebels nicht die optimale Wirksamkeit erreicht, das zu waschende Gas, insbesondere wenn es mit relativ hoher Geschwindigkeit in die Einrichtung eingeführt wird, sich nicht gleichmässig im Sprühnebel verteilt, um die gewünschten wuchtigen Zusammenstösse zwischen den Sprühtröpfchen und den Verunreinigungen zu erhalten.
Eine Verbesserung dieses Zustandes durch Erhöhung der Pferdekraft der Einheit, der Dichtheit des Sprühnebels oder der Tiefe des Sprühbildes oder Waschkammer kann aus verschiedenen Gründen wirtschaftlicher Art nicht erwünscht sein.
Durch das Verfahren nach der Erfindung wird bezweckt, die vorerwähnten Nachteile zu vermeiden. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der zu waschende Gasstrom oberhalb des drehenden Sprühnebels in die Waschzone eingeführt, dann durch den drehenden Sprühnebel geleitet wird, um die Waschflüssigkeitströpfchen mit den Verunreinigungen in Berührung zu bringen, dass ein Teil der Waschflüssigkeitströpfchen aus dem Sprühnebel in den oberen Bereich der Waschzone abgelenkt wird, um Anhäufungen von Verunreinigungen in diesem Bereich über dem Sprühnebel zu beseitigen, und dass der durch die Waschzone strömende Gasstrom während eines Teiles seines Durchganges durch den Sprühnebel auf einen eingeschränkten Bereich zentral bezüglich des Sprühnebels konzentriert wird und dass schliesslich nach dem Durchgang des Gasstromes durch die Waschzone,
den drehenden Sprühnebel und den darin befindlichen eingeschränkten Bereich die Verunreinigungen und die Waschflüssigkeitströpfchen aus dem Gasstrom ausgeschieden werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine erfindungs gewisse Einrichtung;
Fig. 2 die schraubenlinienförmige Leitfläche der Fig. 1 in schaubildlicher Ansicht;
Fig. 3 einen Querschnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 1, wobei dieser aber eine Modifikation mit einer Leitfläche von nur annähernd schraubenlinienförmiger Gestalt dargestellt;
Fig. 4 eine Teilansicht, welche eine ringförmige Leitwand in ihrer eingebauten Stellung in der Waschkammer der Einrichtung nach Fig. 1 darstellt und
Fig. 5 in schaubildlicher Ansicht und kleinerem Masstab die ringförmige Leitwand gemäss der Fig. 1.
In der nachfolgenden Beschreibung der Figuren werden für gleiche Teile durchwegs gleiche Bezugszeichen benützt.
Die Fig. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine Gaswascheinrichtung mit einem äusseren im wesentlichen zylindrischen Gehäuse 10, dessen unterer Teil einen Behälter oder Reservoir 11 für die Waschflüssigkeit bildet. Oberhalb des Gehäuses 10 ist ein Ventilatorgehäuse 12 angeordnet, das auf einem flansch 13 des Gehäuseoberteiles ruht und das einen zum Gasauslass 15 führenden Auslasskanal 14 aufweist. Unterhalb des normalen Standes 16 der Waschflüssigkeit befindet sich im Behälter II eine Lagerplatte 20, die auf bekannte Art mittels innerer Querträger 21 abgestützt ist und die dazu dient, eine auf ihr drehbar angeordnete vertikale Verteil- und Antriebswelle 25 abzustützen, deren oberes Ende in einem mittels innerer Querträger 27 abgestützten Lager 26 drehbar angeordnet ist.
Die Ventilator- und Antriebswelle 30, welche sich vertikal durch das Ventilatorgehäuse 12 erstreckt und oberhalb aber koaxial bezüglich der Welle 26 angeordnet ist, ist im Gehäuse 12 mittels eines auf dasselbe sich abstützenden oberen Lagers 31 und eines auf inneren Querträgern 33 ruhenden unteren Lagers 32 drehbar gelagert. Das untere Ende der Antriebswelle 30 ist über eine elastische Kupplung 34 mit dem oberen Ende der Antriebs- und Verteilerwelle 25 wirkungsverbunden. Die Wellen 30 und 25 werden dabei in geeigneter Weise durch einen Motor 40 über Riemenscheiben 41, 42 und Riemen 43 angetrieben.
In innerhalb des Ventilatorgehäuses 12 ist auf der Welle 30 ein Saugventilator 50 drehfest angeordnet, der dazu dient, das Gas, beispielsweise Luft, nachdem sie im Gehäuse 10 gewaschen wurde, aus diesem abzusaugen und durch den Auslasskanal 14 und den Luftauslass 15 auszulassen. Am Fusse der Welle 25 ist ein Flüssigkeits-Pumpenlaufrad 55 drehfest angeordnet, welches dazu dient, Wasser oder eine andere Waschflüssigkeit aus dem Behälter 11 zu pumpen und es nach oben in das Innere eines dreh enden Verteilerkäfigs 60 zu treiben, der auch auf der Welle 25 drehfest angeordnet und der eine obere an der Welle 25 befestigte Platte 61 aufweist, von welcher eine Mehrzahl von in Abstand von einander angeordneten Stäben oder Schaufeln 62 berabhängen, dessen oder deren untere Enden in einem Ring 63 eingesetzt sind.
Aus den obigen Ausführungen geht hervor, dass wenn die Antriebswelle 25 durch den Antriebsmotor 40 über Riemenscheiben 41, 42 und Welle 30 angetrieben wird, das Pumpenrad 55 Waschflüssigkeit aus dem Behälter 11 nach oben in das Innere des drehenden Verteilerkäfigs 60 pumpt, welche Waschflüssigkeit dann mittels der sich bewegenden Schaufeln 62 des drehenden Käfigs, welche auf den vom Pumprad 55 herkommenden Waschflüssigkeitsstrom prallen, nach aussen in den um den Verteilerkäfig 60 befindlichen Waschraum in Form eines Sprühregens hinausgeschleudert wird.
Ebenfalls innerhalb des Gehäuses 10 und um das drehende Verteilergehäuse 60 angeordnet ist eine im wesentlichen zylindrische Waschkammer 70, die einen geschlossenen Oberteil 71 besitzt und unten offen ist.
Diese Kammer 70 besitzt im wesentlichen eine zylindrische Seitenwand 72, welche ungefähr auf der Höhe des unteren Endes des Verteilerkäfigs endigt und welche im Abstand von den Seitenwänden des Gehäuses
10 sich befindet. Im oberen Teil der Waschkammer 70 ist ein Lufteinlasskanal 75 angeordnet, der von ausserhalb des Gehäuses 10 tangential in die Waschkammer 70 führt, wie auch aus Fig. 3 hervorgeht, welche mit mehr Einzelheiten eine vorzugsweise Ausführungsform des Einlasses 75 darstellt, bei welcher der Kanal sich verjüngt um eine hohe tangentiale Eintrittsgeschwindigkeit des zu waschenden Luftstromes in die Waschkammer 70 zu erzeugen.
Damit besitzt der obere Teil der Waschkammer 70 einen tangentialen Lufteinlasskanal um Luft in die Einrichtung einzulassen und um dem Luftstrom eine Drallbewegung zu erteilen, wobei die Wand 72 der Kammer 70 den mittels des drehenden Verteilergehäuses 60 nach aussen geschleuderten Flüssigkeitssprühregen aufnimmt und die Aussenseite der Wand 72 mit den Aussenwänden des Gehäuses 10 einen ringförmigen um die Kammer 70 befindlichen Durchlass bildet, das Ganze derart, dass durch den tangentialen Einlass 75 eintretende Luft drallförmig durch die Waschkammer 70 innerhalb der Wand 72 durch den Sprühregen nach unten strömt, wo sie den unteren Rand der Wand 72 umströmt, um alsdann mittels des Ventilators 50 durch den äusseren ringförmigen Durchlass nach oben im wesentlichen gemäss den verschiedenen in der Figur eingetragenen Pfeilen gesaugt wird.
Im oberen Teil des Gehäuses 10 oberhalb des Lufteinlasses 75 und der Waschkammer 70 sind eine Mehrzahl von Leitwänden 80 mit Zwischenräumen 81 angeordnet durch welche der Luftstrom nach dem Verlassen der Waschkammer 70 durch den Ventilator 70 angesogen wird. Die Leitwände 80 besorgen dabei in bekannter Weise das Entfernen der mitgerissenen Wassertröpfchen aus der gewaschenen Luft. Der mittels des drehenden Verteilerkäfigs 60 nach aussen geschleuderte Waschsprühregen prallt schliesslich an der Innenseite der Wand 72 der Kammer 70 auf und bildet auf dieser eine im wesentlichen kontinuierliche Flüssigkeitsschicht, die längs der Innenseite der Wand 72 nach unten in den Behälter 11 zurückfliesst.
Vorzugsweise sind die Geschwindigkeit und die Fördermenge des Laufrades 55 so aufeinander abgestimmt, dass stets genügend Waschflüssigkeit mittels des Laufrades 55 aus dem Behälter 11 nach oben in den Verteilerkäfig 60 gefördert wird um eine solche im wesentlichen kontinuierliche Flüssigkeitsschicht an der Innenseite der Wand 72 aufrechtzuerhalten, insbesondere derart, dass die Waschflüssigkeit von unteren Rand der Wand 72 in Form eines im wesentlichen kontinuierlichen ringförmigen Flüssigkeits-Vorhanges in der Fig. 1 mit strichpunktierten Linien 85 angegeben, abfliesst, durch welchen die Luft nach Verlassen der Waschkammer 70 strömt. Damit wird eine zusätzliche Waschwirkung nebst derjenigen, welche erhalten wird während die Luft den mittels des Verteilerkäftigs 60 in der Waschkammer 70 erzeugten Sprühregen durchströmt, erhalten.
Der nach unten fliessende Waschflüssigkeitsvorhang 85 wirkt mit dem plötzlichen Richtungswechsel des Luftstromes unterhalb des Bodenrandes der Wand 72 zusammen, um eine im wesentlichen vollständige Entfernung von mitgerissenen Verunreinigungen aus dem Luftstrom zu gewährleisten, so dass, falls überhaupt, nur wenig solche Verunreinigungen übrigbleiben, welche dann mit den Waschflüssigkeitströpfchen von den Leitwänden 80 im oberen Teil der Kammer aufgefangen werden.
Die zusätzliche Wirksamkeit der Gaswascheinrichtung infolge des tangentialen Einlasses des zu waschenden Gases und der Wirbelbewegung desselben beim Durchgang durch den Sprühregen in der Waschkammer 70 wird noch weiter, insbesondere zur Beseitigung der sehr winzigen Teilchen in der Grössenordnung von einem Mikron und kleiner, gesteigert, wenn der tangentiale Einlass 75 derart gestaltet ist (siehe Fig. 3), dass der wirbelnden eintretenden Luft eine Umfangsrichtung aufgezwungen wird, und zwar so, dass die Wirbelbewegung der Luft entgegengesetzt der Bewegungsrichtung der mittels des Verteilerkäfigs 60 nach aussen geschleuderten Wasch-Elüssigkeitströpfchen gerichtet ist, wobei der Sprühregen aus dem drehenden Verteilerkäfig 60 nahezu tangential bezüglich der Peripherie des Käfigs herausgeschleudert wird.
Dementsprechend kann der Lufteinlass 75 wie in der Fig. 3 ausgerichtet werden, in welcher der Verteilerkäfig 60 im Uhrzeigersinn drehend dargestellt ist, so dass die tangential gerichtete wirbelnde, eintretende Luft entgegengesetzt (also im Gegenuhrzeigersinn) zu der Bewe gungsrichtung der Tröpfchen im Sprühregen strömt, wodurch die Aufprallkraft zwischen den Tröpfchen und den von der Luft mitgerissenen und zu entfernenden Verunreinigungen grösser wird, wodurch die Waschkraft der Einrichtung erhöht wird.
Innerhalb der Wand 72 der Waschkammer 70 ist eine ringförmige Leitwand 90 im Bereich der mittels des drehenden Verteilergehäuses 60 erzeugten Flüssigkeitssprühform angeordnet.
Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist eine solche Leitwand 90 vorzugsweise schraubenlinienförmig ausgebildet und aus einem Metallstreifen von im wesentlichen gleicher Breite hergestellt. Das obere Ende 91 der Leitwand liegt dabei mindestens etwa zweimal so hoch über dem unteren Rand der Wand 72 wie das untere Ende 92 der schraubenlinienförmigen Leitwand. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 beträgt dieser Faktor etwa fünf. Ferner ist, wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, die Leitwand schraubenlinienförmig innerhalb der Waschkammer 70 angeordnet.
Wie aus dem vorhergehenden ersichtlich ist, wird durch die Anordnung einer solchen Leitfläche 90 innerhalb der Waschkammer 70 ein Teil des Sprühnebels aus dem Verteilerkäfig 60 nach oben abgelenkt, um die Waschwirkung zu verbessern oder das Ablagern oder Anhäufen von mitgerissenen Verunreinigungen im oberen Teil der Waschkammer 70 und/oder auf deren Oberteil 71 zu verhindern. Gleichzeitig wird auch der durch die Waschkammer 70 nach unten strömende Luftstrom (im wesentlichen ohne dessen Wirbelbewegung zu beeinflussen) bis zu einem gewissen Grad eingeschnürt bzw. gelenkt, so dass die Luft wenigstens während eines Teiles ihres Durchganges gezwungen wird die intensiveren inneren Zonen des Sprühnebels zu durchlaufen, um die gewünschte Vollendung und Gleichmässigkeit des Waschvorganges mittels der sich bewegenden Waschflüssigkeitströpfchen zu erreichen.
Eine solche Leitwand besitzt eine zusätzliche vorteilhafte Wirkung, indem sie für Geschwindigkeitsänderungen im durch die Waschkammer 70 nach unten strömenden Luftstrom sorgt, wobei, insbesondere jeder Abfall in der axialen Durchlaufgeschwindigkeit der Luft unterhalb der Leitwand 90 die AusfÅallung der mitgerissenen Verunreinigungen beim Umströmen des unteren Randes der Wand 72 unterstützt. Die Lenkbzw. Konzentrierwirkung der Leitwand verringert auch jrde Neigung der wirbelnden Luft sich in einem bestimmten Segment des Querschnittes der drehenden Sprühform zu verdichten.
Die Fig. 3 und 4 zeigen Modifikationen von solchen in der Waschkammer 70 eingesetzten Leitwänden, welche zu den obenerwähnten Ergebnissen führen.
Wie dargestellt, ist die Leitwand 95 der Fig. 3 auch schraubenlinienförmig angeordnet, wobei ihr eines Ende 96 über ihrem anderen Ende 97 angeordnet ist. Im Gegensatz zu der in Fig. 2 dargestellten Leitwand besitzt sie aber eine veränderliche Breite; sie ist dabei (siehe Fig. 3) schraubenlinienförmig in der Waschkammer 70 angeordnet und der breiteste Teil der Leitwand 95 ist im Bereich, in welchem die Luft durch den Einlass 75 tangential eintritt, angeordnet. Bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 4 und 5 ist die Leitwand 100 als ebener kreisförmiger Ring ausgebildet und schräg in der Waschkammer 70 angeordnet, wobei, wie aus der Fig. 4 hervorgeht, der höher gelegene Teil schräg neben der Einlassbahn der Luft, wo dieselbe ihre durch den tangentialen Einlass 75 in die Waschkammer 70 aufgezwungene Umfangswirbelbewegung aufnimmt, angeordnet ist.
Auch die Geschwindigkeitsänderung der eintretenden Luft, welche durch eine, vorzugsweise im Lufteinlasskanal 75, vorzusehende Verengung 105 bewirkt wird, trägt in Zusammenwirkung mit der Leitfläche 90 bzw. 95 bzw. 100 usw. ferner dazu bei, die Bildung einer ausgeprägten Trennungslinie zwischen darin befindlichen ausgeschiedenen Verunreinigungen, die im Begriff stehen, nach unten durch den Sprühregen in der Waschkammer 70 zu strömen, stark herabzusetzen.
Dies ist insbesondere ausgeprägt, wenn die höhere oder breitere Oberfläche der Leitfläche im Quadrant der Waschkammer angeordnet ist, in welche die tangential eintretende Luft eingeblasen wird, um den am meisten abgelenkten Waschflüssigkeitssprühnebel konzentriert gegen den höchsten Teil der Waschkammer 70 zu lenken, so dass er direkt mit der eintretenden Luft in der Nähe des Einlasses in Berührung kommt. Hier ist das Luftvolumen am grössten und mehr oder weniger zur gleichen Zeit wird hier der Luft eine Drallbewegung und ein Richtungswechsel sowie eine Geschwindigkeitsänderung erteilt (was unerwünschte Ablagerungen oder Anhäufungen von mitgenommenen Material in der eintretenden Luft verstärken könnte).
Wie aus dem Vorhergehenden ersichtlich ist, wird die Leitfläche 90, 95 oder 100 etc. vorzugsweise so angeordnet, und gestaltet, dass eine genügende Ablenkung der Waschflüssigkeitströpfchen nach oben und eine Konzentrierung des sich nach unten bewegenden Luftstromes erreicht wird, ohne in der Vorrichtung eine so grosse Erhöhung des statischen Druckes der durchströmenden Luft zu bewirken, dass eine unerwünschte Erhöhung des Kraftaufwandes oder Leistung des Antriebsmechanismus 40, 41, 42, 43 um den gewünschten Durchsatz von Luft oder einem anderen Gas zu erreichen, nötig wäre.
Nur als Beispiel sei erwähnt, dass eine Reduktion von mehr als 50 O/o von in der Luft enthaltenden Verunreinigungen beim Ausströmen der Luft beim Auslass 15 durch die Anordnung einer schraubenförmigen Leitfläche gemäss der Fig. 2 in einer Einrichtung nach der Fig. 1 (ohne andere An- derungen in der Konstruktion oder in der Arbeitsweise vorzunehmen) erreicht wurde. Die vergleichsweise Ermittlung von erhöhter Wirksamkeit wurden beispielsweise mit einer Einrichtung gemacht, welche eine Leistung von 566 m3/Min. (20 000 cfm) zu waschender Luft aufweist und wo der innere Durchmesser der Waschkammer 70 etwa 173 cm (68 Zoll) und die radiale Breite des die Leitfläche bildenden Ringes 90 etwa 35,5 cm (14 Zoll) betrug.
Es wurde auch festgestellt, dass die Erhöhung der radialen Breite der Leitfläche 90 die Wirksamkeit der Beseitigung von Material aus der zu waschenden Luft nicht bedeutend zu erhöhen schien; hingegen bewirkte eine Verbreiterung der Leitfläche 90 bis zu einem gewissen Grad eine Erhöhung des statischen Druckes in der Einrichtung zu dessen Überwindung Energie aufgewendet werden muss.
Es wurde auch festgestellt, dass obschon befriedigende Ergebnisse in dieser Hinsicht mit Gaswascheinrichtungen erzielt wurden, die bezüglich Grösse und Leistung (z. B. von 85 m3/Min. bis 850 m3/Min. (3000 bis 30 000 cfm) sehr variieren, die infolge der besonderen Leitflächenkonstruktion erhöhte Wirksamkeit insbesondere bei den grösseren Einrichtungen ausgeprägt ist.
Während die verschiedenen Ausführungsformen der Leitfläche 90, bzw. 95 bzw. 100 befriedigende Ergebnisse bezüglich Verhütung von Ablagerungen oder Anhäufungen von Verunreinigungen im oberen Teil der Waschkammer 70 ergeben, kann eine Konstruktion wie die Leitfläche 90 zusätzliche bevorzugte oder günstigere Resultate im obigen Sinne zur Herabsetzung von ungleichmässigen Durchgang oder ungleichmassi- ger Berührung des Luftstromes und der darin befindlichen Verunreinigungen durch und mit dem Sprühnebel aus Waschflüssigkeitströpfchen in der Waschkammer 70 zeitigen.
Wie oben erwähnt, ist die horizontal gerichtete Kraft, welche dem Sprühnebel durch das Laufrad 55 und dem drehenden Verteilergehäuse 60 erteilt wird, derart, dass die Sprühtröpfchen auf die Innenseite der Oberfläche der Wand 72 der Waschkammer 70 prallen und alle Anhäufungen von Verunreinigungen, welche sich dort ablagern könnten, wegwaschen.
In ähnlicher Weise prallen diejenigen Anteile von Waschflüssigkeitströpfchen, welche aus dem rotierenden Sprühnebel in der Waschkammer 70 nach oben auf die oberen Teile der Wand 72 und auf die nach oben gerichtete Seite der Leitfläche 90 bzw. 95 bzw. 100 etc. abgelenkt werden, von wo diese Waschflüssigkeitströpfchen wieder abfliessen, so dass diese Seite im wesentlichen frei von abgelagerten Verunreinigungen erhalten wird, während die untere Seite der Leitfläche selbstverständlich durch das Aufprallen des vom Verteilerkäfig 60 herausgeschleuderten rotierenden Sprühnebels im wesentlichen frei von anfallenden Verunreinigungen bleibt.
Damit wird nach Massgabe von obigen Ausführungen eine günstigere Anordnung zur Erhöhung der Wirksamkeit und der Vorteile der Gaswascheinrichtung gemäss der Erfindung. Auf einfache und wirtschaftliche Art erhält man dabei vorteilhafte Waschresultate im wesentlichen ohne unerwünschtes Ansteigen der Grösse, Leistung oder Kompliziertheit einer solchen Gaswascheinrichtung für einen gegebenen Durchsatz von zu waschendem Gas zu bewirken.
In gewissen Fällen, wo gasförmige Verunreinigungen sich im zu waschenden Gas befinden, kann die Wirbelbewegung des Gasstromes die gleiche Richtung aufweisen wie die Drehrichtung der Sprühnebelerzeugungsmittel 60. Die Massnahme bezweckt die Zeit, während welcher gasförmige Verunreinigungen jedem Tröpfchen der Waschflüssigkeit ausgesetzt sind, zu erhöhen, um die Bindung der gasförmigen Verunreinigungen an die Tröpfchen zu erhöhen. Um dies bei der dargestellten Einrichtung durchzuführen, wird die Dreh richtung der Sprühneb elerzeugun gsmittel 60 umgekehrt, und die schraubenlinienförmige Anordnung der Leitfläche 90 oder 95 wird geändert, so dass die Leitfläche nach oben in der Drehrichtung des Verteilerkäfigs 60 steigt.
Andererseits kann im Falle von Gasabsorption alles andere so wie in der Fig. 3 angeordnet werden mit der Ausnahme, dass der Einlasskanal 75 in der entgegengesetzten Richtung, d. h. in Richtung des Pfeiles 102 (Fig. 3) tangential in die Kammer 70 führt.