Gerät zum Nachfüllen von Feuerzeugen Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Nachfüllen von Feuerzeugen, die mit verflüssigtem Gas arbeiten.
Feuerzeuge der genannten Art kommen auf dem Markt in einer ausserordentlich grossen Anzahl von ver schiedenartigen Ausführungsformen vor, und für jede Ausführungsform solcher Feuerzeuge kann ein kleiner Nachfüllbehälter geliefert werden, der mit einem für das in Frage stehende Feuerzeugfabrikat besonders ein gerichteten Gerät versehen ist, und mittels dessen das Feuerzeug nachgefüllt werden kann. Es muss also der Markt mit einer sehr grossen Anzahl von verschieden artigen Nachfüllbehältern versorgt werden.
Dafür hat der einzelne Behälter nur einen kleinen Rauminhalt, und diese Distribution von kleinen Behältern hat zur Folge, dass der Verbraucher für das gelieferte Gas einen verhältnismässig hohen Preis bezahlen muss.
Die vorliegende Erfindung geht von dem Gedanken aus, dass es möglich sein muss; eine billigere Distribution des Gases zu erreichen, wenn z. B. in Tabakgeschäften oder sonstigen Lokalitäten eine geeignete Form von Nachfüllgerät mit einem grossen Behälter, der selbst nur verhältnismässig selten nachgefüllt werden soll, auf gestellt wird. Bei der praktischen Durchführung dieses Gedankens stösst man indessen auf die Schwierigkeit, dass die verschiedenen handelsüblichen Feuerzeuge ver schiedenartige Nachfüllventile benötigen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, ein Gerät der angegebenen Art zu schaffen, mittels dessen die meisten handelsüblichen Feuerzeuge nachgefüllt werden können, und wo das Gerät trotzdem ausserordentlich einfach ist, indem es aus wenigen verschiedenen Teilen besteht. Erfindungsgemäss besteht das Gerät aus einem Ver zweigungsstück mit einem Einlassstutzen und einer An zahl von Auslassstutzen, welch letztere je ein Ventil gehäuse mit darin angeordnetem federbelastetem Rück schlagventil mit hohler, mit dem Gehäuseinnern kom munizierender Ventilspindel, die sich aus dem Vor derende des Gehäuses hinaus erstreckt, aufnehmen,
wo bei sämtliche Ventilgehäuse und sämtliche Ventilspin- deln bis einschliesslich eines in Abstand von dem Vor derende des Ventilgehäuses befindlichen Kragens, zwi schen dem und dem genannten Vorderende eine Dich tung angeordnet ist, unter sich gleich sind, während die Ventilspindeln vor dem genannten Kragen unter sich verschiedene Anschluss- und Dichtungsteile umfassen, zwecks Anschluss an die verschiedenen Typen von Feuer zeugen.
Dabei können vorteilhaft die Spindeln zweier Ventile vor dem genannten Kragen unter sich gleiche Spindelverlängerungen aufweisen, die je von einer Dich tung umgeben sind, wobei die Länge dieser Dichtung im einen Fall grösser und im anderen Fall kleiner als die Länge der Spindelverlängerung ist, während die Spindel eines dritten Ventils vor dem Kragen einen diametral durchschnittenen, mit einer nichtdurchgehenden Boh rung versehenen Kopf trägt, der von einer Dichtung umgeben ist.
Da ein solches Gerät drei unter sich gleiche Ventil gehäuse aufweist, kann das Gerät einfach und billig hergestellt werden, umso mehr als auch die Ventil spindeln der drei Gehäuse mit zugehörigem Rückschlag- ventil und zugehöriger Feder unter sich gleich sind, soweit sich die im Innern der Ventilgehäuse befind lichen Teile betrifft, und trotzdem reicht ein solches Gerät aus, um eine sehr grosse Anzahl von verschieden artigen Feuerzeugen nachzufüllen.
So können die bei den Ventile, deren Spindeln ausserhalb des Kragens eine Verlängerung aufweisen, für das Nachfüllen von Feuer= zeugen vom Ronson -Typ bzw. Rowenta -Typ ver wendet werden, während die zuletzt genannte Ausbil dung mit dem in Querrichtung durchschnittenen Kopf für das Nachfüllen von Feuerzeugen vom Colibri -Typ verwendet werden kann.
Die Erfindung soll im folgenden an Hand der Zeich nung beschrieben werden. Auf dieser zeigt: Fig. 1 ein erfindungsgemässes Gerät in Seitenansicht und teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Axialschnitt durch das eine Ventil des Gerätes, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-111 in Fig. 2, Fig. 4 einen Axialschnitt durch ein zweites Ventil des in Fig. 1 gezeigten Gerätes, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie IV-IV,
Fig. 6 einen Axialschnitt durch ein drittes Ventil des in Fig. 1 gezeigten Gerätes und Fig. 7 das in Fig. 6 gezeigte Ventil in Draufsicht. Auf der Zeichnung bezeichnet 1 ein Verzweigungs stück mit vier Stutzen 2, 3, 4 und 5. Die Stutzen sind durch ein Kanalsystem 6 miteinander verbunden. Der Stutzen 2 dient zur Verbindung des Verzweigungsstük- kes 1 mit einem grossen Behälter für die Aufbewahrung von verflüssigtem Gas.
Jeder der übrigen Stutzen 3, 4 und 5 trägt eine Überwurfmutter 7, mittels derer in jedem der drei Stut zen ein Ventilgehäuse 8 festgehalten wird, dessen Aus bildung am deutlichsten aus den Fig. 2, 4 und 6 her vorgeht. Jedes Gehäuse 8 hat einen Kragen 9, mittels dessen das Ventilgehäuse 8 beim Anziehen der Über wurfmutter 7 an einen innen konischen Sitz 10 des je weiligen Stutzens herangepresst wird. Jedes Gehäuse 8 hat einen aussen konischen Sitz 11 zum Zusammenwir ken mit dem Sitz in den Stutzen.
In jedem Ventilgehäuse 8 ist ein durchgehender Kanal 12 vorgesehen. Vom inneren Ende des Ver zweigungsstückes 1 gerechnet, besteht dieser Kanal aus einem konisch verengten Teil 13, der sich nach einem Absatz 14 in einem zylindrischen Teil 15 fortsetzt, an dessen Ende ein ringslaufender Sitz 16 vorgesehen ist. Danach folgt eine kurze konische Erweiterung 17, die in einen zylindrischen Teil 18 übergeht, der wiederum am äusseren Ende in einen innen konischen Sitz 19 endigt.
Im Kanal 12 befindet sich eine Spindel, die aus zwei Teilen 20, 21 besteht. Diese Teile sind durch einen Gewindezapfen 22 am Teil 21 miteinander verbunden, und an der Verbindungsstelle zwischen den beiden Tei len befindet sich ein Rückschlagventil 23 zur Zusam menwirkung mit dem Sitz 16. Der Teil 20 hat eine Schulterfläche 24, die als Sitz für eine Feder 25 dient, die an einem Federteller 26 anliegt. Der Federteller stützt sich am Absatz 14 im Gehäuse 8 ab. Das Ge häuse 8 besteht aus Kunststoff, und der Teller 26 ist derart abgerundet, dass er sich durch den innen koni schen Teil 13 des Kanals hinaufpressen lässt, um in den Kanal 15 eingeführt zu werden.
Der Teller 26 umgibt den Teil 20 der Spindel mit Spielraum, jedoch nur so viel, dass der Teller gleichzeitig für die Spindel als Führung dienen kann. Das auf der Zeichnung untere Ende des Teils 20 ragt aus dem Gehäuse 8 hinaus, was den Zusammenbau der Teile erleichtert.
Im anderen Teil 21 der Spindel ist eine axiale Boh rung 27 vorgesehen, die durch ein Querloch 28 mit einem Spielraum zwischen der Aussenseite des Teils 21 und der Innenseite des zylindrischen Kanalteils 18 in Verbindung steht. An seinem oben aus dem Gehäuse 8 hinausragenden Ende hat der Teil 21 einen ringslaufen- den Kragen 29, und um den Teil 21 herum ist unter dem Kragen 29 eine Dichtung 30' zur Zusammenwir kung mit dem Sitz 19 am oberen Ende des Gehäuses angebracht.
Die bisher beschriebenen Teile des Ventils sind für sämtliche drei Ventile an den Stutzen 3, 4, 5 gleich, woraus hervorgeht, dass das Gerät aus verhältnismässig wenigen verschiedenen Teilen zusammengebaut ist. Das am Stutzen 5, Fig. 1, sitzende Ventil ist in Fig. 2 und 3, das am Stutzen 3 sitzende Ventil in Fig. 4 und 5 und das am Stutzen 4 sitzende Ventil in Fig. 6 und 7 gezeigt.
Das am Stutzen 5 sitzende Ventil, das in Fig. 2 in Einzelheiten gezeigt ist, hat ausserhalb des Kragens 29 eine Verlängerung 30, und die axiale Bohrung 27 ist durch diese Verlängerung hindurchgeführt. Die Ver längerung 30 ist von einer Dichtung 31 umgeben, die etwas länger ist als die Verlängerung 30.
Diese Ausbil dung ist für Feuerzeuge vom Ronson -Typ bestimmt, und wenn die Verlängerung 30 mit der Dichtung 31 in ein Einfülloch von Feuerzeugen dieser Art einge schoben und das Feuerzeug in Richtung des Pfeils 32 in Fig. 2 gedrückt wird, wird erstens mittels der Dich tung 31 zwischen dem Feuerzeug und der Verlängerung 30 Dichtigkeit erzeugt, ferner wird die Dichtung 30' an den Sitz 19 herangepresst und schliesst dadurch den Kanal 12 nach aussen, und schliesslich wird das Rück schlagventil 23 entgegen der Wirkung der Feder 25 vom Sitz 16 angehoben.
Es ist nun zwischen dem Kanalsystem 6 des Verzweigungsstücks 1 und dem Inneren des Zünders Verbindung erzeugt, und zwar durch den Spielraum zwischen der Aussenseite des Teils 20 der Spindel und der Innenseite der Bohrung des Federtellers 26, durch den zylindrischen Kanalteil 15, um den Sitz 16 herum, durch den Kanalteil 18, die Löcher 28, die axiale Bohrung 27 und von dort in den Gasraum des Feuerzeuges. Wenn das Feuerzeug entfernt wird, wird das Ventil 23 durch die Feder 25 an den Sitz 16 herangedrückt, und es kann hiernach kein Gas mehr vom Nachfüllbehälter ausströmen.
Zwi schen dem Spindelteil 21 und dem Kanal 12 ist nur ein enger Spielraum vorhanden, so dass nur eine mini male Gasmenge im Ventil übrig bleibt, welche Gas menge später verdunsten wird, wenn das Feuerzeug von der Dichtung 31 entfernt wird. Das in Fig. 2 dar gestellte Ventil kann nicht nur für Ronson -Fe@uer- zeuge, sondern auch für viele andere Feuerzeugfabrikate verwendet werden.
Das in Fig. 4 gezeigte Ventil unterscheidet sich von dem in Fig. 2 gezeigten Ventil nur in bezug auf die Höhe der um die Verlängerung 30 herum vorgesehene Dichtung. Diese Dichtung ist in Fig. 4 mit 33 bezeich net. Dieses Ventil ist für Rowenta -Feuerzeuge und ähnliche Feuerzeuge bestimmt, und die Wirkungsweise ist dieselbe wie unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrie ben.
Das in Fig. 6 gezeigte Ventil unterscheidet sich von den in Fig. 2 und 4 gezeigten Ventilen nur in bezug auf die Ausbildung des ausserhalb des ringslaufenden Kra gens 29 befindlichen Teils des Spindelteils 21. Anstatt einer Verlängerung 30 trägt der Teil 21 einen Kopf 34. Dieser Kopf ist in Querrichtung durchschnitten, wodurch ein Schlitz 35, Fig. 7, gebildet wird, der vom Aussenende 36, Fig. 6, des Kopfes bis zur Oberseite des Kragens 29 verläuft.
Im oberen Teil des Kopfes ist ein nichtdurchgehendes Loch 37 vorgesehen, das in den einander zugekehrten Seitenflächen 38 und 39 des Schlitzes 35 ausgearbeitet ist, so dass in jeder dieser Seitenflächen ein Absatz 40 entsteht. Der Kopf ist von einer Dichtung 41 umgeben. Dieses Ventil ist für Feuer zeuge vom Colibri -Typ bestimmt und wirkt folgen dermassen: Wenn ein Feuerzeug gefüllt werden soll, wird ein Zapfen des Feuerzeuges in das Loch 37 einge führt, bis er sich an die Absätze 40 anlegt, und gleich- zeitig legt sich ein Kragen des Feuerzeuges an die Dichtung 41 an.
Durch axiale Bewegung des Feuer zeuges wird das Ventil 23 geöffnet, und der Strömungs weg des Gases wird jetzt bis einschliesslich des axialen Kanals 27 im Spindelteil 21 dieselbe wie in Verbindung mit Fig. 2 beschrieben. Von der Bohrung 27 strömt das Gas längs der Oberseite des Kragens 29, d. h. längs des Bodens des Schlitzes 35 und von dort um den, in die Bohrung 40 eingesetzten Teil des Feuerzeuges herum in dieses hinein.
Wie ersichtlich, sind nur die auf der Aussenseite des ringslaufenden Kragens 29 befindlichen Teile der drei Ventile unter sich verschieden, und für die Ventile nach Fig. 2 und 4 handelt es sich nur um eine ver schiedene Höhe der Dichtungen 31 bzw. 33, wogegen der Spindelteil 21 an sich in Fig. 6 abweichend ausge bildet ist.
Der übrige Teil der Spindel, das Gehäuse, das federbelastete Ventilzeug sowie der Ventilteller 26 sind dagegen in allen drei Ventilen gleich, weshalb ein Ventilgerät nach Fig. 1 sich aus einer verhältnismässig kleinen Anzahl von verschiedenen Teilen zusammen bauen lässt, wodurch die Distribution von verflüssigtem Gas auf die beschriebene Weise wirtschaftlich verant wortlich wird. Die Ventile können für praktisch sämt liche handelsüblichen Feuerzeugfabrikate verwendet werden.