Schaltungsanordnung für eine Teilnehmereinrichtung in Anlagen mit zwei parallel an eine Teilnehmerleitung angeschlossenen Telephonteilnehmern Anlagen mit zwei Telephonteilnehmereinrichtungen, die parallel an eine gemeinsame Teilnehmerleitung an geschlossen sind und bei denen durch Anlegen einer Spannung an die Leitung ,
die eine der beiden Teilneh- mereinrichtungen mit der Leitung verbunden und die andere gesperrt wird, wobei ;
die zu entsperrende Teil nehmereinrichtung durch die Wahl oder ang@ele@gten Po larität bestimmt wird, sind schon lange bekannt. Ausser den Erfordernissen der Freigabe und Sparrung der Teil- nehmereinrichtungen muss es im Falle einer abgebenden Verbindung auch möglich .sein, den anrufenden Teil nehmer festzustellen. Es wurde schon lange versucht,
für die Sperrung und Freigabe auf die Anwendung mecha nischer Mittel zu verzichten und Dioden zu verwenden. Um unbefugtes Mithören durch den gesperrten Teil nehmer zu verhindern, müssen sehr lohe Ansprüche an den Sperrwiderstand solcher Dioden gestellt werden, welche aber mit ,den .seit einigen Jahren auf dem Markt erhältlichen Typen erfüllt werden können.
An Schaltungen zur Erkennung des anrufenden Teil nehmers bei abgehendem Verkehr wurden früher solche mit dauerndem oder impulsweisem Anlegen von Erde durch die ;anrufende Teilne;hmereinrichtung angewendet.
Einrichtungen, welche beim Teilnehmer eine Erdleitung voraussetzen, sind aber gegenüber solchen ohne Erdlei tung immer mit Nachteilen behaftet, was besonders dann ins Gewicht fällt, wenn eine bestehende Sprechstelle, welche keine Erdleitung aufweist, nachträglich in eine solche für -einen Zweieranschluss umgeändert werden soll.
Ausserdem können durch zwischen dem Erdan- schluss :des Teilnehmers und demjenigen der Zentrale auftretende Störspamumgen.Schwierigkeiten verursacht werden.
In später bekanntgewordenen, Schaltungsanord- nungen wird die Verwendung von Ende beim Teilneh mer vermieden, indem dort im Ruhezustand an die Teil nehmerleitung eine Spannung mit langsamen oder schnellem Polwechsel angelegt wird, wobei durch je eine Diode in den Teilnehmereinrichtungen bei einem von einem Teiluehmer ;ausgehenden Anruf ein Strom in der Leitung erzeugt wird, dessen Polarität für den an- rufenden Teilnehmer charakteristisch ist.
Als Diode kann dabei die gleiche verwendet werden., die auch zur Sperrung und Freigabe der Station dient-. Sofern in der Zentrale Transistorschaltungen verwendet werden, kön nen die zum beschriebenen Zwecke im Ruhezustand an die Leitung ,angelegten Spannungen so klein gehalten werden, dass sie keine Störungen verursachen.
Die beschriebenen Anwendungen einer Diode als alleiniges Mittel zur Sperrung und Freigabe der Teilneh mer und zur Erkennung des. anrufenden Teilnehmers er möglichen, nun :aber nicht ohne weiteres den wahlweisen Anruf der Teilnehmer auf die allgemein übliche Weise, d. h. indem eine Rufspannung von 70 V und 23 Hz einer ,der Speisespannung der Zentrale von z.
B. 48 V entsprechenden Gleichspannung überlagert wird. Die Schwierigkeiten ergeben sich aus dem Umstand, dass der Rufstrom ein reiner Wechselstrom ist, welcher nicht durch einen Gleichrichter fliessen kann. Es sind schon viele Vorschläge gemacht worden, um diese Schwierig keit zu umgehen.
Sie zielen entweder darauf ab, den Weckerkondens,ator über einen, innerhalb der Teilneh mereinrichtung verlaufenden Stromkreis zu entladen, oder den Weckerstromkreis unter gänzlicher oder teil weiser Umgebung der Diode über Erde verlaufen zu lassen. Ein weiterer Vorschlag betrifft edie Verwendung eines Gleichstromweckers..
Die Lösungen mit Entladung des Kondensators über einen lokalen Stromkreis weisen gemeinsam den Nachteil auf, dass während ödes Rufes nach einer Station ausser dem Rufstrom ein Gleichstrom durch die Teilnehmer- leitung fliesset,
auf welchen die Organe der Rufabschaltung nicht ansprechen dürfen. Ausserdem ist der Wirkungs- grad einer solchen Schaltung schlecht. Schaltungen:, wel che Ende verwenden, besitzen die früher angeführten, der Verwendung oder Erde innewohnenden Nachteile und bedingen ge;
ggbenenfalls Anpassungen in, den Ruf- stromkreisen der Zentrale. Schaltungen mit Gleichstrom- wecker weisen ,ähnliche Nachteile wie diejenigen mit lo kaler Entladung des Weckerkondensators auf.
Aus .den genannten Gründen konnte sich bis jetzt keines der beschriebenen Systeme, bei welchem die Sper rung der nicht an einem Gespräch beteiligten Sprech stelle ohne die Verwendung von Kontakten allein durch eine Diode erfolgt, durchsetzen, und es werden fast durchwegs Schaltungen mit sehr hochohmigen Relais angewendet, wobei in zunehmendem Masse Dioden mit verwendet werden und die Kennzeichnung des anrufen- den Teilnehmers ohne die Zuhilfenahme von Erde er folgt.
Obwohl solche Schaltlungen vom elektrischen Standpunkt aus einwandfrei sind und alle :an sie gestell ten Anforderungen erfüllen, weisen sie den den mecha nischen Einrichtungen allgemein innewohnenden Nach teil der grösseren Störungsanfälligkeit und :des höheren Preises gegenüber rein elektronischen Einrichtungen auf, und ausserdem beanspruchen sie mehr Platz.
Es ist zwar eine rein elektronische Schlat:ungsanord- nung bekanntgeworden, welche die dien vorgängig be schriebenen Anordnungen innewohnenden Nachteile nicht aufweist. Bei dieser bekannten Einrichtung ist bei <I>den</I> Teilnehmereinrichtungen eine Diode, die sowohl der Sperrung und Freigabe als auch der Erkennung der be treffenden Einrichtung dient, zwischen der Teilnehmer leitung einerseits und den Sprech- und Rufstromkreisen anderseits angeordnet.
Parallel zu dieser Diode ist die Emitter-Kollektorstrecke eines Transistors geschaltet, über welche im entsperrten Zustand des Transistors ein Strom in dem der Durchlassrichtung der Diode entge gengesetzten Sinne fliessen kann. Bei einem ankommen den Ruf wird der Transistor zeöffnet, und der Rufstrom kann dann in der einen Richtung durch die Diode und in der andern durch den Transistor fliessen.
Für diesen Zweck müssen Transistoren mit einem sehr hohen Sperr widerstand verwendet werden, welche zwar erhältlich sind, jedoch einen kleinen Verstärkungsfaktor aufweisen und deshalb zu ihrer Aussteuerung einen relativ hohen Basisstrom benötigen. Dieser Strom muss aus einem Ne- benschluss zu den Sprech- und Rufstromkreisen gewon nen werden und wirkt hauptsächlich während der Wahl impulse störend, da er die Auswertung dieser Impulse in der Zentrale, beeinträchtigen kann.
Die bei :dieser Schal tung getroffenen Massnahmen, welche im Ruhezustand der Leitung ein Ansprechen des Weckers auf die zwecks Erkennung eines anrufenden Teilnehmers auf dieser Lei tung vorhandenen Spannungen verhindern, wirken sich ferner bei einem eintreffenden Ruf als Beschränkung der dem Wecker zugeführten Leistung aus, indem dann der Transistor nicht während einer ganzen Periode des Ruf stroms ununterbrochen geöffnet ist.
Die vorliegende Erfindung weist die Vorteile der zu- letzt beschriebenen Schaltungsanordnung auf, ohne je doch deren Nachteile zu besitzen. Sie betrifft eine Schal tungsanordnung für eine Teilnehmereinrichtung in An lagen mit zwei parallel an eine Teilnehmerleitung ange schlossenen Telephon@teilnehmern zur wahlweisen An schaltung eines der beiden Teilnehmer @an die Leitung,
unter gleichzeitiger Sperrung des andern. In .derartigen Anlagen wird der anzuschaltende Teilnehmer durch die an die gemeinsame Leitung angelegte Polarität ausge wählt.
Die Schaltungsanordnung enthält mindesitens eine die Anschaltung und die Sperrung bewirkende Halbleiter diode und ferner einen Transistor, dessen Emitter-Kol- lektorstrecke parallel zu der genannten Diode liegt und welcher derart gesteuert ist,
dass die genannte Strecke während des Anrufs des betreffenden Teilnehmers für einen der Durchlassrichtung der genannten Diode entge gengesetzt verlaufenden Strom geöffnet und während des gesperrten Zustandes der genannten Diode gesperrt ist.
Die Schaltungsanordnung ist gekennzeichnet durch einen Oszillator, welcher an die zwischen den Adern der Teil nehmerleitung auftretende Spannung geschaltet und der art gepolt ist, dass er nur frei einer der Durchlassrich- tung der Diode entsprechenden Polarität schwingen kann, und dessen Ausgangssignal gleichgerichtet und dem genannten Transistor zwecks Erzeugung des lei tenden Zustandes zugeführt wird.
Die Figur zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfin- dung :das Schaltungsschema einer Teilnehmereinrich- tung. Mit a und b sind die Anschlussklemmen bezeich net, mit welchen diese Teilnehmereinrichtung parallel zu einer gleichen, nicht dargestellten Einrichtung, an die Teilnehmerleitung angeschlossen ist.
In bekannter Weise sind dabei die Anschlüsse a und b bei diesen beiden Ein richtungen in verschiedener Weise mit der Leitung ver bunden, so dass bei einer an der Leitung liegenden Span nung einer bestimmten Polarität die in den Teilnehmer- einrichtungen enthaltenen Dioden und Transistoren in bezug auf die Spannung an ;den Klemmen a und b ver schieden -gepolt sind.
Die rechts der Klemme ä und b' d argestelllten Teile sind diejenigen einer normalen Teilnehmerstation, nämlich Sprechstromkreise SS,
Gabelkontakt GK und Wecker GL mit zugehörigem Kondensator CG. Die zwi schen den Klemmen a und b einerseits und den Klem men ä und b' anderseits befindlichen Schaltungsteile dienen der wahlweisen Anschaltung oder Sperrung des Teilnehmers und können (wie dargestellt)
einer norma- len Station oder einer andern Art Teilnehmeranlage werden, wobei für diese Anlage in keiner Weise eine Sonderausführung oder -schalturig notwen dig ist.
Der wichtigste Teil der zwischen den Klemmen a, b und a', b' befindlichen Zusatzeinrichtung ist die Halb leiterdiode D1. In Abhängigkeit ;der an die Klemmen a und b angelegten Spannung verbindet sie - sofern der Gabelkontakt GK geschlossen ist - den Sprechstrom kreis SS mit der Teilnehmerleitung oder trennt ihn da von ab.
Sie dient ferner der Erkennung des anrufenden Teilnehmers, indem in bekannter, nicht dargestellter Weise der Leituri; während ihres Ruhezustandes eine relativ ,niedrige Wechselspannung sehr niedrigerFrequenz zugeführt wird, so dass bei der Schliessung Beis Gabel kontaktes GK über die Diode Dl ein Strom fliessen kann, :
dessen Richtung für den anrufenden Teilnehmer charakteristisch ist.
Die :der Diode Dl parallelgeschaltete, Emitter-Kol- lektorstrecke des Transistors TR1 ist normalerweise ge sperrt. Wie die Diode Dl, muss auch der Transistor TR1 einen sehr hohen Sperrwiderstand besitzen, so dass ein Mithören .durch den gesperrten Teilnehmer nicht mög lich ist.
Dank der Anordnung :des Widerstandes R5, wel cher Basis und Emitter dieses Transistors miteinander verbindet, wird im Sperrzustand das Auftreten einer Spannung zwischen ;diesen beiden Elektroden verhindert, so :dass der Sperrwiderstand,des Transistors TRl immer voll zur Wirkung gebracht wird. Ein Transistor, welcher beispielsweise im gesperrten.
Zustande ;die Anforderun gen an einen hohen Sperrwiderstand erfüllt und gleich zeitig eine für die vorliegende Anwendung genügend hohe Spannungsfestigkeit aufweist, ist beispielsweise der Typ BF117. Sein :dynamischer Sperrwiderstand von ca.
2 - 107 Q bei 3000 Hz, welcher ungefähr demjenigen einer Diode Typ 1 N914 entspricht, gestattet, an der Station des gesperrten Teilnehmers eine Dämpfung des Gesprächs gegenüber demjenigen an .der nicht gesperr- ten Station zu erreichen, welche 9N übersteigt.
Der Transistor TR2 mit der Spule L und dein Kon densator Cl bildet einen Oszillator allgemein bekannter Bauart. Der Transistor .arbeitet in Basisschaltung; die Spule L ist zusammen mit :dem Kondensator Cl fre- quenzbestimmend, .und die Vorspannung der Basis wird durch den aus :
den Widerständen R2 und R3 bestehen den Spannungsteiler erzeugt. Die Rückkopplungswick lung W2, der durch den Kondensator C4 überbrückte Widerstand R4 zur Gleichstrom-Gegenkopplung und der Kondensator C3 zur Überbrückung des Widerstandes R3 sind bekannte Schaltelemente, auf die nicht näher eingegangen werden muss.
Für den Oszillator könnte natürlich .auch eine andere, insbesondere einfachere Art von Schaltung verwendet wenden. Die Frequenz dieses Oszillators könnte grundsätzlich beliebig gezählt werden, wird aber einerseits mit Rücksicht auf einen kleinen Aufwand und anderseits im Hinblick auf :
die Verhinde- rung der Störung von über dem Sprachfrequenzgebiet liegenden, auf den Telephonleitungen übertragenen Si gnalen vorzugsweise auf ca. 400 kHz festgesetzt.
Der Oszillator, welcher zusammen mit .dem ihm vorgeschal teten Widerstand R1 an die zwischen den Adern der Teilnehmerleitung auftretende Spannung geschaltet und somit von dieser Leitung gespeist ist, kann nur schwin gen, wenn an die Klemme a Plus- und an die Klemme b Minuspotential angelegt wird, da diese bei umgekehrter Polarität infolge der dann veränderten Verstärkungsver hältnisse nicht möglich ist.
Der Kondensator C2 dient, zusammen mit dem Widerstand R1, der Siebung der Speisespannung (des Oszillators, so dass von der der Gleichspannung auf ;der Leitung während des Rufs über- lagerten:
, eine grosse Amplitude aufweisenden Rufspan nung nur ein kleiner Teil am eigentlichen Oszillator wirksam wird. Statt - wie auf der Figur dargestellt zwischen den Klemmen a und b, könnte der Oszillator natürlich auch zwischen den Klemmen a' und b' ange schlossen sein, was .den Vorteil hätte, dass er beim An legen der der Sperrichtung der Diode Dl entsprechenden Polarität an nie Klemmen a und b nicht vom Strom durchflossen werden könnte.
Über die Wicklung W3 der Spule L wird die vom Oszillator erzeugte Leistung ausgekoppelt und durch die beiden Dioden D2 und D3 in Gegentaktschaltung gleich gerichtet, wobei natürlich anstelle einer Gegentaktschal- tung auch eine Einweggleichrichterschakun;
g verwendet werden könnte. Der gleichgerichtete Strom fliesst nun von der Basis des Transistors TR1 nach dessen Emitter und wieder zurück, wobei der Kondensator C5 :die Wechselstromkomponente kurzschliesst.
Der Transistor TRl wird durch das Fliessen dieses Stroms in beiden Richtungen, leitend. Infolge der durch den Widerstand R1 und den Kondensator C2 bewirkten Siebung ist diese Entsperrung :unabhängig von( den grossen, im Ruf zustand auftretenden Schwankungen der an der Leitung liegenden Momentanspannung.
Der Oszil'lator kann der art dimensioniert werden:, dass er nur ca. 0,5 mA Speise strom benötigt, während er im Transistor TR1 einen Basisstrom von ca. 2,5 mA erzeugt.
Sofern eine kleine Speisespannung passender Polarität an der Leitung liegt, ist .die Spannung der durch den Oszillator erzeugten Schwingungen ebenfalls klein und ,die :abgegebene Lei stung reicht nicht aus, um Aden Transistor TR1 zu ent. sperren. Es ist auch denkbar, ;
den Oszillator derart zu dimensionieren, dass er bei kleinen Speisespannungen nicht schwingen kann, wodurch der Transistor TRl ebenfalls gesperrt bleibt.
Während eines von oder Zentrale aus erfolgenden Anrufs eines Teilnehmers liegt - da .der Sprechstrom kreis SS durch den Gabelkontakt GK abgetrennt ist und der Weckerstromkreis für Gleichstrom keinen Durch gang aufweist - die volle Speisespannung der Zentrale an der Leitung, während die im Ruhezustand der An lage an die Leitung gelegte Wechselspannung, die der Erkennung des anrufenden Teilnehmers dient,
beträcht lich niedriger als die Speisespannung der Zentrale ge wählt wird. Die Verhältnisse können, nun derart gewählt werden, dass der Transistor TRl nur dann geöffnet wird, wenn an der Leitung .die volle Speisespannung der Zentrale in der richtigen Polarität vorhanden ist.
Sofern nun ein Anruf für den Teilnehmer, dessen Schaltschema auf der Figur dargestellt ist, eintrifft, liegt der Pluspol der vollen Speisespannung der Zentrale an der Klemme a und der Minuspol an der Klemme b. In folge der genügend hohen Spannung,der richtigen Pola rität beginnt der Oszillator zu schwingen. Auf seinen kleinen Speisestrom kann die Rufabschaltung keines falls ansprechen.
Dias Schwingen des Oszillators bei einer hohen Speisespannung bewirkt, wie früher erklärt, eine Entsperrung der Emitter-Kollektorstrecke des Tran sistors TRl für einen der Durchlassrichtung der Diode Dl entgegengesetzt verlaufenden Strom, und der der Gleichspannung überlagerte Rufstrom fliesst nun in der einen Richtung von der Klemme b über die Klemme b', den Wecker GL, den Kondensator CG,
die Klemme a' und über Kollektor und Emitter des Transistors TRl nach der Klemme a. In der Gegenrichtung verläuft der Strom über die Diod ie D1 und, da der Transistor TRl zwischen Emitter und Kollektor in beiden Richtungen leitend ist, kann er auch parallel dazu durch den Tran sistor fliessen.
Während des Gesprächs, wenn die Spannung auf der Leitung zwar die der Durchlassrichtung der Diode Dl und dem Transistor TR2 entsprechende Polarität auf- weist, in ihrem Beitrag jedoch wesentlich unterhalb der Speisespannung der Zentrale liegt, verläuft der Speise strom grundsätzlich über die Diode D1, wobei es keine Rolle spielt,
ob der Transistor TR1 ganz oder teilweise geöffnet ist und der Strom parallel zur Diode auch über Kollektor und Emitter dieses Transistors fliessen kann.
Während der Wahl wechselt die Spannung an der Leitung zwischen Null und .der vollen Speisespannung der Zentrale. Beim Verschwinden der Spannung (Im pulspansen) arbeitet der Oszillator nicht, der Transistor TRl ist :gesperrt und der ganze Strom durchfliesst die Diode D1.
Während der Impulse, wenn die volle Span nung an der Leitung liegt, schwingt .derRTI ID="0003.0208" WI="16" HE="4" LX="1767" LY="2064"> Oszillator, was aber keine Wirkungen .auslöst, indem infolge des geöff neten Impulskontaktes kein Strom durch die Diode Dl und den Transistor TRl fliesst. Der den Oszill,ator spei sende Strom von z. B. 0,5 mA ist so klein, dass er den Ablauf .der Wahl nicht stören kann.
Beim gesperrten Teilnehmer liegt der Pluspol der Leitung an Klemme b und der Minuspol an Klemme a. Infolge der nun umgekehrten Polarität kann der Oszilla- tor nicht schwingen.
Der Transistor TR1 ist infolgedes- sen gesperrt, und da auch die Diode D1 von der an der Leitung liegenden Spannung in der Sperrichtung bean sprucht wird, sind Sprech- und Weckerstromkreis dieses Teilnehmers von der Leitung abgetrennt.
Der Oszillator und der Transistor TR1 sind derart aufeinander abgestimmt, dass bei der im Ruhezustand der Leitung dort angelegten, der Erkennung des anru fenden Teilnehmers dienenden Wechselspannung der Transistor TR1 nicht entsperrt wird.
Sofern diese Be dingung nicht beachtet würde, könnte in beiden Statio nen die genannte Wechselspannung mindestens zum Teil auf den Weckerstromkreis gelangen, was zwar nicht un bedingt das Anschlagen der Wecker, aber doch hörbare Geräusche am Wecker zur Folge. haben könnte.
Sofern die Amplitude der Rufstromquelle höher .als die Speisespannung der Zentrale ist, besteht grundsätz lich die Gefahr, dass während des Rufes die Polarität an der Teilnehmerleitung jeweils kurzzeitig umkehrt. Dies ist dann der Fall, wenn der Momentanwert der Rufspan nung die Speisespannung der Zentrale übersteigt und entgegengesetzt gerichtet ist.
Sofern dieser Zustand ein treten würde, könnte beim ersten derartigen Impuls der Wecker beim gesperrten Teilnehmer anschlagen, :und bei der Schliessung des Gabelkontaktes an :dieser Station würden die Rufstromspitzen in den Sprechstromkreis ge langen und im Hörer ein sehr lautes Geräusch verur sachen.
Die Rufstromkreise in der Zentrale besitzen nun aber eine derart hohe Impedanz, dass die Spannung des Rufstromes auf der Leitung bei der Belastung durch den Wecker so weit zusammenfällt, dass ihre Amplitude normalerweise unterhalb der Speisespannung der Zen trale bleibt, auch wenn ihr Wert im Leerlauf grösser ist.
Die beschriebenen Nachteile treten daher in erster Linie nur dann auf, wenn der angerufene Teilnehmer nicht angeschlossen ist, da sich dann der Rufstromkreis im Leerlauf befindet. Es empfiehlt sich daher, die Rufspan nung auf der Leitung :durch eine über die Leitjung ge schaltete Zenerdiode mit einer der doppelten Speisespan nung der Zentrale entsprechenden Zenerspannung zu begrenzen. Eine solche, in der Zentrale .angeordnete und deshalb auf der Figur nicht dargestellte Zenerdiode schliesst einerseits in ihrer Eigenschaft :
als gewöhnliche Diode die Leitung kurz, wenn die Polarität umkehrt und verhindert anderseits momentane Spannungsspitzem, de ren Wert die doppelte Speisespannung der Zentrale überschreitet. Auf diese Weise bleibt die Rufspannung symmetrisch, so dass durch die Begrenzung keine Gleichstromkomponenten entstehen.
Der wesentliche Vorteil der beschriebenen Schal tungsanordnung liegt darin, dass die Verwendung eines Oszillators eine Stromtransformation ermöglicht. Diese Transformation wirkt sich dahingehend aus, dass die Stromentnahme aus der Leitung zum Betrieb des Oszil- lators kleiner ist als der Strom, welcher zwecks Entsper- rung des Transistors TRl dessen Basis zugeführt werden muss.
Dies ist möglich, weil zur Speisung des Oszillators eine viel höhere Spannung zur Verfügung steht als sie zur Erzeugung des Basisstromes benötigt wird. Da die Schwingungsamplitude des Oszillators kaum vom Mo mentanwert der Rufspannung abhängt, ist der Durch- gang,des Rufstroms durch den Transistor TRl in keiner Weise weder behindert noch begrenzt,
so dass er in sei- ner vollen Leistung .an den Ruforganen. des Teilnehmers zur Verfügung steht.
Die beschriebene Schaltungsanordnung mit dem par allel zur Diode geschalteten, während eines für die be treffende Teilnehmereinrichtung bestimmten Rufes ent- sperrten Transistors .erlaubt somit die Anwendung von rein elektronischen Schaltmitteln zur Freigabe und Sper- rung von gemeinsam an eine Leitung gelegten Teilneh- meranlagen. Die Kleinheit der elektronischen Bauteile gestattet den Einbau der zwischen den Klemmen a, b,
a' und b' befindlichen Schaltungsanordnung in eine Teil nehmerstation oder eine Anschlussdose. Da die Schal tung der an die Klemmen .ä und b' angeschlossenen Teilnehmereinrichtung genau gleich ist wie diejenige einer normalen, direkt an eine Leitung angeschlossenen, kann anstelle einer gewöhnlichen Station eine beliebige Teilnehmeranlage an die Klemmen ä und b' angeschlos sen werden.