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Feuerungsautomat für eine Heizungsanlage Die vorliegende Erfindung ermöglicht einen Feue- rungs,automaben für mit flüssigen, gasförmigen oder pulverförmigen Brennstoffen betriebene Heizungsanlagen und ist besonders für Heizungsanlagen geeignet, in denen sehr explosive Brennstoff-Luftgemische verfeuert werden.
Aufgaben eines solchen Automaten sind die betriebsmässige Überwachung des Verbrennungsvorganges und das nach einem bestimmten zeitlichen Programm gesteuerte Ein- und Ausschalten der zur Heizungsanlage gehörenden Förder-, Absperr- und Zünd- einrichtungen. Demgemäss setzt sich ein solcher Automat aus einem Überwachungsteil mit Flammendetektor und einem Steuerteil zusammen.
An das vom Steuerteil bestimmte zeitliche Programm für die Betätigung der Förder-, Absperr- und Zünd- einrichtungen werden bei Verwendung sehr explosiver Brennstoff-Luftgemische folgende Anforderungen gestellt: 1. Bei der Inbetriebnahme der Heizungsanlage mass der Feuerungsraum zuerst gut durchlüftet werden, um von früheren Betriebsperioden zurückgebliebene Reste des Brennstoff-Luftgemisches mit Sicherheit zu entfernen.
2. Nach der erfolgten Einschaltung der Zündeinrich- tung und nach Freigabe der Brennstoffzufuhr mass eine Sicherheitszeit vorgesehen sein, während der der Brennstoff unverbrannt in den Feuerungsraum gelangen darf. Am Ende dieser Zeit mass die Anlage bei nichterfolgter Zündung der Flamme abgeschaltet und verriegelt werden.
3. Bei Erlöschen der Flamme während des Betriebes, bei Ausfall des speisenden Netzes oder bei anderen Störungen müssen die Brennstoffzufuhr gesperrt und die eventuell in Betrieb stehende Zündeinrichtung abgeschaltet werden. Eine automatische neue Inbetriebnahme der Zünd- und Absperreinrichtung darf erst erfolgen, wenn der Feuerungsraum erneut durchlüftet worden ist. Dieses Verhalten des Feue- rungsautomaten mass zu jeder beliebigen Zeit gewährleistet sein. Ein Vergleich mit den Anforderungen, die an Feuerungsautomaten für Heizungsanlagen, die mit weniger explosiven Brennstoff-Luftgemischen betrieben werden, gestellt werden, zeigt drei wesentliche Unterschiede.
Bei diesen einfacheren Geräten kann auf eine reine Vorbelüftung des Feuerungsraumes verzichtet werden. Ausserdem ist es zulässig, dass bei Störungen, die nach der Inbetriebnahme erfolgen, die Brennstoffzufuhr nicht gesperrt wird. In diesem Falle genügt die sofortige Wiedereinschaltung der Zündeinrichtung. Ebenso darf bei kurzzeitigem Ausfall des speisenden Netzes während bestimmter Zeiten und auch nach der Freigabe des Brennstoffes das Programm normal fortgesetzt werden. Es ist kein neuer Anlaufversuch notwendig. Die Zulässigkeit dieses Verfahrens gestattet es, die Erzeugung des Steuerprogramms auf einfache Weise mit Hilfe be- heizter Bimetalle vorzunehmen.
Bei bekannten Feuerungsautomaten, die die angeführten erhöhten Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen, stösst diese einfache Methode der Programmerzeugung auf Schwierigkeiten. Unmittelbar nach Inbetriebsetzung der Heizungsanlage befindet sich das programmerzeugende Bimetall noch in heissem Zustand. Auf Grund seiner thermischen Trägheit benötigt es eine gewisse Zeit, um wieder in seine Ausgangsposition, die dem Anfang des Schaltprogramms entspricht, zurückzukehren. Tritt während dieser Abkühlzeit z. B. ein Erlöschen der Flamme oder ein kurzzeitiger Spannungsausfall auf, so beginnt der neue Start der Anlage nicht mit dem Anfang des Programms, sondern mit einem nichtkontrollierbaren späteren Programmzustand. Es kann dadurch geschehen, dass z.
B. die Brennstoffzufuhr nicht gesperrt wird oder dass die Durchlüftung des Feuerungsraumes unterbleibt.
Der Aufbau der bekannten Feuerungsautomaten für sehr explosive Brennstoff-Luftgemische ist aus diesem Grund erheblich aufwendiger als der von Automaten für geringere Sicherheitsansprüche. Die meisten bekannten Geräte besitzen zur Programmerzeugung eine durch einen Elektromotor angetriebene Schaltwalze. Zusam-
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men mit einem zusätzlichen elektromagnetischen Relais wird erreicht, dass der Programmablauf grundsätzlich nur aus seiner Anfangsposition heraus erfolgen kann. Anstelle des Relais kann auch eine elektromagnetische Kupplung verwendet werden, über die separate Teile der Schaltwalze gesondert betätigt werden.
Es sind ebenfalls Automaten vorgeschlagen worden, in denen der Programmablauf mit beheizten Bimetallen erzeugt wird. Sie arbeiten ähnlich wie die Schaltwalzengeräte und benötigen wie diese mindestens ein zusätzliches elektromagnetisches Relais. Sie besitzen jedoch den Nachteil, dass die Reihenfolge des Ein- oder Ausschaltens der Kontakte während der Abkühlung der Bimetalle sehr genau eingehalten werden muss. Dies erfordert aber eine komplizierte und aufwendige Justierung der Kontakte und Bimetalle, da die Abkühlperiode der Bimetalle nicht beeinflussbar ist. Eine mechanische Kopplung, welche nur während der Abkühlzeit wirksam ist, hat sich in der Praxis nicht bewährt.
Weiter sind Versuche bekanntgeworden, die zusätzlichen Relaiskreise bei Schaltwalzen- und Bimetallgerä- ten durch mechanische Anordnungen zu ersetzen. Diese Anordnungen besitzen in der Regel verriegelnde Funktionen und arbeiten mit einer Mehrzahl von Hebeln und Federn. Da die Betriebssicherheit so aufgebauter Automaten durch den hohen mechanischen Aufwand unbefriedigend ist, haben solche Geräte bisher keine Anwendung gefunden.
Die vorliegende Erfindung verfolgt den Zweck, einen Feuerungsautomaten zu schaffen, der hinsichtlich des Aufwandes und der Betriebssicherheit den bekannten Geräten für geringere Sicherheitsanforderungen entspricht, dessen Programmbeschaffenheit aber den Betrieb der Heizungsanlage mit sehr explosiven Brennstoff-Luftgemischen gestattet.
Demgemäss betrifft die Erfindung einen Feuerungs- automaten für eine Heizungsanlage zur Verfeuerung flüssiger, gasförmiger oder pulverförmiger Brennstoffe, mit einem Flammendetektor, mindestens einem Betätigungselement, einem Antriebselement, einer Mehrzahl von Kontakten zur Betätigung einer Förder-, einer Absperr-, einer Zünd- und einer Störmeldeeinrichtung der Heizungsanlage, des Antriebselementes und zur Abschaltung der Heizungsanlage im Störungsfalle, sowie mit Mitteln zur Entriegelung der Anlage nach einer Störabschaltung, und ist dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erzielung eines für den Betrieb der Heizungsanlage mit explosiven Brennstoff-Luftgemischen geeigneten Schaltprogramms mindestens einer der Kontakte für die Betätigung des Antriebselementes und zur Überwachung der Programmstellung ein Schnappschalter ist, der vom Antriebselement eingeschaltet und von einem Betäti- gun@gselement ausgeschaltet wird und der einen vom Stand des Programmablaufes abhängigen Umschlagpunkt besitzt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt. Zur Veranschaulichung zeigen: Fig. 1 und 2 ein schematisches Ausführungsbeispiel eines Schnappschalters, Fig. 3 und 4 Seitenansichten eines Ausführungsbeispiels, wobei der jeweils uninteressante Teil des Kontaktsatzes nicht mit dargestellt ist, Fig. 5 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, wobei die uninteressanten Teile des Kontaktsatzes nicht mit dargestellt sind, Fig. 6 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels, wobei die uninteressanten Teile des Kontaktsatzes nicht mit dargestellt sind, Fig. 7 ein Schaltschema,
Fig. 8 eine Teilansicht eines Schaltschemas des Ausführungsbeispiels gemäss Fig. 5.
Der Federhalter 1 sowie die als Kontakthalter ausgebildete Feder 3 besitzen an ihren oberen Enden je eine Halteeinrichtung 11 und 12 für die vorgespannte Feder 2. Die federnden Kontakthalter 4 und 5 mit den Kontakten 8 und 9 dienen als Anschläge für die Feder 3 mit dem Kontakt 7 und sind mit dem Federhalter 1 und der Feder 3 mittels des Isolierkörpers 6 zu einer Einheit verbunden.
Das Umkippen der Feder 3 kann durch Betätigen des Federhalters 1 in Pfeilrichtung oder durch Verschieben der Feder 3 gegen die Pfeilrichtung erfolgen. Wird beispielsweise die Feder 3 bei starrem Federhalter 1 aus der in Fig. 1 gezeichneten Lage gegen die gestrichelt dargestellte Lage bewegt, folgt der federnd ausgebildete Kontakthalter 5 der Feder 3 so lange, bis die Feder 3 die gestrichelt dargestellte Lage einnimmt. Bei einer weiteren Bewegung der Feder 3 über diese Lage hinaus erfährt dieselbe unter der Wirkung der sich entspannenden Feder 2 eine pl'ö:zlich von Null ansteigende Kraft in entgegengesetzter Richtung, so dass sie schlagartig gegen den Kontakt 8 kippt und die Kontakte 7 und 9 öffnet.
In dieser Lage verharrt die Feder 3 so lange, bis sie durch eine Kraft in Pfeilrichtung gemäss Fig. 2 über die gestrichelt gezeichnete Lage hinaus bewegt wird, wonach sie in der beschriebenen Art in die in Fig. 1 dargestellte ursprüngliche Lage zurückkippt. Aus den Fig. 1 und 2 ist ersichtlich, dass die Umschlagstellen der Feder 3 in beiden Umschlagrichtungen örtlich gleiche Lagen haben.
Demnach besitzt der Schalter bei dieser Betätigungsart kein Schaltintervall. Um im Interesse der Kontaktbeanspruchung die Dauer des Nulldurchganges der Kraft, die beim Umschlagen der Feder 3 zwischen den Kontakten 7 und 9 bzw. 7 und 8 auftritt, möglichst klein zu halten, werden in der Praxis die Kontakthalber 4 und 5 federnd ausgebildet, so dass sie der Feder 3 bis etwas über die gestrichelt gezeichnete Umschlagstelle folgen können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Feder 3 ruckartig an die Umschlagstelle zu bringen, wobei das Nachlaufen der Kontakthalter 4 und 5 nicht mehr notwendig ist.
Wird das Umkippen der Feder 3 durch Betätigung des Federhalters 1 bewirkt, gelten die gleichen Überlegungen, nur dass zwischen der Ein- und Ausschaltung eine Wegdifferenz besteht, welche als Schaltintervall bezeichnet wird. Die Funktionsweise jeder andern Schnappschalterkonstruktion, gleichgültig ob sie mit mechanischen oder magnetischen Elementen arbeitet, entspricht der oben beschriebenen. Für die erfindungsgemässe Anordnung können beliebige Konstruktionen gewählt werden.
Fig. 3, 4 und 7 zeigen je eine Seite und das Schaltschema eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, welche die beschriebene Schalterkonstruktion benützt. Ein Antriebselement 13 ist in diesem Ausführungsbeispiel aufgebaut aus einem Bimetall 14, einer Heizwick- lung 15 und einem die Isolierstücke 24 und 25 verbindenden Koppelelement 16. Das Betätigungselement 17 besteht im Beispiel aus einer Spule 18, einem Joch 19 und einem drehbaren Anker 20. Die Schnappschalter 34-62, 65-66, 36-37, 38-39 und 40-41-42 betätigen
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die Heizung 15 für das Antriebselement 13, die Zünd- einrichtung 48 und Absperreinrichtung 47, die Abschaltung des Gerätes im Störungsfalle und die Betriebsanzeige 49.
Der Antrieb 13 betätigt über die Isolierstücke 24 und 25 die Federn 28, 29 und 30 so, dass mittels der Federn 31, 32 und 33 die Schnappbewegungen der Federn 37, 39 und 41 zustande kommen. Die Federn 26 und 27 dienen als Anschläge für die Federn 37 und 39. Der Anker 20 betätigt die Kontakte 34-62 und 65-66 über die Isolierstücke 64 und 75. Ausserdem wirkt er über die Isolierstücke 75, 64 und 71 auf die Feder 30 und über das Isolier- stück 21 auf die Feder 42 ein. Im verstellbaren Teil 70 sind die Federhalter 69 und 74 derart befestigt, dass die Federn 62 und 66 in Abhängigkeit der Stellung des Antriebes 13 und der Federn 68 und 73 gegen die Anschläge 72 und 67 gedrückt werden.
Sämtliche Federn sind durch einen isolierenden Körper 43 mit dem Antrieb 13 und dem Joch 19 zu einer Einheit zusammengefasst. Bei der Erregung der Spule 18 über den Wechselkontakt 79-80-81 werden mittels eines mit diesem festgekoppelten Öffnungskontaktes 53-54 die Einrichtungen 13, 46, 47 und 48 vom speisenden Netz getrennt. Mit Hilfe des Thermostaten 50 kann die Anlage gesteuert werden. Das Element 44 ist im Beispiel ein Gleichrichter, der das abfallverzögerte Betätigungselement 17 mit einer gleichgerichteten Wechselspannung speist, deren Grösse vom Flammendetektor 45 gegeben wird.
Bei Wärmebedarf schliesst der Thermostat 50 den Feuerungsautomaten über den Kontakt 40-41 an das speisende Netz. Der Motor 46 für die Belüftung des Feuerraumes und die Förderung des Brennstoffes und der für die Verbrennung notwendigen Luft läuft an. Über den Kontakt 34-62 wird die Heizung 15 des Antriebselementes 13 eingeschaltet. Da der Flammendetektor 45 noch keine Flamme registrieren kann, bleibt er hochohmig, so dass die Erregung der Spule 18 zum Anziehen des Ankers 20 nicht ausreicht.
Nach Ablauf der Vorbelüftungszeit wird die Zündeinrichtung 48 eingeschaltet, da durch die Bewegung des Antriebes 13, des Isolierstückes 24 und der Feder 29 in Pfeilrichtung die Feder 39 gegen die Feder 38 kippt. Durch eine weitere Bewegung des Antriebes 13, des Isolier- stückes 25 und der Feder 30 kippt nach Ablauf der Vorzündzeit auch die Feder 37 gegen die Feder 36. Die Brennstoffabsperreinrichtung 47 öffnet sich. Die vom Motorgebläse geförderte Luft mischt sich mit dem freigegebenen Brennstoff unter Bildung eines zündfähi- gen Gemisches.
Durch die auftretende Strahlung nach dem Zünden dieses Gemisches an der Zündeinrichtung 48 wird der Flammendetektor 45 niederohmig, und das Betätigungselement 17 wird so stark erregt, dass der Anker 20 anzieht und über das Isolierstück 75 die Kontaktfedern 62, 65 und 66 betätigt. Der Kontakt 34-62 wird geöffnet und die Heizung 15 unterbrochen. Der Federhalter 74 und die Feder 73 besitzen aber eine solche Form und Lage, dass der Anker 20 keinen Einfluss mehr auf diesen Kontakt ausüben kann. Die Kontaktfedern 65 und 66 werden so in Pfeilrichtung an den Anschlag 67 verschoben, dass der Kontakt 65-66 dauernd geschlossen bleibt. Das Bimetall 14 kühlt sich ab.
Nach Ablauf der Nachzündzeit hat sich das Bimetall 14 so stark abgekühlt und über das Isolier- stück 24 die Feder 29 so weit gegen die Ausgangslage zurückgebogen, dass die Feder 39 in ihre Ausgangslage zurückkippt, der Kontakt 38-39 sich öffnet und die Zündeinrichtung abgeschaltet wird. Während dieses Abkühlvorganges wird die Feder 30 über die Isolier- stücke 75, 64 und 71 durch die Stellung des Ankers 20 festgehalten. Damit kann sie dem Bimetall 14 nicht folgen, und der Kontakt 36-37 bleibt geschlossen.
Nach einer bestimmten Abkühlzeit übernimmt also das schnell reagierende Betätigungselement 17 die alleinige Überwachung der Brennstoffabsperreinrichtung 47. Erscheint die Flamme innerhalb der Sicherheitszeit, wird die Feder 28 vom Isolierstück 24 nur so weit in Pfeilrichtung verschoben, dass die Bedingungen für das Umkippen der Feder 41 nicht gegeben sind.
Erlischt unmittelbar nach dem Zünden der Flamme dieselbe beispielsweise durch starken Druckabfall in der Brennstoffzuleitung, wird der Flammendetektor 45 hochohmig, und der Anker 20 fällt ab. Zu diesem Zeitpunkt hat sich das Bimetall 14 unwesentlich abgekühlt, wodurch die Kontakte 36-37 und 38-39 geschlossen bleiben. Nun ist aber der Kontakt 65-66 so ausgelegt, dass die Feder 65 dem abfallenden Anker 20 folgt. Der Kontakt 65-66 wird geöffnet. Die Anschläge 72 und 67, die Kräfte der Federn 73 und 68 und die Federhalter 74 und 69 sind nämlich derart aufeinander abgestimmt, dass die Feder 62 und 66 durch die Federn 73 und 68 so lange gegen die Anschläge 72 und 67 gedrückt werden, bis sich durch die Abkühlung des Bimetalls 14 die Kontakte 38-39 und 36-37 öffnen können.
Bei einer weiteren Abkühlung des Bimetalls 14 folgt die Feder 30 dem Isolierstück 25 und übt über die Isolierstücke 71, 64 und 75 einen Druck auf die Federn 62 und 66 aus, wodurch diese so weit gegen die Pfeilrichtung verschoben werden, bis sie in ihre Ausgangslage zurückkippen können. Die Heizung 15 wird wieder an Spannung gelegt. Damit sind die Bedingungen für einen neuen Start gegeben. Bevor dieser möglich wird, ist also zusammengefasst folgendes geschehen: a. Augenblickliches Abschalten der Brennstoffzufuhr 47.
b. Augenblickliches Abschalten der Zündeinrichtung 48. c. Zurückführung des Schaltprogramms in eine Ausgangslage mit einwandfreier Durchlüftungsmöglich- keit des Feuerraumes.
Erlischt die Flamme zu einem beliebigen Zeitpunkt mit abgekühltem Bimetall 14 und mit offenem Kontakt 38-39, schliessen die Kontakte 34-62 und 65-66 durch die Bewegung des Isolierstückes 71 und der zum sich öffnenden Kontakt 36-37 gehörenden Feder 30 augenblicklich, und ein neuer Start kann erfolgen.
Wird aus irgendeinem Grund die Bildung der Flamme verunmöglicht, kann das Betätigungselement 17 wegen der Hochohmigkeit des Flammendetektors 45 nicht erregt werden. Der Kontakt 34-62 wird dadurch nicht geöffnet und die Heizung 15 nicht abgeschaltet. Am Ende der Sicherheitszeit öffnet sich in diesem Falle der Kontakt 40--4.1, da die Durchbiegung des Bimetalls 14 die dazu erforderliche Grösse erreicht hat. Die gesamte Anlage wird vom Netz getrennt und gegen einen neuen automatischen Anlauf verriegelt. Der Kontakt 41-42 schaltet eine Störanzeige ein.
Dieser Zustand bleibt auch bei völlig abgekühltem Bimetall 14 erhalten. Eine solche Verriegelung kann beispielsweise durch die Erregung des Betätigungselementes 17 rückgängig gemacht werden. Dies wird durch Schliessen des Kontaktes 79-80 erreicht. Mit diesem gekoppelt ist ein Kontakt 53-54, der während der Dauer einer solchen Hilfserregung aus Sicherheitsgründen noch zusätz-
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lieh die Anlage vom Netz trennt. Bei der Entstörung der Anlage wird über den Anker 20 und das Isolier- stück 21 die Feder 42 und mit ihr die Feder 41 so weit in Pfeilrichtung verschoben, dass die Bedingungen für das Zurückkippen der Feder 41 gegeben sind.
Mittels des Isolierstückes 24 und der Feder 28 kann für das Zurückkippen der Feder 41 ein ganz bestimmter Grad der Abkühlung des Bimetalls 14 eingestellt werden, damit unmittelbar nach der Entstörung eine einwandfreie Durchlüftung des Feuerraumes möglich ist.
Nach längerem Betriebsunterbruch der Heizungsanlage oder unsachgemässer Montage des Flammendetektors 45 besteht durchaus die Möglichkeit eines Kurzschlusses im Flammendetektor 45 und in der Verbindungsleitung zum Überwachungsteil des Feuerungs- automaten oder von Einfall von Fremdstrahlung. Es ist deshalb aus Sicherheitsgründen notwendig, beim Auftreten eines eine Flamme vortäuschenden Fehlers die Anlage nicht in Betrieb gehen zu lassen. In einem solchen Fall wird beim vorliegenden Beispiel durch die Niederohmigkeit des Flammendetektors 45 das Betätigungselement 17 erregt. Durch das Anziehen des Ankers 20 wird der Kontakt 34-62 geöffnet und die Heizung 15 abgeschaltet.
Dadurch kann weder die Brennstofffreigabe noch die Einschaltung der Zünd- einrichtung 48 erfolgen. Dieser Zustand bleibt auch beim Abschalten und Wiedereinschalten des speisenden Netzes erhalten.
Bei der soeben beschriebenen Ausführung kann die Heizung 15 des Antriebselementes 13 gemäss Fig. 7 direkt über die Kontakte 34-62 und 53-54 an den Thermostaten 50 angeschlossen werden. Das folgende Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 zeigt einen weiteren möglichen Kontaktaufbau mit einer Vereinfachung der Kontakteinheit 34-62-72. Der Kontakt 34-62 schliesst und öffnet mit der entsprechenden Bewegung des Ankers 20, ohne die Eigenschaften eines Schnappschalters zu besitzen. Die Überwachung des Schaltprogramms erfolgt nur noch durch den Kontakt 65-66 gemäss Fig. 8 auf schon beschriebene Art. Demzufolge ist es notwendig, den Kontakt 34-62 in Serie zu Kontakt 65-66 zu schalten, damit die Sicherheit d'er Anlage gewährleistet ist.
Die Kontaktfeder 65 wird über das Isolierstück 63 vom Anker 20 in eingeschaltetem Zustand gehalten.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 6. Wie im letzten Beispiel wird auch hier nur der Kontakt 66-76 vom Antriebselement 13 eingeschaltet. Der Kontakt 34-76 folgt lediglich über das Isolierstück 77 der Bewegung des Ankers. Hier wird durch die Übertragung mehrerer Funktionen auf die Kontaktfeder 76 eine Vereinfachung des Aufbaues erreicht. Die Kontaktfeder 66 wird in bekannter Weise vom Betätigungselement 17 in Pfeilrichtung gegen den Anschlag 67 gekippt, wobei der Kontakt 66-76 geschlossen bleibt, und vom Antriebselement 13 wieder zurückgekippt, falls der Anker 20 abgefallen und das Antriebselement 13 genügend abgekühlt ist. Beim Abfallen des Ankers 20 öffnet der Kontakt 66-76 augenblicklich, wodurch die Einrichtungen 13, 47 und 48 vom Netz getrennt werden.
Obwohl sich der Kontakt 34-76 schliesst, kann wegen der Serienschaltung der Kontakte 34-76 und 76-66 gemäss Fig. 8 die Heizung 15 erst nach Abkühlung des Bimetalls 14 und Zurückkippen der Feder 66 unter der Wirkung der Bewegung des Isolierstückes 71 und der Feder 68 an Spannung gelegt werden.
Die verschiedenen beschriebenen Kontaktkombina- tionen 34-62, 65-66 und 34-76-66 können in Verbindung mit beliebigen Antriebselementen verwendet werden. So kann man sich anstelle des beheizten Bimetalls 14 in Verbindung mit Schnappschaltern eine Schaltwalzensteuerung vorstellen, welche auf gleiche Weise auf ihre Schaltstellung überwacht werden muss. Das Abkühlen eines Bimetalls kann dabei mit dem Zurücklaufen der Schaltwalze in die Ausgangsstellung verglichen werden. Ebenso kann ein elektromagnetischer oder thermischer Linearmotor oder ein durch den Öl- oder Wasserdruck gesteuerter Kolben Anwendung finden. In jedem Falle überwachen die Kontakte 34-62 und 65-66 bzw. 34-76-66 den weiteren Funktionsablauf nach irgendeiner Unterbrechung des Steuerprogramms.