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Wohneinheit mit einer Zentralheizungsanlage und einem Heissluftbaderaum Die Erfindung betrifft eine Wohneinheit, die eine Wohnung oder ein Wohnhaus sein kann, mit einer Zentralheizungsanlage und einem gegen die übrigen Räume wärmeisoliert angeordneten Heissluftbaderaum (Sauna).
Bisher erforderte der Betrieb eines Heissluftbade- raumes neben der normalen Wohnungsheizung einen bedeutenden zusätzlichen Heizaufwand. So benötigt ein kleiner, elektrisch beheizter Heissluftbaderaum etwa 7 KW bis 10 KW Anschlusswert, der nicht überall und nicht jederzeit zur Verfügung steht. Ausserdem ist eine stundenlange Anheizzeit erforderlich, bis eine brauchbare Temperatur im Heissluftbaderaum erreicht ist.
Durch die Erfindung wurde die Aufgabe gelöst, den Heissluftbaderaum im Winter, solange die zentrale Heizanlage für die Heizung der Wohnung in Funktion ist, praktisch kostenlos, d. h. ohne merkbaren Mehraufwand an Heizleistung, dauernd in Betrieb halten zu können, und zwar erfindungsgemäss dadurch, dass die Heizungsanlage primär zur Aufheizung des Heissluft- baderaumes dient und dass Einrichtungen vorgesehen sind, welche eine mindestens teilweise Heizung von anderen Räumen der Wohneinheit mittels aus dem als Wärmespeicher dienenden Heissluftbaderaum entnommener Wärme gestatten.
Für die Benützung des Heissluftbaderaumes müssen nur die geringen Wärmeverluste durch Wärmeableitung nach oben und unten sowie die Wärme, welche bei der fallweisen Erneuerung des Luftinhaltes ins Freie verlorengeht, durch vergrösserte Heizleistung aufgebracht werden, während die durch die Wände gehende Wärme ja den benachbarten Wohnräumen zugute kommt. Für den Betrieb des Heissluftbade- raumes ist also nur ein sehr geringer Mehrbedarf an Wärme erforderlich. Darüberhinaus ergibt sich der Vorteil, dass der Heissluftbaderaum. immer betriebsbereit ist.
Die Zentralheizungsanlage kann für Verfeuerung beliebiger Brennstoffe oder für den Betrieb mit elektrischem Strom oder für beide Heizarten nebeneinander oder wechselweise eingerichtet sein. Beispielsweise weist die Heizungsanlage einen elektrisch beheizten Heisswasserspeicherkess,el auf, der zur unmittelbaren Erhitzung der Luft vorzugsweise isolationsfrei im Heissluftbaderaum aufgestellt ist und zur Speisung von Radiatoren oder Konvektoren in den Wohnräumen dient.
Wenn der Wärmeverlust der Wohnung durch gute Isolation der Aussenwände entsprechend herabgesetzt wird, ist ein Anschlusswert der elektrischen Heizung des Heisswasserspeicherkessels ausreichend, der nur der ungefähren Summe der Anschlusswerte der übrigen im Haushalt vorhandenen elektrischen Stromverbraucher (z. B. Elektroherd, Heisswasserbereiter für Nutzwasser, Waschmaschine u. dgl.) entspricht. Wenn ferner für abwechselnden Anschluss des Heisswasserspei- cherkessels einerseits bzw. der übrigen Stromverbraucher andererseits, z.
B. mittels Stromweiche oder Nachtschaltung gesorgt ist, ist der elektrische Gesamt- anschlusswert des Wohnhauses trotz Vorhandenseins eines stets betriebsbereiten Heissluftbaderaumes relativ niedrig.
Zweckmässigerweise weist die Heizungsanlage einen Heisswasserspeicherkessel auf, der mit einem Wärmetauscher für Nutz-Warmwasserbereitung ausgerüstet ist, so dass ständig auch Warmwasser in Küche und Bad zur Verfügung steht.
Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Heizungsanlage einen mit Brennstoff beheizten Heisswasserkessel auf, von dem das Heisswasser, mindestens zum Teil, zuerst einem im Heissluftbade- raum aufgestellten Speicher, Radiator oder Konvektor und von dort den Radiatoren oder Konvektoren der übrigen Räume zugeleitet wird. Der Wärmeverbrauch im Heissluftbaderaum bewirkt dabei infolge der Isolierung gegen die angrenzenden Räume nur einen sehr geringen Abfall der Temperatur des Warmwassers.
Man kann die in dem Heissluftbaderaum erzeugte Heissluft auch dadurch ausschliesslich oder zusätzlich in andere Räume der Wohneinheit leiten, dass der
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Heissluftbaderaum durch verschliessbare, eventuell Ventilatoren enthaltende Kanäle mit anderen Räumen der Wohnung verbunden wird. In diesem Falle kann als Wärmequelle ein beliebig beheizter Heisslufterzeu- ger dienen, wobei die Heissluft im Heissluftbaderaum erzeugt oder diesem primär zugeleitet wird Für eine solche Wohneinheit nach der Erfindung ist es zweckmässig, wenn auch nicht unbedingt erforderlich, dass der Heissluftbaderaum in der Wohnung zentral angeordnet und vorzugsweise von einem mittels aus dem Heissluftbaderaum entnommenen Wärme bevorzugt zu erwärmenden Raum (z. B.
Badezimmer) zugänglich ist.
Um allen Anforderungen gerecht werden zu können, kann es zweckmässig sein, dass die den Heissluft- baderaum primär beheizende Heizungsanlage sowohl für elektrischen als auch für Brennstoffbetrieb eingerichtet ist, wobei die elektrische Heizung für den mittleren Wärmebedarf der Wohneinheit samt Heissluftba- deraum und die Brennstoffheizung als Ersatz oder für zusätzliche Heizung der Wohneinheit bei tiefen Aussentemperaturen bemessen ist.
Nachstehend sind anhand der Zeichnung mehrere Ausführungsbeispiele einer Wohneinheit gemäss der Erfindung näher erläutert.
In den Fig. 1, 2 und 3 ist je ein lotrechter Schnitt durch einen Teil einer Wohneinheit, welche einen Heissluftbaderaum enthält, schematisch dargestellt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 befindet sieh ein Heissluftbaderaum (Sauna) 1 in der Mitte zwischen einem Badezimmer 2 und einem Wohnraum 3. Sowohl die Wände als auch die Decke und der Fussboden des Heissluftbaderaumes sind mit besonders wirksam wärmedämmenden Belägen 4, z. B. aus Kunstschaumstoff, versehen, um den Heissluftbaderaum besonders gut in wärmetechnischer Hinsicht gegen die anschliessenden Räume sowie gegen oben und unten abzuschliessen. Im Heissluftbaderaum befindet sich ein elektrischer Heiss- wasserspeicherkessel 5, dessen elektrische Heizeinrich- tung bei 6 schematisch dargestellt ist.
Der Heisswasser- speicherkessel 5 besitzt Wände mit entsprechend geringer oder gar keiner Wärmeisolation, so dass die umgebende Luft sich durch Konvektion erwärmt und annähernd die Temperatur des Heisswassers, z. B. 70 annimmt. Der Speicherkessel ist aus diesem Grunde ge- aen unmittelbare Berührung geschützt, was beispielsweise durch eine Lattenwand 7 erreicht ist. An seiner Oberseite befindet sich im Abstand ein Liegerost 8, wie er im Heissluftbaderaum üblich ist, der über zwei stufenförmig angeordnete Bänke 9 bestiegen werden kann.
Zur Regelung der vom Speicherkessel an die Luft des Heissluftbaderaumes abgegebenen Konvektions- wärme ist eine Klappe 10 angeordnet, durch deren Öffnung oder Schliessung ein geringerer oder stärkerer Konvektionsluftstrom an der Rückseite des Kessels erreicht werden kann. Das Heisswasser des Speicherkessels 5 wird über eine Umlaufpumpe 12 Konvektorheizkörpern 13 in den verschiedenen zu heizenden Wohnräumen zugeführt.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, unmittelbar die Heissluft des l-Teissluftbaderaumes 1 in den an- schliessenden Raum, z. B. in das Badezimmer 2 zu leiten, von welchem aus der Heissluftbaderaum über die Türe 15, welche ebenfalls mit einer Wärmeisolation versehen ist, betreten werden kann. Die warme Luft ist zu diesem Zweck über eine nahe der Decke ange- brachte Wandöffnung 16 mit dem Badezimmer 2 verbunden, welche Öffnung durch eine mit Wärmeisolation versehene Klappe 17 für den Fall verschliessbar ist, dass eine Heizung des Badezimmers nicht erwünscht ist, z. B. im Sommer. Weitere durch eine Klappe 17' verschliessbare Öffnungen können in andere zu beheizende Räume, z. B. die Küche oder das Vorzimmer u. dgl. führen.
Die Klappen 17 können von Hand oder auch automatisch durch Thermostate und bzw. oder Hygrostate gesteuert sein. Anstelle oder neben den Klappen können auch entsprechend gesteuerte Ventilatoren angeordnet sein. Der Speicherkessel 5 ist mit einer Einrichtung 19 zur Nutzwasserbereitung versehen, welche z. B. aus einer im Heisswasser des Speicherkessels befindlichen Rohrschlange besteht und von welcher aus Heisswasserzapfstellen im Badezimmer und in der Küche das Wasser beziehen.
Der Betrieb eines solchen Heissluftbaderaumes ist während der kalten Jahreszeit, in welcher die Wohnung geheizt werden soll, fast kostenlos, weil der Luftraum des Heissluftbaderaumes und die isolierten Wände derselben nichts anderes darstellen als die sonst bei Speicherkesseln übliche Wärmeisolation des Kessels. Die geringfügigen Wärmeverluste, welche bei geschlossenen Klappen 17 am Boden und an der Decke zu verzeichnen sind, betragen nur einige Promille des Gesamtener- gieaufwandes. Die Wärme, welche durch die Wand in die anschliessenden Wohnräume eindringt, kommt der Heizung dieser Räume zugute und stellen daher keinen Verlust dar.
Wenn andererseits die an den Heissluftbaderaum anschliessenden Räume durch unmittelbare Einleitung der Luft des Heissluftbaderaumes in diese Räume durch die geöffneten Klappen 17 beheizt werden, so tritt natürlich ein grösserer Energieverbrauch im Heiss- luftbaderaum auf, jedoch kommt dieser der unmittelbaren Heizung der anschliessenden Räume zugute und stellt ebenfalls keinen Energieverlust dar. Auch der Wärmeverlust, der durch Öffnung der Türe 15 beim Betreten des Heissluftbaderaumes eintritt, kommt nur der Heizung des Badezimmers zugute und ist daher kein Verlust. Als Energieverlust kommt höchstens noch die gelegentliche Lufterneuerung des Heissluftba- deraumes in Frage. Während des Sommers wird der Heissluftbaderaum ins Freie entlüftet.
Im Winter dagegen zweckmässigerweise in die Wohnräume. Die Entlüftung ins Freie wird durch ein (nicht dargestelltes) Abzugsrohr vorgenommen, wobei es möglich ist, einen Teil der Energie durch Anordnung eines Wärmetauschers zwischen der abströmenden Warmluft und der einströmenden Frischluft zurückzugewinnen.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig.2 stellt der Raum 21 den Heissluftbaderaum, der Raum 22 einen anschliessenden Raum der Wohnung, z. B. das Vorzimmer, und 23 einen weiteren anschliessenden Raum, z. B. ein Schlafzimmer dar. Im Vorzimmer 22 ist ein normaler Heisswasser-Zentralheizungskessel 25 für gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe aufgestellt, welcher über eine Umlaufpumpe 26 nach Art einer Einrohrheizung sämtliche Wohnräume mittels Radiatoren 27, 27' in bekannter Weise heizt. Das Heisswasser fliesst von der Umlaufpumpe 26 zuerst einem im Heissluftbaderaum aufgestellten Heisswasserspeicher 28 zu, welcher somit die nötige starke Aufheizung der Luft im Heissluftbaderaum bewirkt.
Der tatsächliche Wärmeverlust im Heissluftbaderaum ist infolge der besonders gut ausgeführten Isolation der Wände des
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Heissluftbaderaumes minimal und bewirkt lediglich eine Senkung der Wassertemperatur um 1 bis 2 Wärmegrade, weil auch hier der Luftraum des Heissluftba- deraumes und die Wärmeisolation der Wandungen einen Verlust an Wärmeenergie fast vollkommen verhindert. Es müssen nur die durch das gelegentliche Öffnen der Türe, den Wärmeverlust an der Decke und am Boden und die gelegentliche Lufterneuerung im Heissluftbaderaum erforderliche Wärmeenergie aufgebracht werden.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 stellt 31 wieder den Heissluftbaderaum, 32 eine anschliessende Küche und 33 einen anschliessenden Wohnraum dar. Für die Zentralheizung der Wohnung dient sowohl ein Zentralheizungskessel 35 für gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe, welcher von der Küche 32 aus zu bedienen ist, als auch eine Elektroheizung 37, welche je nach Bedarf einzeln oder gemeinsam einen ohne Wärmeisolation, also z. B. mit rein metallischen Wandungen ausgeführten, im Heissluftbaderaum aufgestellten Heisswasserspeicherkessel 36 unmittelbar beheizen.
Die elektrische Heizung 37 ist beispielsweise für den mittleren Wärmebedarf der Wohnung samt Heissluft- baderaum ausreichend bemessen, so dass die Brennstoffheizung nur bei tiefen Aussentemperaturen oder als Ersatz in Betrieb genommen zu werden braucht. Die Wirkungsweise dieses Warmwasserspeicherkessels ist genau dieselbe wie anhand der Fig. 1 beschrieben.
Für die Heizung der übrigen Räume der Wohnung wird das im Kessel befindliche Warmwasser durch die Umlaufpumpe 38 den in. den Wohnräumen befindlichen, eventuell thermostatisch gesteuerten Radiatoren 39 über die Vorlaufleitung 40 zugeführt, von wo es über die Rücklaufleitung 41 wieder in den Kessel zu- rückfliesst.
Eine solche kombinierte Heizanlage besitzt ausser dem schon erwähnten Vorteil eines fast kostenlosen Betriebes des Heissluftbaderaumes im Winter, wenn die Wohnung geheizt wird, noch den Vorteil, dass der Heissluftbaderaum auch im Sommer durch die Elektroheizung 37 in Betrieb genommen werden kann, ohne dass dadurch die anderen Räume der Wohnung in unangenehmer Weise erwärmt werden, da die Wärme durch die Isolation der Wände nicht in die anderen Räume dringen kann.