CH448465A - Verfahren zum Verkleiden von Wänden, Decken, Böden und dgl. und Platte zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Verkleiden von Wänden, Decken, Böden und dgl. und Platte zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum <B>Verkleiden von</B> Wänden, <B>Decken, Böden</B> und dRl. <B>und</B> Platte zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verkleiden von Wänden, Decken, Böden und dgl. und auf eine Platte zur Durchführung des Verfahrens.
Die zeitgemässen Bauweisen zielen darauf ab, Bau ten mittels industriell vorgefertigten Elementen in baukastenartiger Weise zu errichten, um einerseits die saisonbedingten Lücken im Baugewerbe auszufüllen und um andererseits durch diese Bausweise möglichst rasch bezugsfertige Bauten zu erhalten.
Um die übli cherweise erforderlichen Putzarbeiten zu vermeiden, die stets eine grosse Feuchtigkeit in die Rohbauten bringen, wurden bereits Wandverkleidungen aus plat- tenförmigen, an der Schauseite rechteckigen und rück seitig offenen, gegebenenfalls Füllstoffe in sich schlies- senden Blechkörpern vorgeschlagen, die in an der Mauer oder einem Tragwerk befestigten hakenförmi gen Winkeln eingehängt sind. Bei einer weiteren be kannten Wandverkleidung, die ebenfalls aus einzelnen Platten und an der Wand befestigten Halteleisten be steht,
sind die mit Falzen für die Verkleidungsplatten ausgebildeten Halteleisten an der Wand leicht abnehm bar aufgehängt.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe be steht nun darin, ein Verfahren zu entwickeln, mit des sen Hilfe es möglich ist, in Trockenbauweise rohes Mauerwerk und dgl. zu verkleiden, wobei an die Stelle der bisher aufzutragenden Putzschichten z. B. mal- resp. tapezierfertige Platten treten, die mit dem zu ver kleidenden Mauerwerk fest und unlösbar verbunden sind. Unter dem Begriff mal- resp. tapezierfertige Plat ten werden solche Platten verstanden, die unmittelbar nach ihrer Anbringung an den zu verkleidenden Wän den bemalt oder mit Tapeten beklebt werden können.
Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass eine vorgefertigte Verkleidungsplatte an der zu verkleiden den Wand od. dgl. bezüglich ihrer horizontalen und vertikalen Lage ausgerichtet wird, worauf ein Wand od. dgl. und Platte fest miteinander verbindender Kle ber oder ein Bindemittel an verschiedenen Stellen der Platte durch die Platte hindurch in den zwischen Wand od. dgl. und Rückseite der Platte befindlichen Raum eingepresst wird.
Auf diese Weise ist es nun möglich, die der Verkleidung des rohen Mauerwerks dienende Putzschicht, die bislang in Nassbauweise aufzubringen war, als Platten unterteilt vorzufertigen, so dass durch das Anbringen der Platten nach dem erfindungsgemäs sen Verfahren, bei dem die Platten fugenlos aneinan- dergereiht werden können, praktisch keine Feuchtigkeit mehr in den Bau gebracht wird. Zweckmässig wird dabei der Kleber resp. das Bindemittel durch in der Platte vor gesehene Bohrungen eingepresst.
Es ist selbstverständ lich, dass dafür alle jene flüssigen oder pastösen Mittel 2 verwendbar sind, die die erforderliche Haftung der Verkleidungsplatte mit der Wand resp. Decke gewähr leisten. Mit dem Begriff Kleber sind organische Stoffe, hauptsächlich aushärtbare Kunststoffe gemeint. Unter dem Ausdruck Bindemittel werden anorganische Stoffe wie Kalk, Zement und Gips verstanden. Als Kleber eignet sich z. B. ein Ein- oder Mehrkomponenten- Kunstharz wie z.
B. Polyurethanschaum, da durch seine Verwendung erhebliche Transportkosten gespart werden können im Gegensatz zur Verwendung von Gips. Da der Binder resp. der Kleber die zwischen der rohen Wand und der Rückseite der Platte befindlichen Zwischen- und Hohlräume möglichst zur Gänze füllen soll, um auf diese Weise ein monolithisches Mauerwerk ,zu erzielen, wird der Kleber resp. der Binder einge presst. Damit die Platte infolge des auf sie einwirken den Einpressdruckes nicht ausweicht, kann die Platte mittels eines relativ zur verkleidenden Wand unver rückbaren, vorzugsweise verstellbaren Rahmens festge halten werden.
Die Verstellbarkeit des Rahmens ist deswegen zweckmässig, da er nicht nur eventuell unter schiedlichen Plattengrösse anzupassen ist, sondern 'auch verschiedenen Raumabmessungen. Ist die Platte auf diese Weise fixiert, so kann das Bindemittel resp. der Kleber eingepresst werden. Wird die für diesen Zweck vorgesehene Pumpe von der Platte resp. den für die Einpressung erforderlichen Bohrungen entfernt, so wird naturgemäss ein geringer überschussanteil des Binders aus den Bohrungen quellen.
Durch einfaches Abstreichen mittels einer Latte oder einer Spachtel kann dieser Anteil entfernt werden. Zur Durchführung des Verfahrens wird erfindungs- gemäss eine Platte verwendet, die mindestens eine mal- resp. tapezierfertige Oberfläche und mehrere sie durch dringende Bohrungen aufweist. Zweckmässig werden dabei die Bohrungen in gegeneinanderversetzten Rei hen angeordnet. Hinsichtlich des Plattenaufbaues be stehen im Rahmen der Erfindung keine Beschränkun gen. Vorzugsweise empfehlen sich beispielsweise für Aussenwände, Verbundplatten, deren Rückseite als Isolationsschicht ausgebildet ist.
Um dem Kleber resp. dem Bindemittel, das durch die Bohrungen eingepresst wird, den Weg in die zwischen Plattenrückwand und Mauer bestehenden Zwischenräume zu erleichtern, können die Platten an ihrer Rückseite von den Boh rungen ausgehende vorzugsweise radial verlaufende Nuten, Rillen oder labyrinthartige Vertiefungen besit zen. Durch solche Vertiefungen kann nicht nur der Kleber resp. das Bindemittel leichter eindringen, son dern es wird dadurch auch die Haftfläche für den Kle ber resp. das Bindemittel vergrössert.
Durch das erfindungsgemäss Verfahren ist es nun mehr möglich, rohes Mauerwerk in Trockenbauweise zu verkleiden (verputzen), wobei die Verkleidung un mittelbar nach ihrer Anbringung bemalt oder tapeziert ,werden kann. Zur Verwendung wird zweckmässig ein rasch abbindender Kleber bzw. ein rasch abbindendes Bindemittel empfohlen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Verkleiden von Wänden, Decken, Böden und dgl., dadurch gekennzeichnet, dass eine vorgefertigte Verkleidungsplatte an der zu verkleiden den Wand od. dgl. bezüglich ihrer horizontalen und ,vertikalen Lage ausgerichtet wird, worauf ein Wand und Platte fest miteinander verbindender Kleber oder ein Bindemittel an verschiedenen Stellen der Platte durch die Platte hindurch in den zwischen Wand od. dgl. und Rückseite der Platte befindlichen Raum einge- presst wird.PATENTANSPRUCH 1I Platte zu Durchführung des Verfahrens nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte mindestens eine mal- resp. tapezierfertige Ober fläche und mehrere sie durchdringende Bohrungen auf weist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einpressung des Klebers resp. des Bindemittels durch in der Platte vorgesehene Boh rungen erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als Bindemittel Gipsbrei verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als Kleber geschäumter Kunststoff verwendet wird. 4.Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass als Kunststoff Poylurethanschaum verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Platte vor dem Einpressen des Klebers resp. des Bindemittels gegenüber der zu ver kleidenden Wand unverrückbar festgehalten wird. 6. Platte nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass die Bohrungen in gegeneinander versetz ten Reihen vorgesehen sind. 7.Platte nach Patentanspruch II, dadurch gekenn zeichnet, dass an ihrer Rückseite von den Bohrungen ausgehende, radial verlaufende Nuten, Rillen oder labyrinthartige Vertiefungen vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT522465A AT248661B (de) | 1965-06-09 | 1965-06-09 | Verfahren zum Verkleiden von Wänden, Decken, Böden u. dgl. und Platte zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
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| CH448465A true CH448465A (de) | 1967-12-15 |
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| CH349066A CH448465A (de) | 1965-06-09 | 1966-03-11 | Verfahren zum Verkleiden von Wänden, Decken, Böden und dgl. und Platte zur Durchführung des Verfahrens |
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Cited By (2)
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| WO1992010624A1 (fr) * | 1990-12-12 | 1992-06-25 | Kenitex S.A. | Procede pour fixer une piece sur une surface et application de ce procede pour augmenter le coefficient d'isolation thermique global d'un mur de batiment |
| EP1251210A3 (de) * | 2001-04-19 | 2004-01-02 | ALSECCO BAUCHEMISCHE PRODUKTE GmbH & Co. KG | Befestigung für Dämmmaterial an einer Gebäudewand |
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