Verfahren und Einrichtung zum Besäumen von Holz und zum Ausschneiden von Brettern Beim Ausschneiden von Holz aus einem Baum stamm wird gewöhnlich nach parallelen Längsschnitten gesägt, so dass Bretter oder Bohlen und ein Block ent stehen. Der gebildete Block hat zwei unbesäumte rauhe Seiten. Auch die weiteren, aus dem Block geschnitte nen Bretter haben unregelmässige Längskanten, Baum kanten, die abgesägt werden müssen, um ein fertiges Brett mit geraden, parallelen Längskanten zu erhalten.
Im fertigen Brett wird oft eine kleinere verbleibende Baumkante zugelassen, die zwar die Güte des fertigen Brettes beeinträchtigt, aber andererseits eine gewisse Holzersparnis bedeutet.
Die Entfernung der Baumkanten der Seitenbretter erfolgt gegenwärtig mit Hilfe von Besäumsägen, wobei die seitliche Einstellung der Sägeschneiden wie auch das Ausrichten des Brettes auf die Sägeblätter von Hand erfolgt. Diese Arbeit erfordert eine gute Beurtei lungsfähigkeit und eine sehr hohe Berufsgeschicklich keit, bedeutet aber dennoch einen Engpass in Sägewer ken. Trotz hoher Geschicktheit entstehen bei der Arbeit von Hand Holzverluste, die oft beträchtlich sind.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseiti gung der erwähnten Nachteile und die Schaffung der Möglichkeit, die Besäumung so durchzuführen, dass sich die beste Ausbeute ergibt.
Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Besäumen von Holz mit mindestens zwei ebenen Seiten und Baumkanten und/oder zum Ausschneiden der Bret ter selbst aus dem mit zwei Schnittflächen: versehenen Block und ist dadurch gekennzeichnet, dass eine der ebenen Seiten längs benachbarter paralleler Linien gemessen wird und dass danach oder gleichzeitig die entsprechenden Abmessungen längs quer zu den paral lelen Linien verlaufenden Richtungen gemessen und die Flächen verglichen werden, die sich durch Multipli kation der betreffenden Abmessungen in einer Rich tung mit den entsprechenden Abmessungen in der an deren Richtung ergeben, und dass zum Besäumen die Fläche gewählt wird,
die dem Erzeugnis mit dem grös- sten Flächeninhalt entspricht.
Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Taster auf weist, der die Abmessungen des Holzes längs einer er sten Reihe paralleler Linien und längs einer zweiten Reihe von quer zu diesen Linien verlaufenden Linien abtastet und den abgetasteten Werten entsprechende Impulse auslöst.
Unter Registrierung wird hier nicht nur ein schriftliches Aufzeichnen von Ziffernwerten, sondern vor allem eine maschinelle Registrierung, beispiels weise in einem elektronischen Speicherwerk oder mit Hilfe von Rechenmaschinen, verstanden. Das Regi strieren kann auch eine Abbildung des Brettes und ein Messen der Dimensionen des erhaltenen Bildes bedeu ten.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der beiliegenden Zeichnung wiedergegeben. Fig. 1 ist eine Draufsicht eines Brettes und erläutert das Prinzip einer Untersuchung. Fig. 2 zeigt eine Endansicht des Brettes. Fig. 3 zeigt eine Draufsicht eines Brettes, ein Untersu chungslineal und eine Längenskala. Fig.4 zeigt eine abgeänderte Ausbildung des Untersuchungsgerätes. Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Abänderung des Un tersuchungsgerätes in Draufsicht bzw. Endansicht.
Fig. 7 zeigt in Endansicht ein weiteres Ausführungsbei spiel eines Untersuchungsgerätes, das mit einer Kon taktvorrichtung versehen ist. Fig.8 zeigt schematisch eine Einrichtung mit zum Teil elektronischen Kompo nenten und Servovorrichtungen zur Untersuchung eines Brettes und Einstellung einer Besä umsäge. Fig. 9 zeigt das Schaltschema von an das Untersuchungsgerät angeschlossenen Kontakten. Fig. 10 zeigt eine Vorrich tung zum Messen der Länge einer Untersuchungslinse.
Fig.11 veranschaulicht schematisch ein abgeändertes Untersuchungsverfahren. Fig. 12 zeigt schematisch ein Gerät zur Bestimmung der Ausrichtung eines Brettes und Fig. 13 ein dazugehöriges Diagramm.
In Fig. 1 und 2 ist ein Brett 1 mit Baumkanten 2 und 3 dargestellt. Das Brett hat zwei ebene parallele Seiten 4 und 5 die beispielsweise durch Aussägen aus einem Block gebildet wurden. Es sei angenommen, dass die Untersuchung des Brettes auf der Seite 4 vor genommen werden soll, die infolge der schrägen Baum kanten kleiner ist als die Seite 5. Die Seite 4 ist seitlich durch Randlinien 6 und 7 begenzt. Das Brett verjüngt sich vom Wurzelende zum Kopfende und es ist ange nommen, dass die lange Endkante 8 gerade und paral lel zu der ebenfalls geraden kürzeren Endkante 9 ist. In Wirklichkeit kommen jedoch Endkanten anderer Form vor und die Erfindung beschränkt sich nicht auf gewisse Formen von Endkanten.
Zur Auswahl des günstigsten Brettes mit geraden Längskanten das sich aus dem baumkantigen Brett erhalten lässt, kann man grundsätzlich so vorgehen, dass Rechtecke ABCD, A1 B, C, Dl, A2 B2 C. D., auf der Seite 4 zwischen der Endkante 8 und den Baumkantlinien 6 und 7 eingeschrieben werden, wobei die langen Seiten der Rechtecke parallel zu einer gege benen Längsrichtung yy des Brettes. sind.
Die Längen L, L" L.. dieser Rechtecke werden mit den entspre chenden Breiten b, b, und b2 multipliziert und die erhaltenen Flächen miteinander verglichen. Falls die grösste Fläche der wertvollsten Ausbeute entspricht, so wird diese Fläche gewählt, und das entsprechende Brett mit geraden Längskanten aus dem baumkantigen Brett ausgesägt. Man erhält somit ein fertiges Brett beispielsweise mit der Länge L, und der Breite b, falls die Fläche A, B1 C, D, am grössten ist.
Das Verfah ren setzt eine Messung der Längen L, L, und L2 sowie der Breiten b, b, und b2 voraus. Die Massskala kann beliebig sein, da es sich ja um einen Vergleich der erhaltenen Flächen handelt, doch muss die gleiche Massskala für die entsprechenden Werte der verschie denen Rechtecke verwendet werden.
Es ist denkbar, dass nicht die grösste Fläche am wertvollsten ist, sondern dass aus dem Ausgangsmate rial ein Brett geschnitten werden soll, das gewisse Vor schriften erfüllt, beispielsweise eine bestimmte vorge schriebene Mindestbreite oder Mindestlänge. In diesem Fall ist darauf entsprechende Rücksicht zu nehmen. Rücksicht kann auch auf übliche Normenmasse der Breite und gegebenenfalls auch der Länge der gesägten Bretter genommen werden.
Um die Wahl des gewünschten fertigen Erzeugnis ses mit hoher Genauigkeit vornehmen zu können, ist es zweckmässig auf der Fläche des baumkantigen Brettes eine grosse Anzahl von Rechtecken einzuschreiben, deren lange oder kurze Seiten nur sehr wenig vonein ander unterschieden sind. Einfache Hilfsmittel zum Messen können verwendet werden, wenn als Ausgangs werte eine Reihe von Breiten gewählt wird, die sich nur wenig voneinander unterscheiden. Dies lässt sich auch so ausdrücken, dass eine Untersuchung der Breite unter Verwendung von Untersuchungslinien durchge führt wird, die in gleichen aber verhältnismässig kur zen Abständen voneinander liegen, wie dies in Fig. 3 erläutert ist.
Zum Messen wird gemäss Fig. 3 ein Lineal 10 mit einer Skala 11 verwendet, in der jeder Skalengrad gleich dem Unterschied der Breiten aufeinanderfolgen der Rechtecke an jeder Längskante des baumkantigen Brettes 1 ist. In Fig. 3 ist ein Rechteck eingezeichnet, deren eine lange Seite 12 sich gegenüber dem Skalen strich 7 des rechtwinklig zur Längsrichtung yy des Brettes liegenden Lineals 10 befindet. Würde die an- dere lange Seite 14 von dem Punkt 15 ausgehen, in dem die kurze Seite 16 die Baumkantlinie 7 schneidet, so würde diese lange Seite 14 keinem Skalenstrich ge genüberliegen.
Im Ausführungsbeispiel befindet sich die lange Seite 14 ungefähr bei 23,3 der Skala 11. Be steht die Forderung, dass auch diese lange Seite mit einem Skalenstrich zusammenfallen soll, so kann man zwischen den Skalenstrichen 23 und 24 wählen. Im ersteren Fall ergibt sich ein fertiges Erzeugnis mit durchweg geraden Kanten, weil die lange Seite 14a vollständig innerhalb der Baumkantlinie 7 liegt, wäh rend im letzteren Fall die entsprechende lange Seite 14b die Baumkantlinie 7 schneidet, so dass das fertig gesägte Brett einen Teil 17 der Baumkante 3 enthält. Die Gradeinteilung soll mit Rücksicht auf übliche Normenmasse des fertigen Brettes gewählt werden.
Beim Messen der miteinander zu vergleichenden Rechtecke kann das Lineal von dem einen Ende 8 des baumkantigen Brettes parallel zu sich selbst in Rich tung zur anderen Endkante 9 geführt werden und auf der Skala 11 können die Breiten abgelesen oder aufge zeichnet werden, die sich ergeben, wenn ein Skalen strich durch die Baumkantlinie 6 passiert. Gleichzeitig wird die Länge abgelesen oder aufgezeichnet, die sich aus der Länge der Bewegung des Lineals von der End- kante 8 oder einer anderen gegebenen Ausgangslage aus bestimmen lässt. Zur Bestimmung der Länge der Bewegung lässt sich ein in Fig. 3 als Längenskala 18 dargestelltes Messgerät verwenden.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, können die Skalenstriche des Lineals 10 durch Löcher oder Kontaktstifte 19 er setzt werden.
Die Untersuchung eines baumkantigen Brettes durch Messung von Breiten und Längen und Berech nung der entsprechenden Flächen ist oben als Verfah ren von Hand mit einfachen Hilfsmitteln, wie Lineale, mit Skalen beschrieben. Im praktischen Betrieb wird jedoch gewöhnlich ein bedeutend schnellerer Arbeits takt erfordert als sich mit diesen Hilfsmitteln erreichen lässt.
Ein schnelleres, Verfahren wird ermöglicht, wenn die Skalenstriche des Lineals durch elektrische Taster ersetzt werden, vorzugsweise Kontakte beispielsweise in Form von Mikroschaltern 20, wie in Fig. 5 und 6 schematisch angedeutet, oder gemäss Fig. 7 durch mit Kontakten 22 kombinierte Rollen 21, wobei diese Kontakte in die Stromkreise von Geräten eingeschaltet werden, die selbsttätig die Breiten und entsprechenden Längen messen, die Flächen berechnen, diese mitein ander vergleichen und die Fläche wählen, welche die beste Ausbeute ergibt, und ausserdem Servogeräte be tätigen, welche die Sägeblätter einer Besäumsäge zum Sägen des gewünschten Brettes einstellen.
Auch eine nicht berührende Messung kann zum Abtasten der Lage der Baumkante verwendet werden. In Fig. 8 ist das Prinzip einer solchen selbsttätigen Einrichtung dar gestellt.
In Fig. 8 bezeichnet 21a einen Geber, der die auf dem Lineal 10 angeordneten Tastkontakte enthält. Die Tastkontakte befinden sich an Stellen mit den Breiten- Koordinaten X, X2 X3 ... X" für die eine Baum kante des zu untersuchenden Brettes 1 und an Stellen mit den entsprechenden Koordinaten Xj, ... X" für die andere Baumkante.
Die Kontakte sind derart in einen Stromkreis eingeschaltet, dass wenn ein Kontakt die Baumkantlinie passiert und dabei den Stromkreis geschlossen oder unterbrochen hat, der am nächsten liegende Kontakt zum Einschalten vorbereitet wird, so dass er bei Erreichung derselben Baumkantlinie wirk sam wird. In Fig. 8 ist angenommen, dass das Brett in einer gegebenen Längssrichtung 22 vorgeschoben wird, doch ist es auch bei entsprechender Abänderung der Einrichtung möglich, den Geber mit dem Lineal oder sowohl den Geber als auch das Brett zu verschieben.
Die Stromkreise der Tastkontakte sind über Leitungen 23, 24 an ein subtrahierendes Rechenwerk 25 ange schlossen, in das die Werte der Koordinaten X" und Xb eingeführt werden. Das Rechenwerk 25 führt die Subtraktion X. Xb zur Erhaltung der Breite Bab aus.
Die Koordinatenwerte X., Xb werden jedoch auch über Zweigleitungen 26, 27 in ein Speicherwerk 28 bzw. 29 für die Werte der Koordinaten X" bzw. Xb eingeführt, welche die grösste Fläche Yma., ergeben können. Durch eine Leitung 30 ist das subtrahierende Rechenwerk 25 mit einer Multipliziervorrichtung 31 verbunden, in die der der Breite des Brettes entspre chende Unterschied Bab eingeführt wird. Das Gerät 31 erhält ferner über eine Leitung 32 Signale, die der Grösse des Vorschubs des Brettes für jeden X-Wert entsprechen, also Angaben über die Längen L der be treffenden Flächen.
In der Vorrichtung 31 werden die Werte von L mit den entsprechenden Werten Bab mul tipliziert und es ergibt sich eine Fläche YabL = Bab X L.
Die verschiedenen Flächenwerte YabL sollen jedoch auch miteinander verglichen und von ihnen der grösste Wert Y",.", gewählt werden. Dies geschieht in einem Apparat, der durch eine strichpunktierte Linie 35 angedeutet ist und ein Vergleichgerät 36 sowie ein Speicherwerk 37 enthält. Der Apparat 35 arbeitet in der Weise, dass die Fläche Ym""i die der grösste der in das Gerät 36 eingeführten Flächenwerte ist, im Speicherwerk 37 gelagert und dann, mit den in das Gerät 36 weiter eingeführten Flächenwerten YabL ver glichen wird.
Ist einer dieser Werte grösser als der bis herige Y","" der gelagert ist, hat also beispielsweise den Wert Y","" so wird der letztere Wert anstelle des vorherigen im Speicherwerk gelagert. Das Gerät 36 wählt dann den: grössten aller Flächenwerte und gibt über Leitungen 38 und 39 sowie Zweigleitungen 40 und 41 Signale an die Speicherwerke 28 und 29 für X., und Xb, so dass von diesen die Werte X entnom men werden können, die der grössten Fläche Y",", entsprechen.
Diese Werte werden über Leitungen 42 und 43 in ein Steuergerät 44 geleitet. Dieses Steuerge rät betätigt sowohl Servovorrichtungen 45 und 46 zum Einstellen der Besäumsägeblätter 47, 48 als auch Ser vogeräte 49 für das Blatt 50 einer Kappsäge, die das Brett entsprechend der Länge ablängt, die einem Spei cherwerk 34 entnommen und über eine Leitung 51 ebenfalls in das Steuergerät 44 eingeführt wird.
Aus dem Schaltschema in Fig. 9 ist ersichtlich, wie die Tastkontakte 20 des Lineals 11 an Stromkreis an zuschlissen sind, um in der gewünschten Reihenfolge nacheinander geschlossen und geöffnet zu werden. Hier sind nur die drei äussersten Kontakte 20a, 20b, 20c bzw, 20d, 20e, 20f dargestellt.
Alle diese wie auch die dazwischenliegenden, nicht gezeigten Kontakte mit Ausnahmen der äussersten Kontakte 20a und 20f sind an zwei Stromkreisen mit Relais angeschlossen, von denen das eine die aufeinanderfolgende Einschaltung oder Ausschaltung von Widerständen R1, R, R5, R7, R, in einer Leitung 61 und das andere das Ein- und Ausschalten von Widerständen R2, R4, Rss, R8, Rio in einer Leitung 62 steuert.
Diese Leitungen 61 und 62 entsprechen den Leitungen 23 und 24 im Hauptprin- zipschema nach Fig. 8 und die an diese Leitungen an geschlossenen Rechenwerke und Speicherwerke sind in Fig.9 durch die Instrumente 63 und 64 dargestellt.
Hinsichtlich des Kontaktes 20 enthalten die Strom kreise zwischen den Kontakten 20 und den Leitungen 61 und 62 eine Leitung 52 mit einem Verzögerungsge rät 53, ein Relais mit einer Magnetisierungsspule 54 und einen zum Relais gehörigen Selbsthaltekreis mit einem Nebenschluss 55 sowie einen Kontakt 56. Dieser Kontakt wie auch Kontakte 58 und 59 gehören zum Relais. Ein Ende der Spule 54 ist an die Leitung 52 und das andere Ende über eine Verbindung 65 an die negative Klemme der Stromquelle angeschlossen.
Der beschriebene Stromkreis wirkt in der Weise, dass wenn der Kontakt 20a geschlossen ist (wenn er also die Baumkante des Brettes passiert, also die Linie 6 in Fig. 1) und infolgedessen die Leitung 52 mit der positi ven Klemme der Stromquelle verbindet, ein Strom zur negativen Klemme durch die Spule 54 des Relais fliesst, das dabei die Kontakte 56 und 58 schliesst, und den Kontakt 59 öffnet. Beim Schliessen des Kontakts 56 wird ein Selbsthaltekreis 55 eingeschaltet, der das Relais mit Strom speist, solange der Kontakt 57 ge schlossen ist.
Wenn ein Brett fertig untersucht ist, wird die Untersuchung des nächsten Brettes dadurch vorbe reitet, dass der Kontakt 57 geöffnet wird, wodurch der Selbsthaltekreis unterbrochen wird, worauf der Kon takt 57 wieder geschlossen wird. Die Unterbrechung kann beispielsweise von Hand, mechanisch oder ge mäss Fig. 8 durch eine Leitung 32' elektrisch erfolgen. Beim öffnen des Kontakts 59 ändert sich der Strom durch die Leitung 61, denn Strom ist vorher von der Plusseite über den Kontakt 59 zur Minusseite der Lei tung 61 geflossen.
Beim Schliessen des Kontakts 58 wird eine der Spule 54 entsprechende Spule 66 eines Relais in einer an den nächsten Kontakt 20b ange schlossenen Leitung 67 in Verbindung mit der negati ven Klemme der Stromquelle gesetzt und dadurch die Einschaltung des letztgenannten Relais vorbereitet.
Das Verzögerungsgerät 53 hat die Aufgabe, beim Schliessen des Kontakts 20a die Stromzufuhr zur Lei tung 52 zu verzögern, so dass sich eine gewisse Kor rektion ergibt, zwecks Einbeziehung eines Teils einer Baumkante in das fertiggesägte Brett. Ohne das Gerät 53 wäre die Verzögerung null und das Ergebnis durch gehend vierkantig zugeschnittene Bretter. Infolge der Verzögerung hat das fertiggesägte Brett einen Teil der Baumkante, die um so grösser ist, je länger die Verzö gerung ist.
Der Kontakt 20b ist ausser mit der Leitung 67 mit einer Zweigleitung 68 verbunden, und beide diese Lei tungen können je ein Verzögerungsgerät 53 enthalten. Die Leitung 68 ist an das eine Ende einer Spule 70 eines Relais mit einem Kontakt 71 angeschlossen, der mit der Leitung 62 an einer Stelle zwischen den Wider ständen R$ und Rio verbunden ist. Das andere Ende der Spule 70 ist über eine Leitung 72 an einen Kon takt 72 angeschlossen, der im dargestellten Schalt schema offen ist, aber die Leitung 70 mit der Minus seite verbinden kann. Das mit der Spule 66 versehene Relais ist ebenso wie das vorhergehende Relais 54 mit einem Selbsthaltekreis 55, 56 versehen.
Das Relais mit der Spule 66 hat einen Kontakt 68, der ebenso wie der Kontakt 58 die Spule eines mit dem nächsten Kontakt 20c verbundenen Relais mit der Minusseite verbinden kann. Das Relais hat ferner einen Kontakt 74, der die Verbindung zwischen der positiven Klemme und der an diesen Kontakt 74 angeschlossenen Leitung 61 regelt.
Die an die Kontakte 20a und 20b angeschlossenen Stromkreise wirken wie folgt zusammen.
Solange der Kontakt 20a geschlossen ist (wenn er sich also noch innerhalb der Baumkantlinie befindet) ist der Kontakt 58 geschlossen und die Spule 66 mit der Minusseite verbunden. Ist die Kante des Brettes so weit vorgeschoben, dass der Kontakt 20b zur Baum kante gelangt, so wird auch dieser Kontakt geschlos sen. Da die Spule 66 bereits an die Minusseite und der Kontakt 20b an die Plusseite angeschlossen ist, erhält das Relais mit der Spule 66 Strom, wodurch die Kon takte 56 und 68 dieses Relais geschlossen werden, während der Kontakt 74 geöffnet wird.
Infolgedessen wird der Strom, der vom positven Pol des Kontakts 74 durch die Leitung 61 und durch den Widerstand R1 in dieser Leitung geflossen ist, unterbrochen und dadurch die Stromstärke in der Leitung 61 geändert.
Beim Schliessen des Kontakts 20b fliesst kein Strom durch die Spule 70 und der Kontakt 71 verbleibt daher weiter geschlossen. Die Stromstärke in der Lei tung 62 wird also nicht geändert. Der mit der Spule 70 verbundene Kontakt 73 ist nämlich offen, weil er durch einen Stromkreis betätigt wird, der den nächsten Kon takt 20c enthält.
Die Stromkreise, die der Kontakt 20c betätigen kann, sind ebenso ausgebildet, wie die an den Kontakt 20b angeschlossenen Stromkreise mit dem einzigen Unterschied, dass das Relais mit der Spule 75, das dem Relais mit der Spule 70 entspricht, mit einem Selbsthaltekreis mit einem Nebenschluss 76 und einem Kontakt 77 versehen ist. Beim Schliessen des Kontakts 20c fliesst auch hier kein Strom durch die Spule 75, weil diese nicht mit der Minusseite verbunden ist.
Aus dem Schaltschema ist also ersichtlich, dass beim Schliessen eines Kontakts 20a die Stromstärke in der Leitung 61 geändert und die Einschaltung des nächsten Kontakts 20b vorbereitet wird und dass beim Schliessen dieses Kontakts die Stromstärke in der Lei tung 61 weiter geändert und die Einschaltung des nächsten Kontakts 20c vorbereitet wird usw. Die Relais, welche die an die Leitung 62 angeschlossenen Kontakte steuern, werden dagegen bei den beschriebe nen Arbeitsgängen nicht betätigt. Für eine solche Betä tigung muss ein weiterer Kontakt geschlossen werden, so dass eine der Spulen 70 oder 75 oder eine entspre chende Spule Strom erhält. Die oben beschriebenen Vorgänge finden statt, wenn nur die eine Baumkante des Brettes die Kontakte betätigt.
Wird auch die an dere Baumkante wirksam, wie es bei einer normalen Untersuchung eines Brettes der Fall ist, so sind zwei Kontakte oder Kontaktreihen, beispielsweise 20a, 20b und 20f, 20e gleichzeitig geschlossen. Die an die Kon takte 20f, 20e und 20d angeschlossenen Kreise sind in der genannten Reihenfolge ebenso ausgebildet wie die an die Kontakte 20a, 20b und 20c angeschlossenen Kreise.
Wird also angenommen, dass die Kontakte 20f und 20e an der anderen Baumkante vorbeigegangen sind, und der Kontakt 20d geschlossen wird, so bedeu tet dies, dass die Stromstärke in der Leitung 62 durch die Widerstände R2 und R4 geändert wurde und noch mehr geändert wird, wenn ein Kontakt 80 geöffnet wird, der durch ein Relais mit einer spule 81 gesteuert wird. Zum Relais mit der Spule 81 gehört ausser dem Kontakt 80 auch eint Kontakt 82 in einem Neben- Schluss 83 des Selbsthaltekreises des Relais und ein Kontakt 84. Diese beiden Kontakte werden geschlossen, wenn eine Spule 81 Strom erhält.
Der Kontakt 84, dessen eine Polklemme mit der Minusseite verbunden ist, steht aber mit seiner anderen Polklemme in Ver bindung mit einer Leitung 85, die von der Spule eines Relais in dem zum unmittelbar vorhergehenden Kon takt 20 gehörigen Stromkreis ausgeht. Unter der An nahme, dass diese Spule die Spule 75 ist, die mit dem Kontakt 20c verbunden ist und dieser Kontakt eben falls geschlossen ist, so fliesst Strom vom positiven Kontakt 20c durch die Spule 75 und die Leitung 85 zum Kontakt 84. Dabei werden die Kontakte 77 und 73 geschlossen, während ein Kontakt 86, der die posi tive Klemme der Stromquelle mit der Leitung 62 ver bunden hält, geöffnet wird.
Durch die Leitung 62 wird daher ein Signal erhalten, weil kein Strom mehr vom Kontakt 86 über die Widerstände Re, R4 und R2 zur negativen Klemme der Leitung 62 fliesst. Beim Schliessen des Kontakts 73 der an die negative Klemme der Stromquelle angeschlossen ist, fliesst ein Strom durch die Spule 70 und die Leitung 72, aber nur unter der Voraussetzung, dass der Kontakt 20b ge schlossen ist, was der Fall ist, wenn er sich ausserhalb der Baumkante des Brettes befindet.
Wenn nur die zwei Aussenkontakte 20a und 20f von der Baumkante des Brettes passiert und daher ge schlossen worden sind, so ergibt sich in bereits be schriebener Weise durch öffnen des Kontakts 59 eine Stromänderung in der Leitung 61. Beim Schliessen des Kontakts 20f fliesst ein Strom durch eine Spule 88 eines dem Relais mit der Spule 70 bzw. 75 ähnlichen Relais, wobei auch ein Kontakt 89 geöffnet wird und daher die Verbindung zwischen dem positiven Pol die ses Kontakts und dem negativen Pol der Leitung 62 unterbrochen wird, so dass der Strom auch in der Lei tung 62 geändert wird. Der Unterschied zwischen den Stromstärken in den beiden Leitungen 61 und 62 ent spricht der zu indizierenden oder zu messenden Breite des Brettes.
Anstatt die Messung an der Endkante des Brettes zu beginnen, kann die Untersuchung begonnen werden, nachdem das Lineal sich in einem bestimmten Abstand von der Endkante über dem Brett befindet, was zweck- mässig ist, wenn das Wurzelende einen mehr oder weniger geschlossenen Umriss hat. Ein verzögerter Beginn lässt sich durch die Anordnung von Strom schaltern an den äusseren Anschlüssen des betreffen den Relaissystems an die Minusseite erhalten, also bei 65 bzw. 88 in Fig.9. Diese Schalter werden in dem Augenblick eingeschaltet, in dem die Untersuchung beginnen soll.
In einer abgeänderten Ausbildung können die im Schaltschema nach Fig.9 vorhandenen elektrischen Komponenten durch geeignete transistorisierte Kreise ersetzt werden.
Im Zusammenhang mit dem elektrischen Schalt schema wurde beschrieben, wie die Breiten der ver schiedenen miteinander zu vergleichenden Flächen gemessen oder angezeigt werden. Die entsprechenden Längen lassen sich in verschiedener Weise feststellen. Sind die dem Brett anliegenden Kontakte gemäss Fig. 7 als Rollen ausgebildet, so können diese mit Zähnen mit konstanter Teilung versehen sein. Mit den Zähnen kann ein Kontakt zusammenwirken, der an einen Stromkreis angeschlossen ist, in dem Stromstösse er zeugt werden, die der den Kontakt berührenden An- zahl der Zähne entsprechen. Die während des Vor schubs von der Endkante zur Baumkante des Brettes vorkommende Anzahl der Pulse ist dabei ein Mass der Länge der Fläche.
Eine solche Vorrichtung ist in Fig. 10 angedeutet, wo 90 ein zu untersuchendes Brett 91 eine am ganzen Umfang mit Zähnen 92 versehene Rolle und 93 einen schwenkbar gelagerten Kontaktarm bezeichnet, dessen freies Ende mit dem Umfang der Rolle in Berührung steht. Läuft die Rolle dem Brett entlang so springt die Spitze des Kontaktarms von einem Zahn zum anderen, wobei aufeinanderfolgende Unterbrechungen des Stroms erfolgen, der von der positiven Klemme einer Stromquelle durch den Kon taktarm 93 die Zähne 92 und die Achse der Rolle durch eine Leitung zur negativen Klemme der Strom quelle fliesst. Die Anzahl der Unterbrechungen wird in einem im Stromkreis eingeschalteten Rechenwerk 94 gezählt.
Die Rolle kann stattdessen einen mehr oder weni ger glatten Umfang mit einer Einlage aus einem isolie renden Stoff an einer einzigen Stelle haben. Wenn der Kontaktarm an dieser Einlage vorbeigeht, wird der Strom vorübergehend unterbrochen, und zwar einmal je Umdrehung. Die Unterbrechiuzgen werden gezählt und ihre Anzahl ist ein Mass der zu messenden oder anzuzeigenden Länge.
Anstatt mit Hilfe von elektrischen Kontakten kann das Brett auch in anderer Weise abgetastet werden, beispielsweise durch Luftstrahlen oder Fotozellen.
Die Untersuchung mit Hilfe von Linealen mit Kon takten oder anderen diesem Zweck dienenden Tastern lässt sich in verschiedener Weise vornehmen. Gemäss dem beschriebenen Verfahren sind nur die Taster für zwei Aussenlinien gleichzeitig eingeschaltet. Nach Be endigung der Untersuchung längs einer Linie, wenn der Taster also die Baumkante verlassen hat, wird der Taster für die unmittelbar benachbarte Untersuchungs linie eingeschaltet. Ein anderes Verfahren besteht darin, dass die Länge jeder Untersuchungslinie regi striert und in einem Speicherwerk gelagert wird, wobei die Registrierung sämtlicher Linien gleichzeitig beginnt. Die Taster werden dann bei Erreichung der Baum kante der Reihe nach ausgeschaltet.
Dies ist grundsätz lich in Fig. 11 angedeutet, in der dieselben Bezugszei chen verwendet sind wie in Fig. 1 und 2. Die Abta- stung oder Untersuchung beginnt hier für sämtliche Linien yl y2 y2 <B>...</B> y11 gleichzeitig bei der Kante 8 und die Taster werden bei Erreichung der Baumkanten 6 und 7 der Reihe nach ausgeschaltet.
Die Vorrichtung kann grundsätzlich gemäss Fig.8 mit der Änderung ausgebildet sein, dass das mit 21a bezeichnete Recht eck das betreffende Speicherwerk angibt, das grund sätzlich mit einer Einrichtung nach Fig.9 abgetastet werden kann.
Die Untersuchungslinie braucht nicht durch konti nuierliche Messung über die ganze Länge festgestellt zu werden. Sie lässt sich auch durch Zusammenfassung einer Anzahl Messpunkte erhalten, die durch Messun gen in gewissen Abständen voneinander erhalten wer den. Dabei werden die Koordinaten der Lage der Baumkante bestimmt und auf die am nächsten liegende Untersuchungslinie bezogen.
Bisher wurde vorausgesetzt, dass die Untersuchung am breiten Ende des Brettes beginnt, doch ist es auch möglich, beim schmalen Ende anzufangen. Die Taster an den Enden des Lineals bewegen sich dabei zunächst auf einer Unterlage des Brettes und sprechen erst an, wenn sie zur Baumkante gelangen oder sich um eine gewisse Strecke über diese weiterbewegt haben. Dabei sind die Länge der miteinander zu vergleichenden Rechtecke gleich dem Unterschied zwischen der ge samten Brettlänge und der Strecke längs welcher sich der Taster von der schmalen Endkante des Brettes bis zur Baumkante oder bis zu der Stelle bewegt hat, die bei überschreitung der Baumkante erreicht wurde.
Die beschriebenen Untersuchungsverfahren setzen eine bestimmte Längsrichtung des Brettes voraus. Es kann jedoch erwünscht sein, das Brett vor der Unter suchung so auszurichten, dass die Untersuchung einer optimalen Längsrichtung entlang erfolgt. Um die beste Winkelausrichtung zu bestimmen, kann die beschrie- bene Untersuchung in zwei oder mehreren Koordina tensystemen durchgeführt werden, die etwas gegenein ander verdreht sind, aber in der Nähe und zu beiden Seiten der günstigsten Richtung des Brettes liegen.
Durch Verwendung eines oder mehrerer Untersu chungslineale, die mit verschiedenen Geschwindigkei ten im Verhältnis zueinander beweglich sind, und gege benenfalls eines festen Lineals lässt sich die er wünschte Drehung der Untersuchungsrichtungen erhal ten, wie dies in Fig. 12 und 13 dargestellt ist.
In Fig. 12 ist angenommen, dass ein Brett 1 sich in der Richtung des Pfeils 100 im Verhälnis zu einer Un tersuchungsvorrichtung 11a bewegt, deren seitliche Lage festgelegt ist. Die Untersuchungsvorrichtung kann beispielsweise als Lineal mit Tastern gemäss einem der oben beschriebenen Vorrichtungen ausgebildet sein. Ausserdem sind zwei andere ähnliche Untersuchungs vorrichtungen 11b und 11c vorhanden, die in der Richtung der Pfeile 101 bzw. 102 seitlich in entgegen gesetzten Richtungen verschoben werden, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die im Verhältnis zur Ge schwindigkeit des Brettes gering ist.
Jede Untersuchungsvorrichtung ist in einer Einrich tung beispielsweise nach Fig.8 enthalten und je für sich in Stromkreisen gemäss Fig. 9 mit oder ohne den angegebenen Abänderungen eingeschaltet. Mittels der drei Untersuchungsvorrichtungen werden somit drei verschiedene Untersuchungen vorgenommen, und zwar eine erste Untersuchung entlang zur Längsrichtung ya parallelen Linie die parallel zur Bewegungsrichtung 100 des Brettes sind, eine zweite Untersuchung entlang Linien,
die parallel zur Längsrichtung yb sind und mit der Resultierenden der Bewegungen der Untersu chungsvorrichtung 11b und des Brettes 1 zusammen fallen und eine dritte entsprechende Untersuchung ent lang der Längsrichtung yc. Jede Untersuchung ergibt einen Höchstwert der Fläche, die dem günstigsten ge sägten Brett beim Besäumen in der Längsrichtung ya, yb bzw. yc entspricht.
Diese Höchstwerte Ya max, Yb maxg Y, max können als Ordinaten in einem Koordinatensy stem aufgetragen werden, dessen Abszisse der Winkel v der Längsrichtungen ist, wie dies in Fig. 13 dargestellt ist. Die Punkte des Diagramms werden durch eine Kurve miteinander verbunden, deren Scheitel yo der optimalen Fläche des besäumten Brettes entspricht.
Die Abszisse v. stellt die entsprechende Längsrichtung dar. Dieser Wert wird in eine Servovorrichtung eingeleitet, die das Brett im gewünschten Winkel im Verhältnis zur Sägerichtung ausrichtet.