CH448505A - Vorrichtung zum Behandeln von zerkleinertem Pflanzenmaterial - Google Patents
Vorrichtung zum Behandeln von zerkleinertem PflanzenmaterialInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Vorrichtung zum Behandeln von zerkleinertem Pflanzenmaterial Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Be handeln von zerkleinertem Pflanzenmaterial. Solche zer- kleinerten Pflanzenmaterialien können beispielsweisse Holzspäne, Flachaschäben, Bagasse- und Sisalfasern oder ähnliches,
vorzugsweise faseriges Gut, sein, das beispielsweisse mit flüssigen oder staubförmigen Binde- mitteln, Härtern für das Bindemittel, wasserabweisen den Emulsionen, Farbsbofflösungen oder idergl._ichen be handelt werden kann.
Vorrichtungen, in denen Holzspäne oder andere Zer- kleinenungsprodukte pflanzlicher Materialien mit Lösun gen von Bindemitteln, z. @B. Harnstoff- oder Melamin- Formaldehyd-Kondensüt-Lösungen, besprüht werden können, sind bekannt. LUblicherw isie sind dies sogenann te Wurf- oder Zwangsmischer.
Sie bestehen in ihrer einflachsten Form aus einem Gefäss, das angenähert einen elliptischen Querschnitt mit senkrecht stehender grösserer Achele aufweist.
In dieses werden die Zer- k1eänerungsprodukte eingebracht und mit Hilfe einer mh Wurffarmen oder Stacheln versehenen Walze, :
deren Achse in der Längsrichtung des Gefässes etwa in der Nähe des unteren Brennpunktes d.@s elliptischen Quer schnitts verläuft, hochgeschleudert. Gleichzeitig kann mittels Düsen die auf die Späne aufzubringende Lö sung in den oberen Teil dies Gefässes eingesprüht wer ,den.
Abwandlungen dieser Vorrichtung sind mit zwei g genläufngen Walzen ausgestattet, wobei dann das Spanmaterlal zwischen den Walzen hochgeschleudert und bedüst wird.
Es isind .auch Vorrichtungen bekannt, bei denen man mit Hilfe von D#rnidkluft ,die Späne in eine Sichtkammer einbläst, welche über einer mit Rühr- und Förderwelle sowie mit Beleimu ngsdüsen versehenen Mischtrommel .angeordnet isst, und so in grobe und feine Späne trennen kann. Hierbei gelangen nämlich die leichteren Späne ,
an einer ldem Austritt der Förderwelle aus der 'i%isch- trommel gelelgmen ,Stelle in den Bereich .der Belei- mungsdüsen,
während (die groben sbzw. schwereren Späne .bereits zu einem früheren Zeitpunkt in die Mischschnecke einfallen und daher such .einen stärkeren Leimauftrag erhialtlen.
Auch rotierende Mischtrommeln sind bzkannt, bei denen das Spargut durch die Rotation der Trommel umgewälzt wird und zwei in den. Trommelachsen an geordnete Düsen zum Einsprühender Lösungen dienen. Ausserdem sind Mischer bekannt, bei @denen das Spar gut in einem vertikalen Rohr h rabfällt und dabei eine Düsenzone passiert, die ringförmig um das Rohr an geordnet ist.
Alle diese Vorrichtungen weisen Nachteile auf. Das Spargut wird oft in nicht genügend aufgelockerter Form bedüst, so dass die Beleimung nicht gleichmässig über die Oberfläche, insibesonderc beidseitig auf den einzel- nen Spänen erfolgt.
Ausserdem wird bei den mit Stachel walzen oder Wurfarmen ausgestatteten Geräten das Spargut durch Reibung erwärmt und durch ,die Ein wirkung der Stachelwalzen weiter zerkleinert. Ferner sind die Durch:
satzl istungen solcher Beleimungsmischer beschränkt, so dass man oft gezwungen ist, den Mischer sehr lang zu gestalten oder mehrere Mischer zu ver wenden, um das für eine kontinuierliche Produktion notwendige Spanrriaterial badüsen zu können.
Zweck .der Erfindung ist es, die obigen Nachteile zu vermeiden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Behandeln von zerkleinertem Pflanzenmaterial ist dadurch gekenn zeichnet, dass sie ein Rohr mit kreisförmigem oder elliptischem Querschnitt aufweist, dessen Längsachse zur Horizontalen geneigt ist, und das an seinem tiefer liegenden Ende mit einem Gebläse zur Erzeugung eines in seiner Stärke regulierbaren Luftstroms parallel zur Längsachse des Rohres und einer Öffnung zum Ein bringen des zerkleinerten Pflanzenmaterials in den Luft strom v--rsehen ist,
das weiter auf seiner Oberseite mehrere symmetrisch .zur Scheitellinie angeordnete Rei hen von. Düsen zum Einsprühan eines Behandlungs mittels aufweist, .an dem ferner längs der Unterseite mit Abstand voneinander Öffnungen zum Ausbringen des behandelten, zerkleinerten Pflanzenmaterials angeordnet sind und das an seinem höherliegenden Ende mittels eines Luftauslassgitters abg,-schlossen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung wird anhand der Zeichnung näher beschrie ben.
Die Vorrichtung weist ein Rohr 1 mit kreisförmigem oder elliptischere Querschnitt auf, dessen Längsachse zur Horizontalase geneigt ist. An seinem tieferliegenden Ende ist das Rohr mit einem Gebläse 2 zur Erzeugung eines in seiner Stärke regulierbaren Luftstromes parallel zur Längsachse des Rohres versehen. In der Näl12 des Gebläses ist auf der Oberseite des Rohres eine Öffnung 3 zum Einbringen des zerkleinerten Pflanzenmaterials angeordnet.
Ferner sind nach der Eingabeöffnung 3 auf der Obers-ite .des Rohres mehrere zur Scheitellinie symmetrisch angeordnete Düsen 4 zum Einsprühen eines Behandlungsmittels auf das eingebrachte zerkleinerte Pflanzenmaterial vorgesehen.
längs der Unterseite des Rohres 1 sind mit Abstand voneinander öffnung--n 5 zum Ausbringen des behan delten, zerkleinerten Pflanzenmaterials angeordnet.
Das höherliegonde Ende des Rohres ist mit einem Luftauslassgitter 7 abgeschlossen.
Am oberen Ende des Rohres kann gegebenenfalls eine Absaugvorrichtung für Staub oder sonstige feine Beimischungen im zerkleinerten Pflanzenmaterial vor gesehen sein.
Die Vorrichtung kann auch an ihrer Unterseite kastenförmig ausgebildet und mit in diesen Kasten 8 hinter den Austrittsöffnungen hineinragenden Leitble chen 9 versehen sein.
Dieser an der Unterseite des Rohres angeordnete Kasten kann auch in einzelne Kästen unterteilt sein, deren Böden 10 zur Längsachse des Rohres geneigt sind, und zwar so, dass der tiefste Punkt des Bodens 10 jeweils von einer Austrittsöffnung erreicht wird. Durch diese Ausgestaltung ist ein getrennter Au#strarg von gro ben, mittleren und feinen Teilchen .des behandelten Materials möglich.
Gegebenenfalls kann im Bereich hinter der öffnung 3 zum Einbringen des zerkleinerten Pflanzenmaterials und vor d. -m Gebläse 2 ein Leitblech 11 vorgesehen sein, welches den unteren Teil des Rohres gegen den vom Gebläse 2 erzeugten Luftstrom abschirmt. Ferner kann an der Unterseite des Rohres eine Transport schnecke für das behandelte, zerkleinerte Pflanzenma- terial angeordnet sein.
Im folgenden ist die Wirkungswaise der Vorrichtung kurz erläutert: Die bei 3 in die Vorrichtung eingebrachten, gesge- benenfalls durch eine Zellradschleuse eingeschleusten Holzspäne oder sonstigen z2:rkleinerten Pflanzenmate- rialien werden durch den vom Gebläse 2 erzeugten Luftstrom erfasst und längs des Rohres 1 nach oben geblasen. Hierbei erfolgt eine Trennung des Spangutes entsprechend dem Gewicht der einzelnen Späne.
Es werden leichtere Späne in dem Rohr weiter nach oben getragen als schwerere Späne. Staubförmige Beimischun gen des Spangutes oder Wolle, wie sie üblicherweise in Flachsschäben vorhanden ist, können durch das Luft auslassgitter in einen dort angeordneten Staub- oder Haarabscheider eingesaugt werden.
Je nach dem ver wendeten Spangut erlaubt eine entsprechr-nde Einstel lung des stufenlos regulierbaren Gebläses eine entspre chende Verteilung der Bestandteile des Gemisches.
Durch das gegebenenfalls hinter c12r öffnung 3 zum Einbringen des Spanmaterial@s vorgesehene Leitblech Il kann noch eine stärkere Differenzierung des Spanma- t-.ri.als nach dem Gewicht erreicht werden.
Durch die Düsen, welche in mehreren Reihen auf dem Mantel des Rohres angebracht sind, werden die auf die Späne auf zubringenden Bindemittel oder sonstigen Lösungen in das Rohr eingedüst. Zweckmässigerweise sind diese Dü sen, um Verschmutzungen zu vermeiden, in klein 2n, auf den Rohrmantelaufgesetzten Rohrstutzen oder Blech hutzen befestigt. Hierdurch sind sie nicht direkt dem Luftstrom ausgesetzt und neigen weit weniger zum Ver stopfen.
Die Düsen können in Kugelgelcnke.n gelagert sein, welche es ermöglichen, die günstigste Richtung des Sprühstrahls einzustellen. Selbstverständlich können durch die einzelnen Düsen unterschiedliche Mengen von Bindemitteln oder so:nsti"-# _:n Lösungen eingesprüht wer den, so .dass eine auf die nachfolgende Verwendung der Späne abgestimmte Behaftung des Spangutes mit Binde mittel ermöglicht wird. Ebenso können wahlweise ver schiedene Düsen abgestellt werden oder mit. ander,2.n Lösungen, z.
B. Hydrophobierungsmittel enthaltenden Lösungen, beschickt werden.
Die so beleimten oder anderweitig behandelten Späne fallen entsprechend ihrer Schwere früher oder später auf die Unterseite des Rohres und gelangen :durch die vorgesehenen Öffnungen 5, gegebenenfalls durch Zellradschleusen, ins Freie.
Durch die in ver schiedenen Abständen vorgesehenen Öffnungen wird gleichzeitig die in der Vorrichtung erzielte Auftrennung des Spangutes in feine, mittlere und grobe Späne auf rechterhalten, so dass die einzelnen Fraktionen getrennt ihrer nachfolgenden Verwendung zugeführt werden kön nen.
Dies ist z. B. für die Feinausgestaltung von Deck schichten von Spanplatten oder für die Herstellung von M2hrschichtenplatten sehr vorteilhaft.
Eine solche Vorrichtung ist im Innern mit keinerlei rotierenden Teilen versehen. Sie .ist daher weitgehend wartungsfrei und ausserordentlich störungsunanfällig. Ferner verschmutzt sie nicht so leicht.
Die vorliegende Vorrichtung erlaubt hohe Durch- sätze an zu belzimenden oder zu bestäubenden Spänen, sowie eine allseitig gleichmässige, gegebenenfalls auf die nachfolgende unterschiedliche Verwendung der verschie denen Spangrössen abgestimmte Beleimung. Sie gestattet ein, Trennung oder Späne in verschiedene Grössen, ohne d ass eine Vorsortierung erforderlich ist.
Sie ermöglicht ,es ferner, in einem Arbeitsgang auf einzelne Sparrfrak- tionen, z. B. auf die für die Herstellung der Deckschich ten oder Kernlagen von Spanplatten zu verwendenden Späne, gleichzeitig mit den Leimlösungen, Hydropho- bierungsmittel oder Hammwidrige Produkte, z. B. Salz- lösungen aufzubringen.
Das in die Vorrichtung ein gebrachte Spangut wird auch in keiner Weise weiter mechanisch zerkleinert, .da es nicht mit schnell rotieren ,den Teilen in Berührung kommt. Ausserdem wird selbst ih2i hoher .Belastung der Vorrichtung eine Erwärmung ,des ,Spangutes, die unter Umständen eine vorzeitige Aushärtung oder Binde:mittel verursachen kann, ver mieden.
Es ist sogar möglich, durch ,dem Gebläse zu- geführte Kaltluft, die heiss aus der Trockenvorrichtung der vorliegenden Vorrichtung zum Beleimen zugeführ- en Späne zu kühlen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Behandeln von zerkleinertem Pflanzenmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Rohr (1) mit kressförrnä@gsm oder elliptischem Quer- schnitt aufweist, dessen Längsachse zur Horizontalen geneigt isst, und das an seinem tieferliegenden Ende mit einem Gebläse (2)zur Erzeugung eines in seiner Stärke regulierbaren Luftstroms parallel zur Längsachse des Rohres und einer Öffnung (3) zum Einbringen des zerkleinerten Pflanzenmaterials in ,den Luftstrom ver sehen ist, das weiter auf seiner Oberseite mehrere symmetrisch zur Scheitellinie angeordnete Reihen von Düsen (4)zum Einsprühen eines Behandlungsmittels aufweist, ,an dem ferner längs der Unterseite mit Ab stand voneinander öffnungen (5) zum Ausbringen des behandelten, zerkleinerten Pflanzenmaterials angeordnet sind und das an seinem höherliegenden Ende mittels eines ILuftauslassgitters (7) abgeschlossen' ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das .Rohr @an seinem oberen Ende eine Abs augvorrichtung für feine Beimischungen, ins- besonderc Staub, im zerkleinerten Pflanzenmaterial auf weist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie an der Unterseite kastenförmig anisgebildet ist, wobei die Ausbringöffnungen (5) in die sein Kasten angeordnet sind, und wobei an der tiefer liegenden Seite der Öffnungen L itbleche (9) vorgesehen sind.3. Vorrichwng nach 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die kastenförmige Unterseite aus ein zelnen Kästen mit zur Längsachse der Vorrichtung ge- neigten Böden besteht, deren tiefster Punkt vor den Öffnunrn (5) zum Ausbringen des behandelten, zer kleinerten Pflanzenmaterials liegt. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass hinter der Einbringöffnung (3) ein zusätzliches Leitblech (11) zur Ablenkung des vom Gebläse (2) kommenden Luftstromes vorgesehen ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch .ge kennzeichnet, dass .die Düsen in Rohrstutzen oder Blech- hutzen:drehbar,angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1842266A CH448505A (de) | 1966-01-05 | 1966-12-23 | Vorrichtung zum Behandeln von zerkleinertem Pflanzenmaterial |
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1966
- 1966-04-08 BE BE679311D patent/BE679311A/xx unknown
- 1966-12-23 CH CH1842266A patent/CH448505A/de unknown
Also Published As
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