CH448735A - Verfahren zur Herstellung von Diazotypkopierfilmen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DiazotypkopierfilmenInfo
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- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/52—Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
- G03C1/61—Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances with non-macromolecular additives
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- G03C1/52—Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
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Description
Verfahren zur Herstellung von Diazotypkopierfilmen In der schweizerischen Patentschrift Nr. 433 006 ist ein Verfahren zur Herstellung von Dia#zotypkopierfil- men für photographische Zwecke beschrieben, das da durch, gekennzeichnet ist, dass man einen Film aus Celllul!oseaeetat oberfl'ächl'ich zu Hydratcehulose verseift,
auf die Hyd!ratceillulose einen dazu substantiven anioni- sdhen, grünbliau, blau bis.
violett fi'uoreszierenden Weiss- töner aufzieht und hierauf mit der Lösung einer gegebe- nenfalls stabilisierten, -lichtempfindlichen, kationischen Aryldiazoniumverbindung tränkt und trocknet.
Man erhält mit diesen Kopierfilmen nach Belichtung unter der Vorlage und Kupplung mit einer phenolischen Kupplungskomponente im Gebrauch stabile, Halbtöne der Vorlage wiedergebende farbige Diazotypfümkopien.
Bei der Weiterbearbeitung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, dass man die fluoreszierenden Weisstönen welche die steile Gradation des Diazotyprnaterial!s im gewünschten Sinne verflachen und Halbtonkopien er möglichen, auch durch nichtfluoreszierende,
im UV-ab- sorbiere@nde Lichtschutzmittel für polymere Kunststoffe ersetzen kann, wobei vorzugsweise zur Hydratcellül'ose affine Verbindungen verwendet werden.
Diese Stoffe beeinflussen nicht nur die Gradation irn gewünschten Sinne einer Verfiachung, sondern sie wirken auch der Vergidbung der Diazotypfifmkopien entgegen.
Dank die ser zusätzlichen Wirkung können sie auch zusammen mit den Weisstönern der schweizerischen Patentschrift Num mer 433 006 verwendet werden;
mit blau fluoreszieren- den und nichtfluoreszierenden UV-Absorbern ausgerü stete Filme liefern Diazotypfilm'kopien, deren Fonds vom Fluoreszenzllicht und deren Gebrauchsstabilität vorn Lichisehutzmittel günstig beeinflusst wird'.
Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist deshalb ein Verfahren zur Herstellung von Diazotypkopierfil- men, dadurch gekennzeichnet, d'ass man auf einen ober- flächTiich verseiften Celllulöseacetatfilm im UV-Licht ab- sorbierendes,
beständiges Lichtschutzmittel für Kunst- gtoffe und eine kationische, lichtempfindliche Aryl- diazoniumverbindung aufziehen lässt und den Film trocknet.
Als beständige UV-absorbierende Lichtschutzmittel kommen die in: der Kunststoffindustrie gebräuchlichen und ähnliche Verbindungen aus .den Klassen der 2-Hy- d@roxyp'henyl benztriazole, 2-Hydroxyphenyl-aryl'ketone, 2-Hyd'roxyphenyl-triazine und 2-Hydroxyxarnthene in Frage,
die dank ihrer Hydroxylfun'ktion in der wässrig- ätzail'kal'ischen Verseifungsflotte löslioh sind und aus wässrig-alkalischer oder aus organise h-wässriger oder rein organischer Lösung auf die Hydratcolluloseschicht auf ziehen,
wobei sich 2-Hydroxyphenylbenztriazole durch gute Stabilität und genügend Substantivität auszeichnen.
Alle übrigen Verfahrenusmassnähmen können den jenigen der schweizerischen Patentschrift Nr. 433 006 entsprechen; besonders können auch im vorliegenden Verfahren zusätzlich die in dieser Patentschrift näher definierten Klassen von blau bis violett fluoreszierenden Weisstörner verwendet werden.
Die erfindungsgemässen Diazotypiekopierfilme zeich nen sieh durch eine annehmbare Wiedergabe von Halb tönen der Vorlage und durch gute Gebrauchsbeständig keit, besonders durch Verbesserte Vergäburngsbestän- digkeit aus.
Weitere Einzelheiten enthalten die nachfolgenden, die Durchführung der Erfindung veranschaulichenden Beispiele. In diesen bedeuten die Teile Gewichtsteile, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
<I>Beispiel 1</I> Ein Cellulose-2i/2-acetatfilm mit einem Gehalt von 52 % verseifbarer Essigsäure (bezogen auf das Gewicht des Celluloseaeetats) wird während 4 Minuten bei 65 oberflächlich verseift mit einer Lösung, welche im Liter Wasser 17 g Natriumhydr oxyd 100%, 2 g Lauryl'alko- holsu !lfat und 2,5 g der Verbindung:
EMI0001.0201
enthält. Der Film wird nachher mit kaltem enthärtetem Was ser gespült, bei 35 während 2 Minuten mit einer Lö sung von 5 m1/1 Ameisensäure behandelt, nochmal's ge spült und getrocknet in einem Warmluftstrom von 60 bis 70 .
Anschliessend passiert der Film in einem verdunkel ten Raum mit gelbem Licht eine Auftragsvorrichtung, in welcher eine Diazoniumsalzlösung, bestehend aus. 50 g nitrosofreiem Zinkchloriddoppelsalz des 4-Diazo-2-äth- oxy-diphenylamins, 25 g hioharnstoff, 5 g Stearyl- polyglykoläther (mit 20 Äthylenoxy-Gruppen) und 5 g Essigsäure im Liter Wasser, mittels einer in diese Lö sung eintauchenden Gummiwalze einseitig auf den Film aufgetragen wird.
Der Film wird sofort mit Luft von 30 getrocknet und unter Lichtabschluss verpackt.
Dieser Film ist gut geeignet zum Kopieren von Positiv-Kinofilmen in einer üblichen Kopiermaschine mit einer Quecksilberdampf- oder Xenonillampe.
Nach dem Belichten wird der Film während 5 Se kunden bei 90 kontinuierlich entwickelt, in einer Lö sung, welche im Liter Wasser 20 g prim. Kaliumphosphat 20 g Natriumformiat 3 g Phloroglucin 1,2 g Resorcin 0,75 g Betanaphthol, in 10 ml Äthanol vorgelöst 5 g Natriumhydroxyd 100l enthält.
Der mit dem Kuppler behandelte Film wird dann kalt gespült und getrocknet.
Man erhält positive Kopien mit gut abgestuften Halbtönen und einer maximalen Schwarzdichte von 2,3. Verwendet man in diesem Beispiel frei sonst gei- eher Arbeitsweise die gleiche Menge 2-(2'-Hydroxy-3',5'-dimethyl-phenyl)-benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-3'-methyl-5'-tert:
butylphenyl)- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-3'-tert.-butyl-5'-methylp'henyl)- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-4',5'-dimethylphe.nyl)- 1,2,3 benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-5-methyl- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-3',5'-dimethylphenyl)-5-methyl- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-3'-methyl-5'-t:
amylphenyl)- 5-methyl-benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-3'-tert.-amyl-5'-methylphenyl)- 5-meth:yl-benztriazo1, 2-(2'-Hyd!roxy-4',5'-dimethy,Iphenyl)-5-meth.yl- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-5-ch dor- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-5-fluor- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methy.1phcnyl)-5-trifluormethyl- benztriazol, 2-(2'-Hyd'roxy-5'-methylph@enyl)
-5-sulfonsäure- di:methylamid-benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)-5-methylsulfonyl- benztriazot 2-(2'-Hydroxy 5'-methylphenyl)-5 be:
nzoylamino- benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methoxyphenyl) benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-äthoxyphenyl)-benztriazol, 2-(2'-Hydtoxy-4'-t3-hydroxyäthoxy-phenyl)- benztriazo'f, 2-(2'-Hydroxy 5'-chlorphenyl)-benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methysphenyl)-5-carbä'thoxy benztriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-t.-butylphenyl)-5-methylsulfony14 benztriazol,
so erhält man ähnliche Ergebnisse. <I>Beispiel 2</I> Ein Cel'lul'ose-21/2-acetatfilm wird in einer Continue- anlage durch eine Verseifungslauge hindurchgezogen, welche gleich zusammengesetzt ist wie diejenige des Bei spiels 1, jedoch neben 2,5 Teilen 2-(2'-Hydroxy-5'-me- thy,Iphenyl)
-benztriazdle zusätzlich noch 1,5 g des Weiss- töners der Formel
EMI0002.0112
enthält. Nachher wird der Film auf die genau gleiche Art und Weise fertiggestellt wie im Beispiel 1 beschrieben. Man erhält einen Diazotypkopierfilm mit ähnlichen Eigenschaften. Anstelle der hierin verwendeten 2-(2'- Hydroxyphenyl)-benztriazolverbindung,
kann man eine andere der in Beispiel 1 aufgezählten Verbindungen verwenden.
<I>Beispiel 3</I> Ein Celliuloseacetafifm wird kontinuierlich bei 70 verseift in einer Lösung der im Beispiel 1 beschriebenen Zusammensetzung, die jedoch anstelle der Benmtriazof- verbindung 2 g der folgenden Verbindung
EMI0002.0136
enthält.
Beim Austritt des Films aus dem Verseifungs- bad wird er abgequetscht und ohne Spülen durch einen zweiten Trog geführt, der eine 50 warme Lösung von 20 m1/1 Ameisensäure enthält.
Nachher wird der Film mit kaltem Wasser gründlich gespült, getrocknet und, wie im Beispiel 1, mit einer lichtempfindlichen Diazo- niuanverbindung ausgerüstet. Man erhält einen D'iazotypkopierfihn, der beim Be lichten und Kuppeln Halbtöne der Vortage befriedigend wiedergibt.
Wenn man. in diesem Beispiel das 4-Methoxy-2!hy- droxybenzophenon durch die entsprechende Menge 2-Hydroxybenzophenon oder 4-Äthoxy-2 nydroxybenzo- phenon ersetzt, so erhält man ähnliche Ergebnisse.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Diazotypkopierfil- men, dad'urc'h gekennzeichnet, dass man auf einen ober- flädhüch verseiften CeIluloseacetatfilin im UV-Licht ab- sorbierendes., beständiges Lichtschutzmittel für Kunst- stoffe und eine kationische,lichtempfindliche Ary'lidiazo- niumverbindung aufziehen lässt und den Film trocknet. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man zusätzlich :grünblau, blau bis violetten fluoreszierenden, zur Hydrcatcellulose substan- tiven, anionischen Weisstöner aufziehen lässt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I und Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein UV Licht absorbierendes beständiges Lichtschutzmittel. für Kunststoffe aus den Klassen der 2-Hydroxyphenyl=benz- triazole, 2-Hydroxyphenyl-arylketone,2-Hydroxyphe- nyl-triazine und 2-Hydroxyxanthone verwendet. PATENTANSPRUCH 1I Diazotypkopierfilin, hergestellt nach dem Verfahren des Patentanspruchs I.UNTERANSPRÜCHE 3. D'iazotypkopierfifm nach Patentanspruch 1I, ge- kennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehallt an grün- biau, blau bis violett fluoreszierenden, zur Hydratcellü- lose substantiven anionischen Weisstöner. 4.Diazotypkopierfilhn nach Patentanspruch Il und Unteranspruch 3, gekennzeichnet durch einen Gehalt an UV-absorbierenden Lichtschutzmitteln aus der Klasse der 2-Hydroxyphenys benztriazole, 2-Hydroxy- phenyl-arylketone, 2-Hydroxyphenyl=triazine und 2-Hy- droxyxanthone. _
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (2)
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Publications (1)
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|---|---|
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ID=25700782
Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| FR2478837A1 (fr) * | 1980-03-19 | 1981-09-25 | Rhone Poulenc Syst | Procede de reproduction diazoique utilisant des benzophenones comme agents de copulation et materiaux correspondants |
-
1960
- 1960-11-04 FR FR40894A patent/FR89094E/fr not_active Expired
-
1964
- 1964-12-04 CH CH1574764A patent/CH448735A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR89094E (fr) | 1967-05-05 |
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