CH449186A - Fototroper optischer Gegenstand - Google Patents
Fototroper optischer GegenstandInfo
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Description
Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 418 538 Fototroper optischer Gegenstand Das Patent 418538 bezieht sich auf einen Phototro pen optischen Gegenstand, dessen Transparenz sich rever sibel in Funktion von auf ihn fallenden aktinischen Strah len ändert, gekennzeichnet durch einen Silikatglaskörper, der zumindest in einem Teil anorganische Kristalle auf weist, deren Farbe dunkler wird, wenn sie einer Strah lung mit einer Wellenlänge zwischen 0,3 und 0,5 Mikron ausgesetzt werden, wobei die Konzentration der Kristalle in dem genannten Teil zumindest 0,005 Volumprozent beträgt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform dieser Er findung verwendet man hierfür Kristalle aus Silber chlorid, -bromid, -jodid sowie Gemische davon, in denen die Konzentration an dem vorhandenen Silber minde stens 0,2 Gewichts-1/o des Glases, berechnet als Silber, entspricht.
Es wurde nun gefunden, dass sich durchsichtige Glasgegenstände mit entsprechenden Phototropen Eigen schaften auch dann herstellen lassen, wenn weniger als 0,2 Gewichts-% Silber in dem Glasgegenstand enthalten sind, vorausgesetzt, dass dieser Brom und/oder Jod in bestimmten Mindestmengen enthält.
Wie in dem genannten Patent beschrieben ist, stellt man die Phototropen Glasgegenstände vorzugsweise so her, dass man die Bestandteile der gewünschten kristal linen Phase dem Glas einverleibt und diese Kristalle an- schliessend in situ in der glasigen Grundmasse ausfällt.
Führt man nun die vorliegende Erfindung nach diesem Verfahren aus, so lassen sich derartige Gegenstände aus Glas herstellen, das in bekannter Weise aus Glasgemen- gen niedergeschmolzen, in die gewünschte Form ge bracht und nach in der Glasindustrie üblichen Verfahren gekühlt worden ist, wobei man die Bestandteile des ge wünschten Halogensilbers dem Glasgemenge zusammen mit denen der glasigen Grundmasse zusetzt.
Um die zur Erzeugung phototroper Eigenschaften in dem fertigen Glas nötige Mindest-Kristallinität zu er reichen, muss in dem Glas eine ausreichende Menge Silber sowie mindestens eines der Halogene Chlor, Brom und Jod vorhanden sein, so dass das Silbersalz daraus kristallisieren kann. Jede der drei genannten Halogen silber-Verbindungen hat eine andere Löslichkeit und/ oder verschieden starke Neigung zur übersättigung in der glasigen Grundmasse. Deshalb hängt die zur Her stellung eines Phototropen Körpers erforderliche Min destmenge an Silber und Halogen von den jeweiligen, dem Glas zugefügten Halogen- oder Halogenidionen ab.
Es wurde nun gefunden, dass man Glasgegenstände mit zufriedenstellenden Phototropen Eigenschaften aus solchen Gläsern herstellen kann, die nach ihrer chemi- schen Analyse 0,05-0,20 Gewichts-% Silber enthalten, wenn gleichzeitig mindestens 0,
1 Gewichts-% Brom als Halogen vorhanden sind und dass man weiterhin zu- friedenstellende Phototrope Gegenstände aus Gläsern erhält, die 0,03 bis 0,20 Gewichts-1/o Silber enthalten, wenn daneben mindestens 0,08 Gewichts-')/o Jod als Ha logen vorhanden sind.
Da es fernerhin genügt, dass in dem Glas nur eines dieser beiden Halogene in mindestens der wirksamen Mindestmenge vorhanden ist, lassen sich Gegenstände mit zufriedenstellenden Eigenschaften na türlich auch aus solchem Glas herstellen, das mehrere Halogene enthält, wobei die Konzentration wenigstens eines dieser Halogene grösser oder kleiner ist als seine entsprechende Menge. Jedoch sind für die Bestimmung der erforderlichen Mindestmenge an Silber, die für eine bestimmte Halogenkonzentration erforderlich ist, nur der oder die Halogene zu berücksichtigen, die in wirk samer Menge vorhanden sind. Es kann natürlich in dem Glasgegenstand Chlor enthalten sein.
Um das Verhältnis zwischen dem Silber- und dem Halogengehalt klarer zu definieren, werden die verschiedenen, für den vorliegen den Zweck möglichen Kombinationen von Halogengehalt und entsprechendem Mindestgehalt an Silber in dem Glas in der nachstehenden Tabelle I angegeben.
EMI0002.0001
<I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb> Kombination <SEP> Halogengehalt <SEP> Mindestgehalt <SEP> an
<tb> Nr. <SEP> "/o <SEP> Silber <SEP> %
<tb> A <SEP> Cl, <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0,2 <SEP> 0,05
<tb> Br, <SEP> mindestens <SEP> 0,1
<tb> J, <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0,08
<tb> B <SEP> Cl, <SEP> mindestens <SEP> 0,2 <SEP> 0,05
<tb> Br, <SEP> mindestens <SEP> 0,1
<tb> J, <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0,08
<tb> C <SEP> Cl, <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0,2 <SEP> 0,03
<tb> Br, <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0,1
<tb> J, <SEP> mindestens <SEP> 0,08
<tb> D <SEP> Cl, <SEP> mindestens <SEP> 0,2 <SEP> 0,03
<tb> Br, <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0,1
<tb> J, <SEP> mindestens <SEP> 0,08
<tb> E <SEP> Cl, <SEP> weniger <SEP> als <SEP> 0,2 <SEP> 0,03
<tb> Br, <SEP> mindestens <SEP> 0,1
<tb> J, <SEP> mindestens <SEP> 0,08
<tb> F <SEP> Cl,
<SEP> mindestens <SEP> 0,2 <SEP> 0,03
<tb> Br, <SEP> mindestens <SEP> 0,1
<tb> J, <SEP> mindestens <SEP> 0,08 Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, dass die Mindest konzentration des Silbers bestimmt wird durch das oder die Halogene, die in wirksamer Menge vorhanden sind (wobei die wirksame Konzentration jedes der beiden Halogene unabhängig ist von dem Vorhandensein oder Fehlen anderer Halogene), und dass dann, wenn mehr als die zwei Halogene in wirksamen Mengen vorhanden sind, die Mindestmenge des Silbers in erster Linie durch das Jod bestimmt wird, während dann, wenn Jod in ge ringerer als der wirksamen Menge vorhanden ist, das Brom diese Rolle übernimmt.
Weiterhin geht aus der Tabelle I hervor, dass das Vorhandensein eines zweiten Halogens in dem Glas in einer geringeren als der wirk samen oder kritischen Menge des jeweiligen Halogens die wirksame Konzentration des ersten Halogens oder die entsprechende Mindestmenge an Silber nicht stärker beeinflusst, als es der Fall wäre, wenn das Glas nur das erste Halogen in der angegebenen wirksamen Konzen tration enthielte.
Schliesslich ist aus der Tabelle I ganz deutlich ersichtlich, dass, auch wenn die Halogenkon zentration weit über der wirksamen Mindestmenge vor liegen, der erforderliche Mindestanteil an Silber 0,03<B>0/0</B> bzw. 0,05 % beträgt. Weiterhin wurde gefunden, dass dann, wenn man ein durchsichtiges phototropes Glas von der angegebe nen Grundzusammensetzung wünscht, der analytische zu ermittelnde Gesamtgehalt an den drei Halogenen etwa 0,
6 Gewichts-% nicht überschreiten darf.
Tabelle 1I zeigt einige Beispiele von Gläsern, die durch entsprechende Wärmebehandlung phototrop ge macht werden können und die nach dem in dem schwei zerischen Patent Nr. 418 538 beschriebenen Verfahren geschmolzen, geformt und wärmebehandelt worden sind.
Die Analysen dieser Gläser sind in Gewichtsprozent an gegeben, wobei das Silber als Metall aufgeführt ist, und die Halogenide als Prozente zusätzlich zu dem Gesamt glasgemisch kommen, in dem die Summe der Bestand- teile ohne die Halogene 100 % beträgt.
EMI0002.0028
<I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6
<tb> Si02 <SEP> 58,9 <SEP> 58,9 <SEP> 58,9 <SEP> 58,3 <SEP> 59,2 <SEP> 59,4
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<tb> Na20 <SEP> 10,8 <SEP> 10,
8 <SEP> 10,8 <SEP> 10,7 <SEP> 10,9 <SEP> 11,0
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<tb> <B>B203</B> <SEP> 18,9 <SEP> 18,9 <SEP> 18,9 <SEP> 18,7 <SEP> 19,1 <SEP> 19,1
<tb> Cu0 <SEP> 0,016 <SEP> 0,016 <SEP> 0,016 <SEP> 0,016 <SEP> 0,016 <SEP> 0,016
<tb> Ag <SEP> 0,08 <SEP> 0,06 <SEP> 0,03 <SEP> 0,055 <SEP> 0,<B>1</B>1 <SEP> 0,05
<tb> <B>0</B> <SEP> 0,2 <SEP> 0,4 <SEP> 0,4 <SEP> - <SEP> 0,3 <SEP> F <SEP> 0,73 <SEP> 0,73 <SEP> 0,73 <SEP> 0,73 <SEP> 0,73 <SEP> 0,73
<tb> J <SEP> 0,1 <SEP> 0,16 <SEP> 0,2 <SEP> - <SEP> - <SEP> Pb0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 2,0 <SEP> 0,2 <SEP> Br <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,15 <SEP> 0,3 <SEP> 0,15
<tb> Aussehen <SEP> klar <SEP> klar <SEP> klar <SEP> klar <SEP> klar <SEP> klar
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Phototroper optischer Gegenstand nach dem Patent anspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass das Glas nach seiner Analyse mindestens ein Halo- gen in der Mindestmenge von 0,1 Gewichts-% Brom und 0,08 Gewichts-% Jod sowie Silber in einer Menge von 0,05 bis 0,20 Gewichts-% bei einem Glas mit Brom als Halogen und von 0,03 bis 0,20 Gewichts-% bei einem Glas mit Jod als Halogen enthält. UNTERANSPRUCH Durchsichtiger phototroper Gegenstand nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Teil die genannten Halogene in einer Gesamtmenge bis zu 0,6 Gewichts-% enthält.
Applications Claiming Priority (2)
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| US7961460A | 1960-12-30 | 1960-12-30 | |
| US213634A US3208860A (en) | 1962-07-31 | 1962-07-31 | Phototropic material and article made therefrom |
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| CH (1) | CH449186A (de) |
-
1963
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