CH449405A - Einrichtung mit einer Luftbildkamera zum Aufnehmen einer Serie photogrammetrischer Luftbilder - Google Patents

Einrichtung mit einer Luftbildkamera zum Aufnehmen einer Serie photogrammetrischer Luftbilder

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CH449405A
CH449405A CH513866A CH513866A CH449405A CH 449405 A CH449405 A CH 449405A CH 513866 A CH513866 A CH 513866A CH 513866 A CH513866 A CH 513866A CH 449405 A CH449405 A CH 449405A
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pulse
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CH513866A
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Yzerman Henk
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Swissair Photo Ag
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C11/00Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
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Description


  



  Einrichtung mit einer Luftbildkamera zum Aufnehmen einer Serie photogrammetrischer Luftbilder
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung mit einer Luftbildkamera für mit einem Dopplerradar-und/oder   Inortial-Navigationssystem    ausgerüstete Flugzeuge zum Aufnehmen einer Serie   photogrammetnischer    Luftbilder längs eines vorgegebenen Kurses.



   Bei Bildflügen zur   Vermessung    grosser Gebiete werden bekanntlich aus. einem in möglichst   gleich-    bleibender Höhe fliegenden Flugzeug in regelmässigen Abständen Luftaufnahmen gemacht, wobei die Ab  stände    zwischen den einzelnen Aufnahmen meist so gewählt sind, dass von dem zu vermessenden Gebiet   Reihenbilder    mit 60% iger Längsüberdeckung erhalten werden.



   Eine genaue Auswertung der Luftbilder ist z. B.   mittels photogrammetrischer Kartiergeräte möglich, bei    welchen durch   stereometrische    Projektion zweier auf  einanderfolgender Aufnahmen    ein dem aufgenommenen Gelände   entsprechendes Raummodell    erzeugt und das   Raummodell    mittels geeigneter   Messvorriichtungen    vermessen wird. Hierzu müssen die beiden Aufnahmen im   Kantiergerät    so angeordnet werden, dass ihre Lage im verkleinerten Massstab möglichst genau der bei Belichtung im Raum eingenommenen Positionen entspricht.

   Zum   Nachbilden    dieser räumlichen Positionen werden am Boden Fixpunkte vermessen und die Auf  nahmen    im   Kantiergerät    auf diese mit aufgenommenen Fixpunkten eingepasst. Die Vermessung der Fixpunkte ist zeitaufwendig und mit erheblichen   Unkosten    verbunden und oft auch gar nicht möglich, wenn das s Gelände praktisch unzugänglich ist.



   Auf die Bodenorientierung könnte nur dann ver  zichtet    werden, wenn die räumliche Position jedes einzelnen Bildes in bezug auf das photographierte Ge  lände    ganz genau bekannt wäre. Zur Ermittlung der   genauen Bildposition    sind eine ganze Reihe Grössen erforderlich, wie z. B. die Flugh¯he, der r Kurs bzw. die Kursabweichung des Flugzeuges, die genaue Länge der zwischen den   aufeinandenfolgenden    Aufnahmen zurückgelegten Flugstrecke, die Neigung der   Luftbild-    kamera bezüglich der vertikalen Achse usw., wobei alle diese Grössen möglichst genau im Augenblick der Belichtung einer Aufnahme erfasst oder nachträglich für diesen Zeitpunkt errechenbar sein müssen.



   Zur Erlangung der Messdaten ist ein erheblicher Aufwand an Mess-und   Registriergeräten    erforderlich, der um so grösser sein wird, je grössere Ansprüche an die Messgenauigkeit gestellt werden.



   Die bisher genaueste   Koppel-Flugnavigation    wird bekanntlich durch eine Navigationseinrichtung erreicht, welche aus 5 der Kombination eines Inertialortungssystems mit einem   Doppler-Radan    besteht.



   Ein Inertialortungssystem besteht im wesentlichen aus einer mit Kreiseln in dnei aufeinander senkrecht stehenden Raumrichtungen stabilisierten Plattform, auf welcher Beschleunigungsmesser befestigt sind, die die   Beschleunigungskomponenten    nach diesen drei Richtungen messen. Durch einmalige Integration der Be  schleunigungswerte    wird die augenblickliche   Gesohwin-    digkeit und durch zweimalige Integration der zur ckgelegte Weg erhalten. Die   Inertialortung    ist von äusseren Signalen unabhängig, bedarf aber wegen der   Kreisel-    stabilisierung bei längere, Flugzeiten einer Korrektur.



  Diese Kornektur kann über einen Doppler-Navigationsradar   dunchgeführt    werden, welcher neben der genauen Fluggeschwindigkeit auch den durch den Wind hervorgerufenen Triftwinkel liefert. Die vom   Inertialortungs-    system und vom Doppier-Radar gelieferten Signale werden einem Bordrechner zugeführt, welcher die f r die Navigation erforderlichen, Daten berechnet. Die   Navigationsdaten    werden in zweckmässiger Form an Instrumenten angezeigt bzw. einem   Autopiloten    eingegeben. Zur Bestimmung der   Bildposition können die    für die   Flugnavigation erforderlichen Grössen    verwendet worden, müssen dann jedoch mit einer wesentlich grösseren Genauigkeit bestimmt sein.



   Zweck der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung mit einer Luftbildkamera zum Aufnehmen   photogrammetrischer      Reihenluftbilder,    mittels welcher unter Mitbenutzung des im Flugzeug vorhandenen Navigationssystems aufeinanderfolgende Aufnahmen nach genau bestimmten   Flugstrecken    belichtet und die zur Bestimmung der Position der Aufnahmen ohne Bodenorientierung notwendigen Grössen im Augenblick der Belichtung jeder Aufnahme genau ermittelt werden.



   Die erfindungsgemässe Einnichtung ist gekennzeichnet durch einen von Doppler-Radarimpulsen oder den Impulsen des Inertialsystems gesteuerten Impulsgeber zum Erzeugen eines Auslöseimpulses für den Kameraverschluss nach jeweils einer vorbestimmten Anzahl von Geschwindigkeitsimpulsen, durch Messvorrichtungen zur Zählung dieser Impulse und zur Ermittlung der für die Bestimmung der Abweichung von der Sollposition auf  einanderfolgender Aufnahmen erforderlichen    Daten und durch eine durch die Belichtung gesteuerte Registrereinrichtung zum Fixieren dieser Daten.



   Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles und der beiliegenden Zeichnung ausführlich beschrieben. In der Zeichnung zeigt :
Fig.   I    ein Flugbahndiagramm in der Horizontalebene,
Fig. 2 eine Zusammenstellung der vorkommenden Azimut-Winkel,
Fig. 3 ein Flugdiagramm in der Vertikalebene, und
Fig. 4 eine Zusammenstellung der vorkommenden Vertikalwinkel.



   Die Fig.   1    bis 4 dienen zur Erläuterung.



   Fig. 5 zeigt schematisch ein Blockschaltbild für ein Ausführungsbeispiel der   Aufnahmeeihrichtung.   



   Fig. 6 ist ein Blockschaltbild einer Einrichtung zur Steuerung des Verschlusses und Berücksichtigung seiner Verzögerung.



   Das im Flugzeug vorhandene   Inertialortungssystem    sei in   geographischer      Nordrichtung    stabilisiert, und die Luftbilder sollen aus konstanter Höhe längs einer geraden Linie, der gewünschten Bahn oder Sollbahn, aufgenommen werden, die mit der Nordrichtung den Sollbahn Winkel   's-r einschliesst.   



   Fig.   1    und 3 zeigen die Sollbahn als durchgehende gerade Linie. Diese Sollbahn wird vom Flugzeug nicht genau eingehalten, sondern durch eine Flugbahn in Form einer räumlich verlaufenden Wellenlinie mit grösseren oder kleinene Abweichungen angeglichen.



  Längs der Istbahn erfolgen die Aufnahmen. In einem Punkt A sei eine erste Aufnahme und in einem Punkt B eine zweite Aufnahme gemacht worden. Der Doppler Radar liefert Informationen über die Geschwindigkeit des Flugzeuges auf der Istbahn, und die Integration dieser Geschwindigkeit liefert die Istbahnlänge zwischen den Punkten A und B. Für die Auswertung der Luftbilder ohne   Bodenorientierung    ist jedoch der genaue, geradlinige Abstand des Punktes B vom Punkt A erforderlich. Dieser Abstand AB kann in zwei Schritten erhalten werden.



   In Fig.   1    ist die Projektion der Istbahn zwischen den Punkten   A    und B auf die Horizontalebene als Bogen   ABII    wiedergegeben. Der Einfachheit halber ist angenommen, dass die erste Aufnahme A gemacht worden ist, als sich das Flugzeug gerade auf der Sollbahn befunden hat. Wie in Fig.   1    gezeigt, liefert die Projektion des Punktes B auf die Sollbahn den Punkt C. Die Strecke AC, die sogenannte     Bahn-Längsdistanz      Da,    und die Strecke   CB,    die     Bahn-Querdistanz Dc  ,    werden in der   Flugnavigation      gebrauchtund    vom   Doppler-Radar-Rechner    geliefert.

   Für eine genaue Positionsbestimmung der Luftbilder, d. h. zur Ermittlung der genauen Länge der Strecke ABH, sind die vom Rechner gelieferten Werte jedoch viel zu ungenau.



   Aus Fig.   1    lässt sich ableiten, wie im ersten Schritt die Strecke   ABH    genau bestimmt ist durch die Gleichung
EMI2.1     
 in welcher   ABH    die genaue Länge der   Istbahnprojektion    auf die Horizontalebene zwischen A und B   ist,)/'TE    den Bahnwinkel-Fehler, d. h. den Winkel zwischen Sollbahn und Istbahn, bedeutet und der Winkel   j3    durch   tgss    =   Dc/D.    bestimmt ist, wobei DA die vom Bordrechner gelieferte   Bahn-Längsdistanz    und   De    die vom Bordrechner gelieferte   Bahn-Querdistanz    ist. Die Ermittlung der genauen Länge des Bogens ABH stellt den zweiten Schritt dar.

   Zunächst soll jedoch erst auf die Bestimmung des   Bahnwinkelfehlers      +'TE    eingegangen werden.



   Fig. 2 dient zur Definition der hier vorkommenden Azimut-Winkel. Es ist bereits erwähnt worden, dass das   Inertial-Ortungssystem eine kreiselstabilisierte    Plattform aufweist, deren Gehäuse üblicherweise mit dem Flugzeug fest verbunden ist. Zur Erzielung bestimmter Vorteile, auf die an späterer Stelle näher eingegangen wird, ist es zweckmässig, das Kreiselgehäuse nicht mit dem Flugzeug, sondern mit der Luftbildkamera fest zu verbinden. Die Kamera wird dann so gelagert, dass sie mit einer   Nachlaufsteuerung    in Lotrichtung und in Azimut stabilisiert werden kann. Mit der Stabilisierung der Luftbildkamera ist dann auch das Kreiselgehäuse ständig stabilisiert.

   Der Steuerkuns wird an der Plattform (und damit an der Kamera) eingestellt und mittels eines   Differential-Synchroservomechanismus    auf die Flugzeugsteuerung   übertnagen.    Der eingestellte   (Kamera)-      Steuerkurs t/tCH i, st    nicht identisch mit dem Flugzeug  Steuerkurs trAH,    der durch den Winkel zwischen Flug  zeuglängsachse    und   Nordrichtung    N bestimmt ist. Der Unterschied zwischen Flugzeugsteuerkuns und Kamerasteuerkurs, der durch den Winkel zwischen Kameralängsachse und Nordrichtung gegeben ist, ist in Fig. 2 mit ?CH/AH bezeichnet, d. h. ?CH/AH =   VcH-AH.

   Flug-      zeugsteuerkurs AH und    der vom Wind hervorgerufene Triftwinkel   8    ergeben zusammen den wirklichen Kurs   titT    d. h. der Winkel zwischen   Nordrichtung    und Tangente an die Ist-Flugbahn. Die gewünschte Flugbahn oder   Sollflugbahn    ist durch den   SoIIkurs f'sT    gegeben, und die Differenz zwischen (wirklichem) Kurs   vST.    und   Sollkurs      yer bestimmt schliesslich    den oben erwähnten Bahnwinkel-Fehler ?TE, d. h.   VITF,    = ?TA-?ST. ¯hnliche Verhältnisse liegen in der Vertikalebene vor, zu deren Erläuterung die Fig. 3 und 4 dienen.

   Der Einfachtheit halber sei angenommen, dass das Flugzeug in der Horizontalebene genau längs der Sollbahn fliegt, also die   Bahn-Querdistanz    gleich Null ist. In Fig. 3 wird somit der Bogen ABH der Fig.   I    durch die Strecke ABH wiedergegeben, und der genaue geradlinige Abstand des Punktes B vom Punkt A wird nun im zweiten Schritt bestimmt durch die Gleichung
EMI2.2     
 in welcher AB die LÏnge der zwischen den Punkten A und B auf der   Ist-Bahn zurückgelegten Flugstrecke, OTE    der vertikale   Bahnwinkelfehler    und y bestimmt ist durch tg   γ    = DH/DH. DA ist hierbei wiederum die Bahn LÏngsdistanz und DH die Bahn-H¯hendistanz.



   Zur Herleitung des vertikalen   Bahnwinkel-Fehlers      ETE    wird auf Fig. 4 verwiesen, in welcher die Vertikalwinkel dargestellt sind.



   Der äussere Kardanring stellt die Verbindung zwi  schen    Flugzeug und der Kamera, d. h. dem Gehäuse der stabilisierten Plattform, her. Die eine Drehachse ist in Richtung der   Fluigzeuglängsachse    P' (Rollachse) und die andere in Richtung der   Flugzeugquerachse    Q' (Kippachse) ausgerichtet.



   Der Flugzeugkippwinkel ?A und der   Flugzeugroll-    winkel   0'A sind    als Pfeile um diese Achsen   einge-    zeichnet. Im   äusseren Kardanring ist    die Kamera mit dem Gehäuse der Plattform um die Hochachse Z   dreh-    bar angeordnet. Ihre Längsachse definiert mit der Nordrichtung den Kamera-Steuerkurswinkel ?CH. Der innere Kardanriing stellt die stabilisierte Plattform dar. Die vertikale Orientierung der Plattform ist in der Nord  Süd-und Ost-West-Richtung stabilisiert.   



   Diese beiden raumbezogenen   Vertikalwinkel    werden in der Plattform automatisch so umgerechnet, dass sie auf die   Kameralängs-und      Kameraquerachse    bezogen sind, d. h. den Kippwinkel Oc und den   Rollwinkel    ?C der Kamera ergeben. Der auf die   Flugzeugachsen be-    zogene Kamera-Kippwinkel ist mit ?C und der Kamera  Rollwinkel    mit   0'c    bezeichnet. Der raumbezogene Kamera-Kippwinkel Oc und der flugzeugbezogene   Kamera-Kippwinkel O'c ergeben zusammen    den Flugzeug-Kippwinkel   CA.

   Ahnlich wie in der Horizontal-    ebene der Triftwinkel ?, also der Winkel zwischen   Flugzeugachse    und Istbahn, der vom Doppler-Radar bestimmt wird, ermöglichen gewilsse Radaranl'agen auch die Bestimmung des  < H¯han-TriftwinkeIs >  ?v zwischen   Flugzeuglängsachse    und Istbahn in der Vertikalebene.



  Der vertikale   Istbahnwinkel OTA ergibt    sich dann aus der Summe von   Flugzeugkippwinkel    und   Höhentrift-    winkel : ?TA = O'A +   (5V. Die Differenz    zwischen ver  tikalem Istbahnwinkel OTA und    vertikalem Sollbahnwinkel   EST    ergibt schliesslich den vertikalen Bahn  Fehlemvinkel    OTE.



   Kamera-Kippwinkel ?C und Kamera-Rollwinkel  < c bestimmen fermer die vertikale Richtung, aus der eine Aufnahme gemacht worden ist.



   Die H¯he wird wie üblich barometrisch gemessen.



  Hierbei ergibt sich, wie in der Fachliteratur nachgelesen werden kann, ein   Langzeitfehler,    der durch die Kr mmung der   barometrischem Referenzisobare verursacht    ist.



  Zur Ermittlung dieses   Langzeitfehlers    sind Angaben über den statisohen und den Gesamtluftdruck hb, die Lufttemperatur T, den Triftwinkel   eN,    ferner, über die geographische Breite ? die zurückgelegte Flugstrecke S, Erdbeschleunigung g und   Erdrotationsgeschwindigkeit co    erforderlich.



   Fine genaue Auswertung von ohne Bodenorienticrung aufgenommenen   photogrammetrischen      Luftbildern    ermöglichen demnach folgende Grössen : die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen vom Flugzeug zurückgelegte Wegstrecke S, die   Bahnquerdistanz      De    und die   Bahnlängsdiatanz    DA, der Bahnwinkelfehler   IPTE    (vorzugsweise in der Form
EMI3.1     
 der   Kamera-Steuerkurs WCH,    Kamera-Kippwinkel Oc und   Kamera-Rollwinkel      oc,    der Triftwinkel 8, der statische und der Gesamtluftdruck hb, die   Lufttempe-    ratur   T,    der Doppler-Distanz-Fehler (dessen Bedeutung an späterer Stelle ausführlich behandelt wird)

   und   vor-    teilhafterweise auch der vertikale Triftwinkel   dv.   



   Ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels der Aufnahmeeinrichtung ist in Fig. 5 gezeigt. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist neben einer   Haupt-Luftbild-    kamena l noch eine Hilfs-Luftbildkamera 2 vorgesehen.



  Alle   Anzeigeorgane    der für die Bestimmung der vorstehend genannten Grössen nötigen Messinstrumente sind in einem Paneel 3 angeordnet, welches bei Belichtung einer Aufnahme von einer Registrierkamera 4 photographiert wird.



   Der   Doppler-Navigationsradar    5 erhält   Informatif    nen über den   Flugzeug-Steuerkurs      q    AH vom Plattformrechner 6 und liefert zusammen mit dem   Doppler-      Navtgationsreehner    7 Informationen über die Geschwin  digkeit    V des Flugzeuges, den Triftwinkel   d,    die Bahnlängsdistanz DA, die Bahnquerdistanz DC, den Bahnwinkelfehler ?TE. und eventuell auch über den vertikalen Triftwinkel dv.



   Die Information über die Geschwindigkeit V des Flugzeuges besteht aus einer Impulsfolge, deren Folgefrequenz der Geschwindigkeit proportional ist. Zwei   aufeinanderfolgendeDoppier-Impulsedefinieren    so eine   Doppler-Distanzeinheit    von z. B. 64,35 mm Länge.



   Zur Bestimmung der zwischen zwei   aufeinander-    folgenden Aufnahmen zurückgelegten Flugstrecke S wenden die   Doppler-Impulse    Vdigit dem   Doppler-Radar    5 entnommen und einer Vorrichtung zugeführt, welche nach jeweils   einler vorbestizmmten Anzahl Impulsen    einen   Auslöseimpuls für    den   Kameraverschluss    der Haupt- oder Hilfskamera abgibt. Das wesentliche Organ der Steuervorrichtung f r den Kameraverschlu¯ ist eine ZÏhleinrichtung A, welche die ankommenden   Doppier-      Geschwindigkeitsimpulse Vdigit zählt.

   Die Zählemrich-    tung ist mit einer repetierenden Voreinstellung ausgestattet, so dass die   Doppler-Impulse    von der Voreinstellung auf Null herabgezählt werden. Beim Erreichen der Nullstellung wird der   Auslöseimpuls    Ac f r den Kameraverschluss erzeugt und die Zähleinrichtung auf die vorgegebene Voreinstellung zurückgestellt. Zur Venmeidung der durch die Rückstellung der ZÏhleinrichtung bedingten Fehler sind in der Zähleinrichtung A zwei Zählwerke As und A2 vorgesehen, die so geschaltet sind, dass das eine   Zählwer,    k beim Erreichen seiner Nullstellung den   Auslöseimpuls    f r den Kameraverschluss erzeugt und gleichzeitig das andere Zählwerk einschaltet, das nun die Zählung der nächsten   Zähl-    rate übernimmt.

   In der Zwischenzeit wird das erste Zählwerk auf seine Voreinstellung zurückgestellt, so dass es zum Einschalten durch das andere Zählwerk wieder bereit ist. Durch die beiden abwechselnd zählenden   Zählwerke    werden nicht nur Zählfehler vermieden, sondern man gewinnt darüber hinaus noch die M¯g  lichkeit, während    des Zählens Anderungen in der Voreinstellung vorzunehmen. Bedingt durch besondere Kon  stmktionsmerkmale    der   Luftbild-Kameraverschlüsse    und spezielle Mal3nahmen bei der Filmführung weist jede Kamera eine gewisse Verzögerungszeit zwischen Auslöseimpuls und Filmbelichtung auf, die je nach Kamera typ verschieden ist und bis einige Sekunden betragen kann.

   Zur Erfassung dieser Verzögerungszeit ist in der Aufnahmeeinrichtung ein weiteres   Doppler-Impulse    zählendes Zählwerk B vorgesehen, welches durch den von der Auslöse-Zähleinrichtung A abgegebenen Aus  löseimpuls    für den Kameraverschluss eingeschaltet und durch die Belichtung, also in dem Moment ausgeschaltet wird, in welchem der   Kameraverschluss    vollständig ge öffnet hat. Dieser   Ausschaltimpuls    kann beispielsweise mittels einer Photodiode erzeugt werden, welche an ge  eigneter    Stelle im Kameragehäuse angeordnet ist.

   Die   Anzeigeorgane    der   Auslösezählwerke    A1 und A2 und des Verzögerungszählwerkes B sind im Paneel 3 angeordnet, welches wie bereits erwähnt von der Registrierkamera 4 photographiert wird, sobald der Film in der Luftbildkamera   1    belichtet wird. Hierzu wird der Verschluss der Registrierkamera 4 durch den von der Photodiode erzeugten   Belichtungsimpuls    ausgelöst. Als Registrierkamera kann eine handelsübliche Kamera mit Weitwinkelobjektiv und z. B.   1/500    sec Belichtungszeit verwendet werden. Nach dem   Photographieren    des Paneels 3 wird das Verzögerungszählwerk B zurückgestellt und der Film in der Registrierkamera 4 automatisch um eine Aufnahme weitergedreht.



   Ein Ausführungsbeispiel einer Auslöseeinrichtung für eine Haupt-und eine Hilfs-Luftbildkamera ist als Blockschaltbild in Fig. 6 gezeigt. Als Auslösezählwerk   Ai    und   A    sind elektromechanische Zähler mit automatischer Rückstellung verwendet, deren Voreinstellung von Hand einstellbar ist. Jeder Zähler weist   z.    B. ein vierziffriges Zählwerk auf, dessen Zählräder über   Elek-    tromagnete und Gesperre durch Gleichspannungsimpulse weitergeschaltet werden. Beim Erreichen der Nullstellung wird ein einpoliger Umschalter 7 betätigt, und die Zählräder werden auf die Voreinstellung zurückgestellt. Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, werden die ankommenden Doppler-Impulse Vdigit einem Odometer zugef hrt, welcher z. B. jeden 128ten Doppler-Impuls an einen Verstärker 8 weitergibt.

   An jedem Ausgang eines bistabilen Multivibrators 9 ist ein erstes und ein zweites Halbleiter-Schaltelement 10a, 10b und 11 a, llb angeschlossen. Die verstärkten 128ten   Doppler-Impulse    sind den beiden ersten Schaltelementen 10a, lla zugefuhrt. Der Ausgang des einen ersten   Sehaltelementes    10a ist am   einpoligen    Umschalter 7a des ersten Zählwerkes A, und der Ausgang des anderen ersten Schaltelementes lla am Umschalter 7b des zweiten   Zählwerkes A2 an-    geschlossen. Der Abschaltkontakt 12a, 12b des Umschaltens 7a, 7b jedes Zählwerkes   Ai    und As ist an eines der beiden zweiten Schaltelemente lOb, llb angeschlossen, deren Ausgänge gemeinsam zu einem zweiten Verstärker 13 führen.

   Am Ausgang dieses zweiten Ver  stärkers    13 erscheint ein Ausl¯seimpuls, sobald eines der beiden Zählwerke   AI    oder As auf Null   gezahlt    hat.



  Die Auslöseimpulse werden über zwei   dreipolige    Schalter
14a, 14b den Verschlüssen der beiden   Luftbildkameras       1,    2 zugeführt, wobei in der einen Zuführungsleitung ein Verzögerungsglied 15 eingeschaltet ist, mit dessen Hilfe die Verzögerungszeiten der beiden Kameras so aufeinander abgestimmt werden können, dass beide zur gleichen Zeit öffnen. Die beiden dreipoligen Umschalter
14a, 14b können von Hand bedient werden und dienen dazu, die beiden Kameras   1,    2 einzeln oder zusammen arbeiten zu lassen. Der   Auslöseimpuls    steuert ferner den bistabilen   Multivibrator    9.

   Der von der Photodiode 16 bei offenem Hauptkameraverschluss erzeugte   Belichtungs-    impuls wird in einem dritten Verstärker 17 verstärkt.



  Die verstärkten Belichtungsimpulse und Auslöseimpulse sind einer Flip-Flop-Stufe 18 zugeführt, deren Ausgang einerseits über einen Verzögerungskreis 19 mit dem   Rücksltellmechanismus    20 der Zählwerke verbunden und anderseits an dem einen Eingang eines ¸UND¯-Elementes 21 angeschlossen ist.



   Der andere Eingang des   UND  -Elementes 21 wird mit den Doppler-Impulsen   Vtljgst    gespeist, und seine Ausgangsimpulse steuern das Verzögerungszählwerk B.



  Das Verzögerungszählwerk B ist vorzugsweise eines vom binär zählenden Typ, so dass die Zählung z. B. mittels Lämpchen 22 zur Anzeige gebracht werden kann, die im Paneel 3 angeordnet sind. Zwölf Zählstufen sind im allgemeinen auch für grosse Fluggeschwindigkeiten und lange Verzögerungszeiten der Kameraverschlüsse ausreichend.



   Die Länge der räumlichen Flugbahn, d. h. der von Aufnahme zu Aufnahme vom Flugzeug auf die Istbahn zurückgelegten Flugstrecke AB, wird aus den Anzeigen der Zählwerke A und B bestimmt durch   8    = AB = E   (n-Voreinstellung    Zählwerk A + Anzeige am Zählwerk B), worin E die   Doppler-Distanzeinheit    und n die Impulszählung im Odometer bedeutet. Die Genauigkeit der Strecke hängt also im wesentlichen von der   Impuls-    zählung im Odometer ab und kann damit den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden.



   Wie aus Fig.   1    und Gleichung   1    ersichtlich ist, wird die genaue   Bahn-Längsdistanz      D,    durch
EMI4.1     
 erhalten, wobei der Bahnwinkelfehler ?TE - ?TA-?ST, d. h. durch die Differenz von Kurs und   Steuerkurs    bestimmt ist. Während des Messfluges auf einer geraden Strecke ist der Steuerkurs   estsT eine    Konstante, während sich der tatsÏchliche Kurs   tyTe    laufend ändert.



   Die beiden Luftbildkameras   1    und 2 (Fig. 5) sind im Azimut auf den gewünschten Soll-Kurs stabilisiert.



  Der gewünschte Soll-Kurs   y. . T    wird in einer gesonderten Baueinheit 23 eingestellt und über ein Zählwerk mit dekadischen Zählwalzen im Paneel 3 zur Anzeige gebracht. Ein Drehfeldgeber überträgt die Einstellung auf einen synchronisierten Drehfeldempfänger in einem Kamera-Kunsübertrager 24, von welchem der Kamera Kurs   tpCH    bestimmt und über ein Zählwerk im Paneel 3 zur Anzeige gebracht wird. Das den Kamera-Kurs   tgcH    darstellende Signal wird über einen Differential-Drehfeldgeber auf den Aufhängebügel der Hauptkamera   1      über-    tragen.

   Die resultierende Stellung der Welle des Differential-Drehfeldgebers stellt die Differenz zwischen   Kamera-Steuerkurs      ycs und    Flugzeug-Steuerkurs   tfAH    dar. Die Signale über den Flugzeug-Steuerkurs   'AH    werden dem Doppler-Radar 5 zugeführt und dort zu den   Drehfeldsignalen    über den Triftwinkel   8    addiert.



  Die Summe dieser beiden Winkel stellen den horizontalen   Istbahnwinkel      wyT    dar. Der   Sollbahnwinkel      y ; T    wird vom Istbahnwinkel ?TA subtrahiert und ergibt den Bahn Fehlerwinkel   !/) TE.    Die den   Bahn-Winkelfehler    ?TE darstellenden Signale werden einem   Sinus-Potentiometer    zugeführt. Die erhaltenen   sin yaTE-Signale werden    hierauf in der Ubertragereinheit 25 quadriert und schalten ein im Paneel 3 untergebrachtes Bahn-Winkelfehlerzählwerk 26.



   Wie aus der Gleichung 1 ersichtlich, ist für die genaue Bestimmung des Abstandes zweier   aufeinander-    folgender Aufnahmen noch der Winkel ¯ erforderlich, welcher durch seinen Tangens Dc/DA, d. h. durch Bahn  längs-und      Bahnquerdistanz    bestimmt ist. Zur Herleitung dieser beiden Grössen werden zunächst die   Doppler-Geschwindigkentsimpulse    in einem vielstufigen   Integratorkreis    in eine   Dreiphasenspannung    umgewandelt. Mit dieser   Dreiphasenspanmmg    wird ein   Synchron-    motor angetrieben, so dal3 die Anzahl der   Anker-      umdnehungen    die zurückgelegte Flugstrecke ergibt.

   Der Synchronmotor treibt die Kugel eines mechanischen   Kugel-FunbtioQsdrehmelders    an. Der Kugel sind zwei mechanische Abgriffe zugeordnet, deren Wellen senkrecht aufeinander stehen und bezüglich der   Antriebsr    achse der Kugel verstellbar sind. Die Einstellung der Abgriffe erfolgt über die   Bahn-Winkelfehlersignale JTE-    Die   Abgriffswelten    betÏtigen   Zählwalzen    27,28, welche in   Kilometern    oder Meilen geeicht sein können und im Paneel 3 untergebracht sind.



   Dunch die Anzeigen der   ImpulszäMwerke    A und B, des Bahn-Winkelfehlerzählwerkes 26, der   Bahn-Längs-    distanz 27 und der Bahn-Querdistanz 28 ist die Strecke AB (Gleichung 1   Abus)    in erster Näherung bestimmt, und diese Bestimmung ist ausreichend, wenn die durch die Höhenunterschiede bedingten Fehler in Kauf genommen werden können, d. h. wenn der Bahnbogen AB als im wesentlichen in einer Horizontalebene liegend angesehen werden kann. Für genaue Messungen ist jedoch die   durch d ! e Höhenunterschiede beim Fliegen bedingte    Längenänderung des Bahnbogens ABH zu   berück-      sichtigen,    und die durch Gleichung 1 bestimmte Strecke   ABE bedarf    einer Korrektur, welche nach Gleichung 2 ermittelt wird.

   Hierzu ist vor allem die Bestimmung des vertikalen   Bahn-Winkelfehlers      ETE    erforderlich.



  Wie bereits ausgefühnt worden ist, ergibt sich dieser aus der Differenz von vertikalem Sollbahnwinkel   OST und    vertikalem Istbahnwinkel ?TA. Der vertikale Sollbahnwinkel ist Null, da das   Flugzeug in der Horizontal-    ebene fliegen soll, so dass der vertikale   Bahn-Fehler-    winkel    < 9rEallein    durch den   Istbahnwinkel      ET.    bestimmt ist.

   Der vertikale   Istbahnwinkel    ?TA ist wie er  wähnt    bestimmt durch die Summe aus   Flugzeug-Kipp-    winkel   O'A    und vertikalem Triftwinkel   dv-Der    Flugzeug  Kippwinkel 6YA wind    in Form eines   Drehfeldsignals    von der stabilisierten Plattform geliefert. Ebenfalls in   analo-    ger Form liefent der Doppler-Radar 5 den vertikalen   Triftwinkel av.    Beide Signale werden einer Additionsschaltung 29   (Fig.    5) zugeführt und dort addiert. Das   Summensignati    wird einer Recheneinheit 30 zugeführt, in welcher der Sinus gebildet und den Sinus   quadriert    wird.

   Die Ausgangssignale der Recheneinheit 30 werden dann einem Zählwerk 31 zugeführt, und das Ergebnis gelangt im Paneel 3 zur Anzeige. Zur Bestimmung des   Winkels &gamma;    in Gleichung 2 ist neben der bereits erhaltenen   Bahnlängsdiätanz    DA noch die   Bahnhöhendistanz    Du erforderlich. Diese ergibt sich aus einer barometrischen Höhenmessung, auf die an späterer Stelle ausführlicher eingegangen   wird.Mit    den bisher beschriebenen Daten ist   bereits eine sehr genaue Bestimmung    des Abstandes zweier aufeinanderfolgender Aufnahmen geben.



   Da die Bündelung der Radanstrahlen niemals unendlich scharf ist, bestehen die empfangenen Doppler Impulse aus einem Frequenzspektrum und weisen   Glockenform    auf. Die Abtastung der   Glockenform    des Frequenzspektrums bewirkt auf kurze Zeit gesehen ein ¸Vor¯- oder ¸Nach¯-Gehen der ZÏhlwerke, je nachdem, ob die ansteigenden oder abfallenden Flanken das Zählwerk weiterschalten. Die enmittelte   Bahnlängsdistanz    DA ist daher noch mit einem Kurzzeitfehler behaftet.



  Zur Bestimmung dieses   Distanzfehlers    werden die vom Doppler-Radar   gelieferten Geschwindigkeitsinformatio-    nen mit dem vom Inertial-Ortungssystem abgeleiteten verglichen. Die Differenz beider stellt den   Doppler-      InertiM-Geschwindigkei'tsfeMer    dar. Eine Integration desselben liefert den Doppler-Distanzfehler.



   Die kreiselstabilisierte Plattform 32 (Fig. 5) liefert   Beschleunigungswerte    in der   Nord-Süd-atichtung    x und in der   Ost-West-Richtungy.DieseBeschleunigungs-    werte   werden-im Plattformrechner 6 zu    den   Geschwin-      digkeitskomponenten    in   Nord-SüdwRichtung    VI und Ost  West-Richtung UI integriert.

   Bildflüge werden    im allgemeinen in den   kardinalen    Richtungen, also in   Nord-Süd-    oder   Ost-West-Richtung durchgeführt.    In diesem Falle entsprechen die vom Doppler-Radar zweckmässigerweise in analoger Form erzeugten Geschwindigkeitssignale Vanal entweder der     Doppler > -Geschwindigkeit    VD in Nord-S d-Richtung oder der ¸Doppler¯-Geschwindigkeit UD in   Ost-West-Richtung. Diese   Dopplero-Geschwin-    digkeitssignale VD bzw. Un werden dem   Plattform-    rechner 6   (Fig.    5) zugeführt und dort mit den     Inertiab-      Geschwmdigkeitssignalen      Vl    bzw. UI gemischt.

   Der Vergleich der ¸Doppler¯-Geschwindigkeit mit der          Inertial  -Geschwindigkeit liefent    nicht nur den kurzzeitigen     Gangfehler  ,    sondern darüber hinaus noch die Differenz zwischen   Istbahnlänge    und   Bahnlängsdistanz.   



   Die Fehlersignale (UI-UD) bzw. (VI-VD) werden einem Integrator 33 zugeführt, in welchem die Geschwindigkeitsfehler nach der Zeit integriert werden.



  Der Integraiton 33 kann z. B. ein elektronischer Miller Integrator sein, welcher  ber eine einfache Servosteuerung ein Zählwerk 34 verstellt. Das Zählwerk 34 ist zweckmässig in Metern geeicht und im Paneel 3 angeordnet. Durch die Integration   desGeschwindigkeits    fehlers wird der praktisch unmittelbare Doppler Distanzfehler erhalten.



   Die Grössen   (UI-UD)    und   (VI-VD)    werden ferner im   Plattfonrnnechner    6 zur Verbessorung der   Ut uns      Vi-Werte benutzt.    Hierbei werden mit einer wählbaren Zeitkonstante UI und   Vr    an   Un    und VD angeglichen.



  Dieses Verfahren ist das wesentliche Merkmal eines   sogsnanntenDoppler-Insrtlal-mixed-Systems.Bei    mehr   öden weniger    starken Krümmungen der Istbahn werden somit die Werte Ui und VI mehr oder weniger stark verfälscht.   Zur tJberwachung    und eventuellen Korrektur dieser Verfälschung dienen die bereits erwähnten Grössen
EMI5.1     
 Es ist zweckmässig, die die Funktionen
EMI5.2     
 darstellenden Signale in einer   Addierschaltung    zu addieren und ihren Summenwert an einem Zählwerk anzuzeigen.



   Für die Auswertung der photogrammetnischen Aufnahmen wichtig ist ferner die Richtung, aus der ein Gebiet aufgenommen worden ist, d. h. die räumliche Lage   der Kamera-Hochachse.    Deren Lage wird wie bereits beschrieben durch den Kamera-Kippwinkel Oc und den   Kamera-Rollwinkel < Pcbestimmt.Beide    Winkel   Oc und c werden dinekt von    der   kreiselstaMlisieEten    Plattfonm 32 in Form von Gleichspannungen geliefert. 



  Die Anzeige von Kamera-Kippwinkel und Kamera Rollwinkel wird an späterer Stelle genauer beschrieben.



   Es ist eingangs dargelegt worden, dass bei den   Höhenbsstimmungen    die Krümmung der   Referenziso-    bare berücksichtigt werden muss und dass für diese Korrekturen Angaben über Triftwinkel   6    und Lufttemperatur T, ferner über den statischen und Gesamtluftdruck und die Länge der zurückgelegten Wegstrecke und schliesslich über die   geographische    Breite, Erdbeschleunigung und   Erdwinkelgeschwindigkeit      erforder-    lich sind.



   Der Triftwinkel   8    wird vom   Doppler-Radar    5   (Fig.    5) als Gleichspannung geliefert.



   Die Lufttemperatur T wird zweckmässig mittels   eines Platin-Widerstandthermometers besitimmt,    welches in einem Zweig einer Brückenschaltung 35 geschaltet ist, und liegt demnach ebenfalls als Gleichspannung vor.



  Die vier vorkommenden relativ   niedrigen Gleich-    spannungen für Kamera-Kippwinkel Oc, Kamera-Rollwinkel   0,    Trift   b    und Lufttemperatur T können in einem gemeinsamen Anzeigesystem 36 zur Anzeige gebracht werden. Das Anzeigesystem ist vorzugsweise ein   Lichtpunktschreiber    mit mehreren   Spiegelgalvanometern,    deren Lichtzeiger auf eine gemeinsame horizontale Skala ausgerichtet sind. Da   Kipp-und      Rollwinkelmöglichst    genau abzulesen sind, weisen die beiden ihnen zugeordneten Galvanometer je zwei zueinander einstellbare Spiegel auf, die so eingestellt sind, dass die beiden Lichtmarken des einen   Galvanometers    einen Abstand von z.

   B.   1    mm und die des anderen   Galvanometers    einen Abstand von 2 mm aufweisen. Damit ist nicht nur eine genaue Interpolation, sondern ausserdem noch eine einwandfreie Unterscheidung zwischen Roll-un Kippwinkel auf der gemeinsamen Skala möglich. Ein drittes und viertes Galvanometer ist für Lufttemperatur T und   Triftwinkel b vorgeschen.    Zur Markierung der Anzeigen im Augenblick der Belichtung einer Aufnahme ist schliesslich noch ein fünftes   Galvanometer    vorhanden, welchem die von der Photodiode in der Hauptkamera erzeugten   Belichtungsimpulse    zugeführt werden. Der statische und Gesamtluftdruck wird vie üblich mittels eines Pitot-Rohnes erfasst und mit   Dosen-Barometern    gemessen.

   Die Verformung der Barometerdosen wird in   Ubertragungsvorrichtungen    37 in elektrische Spannungen umgewandelt, welche Zählwerke 38 antreiben. Die die beiden Drücke anzeigenden   Zählwerke    38 sind wiederum im Paneel 3 untergebracht.



   Es ist verständlich, dass die   Geschwindigkeitsimpulse    nicht nur vom Doppler-Radar, sondern auch vom   Iner-    tialsystem hergeleitet werden können. Ferner besteht die Möglichkeit, dass die   Geschwindigkeitsimpulse    nicht mit Zählwerken,   sondera    fortlaufend mit irgendwelchen anderen Mitteln registriert werden, wobei den registrierten Geschwindigkeitsimpulsen die bei Belichtung des Films erzeugten Belichtungsimpulse überlagert werden, so dass zwischen beiden Impulsfolgen eine Zuordnung besteht. Ein geeignetes Mittel hierzu sind z. B.   Tonband-    geräte.



   Im vorstehenden ist eine Einrichtung zur Erlangung aller der Daten beschrieben, welche eine äusserst genaue photogrammetrische Auswertung ohne   Bodenorientierung    aufgenommener Luftbilder ermöglicht.



   Diese hohe Genauigkeit ist in mehreren Schritten erhalten worden. Die Steuerung des   Kameraverschlusses    mittels Doppler-Geschwindigkeitsimpulse zählende Zählwerke (Zählwerk A), die Berücksichtigung der Verzögerungszeit zwischen   Auslöseimpuls    und Belichtung der Aufnahme (Zählwerk B) und die Betätigung einer Registrierkamera mittels des in der Kamera erzeugten Belichtungsimpulses zur Fixierung der Zählwerkanzeigen im Moment einer Belichtung lässt bereits eine für viele Zwecke ausreichend genaue Bestimmung des Abstandes zweier aufeinanderfolgender Luftbilder zu.



   Die Berücksichtigung der Flugbahnkrümmungen in der   Horizontal-und    Vertikalebene führt respektive zur Gleichung 1 und 2 und dieser entsprechend zur   erforder-    lichen Bestimmung der geradlinige Abstand des Punktes B vom Punkt A. Wird der   Bildflug    in den Kardinalrichtungen durchgeführt, so ergibt sich eine wesentliche   Genauigkeitssteigerung    durch Vergleich der Doppler-Geschwindigkeit mit der   InertiaEgeschwindig-    keit. Die zeitliche Integration dieser   Geschwindigkeits-    differenzen liefert den Doppler-Distanzfehler, welcher zur Anzeige gebracht wird. Auf diese Weise wird die geradlinige Distanz des Punktes B vom Punkt A in einer Kardinal-Richtung bestimmt.



   Die Berücksichtigung der Krümmung der Referezisobare mit den hierzu erforderlichen Grössen : statischer Luftdruck, Gesamtluftdruck, Lufttemperatur, Triftwinkel, zurückgelegte   Flugstrecke, geographische    Breite, Erdbeschleundgung und Rotationsgeschwindigkeit der Erde, führt schliesslich zu einer Genauigkeit, die den praktisch vorkommenden Ansprüchen gerecht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung mit einer Luftbildkamera für mit einem Doppler-Radar und/oder Inertial-Navigationssystem ausgerüstete Flugzeuge zum Aufnehmen einer Serie photogrammetrischer Luftbilder längs eines vorgegebenen Kurses, gekennzeichnet durch einen von den Doppler- Radarimpulsen oder den Impulsen des Inertialsystems gesteuerten Impulsgeber zum Erzeugen eines Auslöse- impulses für den Kameraverschluss nach jeweils einer vorbestimmten Anzahl von Geschwindigkeitsimpulsen,
    durch Messvorrichtungen zur Zählung dieser Impulse und zur Ermittlung der für die Bestimmung der Abweichung von der Sollposition aufeinanderfolgender Aufnahmen erforderlichen Daten und durch eine durch die Belichtung gesteuerte Registriereinrichtung zum Fixieren dieser Daten.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Impulsgeber eine rückwärtszählende Zähleinrichtung (A) mit repetierender Vorein- stellung enthält, wobei der Auslöseimpuls bei Null erzeugt wird.
    2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zähleinrichtung (A) zwei Zählwerke (Ai, A2) mit Voreinstellung aufweist, wobei jeweils das eine Zählwenk beim Erreidhen der Nullstellung das andere Zählwerk startet und sich selbst auf die Voreinstellung zurückstellt.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtungen Geschwindigkeitsimpulse zählendes Zählwerk (B) mit Anzeigeorgan umfassen, welches durch den Auslöseimpuls eingeschaltet und durch einen bei Belichtung des Filmes erzeugten Belichtungsimpuls ausgeschaltet und auf Null zurückgestelIt wird.
    4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dal3 das Zählwerk (B) ein binärzählendes Zählwerk ist und sein Anzeigeorgan aus einer Anzahl Lampen (22) besteht.
    5. Einrichtungnach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass im Gehäuse der Luftbildkamera ein lichtelektrischer Wandler (16) angeordnet ist, welcher bei offenem Verschluss den Belichtungsimpuls erzeugt.
    6. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrrichtungen eine erste, die Funktion sin2 > bildende und integdecende Übertrager- einheit (25) mit Anzeigeorgan umfassen,welcherÜber- tragereinheit (25) aus dem Bordrechner (7) des Navigationssystems die den horizontalen Bahnwinkelfehler VTE darstellenden Signale zugaführt sind.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Messvorrichtungen eine zweite, die Funktion sin2p bildende und integrierende Übertrager- einheit (30) mit Anzeigeorgan umfassen, welcher zweiten tJbertrageneirieit (30) aus dem Bondrechnec des Navi- gationssystems die den vertikalen Bahnwinkelfehler OTE darstellenden Signale zugeführt sind.
    8. Einrichtung nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die MessvorrichtungeneineAddierschaltung (39) mitAnzelge- organ umfassen, welche an die Ausgänge der ersten und zweiten Übertragereinheit (25,30) angeschlossen ist.
    9. Einrichtung nach den Unteransprüchen 6,7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite ¯beritcagereinheit (25, 30) und die Addierschaltung (39) Mittel zur Bildung impulsf¯rmiger Ausgangssignale enthalten und ihre Anzeigeorgane von den Ausgangsimpul- sen betätigte elektromagnetische Zählwerke (26,31,40) sind.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet,dassdieMessvorrichtungeneine Integriereinrichtung (33) mit Anzeigeorgan umfassen, welcher. aus dem Bordrechner des Navigationssystems Signale zugeführt sind, die die Differenz zwischen der vom Inertialsystem und vom Doppler-Radar abgeleiteten Geschwindigkeit in Nord-Süd-bzw. Ost-West-Richtung darstellen.
    11. Einrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, d'ass die Integriereinrichtung (33) Mittel zur Bildung impulsförmiger Ausgangssignale enthält und ihr Anzeigeorgam ein von den Ausgangsimpulsen betätigtes in einem Längenmass geeichtes Zählwerk (34) ist.
    12. Einrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeorgane m einem Paneel (3) angeordnet sind und dem Paneel (3) eine Registrierkamera (4) zugeordnet ist, deren Verschluss durch die Belichtungsimpulse gesteuert ist.
    13. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gegennzeichnet, dass die Messvorrichtungen Mittel um fassen,welchefortlaufenddieGeschwindigbeitsimputse registrieren und diesen bei Belichtung des Filmes er zeugte Belichtungsimpulse zuondnen.
    14. Einrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet,dass die Mittel zum fortlaufenden Registrieren der Gesdhwindigkeits-und Belichtungs- impulse ein Magnetbandgerät umfassen.
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