CH449442A - Waschanlage für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Waschanlage für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Waschanlage für Kraftfahrzeuge Gegenstand der Erfindung ist eine Waschanlage für Kraftfahrzeuge, die mit Düsenrohren zum Versprühen von Wasser und Reinigungsflüssigkeit sowie mit ver tikal und horizontal angeordneten Walzenbürsten und einer mit Heissluftgebläsen versehenen Trockenkammer sowie mit einem das Fahrzeug durch die Anlage bewe genden Fördermittel ausgestattet ist.
Bei den bekannten Waschanlagen dieser Gattung wird das Kraftfahrzeug mit Hilfe eines Fördermittels durch die gesamte Anlage gezogen, d. h. das schmutzige Fahrzeug wird auf der einen Seite in die Anlage einge führt, wird in der Anlage den verschiedenen Wasch- und Reinigungsprozessen unterworfen und verlässt die An lage auf der anderen Seite in gereinigtem Zustand. Der artige Waschanlagen sind verhältnismässig lang und können aus diesem Grunde nicht überall aufgestellt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Auf gabe zugrunde, eine Waschanlage für Kraftfahrzeuge zu schaffen, die jedoch eine wesentlich verkürzte Baulänge hat. Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird der Vor schlag gemacht, das Fördermittel in seiner Bewegungs richtung umsteuerbar zu gestalten, um das in die Anlage gezogene Fahrzeug in umgekehrter Richtung wieder aus der Anlage herauszuschieben, ferner die Trockenkam mer am Eingang der Anlage anzuordnen und dieser die übrigen Einrichtungen in der Reihenfolge - Düsen rohre zum Versprühen von Wasser,
Walzenbürsten und Düsenrohre zum Versprühen von Reinigungsflüssig keit - anzuschliessen.
Die Reinigung des Fahrzeuges erfolgt somit im Hin- und Hergang, wodurch die Baulänge der Anlage we sentlich verringert werden kann.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau der Anlage. Fig. 2 die Eingangsseite der Anlage, Fig. 3 den heb- und senkbaren Heissluftdüsenkasten in der Seitenansicht, Fig. 4 die Halterung einer der vertikalen Walzen bürsten in der Draufsicht, Fig. 5 die zugehörige Seitenansicht, Fig. 6 die Halterung der horizontalen Walzenbürste in der Seitenansicht, Fig. 7 das Fördermittel in der Draufsicht,
Fig. 8 einen der Auffahrschuhe in der Seitenansicht und Fig. 9 einen Vertikalschnitt durch das Fördermittel. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, ist am Eingang der Anlage eine Trockenkammer 1 mit zwei Heissluftge bläsen 2 und 3 angeordnet, die den Eingang 4 der Anlage tunnelförmig umgibt. An den Innenwänden der Trockenkammer, die der Wagengrundform angepasst sind, sind zwei vertikale Schlitzdüsen 5 und 6 und zwei schräge Schlitzdüsen 7 und 8 vorgesehen. Oben befindet sich ein Heissluftdüsenkasten 9, der über einen bieg samen Schlauch 10 an die Trockenkammer 1 ange schlossen ist.
Der Heissluftdüsenkasten ist gemäss Fig. 3 mit Hilfe je einer Parallelogramm-Aufhängung 11 und 12 heb- und senkbar und steht unter der Wirkung eines ausgleichenden Gegengewichts 13. Ausserdem sind zwei bogenförmige Abweisbleche 14 und 15 vorgesehen, zwi schen denen Rollen 16 gelagert sind. Eine nicht dar gestellte Pressluftsteuerung sorgt dafür, dass der Heiss luftdüsenkasten bei der Einfahrt des Fahrzeuges ange hoben und bei der Ausfahrt abgesenkt wird, wodurch die Rollen 16 auf dem Fahrzeug zur Auflage kommen und auf diesem abrollen.
Hinter der Trockenkammer 1 befindet sich ein Dü-- senrohrbogen 17 zum Versprühen von Wasser und ein Düsenrohrbogen 18 zum Versprühen einer Reinigungs flüssigkeit. Zwischen beiden sind zwei vertikale Walzen bürsten 19 und eine horizontale Walzenbürste 20 an geordnet, wobei sich die vertikalen Walzenbürsten, ent sprechend der Wagengrundform, oben konisch verbrei tern.
Am bzw. im Boden der Anlage ist das Fördermittel, z. B. eine endlose Kette 21, verlegt, an der die Auf fahrschuhe 22 und 23 für die Fahrzeugräder befestigt sind.
Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, ist jede der vertikalen Walzenbürsten 19 mit ihrem Antriebsmotor 24 an einem Segment 25 angeordnet, das um einen Dreh zapfen 26 verschwenkbar ist. An dem Segment greifen zwei Seile 27 und 28 an, die über Umlenkrollen 29, 30, 31 und 32 nach unten geführt sind und an den Enden je ein Anschlaggewicht 33 bzw. 34 tragen. Zwischen beiden Seilen befindet sich ein Gegengewicht 35, das mittels Ösen 36 bzw. 37 an den Seilen 27 und 28 auf gehängt ist. Es genügt somit ein Gegengewicht, um das Segment bei einem Anschlag nach rechts oder links in die ursprüngliche Lage zurückzuführen.
Die vertikale Walzenbürste 20 kann gemäss Fig. 6 ebenfalls verschwenkt werden und ist zu diesem Zweck beidseitig an je einem Hebelarm 38 gelagert. Beide Hebelarme sind miteinander verbunden und tragen ein Gegengewicht 39, das so dimensioniert ist, dass die Walzenbürste 20 ohne äussere Beeinflussung nach unten schwenkt. Einer bzw. beide Hebelarme stehen mit einem oder zwei Ventilen 40 in Verbindung, welche die Zu fuhr von Wasser bzw. Reinigungsflüssigkeit zu den Dü- senrohrbogen 17 und 18 beim Absenken der Walzen bürste 20 unterbrechen.
Gemäss den Fig. 7 bis 9 ist jeder Auffahrschuh 22 bzw. 23 verschiebbar an einem Schienenpaar 41 bzw. 42 angebracht und stützt sich über Rollen 43 bzw. 44 auf dem Boden 45 ab, wobei die Schienenpaare an der Kette 21 befestigt sind. Das untere Trum 21' der Kette läuft in einer U-Schiene 46, die im Boden 45 verlegt ist. Im Bereich der Auffahrschuhe 22 und 23 ist an der Kette 21 ein in die U-Schiene eingreifender Steg 47 befestigt, an dem Stützrollenpaare 48 mit horizontaler Achse und Führungsrollenpaare 49 mit vertikalen Ach sen angeordnet sind.
Die Auffahrschuhe 22 und 23 weisen nach Fig. 8 eine Mulde 50 zur Aufnahme des Fahrzeugrades auf, an die sich auf der einen Seite eine ansteigende Fläche 51 und auf der anderen Seite eine absteigende Fläche 52 anschliesst. Ausserdem ist eine vertikale Anschlag leiste 53 für das Fahrzeugrad vorgesehen.
Die Anlage arbeitet wie folgt: Zunächst wird das Fahrzeug mit den Vorderrädern auf die Auffahrschuhe 22 und 23 gefahren und der Antrieb eingeschaltet, worauf die Kette 21 das Fahrzeug durch die Anlage zieht. Hierbei wird es zunächst in dem Düsenrohr bogen 17 mit Wasser besprüht und wandert dann an den rotierenden Walzenbürsten 19 und 20 vorbei. An schliessend wird der Antrieb umgeschaltet, so dass das Fahrzeug in umgekehrter Richtung durch die Anlage läuft. Es wird hierbei in dem Düsenrohrbogen 18 mit einer Reinigungsflüssigkeit besprüht, durch die rotieren den Bürsten 19 und 20 zum zweitenmal gewaschen, im Düsenrohrbogen 17 mit Frischwasser abgespült und dann in der Trockenkammer 1 getrocknet.
Da das Fahrzeug an den Walzenbürsten im Vorwärts- und Rückwärtslauf vorbeibewegt wird, kommen die Bürsten mit allen Teilen der Karosserie in Berührung, so dass auch Ecken, Vorsprünge, Vertiefungen usw. einwand frei gereinigt werden. Bedingt durch den Umstand, dass die wesentlichsten Arbeitsvorgänge bei der Rückwärts bewegung des Fahrzeuges vorgenommen werden, er folgt die Einfahrt schneller als die Rückfahrt.
Vorzugsweise werden alle Arbeitsvorgänge von einem an der Eingangsseite der Anlage vorgesehenen Schalt brett 54 aus vollautomatisch gesteuert. Um die Konzen tration der Reinigungsflüssigkeit dem Verschmutzungs grad des Fahrzeuges anpassen zu können, ist es zweck mässig, zwischen dem Reinigungsmittel-Behälter und der zu dem Düsenrohrbogen 18 führenden Wasserleitung ein Regulierventil anzuordnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Waschanlage für Kraftfahrzeuge mit Düsenrohren zum Versprühen von Wasser und Reinigungsflüssigkeit, vertikal und horizontal angeordneten Walzenbürsten, einer mit Heissluftgebläsen versehenen Trockenkammer sowie einem das Fahrzeug durch die Anlage bewegenden Fördermittel, dadurch gekennzeichnet, dass das Förder- mittel (21) in seiner Bewegungsrichtung umsteuerbar ist, um das in die Anlage gezogene Fahrzeug in umgekehr ter Richtung wieder aus der Anlage herauszuschieben, wobei die Trockenkammer (1) am Eingang der Anlage vorgesehen ist und sich an diese die übrigen Einrichtun gen in der Reihenfolge - Düsenrohre (17) zum Ver sprühen von Wasser,Walzenbürsten (19, 20) und Dü senrohre (18) zum Versprühen von Reinigungsflüssig keit - anschliessen. UNTERANSPRÜCHE 1. Waschanlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Trockenkammer (1) den Eingang (4) der Anlage tunnelförmig umgibt, an den Innen wänden mit vertikal und schräg angeordneten Schlitz düsen (5, 6, 7, 8) versehen ist und oben einen heb- und senkbaren Heissluftdüsenkasten (9) aufweist, der sich über Rollen (16) auf dem Fahrzeug abstützt. 2.Waschanlage nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Heissluftdüsenkasten (9) über eine Pressluftsteuerung anhebbar ist. 3. Waschanlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die vertikal angeordneten Walzen bürsten (19) oben konisch verbreitert sind. 4.Waschanlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die vertikalen Walzenbürsten (19) an je einem schwenkbar befestigten Segment (25) gela gert sind, das über Seile (27, 28) mit einem in beiden Schwenkrichtungen wirkenden Gegengewicht (35) ver bunden ist, wobei das Gegengewicht (35) an den Seilen (27, 28) mittels äsen (36, 37) geführt ist und die Seile an den Enden Anschlaggewichte (33, 34) tragen. 5.Waschanlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die horizontale Walzenbürste (20) an schwenkbaren, unter der Wirkung eines Gegengewichts (39) stehenden Hebelarmen (38) gelagert ist, die ein oder mehrere Ventile (40) der Wasser- und; oder Reinigungs- flüssigkeits-Leitungen steuern. 6. Waschanlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Fördermittel eine endlose Kette (21, 21') dient, an der über Schienen (41, 42) Auf fahrschuhe (22, 23) befestigt sind, die sich über Rollen (43, 44) am Boden (45) abstützen.7. Waschanlage nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Auffahrschuhe eine Anschlag leiste (53) sowie eine Mulde (50) aufweisen, an die sich auf der einen Seite eine ansteigende Fläche (51) und auf der anderen Seite eine absteigende Fläche (52) an schliesst. B. Waschanlage nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das untere Trum (21) der Kette in einer U-Schiene (46) verlegt ist und an der Kette (21) im Bereich der Auffahrschuhe (22, 23) ein in die U-Schiene eingreifender Steg (47) befestigt ist, an dem Stützrollenpaare (48) und Führungsrollenpaare (49) an geordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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| AT267350B (de) | 1968-12-27 |
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