CH449531A - Einrichtung zum Behandeln von Flüssigkeiten, insbesondere zum Belüften von Abwasser - Google Patents

Einrichtung zum Behandeln von Flüssigkeiten, insbesondere zum Belüften von Abwasser

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CH449531A CH1293864A CH1293864A CH449531A CH 449531 A CH449531 A CH 449531A CH 1293864 A CH1293864 A CH 1293864A CH 1293864 A CH1293864 A CH 1293864A CH 449531 A CH449531 A CH 449531A
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Description


  Einrichtung zum Behandeln von Flüssigkeiten, insbesondere zum Belüften von Abwasser    Um bei Wasser Zustandsänderungen durch Belüftung,       Begasung,    Abkühlung oder Verteilung auf grosse Ober  flächen herbeizuführen, ist es bekannt, Teile des Wassers  entweder aus dem Wasserspiegel herauszuheben und  zur Vermehrung der Oberfläche in möglichst dünne  Schichten oder Tropfen zu zerteilen oder das Wasser  durch Verspritzen, durch Aufreissen der Oberfläche,  durch Einschlagen von Belüftungsstäben in das Wasser  oder durch horizontale Einwirkung auf herabfallendes  Wasser oder durch sonstige mechanische Einwirkung in  feine oder feinste Tropfen aufzulösen. Es ist auch be  kannt, Luft oder Gas in Wasser einzupressen, wobei das  Wasser an der Oberfläche der aufsteigenden Luft oder  Gasblasen mit der Luft oder dem Gas in Berührung  kommt.

    



  Um Wasser, insbesondere Abwasser, biologisch zu  reinigen, kann es über     stückiges    bzw. poröses Füllgut  geleitet und dabei belüftet werden. Durch die Vertei  lung des Wassers auf die grosse, luftbesetzte Oberflä  che des Füllgutes bildet sich ein biologischer Überzug  von Mikroorganismen, die die gelösten Stoffe des Ab  wassers als Nahrung aufnehmen und sie in wasserunlös  lichen Schlamm umwandelt. Das Füllgut kann aber auch  in das Wasser eingetaucht und wieder herausgehoben  werden. Es verbleibt dann jeweils eine bestimmte Was  sermenge als Haftwasser auf der Oberfläche des Füll  gutes, so dass auch hierbei die erstrebten physikalischen,  chemischen und biologischen Wirkungen eintreten.  



  Zum Belüften von Wasser,     z.B.    von Abwasser, in  dieser Weise ist es bekannt, das Füllgut in einer dreh  baren Trommel in loser     Schüttung    derart anzuordnen,  dass es bei der Drehung der Trommel in das in diese  eingebrachte Abwasser eintaucht, bei weiterer Drehung  durch das Wasser     hindurchbewegt    wird und dann wie  der auftaucht, worauf das Füllgut mit den an ihm haften  den Wasserteilen durch den über dem Wasser befindli  chen Belüftungsraum der Trommel bewegt und belüftet  wird.  



  Es sind auch Mischvorrichtungen in Form von Füll  körpern enthaltenden Trommeln bekannt. Bei einer be  kannten Vorrichtung ist die Trommel mit Füllkörpern  in unregelmässiger Lagerung gefüllt, die aus Raschig-    Ringen bestehen können. Bei anderen bekannten Vor  richtungen können die Füllkörper ebenfalls aus     Raschig-          Ringen    bestehen und     z.B.    aus Glas gebildet sein, wobei  die Füllkörper nur in einem Ringraum der Trommel  angeordnet sind und die Trommel nicht ganz ausfüllen.  



  Es ist weiterhin eine drehbare Trommel zur Reini  gung des Wassers durch metallisches Eisen und     Press-          luft    bekannt, bei welcher die Pressluft so zugeleitet wird,  dass dieselbe ehe sie durch das Abzugsrohr austreten  kann, durch das Wasser und das Eisenmaterial zerteilt       hindurchströmen    muss, während das gereinigte Wasser  durch einen mit gelochter Decke versehenen Kasten Ab  zug findet, der nur mit dem Hohlzapfen am Auslassen  de des Apparates kommuniziert. Diese bekannte Trom  mel hat zwar schaufelartige Stege aber keine schöpfen  den Füllkörper.  



  Schliesslich ist eine mit Füllkörpern arbeitende  Mischvorrichtung bekannt, bei der der Trommelraum  durch ein oder mehrere konzentrisch     ineinandergesteckte,     parallel oder leicht konisch zur Trommelachse angeord  nete Rohre in mehrere äussere, einander umschliessende  Längskammern von ringförmigem Querschnitt und eine  innere Längskammer von kreisförmigem Querschnitt un  terteilt ist und die Längskammern derart mit Füllkör  pern angefüllt sind, dass die Flüssigkeit und ein Gas  im Gleich- oder Gegenstrom im     Zickzackweg    die in der  Drehtrommel ausgebildeten Kammern durchstreichen.  



  Zum Schöpfen von Flüssigkeit brauchbare Füllkörper  sind bei dieser Vorrichtung nur in Verbindung mit den  vorher angeführten Merkmalen bekannt geworden und       darüberhinaus    nur bei einer Vorrichtung, die zur Ver  teilung von Gasen in Flüssigkeit dient.  



  Demgegenüber betrifft die Erfindung eine Einrich  tung zum Behandeln von Flüssigkeiten, insbesondere  zum Belüften von Abwasser, wobei die Flüssigkeit durch  eine sich drehende Trommel geleitet wird und die Trom  mel einen nur ihren unteren Teil einnehmenden Flüssig  keitsdurchlaufraum und über diesem einen Behandlungs  raum mit Füllkörpern enthält.  



  Durch die vorliegende Erfindung soll ein verein  fachtes und wirksames Behandeln wie     Be-    und Entgasen  sowie Kühlen von Flüssigkeiten, insbesondere Belüften      von Abwasser, ermöglicht und die Leistungsfähigkeit  der Einrichtung bei zugleich vereinfachter Ausbildung  verbessert werden.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung kennzeichnet sich  dadurch, dass die Trommel zur weitgehenden     Verriese-          lung    der Flüssigkeit mit unter sich oder auch mit Füll  körpern anderer Art in unmittelbarer Berührung befind  lichen hohlzylindrischen Schöpfkörpern gefüllt ist, die  an beiden Enden offen sind sowie     mittig    oder     aussermit-          tig    einen Querboden aufweisen und in der Trommel mit  gegenseitiger Verspannung so gehalten sind, dass sie       beim    Drehen der Trommel gegenüber dieser unbeweg  lich sind.  



  Eine in dieser Weise ausgebildete Einrichtung bie  tet den Vorteil, dass die als Schöpfgefäss ausgebildeten  Hohlkörper sich beim Drehen der Trommel aus dem in  dem unteren Teil der Trommel befindlichen Wasser her  ausheben und dabei ständig Teile des Wassers oder auch       Wasser-Luftgemisch    in den Belüftungsraum der Trom  mel mitnehmen und dort in einfacher Weise und ohne  zusätzliche Einbauten wirksam     verrieseln    können. Je  nach ihrer Lage werden die Hohlkörper erst nach einer  bestimmten Drehbewegung der Trommel entleert.     Z.B.     kann aus solchen Schöpfgefässen, deren Querboden beim  Austritt aus dem Wasser etwa waagerecht liegt, das  Wasser erst nach einer Viertelumdrehung der Trommel  ganz ausfliessen.

   Auf diese Weise werden die     Schöpfge-          fässe    in den verschiedensten Höhen bis einschliesslich  ihrer höchsten Lage in der Trommel entleert, wobei das       entleerte    Wasser zum Teil wieder von tiefer liegenden  Schöpfgefässen aufgefangen und nochmals in dem Be  lüftungsbereich bewegt und zum Ausfliessen gebracht  wird. Es wird somit eine ausserordentlich weitgehende       Verrieselung    des Wassers erreicht.  



  Vorzugsweise kann die Trommel durch einen An  triebsmotor oder durch einseitige Zuleitung der Flüssig  keit oberhalb der Trommelachse oder durch einseitiges  Anblasen von Gas oder Luft unterhalb der Drehachse  und des Flüssigkeitsspiegels oder durch zwei oder alle  drei der genannten Möglichkeiten in Drehung versetzt wer  den. Beim einseitigen Zuleiten der Flüssigkeit wird bei  spielsweise eine Trommel mit perforiertem Mantel und/  oder perforierten Stirnseiten verwendet, auf welche die  Flüssigkeit zweckmässig in der Nähe des Aufgabe- oder  Beschickungsendes einseitig,     d.h.    aussermittig aus einem  Zuleitungsrohr oder dergleichen strömt und so die Trom  mel in Drehung versetzt.

   Das Anblasen von Gas oder  Luft kann in ähnlicher Weise erfolgen, indem das Gas  oder die Luft ebenfalls aussermittig, also einseitig an  die Stirnseite oder auf den Mantel der Trommel gebla  sen wird, wodurch die Trommel sich dreht. Bei Ver  wendung einer nicht perforierten Trommel wird man die  Trommel mit einem Antriebsmotor in Drehung verset  zen.  



  Ausser den als Schöpfgefässe ausgebildeten zylindri  schen Hohlkörpern können zusätzlich Füllkörper ande  rer Art in der Trommel angeordnet sein, welche aus  Hohlkörpern bestehen, die die gleiche Form und Grösse  wie die als Schöpfgefässe ausgebildeten Hohlkörper ha  ben, die aber keinen Querboden aufweisen.  



  Weiterhin können die Füllkörper den Hohlraum der  Trommel voll ausfüllen.  



  Die eine Stirnwand der Belüftungstrommel kann in  Achsrichtung der Trommel verstellbar sein und als     Press-          glied    zur gegenseitigen Verspannung der     Füllgutstücke     dienen.    Zur Vereinfachung der Lagerung der Trommel kann  diese einschliesslich Füllkörper und abzüglich des Auf  triebes der mit Luft gefüllten Hohlkörper unterhalb des  Flüssigkeitsspiegels ein derartiges Gewicht aufweisen,  dass die Trommel schwimmend oder annähernd schwim  mend drehbar gelagert ist.  



  Die Belüftungstrommel kann als reiner Belüftungs  körper und Schlammentwickler für eine     Belebtschlamm-          anlage    verwendet werden. Im letzteren Falle wird ein  ständiger Kreislauf von     Belebtschlamm-Abwassergemisch     geschaffen, das dem zu reinigenden Abwasser zugesetzt  und dann gereinigt wird. Das Gemisch von Belebt  schlamm und dem zu reinigenden Abwasser wird inner  halb der Belüftungstrommel belüftet, dabei Schlamm er  zeugt und in Bewegung gehalten.

   Nach Verlassen der  Belüftungstrommel wird dieses     Schlamm-Abwasserge-          misch    in ein Kontaktbecken abgeleitet, wo es zum     gröss-          ten    Teil eine bestimmte Zeit in Schwebe gehalten ver  weilt und dann aus dem Tiefpunkt des Kontaktbeckens  abgeleitet und erneut durch die Belüftungstrommel be  lüftet und dem Kontaktbecken wieder zugeleitet wird.  Das Kontaktbecken kann dann vorteilhaft in kombinier  ter Ausführung mit einem     Kontakt-Nachklärbecken    zur  Ausführung gelangen.  



  Es kann auch zweckmässig sein, mehrere Trommeln  hintereinander- oder parallelgeschaltet vorzusehen.  Nachstehend ist die Erfindung an Hand der in der  Zeichnung als Beispiel dargestellten Ausführungsform  näher erläutert.  



  Es zeigt:       Fig.    1 eine Trommel im Längsschnitt;       Fig.2    einen Querschnitt nach der Linie     A-B    der       Fig.    1;       Fig.3    im Vertikalschnitt, in der Draufsicht und in  Seitenansicht einen zur Bildung von Füllgut an sich be  kannten zylindrischen Hohlkörper,       Fig.4    einen als Schöpfgefäss ausgebildeten zylindri  schen Hohlkörper nach der Erfindung in vertikaler La  ge, ebenfalls im Vertikalschnitt, in der Draufsicht und  in Seitenansicht,

         Fig.    5 eine schwimmend gelagerte Trommel in sche  matischer Darstellung im Längsschnitt mit nachgeschal  tetem     Kontakt-Nachklärbecken    und       Fig.    6 eine schwimmend gelagerte Trommel im Quer  schnitt.  



  Die in     Fig.    1 und 2 als Beispiel in schematischer Dar  stellung wiedergegebene Einrichtung kann zum Behan  deln von Flüssigkeiten,     z.B.    zum Belüften und Reinigen  von Abwasser, und zur Kühlung und Entgasung von  Wasser und anderen Flüssigkeiten Verwendung finden.  Die Belüftungstrommel 1 kann in beliebiger Weise aus  gebildet und angeordnet sein. Bei der dargestellten Aus  führungsform sind an dem Trommelmantel nach der  Trommellängsachse zu gerichtete schraubenlinienförmig  verlaufende Leitflächen 2 fest angebracht, und die Be  lüftungstrommel 1 ist in Richtung des     Durchtrittes    des  zu behandelnden Wassers in schwacher Aufwärtsneigung  angeordnet.

   Die Stirnenden der Trommel sind durch  mit     Luftdurchlassöffnungen    versehene Wände,     z.B.    Sieb  wände, begrenzt. Der Wasserzulauf ist bei 6 und der  Wasserablauf bei 7 angeordnet. Die Belüftungstrommel  1 ist bei 3 und 4 drehbar gelagert und wird zum Betrieb  der Einrichtung in beliebiger Weise in Drehbewegung  versetzt, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit  Hilfe eines Antriebsmotors 15. Die Trommel könnte je  doch auch mit anderer Neigung oder wie in     Fig.    5 waage  recht angeordnet und in anderer Weise ausgebildet sein.      Insbesondere könnte sie auch ohne die Leitflächen 2  ausgebildet sein.  



  Wie aus     Fig.    1 und 2 ersichtlich ist, füllt das zu be  handelnde Wasser die Trommel 1 nur bis zu einer ge  ringen Höhe an. Im übrigen ist aber die Trommel bei  dem dargestellten Beispiel völlig mit Füllgut ausgefüllt,  das so in der Trommel angeordnet ist, dass die das Füll  gut bildenden     Füllgutstücke    mit gegenseitiger Verspan  nung beim Drehen der Trommel unbeweglich festgehalten  sind.

   Diese     Füllgutstücke    bestehen aus den in     Fig.    4 dar  gestellten zylindrischen     Hohlkörpern    13, die etwa auf  halber Höhe mit einem Querboden 8 versehen sind und  Schöpfgefässe bilden, wenn sie durch die Drehung der  Trommel 1 durch das Wasser     hindurchbewegt    werden  und mit ihrem Schöpf- oder Füllraum nach oben zeigend  aus dem Wasser auftauchen. Durch die Anordnung des  Querbodens 8 etwa in der Mitte des Hohlkörpers sind  in ihm zwei Schöpf- bzw. Füllräume 9 und 10 gebildet.  Das Füllgut der Trommel kann in seiner Gesamtheit aus  den Schöpfgefässen 13 bestehen, die unregelmässig in  die Trommel eingefüllt sind, aber durch gegenseitige  Verspannung in ihrer Lage relativ zur Trommel festge  halten werden.

   Zu diesem Zweck kann     z.B.    die eine  Stirnwand der Trommel in nicht dargestellter Weise  axial verstellbar angeordnet und als Pressglied ausgebil  det sein, bei dessen Anziehen,     z.B.    durch Schrauben, die  gegenseitige     Verspannungslage    der     Füllgutstücke    hervor  gerufen wird.  



  Die als Schöpfgefässe ausgebildeten     Füllgutstücke    13  können aber auch zusammen mit     Füllgutstücken    14 an  derer Art in die Trommel in gewünschter Verteilung und  unbeweglich eingelagert sein. Vorzugsweise sind die Füll  gutstücke 14 ebenfalls als     zylindrische    Hohlkörper aus  gebildet, die aber keinen Querboden aufweisen. Derar  tige     Füllgutstücke    sind an sich bekannt und können  durch sogenannte     Raschigringe    gebildet sein.     Zweck-          mässig    haben die     Füllgutstücke    14 die gleiche Grösse  wie die als Schöpfgefässe ausgebildeten     Füllgutstücke    13.  



  Zur Erläuterung des Vorganges der Berieselung, der  durch die einzelnen zylindrischen Schöpfgefässe 13 er  reicht wird, sind in     Fig.    2 in jedem Viertel des Trommel  querschnittes zwei dieser Schöpfgefässe 13 als Beispiele  für ebensolche Schöpfgefässe dargestellt, die in dem  Trommelviertel die gleiche Lage zur Trommel einneh  men. Betrachtet man das in     Fig.    2 links in der Stellung  11 in das Wasser 5 eingetauchte Schöpfgefäss, so erkennt  man, dass sein Schöpfraum 9 mit Wasser gefüllt ist und  bei der Drehung der Trommel auch in gefülltem Zu  stand aus dem Wasser auftaucht. Nach einer     %    Um  drehung der Trommel im Uhrzeigersinn entsprechend  dem Pfeil 16 hat es sich jedoch mit der Trommel um 90   gedreht, so dass es die Stellung 11' einnimmt.

   Nach einer  weiteren     1/    Umdrehung gelangt es in die Stellung 11"  und nimmt nach einer weiteren     1/    Umdrehung der Trom  mel die Stellung 11"' ein. Im Laufe der ersten Viertel  umdrehung der Trommel, also auf dem Wege zwischen  11 bis 11' wird dabei das in dem Schöpfraum 9 dieses  Schöpfgefässes in den Belüftungsraum der Trommel mit  genommene Wasser entsprechend der Lageveränderung  des Schöpfgefässes ausgegossen. Bei einer weiteren Vier  telumdrehung von 11' bis 11" gelangt dann der ursprüng  lich unten befindliche Raum 10 des Schöpfgefässes nach  oben und wird dabei mit     Rieselwasser    gefüllt, das von  anderen Schöpfgefässen entleert wird.

   Bei einer weiteren  Vierteldrehung entleert sich dieser Teil des Hohlkörpers  wieder, worauf dieser auf dem letzten Viertel seiner Be  wegung bis zur vollen Umdrehung wieder mit dem Raum    9 oben in das Wasser eintaucht und sich mit Wasser  füllt.  



  Ein zweiter, als Schöpfgefäss gemäss     Fig.    4 ausge  bildeter Hohlkörper 13 befindet sich beispielsweise bei  12 im eingetauchten Zustand mit seinem Querboden 8  in senkrechter Lage. Ein solches Schöpfgefäss füllt sich  während der ersten Viertelumdrehung teilweise, um wäh  rend des zweiten Viertels der Umdrehung wieder entleert  zu werden. Bei der weiteren Drehung wird es jedoch  durch     Rieselwasser    aus oder von anderen     Füllgutstücken     wieder aufgefüllt, worauf es während der letzten Viertel  umdrehung wieder entleert wird.

   Da die Schöpfgefässe  13, sei es für sich allein oder zusammen mit anderen  zylindrischen Hohlkörpern unregelmässig geschüttet sind,  werden sich immer in geringem Abstand unterhalb eines  solchen Schöpfgefässes andere Schöpfgefässe 13 entspre  chend der Stellung 11 zu 12 befinden, die das ausge  schüttete Wasser auffangen und es nicht mit einem Mal  durch das ganze Füllgut bis zu dem Wasser am Boden der  Trommel zurückfliessen lassen. Auf diese Weise wird  erreicht, dass das     Rieselwasser    ständig in den Luftraum  gehoben und umgeschüttet wird, ohne dass hierzu ein  grosser Energieaufwand notwendig ist, weil sich die auf  gefüllten Schöpfgefässe auf der linken und auf der rech  ten Seite der Drehachse etwa im Gewicht ausgleichen.

    Nur ein geringer Teil des Wassers muss unter zusätzli  chem Kraftaufwand gehoben werden, um in tiefer lie  gende Schöpfgefässe entleert zu werden.  



  Eine gegenüber     Fig.    1 unterschiedliche Lagerung der  Trommel 1 zeigt     Fig.    5. Hier weist die Trommel     ein-          schliesslich    Füllgut und abzüglich des Auftriebes der  mit Luft gefüllten Hohlkörper unterhalb des Flüssigkeits  spiegels ein derartiges Gewicht auf, dass sie schwimmend  im Abwasser 17 des Beckens 18 gelagert ist. Der Zulauf  erfolgt über die Leitung 19 und der Ablauf über die  Leitung 20.

   Damit die Trommel 1 sich dreht, ist die Lei  tung 19 so angeordnet, dass das zulaufende mechanisch  gereinigte Abwasser im rechten oberen     Querschnittsvier-          tel    - etwa an der in     Fig.    2 mit 21 bezeichneten Stelle  - auf den mit Perforationen für den     Wasserdurchtritt     versehenen Trommelmantel auftrifft und in die Trommel  eindringt.  



  Wie die     Fig.    5 weiterhin zeigt, wird der Trommel  ablauf durch die Leitung 20 einem     Kontakt-Nachklär-          becken    21 zugeleitet. Der grösste Teil des     Schlamm-Was-          sergemisches    wird aus dem Tiefpunkt des     Kontakt-Nach-          klärbeckens    21 über die Leitung 22 wieder der Trom  mel 1 zugeführt und nur ein Teil des biologisch gereinig  ten Abwassers, das sich im oberen Teil des     Kontakt-          Nachklärbeckens    befindet, wird entschlammt und gerei  nigt und durch die Leitung 23 zu einem     Vorfluter    abge  leitet.

   Die in     Fig.    5 dargestellte Trommel ist in der glei  chen Weise, wie im Zusammenhang mit den     Fig.    1 bis 4  beschrieben, mit     Füllgutstücken    13 bzw. 14 gefüllt, was  auch für die nachstehend beschriebene Ausführungsform  nach     Fig.    6 gilt.  



  In     Fig.    6 ist eine Anordnung der schwimmend gela  gerten Trommel 1 in einem Belüftungstrog 18 im Quer  schnitt dargestellt. Die sich drehende Trommel 1 be  sitzt einen perforierten Mantel und ist auf der Aussen  seite des Mantels mit einer schraubenlinienförmig ver  laufenden Leitfläche 2 aus Gummi oder dergleichen ver  sehen. Die Leitfläche 2 schleift auf der Sohle des Tro  ges 18 und fördert auf diese Weise das Wasser vom  Zulauf des Troges in Längsrichtung desselben bis zu  dem auf der anderen Seite des Troges vorgesehenen Ab  lauf.

   Während des Durchganges des Wassers, der bei      grösserer Steigung der schraubenlinienförmigen     Leitflä-          che    2 schnell, bei geringerer Steigung langsamer vor sich  geht, wird das Abwasser mehrere Male aus der Flüssig  keit 17 herausgehoben, belüftet und wieder eingebracht.  



  Die Zuleitung des zu belüftenden Wassers erfolgt auf  einer Seite des Troges in Richtung der Längsachse und  die Ableitung auf der anderen Seite, ebenfalls in Rich  tung der Längsachse des Troges.  



  Die beschriebenen Ausführungsformen stellen nur  Beispiele dar, die in mancherlei Hinsicht Änderungen  erfahren können. So kann unter anderem die Belüftungs  trommel an der Einlauf- und an der Ablaufseite     Fang-          bzw.    Auslaufeinrichtungen aufweisen, die es ermöglichen,  den Zulauf bzw. auch verdünnten Zulauf unmittelbar  in die Belüftungstrommel einzuleiten. Das zurückgenom  mene     Schlamm-Wassergemisch    aus dem     Kontakt-Nach-          klärbecken    21 muss dann in die     Zulaufleitung    19 gelei  tet werden und sich mit dem mechanisch gereinigten Ab  wasser vermischen.

   Auf der Ablaufseite der Belüftungs  trommel wird dann eine Ablaufeinrichtung vorgesehen,  die es gestattet, einen Teil des     Abwasser-Schlammgemi-          sches    in einem Trichter aufzufangen, dessen Fortsetzung  die Leitung 20 ist, die zum     Kontakt-Nachklärbecken     führt und einen kleinen anderen Teil als     überschuss-          schlamm    der mechanischen     Vorreinigung    zuzuführen.  Auf diese Weise erübrigt sich der Belüftungstrog 18,  und die gesamte Belüftungstrommel 1 kann aussen     trok-          ken    ohne besonderen Unterbau und mit weniger Ge  ruchsbelästigung betrieben werden.  



  Es ist auch möglich, vom Trommelende Rohrleitun  gen entweder innerhalb oder ausserhalb der Trommel  zum Trommelanfang zu führen, so dass ein bestimmter  Teil des bereits durch die Trommel bewegten Abwas  sers wieder zum Trommelanfang zurückfliesst.  



  Durch die Anwendung der als Schöpfgefässe ausge  bildeten     Füllgutstücke    gemäss der Erfindung wird er  reicht, dass sich das Füllgut gewissermassen selbsttätig  mit geringem     Kraftbedarf    in weitgehender Verteilung  berieselt, so dass Einrichtungen gemäss der Erfindung  auch bei kurzer Baulänge der Belüftungstrommel sehr  leistungsfähig sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Behandeln von Flüssigkeiten, ins besondere zum Belüften von Abwasser, beider die Flüs sigkeit durch eine sich drehende Trommel geleitet wird und die Trommel einen nur ihren unteren Teil einneh menden Flüssigkeitsdurchlaufraum und über diesem einen Behandlungsraum mit Füllkörpern enthält, dadurch ge kennzeichnet, dass die Trommel (1) zur weitgehenden Verrieselung der Flüssigkeit mit unter sich oder auch mit Füllkörpern (14) anderer Art in unmittelbarer Be rührung befindlichen hohlzylindrischen Schöpfkörpern (13) gefüllt ist, die an beiden Enden offen sind sowie mittig oder aussermittig einen Querboden (8) aufweisen und in der Trommel (1) mit gegenseitiger Verspannung so gehalten sind,
    dass sie beim Drehen der Trommel ge genüber dieser unbeweglich sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, bei der ausser den hohlzylindrischen Schöpfkörpern zusätzlich Füll körper anderer Art in der Trommel beigemischt sind, da durch gekennzeichnet, dass die zusätzlichen Füllkörper (14) aus Hohlkörpern gleicher Form und Grösse wie die als Schöpfkörper (13) ausgebildeten Füllkörper be stehen, aber keinen Querboden aufweisen. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllkörper (13, 14) den Hohlraum der Trommel (1) voll ausfüllen. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die eine Stirnwand der Trommel (1) in Achsrichtung der Trommel verstellbar ist und als Pressglied zur gegenseitigen Verspannung der Füllkör per dient. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeich net, dass die Trommel (1) einschliesslich Füllkörper (13, 14) und abzüglich des Auftriebes der mit Luft gefüllten Hohlkörper unterhalb des Flüssigkeitsspiegels ein der artiges Gewicht aufweist, dass die Trommel schwim mend oder annähernd schwimmend drehbar gelagert ist.
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