CH449713A - Vorrichtung zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern für Vielkanal-Trägerfrequenz-Übertragungssysteme - Google Patents
Vorrichtung zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern für Vielkanal-Trägerfrequenz-ÜbertragungssystemeInfo
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Description
Vorrichtung zur Einstellung von Orthogonal-Entzerrern für Vielkanal-Trägerfrequenz-Übertragungssysteme Das Hauptpatent betrifft ein. Verfahren und eine Vorrichtung zur Einstellung von Ortho"o"onal-Entzer- rern zur Dämpfungs, und Laufzeitentzerrung, insbe sondere von Cosinus-Entzerrern, für Vielkanal-Träger- frequenz-Übertragungssysteme,
bei dem die Gewinnung des Einstellkriteriums durch Übertragung ständig ge sendeter Pilotspannungen erfolgt, deren Frequenzen über den Frequenzbereich .des Übertragungssystems verteilt sind und deren empfangsseitige Pegel ausge wertet und zur Einstellung der Orthogonal-Entzerrer benutzt werden.
Die Einstellung der einzelnen Entzer rerglieder wird dabei automatisch nacheinander mittels, insbesondere rein elektronisch arbeitender Einstellvor richtungen schrittweise durchgeführt.
Im Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes werden die einzelnen Pilotspannungen empfangsseitig jeweils über ein Filter ausgesiebt und einem Kettenschalter, der vorzugsweise eine vollelektronische Einrichtung mit bistabilen Kippschaltungen und Diodentoren ist, zugeführt, der die Pilotspannungen nacheinander von der tiefsten zur höchsten Frequenz und umgekehrt im Rhythmus einer niederfrequenten Wiederholungs- bzw. Taktfrequenz (z.
B. 400 Hz) periodisch auf einen ge meinsamen Hochfrequenzverstärker mit nachgeschalte tem: Gleichrichter schaltet. Die Zeitkonstante der Gleichrichtung ist dabei so gewählt, dass am Ausgang des Gleichrichters die niederfrequente Hüllkurve der getasteten Pilotspannungen, d. h. die Wiederholungs- bzw. Taktfrequenz und deren Oberwellen, erscheint.
Diese Hüllkurve stellt einen zeitlich periodischen Span nungsverlauf dar, der den zu entzerrenden Dämpfungs- verlauf der Übertragungsstrecke nachbildet und dessen Spektralamplituden den Amplituden einer Reihe von Orthogonal-Funktionen, insbesondere einer Cosinus- Reihe, entsprechen.
Diese niederfrequente Spannung wird auf die Eingänge von sechs Bandpassfiltern gege ben, die die ersten sechs; Komponenten des Niederfre- quen.zspektrums aussieben. Die ausgesiebte Niederfre- quenzkomponenten werden zur Einstellung von sechs Entzerrgliedern, die den ersten sechs Harmonischen der Hüllkurve entsprechen, verwendet.
In Vielkanal-Trägerfrequenzsystemen werden nun die ständig gesendeten Pilotspannungen frequenzmässig in Lücken, zwischen den verschiedenen Obergruppen des gesamten Trägerfrequenzbandes untergebracht. Aus verschiedenen Gründen haben diese Lücken und damit auch die gesendeten Pilotfrequenzen keine glei chen Frequenzabstände voneinander.
Um zu erreichen, dass de niederfrequente Hüllkurve der getasteten Pilotspannungen den zu entzerrenden Dämpfungsver- lauf getreu nachbildet, müssen die Durchschaltzeiten, d. h. die Zeitintervalle, in denen die einzelnen Pilotfre- quenzen durch den Kettenschalter auf den gemeinsa men Hochfrequenzverstärker geschaltet werden, ent sprechend verschieden sein.
Dabei ist es erforderlich, dass die Durchschaltzeiten der einzelnen Pilotspannun- gen möglichst unabhängig von Temperaturschwankun gen konstant gehalten werden, damit der erforderliche Aufwand für die Bandpassfilter, die die Komponenten des Niederfrequenzspektrums aussieben, besonders klein gehalten werden können.
Wie im Hauptpatent erwähnt, kann der Ketten schalter aus einer Anzahl monostabiler Multivibratoren aufgebaut werden, die sich in bestimmter Reihenfolge gegenseitig durch differenzierte Impulse anregen, wobei die gegebenenfalls verschiedenen Durchschaltzeiten der einzelnen Pilotspannungen durch: die gegebenenfalls entsprechend verschiedene Dimensionierung der mono stabilen Multivibratoren bestimmt werden.
Da die, die Durchschaltzeiten bestimmenden Widerstände und Kondensatoren der einzelnen Multivibratoren relativ gross und stark streuende Temperaturkoeffizienten be sitzen, ist es schwierig, mit einem solchen Kettenschal ter die gewünschte Konstanz der Durchschaltzeiten über einen grösseren Umgebungstemperaturbereich zu gewährleisten.
Dieser Nachteil lässt sich bei einem Kettenschalter mit bistabilen Kippschaltungen und Diodentoren dadurch vermeiden, dass erfindungsgemäss ein .einzi- ger, temperaturkompensierter astabiler Multivibrator als zentraler Taktgeber dient und einen reversiblen Zähler, der aus einer entsprechenden Anzahl bistabiler Multivibratoren besteht steuert,
und dass die einzelnen bistabilen Multivibratoren des Zählers oder vom Zäh ler gesteuerte Schalttransistoren jeweils nach dem Zeit punkt ihres Ansprechens über entsprechend ausgelegte Spannungsteiler die Entladespannung der zum astabi- len Multivibrator gehörigen Kondensatoren verändern und dadurch die Durchschaltezeiten der zugehörigen Pilotspannungen bestimmen.
Jeder bistabile Multivibrator schaltet dabei in be kannter Weise nach seinem Ansprechen einen elektro nischen Schalter durch, der einen der Pilotfilteraus- gänge mit dem Eingang des gemeinsamen Hochfre- quenzverstäxkers verbindet.
Ein Ausführungsbeispiel des Kettenschalters nach der Erfindung wird im folgenden anhand der Figur er läutert.
Der astabile, symmetrische Multivibrator AM um- fasst zwei gleiche Transistoren TS, und. TS2, zwei glei che Rückkopplungskondensatoren C, zwei gleiche Basisvorwiderstände R und zwei gleiche Kollektorwi- derstände R.
Letztere liegen an der Betriebsspannung UB, während die Widerstände R an der Entladespan- nung U. liegen, die vom reversiblen Zähler aus, ge steuert wird.
Die Periodendauer eines derartigen sym metrischen astabilen Multivibrators ist bekanntlich T = 211C In (1 +UB/Uo). Als reversible Zähler ist ein an sich bekann tes Schieberegister verwendet, das der übersicht- lichkeit halber nur vier bistabile Multivibratoren Bi, B2, B3 und B,, enthält,
die symbolisch als zweigeteilte Rechtecke mit Schrägstrich dargestellt sind. Das Schieberegister wird in bekannter Weise über den einzelnen Multivibratoren zugeordnete Reihen schaltung R'1, 11'2, R'3, R'4 aus Kondensatoren und. Widerständen durch einen Startimpuls an der einen Steuerklemme 1 des Schieberegisters in die Anfangs lage gebracht,
bei der der Multivibrator B1 angeregt ist und die restlichen drei Multivibratoren B2, B3 und B4 sich in Ruhelage befinden.
Ein weiterer bistabiler Mul- tivibrator B., der die Zählrichtung des Schieberegisters bestimmt, wird durch einen über einen Kondensator C, und eine Diode D, von Ausgang A1 des Multivi- brators B, dem einen Eingang ES des Multivibrators B, zugeleiteten Impuls ebenfalls in die Anfangslage gebracht, bei der am einen Ausgang AS des Multivi- brators B,
niedriges und am anderen Ausgang A, hohes Potential herrscht. Dadurch werden die die ein zelnen bistabilen Multivibratoren verbindenden, jeweils eine Diode, einen Widerstand und einen Kondensator umfassenden Diodentore DTI. DT2, DT3, DT4, DTs, DTB so gesteuert,
dass die über einen Kondensator C3 vom astabilen Multivibrator AM an der anderen Steu erklemme 2 des Schieberegisters auftreffenden Impuls den Anregungszustand der Multivibratoren von links nach rechts bis zum letzten Multivibrator B4 verschie ben.
Sobald dieser Multivibrator angeregt ist, wird durch einen über einen Kondensator C2 und eine Diode Dz vom Ausgang A4 des Multivibrators B4 dem anderen Eingang E, des Multivibrators B5 zuge leiteten Impuls der Multivibrator B" in die andere Lage gebracht, bei der am Ausgang AS hohes und am Ausgang AB niedriges Potential herrscht.
Dadurch wer den die Diodentore des Schieberegisters so umge steuert, dass die an der Klemme 2 auftreffenden, vom astabilen Multivibrator AM ausgehenden Impulse den Anregungszustand. der Multivibratoren des Schieberegi sters von rechts nach links zum Multivibrator B, ver schieben.
Sobald dieser Multivibrator angeregt ist, wird durch einen von ihm abgegebenen Impuls über den Kondensator Cl und die Diode Dl der Multivibrator B5 in die Anfangslage gebracht und damit die Zähl richtung wieder umgekehrt. Dieses Spiel wiederholt sich fortwährend, bis die Cosinus-Entzerrer eingestellt sind. Wie bereits erwähnt, bewirken die Multivibrato ren BI bis B4 im angeregten Zustand die Durch.schal- tung nicht dargestellter, zugehöriger elektronischer Schalter, z.
B. Diodentore, welche ihrerseits die ent sprechenden Pilotfilterausgänge mit dem Eingang des gemeinsamen Hochfrequenzverstärkers verbinden. Dadurch ist die Durchschaltung der Pilotspannungen nacheinander von der tiefsten zur höchsten Frequenz und umgekehrt im Rhythmus der niederfrequenten vom astabilen Multivibrator AM bestimmten Wieder holungsfrequenz gewährleistet.
Die Ausgänge Al, A, A3 und A4 der bistabilen Multivibratoren BI, B2, B3 und B4 sind über entspre chend gewählte Widerstände R1, 112, 113 und 114, de nen jeweils eine Sperrdiode D3, D4, D, und D, in Reihe geschaltet ist, mit der Klemme U" verbunden,
wobei zwischen dieser Klemme und der Klemme 0 ein weiterer Widerstand. RS geschaltet ist.
Sobald nun einer der vier bistabilen Multivibrato ren B1, B2, B3, B4 des Schieberegisters angeregt ist, liegt an seinem Ausgang A1 bzw. A2 bzw. A3 bzw.
A4 hohes Potential, das die Sperrdioden D3 bzw. D4 bzw. D, bzw. DB durchlässig schaltet, und die Entla- despannung U, für die nächste Periodendauer des astabilen Multivibrators wird jeweils durch den von diesem Ausgang gespeisten Spannungsteiler 11,/R5 bzw. 112111s bzw. R3/RS bzw. R4/RS bestimmt.
Die Spannungsteilerwiderstände, die an Ausgängen mit nie derem Potential liegen, werden durch die zugehörigen, in diesem Falle hochohmigen Dioden entkoppelt, damit jeder bistabile Multivibrator ganz allein über den ent sprechenden Spannungsteiler seine Durchschaltezeit be stimmt.
Werden die Temperaturkoeffizienten aller Span nungsteiierwiderstände R1, 112, 113, 114 und RS gleich gewählt, so wird ihr Einfluss auf die Periodendauer eli miniert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung nach dem Unteranspruch 8 des Hauptpatentes,RTI ID="0002.0212" WI="13" HE="4" LX="1347" LY="2225"> dadurch gekennzeichnet, dass ein einzi ger, temperaturkompensierter astabiler Multivibrator (AM) als zentraler Taktgeber dient und einen reversi blen Zähler, der aus einer entsprechenden Anzahl bistabiler Multivibratoren (BI, B2, B3, B4) besteht, steuert,und dass die einzelnen bistabilen Multivibrato ren des Zählers oder vom Zähler gesteuerte Schalt transistoren jeweils nach dem Zeitpunkt ihres Anspre- chens über entsprechend ausgelegte Spannungsteiler (RI/Rs, R,/R., R,/R., R./R") die Entladespannung (U,) der zum astabilen Multivibrator gehörigen Kon densatoren (C)verändern und dadurch die Durchschal- tezeiten der zugehörigen Pilotspannungen bestimmen. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Temperaturkoeffizienten aller Span- nungsteilerwiderstände (R1, R2, Rg, R4 und RS) gleich gewählt sind.
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