CH449837A - Vorrichtung zum Verstellen der Laufschaufeln von Axialgebläsen - Google Patents
Vorrichtung zum Verstellen der Laufschaufeln von AxialgebläsenInfo
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Description
Vorrichtung zum Verstellen der Laufschaufeln von Axialgebläsen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ver stellen der Laufschaufeln. von Axialgebläsen.
Durch die Verstellung der Schaufeln soll bei der artigen Gebläsen der Anströmwinkel des Schaufelpro fils auf die jeweilig geforderten Betriebsbedingungen eingestellt werden. Diese Verstellung soll auch während des Laufs möglich sein. Eine solche Verstellung der Laufschaufeln ist ausser bei Axialgebläsen natürlich auch bei anderen axial durchströmten Turbomaschinen erwünscht und in der gleichen Form ausführbar wie bei Axialgebläsen.
Eine solche Verstellung der Laufschaufeln wird zweckmässig und in bekannter Weise durch einen in der Laufradachse zentral eingebauten, also mit dem Läufer umlaufenden Steilzylinder mit hydraulischem Kolben bewirkt. Durch diese Anordnung werden me chanische Übertragungsglieder von stillstehenden zu um laufenden Teilen der Maschine vermieden, was wegen der erforderlichen hohen Verstellkräfte besonders er wünscht ist.
Bei der zentralen Lage des hydraulischen Stellmotors ist die zentrale Anordnung des Steuerschie bers, mit dem der Kraftkolben im Steilzylinder gesteuert wird, besonders günstig, da bei einer solchen Anordnung auch die Überleitung der hydraulischen Steuerimpulse von stillstehenden auf umlaufende Teile vermieden wird. Eine solche Anordnung der Verstellung der Laufschau feln bei einer Kaplanturbine ist z. B. bekannt durch die Veröffentlichung auf Seite 17 des Buches von Pe- termann Strömungsmaschinen, erschienen 1960.
Der hydraulische Steilzylinder ist dort in der Nabe des Lauf rades der Turbine untergebracht, der Steuerschieber sitzt direkt in der Achse der Laufradnabe bzw. des Stellkolbens oder seiner Kolbenstange. Bei dieser be kannten Anordnung erfolgt zwar die Druckölzufuhr durch die als Hohlstange ausgeführte Verlängerung des Steuerschiebers und der Ölablauf durch den zwischen dieser Stange des Steuerschiebers und der Wellenboh rung gebildeten Hohlraum, jedoch läuft der Steuer schieber mit der Welle und Nabe um,
so dass zur Zu führung des Drucköls für die Steuerung eine Abdich- tung zwischen dem im Raum feststehenden Öldruck erzeuger und der mit der Welle umlaufenden Steuer schieber-Hohlstange erforderlich ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, bei einer solchen Verstellung der Laufschaufeln von Axial gebläsen die Abdichtung des Drucköls zwischen dem im Raum feststehenden Druckerzeuger und dem Steuer schieber an einer Stelle mit Drehbewegung gegenein ander zu vermeiden.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch ge löst, dass der Steuerschieber mit Wälzlagern in der im Kolben oder in der Kolbenstange des zentral eingebau ten Stellzylinders umlaufenden Steuerbüchse gelagert ist und die Druckölzufuhr sowie der Ölablauf über den zur Steuerung nur in axialer Richtung bewegten und nicht umlaufenden Steuerschieber von der freien Seite des fliegend auf der Welle angeordneten Lauf rades aus erfolgt.
Bei einer weiteren Ausgestaltung des Erfindungs gegenstandes ist auf einem Zapfen des Steuerschiebers ein Wälzlager angebracht, dessen Aussenring durch An schlag an entsprechenden Flächen in der Kolben- oder Kolbenstangenbohrung den Hub begrenzt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel, wobei Fig. 1 einen Axialschnitt durch einen Teil des Laufrades sowie den Steilzylinder und den Steuerschie ber darstellt und Fig. 2 die Wirkungsweise des Steuer schiebers in grösserem Massstab erläutert.
In Fig. 1 ist 1 ein scheibenförmiger Teil der Lauf radnabe. Mit 2 ist der innere Teil der Lagerung einer Laufschaufel angedeutet, auf deren Welle der Verstell hebel 3 sitzt, der durch die Axialverschiebung der Scheibe 4 zur Verstellung der Laufschaufel eine Schwenkbewegung erfährt. Die Scheibe 4 sitzt auf der Stange 5 des Kolbens 6. Dieser läuft in dem zentral an geordneten Zylinder 7, der mit dem Laufradnabenteil 1 durch einen Flansch verbunden ist, also die Drehbewe gung des Laufrades ebenso wie der Kolben 6 mitmacht.
Im Kolben bzw. in der Nabe oder Stange des Kolbens ist der Steuerschieber 8 angebracht, der sich also zen- tral in der Achse des Laufrades befindet. Der Steuer schieber ist durch Wälzlager - hier als Nadellager 9 und 10 dargestellt - in dem Kolben gelagert, da der Steuer schieber an der Drehbewegung des Laufrades und da mit des Kolbens nicht teilnimmt. Die Versorgung des Steuerschiebers mit Drucköl bzw. der Ablauf des zur Steuerung benötigten Öls erfolgt nach Fig. 1 von der rechten Seite des Steuerschiebers aus.
Das nur teilweise dargestellte Laufrad ist fliegend auf der Gebläsewelle angebracht und diese Wellenbefestigung bzw. Welle er streckt sich links von dem dargestellten Ausschnitt. Die rechte Seite ist also frei zur Zu- und Abführung des Drucköls.
Beim Austritt des Steuerschiebers aus dem Verstell kolben ist eine Dichtung 11 angeordnet, die lediglich druckloses Spritzöl abzudichten hat. Die Zuführung des Drucköls erfolgt über den Anschluss 12 in Richtung des angedeuteten Pfeiles, der Ölablauf durch den Anschluss 13. Diese Anschlüsse können in einfachster Weise ange bracht werden, da der Steuerschieber nicht umläuft und lediglich die axiale Hubbewegung mitmacht, die der Kolben 6 ausführen soll, da die Kombination als Folge steuerung arbeitet, bei der die Verstellbewegung, des Kolbens 6 der Hubbewegung des Steuerschiebers 8 folgt. Es ist nicht dargestellt, wie die Steuerbewegung in den Steuerschieber eingeleitet wird.
Dies kann in ein facher Weise mechanisch erfolgen, da das Kopfende 14 zugängig ist und keine Drehbewegung ausführt.
Die Wirkungsweise der Verstellung ist aus Fig. 2 zu ersehen, wobei der Steuerschieber zur Einleitung einer Bewegung des Kolbens 6 nach rechts in dieser Richtung um das Mass a aus der Mittellage verschoben ist. Die Steuerkanten 21 und 22 mit entsprechenden Gegenkan ten in der Kolbenbohrung steuern das durch die Bohrung 23 zugeführte Drucköl. Im vorliegenden Fall wird in folge der Verstellbewegung des Steuerschiebers nach rechts das Drucköl aus dem Raum 24 in die Bohrung 25 und den Zylinderraum 26 links von dem Kolben 6 ge leitet.
Gleichzeitig wird aus dem Raum 27 rechts des Kolbens durch die eingeleitete Rechtsbewegung das Öl über die Bohrung 28 und die jetzt öffnende Steuerkante 29 in die Ringnut 30 in den die Steuerbüchse dar stellenden Kolbenteil geleitet, von wo es durch die Boh rung 31 im Steuerschieber in Richtung des eingezeich neten Pfeiles zu der Ablaufleitung 13 gelangt. Die Be wegung des Kolbens 6 hält durch die eingestellte Druck differenz des öls so lange an, bis der Steuerschieber wieder relativ zu den Nutenkanten in der Steuerbüchse die Mittelstellung erreicht hat, wie sie in Fig. 1 darge stellt ist. Der Kolben 6 folgt also genau der Bewegung des Steuerschiebers.
Durch die Anordnung des Steuer schiebers in dem zu bewegenden Kolben selbst ist auto matisch die erforderliche Rückführung gegeben. Genau der gleiche Vorgang, nur in entgegengesetzter Richtung, erfolgt natürlich, wenn der Steuerschieber 8 statt nach rechts, wie in Fig. 2 dargestellt, nach links aus der Mit tellage verschoben wird. Um den Hub des Steuerschiebers gegenüber dem Kolben zu begrenzen, ist, wie Fig. 1 zeigt, auf dem Zapfen 15 des Steuerschiebers ein Wälzlager 16 ange ordnet, das mit seinem Aussenring an den Flächen 17 bzw. 18 im Kolben bzw.
in der Kolbenstangenbohrung anschlägt. Dadurch wird eine Hubbegrenzung bewirkt, bei der eine Relativbewegung zwischen den Anschlag flächen selbst und damit unzuträgliche Reibungen oder Fresserscheinungen trotz der Drehbewegung zwischen Steuerschieber und Kolben vermieden werden.
Durch die im vorstehenden beschriebene Erfindung wird also eine Vorrichtung zum Verstellen der Lauf schaufeln von Axialgebläsen geschaffen, bei der zu nächst in an sich bekannter Weise alle mechanischen Verstellglieder zur Übertragung der Bewegung von einem Verstellmotor auf das umlaufende Laufrad ver mieden werden. Da der Steuerschieber nach dem Prinzip der Folgesteuerung arbeitet und zentral in dem Servo motor bzw. dem Stellmotor angeordnet ist, entfallen auch alle Verbindungshebel oder Leitungen, die der Rückführung zwischen Steuerschieber und Stellmotor dienen.
Der wesentliche Fortschritt, der mit der vor liegenden Erfindung erreicht wird, besteht aber darüber hinaus darin, dass die Druckölzufuhr direkt zu dem nichtumlaufenden Steuerschieber erfolgt, ohne -dass Drucköldichtungen zwischen feststehenden und umlau fenden Teilen erforderlich sind. Die Überleitung des Drucköls vom stillstehenden Teil der Steuerung zum sich drehenden Laufrad erfolgt hier vielmehr an der Steuerkante des Steuerschiebers selbst, wobei dieser mit der jeweils schliessenden Steuerkante die Abdichtungs funktion selbst übernimmt.
Die Verstellvorrichtung nach der Erfindung ist daher an Einfachheit der Ausführung und Betriebssicherheit nicht zu übertreffen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Verstellen der Laufschaufeln von Axialgebläsen durch Axialverschiebung eines hydrau lisch bewegten Kolbens in einem in der Laufradachse zentral eingebauten, mit dem Läufer umlaufenden Stell zylinder mit Hilfe eines zentral angeordneten mit Folge steuerung arbeitenden Steuerschiebers, dadurch gekenn zeichnet, dass der Steuerschieber (8) mit Wälzlagern (9, 10) in der im Kolben (6) oder in der Kolbenstange angebrachten umlaufenden Steuerbüchse gelagert ist und die Druckölzufuhr (12) sowie der COlablauf (13)über den zur Steuerung nur in axialer Richtung bewegten und nichtumlaufenden Steuerschieber (8) von der freien Seite des fliegend auf der Welle angeordneten Lauf rades aus erfolgt. UNTERANSPRUCH Vorrichtung zum Verstellen der Laufschaufeln nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Zapfen (15) des Steuerschiebers ein Wälzlager (16) an gebracht ist, dessen Aussenring durch Anschlag an ent sprechenden Flächen (17, 18) in der Kolben- oder Kolbenstangenbohrung den Hub begrenzt.
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Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
| EP1865204A2 (de) | 2006-06-07 | 2007-12-12 | TLT-Turbo GmbH | Vorrichtung zur Messung des Verstellhubes einer hydraulischen Verstelleinrichtung |
| EP1865204A3 (de) * | 2006-06-07 | 2008-05-21 | TLT-Turbo GmbH | Vorrichtung zur Messung des Verstellhubes einer hydraulischen Verstelleinrichtung |
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